Herr Treiber hat zum 1.10.2021 die Stiftung Universität Hildesheim verlassen, um eine Stelle am Historischen Seminar der Bergischen Universität Wuppertal anzutreten. Fragen hinsichtlich Studienleistungen richten Sie bitte an geschdidaktik@uni-hildesheim.de.

Seine neue Homepage finden Sie hier.

Akademischer Werdegang

Seit 2021 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim im Projekt Imagination, Geschichtskultur und Historisches Lernen im Digitalen Raum

2017 – 2020 M. A. Public History an der Freien Universität Berlin

2013 – 2017 B. A. Geschichte und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin

Forschungsschwerpunkte

  • Digitale Geschichtskultur
  • Historisches Lernen im digitalen Raum
  • Geschichte des Nationalsozialismus
  • Public History

Vorträge

11.06.2021: Historisches Lernen im Hochbildformat –Emotion und Narration als zentrale Analyseebenen videobasierter Online-Formate, im Rahmen des Workshops & Barcamps "Digitale Geschichtskultur", 11.-12. Juni 2021

Dissertationsvorhaben

Historisches Lernen im Hochbildformat – Eine vergleichende Analyse videobasierter Online-Formate der historischen Begegnung

Seit 2019 sind auf Instagram und YouTube drei videobasierte Online-Formate der historischen Begegnung entstanden, die sich in Darstellung und Medialität stark ähneln: Eva Stories, #throwback89 sowie das Videotagebuch der Anne Frank. Diese drei Formate sollen im Rahmen des Promotionsprojektes vergleichend untersucht werden. Die ersten beiden erschienen auf Instagram, das letzt­genannte auf YouTube. Sie alle verwenden unter Jugendlichen verbreitete Medien, scheinbar, um diese Nutzer*innengruppe durch eine neue Form des Erzählens für Geschichte zu interes­sieren.

Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich Eva Stories einer theoretischen Analyse unterzogen. Dabei konnte unter anderem festgestellt werden, dass Emotion und Narration der Darstellung eng miteinander verwoben und durch die Medialität des Formats bestimmt sind. Die Form der Erzählung zielt darauf ab, emotionale Reize wie Empathie und Ergriffenheit beim Publikum auszulösen. Die historischen Begebenheiten werden so erzählt, dass Widersprüche geglättet werden, um Komplexität zu reduzieren und Irritationen zu vermeiden. Durch diese neu entstehenden Formate der historischen Begegnung befindet sich die Geschichtskultur in einem grundlegenden Wandel. Um diesem begegnen zu können, bedarf es eines analytischen Werkzeugkastens, mit dem diese Formate entschlüsselt werden können: Welchen Einfluss nehmen videobasierte Online-Formate mit ihren emotionalisierenden Darstellungen auf das historische Lernen? Und welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Geschichtskultur? Durch die Digitalisierung löst sie sich von physischen Orten und formellen Lernsettings. Die Auseinandersetzung mit Geschichte findet vermehrt im digitalen Raum statt, wo Nutzerinnen und Nutzer den emotionalisierenden Darstellungen meist ohne Kontextualisierung begegnen und wo ihnen neue Kommunikationsmechanismen zur Verfügung stehen.

Die drei genannten Formate der historischen Begegnung sollen im Rahmen des Promotionsprojektes anhand der Analyseebenen Emotion, Narration und Imagination vergleichend untersucht werden. Durch diese Analyse können Rückschlüsse auf deren Wirkungsweisen und die sich mit der Digitalisierung verändernde Geschichtskultur gezogen werden.