Zum 01.05.2021 startet an der Universität Hildesheim in Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg sowie vier Bundesländern das Projekt Match’In – Pilotprojekt zur Verteilung von Schutzsuchenden mit Hilfe eines algorithmengestützten Matching-Verfahrens. Am Projekt nehmen das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport, das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz sowie das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen teil. Es wird durch die Stiftung Mercator gefördert.

Das Projekt verfolgt das Ziel, gemeinsam mit Bundesländern, aufnehmenden Kommunen und Vertreter*innen von Geflüchteten (z. B. Selbstorganisationen oder Unterstützergruppen), in einem Pilotprojekt einen Mechanismus zu entwickeln, durch welchen individuelle Aspekte bei der Verteilung von Schutzsuchenden berücksichtigt werden können. Mithilfe eines Algorithmus‘ sollen die Voraussetzungen und Bedürfnisse der Schutzsuchenden sowie die vorhandenen Strukturen und Ressourcen der Kommunen in eine stärkere Übereinstimmung gebracht werden („Matching“). So sollen langfristig das Potenzial von Migration für kommunale Entwicklung besser genutzt, Integration und Teilhabe verbessert und Sekundärmigration verringert werden.

Im Rahmen der dreijährigen Projektlaufzeit sollen die relevanten Kriterien auf Seiten der aufnehmenden Kommunen und der zu verteilenden Schutzsuchenden ermittelt, ein Matching-Algorithmus programmiert und in ausgewählten Pilotkommunen erprobt werden. Bei der Durchführung des Projekts werden selbstverständlich ethische Grundlagen sowie die Erfordernisse des Datenschutzes berücksichtigt. Um die Ergebnisse des Projektes zu sichern und Handlungsempfehlungen für eine mögliche breitere Umsetzung zu entwickeln, wird das Projekt wissenschaftlich begleitet. Darüber hinaus werden die Erfahrungen im letzten Projektjahr in Form eines Policy Briefs publiziert und mit Entscheidungsträger*innen auf verschiedenen politischen Ebenen diskutiert.

 

Ansprechpartnerin:

Dr. Danielle Gluns
Leiterin der Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik
Tel.: +49-5121-883-10776
Fax: +49-5121-883-10777
danielle.gluns(at)uni-hildesheim.de

http://www.uni-hildesheim.de/migrationspolitik

Projektmitarbeiter:innen:

Felix Maas M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik
Universität Hildesheim (SUH)
Tel.: +49-5121-883-10796
maas(at)uni-hildesheim.de

Sonja Reinhold LL.M.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsbereichs Migration, Flucht und Integration
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
sonja.reinhold(at)fau.de

 

Arbeitsgruppe Software Systems Engineering (SSE) an der Universität Hildesheim:

Dr. Christian Sauer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Software Systems Engineering (SSE)
Tel.: +49-5121-883-40350
Fax.: +49-5121-883-40351
sauer(at)sse.uni-hildesheim.de

Aktuelles

ZBI Mini Lectures 2021: Lost in Translation? Die Arbeit der Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik

Am 08.07.2021 wurde das Match’In Projekt als Beispiel für die Arbeit der Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik im Rahmen der ZBI Mini Lectures 2021 vorgestellt.

Das Zentrum für Bildungsintegration (ZBI) lädt in der digitalen Veranstaltungsreihe zu Kurzvorträgen ein, in denen Wissenschaftler:innen aktuelle Einblicke in die Forschungs- und Transferprojekte der Focal Points des Zentrums für Bildungsintegration geben.

Referent:innen: Dr. Danielle Gluns und Felix Maas, Institut für Sozialwissenschaft, Migration Policy Research Group

Eine Aufzeichnung des Kurzvortrags kann auf der Seite des ZBI angeschaut werden: https://www.uni-hildesheim.de/zbi/veranstaltungen/videos/

 

Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Mercator.