Carolin Scheler

Materialität und Substanz im synthetischen Bild

Das Forschungsprojekt fragt nach der Substanz synthetischer, innerhalb von 3D-Software erzeugter, Bilder. Die technische Substanz einer fertigen Bilddatei gleicht mit ihren Pixeln und Farbwerten der einer digitalen Fotografie. Handelt es sich zudem um synthetische Bilder, die sich auch visuell nicht von einer fotografischen Aufnahme unterscheiden, geraten bild- und rezeptionsästhetische Untersuchungen an ihre Grenzen. Die Studie folgt deshalb der These, dass die Substanz digitaler 3D-Computergrafiken sich ausschließlich aus produktionsästhetischer Perspektive erfassen lässt. Der Blick richtet sich hierbei sowohl auf die Anwender als auch auf die Entwickler der 3D-Systeme, da beide Seiten – so eine weitere Annahme – gleichermaßen Einfluss auf die hier thematisierte ästhetische Praxis nehmen.

 

Zur Person

Praxisorientiertes BA-Studium Kommunikationsdesign in Hannover und Columbus, Ohio, USA mit einem Schwerpunkt in Film und 3D-Animation // Anschließend kulturtheoretisches MA-Studium im Bereich Design und Medien in Hannover // 2015 bis 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Hannover, Fakultät III – Medien, Information und Design sowie am Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Hildesheim // Seit April 2019 Kollegiatin im Graduiertenkolleg »Ästhetische Praxis« im Fachbereich Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation der Universität Hildesheim