Hervorragend in Lehre, Forschung, Service

Thursday, 20. January 2011 um 17:52 Uhr

Im Rahmen des Neujahrsempfangs 2011 hat die Hochschulleitung der Stiftung Universität Hildesheim Preise für hervorragende Lehre, hervorragende Forschung und hervorragende Service-Leistungen verliehen.

Universitätspräsident Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich blickte auf das vergangene Jahr zurück, dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftungsuniversität für die gute Zusammenarbeit und skizzierte die Hauptaufgaben des Jahres 2011. Zum einen müssten notwendige Korrekturen am Bologna-Prozess weiter vorangebracht werden. Die bisherigen konstruktiven und anhaltenden Diskussionen über Verbesserungsmaßnahmen in Studium und Lehre führten dazu, dass von Studierenden und Lehrenden gemeinsam zentrale Problemfelder benannt wurden, auf denen schnell Änderungen und Verbesserungen herbeigeführt werden sollten. Korrekturen werden seitdem vor allem im Bereich der Prüfungen (Anzahl, Formen, Dichte), alternativer Lehr- und Arbeitsformen, der Mobilität und der individuellen Wahlmöglichkeiten vorgenommen.

Von besonderer Bedeutung sei auch die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements der Stiftungsuniversität, welches sich nicht nur als notwendig, sondern auch als sehr ergebnisreich herausgestellt habe. „Vor uns liegt die große Aufgabe und Chance der Neu-Strukturierung des Masterstudiums im Bereich Lehramt. In enger Kooperation mit anderen Universitäten in Niedersachsen und den Studienseminaren bauen wir den derzeit zweisemestrigen Masterstudiengang zu einem viersemestrigen Modell aus, das ab dem Wintersemester 2013/14 in Kraft tritt. Auch die Entwicklung neuer Studiengänge vor allem im Fach Medien und im Bereich Umweltsicherung steht bevor“, so der Universitätspräsident.

Abschließend unterstrich Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich die Bedeutung des Projekts Bildungsintegration, das im Jahr 2011 weiterentwickelt werden soll: „Die Stiftung Universität Hildesheim stellt sich den Herausforderungen des Einwanderungslandes“. Zu diesem Zweck findet unter anderem am Freitag, 21. Januar 2011, in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Workshop statt. Hauptredner sind Professor Dr. Haci-Halil Usculan, Direktor der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Essen, sowie Mary Tupan-Wenno, Direktorin des Echo Center for Diversity Policy, Utrecht, Niederlande.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurde der Preis für hervorragende Lehre im Studienjahr 2009/10 verliehen. Für den zum zweiten Mal ausgeschriebenen Preis wurden Dr. Ann-Katrin Bockmann, Elke Bosse, PD Dr. Sabine Grosser, Dr. Barbara Hornberger, Berenike Kuschel, Kirsten Schönfelder, Dr. Nana Zeh, Nils Benit, Prof. Dr. Carsten Jochum-Bortfeld, PD Dr. Mathias Mertens sowie Prof. Dr. Stephan Porombka vorgeschlagen. Allen nominierten Lehrenden wurde in den Begründungsschreiben der Studierenden eine große Wertschätzung ihrer Lehrkonzepte und ihres Engagements entgegengebracht. „Es wurde deutlich, dass die Lehrenden sich um die Qualität der Lehre an unserer Universität in besonderer Weise verdient gemacht haben. Dafür gebührt Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön“, betonte Professor Dr. Toni Tholen. Die Jury, bestehend aus zwei Studierenden sowie zwei Studiendekanen, entschied sich unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten für Lehre, Professor Dr. Toni Tholen, einstimmig dafür, den Preis für hervorragende Lehre zu teilen, da zwei der vorgeschlagenen Lehrveranstaltungen auf nicht vergleichbare Weise als herausragend beurteilt worden sind. Das Preisgeld für die zwei ausgewählten Lehrveranstaltungen beträgt jeweils 1.500 Euro. Es wird den Preisträgerinnen für Zwecke der Lehre zur Verfügung gestellt.

Ausgezeichnet wurde die Lehrveranstaltung „Spaß verstehen“, die Dr. Barbara Hornberger, Institut für Medien und Theater, im Sommersemester 2010 durchgeführt hat. Die Jury würdigt insbesondere, dass „die Lehrkonzeption des Seminars und dessen konkrete Durchführung einen paradigmatischen Beitrag zum forschenden Lernen darstellt. Damit trägt es zur Profilierung des Hildesheimer kulturwissenschaftlichen Lehr-/Forschungskonzepts bei: die Begegnung mit dem in der Begegnung erst herzustellenden Gegenstand der Forschung und dessen Reflexion, die sich vor allem auch auf Gegenstände der Alltagskultur bezieht.“

Die zweite Hälfte des Preises ergeht an das von Elke Bosse und Berenike Kuschel, beide Institut für Interkulturelle Kommunikation, gemeinsam konzipierte Lehrkonzept zur Qualifizierung für Interkulturelle Kommunikation und Kompetenz im Studienjahr 2009/10. Das Lehrkonzept umfasst mehrere Komponenten, so vor allem Trainingsworkshops im Rahmen des Projekts „Qualiko“ (Qualifizierung für interkulturelle Kommunikation), die Institutionalisierung studentischer Initiativen wie „Go.Intercultural“, die Modularisierung interkultureller Workshops mit dem Ergebnis, dass Studierende ihre interkulturelle Kompetenz studienbegleitend verbessern können oder die Schaffung entsprechender Zertifikate wie das ZiKK (Zertifikat für interkulturelle Kommunikation und Kompetenz).

Anschließend wurde Professor Dr. Guido Bausenhart, Direktor des Instituts für Katholische Theologie, mit dem Preis für hervorragende Forschung ausgezeichnet. Professor Dr. Stephan Porombka, Vizepräsident für Forschung, zog als Beispiel für Bausenharts exzellente Forschung dessen jüngst erschienene, 500 Seiten starke Einführung in die Theologie. Genese und Geltung theologischer Aussagen heran und unterstrich: „Dem diesjährigen Träger unseres Forschungspreises ist es gelungen, eine echte Einführung zu schreiben, die auf jeder Seite klarstellt, dass hier aus einem großen Werk und aus einer großen Lebenserfahrung geschöpft wird, die aber zugleich ebenfalls mit dem Pathos der Übersetzung, des Übersetzenwollens, des Erklärenwollens und des Mitnehmenwollens geschrieben ist.“.

Abschließend dankte Dr. Christoph Strutz, hauptberuflicher Vizepräsident, den Beschäftigten und Studierenden für ihren Einsatz für die Stiftungsuniversität und zeichnete das Team des Baudezernats unter Leitung von Thomas Hanold mit dem Preis für hervorragende Service-Leistungen aus. „Sichtbarstes Zeichen der Entwicklung der Universität sind ihre Bauten und Neubauten. Im letzten Jahr wurde der Bühler-Campus, in diesem Jahr wird die Domäne Marienburg fertig gestellt. Die Planungen für den Neubau am Marienburger Platz laufen auf Hochtouren. Baudezernent Thomas Hanold und sein Team vertreten den Service-Gedanken vorbildlich, suchen und finden Lösungen stets mit einer fröhlichen, geduldigen und optimistischen Art“, hob Dr. Strutz hervor. Die Einweihung der Domäne Marienburg findet im Rahmen des Sommerfests der Stiftungsuniversität am Samstag, 25. Juni 2011 statt.