Laufende Dissertationsvorhaben

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den derzeit laufenden Dissertationsvorhaben des Promotionskollegs „Unterrichtsforschung“.

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Julia Althoff

‚Lehren und Lernen mit Basiskonzepten im Geographieunterricht – Eine DBR-Studie zur Anbahnung des erweiterten Nachhaltigkeitsvierecks‘

Eine Strategie für den Umgang mit komplexen Themen des Fachs Geographie stellt die unterrichtliche Arbeit mit dem Instrument der Basiskonzepte dar. Als ‚Grammatik‘ des Fachs wird Basiskonzepten sowohl für die Lehrenden als auch für die Lernenden ein bedeutsames didaktisch-methodisches Potenzial beigemessen. Ein Beispiel für ein geographisches Basiskonzept ist das Nachhaltigkeitsviereck, dessen großer Stellenwert nicht zuletzt aus der gegenwärtigen gesamtgesellschaftlichen Relevanz des Nachhaltigkeitsgedankens deutlich wird. Die Arbeit mit Basiskonzepten wie dem Nachhaltigkeitsviereck ist im Geographieunterricht gleichwohl noch unzulänglich erforscht, was sich anhand vieler offener Fragen zum Ansatz sowohl seitens der Wissenschaft als auch vonseiten der Praktiker*innen äußert.

Das Dissertationsvorhaben steht unter der Forschungsleitfrage ‚Welche unterrichtlichen Strategien, die der Förderung eines basiskonzeptionellen Verständnisses von Schüler*innen dienen, können am Beispiel des Nachhaltigkeitsvierecks als lokale Theorie basiskonzeptionellen Lehrens und Lernens identifiziert werden?‘. Es wird das Ziel verfolgt, eine lokale Theorie zu basiskonzeptionellem Lehren und Lernen im Geographieunterricht am Beispiel des Nachhaltigkeitsvierecks zu entwickeln. Aus praktischer Sicht soll dafür eine Unterrichtsreihe zur Anbahnung des Basiskonzepts Nachhaltigkeitsviereck konzipiert werden, in deren Entwicklungsprozess zentrale lehr-lernförderliche Facetten der Planung und Durchführung von basiskonzeptionellem Geographieunterricht identifiziert werden.

Dem Projekt liegt methodisch ein Vorgehen nach dem Design-Based-Research-Ansatz zugrunde. So erfolgt die Entwicklung des Unterrichtsdesigns in einem iterativen Ablauf, indem das Design in zwei Zyklen erprobt, auf Grundlage erhobener Daten evaluiert und gemeinsam mit Praktiker*innen symbiotisch optimiert wird.

‚Lehren und Lernen mit Basiskonzepten im Geographieunterricht – Eine DBR-Studie zur Anbahnung des erweiterten Nachhaltigkeitsvierecks‘

Eine Strategie für den Umgang mit komplexen Themen des Fachs Geographie stellt die unterrichtliche Arbeit mit dem Instrument der Basiskonzepte dar. Als ‚Grammatik‘ des Fachs wird Basiskonzepten sowohl für die Lehrenden als auch für die Lernenden ein bedeutsames didaktisch-methodisches Potenzial beigemessen. Ein Beispiel für ein geographisches Basiskonzept ist das Nachhaltigkeitsviereck, dessen großer Stellenwert nicht zuletzt aus der gegenwärtigen gesamtgesellschaftlichen Relevanz des Nachhaltigkeitsgedankens deutlich wird. Die Arbeit mit Basiskonzepten wie dem Nachhaltigkeitsviereck ist im Geographieunterricht gleichwohl noch unzulänglich erforscht, was sich anhand vieler offener Fragen zum Ansatz sowohl seitens der Wissenschaft als auch vonseiten der Praktiker*innen äußert.

Das Dissertationsvorhaben steht unter der Forschungsleitfrage ‚Welche unterrichtlichen Strategien, die der Förderung eines basiskonzeptionellen Verständnisses von Schüler*innen dienen, können am Beispiel des Nachhaltigkeitsvierecks als lokale Theorie basiskonzeptionellen Lehrens und Lernens identifiziert werden?‘. Es wird das Ziel verfolgt, eine lokale Theorie zu basiskonzeptionellem Lehren und Lernen im Geographieunterricht am Beispiel des Nachhaltigkeitsvierecks zu entwickeln. Aus praktischer Sicht soll dafür eine Unterrichtsreihe zur Anbahnung des Basiskonzepts Nachhaltigkeitsviereck konzipiert werden, in deren Entwicklungsprozess zentrale lehr-lernförderliche Facetten der Planung und Durchführung von basiskonzeptionellem Geographieunterricht identifiziert werden.

Dem Projekt liegt methodisch ein Vorgehen nach dem Design-Based-Research-Ansatz zugrunde. So erfolgt die Entwicklung des Unterrichtsdesigns in einem iterativen Ablauf, indem das Design in zwei Zyklen erprobt, auf Grundlage erhobener Daten evaluiert und gemeinsam mit Praktiker*innen symbiotisch optimiert wird.

Britt Ganteför
Sina Gómez Thews

Thema: Der gemeinsame Gegenstand im Chemieunterricht: Zwischen normativem Anspruch und unterrichtlicher Praxis

In der von Feuser vorangetriebenen entwicklungslogischen Didaktik sollen alle Schülerinnen und Schüler im Unterricht kooperativ an einem gemeinsamen Gegenstand arbeiten. Feusers Theorien wurden vielfach aufgegriffen und weiterverarbeitet. Mittlerweile existieren Planungsmodelle für Lehrende, die ihnen die Gestaltung des inklusiven Unterrichts erleichtern sollen und es ermöglichen einen Lerngegenstand in unterschiedlicher Komplexität und mit unterschiedlichen Aneignungsniveaus darzustellen. Unklar ist bislang jedoch, was für die Lernenden der gemeinsame Gegenstand eines solchen Unterrichts darstellt.

Um den gemeinsamen Gegenstand der Schülerinnen und Schüler zu rekonstruieren, wird inklusiver Chemieunterricht in unterschiedlichen Klassenstufen geplant und videografiert. Anschließend werden die Gruppenarbeitsphasen mit der dokumentarischen Methode ausgewertet.

Michelle Wrede (geb. Kieselstein)

Thema: Lernpfade als wirksame informelle BNE-Bildungsangebote im Übergang von Schule – Berufseinstieg

Der Lernpfad ist im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der breiten Öffentlichkeit ein beliebtes informelles Outdoor-Bildungsangebot. Im Wissenschaftsdiskurs über die informelle BNE zeigt er, entgegen zumindest vereinzelten Untersuchungen zu den BNE-Potentialen von Science Centern, Museen und Ausstellungen, eine große Forschungslücke auf. Empirische Untersuchungen zur Eignung und Lernwirksamkeit des Lernpfads für die BNE in Abhängigkeit zu den sozialen Milieus und Altersgruppen blieben bisher gänzlich aus. Vor allem im Bereich des Bildungsübergangs zwischen Schule und Berufseinstieg liegen keinerlei empirische Ergebnisse zum Gestaltungskompetenzerwerb durch informelle Bildungsangebote vor, weshalb dahingehend ein dringender Ergänzungsbedarf besteht.

Diese skizzierte Problematik greift das kumulativ angelegte Dissertationsvorhaben auf. Fragen nach der Eignung des Lernpfads für die differenten sozialen Schülermilieus und Milieus der jungen Erwachsenen sowie nach den BNE-Potentialen des Lernpfads sind dabei erkenntnisleitend, um Rückschlüsse auf die schulisch erlernte und post-schulisch verlernte Gestaltungskompetenz in der Bildungsübergangsphase zwischen Schule und Berufseinstieg zu ziehen. Zudem ist der Lernpfad mithilfe der Forschungsergebnisse als außerschulischer Lernort für alle sozialen Schülermilieus zu implementieren und im Rahmen der BNE eine Qualitätssteigerung der Lehr-/Lernprozesse zu erreichen.

Zur Zielrealisierung findet nach einer literatur- und internetbasierten Bestandsaufnahme von niedersächsischen Themenwegen und ihrer kriteriengeleitet-deskriptiven BNE-Analyse, die den für die weiteren Forschungsaspekte zu untersuchenden Lernpfad festlegt, der Mixed-Methods-approach Ansatz Anwendung. Dieser verzahnt die quantitativen Schülerbefragungen in Form eines Prä-Post-Designs mittels standardisierter kompetenzmessender Fragebögen mit den qualitativen Leitfadeninterviews zum Gestaltungskompetenzerwerb verschiedener sozialer Erwachsenenmilieus durch den Lernpfad. Abschließend steht ein deskriptiv-argumentativer Vergleich der Forschungsergebnisse, um auf Grundlage dieser die Ableitung von inhaltlichen und didaktischen Optimierungsmaßnahmen eines Lernpfads für den Gestaltungskompetenzerwerb der SchülerInnen zu formulieren und die Implementation des Lernpfads als außerschulischen Lernort anzustoßen.

Theresa Kruse

Thema: Das Erlernen der mathematischen Fachsprache der Graphentheorie durch Lehramtsstudierende mithilfe eines elektronischen Wörterbuches

Die Präsenz von Smartboard, Laptops und Smartphones in den Klassenräumen eröffnet neue Möglichkeiten und kann Auswirkungen auf das Lernen haben.

In diesem Dissertationsprojekt soll die Verwendung von elektronischen Wörterbüchern im Bereich der Mathematik untersucht werden, genauer im Teilgebiet der Graphentheorie: Unterstützt die Verwendung eines elektronischen Wörterbuches die Herausbildung fachsprachlicher Textproduktionskompetenzen? Und wenn ja: wie?

Um valide Ergebnisse zu erzielen, muss das Wörterbuch an die Bedürfnisse der Nutzenden angepasst sein. Deshalb soll hier ein Wörterbuch für die potenzielle Zielgruppe, Studierende der Mathematik für das Lehramt an Grundschulen, mit Methoden des user-centered design erstellt und dabei ein Verfahren entwickelt und dokumentiert werden, wie sich solche Wörterbücher auch für andere mathematische Bereiche weitgehend automatisiert erstellen lassen.

Die Arbeit mit den Studierenden ist notwendig, da Graphentheorie zur Zeit kein Gegenstand der Lehrpläne in niedersächsischen Schulen ist. Möglichkeiten zur Integration von Graphentheorie im Grundschulunterricht wurden jedoch schon untersucht.

Eine Evaluation der Wörterbuchnutzung erfolgt anhand von Abschluss- und Hausarbeiten in der Graphentheorie. Dafür wird der Gebrauch mathematischer Termini vor und nach Nutzung des Wörterbuches analysiert.

Von dem Dissertationsprojekt sind neue Erkenntnisse für die Hochschuldidaktik im Bereich der Mathematik sowie für die Theorie von Fachwörterbüchern zu erwarten.

Lisa-Marie Hestermann (geb. Penney)

Thema: Bedingungen und Merkmale von Unterrichtsqualität im Fach Sachunterricht

Der Sachunterricht ist neben Deutsch und Mathematik ein Kernfach in der Grundschule. Vergleichsweise ist die Didaktik des Sachunterrichts eine relativ junge Disziplin. Dennoch liegen zahlreiche theoretische und konzeptionelle Grundlagen und Arbeiten zum Sachunterricht vor.

Die Qualitätsentwicklung von Unterricht bzw. die Diskussion um die Unterrichtsqualität wurde Anfang des Jahrtausends durch internationale Schulleistungsuntersuchungen entfacht und ist nach wie vor aktuell. Während zur Unterrichtsentwicklung und zu allgemeinen Merkmalen der Unterrichtsqualität eine Vielzahl an Forschungsergebnissen vorliegt, existieren (noch) keine evidenzbasierten fachspezifischen Merkmale von Unterrichtsqualität für das Fach Sachunterricht. In diesem Dissertationsprojekt sollen die theoretischen und konzeptionellen Grundlagen zum Sachunterricht sowie die Ergebnisse der Forschung zur Unterrichtsqualität zusammengeführt werden. Das Erkenntnisinteresse besteht darin, Merkmale und Bedingungen für die Unterrichtsqualität im Sachunterricht auszumachen, um Zusammenhänge und Erklärungen für die Gestaltung guten Sachunterrichts herauszuarbeiten. Für das Forschungsvorhaben kann sich unterschiedlicher Methoden der qualitativen Forschung bedient werden. Denkbar ist ein Zugriff über die Methode der Videografie. Aussichtsreich scheint zudem ein triangulatives Vorgehen, in dem ergänzend zu den Unterrichtsaufzeichnungen die Lehrpersonen und die Schülerinnen und Schüler in Leitfadeninterviews befragt werden.

Denise Pernot

Thema: Untersuchung inklusionsbezogener Einstellungen von Kindern der vierten Grundschulklassen

In einer ersten querschnittlichen Untersuchung sollen hierzu die Einstellungen von Viertklässler*innen zu Inklusion durch einen im Rahmen der Dissertation überarbeiteten Fragebogen erfasst werden. Neben inklusionsbezogenen Einstellungen sollen dabei auch vorgängige Inklusionserfahrungen sowie intrapersonale Faktoren wie beispielsweise Empathie und Perspektivenübernahme der Kinder erhoben werden, um mögliche Zusammenhänge zu den Einstellungen zu untersuchen. Eine zweite querschnittliche Untersuchung soll die Befunde der ersten Erhebung replizieren und ermöglicht darüber hinaus einen Vergleich beider Kohorten. Optional sollen in einem längsschnittlichen Design über den Zeitraum des Schulwechsels von der vierten zur fünften Klasse mögliche Veränderungen der inklusionsbezogenen Einstellungen unter Berücksichtigung von Inklusionserfahrungen sowie intrapersonalen Faktoren untersucht werden. Ergebnisse der Studien werden Hinweise über den Effekt des inklusiven Unterrichts sowie über einstellungsrelevante Faktoren geben.

Christina Priert

Thema: Orientierungen von Jugendlichen im Bereich Nachhaltigkeit. Wirksamkeit des systematischen Einsatzes von Reflexionsphasen im naturwissenschaftlichen Unterricht

Bei dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden im schulischen Kontext zentrale Zukunftsprobleme wie der Klimawandel oder die Ressourcennutzung in den Fokus genommen, damit unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer, sozialer und kultureller Aspekte eine kritische Auseinandersetzung sowie eine intra- und intergenerationell gerechte Entscheidungsfindung stattfinden soll. Hierbei wird von einem erweiterten Verständnis des bestehenden Konzepts von Bewertungskompetenz, bei dem auch intuitive und habituelle Entscheidungsprozesse herangezogen werden, ausgegangen. In einer Feldstudie soll in konkreten nachhaltigkeitsrelevanten Kontexten die Wirksamkeit einer Reflexion von Entscheidungen unter Berücksichtigung intuitiver Anteile und vorhandener Orientierungen der Schülerinnen und Schülern erforscht werden.

Julia Gehlken (geb. Thürsam)

Thema: „Keiner darf verloren gehen!“ – Eine empirische Studie zum Verhältnis von Schulen in christlicher Trägerschaft zu Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen“

Das Forschungsprojekt unter dem Titel  „Keiner darf verloren gehen!“ – Eine empirische Studie zum Verhältnis von Schulen in christlicher Trägerschaft zu Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen“ untersucht das Verhältnis von Evangelischen Schulen zu Heranwachsenden, die besondere Begabungen aufweisen. Unter der Forschungsfrage soll ermittelt werden, wie sich das christliche Menschenbild auf die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen auswirkt und welche Unterrichtskonzepte sich zur Förderung von Heranwachsenden mit besonderen Begabungen aus dieser Anthropologie ergeben. Das Verhältnis von Anthropologie und Pädagogik in Evangelischen Schulen soll demnach am Beispiel von besonderen Begabungen ermittelt werden.

Das Forschungsvorhaben soll mit Hilfe einer Triangulation von Forschungsmethoden umgesetzt werden. Zu Beginn des Forschungsprojekts steht eine ausführliche Dokumentenanalyse. Das Konstrukt „Hochbegabung“, bedeutsame Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen, Möglichkeiten der Diagnostik von Hochbegabung als auch Kennzeichen und Merkmale des christlichen Menschenbildes sollen an dieser Stelle erläutert werden. Zudem sind leitfadengestützte Experteninterviews sowie teilnehmende Beobachtungen angedacht, um die Forschungsfrage tiefgehend beantworten zu können. Die Erkenntnisse, die aus diesem Forschungsvorhaben gewonnen werden, können zukunftsweisende sowie innovative Impulse in Hinblick auf die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Begabungen leisten.

Kira Willms

Thema: Außerschulische Lernorte im Zeitalter der Digitalisierung. Eine wissenschaftliche Erhebung digitaler Angebote zur Vor- und Nachbereitung von Besuchen in deutschsprachigen Schulmuseen mit Schulklassen der Primarstufe und Sekundarstufe I.

Sowohl im unterrichtlichen als auch im außerschulischen Bereich verändert sich die Lernwelt von Schüler_innen vom analogen zum digitalen Lernen. Ein Beispiel für außerschulische Lernorte sind Schulmuseen und Heimatmuseen mit Schulstuben. Sie haben ihren thematischen Schwerpunkt auf die historische Entwicklung von Schule und Unterricht gelegt und vermitteln deren Geschichte. Neben Workshops, die Museen für ihre Besucher_innengruppen anbieten, gibt es auch unterschiedliche Angebote, die der Vor- und Nachbereitung eines Besuches dienen. Allerdings stellen längst nicht alle Museen ein digitales Angebot für Lehrer_innen und Schulklassen zur Vor- und Nachbereitung von Museumsbesuchen zur Verfügung, obwohl dieses Material den Vorteil hat, Besucher_innengruppen den Besuch des Museums reizvoller zu präsentieren und ergiebiger werden zu lassen. Damit wäre Lehrkräften die Möglichkeit geboten, ihre Schulklassen gezielter auf die Exkursion vorzubereiten und im Nachhinein diese nachhaltiger zu reflektieren.
Ziel der Arbeit ist, im Rahmen einer wissenschaftlichen Erhebung den grundlegenden Stand zur Bereitstellung von digitalen Materialien zur Vor- und Nachbereitung für Schüler_innengruppen der Schulmuseen im deutschsprachigen Raum zu analysieren. Im Rahmen des Dissertationsprojektes werden Portfolios zu den untersuchten Museen, Interviewleitfäden sowie Evaluierungs- und Vorbereitungsbögen für Schulmuseen erstellt, die ihre eigenen digitalen Angebote prüfen möchten bzw. beabsichtigen, digitales Material für die unterrichtliche Vor- und Nachbereitung zu erarbeiten.

Sven Weissenborn

Thema: Virtuelle Sektormodelle: Entwicklung und Evaluation einer digitalen Lernumgebung zur Allgemeinen Relativitätstheorie

1915 veröffentlichte Albert Einstein seine Arbeiten zur Allgemeinen Relativitätstheorie und stellte, Isaac Newton widersprechend, die Theorie auf, dass Gravitation keine Kraft, sondern das Resultat der Geometrie der Raumzeit ist. Diese fundamentale Theorie hält, trotz ihrer Relevanz für Wissenschaft und Technik, jedoch kaum Einzug in die moderne Schullandschaft. Diesem Missstand begegnend wird am hiesigen Institut für Physik ein Zugang entwickelt, der Einsteins geometrische Beschreibung von Raum und Zeit ohne komplexe Mathematik für Schülerinnen und Schüler verständlich aufbereitet. Mit Stift und Lineal konstruieren die Lernenden Geodäten auf sogenannten Sektormodellen aus Papier, die die Geometrie der gekrümmten Raumzeit maßstabsgetreu abbilden. Mit diesen Modellen lassen sich Phänomene wie die Lichtablenkung in der Nähe massereicher Objekte oder die gravitative Rotverschiebung erklären.

Im Rahmen des Design-Based Research-Ansatzes wird in diesem Dissertationsvorhaben der modellbasierte Zugang aufgegriffen und um neue, virtuelle Komponenten erweitert. Zyklen aus theoriebasierter Entwicklung und empirischer Evaluation verfolgen das Ziel der Bereitstellung einer für die Schule geeigneten digitalen Lernumgebung. Für die Entwicklung geeigneter Materialien werden explorative und systematisierende Experteninterviews mit Lehrkräften durchgeführt.

Die Lernwirksamkeit überprüfend wird auf die Methode der Akzeptanzbefragung nach Jung (1992) zurückgegriffen.

Münden soll der Forschungsprozess in einer Feldstudie, in der die entwickelten Applikationen im Unterricht von Lehrkräften verwendet werden.

Assoziierte Promovend_innen des Promotionskollegs Unterrichtsforschung

  • Steffen Albach:  Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu Politik
  • Kris-Stephen Besa:  Die Entwicklung der Studien- und Berufswahlmotivation von Lehramtsstudierenden   in Praxisphasen
  • Maren Böhmer:  Implementation von Bildung für Nachhaltige Entwicklung in die Lehrerbildung - eine   empirische Studie
  • Simone Depner: Die Bedeutung der Gesprächsdramaturgie für literarische Lernprozesse im Deutschunterricht
  • Timo Habedank:  Resilienz als Ressource und ihre Förderungsmöglichkeiten durch Sport und Bewegung
     
  • Linda Hennig: Mentale Repräsentationen im Schulsport. Zur Entwicklung und Bedeutung perzeptuell-kognitiver Bewegungsstrukturen von Lehrenden und Lernenden im Kontext von Unterrichtsprozessen
  • Carolin Just: Kumulative Effekte von Schulpraktika? Kompetenzerweiterung Lehramtsstudierender vom Allgemeinen Schulpraktikum zum Fachpraktikum
     
  • Revert Klattenberg: Die Funktionen von Lehrerfeedback in Lehrer-Schüler-Interaktionen im Englischunterricht. Eine gesprächsanalytische Studie
     
  • Maren Koberstein-Schwarz: Förderung fachspezifischer Unterrichtsplanungskompetenzen durch isolierte Planungsaufgaben - eine qualitative Analyse von Interventionseffekten.
  • Katharina Ponto:  Auswirkungen kommunikativer Unterrichtsprinzipien im englisch- und deutschsprachigen Unterricht
  • Annabell Ringel:  Die Möglichkeiten einer Professionalisierung des Lehrerberufs durch Bildung für nachhaltige Entwicklung.
  • Isabel Rink:  Barrierefreie Rechtskommunikation 
  • Bianca Strutz:  Zum Umgang mit Bildlichkeit in der Sekundarstufe
  • Mario Voß:  Sprachbewusstheit und Kasus
  • Sina Wemme:  Wissenschaftlicher Habitus von angehenden Sportlehrkräften. Eine Rekonstruktion von Bildungsbiographien im Kontext von Lehrerbildungsforschung
  • Gianna Wilm:  Sportunterrichtliche Inszenierungen aus der Genderperspektive
     
  • Melissa Windler: Graphentheoretische Konzepte als alternative Grundlage im Mathematikunterricht der Grundschule.
  • Jana Winnefeld:  Task-based Language Learning an bilingualen Montessori-Grundschulen