„Das Abitur war für Mädchen ein Hindernis.“

Erna Charlotte Johanne Rampendahl, später verheiratete Häpke, 1887 - 1943, Privatunterricht 1904 - 1907, ab 1908 Studium der Fächer Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte und Philosophie, promovierte 1916 zur „Ikonografie der Kreuzabnahme“ in Berlin.

Für Erna Charlotte Johanne Rampendahl aus Bremen, die nach ihrer schulischen Laufbahn ein Studium absolvieren wollte, stellte das Abitur ein Hindernis dar. Da Mädchen zu der Zeit keine Gymnasien für Jungen besuchen durften und die höheren Mädchenschulen nicht alle erforderlichen Fächer vermittelten, war es nicht ohne Weiteres möglich, das Abitur zu machen.

Erna Rampendahl ließ sich dadurch jedoch nicht entmutigen, sondern entschied sich dazu, ihre Schulbildung in den Jahren 1904 – 1907 durch Privatunterricht bei dem Lehrer und Naturwissenschaftler Dr. Ludwig Häpke in Bremen zu ergänzen. Diese zusätzliche Bildung ermöglichte ihr, das gewünschte Studium zunächst als Gasthörerin zu beginnen, bis sie sich schließlich ordnungsgemäß immatrikulieren konnte.

Erna Rampendahl studierte von 1908 bis 1916 Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte und Philosophie in München, Heidelberg und Berlin.