Selbstständige Reiseleiterin aus Marseille - Kulturvermittlung als kreativer Schaffensraum

„Es bleibt die Zeit, selbst kreativ zu werden und macht Kulturvermittlung, wie ich sie mir wünsche, wirklich möglich!“

Dorothea Schmidt arbeitet als selbstständige Reiseleiterin und Kulturvermittlerin in den Regionen Provence, Westfrankreich und Paris. Sie wird vor Ort von verschiedenen Reiseveranstaltern, Agenturen und Fremdenverkehrsbüros kontaktiert, wobei sie jeden Auftrag ganz individuell gestaltet. Begonnen hat alles mit Dorotheas Leidenschaft für das Reisen, die unterschiedlichen Kulturen und Sprachen. Nach dem Abitur absolvierte sie deshalb eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau in Hamburg und arbeitete danach eineinhalb Jahre als Reiseleiterin in Griechenland und auf den Malediven. Um ihr Wissen in den Bereichen Kultur und Kulturvermittlung zu vertiefen, entschied sie sich für den Diplomstudiengang Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Zusätzlich schloss sie den deutsch-französischen Masterstudiengang Médiation culturelle de l’art in Hildesheim und Marseille ab. Während ihres Studiums arbeitete sie regelmäßig im Tourismusbereich, hielt aber nebenbei stets auch Ausschau nach Berufen im Bereich der Kulturvermittlung in Museen sowie Galerien. Sie entschied sich letztendlich doch für den Weg als Reiseleiterin. Rückblickend sieht Dorothea ihr Studium „als sehr gute Vorbereitung für ihren heutigen Beruf“. Nach ihrem Studium in Marseille wollte sie auch weiterhin in Frankreich leben und arbeiten. So galt es, als nächsten Schritt die vom französischen Staat anerkannte Führungslizenz für Reiseleiter zu erwerben, um dann den Weg in die freiberufliche Tätigkeit zu gehen.

Studiosus: Massentourismus au revoir!

Während ihrer Zeit als Reiseverkehrskauffrau hielt Dorothea des Öfteren Studiosus-Kataloge in den Händen und war beeindruckt von den Angeboten und der Unternehmensvision, da sie genau die Art von Tourismus anbieten, die sie bis heute begeistert: „Kein Massentourismus, sondern Tourismus, der qualitativ hochwertig und sozial- sowie umweltverträglich ist.“ Studiosus ist Marktführer auf dem Gebiet der Studienreisen und veranstaltet Reisen mit
besonderem Mehrwert. Bis heute ist für sie die Arbeit mit Studiosus sehr wichtig, denn das Unternehmen bietet ihr
viel Freiraum und Möglichkeiten zur freien Gestaltung und Kreativität. Dieser Freiraum ist nicht selbstverständlich. Andere Reiseveranstalter, von welchen sie ebenfalls gebucht wird, schränken sie in ihrem Handlungsrahmen viel mehr ein. Im Bereich des Kulturtourismus wünscht sich Dorothea mehr Reiseveranstalter, die vorwiegend thematische Reisen (Studienreisen) mit Platz zum eigenen Entdecken anbieten.

„Für mich ist der Austausch wesentlich – ich will keine Dozierende sein!“

Als erste Kulturvermittlung des Tages präsentiert Dorothea den Reisegruppen die interessantesten lokalen Nachrichten. Dann folgt z.B. eine eher klassische Führung durchs Amphitheater oder eine Besichtigungstour über den Markt von Arles, auf dem die Gruppen besondere Köstlichkeiten der Region probieren dürfen. So werden die Reisenden nach solchen Besuchen auch öfter einmal selbst aktiv. Auf diese Art schafft es Dorothea stets, klassische und partizipative Elemente der Kulturvermittlung zu vereinen. Für sie ist es nach wie vor eine Herausforderung, einen roten Faden zu spannen und ihre Touren thematisch zu gestalten.

Zufrieden arbeitet es sich besser!

„Ich liebe die Gegend hier in Südfrankreich, sie ist historisch spannend, landschaftlich schön, kulturell und kulinarisch interessant. Das auch noch mit anderen Menschen teilen zu können und ihnen Land und Leute näher zu bringen, ist für mich der ideale Beruf!“ Die Zufriedenheit mit dem Beruf hat für Dorothea einen hohen Stellenwert. Von den Reisenden erhält sie sehr oft positives Feedback, das sie motiviert, immer neue kreative Ideen in ihren Job einzubringen. Für ihre eigene berufliche und private Zukunft wünscht sich Dorothea eine Familie, mit der sie am liebsten nach Avignon ziehen würde, um dort in einer Galerie oder einem kleinen Museum selbst Ausstellungen zu konzipieren.

Text und Foto: Larissa Probst und Richard Sachse