Mit einer dreijährigen Finanzierung (2019-21) durch das Förderprogramm PRO*Niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur werden die tibetischen Musikinstrumente in den Sammlungen des CWM erfasst und untersucht. Das CWM beherbergt eine Sammlung tibetischer Musikinstrumente, die sowohl in rituell-religiösen als auch in alltäglichen Kontexten verwendet wurden. Als Teil der Sammlung Rolf Irle sind diese oftmals kunstvoll verzierten und aus seltenen Materialien bestehenden Objekte bislang nicht erarbeitet worden und der Öffentlichkeit größtenteils verborgen geblieben. Dieses Projekt widmet sich der Erschließung und Präsentation der tibetischen Instrumente mit Hilfe musikwissenschaftlicher, museologischer, ethnologischer, philologischer und kulturhistorischer Ansätze und Kompetenzen. Das Ziel des Projektes besteht darin, die tibetischen Musikinstrumente der Sammlung des CWM der Universität Hildesheim zu dokumentieren, zu katalogisieren und zu digitalisieren, um sie dadurch sowohl in die universitäre Lehre als auch in die aktuellen kuratorischen und museumspädagogischen Arbeiten am CWM einbinden zu können. Dabei sollen diese Instrumente mit den in den Sammlungen vorhandenen Tonträger- und Literaturbeständen ergänzt und in einen größeren kulturellen Zusammenhang eingebettet werden, indem sie mit Objekten materialer Alltagskultur verknüpft werden. Durch die intensive Zusammenarbeit mit anderen Sammlungen und Museen in Niedersachsen (z.B. dem RPM und dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover) verfolgt das CWM im Sinne einer „applied ethnomusicology“ – einer praktisch angewandten und direkt in die Gesellschaft wirkenden Musikethnologie – die Nutzbarmachung dieser tibetischen Musiksammlungen sowohl für die Wissenschaft als auch für eine breite Öffentlichkeit (z.B. durch Ausstellungen, Führungen und Workshops mit Kindern und Schulklassen).