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#skinnytok: Die Forschungsstelle Konsumkultur in der ARD-Sendung „neuneinhalb – für dich mittendrin“


Die ARD hat Vera Klocke von der Forschungsstelle Konsumkultur als Expertin für das Phänomen #SkinnyTok befragt. In dem Beitrag der Jugendsendung „neuneinhalb – für dich mittendrin“ analysiert Klocke die Mechanismen problematischer Beauty-Trends auf Social Media und deren Verflechtung mit digitalen Konsumpraktiken.
Der Kontext: Auf TikTok werden extrem schlanke Körper als ästhetisches Ideal inszeniert – eine Entwicklung, die mit der dokumentierten Zunahme von Essstörungen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland korreliert.
Die Relevanz des Themas für die Forschungsstelle Konsumkultur, die sich schwerpunktmäßig mit Warenästhetik und materieller Kultur auseinandersetzt, ergibt sich aus der Konvergenz analoger und digitaler Konsumsphären: Die Rezeption und Produktion von Inhalten auf Social-Media-Plattformen konstituiert einen Warenhandel, in dem Nutzerdaten selbst zur Ware werden und algorithmische Systeme gezielt Inhalte distribuieren. Klocke zeigt auf, wie in diesem kapitalistischen Verwertungskreislauf digitale Konsumpraktiken und die Dissemination problematischer Körpernormen strukturell miteinander verwoben sind und messbare Auswirkungen auf die psychische Gesundheit junger Menschen haben.

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