Sommerschule 2013

Die Computer Sommerschule der Universität Hildesheim und der Firma iProCon fand vom 30. Juli - 02. August 2013 statt.
Die gut 70 Plätze der vier Kursen waren schnell ausgebucht:

  • Kurs 1: Safari im Internet-Dschungel
    Jeder PC hat heute Internetanschluss und im Internet gibt es alles – aber wo? Nach diesem Kurs wisst ihr, wie und mit welchen Suchwerkzeugen man die gesuchten Informationen findet und wo die Gefahren lauern.
  • Kurs 2: Visuelles Programmieren mit Scratch
    Programmieren ist kompliziert und nur etwas für Computer-Profis? Stimmt nicht - mit der Programmiersprache Scratch erstellst Du auch als Computer-Einsteiger schnell erste Programme mit animierten Spielfiguren und Klangeffekten. Computer-Erfahrungen sind für diesen Kurs nicht nötig - hier gilt: Wer lesen kann, kann auch Programmieren!
    Geeignetes Alter: 8-13 Jahre
  • Kurs 3: Programmieren mit Java
    Java ist eine Insel im indischen Ozean, aber auch eine weithin bekannte Programmiersprache. Mit dieser Sprache werden wir schnell ein zunächst einfaches Zeichenprogramm erstellen. Von da aus werden wir uns Schritt für Schritt weitere Programmfunktionen und damit auch Eigenschaften von Java erarbeiten. Java selbst und die Entwicklungsumgebung bzw. der Quelltexteditor sind frei im Internet erhältlich.

  • Kurs 4: Robotik - Maschinelles Lernen in der Praxis
    Roboter sind Maschinen, die selbständig Aufgaben durchführen. Mit maschinellem Lernen können sich Roboter Intelligenz aneignen. In diesem Kurs werden wir in mehreren kleinen Gruppen Lego-Mindstorms-Roboter bauen und programmieren.

Pressebericht in der Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 06.08.2013

Mission Computerwissen

60 Schüler besuchen die Computer-Sommerschule - und programmieren nach wenigen Tagen

 


Stephan Kreuzkam vom Institut für Mathematik und Angewandte Informatik hilft den Zwillingen Simon und David Wolters mit Scratch

Hildesheim (he). "In jedem Raum wartet eine andere Mission auf den Spieler", sagt der zwölfjährige Simon Hostmann und zeigt auf den Bildschirm. Dort sieht man, wie ein kleines Wesen namens Globo in einem Wohnzimmer umherläuft -  und nebenbei in Sprechblasen das Spielprinzip erklärt. Wer Globos Anweisungen liest, ahnt: Dieses Spiel hält zahlreiche Abenteuer bereit. Ein Klick auf das Zimmerfenster genügt - und Globo steht draußen auf einer Straße. "Hier muss der Spieler dann blaue und rote Geister fangen", sagt Simon. Bislang geht das aber nicht. Simon muss diese Stelle erst noch programmieren. Gemeinsam mit seinem ebenfalls zwölf Jahre alten Freund Simon Dedroogh arbeitet er seit etwas mehr als zwei Tagen an dem Computerspiel "Die Trooper". Die beiden besuchen zusammen den Kurs "Visuelles Programmieren mit Scratch" an der Computer-Sommerschule der Uni Hildesheim.

Ein Ferienprogramm, das in Hildesheim bereits Tradition hat: 1999 von einem ehemaligen Studenten der Universität gegründet, gab es die Sommerschule mit Ausnahme des Jahres 2001 bislang in jedem Jahr. Etwa 700 Schüler haben dort Neues über den Umgang mit Computern und Software gelernt oder ihr bestehendes Wissen vertieft. Auch in diesem Jahr standen verschiedene Kurse zur Wahl: Neben der Einführung in Scratch gehörten eine "Safari im Internet-Dschungel", Programmieren mit Java und ein Robotik-Kurs zum Programm.

Das ist zwar schon immer umfangreich. Die Inhalte haben sich jedoch im Laufe der Jahre verändert: Im Jahr 2002 noch wurde eine Einführung in Word und Windows angeboten. Heute setzen die Veranstalter solches Wissen bei Kindern voraus. Zu Recht, findet Stephan Kreuzkam, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mathematik und Angewandte Informatik: "Die meisten Schüler beschäftigen sich in ihrer Freizeit viel mit Computern und kennen die Grundlagen gut." Dass sie im Rahmen der Computer-Sommerschule visuelles Programmieren lernen, sei deshalb sinnvoll "Unser Alltag wird immer mehr von elektronischen Anwendungen bestimmt. Da ist es gut, wenn man auch versteht, was dahinter steckt."

 


Simon Derdrogh und Simon Hostmann testen ihr selbstgeschriebenes Computerspiel


Für ein solches Verständnis scheint sich die kostenlose Anwendung Scratch bestens zu eignen: Statt auf komplizierte Programmiersprache, setzt die Software auf das Prinzip des ,,Drag and Drop'', zu Deutsch: Ziehen und Ablegen. Die Kinder ziehen bunte Kästchen mit Befehlen in ein Feld und legen sie dort zu einer Befehlskette zusammen. Wer etwa möchte, dass seine Spielfigur zur Seite läuft, zieht den entsprechenden Befehl in das Feld und bestimmt dann dessen einzelne Variablen: zum Beispiel Dauer und Richtung. So programmieren die Kinder ganz alleine Spiele oder Anwendungen - ohne, dass sie "an einem falsch gesetzten Semikolon scheitern", wie Kreuzkam erklärt. Bei einer "echten" Programmiersprache kann so etwas nämlich schnell passieren.

Simon und Simon bereitet die kreative Puzzelei ungeheuren Spaß: Sie arbeiten freiwillig ihre Trinkpausen durch. "Dieses Spiel gehört eigentlich nicht zu unseren Aufgaben, aber wir nutzen jede freie Minute, um es weiter zu programmieren." Auf die beiden warten einfach noch zu viele Missionen, als dass sie zwischendurch aufhören könnten.

Pressebericht im huckup vom 27.05.2013

250 Angebote für einen tollen Sommer

Ferienprogramm der Stadt ab sofort erhältlich


 
Vorstellung des neuen Ferienpass-Programms mit Kindern und Organisatoren.

HILDESHEIM. Ab sofort ist das Ferienprogramm der Stadt Hildesheim erhältlich: Darin finden sich über 250 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche von fünf bis 16 Jahren. "Die Jugendpflege der Stadt hat mit insgesamt 84 Kooperationspartnern auch im 41. Jahr ein tolles Angebot zusammengestellt. Viele der Projekte und Kurse können kostenlos oder sehr preisgünstig besucht werden", warb Oberbürgermeister Kurt Machens im Rahmen der Vorstellung des Programms.
Die Stiftung Universität Hildesheim ist in diesem Jahr gleich mit sieben Kursen im Ferienpass vertreten: Neben den Angeboten der Computer- Sommerschule gibt es Kurse zum Thema "Mobilität", Wissenswertes zu der Zeit "Als Oma zur Schule ging" und "Experimentieren an der Uni". Auch die Computer- Sommerschule der Uni kann bereits auf eine längere Tradition zurückblicken und wird gut angenommen: "Bereits seit 1999 bieten wir Schülern in den Ferien die Möglichkeit, ihre PC-Kenntnisse zu vertiefen. Manche wollen gar nicht nach Hause gehen. Der Erfolg über einen so langen Zeitraum zeigt, dass wir richtig liegen", berichtet Organisator Dr. Felix Hahne.
Doch der Ferienpass bietet noch viel mehr: Analog zum Themenjahr der Stadt gibt es extra viele Sportangebote, bei denen man sich richtig auspowern kann. Ob Fußball, Judo oder Tanzen - das Motto Bewegung wird groß geschrieben. Auch drei Kurse rund um das beliebte Thema "Fledermäuse" sind im Programm. Darüber hinaus bieten einige Freizeiteinrichtungen wie der in der Druckversion leider nicht aufgeführte Indoorspielplatz Jim und Jimmy ganz klassisch ermäßigten oder wie die Hildesheimer Minigolfanlagen sogar kostenfreien Eintritt.
Meike Biskup (Jugendpflege Stadt Hildesheim) weist auf zwei ganz besondere Angebote hin: "Ich freue mich sehr, dass wir mit der Krea(k)tiv- Baustelle auf dem Aktivspielplatz und der Zirkuswoche im KJD kostengünstig zwei mehrtägige Veranstaltungen im Programm haben, die gerade für berufstätige Eltern eine Entlastung darstellen."
Anmeldungen für das Ferienprogramm sind ab sofort online möglich. Auch der Verkauf der Ferienpässe, die als Eintrittskarten zu den Veranstaltungen benötigt werden, hat begonnen: Für 4,50 Euro ist der Ferienpass an der Infostelle der Stadt (Markt 2) sowie bei der Sparkasse und der Volksbank erhältlich.
Im Internet kann man das Programm einsehen unter www.ferienprogramm-hildesheim.de Ferienprogramm der Stadt ab sofort erhältlich.