Sozialpsychologie: Psychologieprofessor Andreas Mojzisch in DFG-Fachkollegium gewählt

Wednesday, 11. December 2019 um 14:46 Uhr

Professor Andreas Mojzisch vom Institut für Psychologie wurde in das DFG-Fachkollegium Psychologie, Fach „Sozialpsychologie und Arbeits- und Organisationspsychologie“, gewählt. In dem Gremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird der Hildesheimer Professor von 2020 bis 2023 mitwirken.

Andreas Mojzisch forscht und lehrt seit 2011 als Professor für Sozialpsychologie am Institut für Psychologie der Universität Hildesheim. Unter anderem erforscht er Gruppenentscheidungen und Gruppenurteile.

Die insgesamt 49 Fachkollegien der DFG bestehen aus Forscherinnen und Forschern aus dem deutschen Wissenschaftssystem, die ihre Arbeit entweder in Sitzungen oder in einem schriftlichen Verfahren wahrnehmen. Die Fachkollegien bewerten die Anträge auf finanzielle Förderung von Forschungsvorhaben. An der diesjährigen DFG-Fachkollegienwahl konnten rund 150 000 wahlberechtigte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler online über die Besetzung von 632 Plätzen in insgesamt 49 Fachkollegien für die Amtsperiode von 2020 bis 2023 entscheiden. Insgesamt haben rund 53 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Wahl teilgenommen und ihre bis zu sechs Stimmen elektronisch auf 1659 Kandidierende verteilt. 

Durch ihr Urteil gewährleisten die DFG-Fachkollegien die Qualität des Begutachtungswesens und tragen wesentlich zu Akzeptanz der Förderentscheidungen der DFG bei. Andreas Mojzisch ist der einzige Wissenschaftler aus Hildesheim, der in dieser Periode im DFG-Fachkollegium mitwirkt.

Sozialpsychologie in Hildesheim

Andreas Mojzisch forscht und lehrt seit 2011 als Professor für Sozialpsychologie am Institut für Psychologie der Universität Hildesheim. Seine Froschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gruppenentscheidungen und Gruppenurteile, Arbeit und Gesundheit, soziale Identität und Stress sowie Social Neuroscience.

In der Hildesheimer Arbeitsgruppe „Sozialpsychologie“ erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem die sozialen Aspekte von Urteils- und Entscheidungsprozessen und wie Menschen unter verschiedenen sozialen Rahmenbedingungen in Gruppen diskutieren und gemeinsam Entscheidungen treffen. Darüber hinaus untersucht die Arbeitsgruppe zum Beispiel, wie ein Gemeinschaftsgefühl in belastenden Situationen als Stresspuffer helfen kann.

Derzeit leitet Mojzisch unter anderem das DFG-Forschungsprojekt „Sozialer Einfluss und perzeptuelle Entscheidungen“, gemeinsam mit Markus Germar, sowie das vom Niedersächsischen Wissenschaftsministerium geförderte Projekt „Die Bedeutung einer geteilten sozialen Identität in Selbsthilfegruppen für die Rückfallprophylaxe bei Alkoholismus“.