Veröffentlichung

Konsumvergnügen: Call for Articles

Die Forschungsstelle Konsumkultur lädt zur Beteiligung an einem Sammelband mit dem Titel Konsumvergnügen. Die Populäre Kultur und der Konsum ein. Das Buch wird von Dirk Hohnsträter und Stefan Krankenhagen herausgegeben und 2021 im Kulturverlag Kadmos erscheinen.

Die Publikation widmet sich den hedonistischen Seiten des Konsums und ihren ästhetischen Formen. In den Blick genommen wird der Erlebniswert des Konsums und mit ihm die Nähe von Unterhaltungs- und Konsumkultur. Denn dass Konsum immer auch auf vergnügliche, begeisterte oder gar frivol-karnevaleske Weise stattfindet, wird in der Forschung nach wie vor zu sehr ausgeblendet. Dabei sind die Schnittmengen beispielsweise zwischen Konsum und Pop oder Konsum und digitalen Bildkulturen nicht zu übersehen. Die Lebenswelt zahlreicher Verbraucher/innen ist nicht nur von der Grundversorgung und diese ergänzendem Statuskonsum geprägt. Vielmehr erweist sich ästhetisches Erleben als ein Kernmotiv des Konsumierens. Vom Drogeriemarkt bis zu YouTube: in der „joyful economy“ bilden sich vielfältige Allianzen aus Popkultur und Konsum heraus, und die Kommunikation über Konsum spielt sich immer mehr in neuen Kanälen (Stichwort „Influencer“) ab. Dazu zählt nicht zuletzt, dass der Konsum in popkulturellen Formaten auftritt und die Subjekte sich darin selbst als Konsumenten inszenieren und präsentieren (etwa bei Unboxing- oder Haulvideos und vergleichbaren Formaten).

Die Beiträge können primär theoretisch, historisch oder gegenwartsanalytisch angelegt sein. Wir laden dazu ein, Vorschläge zu den folgenden oder verwandten Fragestellungen einzureichen:

  • Wie hat sich das Verhältnis von Konsum und Populärer Kultur in der Moderne entwickelt? Welche ästhetischen Formen haben sich ausdifferenziert?
  • Welche Verschiebungen in der Legitimierung und Valorisierung des hedonischen Konsums lassen sich beobachten?
  • Worin besteht die Attraktivität eines ‚unverantwortlichen‘, frivolen, rein erlebnisorientierten Konsums?
  • Welche spezifischen Formen des Umgangs mit ‚Konsumvergnügen‘ können unterschieden werden (z.B. antikonsumistischer Hedonismus, Subversion durch Überaffirmation)?
  • Wie sieht die konsumkulturelle Lebenswelt insbesondere jüngerer Verbraucher/innen aus und welcher vor allem digitaler Kommunikationskanäle bedienen sie sich auf welche Weise?

Willkommen sind Beiträge aus allen kultur-, medien- und sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen, auch inter- und transdisziplinär angelegte Artikel.

Bitte senden Sie zunächst ein aussagefähiges Abstract (maximal 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen; Titel, Autorennamen, Kontaktdaten und Keywords zählen nicht dazu) bis Montag, den 20. April 2020 als PDF-Datei an Dr. Dirk Hohnsträter (hohnstra@uni-hildesheim.de) oder Prof. Dr. Stefan Krankenhagen (krankenh@uni-hildesheim.de).

Bis zum 4. Mai 2020 erhalten Sie Nachricht über die Annahme Ihres Vorschlags. In diesem Fall werden wir Sie bitten, bis zum 19. Oktober 2020 ein 25-30 000 Zeichen umfassendes Manuskript einzureichen.