DFG: Schwerpunktprogramm „Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit“

Dienstag, 07. Juli 2020 um 12:46 Uhr

In der zweiten Förderphase des Schwerpunktprogramms "Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit“ sollen verstärkt globale Zusammenhänge sowie regionale Besonderheiten untersucht und sowohl raum- als auch zeitspezifische Übersetzungskriterien einer kritischen Revision unterzogen werden. Die These von der Profilierung der Frühen Neuzeit als einer durch Translationsverfahren geprägten Epoche soll überprüft werden, indem die Praktiken des Übersetzens aus einer interkulturellen, transeuropäischen und postkolonialen Perspektive neu bewertet werden. Ergänzend zu den Projekten der ersten Förderphase sind Anträge mit einem zeitlichen Fokus auf das 15. und 16. Jahrhundert oder einem räumlichen Fokus auf Osteuropa, Nordamerika und den afrikanischen Kontinent besonders erwünscht.

Zentrale Aspekte der frühneuzeitlichen Übersetzungskulturen können in drei Sektionen systematisch erarbeitet werden:

  • „Zeichensysteme und mediale Transformationen“ widmet sich dem Zusammenhang von Übersetzung und Sprachreflexion, der Übersetzungstheorie, Semiotik- und Mediengeschichte.
  • „Anthropologie und Wissen“ untersucht die im Übersetzungsprozess verhandelten Menschen- und Geschlechterbilder, die Machtbeziehungen, sozialen Strukturen und epistemischen Ordnungen.
  • „Kulturelle Zugehörigkeiten und Gesellschaft“ fokussiert inter- und transkulturelle Übersetzungsphänomene, die aus raumübergreifenden und in vielen Fällen performativ hergestellten Kulturkontakten wie ritualisierten Begegnungen resultieren.

Der Antrag für die zweite Förderphase soll bis spätestens 27. Oktober 2020 bei der DFG eingereicht werden.

Weitere Informationen:

https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_20_35/index.html

https://www.spp2130.de/