Ipfelkofer, Franziska

Das Offene organisieren, oder: Eine Praxis der Grenzen. Aristoteles – Marx –Poststrukturalismus und Postmarxismus. 

Meine Arbeit geht von der Unmöglichkeit aus, einen modernen Begriff von Praxis direkt und positiv zu bestimmen, und damit von der Notwendigkeit, nach den Voraussetzungen dieser wesentlichen Offenheit zu fragen. Die Unmöglichkeit einer modernen Aktualisierung des aristotelischen teleologischen Praxiskonzepts und seiner Bindung an eine bestimmbare „Grenze“, d. h. an ein positives „Ziel“ und an einen autonom zu verfolgenden „Zweck einer Handlung“ soll dabei zum Anlass werden, die Frage nach (immanenten) Effekten der Begrenzung gerade auch in Bezug auf – notwendigerweise – nicht-teleologisch strukturierte Formen einer spezifisch modernen Idee von Praxis zu stellen – um davon ausgehend ihre soziale, politische und ästhetische Relevanz und Produktivität zu denken.

Zur Person 

Studiuman der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an derHochschule für Gestaltung Karlsruhe (Freie Kunst und Kunsterziehung).Anschließend Mitarbeiterin und Lektorin an der Abteilung Kunsttheorie derUniversität für angewandte Kunst Wien.