Forschungsprojekte und Kooperationen

Am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation sind in den letzten Jahren ein Reihe von Forschungsprojekten entstanden, die sich dem Bereich der Untertitelforschung widmen. Auf dieser Seite finden Sie überblicksartig Informationen zu den Projekten. Für weiterführende Informationen können Sie den Links zu den jeweiligen Projekt-Webseiten folgen.

 

Im vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung geförderten Projekt "TV-Untertitel für gehörlose und schwerhörige Kinder" wurden Handlungsempfehlungen für eine zielgruppengerechte Untertitelpraxis für acht- bis zwölfjährige Kinder entwickelt. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem NDR und dem mdr/KiKA, dem Deutschen Gehörlosen-Bund e. V. und insgesamt 12 Schulen in ganz Deutschland durchgeführt und im Februar 2019 abgeschlossen. Eine Publikation der Ergebnisse folgt.

Foto: Andreas Hartmann

 

Mit dem 2015 am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim ins Leben gerufenen Projekt "Inklusives Theater" wurde und wird die konzeptionelle Entwicklung und künstlerische Umsetzung von Theaterübertiteln für gehörlose, schwerhörige und hörende Menschen bisher drei Kooperationen erarbeitet. 

Projektleitung: Prof. Dr. Nathalie Mälzer

Publikation: Mälzer, Nathalie/Wünsche, Maria (2018): Inklusion am Theater. Übertitel zwischen Ästhetik und Translation. Berlin u. a.: Peter Lang.

Kooperation mit dem TfN Hildesheim

Übertitel für gehörlose und schwerhörige Menschen per Smartglasses für das TfN

Im Sommersemester 2019 erarbeiten Studierende des Studiengangs Medientext und Medienübersetzung eine Übertitelung für gehörlose und schwerhörige Menschen per Smartglasses für das Theater für Niedersachsen. Das Stück Bella Donna von Stefan Vogel wird im November 2019 mit Übertiteln am TfN gezeigt werden. Die übertitelten Aufführungen werden durch eine empirische Studie wissenschaftlich begleitet werden.  

Ein inklusiver "Woyzeck" wird im Januar 2019 ins Theaterhaus Hildesheim kommen

Das Projekt Inklusives Theater geht in eine neue Runde. In Kooperation mit der Regisseurin Manuela Hörr wird Georg Büchners "Woyzeck" für hörende, gehörlose und schwerhörige Menschen mit einem diversen Schauspielensemble auf die Bühne gebracht. Im Theaterhaus Hildesheim wird am 31. Januar 2019 die Premiere stattfinden. Es werden Lautsprache, Deutsche Gebärdensprache und Übertitel auf der Bühne eingesetzt.

Kooperation mit un-label im EU-Projekt ImPArt

Die Un-Label Performing Arts Company vereint Künstler_innen mit und ohne Behinderung aus ganz Europa. Un-Label schafft zeitgenössische Bühnenstücke und vernetzt dabei kreative Arbeit und wissenschaftliche Forschung. Im Rahmen des zwischen 2018 und 2020 laufenden Projekts ImPArt - Immediate Performing Arts wird Barrierefreiheit in den kreativen Prozess eingebunden und nicht als Fremdkörper außerhalb der Inszenierung entwickelt:

"Wir haben uns mit ImPArt das Ziel gesetzt, neue, kreative Ansätze zu finden, die es ermöglichen, ein künstlerisches Produkt für alle Menschen gleichberechtigt erlebbar zu machen. Dabei ist eine Frage zentral: Wie können wir Hilfsmittel so nutzen, dass sie Teil der Inszenierung sind, somit selbst zur Kunst werden und durch ihre eigenen ästhetischen Möglichkeiten das Kunstwerk bereichern?" (vgl. https://un-label.eu/project/impart/)

Zu einem dreiminütigen Teaser über das Projekt geht es hier.