Promotionen

Entscheidungspräferenzen und -prozesse von Hotelgästen bei der Hotelauswahl.

Im Rahmen des Promotionsvorhabens soll untersucht werden, welche Attribute von Hotels maßgeblich für die Wahlentscheidung potenzieller Hotelgäste verantwortlich sind. Darüber hinaus soll der Prozess, d.h. wie unterschiedliche Zielgruppen unter Berücksichtigung verschiedener Restriktionen eine Entscheidung für oder gegen ein Hotel treffen, näher erläutert werden.

Übergeordnetes Ziel der Dissertation ist es, diversen Akteuren im Tourismus konkrete Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, um zukünftige Entscheidungen und Investitionen in der Tourismusbranche möglichst zielgerichtet, effizient und kundenorientiert durchführen zu können. Dazu ist es nötig, die Frage zu beantworten, warum sich TouristInnen für ein bestimmtes Hotel entscheiden und wie die den Entscheidungen zugrunde liegenden kognitiven und motivationalen Prozesse ablaufen. Um diese Forschungslücke zu schließen, sollen mit Hilfe eines geeigneten Forschungsdesigns und mehreren empirischen Erhebungen die Präferenzen für multiattributive Objekte untersucht und der Entscheidungsprozess genauer erfassbar gemacht werden.

  • Art des Projekts: Promotionsvorhaben
  • Laufzeit: Seit Januar 2016
  • Ansprechpartner: Daniel Spörr

Welche subjektiven gründungbezogenen Überzeugungen verändern sich durch Entrepreneurship Education?

Wer die Namen Uber, Airbnb, Palentir oder Snapchat, Pinterest und Dropbox in einem Atemzug nennt, der hat die derzeit am höchsten bewerteten Start-ups der Welt vor den Augen, die als Jobmotor für die Wirtschaft mitwirken, basierend auf dem Humankapital, welches die Idee und die Umsetzung ermöglicht hatte. Während in den USA vielerorts Gründungen von neuen Unternehmen durchgeführt werden, blickt Deutschland der Problematik entgegen, die sich in der mangelnden Bereitschaft zu einer Selbständigkeit beziehungsweise einer Unternehmensgründung widerspiegelt. Zahlreiche Arbeiten beschäftigten sich bereits mit Gründungsabsichten und Faktoren wie finanzieller Ausstattung sowie organisationsbezogenen Einflüssen - die Rolle der Hochschule vor dem Hintergrund der Einflussnahme auf die spätere Gründungsaktivität Studierender ist jedoch unklar geblieben. Im Rahmen des Promotionsvorhabens soll daher der Blick auf die Möglichkeit der Veränderbarkeit von subjektiven gründungsbezogenen Überzeugungen durch Entrepreneurship Education gerichtet werden. Die wissenschaftliche Arbeit untersucht, inwiefern Entrepreneurship Education bei StudentInnen mit unterschiedlich ausgeprägten Gründungsintentionen differentielle Effekte aufweist. Die Promotionsarbeit wird Aufschluss darüber geben, ob und wie Entrepreneurship Education Überzeugungen gegenüber dem eigenen Gründungsvorhaben verändert und damit wichtige Implikationen für die Gründungsförderung liefern.

  • Art des Projekts: Promotionsvorhaben
  • Laufzeit: Seit Dezember 2015
  • Ansprechpartner: Thomas A. Sowa

Investitionen in Digitalisierungstechnologien in Niedersachsen: Eine verhaltenswissenschaftliche Analyse auf Grundlage der Theorie des geplanten Verhaltens

Übergeordnetes Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, der Politik konkrete und umsetzbare Hinweise zur Gestaltung optimaler Rahmenbedingungen für die Bewältigung des digitalen Wandels zu liefern. Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit niedersächsische Unternehmen in Digitalisierungstechnologien investieren? Tatsächlich ist bisher wenig über die Hemmnisse und Förderfaktoren bekannt, obwohl dieses Wissen grundlegend dazu beiträgt, den Wirtschaftsstandort Niedersachsen und Deutschland zu stärken. Um diese Forschungslücke zu schließen, soll unter Anwendung der Theorie des geplanten Verhaltens empirisch untersucht werden, welche Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf die Investitionsintentionen niedersächsischer Unternehmen haben, wobei die Investition in Digitalisierungstechnologien im Fokus steht. Erkenntnisse hierüber erlauben neue Rückschlüsse auf die Bestimmungsgründe unternehmerischer Investitionen in einer entwickelten Volkswirtschaft wie Deutschland.

  • Art des Projekts: Promotionsvorhaben
  • Laufzeit: Seit November 2015
  • Ansprechpartner: Benedikt Hüppe

Why do people (not) save? The role of economics and financial education.

Im Rahmen des Promotionsvorhabens soll das Spar- und Anlegeverhalten von Menschen theoriegeleitet empirisch untersucht werden. Übergeordnetes Ziel der Dissertation ist es, einen Beitrag zur Forschung sowie zur aktuellen Diskussion der Entwicklungsmöglichkeiten der ökonomischen und der finanziellen Bildung („financial literacy“) zu leisten. Es besteht eine Forschungslücke in Bezug auf die Frage, welche Rolle Bildung und Kompetenzen neben den bereits in bestehender Forschung identifizierten Einflussfaktoren (u.a. Einkommen, finanzielle Zufriedenheit) spielen.

Die empirische Untersuchung soll dazu geeignet sein, diese Forschungslücke zu schließen. Es wird untersucht, ob und wie ökonomische und finanzielle Kenntnisse sowie Kompetenzen, ferner aber auch weitere theoretisch begründete Einflussfaktoren, im Zusammenhang mit den bereits in der Literatur identifizierten Faktoren das Sparverhalten von Menschen beeinflussen. Weiterhin soll kritisch diskutiert werden, welche Politikimplikationen die Forschungsergebnisse für die ökonomische bzw. die finanzielle Bildung in Deutschland aufwerfen.

  • Art des Projekts: Promotionsvorhaben
  • Laufzeit: Seit Mai 2015
  • Ansprechpartner: Christian Roehe

Hans Tietmeyer: Eine deutsche Biographie im Zeichen von europäischer Finanz- und Währungspolitik.

Im Rahmen des Promotionsvorhabens wird eine Biografie des ehemaligen Bundesbankpräsidenten Prof. Dr. Hans Tietmeyer erarbeitet. Tietmeyer zählt zu einem besonderen Expertenkreis der deutschen und europäischen Wirtschafts- und Währungsgeschichte. Er hat insbesondere in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren an zahlreichen wirtschafts- und währungspolitischen Entscheidungen mitgearbeitet, die die deutsche und europäische Wirtschafts- und Währungsentwicklung geprägt haben, z.B. die Ausarbeitung der Werner-Gruppe für eine europäische Wirtschafts- und Währungsunion (1970).

Die Dissertation verfolgt das Ziel einer objektiven und detaillierten Darstellung der Person Tietmeyers sowie einer kritischen Analyse seines Handelns als Leiter diverser Abteilungen im Bundesministerium für Wirtschaft, als Staatsekretär im Bundesministerium für Finanzen, als Berater des damaligen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl und als Präsident der Deutschen Bundesbank. Dabei sollen vor allem neue Erkenntnisse über die Wirtschaftspolitik der 1970er, 1980er und 1990er Jahre generiert werden. Zwei Bereiche stehen dabei im Fokus und werden, neben der geschichtlichen Aufarbeitung, auch insbesondere volkswirtschaftlich beleuchtet: Einerseits die historischen Entwicklungen der deutschen Wirtschaftspolitik, die Tietmeyer insbesondere bis 1989 wesentlich mitgestaltet hat, und andererseits die europäische Währungspolitik, die er von 1982 bis 1999 maßgeblich beeinflusst hat.

  • Art des Projektes: Promotionsvorhaben (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte, Universität Hildesheim)
  • Laufzeit: 2013 - 2018
  • Ansprechpartner: Joachim Algermissen