Angebote für Paare

Partnerschafts- und Beziehungsprobleme sind kein seltenes Phänomen und stellen eine erhebliche Belastung für beteiligte Partner und weitere Familienmitglieder dar. Konflikte innerhalb einer Partnerschaft können sowohl zu Beginn als auch im Verlauf, einmalig oder wiederkehrend, auftreten und zu zunehmender Unzufriedenheit führen. Anhaltende Beziehungsprobleme sind zusätzlich mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Trennungen und Scheidungen verbunden.

In unserer Hochschulambulanz bieten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung und Bewältigung von Problemen und Konflikten in Ihrer Partnerschaft an. Da gesetzliche Krankenkassen, private Versicherungen und die Beihilfe grundsätzlich lediglich die Kosten für Einzelbehandlungen übernehmen, sind die Kosten für eine Paartherapie in unserer Ambulanz in der Regel selbst zu tragen, gemäß der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Hierzu beraten wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Unsere aktuellen Angebote umfassen:

Paartherapeutische Behandlung

Die anfängliche Begeisterung für eine Partnerschaft kann bei alltäglichen Belastungen und familiären oder auch beruflichen Herausforderungen leicht auf der Strecke bleiben. Eine Therapie soll Paare mit Partnerschaftsproblemen in die Lage versetzen, ihre Beziehung nach persönlichen Wünschen zu gestalten und Zufriedenheit aber auch Zuneigung neu zu erleben.

Wir setzen hierfür vielfältige Methoden der Paar- und Sexualtherapie ein, um im Rahmen von Kurzzeitbehandlungen nicht nur aktuelle Partnerschaftsprobleme zu bewältigen, sondern auch die allgemeine Beziehungsqualität dauerhaft zu stärken. Nähere Informationen finden Sie in unserem Flyer.

Für weitere Informationen oder zur Anmeldung nehmen Sie gerne telefonisch (Tel.: 05121 883 11050) oder per E-Mail (info(at)hsa-hildesheim.de) mithilfe unseres Anmeldeformulars Kontakt mit uns auf.

Vergebungsorientierte Therapie für Paare

Aufgrund der meist hohen partnerschaftlichen Intimität kommt es in festen Paarbeziehungen und Ehen häufig zu verletzenden Äußerungen und kränkenden Verhaltensweisen.  Bei schwerwiegenden Kränkungen kann es sehr schwerfallen, zu verzeihen und zu vergeben. Oft führt dies zu einem anhaltenden Rückzug des Partners oder die Kränkung wird bei Konflikten immer wieder zur Sprache gebracht.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts zu vergebungsorientierter Paartherapie bieten wir Möglichkeiten, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und Verletzungen oder Kränkungen in Partnerschaften gemeinsam zu überwinden. Nähere Informationen finden Sie in unserem Flyer

Für weitere Informationen oder zur Anmeldung nehmen Sie gerne telefonisch (Tel.: 05121 883 11050) oder per E-Mail (info(at)hsa-hildesheim.de) mithilfe unseres Anmeldeformulars Kontakt mit uns auf.

Körperliche Erkrankungen und Partnerschaft

Eine ernsthafte körperliche Erkrankung stellt häufig das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen, insbesondere der Partner, auf den Kopf. Ungewissheit über die Zukunft und Schuldgefühle, aber auch Angst und Einsamkeitserleben wirken sich oftmals negativ auf die Atmosphäre innerhalb der eigenen Partnerschaft aus. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit für Schwierigkeiten in der Kommunikation und die Notwendigkeit, sich gegenseitig zu unterstützen.

Um Paare beim Umgang mit und der gemeinsamen Bewältigung von körperlichen Erkrankungen zu unterstützen, bieten wir in der Hochschulambulanz Kurzzeitbehandlungen von bis zu 5 Sitzungen á 90 Minuten im Paarsetting an. Nähere Informationen hierzu finden Sie in unserem Flyer.

Für weitere Informationen oder zur Anmeldung nehmen Sie gerne telefonisch (Tel.: 05121 883 11050) oder per E-Mail (info(at)hsa-hildesheim.de) mithilfe unseres Anmeldeformulars Kontakt mit uns auf.

Interdisziplinäre Versorgung von Arbeitnehmern mit psychischen Beschwerden und Beeinträchtigungen.

Interdisziplinäre Versorgung von Arbeitnehmern mit psychischen Beschwerden und Beeinträchtigungen. Ein Kooperationsprojekt zwischen der Salzgitter AG, drei betrieblichen Krankenkassen (BKK Salzgitter, BKK Public und TUI BKK) und der Hochschulambulanz für Forschung und Lehre (Erwachsene) der Universität Hildesheim

Projektteam / AnsprechpartnerInnen:

Prof. Dr. Christoph Kröger
Dr. Christine Hofheinz
Dr. Nora Lessing

Kooperationspartner:

Salzgitter AG
BKK Salzgitter, BKK Public und TUI BKK

 

Projektbeschreibung:

Das Kooperationsprojekt zwischen der Salzgitter AG, der BKK Salzgitter, der BKK Public, der TUI BKK sowie der Psychotherapieambulanz (PTA) der Hochschulambulanz für Forschung und Lehre (Erwachsene) der Universität Hildesheim verfolgt folgende Ziele:

  • die Früherkennung psychischer Störungen von ArbeitnehmerInnen,

  • die zeitnahe interdisziplinäre Behandlung psychischer Störungen von ArbeitnehmerInnen,

  • der Einbezug des Arbeitsplatzes in die ambulante Psychotherapie (wobei die Arbeitsfähigkeit der ArbeitnehmerInnen aufrechterhalten bzw. wiederhergestellt werden soll).

  • Zwischen den Kooperationspartnern wurde vereinbart, dass ArbeitnehmerInnen der Salzgitter AG bzw. Versicherte der genannten Krankenkassen, bei denen der Verdacht auf das Vorliegen einer psychischen Störung besteht, zeitnah an einer Diagnostischen Beratung in der Hochschulambulanz für Forschung und Lehre (Erwachsene) der Universität Hildesheim teilnehmen können. Sie können sich für eine solche Beratung entweder selbst bei ihrer Krankenkasse oder ihrem zuständigen Arbeitsmediziner melden oder aber von der zuständigen BKK bzw. dem zuständigen Arbeitsmediziner angemeldet werden. Die Teilnahme an der Diagnostischen Beratung bleibt immer freiwillig, unabhängig ob sie von ArbeitnehmerInnen selbst oder von einem der Kooperationspartner initiiert wurde. Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Versorgungskonzept ist die bestehende Erwerbstätigkeit.

Die Diagnostische Beratung dient der Überprüfung des Vorliegens einer psychischen Störung. Zu diesem Zweck werden sowohl standardisierte psychometrische Testverfahren (Selbst- und Fremdbeurteilung) durchgeführt als auch eine ausführliche Anamnese der Symptomatik erhoben. Die TeilnehmerInnen der Diagnostischen Beratung erhalten eine ausführliche Rückmeldung bezüglich der Ergebnisse der Untersuchung, darüber hinaus wird eine Beratung durchgeführt. Sofern das Vorliegen einer psychischen Störung bestätigt wird und eine psychotherapeutische Behandlung indiziert ist, wird innerhalb von 14 Werktagen der Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung der betroffenen Person in der Hochschulambulanz für Forschung und Lehre (Erwachsene) der Universität Hildesheim ermöglicht. Die betreffenden Personen erhalten somit die Möglichkeit, zeitnah eine verhaltenstherapeutische Kurzzeittherapie zu beginnen. Besonderes Merkmal der therapeutischen Behandlung im Rahmen dieses Projektes ist, dass neben der Anwendung störungsspezifischer kognitiv-verhaltenstherapeutischer Interventionen im Rahmen der Behandlung auch eine Fokussierung auf den Arbeitsplatz erfolgt.

 

Kontakt:

Bei Fragen oder Interesse an diesem Projekt kontaktieren Sie bitte Frau Dr. Nora Lessing (nora.lessing@uni-hildesheim.de)

 

Veröffentlichungen:

Bode, K., Wunsch, E.-M., Finger, F., & Kröger, C. (2016). Interdisziplinäre Versorgung von Arbeitnehmern mit psychischen Störungen: Ein Faktencheck am Beispiel des Salzgitter-Modells. Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie, 66, 235-241.

Koch, B., Kröger, C., Marquardt, B., & Leineweber, B. (2013). Das Betriebliche Rehabilitationskonzept der Salzgitter AG. Kooperation, die Wirkung zeigt. In K. Knoche & R. Sochert (Hrsg.), iga.Report 24 - Betriebliches Eingliederungsmanagement in Deutschland – eine Bestandsaufnahme. (S. 41-48). IGA. Verfügbar unter www.iga-info.de/veroeffentlichungen/iga-reporte.html.

Kröger, C., Bode, K., Wunsch, E. M., Kliem, S., Grocholewski, A., & Finger, F. (2015). Work-related treatment for major depressive disorder and incapacity to work: Preliminary findings of a controlled, matched study. Journal of Occupational Health Psychology, 20(2), 248-258.

Kröger, C., Finger, F., & Wunsch, E. (2014). Effektivität und Effizienz arbeitsplatzbezogener Psychotherapie. Interdisziplinäre Versorgung von Arbeitnehmern mit psychischen Störungen. In B. Badura, A. Ducki u.a. (Hrsg.), Fehlzeiten-Report 2014. Erfolgreiche Unternehmen von morgen. Gesunde Zukunft heute gestalten. (S. 289-297). Springer: Berlin.

Leineweber, B., Kleine, B., & Kröger, C. (2015). Versorgung bei Traumafolgestörungen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements der Salzgitter AG. Trauma. Zeitschrift für Psychotraumatologie und ihre Anwendungen, 13, 42-53.

Maurer, F., Wunsch, E.-M., Bode, K., & Kröger, C. (2016). Arbeitsplatzbezogene kognitive Verhaltenstherapie mit Fokus auf die Rückkehr an den Arbeitsplatz: Zwei Fallbeschreibungen. Verhaltenstherapie, 26, 205-214. DOI information: dx.doi.org/10.1159/000448541

Wunsch, E.-M., Kliem, S., Grocholewski, A., & Kröger, C. (2013). Wie teuer wird es wirklich? Kosten-Nutzen-Analyse für Psychotherapie bei Angst- und affektiven Störungen in Deutschland. Psychologische Rundschau, 64 (2), 75-93.

Wunsch, E.-M., Kliem, S., & Kröger, C. (2014). Population-based cost-offset estimation for the treatment of borderline personality disorder: Projected costs in a currently running, ideal health system. Behaviour Research and Therapy, 60, 1-7.

Wunsch, E.-M., & Kröger, C. (2014). Arbeitsplatzbezogene Therapie und Interdisziplinäre Versorgung psychisch erkrankter Arbeitnehmer. In Bundespsychotherapeutenkammer (Hrsg.), Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt. (S. 231-239) Heidelberg: Medhochzwei.