Frauen in MINT-Fächern

Herzlich Willkommen auf der digitalen Seite des Projektes „Frauen in MINT-Fächern“

In Ihrem Leitbild bekennt sich die Stiftung Universität Hildesheim ausdrücklich zur Gleichstellung von Frauen, Männern, sowie von Menschen unterschiedlicher sozialer, ethnischer und religiöser Herkunft. Maßnahmen zur Herstellung von Gleichstellung werden durch das Gleichstellungsbüro koordiniert und über die im Gleichstellungsbüro angegliederten Projekte unterstützt.

Gleichstellungsarbeit geht über eine reine Frauenförderung hinaus. Es geht um das Aufbrechen alter und nach wie vor wirkmächtiger Stereotype (spezifische, soziale Zuschreibungen) über Geschlecht, die Frauen und Männer betreffen, aber genauso werden Kategorien wie Sexualität, Alter, Herkunft und Religion mitgedacht.

Bei der Gleichstellung geht es also um nichts weniger als um die Herstellung von Chancengerechtigkeit!

Das Herzstück im Projekt „Frauen in MINT-Fächern“ (MINT= Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) bilden analoge, gendersensible Maßnahmen, welche auf den folgenden Zielen und Handlungsfeldern basieren:

1. Erhöhung der Zahl weiblicher Studierender in den Fächern mit erheblich niedrigeren Frauenanteil

Ein explizites Arbeitsfeld des Gleichstellungsbüros der Universität Hildesheim und seiner Projekte ist dabei, die Berufs- und Studienwahloptionen von jungen Frauen und Männern zu erweitern. Das Projekt „Frauen in MINT-Fächern“ zielt, ebenso wie das Projekt „Männer und Grundschullehramt“, auf eine Geschlechterparität in Fächern, die als „typisch männlich“ (z.B. Informationstechnologie) oder eben als „typisch weiblich“ (z.B. Grundschullehramt) gelten. Für dieses Handlungsfeld wurde in Kooperation mit dem Dekanat des Fachbereiches 4 der TASTE IT-Tag initiiert, ein Studieninformationstag für Schüler_innen* ab Klasse 10.

Zusätzlich gibt es mit dem Uni Info Tag die Möglichkeit die Universität außerhalb der üblichen Infotage kennenzulernen und Uniluft zu schnuppern. Besonders stolz sind wir auf unsere Ausstellung Studium mit Zukunft, welche 2015 feierlich eröffnet worden ist. Sie stellt die Fächer Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement und Informationstechnologie vor. Die Ausstellung kann ausgeliehen werden und eignet sich für Projekt- und Berufsorientierungstage an weiterführenden Schulen für die Klassen 9-13.

2. Strukturelle Veränderungen in MINT-Fächern: Reform von Lehr- und Lernformen sowie Studieninhalten (Gendering) und präventive Maßnahmen zur Erhöhung der Studienmotivation als auch zur Unterstützung eines erfolgreichen Studienabschlusses

Die Reform der Lehr- und Lernformen bildete im Projekt „Gender in der Lehre“ den Schwerpunkt. Hieraus ist der virtuelle Reader „Genderkompetenz in den MINT-Fächern“ hervorgegangen.Das Projekt Frauen in MINT-Fächern möchte diesen Ansatz der strukturellen Reform weiterführen.

Neu hinzugekommen sind die IT-Tandems. Dahinter verbirgt sich ein Mentoring-Programm welches darauf zielt, Studentinnen in der Studieneingangsphase zu unterstützen und einem frühen drop out (Studienabbruch) entgegenzuwirken.

 Mehr Informationen zum Projekt und über das Thema Frauen in MINT Fächern finden Sie auf der Seite Projekthintergrund.

 

*Das Bekenntnis zur proaktiven Förderung der Gleichstellung zieht auch den Gebrauch geschlechtergerechter Sprache nach sich. Sprache ist kein neutrales Werkzeug, sondern ein Abbild gesellschaftlicher Normen, Werte und Stereotype. Sprache prägt also unsere Wahrnehmung und schafft Realitäten. Auf dieser Seite wird daher das sog. gender gap bzw. der Unterstrich verwendet. Im Gegensatz zum bekannteren Binnen I (SchülerInnen) symbolisiert die Leerstelle Raum für Personen, welche sich in einem zweigeschlechtlichen System nicht wiederfinden, z.B. inter- oder transsexuelle Menschen.

Quelle: Antje Kirschning, Frauenbeauftragte der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin: Leitfaden für Geschlechtersensible Sprache.