Die Teilnahme an allen Programmpunkten ist kostenlos.

Die Veranstaltungen sind als hybride Formate geplant (Universität Hildesheim und als paralleler Livestream).

• Für die Teilnahme vor Ort: Eine Anmeldung ist erforderlich.
Aufgrund von begrenzten Kapazitäten bitten wir um verbindliche Anmeldung. Für die Vergabe der Plätze gilt der Zeitpunkt der Online-Anmeldung. Sollten Sie Ihrer Teilnahme in Präsenz nicht nachgehen können, bitten wir aufgrund der begrenzten Sitzplatzzahlen um zeitnahe Stornierung.

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+++ ENGLISCH +++

Program published | Registration open

Symposium on Thursday, October 28, 2021 Institute for Cultural Policy at the University of Hildesheim

We cordially invite you to an international panel discussion, which takes place in English, as part of the symposium Cultural Policy Inside-Out: Competition of Narratives, Post-Colonial Debates and Questions of Transformation:

PANEL "Variety of Narratives in (Inter)national Cultural Policy: A Comparison between Different Regions"
Thursday, 28.10.21, 11.30 am to 1.30 pm (CET+1/German time)
University of Hildesheim  | + parallel video conference
English language as part of the lecture series with CAMP notes on education, a project of documenta fifteen.

+++ The other sessions of the symposium will take place in German. +++


Anmeldung Antrittsvorlesung Julius Heinicke

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Anmeldung Symposium
Registration Symposium

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Programm für beide Veranstaltungen

Download hier.


Antrittsvorlesung Julius Heinicke: Statt „Development“ nun „Transformation“? Paradigmenwechsel in der Kulturpolitik

mit anschließender Podiumsdiskussion
Mittwoch, 27. Oktober 2021, 18 Uhr
Audimax, Universitätsplatz 1, Universität Hildesheim
mit parallelem Livestream

18:00 Uhr - Begrüßung:

  • Prof. Dr. May-Britt Kallenrode, Präsidentin der Universität Hildesheim
  • Prof. Dr. Stefan Krankenhagen, Dekan Fachbereich 2
  • Prof. Dr. Birgit Mandel, Leitung Institut für Kulturpolitik

Vortrag:

  • Prof. Dr. Julius Heinicke, Professor für Kulturpolitik und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls

Statt „Development“ nun „Transformation“? Paradigmenwechsel in der Kulturpolitik

Mit Blick auf die gegenwärtigen Felder der inländischen und auswärtigen Kulturpolitik lässt sich feststellen, dass die See recht aufgewühlt ist. Forderungen nach mehr kultureller und sozialer Diversität, Diskussionen um Öffnungen von künstlerischen Genres und deren Kanons, Befragungen von Hierarchien und Organisationsstrukturen, Debatten um die Rolle von Kunstschaffen in den Gesellschaften und politisch motivierte Instrumentalisierungen von Kunst und Kultur fordern kulturpolitische Akteur*innen heraus.

Die Antrittsvorlesung versucht diese Bewegungen vor dem Hintergrund eines kulturpolitischen Paradigmenwechsels zu begreifen. Während Künste und Kulturen im Zuge der Aufklärung und des Kolonialismus als Symbol und zugleich als Austragungsort von ›Entwicklung‹ interpretiert wurden, wird gegenwärtig den Kunst- und Kulturlandschaften einerseits das Vermögen zugesprochen, den vielfältigen ›Transformationsprozessen‹ nachhaltig begegnen zu können, andererseits von ihnen gefordert, sich diesen zu verschlie- ßen, um Vorstellungen einer tradierten Kultur oder Nation zu untermauern.

Doch kann der vielfach geforderte Perspektivwechsel von ›Development‹ zu ›Transformation‹ die vielseitigen Bewegungen auf den kulturpolitischen Feldern – samt ihren Widersprüchen, Ambivalenzen, Potenzialen und Erwartungen – hinreichend fassen? Oder fordert die gegenwärtige Situation – einerseits die Zunahme an Versuchen, gesellschaftliche Vielfallt zu leben, andererseits das Erstarken autoritären Gebarens der Marginalisierung und Abgrenzung – ein Verständnis von Kulturpolitik ein, welches der Besonderheit ästhetischer Praxis Tribut zollt: Fragende Sphären, irritierende Klänge, verbotene Bilder, unausgesprochene Texte, parodierende Formen zu erschaffen, in denen nicht nur kulturelles Wissen ausgehandelt wird, sondern Lebensweisen jenseits politischer Refugien verhandelt werden?

 
19.30 Uhr - Podiumsdiskussion zum Thema:

In der anschließenden Podiumsdiskussion werden die Herausforderungen des Paradigmenwechsels in den jeweiligen Arbeitskontexten diskutiert und gemeinsam nach kulturpolitischen Strategien gesucht, diesen begegnen zu können.

  • Dr. Andreas Görgen, Leiter Abteilung Kultur und Kommunikation, Auswärtiges Amt
  • Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts
  • Corinna Fischer, Leiterin Abteilung Kultur, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Moderation: Prof. Dr. Julius Heinicke und Pia Wagner
 
20.30 Uhr - Empfang

 

Anmeldung zur Antrittsvorlesung Julius Heinicke:

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Symposium: Kulturpolitik Inside-Out: Wettstreit der Narrative, postkoloniale Debatten und Fragen der Transformation

Donnerstag, 28. Oktober 2021 | 9.30 – 17.00 Uhr
auf der Domäne Marienburg, Universität Hildesheim
mit parallelem Livestream

Alles hängt mit allem zusammen – angesichts der zunehmenden globalen Verflechtung aller Lebensbereiche stellt sich auch für Kulturpolitik die Frage, wie Innen- und Außen-Kulturpolitik stärker zusammengedacht werden können: Welche kulturpolitischen Narrative dominieren den globalen Diskurs, welche sind bislang marginalisiert? Was sind aktuell die zentralen Herausforderungen der inländischen sowie auswärtigen und internationalen Kulturpolitik? Welche verschiedenen Anspruchsgruppen mit welchen Interessen fordern Mitbestimmung an der Gestaltung der Kunst- und Kultureinrichtungen in Deutschland?

Programm:

9 Uhr - Ankommen

9.30 Uhr - Begrüßung:

  • Prof. Dr. Julius Heinicke
  • Prof. Dr. Birgit Mandel
  • Team des Instituts für Kulturpolitik

9.45 Uhr - Panel 1:

Internationalität, Transkulturalität und Globalisierung – Auflösung der Grenzen von Außen- und Innenkulturpolitik

11 Uhr - Kaffeepause

11.30 Uhr - Panel 2:

Variety of Narratives in (Inter)national Cultural Policy: A Comparison between Different Regions
(in English as part of the lecture series with CAMP notes on education, a project of documenta fifteen)

13.30 Uhr - Mittagspause

14.30 Uhr - Panel 3:

Diversity, Post-Kolonialismus, Kosmopolitismus versus Rückbesinnung auf nationale Werte – Kampf der Identitäten zwischen Außen- und Innenorientierung als Herausforderung für Kulturinstitutionen?

16.30 Uhr - Reflexion und Abschluss:

  • Prof. Dr. Birgit Mandel
  • Prof. Dr. Julius Heinicke

 

 

Anmeldung Symposium

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Panel 1: Internationalität, Transkulturalität und Globalisierung – Auflösung der Grenzen von Außen- und Innenkulturpolitik

Alles hängt mit allem zusammen – angesichts der zunehmenden globalen Verflechtungen stellt sich für Kulturpolitik die Frage, wie Innen- und Außenkulturpolitik stärker zusammengedacht werden können und müssen. Was sind aktuell jeweils die zentralen Herausforderungen der inländischen und auswärtigen Kulturpolitik im Zusammenhang mit Internationalisierung und Globalisierung kultureller Produktion und Rezeption sowie globalen Migrationsbewegungen? Wie werden diese Herausforderungen in kosmopolitischen und kommunitaristischen Politikentwürfen im In- und Ausland reflektiert? Welche konkreten Ansätze lassen sich in der Praxis der inländischen und auswärtigen Kulturpolitik erkennen? Welche Verflechtungen bestehen zwischen beiden Politikbereichen bzw. wie können diese produktiv werden? Welche Rolle spielen dabei internationaler Kulturaustausch und globalisierte Kulturangebote auf der einen Seite sowie die Veränderung der Gesellschaft durch Migration und damit verbundene transkulturelle Prozesse wie auch Bestrebungen nationaler Abgrenzung auf der anderen Seite?

  • Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts
  • Prof. Dr. Susanne Keuchel, Präsidentin des Deutschen Kulturrats, Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW
  • Dr. Tobias Knoblich, Dezernent für Kultur und Stadtentwicklung in Erfurt, Präsident Kulturpolitische Gesellschaft
  • Dr. Jan Ole Püschel, Ministerialdirigent, Leiter der Gruppe K3 »Medien und Film, Internationales«, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien

Moderation: Prof. Dr. Birgit Mandel und Charlotte Burghardt


Panel 2: Variety of Narratives in (Inter)national Cultural Policy: A Comparison between Different Regions

English language as part of the lecture series with CAMP notes on education, a project of documenta fifteen.

The panel will discuss region-specific cultural policy narratives and explore their context. What understanding of art and culture underlies them? How are specific cultural values and cultural diversity taken into account? What cultural and foreign policy strategies do the regions pursue? How can these be assigned to the strategies of foreign cultural policy and international diplomacy? Where do parallels emerge, and what are the differences?

The first part of the session will involve presenting and discussing cultural concepts and narratives from Chinese, South African and Bulgarian contexts in light of the questions listed above.

In the second part, we will explore the options open to international organisa- tions with experts and representatives from UNESCO, the Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) and the Kulturpolitische Gesellschaft (Compendium of Cultural Policies and Trends). What spaces can these organisations create to enable the different narratives to meet and negotiate their issues? What are the opportunities and challenges?

  • Yongfei Du, PhD Candidate at Center for World Music, University of Hildesheim (Chinese perspectives)
    Introduced by: Michèle Brand
  • Prof. Dr. Samuel Ravengai, Associate Professor of Theatre, University of the Witwatersrand (South African perspectives)
    Introduced by: Anna Luise Binder, Marlene Richert
  • Prof. Dr. Milena Valeva, Professor of Nonprofit Management and Sustainable Regional Development at the Environmental Campus Birkenfeld, Trier University of Applied Sciences (Bulgarian perspectives)
    Introduced by: Saskia Hornig and Jonas Pretterer

International collaborations/associations

  • Ulrike Blumenreich, Coordinator of Compendium of Cultural Policies and Trends; Deputy Director of the Institute for Cultural Policy of the Compendium of Cultural Policies and Trends
  • Dr. Peter Kettner, Head of Division Strategy and Planning Foreign Cultural Policy, Federal Foreign Office (Leiter des Grundsatzreferats für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, Auswärtiges Amt)
  • Dr. Roman Luckscheiter, General Secretary of German Commission for UNESCO (Deutsche UNESCO-Kommission)
  • Gitte Zschoch, Secretary General of ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

Moderation: Michèle Brand and Prof. Dr. Julius Heinicke


Panel 3: Diversity, Post-Kolonialismus, Kosmopolitismus versus Rückbesinnung auf nationale Werte – Kampf der Identitäten zwischen Außen- und Innenorientierung als Herausforderung für Kulturinstitutionen?

Im Zuge der postkolonialen Kritik fordern verschiedene Gruppen zunehmend Mitbestimmung und Gestaltungsmacht in und Zugang zu Kunstinstitutionen ein. Die Debatten um (kulturelle) Diversität auf und hinter der Bühne sowie Restitutionen in Museen verdeutlichen die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit Kanon, hierarchischen oder kolonial geprägten Strukturen im Kunstbetrieb. Konservative, national orientierte Kreise sorgen sich dagegen, dass (trans)kulturelle Wandlungsprozesse ihnen kulturelle Verortung und Traditionen nehmen.

Welche verschiedenen Anspruchsgruppen mit welchen Interessen fordern Mitbestimmung an der Gestaltung der Kunst- und Kultureinrichtungen in Deutschland? Welche Veränderungen werden von Kultureinrichtungen in Bezug auf eine postkoloniale und postmigrantische Perspektive auf Basis welcher Theorien und Diskurse gefordert?

Werden in den gegenwärtigen, zunehmend radikal geführten Diskussionen (Identitäts-)Stereotype untermauert und essentialistische bzw. polare Kulturmuster angefeuert? Gibt es Alternativen zu der Dichotomie hyperkulturell/kosmopolitisch und essentialistisch/kommunitaristisch?

Wie könnte ein kulturpolitisches Modell gestaltet sein, das öffentlich geförderte Kulturinstitutionen dabei unterstützt, den verschiedenen Forderungen einer pluralisierten Gesellschaft Rechnung zu tragen?

  • Prof. Dr. Evelyn Annuß, Professorin für Gender Studies am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien
  • Meriam Bousselmi, Theaterwissenschaftlerin und Kulturpolitikforscherin
  • Barbara Mundel, Intendantin Kammerspiele München
  • Aurora Rodonò, Diversity Managerin Rautenstrauch-Joest-Museum Köln, Lecturer & Kulturarbeiterin
  • Franziska Sauerbrey, Leiterin Stabsstelle für Strategie, Koordination und Internationales, Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Moderation: Dr. Daniel Gad und Katrin Lohbeck