Computer-Sommerschule 2005

Vom 15.-18. August 2005 fand an der Universität Hildesheim die Computer-Sommerschule 2005 statt. Veranstalter waren die Universität und Firma iProCon.

Angeboten wurden drei Kurse; hier die Ankündigungen aus dem Ferienpass der Stadt Hildesheim:

  • Kurs 1: Safari im Internet-Dschungel
    Jeder PC hat heute Internetanschluss und im Internet gibt es alles - aber wo? Nach diesem Kurs wisst ihr, wie und mit welchen Suchwerkzeugen man die gesuchten Informationen findet. Dieser Kurs richtet sich an Einsteiger.
  • Kurs 2: Digitale Fotografie und Bildbearbeitung
    Inzwischen werden deutlich mehr digitale als "normale" Kameras verkauft und selbst mit Handys kann man fotografieren. Hier lernt ihr, wie man das meiste aus seiner Digitalkamera herausholt, wie man die Bilder danach am Rechner weiterbearbeitet, wie man sie ausdruckt und wie man Bilder im Labor online bestellt. Erfahrungen im Umgang mit Windows werden vorausgesetzt. Eigene Kameras bitte mitbringen!
  • Kurs 3: Programmieren in Java
    Java ist die populärste Programmiersprache der Welt, die auf allen Rechnersystemen verfügbar ist. Gezeigt wird die Entwicklung von Java-Applets, die man in seine eigenen Internetseiten einbauen kann. Wer sich für diesen Kurs anmeldet, sollte schon etwas Erfahrung mit Windows haben!

Artikel aus der Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 22.08.05:

Mit 15 schon Uni-Dozent
Kinder lernen Computer und Digitalfotografie kennen

(ph) Marius und Adrian Lehne sind gerade 15 und schon Dozenten an der Universität Hildesheim, an der sie bereits drei Mal waren. So etwas gibt es nur in der Sommerschule und nur, wenn man gut darin ist, anderen Kindern und Jugendlichen die Programmiersprache „Java“ beizubringen. Rund 60 Schüler aus Hildesheim lernen jetzt an der Sommerschule im Institut für Betriebswirtschaft der Universität Themen rund um den Computer. Reihenweise stehen die Computer in dem Raum im Gebäude Samelsonplatz. Die Studenten sind in den Ferien, jetzt sitzen weitaus jüngere Semester vor den Bildschirmen. Sie haben zwar auch Ferien, verbringen die aber ein paar Tage lang mit Java, Internet und Digitalkameras. Maximilians Bildschirm ist mit Zahlen bedeckt. Statt bunte Bildchen anzusehen oder Spiele zu testen, tastet der Junge Zahlenreihen. „Hier hast du eine Klammer vergessen. Wenn du die hinschreibst, klappt es,“ informiert ihn Marius. Der ist auch gerade erst 15, aber fit im Programmieren mit der weltweit gültigen Computersprache „Java“. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Adrian gibt er die Kenntnisse gern an die Teilnehmer weiter, von denen einige sogar älter sind als sie selbst. Mit den Lernfortschritten seines Seminars ist er zufrieden. „Sicher bekommen wir eine kleine Animation für eine Webseite hin, wenn es gut läuft, auch ein eigenes Spiel,“ sagt er. Programmieren für Kinder – ist das nicht ein bisschen viel? Adrian: „Java ist eigentlich ganz leicht, man muss eben nur logisch denken.“Das erzählen auch Tina Roland und Marcel Minke ihrem Seminar ein paar Räume weiter. Sie nehmen die Kinder mit auf „Internet-Safari“. Wobei sie ihnen nicht nur erklären, wie das Ganze überhaupt funktioniert, wie man sich eine E-Mail-Adresse besorgt, mit Suchmaschinen umgeht und für Hausaufgaben recherchiert, auch die wilden Tiere kommen im Kursus vor: Das Internet ist ja nicht ganz ungefährlich für Kinder. „Sie kommen mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen zu uns. Darum ist es gut, dass wir zu zweit sind“ sagt Marcel Minke, selbst Student an der Universität. Philipp Gutheim bietet das Thema digitale Fotografie an. Nach der Vermittlung theoretischer Grundlagen hat er sich einen Profi als Gastdozenten geholt: Der HAZ-Fotograf Andreas Hartmann hat auch gleich seine Profi-Ausrüstung mitgebracht. Schwingt die schwere Kamera an der Spitze einer Stange locker durch den Raum, gibt Tipps zu Bildauswahl, Bildbearbeitung und Kameratechnik. Dass ein gutes Objektiv mit optischem Zoom wichtiger ist als riesige Pixelmengen und Digitalzoom – die Kinder wissen das jetzt. Fragen wie „Kann man die Speicherkarte auch am Wechseldatenträger über Windows formatieren?“ bringen den Profi ebenso wenig aus der Fassung wie die, was er eigentlich macht, wenn mal ein Bild nichts geworden ist. Die Teilnehmer haben ihre eigenen Fotos ausgedruckt, sie aber auch von einer Firma belichten lassen. Und sie haben bei der Sommerschule der Uni so viel gelernt, dass sie allen anderen Schülern dort die Teilnahme-Urkunden mit selbst geschossenen Portrait-Fotos verzieren konnten. Dr. Felix Hahne, der die Sommerschule organisiert, ist mit der Aktion zufrieden. Gesponsert wird sie von einem ehemaligen Studenten, der als einer der Geschäftsführer der Firma iProCon seiner alten Uni verbunden bleibt. Und dafür, dass auch technisch alles läuft, sorgte auch in diesem Jahr

Gemeinsames Motiv: Fotoprofi Andreas Hartmann zeigt den Schülern, wie man mit einer Digitalkamera umgeht. Fotos: P. Hartmann