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Veranstaltung

Diffraktive Forschung: Workshop zu TikTok Ethnographie an der Kunstakademie Düsseldorf

Am 5. und 6. Oktober 2026 fand an der Kunstakademie Düsseldorf die Arbeitstagung „Diffraktive Forschungspraktiken – Theoretische, methodologische und künstlerische Perspektiven“ statt. Veranstaltet wurde sie vom Arbeitskreis „Ästhetik – Digitalität – Kultur“ (AK ÄDK) der DGfE-Sektion Medienpädagogik.
Im Mittelpunkt stand das Konzept der Diffraktion. Der ursprünglich aus der Physik stammende Begriff (Beugung von Wellen) wurde von Denkerinnen wie Donna Haraway und Karen Barad für die Sozial-, Kultur- und Medienwissenschaften erschlossen. Anders als reflexive Ansätze fragen diffraktive Ansätze nach Überlagerungen, Verschränkungen und Interferenzen und untersuchen, welche Effekte durch das Zusammenwirken von Subjekten, Objekten, Technologien und Materie im Forschungsprozess entstehen.
Vera Klocke von der Forschungsstelle war eingeladen, um einen Workshop zu TikTok als Forschungsgegenstand und Forschungsort zu geben. Im Zentrum stand die Frage, wie sich die Plattformlogiken, die algorithmische Auswahl sowie Lücken und Begrenzungen in die Forschung einbeziehen lassen. Als Werkstattbericht stellte Klocke das TIKTOK KOLLOQUIUM an der Volksbühne Berlin zur Diskussion. Das Format versteht sich als kollektives Nah-Lesen algorithmisch kuratierter Inhalte und als digitale Ethnographie im diffraktiven Sinne: Nicht distanzierte Beobachtung, sondern die Verstrickung mit den Affordanzen und affektiven Wirkungen der Plattform bildet den Ausgangspunkt.