Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den derzeit laufenden Dissertationsvorhaben des Promotionskollegs „Unterrichtsforschung“.

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Julia Althoff

‚Lehren und Lernen mit Basiskonzepten im Geographieunterricht – Eine DBR-Studie zur Anbahnung des erweiterten Nachhaltigkeitsvierecks‘

Eine Strategie für den Umgang mit komplexen Themen des Fachs Geographie stellt die unterrichtliche Arbeit mit dem Instrument der Basiskonzepte dar. Als ‚Grammatik‘ des Fachs wird Basiskonzepten sowohl für die Lehrenden als auch für die Lernenden ein bedeutsames didaktisch-methodisches Potenzial beigemessen. Ein Beispiel für ein geographisches Basiskonzept ist das Nachhaltigkeitsviereck, dessen großer Stellenwert nicht zuletzt aus der gegenwärtigen gesamtgesellschaftlichen Relevanz des Nachhaltigkeitsgedankens deutlich wird. Die Arbeit mit Basiskonzepten wie dem Nachhaltigkeitsviereck ist im Geographieunterricht gleichwohl noch unzulänglich erforscht, was sich anhand vieler offener Fragen zum Ansatz sowohl seitens der Wissenschaft als auch vonseiten der Praktiker*innen äußert.

Das Dissertationsvorhaben steht unter der Forschungsleitfrage ‚Welche unterrichtlichen Strategien, die der Förderung eines basiskonzeptionellen Verständnisses von Schüler*innen dienen, können am Beispiel des Nachhaltigkeitsvierecks als lokale Theorie basiskonzeptionellen Lehrens und Lernens identifiziert werden?‘. Es wird das Ziel verfolgt, eine lokale Theorie zu basiskonzeptionellem Lehren und Lernen im Geographieunterricht am Beispiel des Nachhaltigkeitsvierecks zu entwickeln. Aus praktischer Sicht soll dafür eine Unterrichtsreihe zur Anbahnung des Basiskonzepts Nachhaltigkeitsviereck konzipiert werden, in deren Entwicklungsprozess zentrale lehr-lernförderliche Facetten der Planung und Durchführung von basiskonzeptionellem Geographieunterricht identifiziert werden.

Dem Projekt liegt methodisch ein Vorgehen nach dem Design-Based-Research-Ansatz zugrunde. So erfolgt die Entwicklung des Unterrichtsdesigns in einem iterativen Ablauf, indem das Design in zwei Zyklen erprobt, auf Grundlage erhobener Daten evaluiert und gemeinsam mit Praktiker*innen symbiotisch optimiert wird.

Michelle Wrede (geb. Kieselstein)

Thema: Lehrpfade als wirksame informelle BNE-Bildungsangebote – SchülerInnen ziehen die Fäden im Lernprozess selbst

Der Lehrpfad ist im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der breiten Öffentlichkeit ein beliebtes informelles Outdoor-Bildungsangebot. Im wissenschaftlichen BNE-Diskurs zeigt er eine große Forschungslücke auf, da empirische Untersuchungen zu seiner Eignung und Lernwirksamkeit für die BNE in Abhängigkeit zum sozioökonomischen Status, entgegen zumindest vereinzelten Untersuchungen zu den BNE-Potentialen von Science Centern, Museen und Ausstellungen, bisher gänzlich ausbleiben. Dies verwundert in Anbetracht der bereits von EDER & ARNBERGER vor vielen Jahren postulierten BNE-Potenziale von Lehrpfaden, worunter der unmittelbare Landschaftsbezug, das pädagogisch-didaktische Konzept sowie die Bandbreite an human- und physisch-geographischen (fächerinterdisziplinären) Themen fallen. Insbesondere vor dem Hintergrund des didaktischen Leitgedankens der Selbstbestimmtheit, der allen SchülerInnen die Selbstständigkeit für sinnliche Wahrnehmungen, Erprobungen von Erlerntem, situative Lösungsentwicklungen und für erlebnisorientierte Themenzugänge ermöglicht, rückt das selbstbestimmte Lernen am Lehrpfad hinsichtlich divergenter sozioökonomischer Status in den Forschungsfokus. Diese skizzierte Problematik greift das Dissertationsvorhaben mit Fragen nach potenziellen BNE-Lehrpfaden in Niedersachsen und dem Maß des selbstbestimmten Lernens von SchülerInnen mit divergentem sozioökonomischem Status am Lehrpfad auf, um den Lehrpfad als außerschulischen Lernort für alle sozioökonomischen Schülerstatus zu implementieren und damit eine Qualitätssteigerung der Lern-/Lehrprozesse in Bezug auf die BNE zu schaffen. Zur Zielrealisierung findet nach einer literatur- und internetbasierten Bestandsaufnahme von niedersächsischen Themenwegen und ihrer kriteriengeleitet-deskriptiven BNE-Analyse, die den für die weiteren Forschungsaspekte zu untersuchenden Lehrpfad festlegt, semi-strukturierte teilnehmende Feldbeobachtungen von gezielt ausgewählten Probandengruppen mit divergenten sozioökonomischen Status, die sich aus SchülerInnen im Alter von 15 bis 16 Jahren zusammensetzen, zum Einsatz ihrer Lernstrategien als Hinweise auf das selbstbestimmte Lernen statt. Im Anschluss daran erfolgt die Anfertigung von Beobachtungsprotokollen, an die sich ihre Analyse durch die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse nach KUCKARTZ 2018 anschließt, um das selbstbestimmte Lernen und die Ausprägung des selbstbestimmten Lernens der einzelnen Gruppen, insbesondere im Hinblick auf den sozioökonomischen Status, mittels Falldarstellungen auswertend darzulegen. Schlussendlich steht unter Hinzuziehung der projektbedingt gewonnenen Erkenntnisse die Ableitung von inhaltlichen und didaktischen Optimierungsmaßnahmen eines Lehrpfads für das selbstbestimmte Lernen, um so die Implementation des Lehrpfads als außerschulischen Lernort anzustoßen.

Theresa Kruse

Thema: Das Erlernen der mathematischen Fachsprache der Graphentheorie durch Lehramtsstudierende mithilfe eines elektronischen Wörterbuches

In diesem Dissertationsprojekt soll die Verwendung von elektronischen Wörterbüchern im Bereich der Mathematik untersucht werden, genauer im Teilgebiet der Graphentheorie: Unterstützt die Verwendung eines elektronischen Wörterbuches die Herausbildung fachsprachlicher Textproduktionskompetenzen? Und wenn ja: wie?

Um valide Ergebnisse zu erzielen, muss das Wörterbuch an die Bedürfnisse der Nutzenden angepasst sein. Deshalb soll hier ein Wörterbuch für die potenzielle Zielgruppe, Studierende der Mathematik für das Lehramt an Grundschulen, mit Methoden erstellt und dabei ein Verfahren entwickelt und dokumentiert werden, wie sich solche Wörterbücher auch für andere mathematische Bereiche weitgehend automatisiert erstellen lassen.

Die Arbeit mit den Studierenden ist notwendig, da Graphentheorie zur Zeit kein Gegenstand der Lehrpläne in niedersächsischen Schulen ist. Möglichkeiten zur Integration von Graphentheorie im Grundschulunterricht wurden jedoch schon untersucht. Eine Evaluation des Wörterbuchs erfolgt durch eine vergleichende Wirksamkeitsanalyse, die mit qualitativen und quantitativen Methoden ausgewertet wird. Als Medium einer Kontrollgruppe dient Wikipedia.

Von dem Dissertationsprojekt sind neue Erkenntnisse für den (mathematischen) Fachspracherwerb sowie für die Konzeption von Fachwörterbüchern zu erwarten.

Denise Pernot

Thema: Untersuchung inklusionsbezogener Einstellungen von Kindern der vierten Grundschulklassen

In einer ersten querschnittlichen Untersuchung sollen hierzu die Einstellungen von Viertklässler*innen zu Inklusion durch einen im Rahmen der Dissertation überarbeiteten Fragebogen erfasst werden. Neben inklusionsbezogenen Einstellungen sollen dabei auch vorgängige Inklusionserfahrungen sowie intrapersonale Faktoren wie beispielsweise Empathie und Perspektivenübernahme der Kinder erhoben werden, um mögliche Zusammenhänge zu den Einstellungen zu untersuchen. Eine zweite querschnittliche Untersuchung soll die Befunde der ersten Erhebung replizieren und ermöglicht darüber hinaus einen Vergleich beider Kohorten. Optional sollen in einem längsschnittlichen Design über den Zeitraum des Schulwechsels von der vierten zur fünften Klasse mögliche Veränderungen der inklusionsbezogenen Einstellungen unter Berücksichtigung von Inklusionserfahrungen sowie intrapersonalen Faktoren untersucht werden. Ergebnisse der Studien werden Hinweise über den Effekt des inklusiven Unterrichts sowie über einstellungsrelevante Faktoren geben.

Christina Priert

Thema der Dissertation: „Wie bewerten Schülerinnen und Schüler politische Regulation im Kontext von Klimawandel und COVID-19?“

Sowohl der Klimawandel als auch die Corona-Pandemie stellen die Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Die Bewältigung der Folgen beider globaler Probleme gehört zu den zentralen Aufgaben politischen Handelns. Während bei dem Klimawandel seit über 30 Jahren versucht wird Lösungen zu finden, die dem Wandel entgegenwirken, wurden Entscheidungen rund um die Eindämmung der Pandemie relativ zügig getroffen und konsequent umgesetzt. Gerade im Hinblick auf die Rigidität, mit der Maßnahmen zur Problemeindämmung umgesetzt wurden, stellt sich die Frage, wie junge Menschen diese politischen Regulationen bewerten.

Julia Gehlken (geb. Thürsam)

Thema: „Keiner darf verloren gehen!“ – Eine empirische Studie zum Verhältnis von Schulen in christlicher Trägerschaft zu Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen“

Das Forschungsprojekt unter dem Titel  „Keiner darf verloren gehen!“ – Eine empirische Studie zum Verhältnis von Schulen in christlicher Trägerschaft zu Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen“ untersucht das Verhältnis von Evangelischen Schulen zu Heranwachsenden, die besondere Begabungen aufweisen. Unter der Forschungsfrage soll ermittelt werden, wie sich das christliche Menschenbild auf die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen auswirkt und welche Unterrichtskonzepte sich zur Förderung von Heranwachsenden mit besonderen Begabungen aus dieser Anthropologie ergeben. Das Verhältnis von Anthropologie und Pädagogik in Evangelischen Schulen soll demnach am Beispiel von besonderen Begabungen ermittelt werden.

Das Forschungsvorhaben soll mit Hilfe einer Triangulation von Forschungsmethoden umgesetzt werden. Zu Beginn des Forschungsprojekts steht eine ausführliche Dokumentenanalyse. Das Konstrukt „Hochbegabung“, bedeutsame Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen, Möglichkeiten der Diagnostik von Hochbegabung als auch Kennzeichen und Merkmale des christlichen Menschenbildes sollen an dieser Stelle erläutert werden. Zudem sind leitfadengestützte Experteninterviews sowie teilnehmende Beobachtungen angedacht, um die Forschungsfrage tiefgehend beantworten zu können.

Kira Willms

Thema: Außerschulische Lernorte im Zeitalter der Digitalisierung. Eine wissenschaftliche Erhebung digitaler Angebote zur Vor- und Nachbereitung von Besuchen in deutschsprachigen Schulmuseen mit Schulklassen der Primarstufe und Sekundarstufe I

Sowohl im unterrichtlichen als auch im außerschulischen Bereich verändert sich die Lernwelt von Schüler_innen vom analogen zum digitalen Lernen. Ein Beispiel für außerschulische Lernorte sind Schulmuseen und Heimatmuseen mit Schulstuben. Sie haben ihren thematischen Schwerpunkt auf die historische Entwicklung von Schule und Unterricht gelegt und vermitteln deren Geschichte. Neben Workshops, die Museen für ihre Besucher_innengruppen anbieten, gibt es auch unterschiedliche Angebote, die der Vor- und Nachbereitung eines Besuches dienen. Allerdings stellen längst nicht alle Museen ein digitales Angebot für Lehrer_innen und Schulklassen zur Vor- und Nachbereitung von Museumsbesuchen zur Verfügung, obwohl dieses Material den Vorteil hat, Besucher_innengruppen den Besuch des Museums reizvoller zu präsentieren und ergiebiger werden zu lassen. Damit wäre Lehrkräften die Möglichkeit geboten, ihre Schulklassen gezielter auf die Exkursion vorzubereiten und im Nachhinein diese nachhaltiger zu reflektieren. Ziel der Arbeit ist, im Rahmen einer wissenschaftlichen Erhebung den grundlegenden Stand zur Bereitstellung von digitalen Materialien zur Vor- und Nachbereitung für Schüler_innengruppen der Schulmuseen im deutschsprachigen Raum zu analysieren. Im Rahmen des Dissertationsprojektes werden Portfolios zu den untersuchten Museen, Interviewleitfäden sowie Evaluierungs- und Vorbereitungsbögen für Schulmuseen erstellt, die ihre eigenen digitalen Angebote prüfen möchten.

Sven Weissenborn

Thema: Virtuelle Sektormodelle: Entwicklung und Evaluation einer digitalen Lernumgebung zur Allgemeinen Relativitätstheorie

Dominik Susan

Thema: Demokratiebildung in der Schule – Eine Untersuchung von ausgezeichneten Demokratieschulen

Die Demokratie ist grundlegend für unsere gesamte Gesellschaft. Insbesondere in einer Zeit, in der rechte Bewegungen in vielen Ländern an Bedeutung gewinnen und drohen, die Demokratie zu schwächen, gilt es, bereits möglichst früh demokratische Kompetenzen und Einstellungen zu etablieren und zu stärken. Dafür ist die Schule besonders gut geeignet, da sie die einzige Institution ist, die alle Personen durchlaufen müssen. Allerdings zeigt sich in der Praxis, dass die Demokratiebildung in vielen Fällen nicht die nötige Präsens in den Schulen aufweist, welche die Bedeutung widerspiegeln würde. Um dem entgegenzuwirken, schuf das niedersächsische Kultusministerium eine Auszeichnung, die Schulen würdigen sollte, welche besondere Anstrengungen im Bereich der Demokratiebildung unternehmen. Für die Auszeichnung konnten sich die Schulen bewerben und im September 2021 wurden dann 15 Schulen ausgezeichnet.

In diesem Dissertationsvorhaben sollen diese ausgezeichneten Demokratieschulen untersucht werden. Es soll erarbeitet werden, wie diese Schulen das Vermitteln von demokratischen Kompetenzen und Einstellungen in den Schulalltag integriert haben und erörtert werden, ob diese Konzepte nicht an allen Schulen umgesetzt werden könnten. Dabei soll auch die Auszeichnung kritisch hinterfragt werden. Am Ende soll dann der Schulentwicklungsprozess der Schulen nachvollzogen und bewertet werden.

Um dies zu erreichen, sollen kriteriengeleitete Beobachtungen an den einzelnen Schulen durchgeführt werden. Dadurch soll ein erster Eindruck für die Umsetzung der Demokratiebildung gewonnen werden, welcher dann als Grundlage für die Interviews dient. Diese Interviews sollen mit den beteiligten Personen (Schulleitung, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler etc.) durchgeführt werden, um zum einen ihre Wahrnehmungen und Vorstellungen hinsichtlich der Demokratiebildung an ihrer Schule untersuchen zu können, aber auch um die eigene Wahrnehmung aus den Beobachtungen verifizieren zu können.

Christof Bodenburg

Thema: Wirksamkeit von Bildungsmaßnahmen zum Schutz problematischer Tierarten - eine Interventionsstudie am Fallbeispiel des Aye-ayes in Madagaskar

Das in Madagaskar endemische Aye-aye (Daubentonia madagascariensis) ist der größte nachtaktive Primat der Erde. Sein einzigartiges Aussehen (verlängerter Mittelfinger, nagetierähnliche Schneidezähne, großen Ohren) ist auf Anpassungen an seine hochspezialisierte Ernährung zurückzuführen. Dieses verleiht ihm zwar einen ökologischen Vorteil, sorgt aber auch für seinen schlechten Ruf bei lokalen Communities. Der weit verbreitete Volksglaube besagt, dass das Aye-aye ein gefährlicher Dämon sei und dass Orte, in denen ein Aye-aye auftaucht vom Unglück verfolgt werden. Dieser Aberglaube führt dazu, dass Aye-ayes vielerorts getötet werden und diese Art vom Aussterben bedroht ist. In einer Vorstudie der Universität Hildesheim und der Universität Antananarivo wurde zum ersten Mal festgestellt, dass lokale Landnutzer*innen von der Anwesenheit eines Aye-ayes profitieren, da es Pflanzenschädlinge an Nelkenbäumen und Zuckerrohr frisst. Das Wissen über diese Ökosystemdienstleistung führte zu positiven Einstellungen gegenüber dem Aye-aye und birgt ein großes Potential zur Steigerung seiner lokalen Akzeptanz.

Ziel des Promotionsvorhabens ist es, die Einstellungen lokaler Communities gegenüber dem Aye-aye zu verbessern um die Zahl der getöteten Individuen zu verringern. Gleichzeitig sollen dabei wirksame Ansätze zur Minderung von Mensch-Wildtier-Konflikten identifiziert werden. Dafür werden in Communities rund um den Makira Natural Park im Nordosten Madagaskars erfahrungs- und konzeptbasierte Bildungseinheiten zum Aye-aye durchgeführt und deren Erfolg durch Prä-Post Befragungen evaluiert. Das Promotionsvorhaben findet in enger Kooperation mit der Universität Antananarivo und zwei lokal agierenden Naturschutzorganisationen statt.

Malte Harms

Thema: Wirkung von Kooperationsskripts auf der semistrukturierten, digitalen Lernumgebung „Moodle“ im Rahmen des computerunterstützten kollaborativen Lernens („Computer-supported collaborative Learning“, CSCL)

Das Forschungsvorhaben untersucht die Wirkung von Kooperationsskripts auf der semistrukturierten, digitalen Lernumgebung „Moodle“ im Rahmen des computerunterstützten kollaborativen Lernens („Computer-supported collaborative Learning“, CSCL). Genauer soll betrachtet werden, inwiefern Kooperationsskripts - also externe Vorgaben zur Umsetzung von Lernaktivitäten in kollaborativen Lernsettings – auf die Arbeitsweise der Lerner*innen auf Lernplattformen strukturierend wirken. Besonders von Interesse ist dabei, inwieweit die Wiederherausnahme des eingesetzten, unterstützenden Kooperationsskripts („Fading“) zu einem durch die Lerner*innen selbst festgelegten Zeitpunkt erfolgen kann. Fraglich ist hier nicht nur, ob Lerner*innen den optimalen Zeitpunkt für die Wegnahme der lernunterstützenden Maßnahme gemeinsam treffend bestimmen können, sondern auch ob die durch die vorige Arbeit mit dem Kooperationsskript implementierten Arbeitsweisen auch nach der Arbeit mit dem Skript stabil durch die Lerner*innen fortgeführt werden können.

Assoziierte Promovend_innen des Promotionskollegs Unterrichtsforschung