Honorarprofessur für Theologen

Tuesday, 27. January 2015 um 16:30 Uhr

Er ist stets am Dialog mit anderen Wissenschaften orientiert: Hans-Georg Babke. Studierende befassen sich in Seminaren des Theologen mit der Vielfalt an Glaubensrichtungen und mit den Beziehungen zwischen Religion und Staat.

Die Universität Hildesheim verleiht Dr. Hans-Georg Babke eine Honorarprofessur. Er lehrt seit 2006 am Institut für Evangelische Theologie. Die Themen seiner Lehrveranstaltungen sind äußerst vielfältig und systematisch-theologisch fundiert, würdigt Theologieprofessor Martin Schreiner. Babke sei stets „am Dialog mit anderen Disziplinen und Wissenschaften orientiert". Seine Studierenden – angehende Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte – befassen sich mit der Pluralität der Religionen, mit den Beziehungen zwischen Christentum, Staat und Demokratie und zwischen Ethik und Technik. Sie besuchen seine Seminare zu postmoderner Religionskritik, zur Theologie und Kulturphilosophie Albert Schweitzers und gehen der Frage nach „Wie wahr können religiöse Aussagen sein?".

„Mit seiner großen praktischen Erfahrung als Pfarrer, Assistenzreferent in der Bildungsabteilung des Kirchenamtes der EKD, als Religionslehrer, Koordinator deutsch-englischer Lehrerfortbildungen und Leiter des Amtes für Religionspädagogik und Medienarbeit der Braunschweigischen Landeskirche in Wolfenbüttel verstärkt Hans-Georg Babke auf hohem akademischen Niveau unser Lehrangebot", so Schreiner. Er sei eine „wissenschaftlich und durch Berufspraxis hervorragend ausgewiesene Persönlichkeit“.

Mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche lernen können, mit konfessioneller und religiöser Vielfalt umzugehen, befassen sich evangelische und katholische Religionspädagogen in Hildesheim. Sie arbeiten unter anderem in konfessionell gemischten Teams an der Universität und publizieren gemeinsam, etwa den Band „Mit Kindern über Schöpfung und Weltentstehung nachdenken" und das Handbuch „Theologisieren mit Kindern“. In Fachpraktika an Schulen in der Region sammeln die Lehramtsstudierenden Erfahrungen, wie Kinder und Jugendliche über Religion und Glaube denken. Die Studierenden setzen sich vor Ort mit religiöser Vielfalt auseinander. Im Theologiestudium besuchen sie zum Beispiel eine evangelische Kita und verschiedene Kirchen in Hildesheim, eine Synagoge in Hannover, eine Moschee und die serbisch-orthodoxe Gemeinde in der Region. Für viele seien dies Erstbegegnungen, sagt Prof. Dr. Martin Schreiner: „Es ist sehr wichtig, andersgläubige Menschen zu kennen, damit interreligiöse Bildung gelingen kann.“

Seine Antrittsvorlesung hielt Prof. Dr. Hans-Georg Babke am 26. Januar 2015 zum Thema „Gott denken – eine Auseinandersetzung mit Wolfhart Pannenbergs Theologie".

Presseinformation der evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig

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Seine Erfahrungen als Pfarrer und Religionslehrer bringt der promovierte Theologe Hans-Georg Babke in Seminaren für Lehramtsstudierende ein. Foto (Babke): Agentur Hübner, Foto (Klassenzimmer): Lange/Uni Hildesheim