Profil

Was ist die Forschungsstelle Konsumkultur?

Die Forschungsstelle Konsumkultur ist eine Einrichtung der Universität Hildesheim. Sie ist Teil des Instituts für Medien, Theater und Populäre Kultur am Fachbereich für Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation und wurde 2017 von Prof. Dr. Stefan Krankenhagen initiiert. Ihr Leiter ist Dr. Dirk Hohnsträter.

Durch die institutionelle Verankerung kulturwissenschaftlicher Konsumforschung will die Forschungsstelle die Untersuchung dieses zentralen Bereichs populärer Kultur voranbringen. Zudem ist es ihr Ziel, kulturwissenschaftliche Perspektiven innerhalb der Verbraucherwissenschaften zu stärken. Darüber hinaus dient sie der interessierten Öffentlichkeit als Ansprechpartner.

Womit beschäftigt sich die Forschungsstelle Konsumkultur?

Die Forschungsstelle Konsumkultur widmet sich den kulturellen Aspekten des Konsums: seiner Geschichte, Theorie und Ästhetik. Sie untersucht, wie Konsumprodukte Bedeutungen und ästhetisches Erleben erzeugen, welche Praktiken der Aneignung käuflicher Dinge und Dienste sich beobachten lassen und wie die Künste den Konsum reflektieren.

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Forschungsstelle zählen:

  • die Integration konsumkritischer Impulse in den Konsum durch wertgeleitete (‚moralische‘) und ko-produktive (‚kreative‘) Konsumentinnen und Konsumenten
  • die mit der Digitalisierung verbundene Umformung alltäglicher Kulturtechniken und ästhetischer Praktiken
  • die Transformation der spätmodernen Wirtschaft in eine ästhetische Ökonomie.

Ein ausführliches Interview mit Dirk Hohnsträter und Stefan Krankenhagen über die Arbeit der Forschungsstelle kann hier herunterladen werden. Es stammt aus Die Relation, dem Journal der Universität Hildesheim, Ausgabe Wintersemester 2018/19.

Welche Aktivitäten werden von der Forschungsstelle Konsumkultur durchgeführt?

Zu den Aktivitäten der Forschungsstelle zählt neben einer Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen und Vorträge auch die Vermittlung der Forschungsarbeit in den Medien sowie die Ausrichtung wissenschaftlicher Veranstaltungen.

Wissenschaftliche Veranstaltungen

Tagungen und Workshops

  • Konsumvergnügen. Die Populäre Kultur und der Konsum im Herbst 2019, gefördert vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
  • Konsumästhetik zwischen Kunst, Kritik und Kennerschaft im Herbst 2018, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Verbraucherfor­schung NRW und dem Lehrstuhl Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing an der Heinrich-Heine-Universität Düssel­dorf
  • Wohin bewegt sich die kulturwissenschaftliche Konsumforschung? im Herbst 2017, gefördert vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
  • Konsum und Kreativität. Zur Revision eines vermeintlichen Gegensatzes im Herbst 2013, gefördert vom Herder Kolleg für transdisziplinäre Kulturforschung

Vorträge und Ringvorlesungen

  • Ringvorlesung Konsum, Kultur und der digitale Wandel (2018/19)
  • Vortrag Kritische Dinge. Widerständiges Design im ästhetischen Kapitalismus von Prof. Dr. Carolin Höfler (2017)
  • Ringvorlesung Design / Dinge (2015/16)

Vermittlung von Forschungsergebnissen

Die Forschungsstelle Konsumkultur legt Wert darauf, ihre Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Zu ihren Vermittlungsaktivitäten zählen beispielsweise Vorträge und Interviews. So gab Dirk Hohnsträter unter anderem dem Bayerischen Rundfunk, dem Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Spiegel Online Auskunft über Arbeit und Ergebnisse der Hildesheimer Konsumkulturforschung. Vorträge hielt er beispielsweise auf Einladung der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sowie der Kunstvereine Hannover und Hildesheim.

Vortrag Dr. Hohnsträter
Dr. Dirk Hohnsträter spricht bei einer Veranstaltung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur über den digitalen Wandel. Foto: Michael Siebert

Förderung, Partner und Gäste

Die Forschungsstelle Konsumkultur erhielt Fördermittel des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).

Sie kooperierte mit der Köln International School of Design (KISD), dem Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW (KVF NRW) und dem Lehrstuhl Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing an der Heinrich-Heine-Universität Düssel­dorf.

Zu den Gästen der Hildesheimer Konsumkulturforschung zählten unter anderem: Siegrid Baringhorst, Aida Bosch, Timo Daum, Heinz Drügh, Moritz Ege, Hans Peter Hahn, Thomas Hecken, Kai-Uwe Hellmann, Carolin Höfler, Rafael Horzon, Michael Hutter, Gudrun M. König, Jörn Lamla, Uwe Lindemann, Siegfried Mattl, Kathrin Passig, Birger Priddat, Thomas Rentmeister, Christoph Ribbat, Birgit Richard, Manuel Schramm, Wolfgang Ullrich und David Wagner.

Aktuelle Aktivitäten der Forschungsstelle Konsumkultur >

Wo finden Sie die Forschungsstelle Konsumkultur?

Die Forschungsstelle befindet sich auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg. Dort ist sie im Theaterneubau (Haus 52, im Bild links) untergebracht.

Kulturcampus Domäne Marienburg
Foto: Olaf Mahlstedt

Lageplan des Kulturcampus Domäne Marienburg >
Anreise zur Forschungsstelle Konsumkultur >