Computer-Sommerschule 2004

Computer-Sommerschule 2004

Die Uni Hildesheim und Firma iProCon veranstaltete in den Sommerferien vom 09.-12. August 2004 eine Computer-Sommerschule für Schülerinnen und Schülern aus der Region Hildesheim.

Schrauberkursus führt zum Prozessor-Diplom

Zum dritten Mal Computer-Sommerschule für Schüler an der Universität Hildesheim

(Artikel in der Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 19.08.04)
(ska) „So sieht mein Taschengeldkonto aus“, sagt Daniel und zeigt auf den Computerbildschirm. In einer Tabelle koordiniert der Elfjährige, wann er wieviel Taschengeld bekommt - diese Spalte ist blau - und wofür er es wieder ausgibt, in Rot. Wieviel noch übrig ist, erscheint in der letzten Spalte. Per Mausklick kann er sich die Übersicht sogar in verschiedenen Diagrammen anzeigen lassen.

Daniel nimmt am Einsteiger-Kursus der Computer-Sommerschule teil. Dabei ist er gar kein Anfänger mehr, sondern kennt sich schon gut mit der Benutzeroberfläche des Betriebssystems MS Windows aus. Kerstin Bach und Anne Bollig erklären Daniel und den anderen Teilnehmern nicht nur, wie sie ein Taschengeldkonto anlegen können. Auch wie man einen Brief mit Word schreibt und wie eine Suchmaschine im Internet funktioniert, bringen die Informationsmanagement- und Informationtechnologie-Studentinnen den Schülern bei.

Die Idee dazu stammt von einem ehemaligen Studenten. Christian Lübke schloss bereits 1994 sein Studium ab. Heute führt der Informatiker eine Computerfirma und möchte „seiner alten Uni etwas Gutes tun“. Er ermöglichte jetzt zum dritten Mal die Sommerschule in den Uni-Computerräumen am Samelsonplatz. 45 Kinder haben sich in diesem Jahr zu den drei verschiedenen Kursen angemeldet. Dabei geht es auch ins Detail. Im „Schrauber-Kursus“ nehmen die jungen Bastler die Rechner auseinander. Anschließend werden sie wieder zusammengebaut. Für Justus ist das ein leichtes Spiel. Dazu zieht er nicht mal seine Inliner aus, sondern rollt mit dem Schraubendreher in der Hand um den Rechner herum. Ein paar Handgriffe, schon hat er den Prozessor freigelegt.

Dr. Felix Hahne, Organisator der Sommerschule und Uni-Dozent, hofft, dass die Rechner das Prozedere lange überleben. „Im letzten Jahr ist mal ein Netzteil in die Luft geflogen“, erinnert sich Hahne. Damit solche Malheure nicht öfter vorkommen, haben die Studenten Christoph Peschel und Carsten Schöver ein wachsames Auge auf die werkelnden Schüler. Ist die Schrauberei vorbei, werden die Computer vernetzt und quasi als Bonbon gibt es eine Netzwerkparty. Am letzten Tag erhalten alle das so genannte Prozessor-Diplom.

„Die Schüler sind alle sehr motiviert“, lobt Johannes Stolte. Er leitet den Fortgeschrittenen-Kursus. Bei ihm lernen die Teilnehmer, mit der Skriptsprache PHP dynamische Webseiten zu erstellen. „Damit kann man Gästebücher und Bilddatenbanken erstellen“, erklärt der Jungstudent.

Viele der Jungen im Kursus kennt er schon vom letzten Jahr. Wie Torben Kassebom. Der 17-Jährige assistiert dem Dozenten während der Übungsstunden.

Jonathan lernt im Fortgeschrittenen-Kursus, Bilddateien zu erstellen
Für Justus ein Kinderspiel: In Null-Komma-Nix hat er den Rechner aufgeschraubt

Felix Hahne, Institut für BWL