Wir wollen von anderen Netzwerken lernen und uns miteinander austauschen. Deshalb treten wir in Kontakt zu den Sekretariatsnetzwerken in Niedersachsen und Deutschland, nehmen an Netzwerktreffen teil und beteiligen uns am Austausch untereinander. Derzeit stehen wir noch ganz am Anfang – perspektivisch möchten wir gemeinsame Projekte initiieren.

Sich mit anderen Universitäten und Hochschulen zu vernetzen bedeutet für uns, von den Erfahrungen anderer zu lernen, vom offenen und konstruktiven Austausch zu profitieren und Ideen auszutauschen. Wir berichten über Erfolge und lernen aus den Fehlern anderer.

Vernetzung bedeutet aber auch, sich mit den Gruppen und Gremien an der eigenen Hochschule auszutauschen: Was beschäftigt die Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen, wie stehen die Studierenden zu uns und wo könnten wir mit Promovierendenvertreter_innen oder Professor_innen in Kontakt treten? Eng vernetzt sind wir von Beginn an mit dem Gleichstellungsbüro und dem Personalrat.

In unregelmäßigen Abständen berichten wir an dieser Stelle über den Austausch und unsere Erfahrungen:

Austausch mit der Stiftung Universität Göttingen, August 2018

Auf Einladung des Sekretariatsnetzwerkes der Stiftung Universität Göttingen

konnten Kerstin Hinze-Melching und ich am Dienstag, 28. August den „Open Office Day – Exzellente Universität, Exzellente Verwaltung“ besuchen. Besonders interessant war für uns der Vortrag von Dr. U. Banscherus (TU Berlin), der eine Studie mit dem Titel „Empirische Befunde zur Arbeitssituation in wissenschaftsunterstützenden Bereichen an Hochschulen“ vorstellte. Bis dato hatte es kaum Daten zu den Beschäftigten im wissenschaftsunterstützenden Bereich gegeben, z.B. über die Struktur des Personals. In seinem Vortrag führte Herr Dr. Banscherus aus, dass sich die Zahl der Sekretariate seit 2006 kontinuierlich erhöht hat. Auch die Zahlen der Studierenden und des wissenschaftlichen Personals haben sich stark erhöht – in Relation dazu die der Sekretariate allerdings nur gering.

Seine Ausführungen zu der gefühlten Arbeitsbelastung aufgrund der Zunahme fachlicher Anforderungen sowie durch gestiegenen Arbeitsdruck waren dabei besonders interessant.

Die Studie können Sie unter dem folgenden Link einsehen: www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_362.pdf

 Auch sehr spannend war der Vortrag von Frau Prof. N. Mayer-Ahuja (Uni Göttingen) zu „Prekarität Flexibilität, Digitalisierung? Wandel der Arbeitswelt, vom Büro aus betrachtet“, in der die Teilnehmer_innen über prekäre Arbeitsverhältnisse in der Teilzeitarbeit informiert wurden.

Die sich anschließende Podiumsdiskussion sorgte für anregende Gespräche, die bis in die Mittagspause für Gesprächsstoff sorgte. Der Nachmittag stand im Zeichen der Workshops. Aus dem Angebot von drei Workshops zu den Themen „Gesund bleiben im Hochschulsekretariat angesichts neuer Anforderungen und Belastungen“, „Digitale Veränderungen in Verwaltungen – zukünftige Herausforderungen an Beschäftigte“ entschieden wir uns für den Workshop „Wertschätzung – Was kann ich tun, damit meine Arbeit mehr Wert geschätzt wird“. In anderthalb Stunden erarbeiteten wir, wie wir uns selbst und andere Wert schätzen, unsere Wünsche äußern und in Zukunft mehr Wertschätzung erhalten. Der Workshop war sehr gut gemacht und leider viel zu schnell vorbei. Sicher hätte man mit diesem Thema einen ganzen Tag füllen können.

Der Kontakt zum Göttinger Sekretariatsnetzwerk hat sich als besonders wertvoll herausgestellt, den wir in den kommenden Wochen und Monaten noch vertiefen möchten.

Wir danken der Hochschulleitung und unseren Führungskräften für die Möglichkeit des Austausches.


Autorin: Christina Behre