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Interview

MUSIC, FASHION, FILM von Charli XCX: Das Filmmagazin „FRAMING“ untersucht die Krise des Konsums

Sinkende Umsätze bei Luxuskonzernen, Filialschließungen etablierter Modehäuser, verhaltene Kauflaune selbst im Premiumsegment: Wie die Modebranche auf ihre Krise reagiert, war zuletzt Thema im Kulturpodcast FRAMING, wo Moderatorin und Spiegel-Redakteurin Hannah Pilarczyk mit der Musikjournalistin Aida Baghernejad, der Filmkritikerin und FRAMING-Redakteurin Anne Küper sowie Vera Klocke von der Forschungsstelle Konsumkultur diskutierte. Der gemeinsame Befund: Musik, Mode und Film verschmelzen zunehmend zu gemeinsam vermarkteten Paketen. Ein Trend, der sich exemplarisch am neuen Album „MUSIC, FASHION, FILM“ von Charli XCX ablesen lässt, auf dessen Cover mit John Cale, Marc Jacobs und Martin Scorsese Vertreter aller drei Sparten versammelt sind.
Die Beispiele häufen sich: Die Schauspieler Josh O’Connor und Paul Mescal sind die neuen Gesichter von Dior und Gucci, die Modehäuser Saint Laurent und Prada investieren in Filmproduktionen, und das Studio A24 gründet ein eigenes Musiklabel. In der FRAMING-Folge ging es entsprechend nicht nur um Charli XCX, sondern auch darum, ob Musik, Mode und Film inzwischen nur noch im Gesamtpaket Relevanz finden.
Verbindungen zwischen den Sparten sind nicht neu – neu ist die Systematik, mit der Konzerne diese Verzahnung heute als Geschäftsstrategie betreiben. Die kreative Öffnung ist zugleich ökonomisches Risikomanagement: Budgets, Reichweite und Prestige werden geteilt, weil sie sich einzeln nicht mehr leisten lassen.

Das Gespräch kann hier nachgehört werden.