DIGITAL SUMMER SCHOOL 2020. Forschungsdatenmanagement (SUH): Dr. Claudia Kramer, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Stv. Leitung Forschungsdienste (Wissenschaftsmanagement): “Research Data Management am KIT”.

„Die reine Datengewinnung bringt die Wissenschaft nicht voran. Es geht entscheidend darum, die Verfügbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten zu verbessern.“

Unter diesem Motto arbeitet am KIT ein Team aus IT-Spezialisten, Bibliothekaren, Wissenschaftlern und anderen Fachleuten im Serviceteam RDM zusammen, und Forschende in allen Stufen des Forschungsprozesses beim FAIRen Datenmanagement zu unterstützen. Zu den Angeboten zählen beispielsweise das Tool Research Data Management Organizer RDMO, das Verzeichnis für Repositorien re3data und die informationsplattform forschungsdaten.info. Das Serviceteam ist neben der Unterstützung lokaler Projekte am KIT auch Partner beim Aufbau von Strukturen des FDM im Land (E-Science-Initiative, bundesweit (NFDI) und EOSC im globalen Kontext. Dabei geht es immer um die Entwicklung von „use cases“ und Etablierung von Best Practices-Beispielen, wie „verantwortliche“ Forschung im Kontext der guten wissenschaftlichen Praxis gelingen kann.

Events in digital and open format for research data management (RDM) are in high demand.

The four digital events, the Coffee Lectures for research data management in German and in English, were in high demand this summer term as well. The events always lasted a good hour with the important contributions to the discussion. They have been carried out since April. We mostly had around 70 participants who were interested in questions about research data management along the ‚Data Life Cycle‘.

Further events, including in-depth workshops with regards to RDM, are currently in preparation and will be held this summer before the popular coffee lectures will continue in the winter semester (from October 2020 onwards!).

For example, there were questions about these topics:

  • What do you recommend for publication if nothing is there yet? A technical repository or your own at the institution?
  • Are there best-practice examples for interdisciplinary research and data publication (computer science, educational sciences, history, communication sciences)
  • Linked Open Data! > ORCID, literature, data, contextual material

Veranstaltungen in digitalem und offenen Format zum Forschungsdatenmanagement (FDM) sind sehr gefragt.

Die vier digitalen Veranstaltungen, die Coffee Lectures zum Forschungsdatenmanagement auf Deutsch und auf Englisch, waren auch in diesem digitalen Sommersemester sehr gefragt. Die Veranstaltungen dauerten immer eine gute Stunde mit den wichtigen Diskussionsbeiträgen. Seit April sind diese durchgeführt worden, und wir hatten meistens um die 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für Fragen zum Forschungsdatenmanagement entlang des ‚Data Life Cycle‘ interessierten.

Weitere Veranstaltungen, auch Vertiefungsworkshops zum FDM,  sind aktuell in Vorbereitung und werden in diesem Sommer durchgeführt bevor es im Wintersemester mit den Coffee Lectures weitergehen wird (ab Oktober!).

Fragen gab es beispielsweise zu diesen Themen:

  • Was empfehlen Sie denn zur Publikation, wenn noch nichts da ist? Ein fachliches Repositorium oder ein eigenes an der Institution?
  • Gibt es best-practice-beispiele für interdisziplinäre Forschungen und deren Datenveröffentlichung (wir haben u.a. Informatik, Bildungswissenschaften, Geschichte, Kommunikationswissenschaften)…. Trennung der Daten nach Fächern oder interne eigene Insellösung?
  • Linked Open Data! > ORCID, Literatur, Daten, Kontextmaterial

Danke an das FDM der TU Clausthal für das schöne Lob und für die Teilnahme!

 

 

Digitale Sommerschule am 08.07.2020 – die Vorbereitungen laufen …

Info:  Wie verbessern wir die Nutzbarkeit von Forschungsdaten, um die Wissenschaft voranzubringen? ‘Good Practices’ und ‘Lessons Learned’ aus dem KIT. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) wird weiterhin aufgebaut, damit Forschungsdaten wissenschaftlich breit nutzbare Datenschätze mit gesellschaftlichem Mehrwert werden können, auch mit dem Ziel zur Anschlussfähigkeit z.B. an die Europäische Forschungscloud (European Open Science Cloud, EOSC).

‘Guest Speakers’:
Direktor Prof. Dr. Bernhard Weisser, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Münzkabinett. NFDI4 Objects: „Sammlungsübergreifende Zusammenarbeit in der Numismatik. Das Normendatenportal und neue Perspektiven mit NFDI4 Objects“.

Dr. Claudia Kramer, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Stv. Leitung Forschungsdienste (Wissenschaftsmanagement): “Research Data Management am KIT”.

Eine Anmeldung zur ‚Digital Summer School‘ ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen, siehe: https://www.uni-hildesheim.de/veranstaltungen/artikel/online-veranstaltung-digital-summer-school-2020-forschungsdatenmanagement/

NFDI4Culture

NFDI4Culture wurde über zwei Jahre in enger Zusammenarbeit zwischen elf Fachgesellschaften, neun Trägerinstitutionen und 52 Partnern entwickelt.

(Bild: https://nachrichten.idw-online.de/2020/06/26/akademie-der-wissenschaften-und-der-literatur-mainz-wird-traegerinstitution-des-konsortiums-nfdi4culture/?groupcolor=6)

Sprecher des Konsortiums ist Professor Torsten Schrade.

Im Rahmen des Konsortiums werden nicht nur europäische Entwicklungen berücksichtigt, sondern auch die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der UNESCO, dem Internationalen Museumsrat, der Open Knowledge Foundation, Wikimedia oder dem Getty Research Institute realisiert.

„Digitale Daten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern sind ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens, der Kommunikation und der kulturellen Erfahrung. Sie sind nicht nur für künftige Wissenschaftsgenerationen von großer Bedeutung, sondern bilden die Grundlage von beständigen Transferprozessen zwischen Forschenden, Kunstschaffenden, Kulturwirtschaft und Zivilgesellschaft. NFDI4Culture nimmt die fächerübergreifende Auffindbarkeit und Zugänglichkeit sowie die langfristige Sicherung und kontinuierliche Pflege dieser Daten in den Blick. Dazu gehören 2D-Digitalisate von Gemälden, Photographien und Zeichnungen ebenso wie digitale 3D-Modelle kulturhistorisch bedeutender Gebäude, Denkmäler oder audiovisuelle Daten von Musik-, Film und Bühnenaufführungen“

(https://nachrichten.idw-online.de/2020/06/26/akademie-der-wissenschaften-und-der-literatur-mainz-wird-traegerinstitution-des-konsortiums-nfdi4culture/?groupcolor=6)

Förderung von neun Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI).

Die neun Konsortien der ersten von drei Förderrunden erhalten die Chance, den Aufbau der NFDI von Beginn an zu prägen.

  • NFDI4Culture – Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern (Geisteswissenschaften)
  • KonsortSWD – Konsortium für die Sozial-, Bildungs-, Verhaltens- und Wirtschaftswis-senschaften (Sozialwissenschaften)
  • GHGA – Deutsches Humangenom-Phenomarchiv (Medizin)
  • NFDI4Health – Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten (Medizin)
  • DataPLANT – Daten in Pflanzen-Grundlagenforschung (Biologie)
  • NFDI4BioDiversität – Biodiversität, Ökologie und Umweltdaten (Biologie)
  • NFDI4Cat – NFDI für Wissenschaften mit Bezug zur Katalyse (Chemie)
  • NFDI4Chem – Fachkonsortium Chemie in der NFDI (Chemie)
  • NFDI4Ing – Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften (Ingenieurwissenschaften)

Weitere Informationen gibt es in dieser Pressemitteilung: https://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Pressemitteilungen/pm2020-04.pdf

Coffee Lectures DIGITAL – Forschungsdatenmanagement, UB Hildesheim: VorstelIung von Muster-Einwilligungen. Mittwoch, 24. Juni 2020 um 12:30 Uhr.

Es liegen Informationsblätter vor, die auf unserer Universitätswebseite über ein Formularcenter zum ‚Download‘ bereitgestellt werden sollen. Forscherinnen und Forscher verlangen nach Muster-Einwilligungen der eigenen Universität, und so entstand die Idee zum Thema Muster-Einwilligungen eine Coffee Lecture durchzuführen. Oft erhalte ich ganz praktische Fragen, z.B. wie eine Einverständniserklärung aussehen muss und wo die Forscherinnen und Forscher Muster-Einwilligungen finden können, wer überhaupt die Verantwortung für die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben im betreffenden Projekt trägt. Gerade in den Geistes-und Sozialwissenschaften haben wir es mit sensiblen Daten zu tun, die nicht geteilt werden dürfen („closed data”). Was können wir dennoch tun?

Den Link zur Veranstaltung finden Sie hier:

https://www.uni-hildesheim.de/veranstaltungen/artikel/online-veranstaltung-coffee-lectures-forschungsdatenmanagement-vorsteliung-von-muster-einwilligun/

11. Coffee Lecture zum Forschungsdatenmanagement an der SUH. Aufbereiten und Veröffentlichen – Daten teilen.

Forscherinnen und Forscher können sich, wenn sie bereit für ein Forschungsdatenmanagement sind, jederzeit in der Universitätsbibliothek Hildesheim zum Umgang mit Daten informieren. Wir kommen dabei auf der technischen Ebene gut, kontinuierlich weiter und gehen ganz verantwortungsvoll mit der Wissenschaftsfreiheit um. ‚Das FDM‘ der Stiftung Universität Hildesheim empfiehlt außerdem allen Forscherinnen und Forschern ihre Forschungsdaten über registrierte disziplinäre Forschungsdaten-Archive sichtbar zu machen. Darüber hinaus gestattet ein neues Dataverse-Repositorium Forschungsdaten zu publizieren. Datenpublikationen werden dabei mit einem DOI (Digital Object Identifier) versehen und sind dadurch zitierfähig. Dataverse ist eine Open-Source-Software für Forschungsdaten-Repositorien. Die Software wird am Institute for Quantitative Social Science (IQSS) der Universität Harvard entwickelt. In Deutschland ist die Software beispielsweise an der Universität Heidelberg für deren institutionelles Forschungsdatenrepositorium heiDATA schon länger erfolgreich im Einsatz. In der in diesem Sommersemester dritten digitalen Coffee Lecture im Juni zum qualitätsgerechten und nachhaltigen Forschungsdatenmanagement soll es um die Dokumentation von Forschungsdaten gehen und welche Vorteile sich daraus ergeben. Themen dabei sind weitere Informationen zur Datenerhebung, Erklärungen zu Labels und Codes, zur Datenstruktur und bezüglich Datenversionen sowie Qualitätsmaßnahmen zur Datenbereinigung. Die Orientierung am Datenlebenszyklus und darüber hinaus bleibt also wichtig, auch das Abarbeiten der Fragen im RDMO-Fragenkatalog, das DINI-Zertifikat, das nestor-Siegel und das ‘Data Seal of Approval’.

Den Link zur Coffee Lecture finden Sie hier:

https://www.uni-hildesheim.de/veranstaltungen/artikel/online-veranstaltung-coffee-lectures-forschungsdatenmanagement-aufbereiten-und-veroeffentlichen/

“Datenpublikationen und andere Formen von Datenprodukten sind in Forschung und Verlagswesen noch nicht weit verbreitet. Auch hier gilt es, im Rahmen der Forschungsförderung Anreize zu setzen, um Datenaufbereitungen auf qualitativ hohem Niveau als legitimes und notwendiges Produkt des Forschungsprozesses und auf gleichem Niveau mit der Ergebnispublikation zu etablieren. Der RfII ermutigt insbesondere Stiftungen, mit Förderprogrammen zur Entwicklung von Datenprodukten in Vorleistung zu gehen, die neue Technologien der Darstellung einsetzen, aber auch langfristigen Erhalt und Nutzbarkeit dieser Produkte mitdenken.”

(S.105, RfII, Datenqualität) – Rat für Informationsinfrastrukturen: Herausforderung Datenqualität – Empfehlungen zur Zukunftsfähigkeit von Forschung im digitalen Wandel, zweite Auflage, Göttingen 2019, 172 S.

Permalink auf der RfII-Website: http://www.rfii.de/?p=4043

 

URN der Online-Ausgabe bei der Deutschen

Nationalbibliothek: urn:nbn:de:101:1-2019112011541657732737

 

Link zur englischsprachigen Version:

 

RfII – The Data Quality Challenge: http://www.rfii.de/?p=4203