Veröffentlichung

Agenda zukunftsorientierte Verbraucherforschung

Nach einem 18-monaten Agendaprozess ist das Whitepaper „Die Zukunft des Konsums. Agenda zur Neuperspektivierung der Verbraucherforschung“ in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Zu den fünf Hauptautoren zählt auch Dirk Hohnsträter, der Leiter der Forschungsstelle Konsumkultur.

In dem hier zugänglichen Papier beleuchten Jörn Lamla, Ludger Heidbrink, Dirk Hohnsträter, Kathrin Loer und Jakob Roschka zentrale Herausforderungen für die interdisziplinäre Konsum- und Verbraucherforschung im Kontext gesellschaftlicher Krisen des neuen planetaren Zeitalters. Es kritisiert die unzureichende wissenschaftliche und öffentliche Auseinandersetzung mit Konsumthemen und fordert, diese als komplexes Weltverhältnis neu zu denken. Ziel ist es, zentrale Aufgaben herauszustellen und Handlungsfelder zu skizzieren, die einen wissensbasierten Umgang mit der Rolle des Konsums ermöglichen. Dazu ruft das Whitepaper auf, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen, Widersprüche offenzulegen und kollektive Diskussionen über die Bedeutung des Konsums für Gesellschaft und Zukunft anzustoßen.

Der sich von Juli 2023 bis Dezember 2024 erstreckende, kontinuierliche Diskussions- und Arbeitsprozess ist hier dokumentiert. In einer Reihe von sechs Workshops an unterschiedlichen Orten wurde – unter Einbindung von Expertise aus dem Bundesnetzwerk Verbraucherforschung und darüber hinaus – die inhaltliche Ausrichtung der Verbraucherwissenschaften überprüft. Themenfelder waren unter anderem Nachhaltigkeit, Digitalisierung, soziale/materielle (Eigentums-)Rechte, Professionalisierung sowie Verantwortung.

Das am Fachgebiet Soziologische Theorie der Universität Kassel angesiedelte Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.