Inklusives Theater – Theaterübertitel für gehörlose, hörende und schwerhörige Menschen

(English Version below)

In Deutschland gibt es zwar einige Theater und Opern, die interlinguale Übertitel anbieten, doch findet man wenig Übertitel für Menschen mit Hörbehinderung. Induktionsschleifen, wie sie an einzelnen Theatern eingesetzt werden, bieten leider nur schwerhörigen Menschen die Möglichkeit, an Theateraufführungen teilzuhaben, Aufführung mit Gebärdensprache wiederum richten sich meist nur an gehörlose Menschen. Mit dem 2015 am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim ins Leben gerufenen Projekt Inklusives Theater wurde die konzeptionelle Entwicklung und künstlerische Umsetzung von Inszenierungen für Gehörlose, Schwerhörige und Hörende sowie Übermittelungen für Menschen mit Hörbehinderung in mehreren Kooperationen erarbeitet:

  • Pilotprojekt 2015: Kooperation mit dem Theaterensemble Club Kirschrot und dem Stück „Club der Dickköpfe und Besserwisser“
  • Projekt 2016: Kooperation mit dem Theaterensemble BwieZack mit dem Stück "von außen zu nah"
  • Projekt 2017: Kooperation mit dem Jungen Schauspiel Hannover mit dem Stück "Mädchen wie die" von Evan Placey
  • Projekte 2019: Kooperation mit dem TfN mit der Komödie "Bella Donna" von Stefan Vögel und mit dem Theaterhaus Hildesheim mit "WOY", basierend auf dem Klassiker "Woyzeck" von Georg Büchner.

Die Entwicklung der Übertitel erfolgt im Rahmen des Kurses „Inklusives Theater“, welcher regelmäßig (momentan jedes Jahr) von Prof. Dr. Nathalie Mälzer angeboten wird. An den Veranstaltungen nehmen in erster Linie Studierende aus den Studiengängen Medientext und Medienübersetzung (MuM) sowie Barrierefreie Kommunikation (BK) teil. Des Weiteren sind sie offen für Studierende aus den Medienwissenschaften. Der Kurs, genau wie das Projekt insgesamt, weist also eine hohe Interdisziplinarität auf: Es sind so nicht nur der Bereich Übersetzungswissenschaften der Universität Hildesheim mit den Theatern in der Region, sondern auch verschiedene Fachbereiche innerhalb der Universität miteinander verbunden.

Im Rahmen des Projektes wurden bereits mehrere wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Diese sind weiter unten auf dieser Seite unter "Publikationen zum Projekt" aufgeführt.

Presse zum Projekt: Inga Dreyer im Neuen Deutschland vom 18.11.2019.

Projektleitung und Kontakt: Prof. Dr. Nathalie Mälzer.

Im Folgenden werden die konkreten Kooperationen dargestellt.

Aktuelle Kooperation mit dem Theater für Niedersachsen: Spielzeit 2019/2020

"Bella Donna" von Stefan Vögel

Im Sommersemester 2019 erarbeiteten Studierende der Studiengänge MuM und BK eine Übertitelung für Menschen mit Hörbehinderung per Smartglasses für das Stück „Bella Donna“. Die Boulevardkomödie von Stefan Vögel, inszeniert von April Hailer, lief seit dem 30. November im Theater für Niedersachsen. Den Zuschauern_innen stand die Möglichkeit offen, der Aufführung mit Übertiteln per Smartglasses beizuwohnen. Die Studierenden, die die Übertitel vorab produziert hatten, fuhren sie dann auch live während der Vorstellung. Für die Nutzer_innen der Smartglasses erschienen die Übertitel virtuell im Raum: direkt im Bühnengeschehen schwebend. Unsere Fragen waren: Wie gefallen den Nutzer_innen der Smartglasses die Übertitel? Tragen sie zum besseren Verständnis des Stückes bei?

Die Ergebnisse der Studie werden im Laufe des Jahres 2020 publiziert. Bei Fragen zu dem Projekt wenden Sie sich bitte an die Projektleiterin: Prof. Dr. Nathalie Mälzer.

Unsere Kooperationspartner waren: die Firma Panthea und das TfN – Theater für Niedersachsen

Die Übertitel gestalteten: Maja Chalhoub, Dilara Vural, Nicole Köhler, Ineke van Loo, Valeria Matteini, Marietta Klinger, Georgios Farantos, Clara-Maria Scheim, Katie Campbell

Die empirische Studie führten durch: Celine Vollbrecht, Julia Joswig, Laura Henning, Sarah Saadi, Theonymfi Dryleraki

 

Presse:

Hier geht es zu dem Beitrag von Johanes Avenarius, der am So., 08.03.20, um 9.17 bei NDR Info gesendet wurde.

Im Leine-Ohr, Ausgabe 36, S. 7 berichtet der Vorsitzende des Deutschen Schwerhörigenbundes Rolf Erdmann über seine Erfahrungen bei der Aufführung. 

Moverio Smartglasses von Epson © Ian Wallman
Theaterfoto: Jochen Quast

Aktuelle Kooperation mit dem Theaterhaus Hildesheim: Spielzeit 2019/20

gefördert durch: die Stiftung Niedersachsen
Niedersachsenpferd neben dem Stiftungstitel "Stiftung Niedersachsen"

 

WOY, nach Georg Büchners „Woyzeck“, Regie: Manuela Hörr

Die Regisseurin Manuela Hörr hat in Kooperation mit Prof. Dr. Nathalie Mälzer und Studierenden der Masterstudiengänge Medientext und Medienübersetzung (MuM), Barrierefreie Kommunikation (BK) sowie Inszenierung der Künste und Medien Universität Hildesheim sowie mit dem Theaterhaus Hildesheim „WOY“, nach Georg Büchners Woyzeck, inklusiv für Gehörlose, Hörende und Schwerhörige inszeniert. Ein Team der Universität hat die Proben und die Umsetzung des dreisprachigen Konzepts (Lautsprache, Gebärdensprache, Übertitel) wissenschaftlich begleitet. Eine Publikation der Ergebnisse, insbesondere ein Leitfaden für Theaterschaffende, die inklusive Inszenierungen planen, wird im Verlauf des Jahres 2020 folgen.

Kooperationspartner: Theaterhaus Hildesheim, Manuela Hörr (Regie), Nicola Bongard (Dramaturgie)

Forschungsteam: Saskia Josephine Schulz (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), Jeffrey Döring (Lehrbeauftragter), Mara Schmiedinghoff (Studentische Hilfskraft: Probenprozessforschung), Yannik Kolmer (Studentische Hilfskraft: Öffentlichkeitsarbeit und Koordination)

Übertitelungsteam: Djamel Edinne Alim, Katie Campbell, Fatou Fofana, Katharina Große, Myrna Sophie Keppler, Yannik Kolmer, Marie Leusder, Mara Schmiedinghoff, Saskia Josephine Schulz

Die Premiere war am 30. November 2019 um 20:00 Uhr im Theaterhaus Hildesheim.

Weitere Termine: 01. bis 03.12.2019 um 19:00 Uhr im Theaterhaus Hildesheim, 11., 20 Uhr und 12.03.2020, 15 und 20 Uhr im LOT Braunschweig (Termine in Braunschweig wegen Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus abgesagt, neue Termine sind in Arbeit).


Presse:

Hier geht es zu dem Beitrag von Janek Wiechers, der am Mi., 27.11.19, um 14.20 Uhr und um 11.20 Uhr bei NDR Kultur gesendet wurde. 

Hier geht es zu dem Beitrag von Kilian Schwartz im Kehrwieder vom 16.11.2019.

Hier geht es zu dem Beitrag von Martina Prante in der HiAZ vom 15.11.2019.

 

Hier finden Sie das Plakat und die Pressemitteilung des Theaterhauses zu WOY.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Projekts in einfacher verständlichem Deutsch. Diesen Text haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache erstellt.

unterstützt durch: Forschungsstelle Leichte Sprache
Foto: Antonia Rehfueß
Übertitel zu Erbsendiät
Marie wird von Schlagzeilen über Beziehungstaten umzingelt
Foto: Antonia Rehfueß
Schlagzeilen zu Beziehungstaten
Marie schreibt eine Schlagzeile um
Foto: Antonia Rehfueß
Übertitel wird von Schauspielerin geändert
 

Vorgängerprojekte

Foto: Markus Wolter

"Von außen zu nah", BwieZack

Zwei der Vorgängerprojekte (Stückeentwicklungen) sind im Rahmen der Nachwuchsförderung „deBühne_barrierefrei“ im Theaterhaus Hildesheim entstanden und richteten sich an schwerhörige, gehörlose und hörende Menschen ab 10 Jahren. Gemeinsam mit dem Seminar "Theaterübertitelung" unter der Leitung von Prof. Dr. Nathalie Mälzer wurde eine partizipative Inszenierung durch den Einsatz von Übertiteln, Lautsprache und Gebärdensprache entwickelt. Ein weiterer Kooperationspartner war das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte e.V. Hildesheim. Beim dem Stück "von außen zu nah" unterstützte Marion Jansen, Lehrerin am LBZH, die Theatergruppe und erarbeitete mit ihnen im Probenprozess Gebärden für einzelne Szenen. Außerdem fand eine Zusammenarbeit mit der Theater-AG der St. Ansgar Kinder- und Jugendhilfe statt. Mit dem Anspruch, die Phantasie und Kreativität der Jugendlichen zu wecken und ihre Ideen direkt in die inszenatorische Arbeit einfließen zu lassen, wurden in wöchentlichen Treffen Standbilder und Szenen erarbeitet, die Freundschaft, Ausgrenzung und Alleinsein verkörpern.

Hier geht es zu dem Trailer des Stückes.

Übertitelung

Für das Stück "von außen zu nah" wurden die Übertitel von den Studierenden Laura Leske, Saskia Josephine Schulz und Anna Pristouschek erstellt. Die Übertitel waren integrativer Bestandteil der Aufführung. Lautsprache und Gebärdensprache wurden in Schriftsprache übersetzt (und umgekehrt) und als Übertitel im gesamten Bühnenraum live eingeblendet. Die Übertitel wurden sowohl als kommunikativ-übersetzerisches Element verwendet, als auch als eigenständiges theatrales Ausdruckselement, das einen ästhetischen Mehrwert für die Inszenierung bietet. Die Inszenierung hatte partizipativen Charakter, was besondere Herausforderungen an die Übertitel stellte. So konnten die Zuschauer_innen eine Szene mitgestalten, indem sie an einer Abstimmung teilnahmen. Oder sie bekamen Gruppenaufgaben gestellt, ohne ganz Verwendung gesprochener Sprache. Damit verbunden war die Bewegung des Publikums im Raum, die Grenze zwischen Bühne und Publikum wurde immer wieder aufgehoben. Aus diesem Grund musste die Projektion der Übertitel flexibel bleiben und durfte sich nicht auf eine Fläche beschränken. In einzelnen Szenen wurden die Übertitel vollständig live erstellt.

Die Premiere des Stücks "von außen zu nah" fand am 2. Juni 2016 am Theaterhaus Hildesheim statt.

Kooperationsparter: Theaterhaus Hildesheim, LBZH Hildesheim, Theater BwieZack.

 

Das Pilotprojekt

Foto: Andreas Hartmann

"Club der Dickköpfe und Besserwisser", Klub Kirschrot

Bei dem Ende Oktober 2014 gestarteten Pilotprojekt waren das Theaterhaus Hildesheim, die freie Theatergruppe Theater Kirschrot und das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte e.V. Hildesheim die Kooperationspartner der Universität Hildesheim. Das Projekt wurde teilgefördert durch die Stiftung Niedersachsen. Das Stück „Club der Dickköpfe und Besserwisser“ richtete sich an Kinder/Jugendliche zwischen ca. 10 bis 13 Jahren und wurde unter Einbeziehung hörender und gehörloser Kinder erstellt. 

Hier geht es zu dem Trailer des Stückes.

Übertitelung

Die Übertitel wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Nathalie Mälzer erstellt von: Michèle Brand, Hanna Bock, Jelena Gayk, Isabella Kammerer, Alexander Kurch, Swenja Schum, Yvonne Quasdorf, Maria Wünsche. Neben live gefahrenen Übertiteln wurden auch untertitelte Videos projiziert.

Die Premiere des Stücks "Club der Dickköpfe und Besserwisser" hat am 20. Februar 2015 am Theaterhaus Hildesheim stattgefunden.

Kooperationspartner: Theaterhaus Hildesheim, Klub Kirschrot

Förderer des Projekts: Stiftung Niedersachsen.

 

Kooperation in der Spielzeit 2017/18: Schauspiel Hannover

Foto: Karl-Bernd Karwasz

Evan Placeys "Mädchen wie die", Regie: Wera Mahne

Die Dramaturgin und Theaterpädagogin Barbara Kantel, Leiterin des Jungen Schauspiels Hannover, und die Regisseurin Wera Mahne haben ein Theaterstück mit gehörlosen und hörenden Schauspieler_innen für ein hörbeeinträchtigtes, gehörloses und hörendes Publikum inszeniert. Es handelt sich dabei um das Jugendtheaterstück "Mädchen wie die" ("Girls like that") von Evan Placey (dt. von Frank Weigand). 

Premiere war am 12.01.18. Mehr Informationen sowie Bild- und Videomaterial unter:

www.schauspielhannover.de

Hier geht es zu dem Trailer.

Presse

Pressemeldung im idw vom 21.12.2017 hier.

Den Artikel in der HAZ vom 21.12.2017 kann man hier nachlesen.

Den Artikel im Göttinger Tageblatt vom 26.12.2017 findet man hier.

Das sechs-minütige Gespräch mit Radio Bremen 2 vom 26.12.2017 kann man hier nachhören.

Zu dem vier-minütigen TV-Bericht des NDR "Hallo Niedersachsen" vom 11.1.2018, 19:30 gelangt man hier

Übertitelung

Das von der Universität Hildesheim mit entwickelte Übertitelungskonzept floss in die künstlerische Umsetzung der Übertitel durch den Videokünstler Declan Hurley ein. Neben Übertiteln wurde wieder Gebärdensprache eingesetzt. Die gemeinsame Produktion wurde von einem Team der Universität Hildesheim wissenschaftlich begleitet. 

Das Team: Prof. Dr. Nathalie Mälzer, Hanna Bock (MA, Doktorandin), Hannah Schwarz (Organisation), Saskia Schulz (Videographie der Proben) und Loraine Keller (Empirische Studie mit Zuschauer_innen) sowie Studierende des Masterstudiengangs Medientext und Medienübersetzung

Kooperationspartner: Barbara Kantel, Dramaturgin und künstlerische Leiterin: Junges Schauspiel Hannover, Wera Mahne

Förderer des Projekts: Calenberg-Grubenhagensche Landschaft

Wissenschaftliche Begleitung

Im Anschluss an die Aufführungen der inklusiv inszenierten Stücke wurde das Publikum befragt. Hörende, Schwerhörige wie Gehörlose wurden per Fragebogen um detailliertes Feedback gebeten. 

Darüber hinaus wurden die besonderen Probenprozesse bei der Erarbeitung einer inklusiven Inszenierung beobachtet. Zu diesem Thema entsteht derzeit eine Doktorarbeit (Promovendin: Hanna Bock). Außerdem wurde im Universitätsverlag Hildesheim eine Masterarbeit über die Nutzer*innen-Akzeptanz von Smartglasses veröffentlicht, die eine Auszeichnung vom internationalen Verband der Translationsstandorte erhalten hat (https://ialt.philol.uni-leipzig.de/aktuelles/details/news-id/8825/).

Das inklusive Konzept und die Ergebnisse aus den Rezeptionsstudien sind ausführlich in den nachfolgenden Publikationen vorgestellt.

Publikationen zum Projekt:

Monografien

Aufsätze

  • Mälzer, Nathalie (2018): Inklusion durch Mehrsprachigkeit im Theater: Wie Inszenierungen durch den Einsatz von Lautsprache, Übertitel und Gebärdensprache inklusiv werden können. In: www.kubi-online.de/autorinnen/maelzer-nathalie
  • Mälzer, Nathalie (2018): "So spricht inklusives Theater". In: https://www.kultur-oeffnet-welten.de/positionen/position_7104.html (22.5.2018)
  • Mälzer, Nathalie/Wünsche, Maria (2018): "Barrierefreiheit und Inklusion am Theater". In: Maaß, Christiane/Rink, Isabel (Hg.) (2018): Handbuch Barrierefreie Kommunikation. Berlin: Frank & Timme, 599-614.
  • Mälzer. Nathalie (2017): "Inklusion im Theater". In: Gerland, Juliane (Hg.): Kultur.Inklusion.Forschung. Weinheim: Beltz Juventa, 182-200.
  • Wünsche, Maria (2016): "Das Spannungsfeld zwischen Barrierefreiheit und Inklusion am Beispiel der Theaterübertitelung." In: Mälzer, Nathalie (Hg.): Barrierefreie Kommunikation – Perspektiven aus Theorie und Praxis. Berlin: Frank & Timme, 193-208.

 

 

Inclusive Theatre: Surtitles in theatre for a D/deaf, Hard of Hearing and Hearing Audience

The University of Hildesheim recently cooperated with the Theaterhaus Hildesheim and the Theater für Niedersachsen in Hildesheim in projects about Inclusive Theatre. The result can now be seen on stage.

  • General Notes
  • Current Projects
  • Past Projects

General Notes

Even though some operas and theatres in Germany provide interlingual surtitles, there are only barely surtitles for the D/deaf or Hard of Hearing. The basic idea of our project is to produce and design surtitles in a creative and unexpected way, so that they obtain an artistic legitimacy within the staging concept and function beyond the pure purpose of translation. This shall be effected e.g. by different font types or sizes or varying projection surfaces.

The surtitles are designed in the course “Inclusive Theatre”, regularly offered (currently every year) by Prof. Dr. Nathalie Mälzer. Members of the course are mostly students specializing in the translation of media products or the accessibility of texts for disabled persons. However, they are also open to students from Media Studies. The course as well as the project in general shows thus a high interdisciplinarity: Not only the Translation Studies of the University of Hildesheim and the regional theatres are connected with each other by it, but also different faculties within the University.

Contact: Prof. Dr. Nathalie Mälzer.

The project has already produced several cientific publications (only in German). They are listed above under "Publikationen zum Projekt".

The specific cooperations are presented below.

Current Projects

Cooperation with Theater für Niedersachsen: “Bella Donna” from Stefan Vogel

In the Summer term of 2019 MuM students designed surtitles via smartglasses for people with Hearing impairments for the play “Bella Donna” (text in German). The boulevard comedy by Stefan Vögel, staged by April Hailer, could be seen in the TfN from the 30th November onwards. Viewers had the possibility to use surtitles via smartglasses for the play. The students who had produced the surtitles beforehand were running them live during the perfomance. For users of the smartglasses the surtitles would appear virtually in the theatre: floating within the events on the stage. Our questions were: How do the smartglas users like the surtitles? Do they contribute to a better understanding of the play?

The outcome of the study will be published over the year 2020. If you have any questions concerning the project, please contact the project manager: Prof. Dr. Nathalie Mälzer.

Our partners were: the company Panthea and the TfN – Theater für Niedersachsen (Theatre for Lower Saxony).

Surtitles designed by: Maja Chalhoub, Dilara Vural, Nicole Köhler, Ineke van Loo, Valeria Matteini, Marietta Klinger, Georgios Farantos, Clara-Maria Scheim, Katie Campbell

Empirical study conducted by: Celine Vollbrecht, Julia Joswig, Laura Henning, Sarah Saadi, Theonymfi Dryleraki

Cooperation with Theaterhaus Hildesheim: “WOY” from Georg Büchner, staged by Manuela Hörr

The director Manuela Hörr, cooperating with Prof. Dr. Nathalie Mälzer and master students of the University of Hildesheim, as well as the Theaterhaus Hildesheim, staged “WOY” (text in German), based upon Woyzeck by Georg Büchner. It aimed at including Hard of Hearing, D/deaf, and Hearing viewers. A team of the University accompanied the rehearsals and looked, from a scientifical perspective, on the way how the trilingual concept (sign language, spoken language, and written language in the form of surtitles) has been putting into play. The outcome, particularly a guideline for theatre producers and artists who are planning inclusive stagings, will be published over the year 2020.

Partners: Theaterhaus Hildesheim, Manuela Hörr (Director), Nicola Bongard (Dramaturg)

Research team: Saskia Josephine Schulz (Research Assistant), Jeffrey Döring (Assistant Lecturer), Mara Schmiedinghoff (Student Assistant: Rehearsal Process Research), Yannik Kolmer (Student Assistant: Public Relations and Coordination)

The premiere was on the 30th November 2019 at 8 p.m. in the Theaterhaus Hildesheim.

Following stagings: 12/1 – 12/3/2019 at 7 p.m. in the Theaterhaus Hildesheim, 3/11, 8 p.m., and 3/12/2020, 3 p.m. and 8 p.m. in the LOT Braunschweig (stagings in Braunschweig cancelled because of security measures against the Corona virus, new dates are to be announced).

For reactions in the media (all in German) please view the category Presse above. The poster and a summary in easy German of the project Inclusive Theatre with the focus on WOY can also be found there.

Past Projects

Prof. Dr. Nathalie Mälzer, who has initiated the current project, has already supervised two other succesful productions in the past: „Club der Dickköpfe und Besserwisser “ (with the performance collective Theater Kirschrot) and „von außen zu nah“ (with the theatre collective BwieZack) were staged in 2015 and 2016 in Hildesheim.

Theatre director Wera Mahne has staged the play „Girls like that“ from Evan Placey (DE „Mädchen wie die“) at the Junges Schauspiel, the division for young audiences in Hannover. The cast includes two deaf/hard of hearing as well as two hearing actresses and actors. Due to that constellation, the play is trilingual: there is sign language, spoken language and written language in the form of surtitles on stage. Master students of the University of Hildesheim who are specializing in the translation of media products, attended some of the rehearsals, served in an advisory capacity and partially devised a surtitling concept together with the theatre team. „Mädchen wie die“ premiered on January 12th. It was further played on March 1st, 4th and 16th at 7.30 pm at Ballhof Zwei in Hannover. The project was funded by Calenberg-Grubenhagensche Landschaft Hannover as well as by Stiftung Niedersachsen.