Calabrese, Salvatore

Zwischen soziologischem „Fakt“ und literarischer Autofiktion. Darstellungen und Inszenierungsstrategien sozialen Aufstiegs am Beispiel von Pierre Bourdieu, Didier Eribon und Annie Ernaux.

Ausgehend vom Trend einer authentischen, autofiktionalen Literatur setzt sich die Arbeit mit der Praktik des Schreibens auseinander. Vom wissenschaftlichen Autoren P. Bourdieu, über den soziologisch arbeitenden Essayisten D. Eribon wird dabei ein Bogen hin zur Literatin A. Ernaux gespannt. Alle drei Autor*innen verbindet die textliche Verarbeitung und selbstreflexive Analyse der eigenen, niedrigen sozialen Herkunft und des gesellschaftlichen Aufstiegs, ein gesellschaftlicher Aufstieg, der nicht zuletzt mit dem wissenschaftlichen bzw. literarischen Schreiben einhergeht. In einer vergleichenden Analyse stellt das Forschungsprojekt dabei die Frage nach den Inszenierungsstrategien der sozialen Herkunft im kulturellen Feld und welche Auswirkungen dieser Trend auf die Praktik des Schreibens hat. 

 

Zur Person

Salvatore Calabrese. Geboren 1986 in Villingen-Schwenningen. Studium der Soziologie und Geschichte in Freiburg (B.A.) und in Frankfurt (M.A.). Abschluss des Soziologiestudiums bei Sighard Neckel mit einer theoretischen Arbeit zu Pierre Bourdieus Habitusbegriff. Danach Studium des Literarischen Schreibens und Lektorierens in Hildesheim (M.A.). Abschluss des Studiums bei Hanns-Josef Ortheil mit einer poetologischen Masterarbeit zu einem derzeit noch in Arbeit befindlichen Romanprojekt.