Publication Week
Eine Workshop-Reihe der Universitätsbibliotheken und der Graduierteneinrichtungen der Uni Hildesheim und der TU Clausthal. Kompakt und praxisnah!
In der Publication Week erwarten Sie Impulse, praktische Anregungen und wertvolle Tipps zu Themen, die Sie in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit und in größeren Forschungsprojekten begleiten und stärken können. Das diesjährige Programm lädt dazu ein, die eigene Forschungspraxis aus unterschiedlichen Perspektiven zu reflektieren und weiterzuentwickeln: mit Workshops zu diversitätssensibler Forschung, Schreibstrategien, Karriereplanung in der Wissenschaft, erfolgreichem Promovieren und kritischer Datenkompetenz.
An fünf Tagen geben Ihnen fünf Expert*innen in praxisnahen Workshops Einblicke in unterschiedliche Themenfelder und eröffnen Möglichkeiten zur Vertiefung, zum Austausch und zur Arbeit an eigenen Fragestellungen.
Eingeladen sind alle Interessierten!
Programm
7. bis 11. September 2026
Montag, 07.09. | Vielfältig forschen: Praxistipps für die Integration von Geschlechter- und Diversitätsdimensionen in Forschungsprojekte
Workshop (online) | Montag, 07.09.2026 | 10-12:30 Uhr
Beschreibung:
In vielen Forschungsprojekten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften tauchen Fragen nach Diversität, Intersektionalität, Geschlecht oder z.B. Klasse nicht als explizite Kategorie oder Hauptfokus der Analyse auf, sondern finden – wenn überhaupt – als Querschnittsthema oder Nebenaspekt Berücksichtigung. Dabei bietet die bewusste Reflexion von Diversität das Potential für innovative Impulse und neue Erkenntnisse, die einen wichtigen Beitrag zur Qualität der Forschungsergebnisse leisten können.
Im Workshop „Vielfältig forschen: Praxistipps für die Integration von Geschlechter- und Diversitätsdimensionen in Forschungsprojekte“ lädt die Gender-Werkstatt ein, dieses Potential für das eigene Projekt auszuloten und Vielfältigkeitsdimensionen als potentiell relevantes Querschnittsthema gezielt in den Blick zu nehmen – gerade wenn dies bislang kein expliziter Teil der zentralen Forschungsfrage ist. Gemeinsam setzen wir uns damit auseinander, wie z.B. Gender in laufenden oder geplanten Forschungsvorhaben reflektiert und integriert werden kann: praxisnah, niedrigschwellig und mit Fokus auf den Mehrwert für die jeweilige wissenschaftliche Arbeit.
Die Teilnehmenden lernen verschiedene Strategien, um mit überschaubarem Aufwand wertvolle neue Perspektiven zu gewinnen – ganz ohne die komplette Forschungslogik umbauen zu müssen. Es werden konkrete Ansätze vermittelt, um Diversitätsaspekte in der jeweiligen Forschung sichtbar werden zu lassen. In einer Arbeitsphase sind die Teilnehmenden angehalten, ihr eigenes Vorhaben zu reflektieren und nach Bedarf in den Austausch über gewonnene Erkenntnisse zu gehen.
Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich vorwiegend an Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaftler*innen, die wenige oder keine Kenntnisse in der Geschlechterforschung mitbringen.
Workshopleitung:
Der Workshop wird von Simone Tichter, M.A., Koordinatorin der Gender-Werkstatt der Universität Hildesheim, durchgeführt. Mit langjähriger Erfahrung in der Beratung und Schreibtrainings für Forschende sowie aktueller Expertise in der Integration von Geschlechterdimensionen in Forschungsprojekte unterstützt sie praxisnah und bedarfsorientiert. Simone Tichter hat Kunst- und Kulturwissenschaften studiert, ihre Promotion ist in der Soziologie und der Geschlechterforschung angesiedelt.
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Dienstag, 08.09. | Gegen den Nervenzusammenbruch anschreiben
Workshop (online) | Dienstag, 08.09.2026 | 10-12:30 Uhr
Beschreibung:
Was tun, wenn der Schreibflow stockt?
Die Vorstellung, dass man eine Dissertation einem Rutsch durchschreibt, ist schön, aber wohl eher unrealistisch. Üblich sind zahlreiche Unterbrechungen, Irr- und Umwege. In diesem Workshop werden mögliche Ursachen dafür, dass es hakt und knirscht, besprochen. Außerdem werden Schreibübungen vorgestellt, die dabei helfen, sich davon nicht entmutigen zu lassen, sondern dranzubleiben.
Workshopleitung:
Dr. Ulrike Bohle-Jurok, Leiterin des Lese- und Schreibzentrums der UHi, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur
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Mittwoch, 09.09. | Karriereplanung in der Wissenschaft
Workshop (online) | Mittwoch, 09.09.2026 | 10-12:30 Uhr
Beschreibung:
Wissenschaftliche Karrieren verlaufen selten linear und sind durch vielfältige strukturelle Rahmenbedingungen, Anforderungen und individuelle Entwicklungspfade geprägt. Daher sind Orientierung, strategische Entscheidungen und bewusste Schwerpunktsetzungen erforderlich. Der Kompaktworkshop richtet sich an Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen, die einen strukturierten Blick auf ihre bisherige Laufbahn werfen und ihr akademisches Profil schärfen möchten. Im Zentrum stehen sieben zentrale Schritte zur Planung einer wissenschaftlichen Karriere in Deutschland. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse, um ihre Handlungsfähigkeit zu stärken, Chancen gezielt zu erkennen und die Unsicherheiten des Wissenschaftssystems mit mehr Klarheit und Selbstvertrauen zu meistern.
Ziel: Der Kurs unterstützt promovierte Wissenschaftler*innen bei der Reflexion und Planung ihrer wissenschaftlichen Karriere. Er legt die Grundlage für eine Entscheidung über den weiteren Karriereweg und bietet Handreichungen für eine strategische Karriereplanung.
Methoden: Input durch die Referentin, Diskussion im Plenum, Einzelreflexion, Kollegiale Beratung
Zielgruppe:
Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen; empfehlenswert für Postdocs und fortgeschrittene Promovierende
Workshopleitung:
Mirjam Müller, M.A., ist Personalentwicklerin und Wissenschaftscoach mit dem Schwerpunkt auf Postdocs im Academic Staff Development der Universität Konstanz. Zuvor hatte sie verschiedene verantwortliche Positionen im Wissenschaftsmanagement, in der Konzeption und Umsetzung von Fördermaßnahmen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, inne. Von 2014 bis 2019 war sie Sprecherin des Netzwerks für Personalentwicklung an Universitäten. Sie ist Autorin mehrerer Karriereratgeber für Postdocs im Campus Verlag, Herausgeberin der Fachzeitschrift „Personal in Hochschule und Wissenschaft entwickeln“, Mitglied im „Coachingnetz Wissenschaft e.V.“ und als Trainerin in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig.
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Donnerstag, 10.09. | Erfolgreich promovieren: 9 Tipps, die Deine Promotion voranbringen
Workshop (online) | Donnerstag, 10.09.2026 | 10-12:30 Uhr
Beschreibung:
Eine Promotion dauert Jahre und stellt immer wieder neue Fragen: Wie plane ich realistisch? Wie bleibe ich motiviert? Wie gestalte ich die Zusammenarbeit mit meiner Betreuung? In diesem interaktiven Workshop lernst Du neun erprobte Tipps für Deine Promotion kennen, vom Planen über das Schreiben bis zum Umgang mit Phasen, in denen wenig vorangeht. Du überträgst die Tipps direkt auf Deinen eigenen Promotionsalltag und entscheidest am Ende, womit Du anfängst. Der Workshop lebt vom Mitmachen: mit kurzen Impulsen, Austausch und Übungen.
Workshopleitung:
Dr. Jutta Wergen begleitet seit mehr als 20 Jahren Promovierende, Promotionsbetreuende und Graduierteneinrichtungen. Sie verbindet in ihren Workshops Methoden aus Coaching, Schreibdidaktik und Psychologie und bezieht ihre langjährige Expertise ein. 2015 gründete sie Coachingzonen-Wissenschaft. Dort erscheint u.a. montags der Podcast „erfolgreich promovieren“, außerdem leitet sie die Schreibcommunity Fokus Promotion. Sie ist Autorin der Bücher „Promotionsplanung und Exposee“, „Auf der Zielgeraden. Abschlussphase und Disputation erfolgreich gestalten“ und „Promovierende betreuen“ .
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Freitag, 11.09. | Kritische Datenkompetenz – Wege zu einem souveränen Umgang mit Daten in einer digitalisierten Welt
Workshop (online) | Freitag, 11.09.2026 | 10-12:30 Uhr
Beschreibung:
Diskurse um Datenkompetenz sind allgegenwärtig und untrennbar verbunden mit den Themen Künstliche Intelligenz, Big Data, Data Science, Datafication und (Research)Datamanagement. Gerade im wissenschaftlichen Kontext und dem immer bedeutsamer werdenden Forschungsdatenmanagement stehen dabei Fragen der Governance, Infrastruktur und damit zusammenhängende sicherheits- bzw. informationstechnische Herausforderungen sowie ein rechtssicherer Umgang mit sensiblen und personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO im Vordergrund. Diese Themenkomplexe sind unbestritten von großer Bedeutung, um in Wissenschaft und Gesellschaft auf nationaler wie internationaler Ebene zukunftsfähig zu sein. Gleichzeitig zeigen uns aber z. B. zunehmendes Papermilling, diverse AI-Fails durch Diskriminierungen oder Halluzinationen sowie aktive Eingriffe in die Wissenschaft und ihre Daten Seitens der Politik, dass diese Problematiken weniger aufgrund mangelnder informationstechnischer Kompetenzen oder unklarer Rechtslage, sondern oft aufgrund strukturell tief verankerter soziokultureller Unzulänglichkeiten bestehen. Sie anzugehen verlangt deshalb auch ein erweitertes Skillset, das über die informationstechnisch-rechtlichen Aspekte von Datenkompetenz hinausgeht. Im angloamerikanischen Sprachraum wird diese erweiterte Form der Datenkompetenz – in Tradition der kritischen Theorie – als explizite Critical Data Literacy bezeichnet und es wurden bereits Strategien entwickelt, um eine kritische Haltung im Umgang mit Daten und KI einnehmen zu können. In dem Workshop setzen wir uns mit zwei dieser Ansätze, den Sieben Prinzipien des Data Feminism (D’Ignazio & Klein, 2020) und dem Critical Data Literacies Framework (Pangrazio & Selwyn, 2023) diskursiv auseinander und erarbeiten gemeinsam Strategien, die uns eine kritische und selbstbestimmte Haltung in der datengetriebenen Wissenschaft ermöglichen.
Zielgruppe:
Promovierende/Forschende aller Fachgebiete sowie alle Interessierten, die bereits Erfahrungen mit Forschungsdaten gemacht haben, sind herzlich eingeladen.
Für einen produktiven Workshop ist es hilfreich, wenn alle Teilnehmer*innen die Bereitschaft und Motivation mitbringen, beispielhaft über aktuelle oder vergangene Forschungsdaten, mit denen sie sich bereits beschäftigt haben, zu reflektieren und darüber zu sprechen. Dabei berücksichtigen wir selbstverständlich den Datenschutz oder andere limitierende Faktoren und die Daten müssen dafür nicht ‚mitgebracht‘ werden.
Workshopleitung:
Kathrin Schmitt, Hochschule Osnabrück & Landesinitiative FDM-NDS
Anmeldung HIER
Veranstaltungsort
Die Workshops finden online über BigBlueButton (BBB) statt. Den Zugangslink zum Veranstaltungsraum erhalten Sie kurz vor der Publication Week per E-Mail.