DFG-Impulspapier „Digitaler Wandel in den Wissenschaften“. Heute veröffentlicht!

Heute hat die DFG das Impulspapier „Digitaler Wandel in den Wissenschaften“ veröffentlicht.

„Bei der künftigen Mitgestaltung des digitalen Wandels (…) sind für die DFG die folgenden sechs Leitgedanken bestimmend. Die DFG wird(1) sich dafür engagieren, dass wissenschaftliche Prinzipien auch unter den Bedingungen des digitalen Wandels Bestand haben;(2) die erkenntnisgeleitete Forschung für die Weiterentwicklung digitaler Technologien, aber auch für die Reflexion und Bewertung ihrer gesellschaftlichen Auswirkungen stärken;(3) sich verstärkt dafür einsetzen, die wissenschaftsspezifischen Chancen und Herausforde-rungen des digitalen Wandels zu kommunizieren;(4) ihre Möglichkeiten zur Beteiligung an der längerfristigen Finanzierung systemrelevanter digitaler Werkzeuge und Infrastrukturen prüfen;(5) die forschungsorientierte Aus- und Weiterbildung zur Stärkung digitaler Expertise in den Wissenschaften befördern;(6) sich im Verhältnis zur Industrieforschung für eine stärkere Kooperation und Durchlässig-keit einsetzen, um die erkenntnisgeleitete Forschung für Personal mit digitaler Expertise attraktiver zu gestalten.“ (S.12)

(https://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_rahmenbedingungen/digitaler_wandel/index.html)

Auch die forschungsethischen Aspekte werden dabei berücksichtigt (S.8).

„Aufgrund des Volumens und der Kombination von Daten wird es zunehmend aufwendiger und schwieriger, den Entstehungskontext und die Methodik zur Datenerhebung ausreichend zu prüfen. Dass digitale Technologien eine (Weiter-)Verarbeitung großer Datenbestände enorm erleich-tern, stellt dabei eine zusätzliche Herausforderung dar, da der Aufwand einer kritischen Prüfung unterschätzt werden kann. Eine gründliche Überprüfung der Datengrundlage inklusive ihrer häufig komplizierten Bearbeitungshistorie ist aber unerlässlich, um zu verhindern, dass sich beim Einsatz neuer digitaler Methoden – beispielsweise selbstlernender Algorithmen – ungewollte und unbemerkte Effekte ergeben (bis hin zur Diskriminierung von Personengruppen). Hinzu kommt, dass die Bewertung ethischer Aspekte bei der Nutzung von Software zur Analyse umfangreicher Datensätze vielfach noch nicht etabliert ist. Dazu gehören beispielsweise die Risikobewertung bei der Automatisierung und Fragen der Verantwortungszuschreibung (z. B. bei maschinellem Entscheiden).“

Siehe auch: Katerbow / Royeck / Raabe (2018): DFG-Förderung und der digitale Wandel in den Wissenschaften. Ein Wegweiser zu Fördermöglichkeiten und Leitlinien.

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