Laufende Projekte der Abt. WiWiD

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht unserer aktuell laufenden und abgeschlossenen Projekte.

GrueFiH: Gründungsförderung an der Universität Hildesheim

Das BMWi förderte von März bis August 2019 die Ausarbeitung von Anträgen für die Förderlinie EXIST-Gründungskultur. Auch an der Universität Hildesheim arbeiteten Wissenschaft und Verwaltung gemeinsam mit externen Mentoring-Universitäten daran, das zur Universität Hildesheim passende Konzept der zukünftigen Gründungsförderung zu konzipieren. Ergebnis dieses Projektes ist die Ende August 2019 eingereichte Projektskizze zum Aufbau der Kompetenzwerkstatt für Entrepreneurship und Transfer (KET).

  • Art des Projektes: Drittmittelgeförderte Konzeptphase
  • Laufzeit: 03-08/2019
  • PartnerInnen: Markus Weißhaupt (Stabsstelle Forschungsmanagement und Forschungsförderung), Dr. Johanna Jobst (Stabsstelle Hochschulentwicklung)
  • AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis, Dr. Astrid Lange

Entrepreneurship Education und Digitale Mündigkeit

Das Projekt Entrepreneurship Education und Digitale Mündigkeit ist ein von 08/2018 bis 07/2020 durch eine Stiftung gefördertes Kooperationsprojekt. Die Projektleitung liegt beim Network für Teaching Entrepreneurship (NFTE) Deutschland (s. www.nfte.de/).

Ziel ist es, das Thema digitale Mündigkeit in das erprobte NFTE-Curriculum zu integrieren, das die Basis der NFTE Fortbildungen von Lehrkräften im Bereich der Entrepreneurship Education ist. Im Vordergrund steht die Förderung der digitalen Mündigkeit von SchülerInnen im Rahmen der Entrepreneurship Education. Um dies zu erreichen, werden mehrere gemeinsame Workshops mit verschiedenen PraxispartnerInnen durchgeführt, die erarbeiteten Module in mehreren NFTE Fortbildungen eingesetzt, evaluiert und dann weiter verbessert.

  • Art des Projektes: Drittmittelgefördertes Forschungsprojekt
  • Laufzeit: 2018-2020
  • PartnerInnen: NFTE Deutschland (Projektleitung)
  • WiWiD (Projektleitung Niedersachsen), Ansprechpartnerinnen der Abteilung WiWiD: Martina Baucom

Berufs- und Studienorientierung von Frauen im IT-Bereich (BeSt F:IT)

BeSt F:IT-Aufgabenfelder – Module (M) und Querschnittsaufgaben (QA)
BeSt F:IT-Aufgabenfelder – Module (M) und Querschnittsaufgaben (QA)

BeSt F:IT ist ein vom BMBF finanziertes Projekt (FKZ 01FP1634), in dem die Abteilungen WiWiD und ISUM sowie das Gleichstellungsbüro der Universität Hildesheim zusammen daran arbeiten, Schülerinnen für IT-Berufe und -Studiengänge zu begeistern. Wir wollen damit einer geschlechterstereotypen Berufs- und Studienwahl systematisch entgegenwirken. Mittelfristig wollen wir dadurch dazu beitragen, bisher ungenutzte IT-Fachkräfte-Potenziale zu aktivieren und die Partizipationsrate von Frauen in gestaltenden Rollen in den IT-Branchen zu erhöhen.

Die Projektziele sollen mittels eines Virtualisierungsansatzes erreicht werden, wobei adressatinnen-gerechte Angebote der Berufs- und Studienorientierung erarbeitet und dauerhaft verfügbar gemacht werden sollen. Drei Elemente der Berufs- und Studienorientierung stehen dabei im Fokus: (i) Handlungsorientierte Erprobung, (ii) Rollenmodelle und (iii) Assessments.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Kernaufgaben im Projekt, wobei die Schwerpunkte der Abteilung WiWiD in den Aufgabenfeldern M3 (Assessments), QA1 (A-B-C-Analyse), QA2 (Didaktisches Design) und QA4 (Erprobung und Evaluation) liegen.

  • Art des Projektes: Drittmittelgefördertes Forschungsprojekt
  • Laufzeit: 2017-2020
  • Machen Sie mit!
  • PartnerInnen: Abteilung ISUM, Gleichstellungsbüro Universität Hildesheim
  • Ansprechpartnerinnen der Abteilung WiWiD: Dr. Astrid Lange (Teilprojektleitung), Darja Kröplin (Wiss. Mitarbeiterin)
  • Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.

Präsentation von Projektergebnissen (Auswahl):

  • Hoppmann, I. (2018, Februar). BeSt F:IT - Berufsorientierung in einer digitalisierten Welt. Kurzvortrag auf dem Roundtable "Fachdidaktik in einer digitalisierten Welt" auf der Jahrestagung 2018 der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung, Freiburg i.Br., Deutschland.
  • Lange, A. (2018, Februar). Freie Berufswahlentscheidungen von Mädchen? Zur Bedeutung berufsbezogener Überzeugungen am Beispiel der IT-Berufe. Vortrag auf der Jahrestagung 2018 der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung, Freiburg i.Br., Deutschland.

Begleitforschung im Denkwerk-Projekt Universität Hildesheim

Das Forschungsprojekt ist Teil des Denkwerk-Projektes an der Universität Hildesheim, welches von der Abteilung ISUM geleitet und von der Robert-Bosch-Stiftung von 2014 bis 2017 gefördert wird.

Im Rahmen des Denkwerkprojektes werden per anno bis zu 60 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 11 und 12 aus Hildesheimer Partnerschulen in schulübergreifenden Forschungsgruppen aktiv. Die SchülerInnen werden durch Hochschulangehörige und LehrerInnen dabei begleitet, an Forschungsthemen aus dem Bereich der Wirtschaftsinformatik zu arbeiten.

Ziele der Begleitforschung sind die Messung von Berufsorientierungseffekten im Denkwerkprojekt und die Evaluation der Projektaktivitäten. Dabei wird auch geprüft, ob sich geschlechtsspezifische Effekte zeigen. Um diese Ziele der Begleitforschung zu erreichen, werden SchülerInnen zu verschiedenen Messzeitpunkten schriftlich befragt (Prä-Post-Kontrollgruppen-Design). Die Ergebnisse der Begleitforschung versprechen neue und wichtige Erkenntnisse, wie u.a. die Entwicklung von Studierintentionen bei SchülerInnen im Zeitverlauf und die Frage geschlechtsspezifischer Veränderungen bei Interventionen wie den Denkwerk-Projekten.

  • Art des Projektes: Begleitforschung
  • Laufzeit: 2014-2017
  • Ansprechpartnerin für die Begleitforschung ist Dr. Astrid Lange.

Präsentation von Projektergebnissen (Auswahl):

  • 16.01.2015, Vortrag im Rahmen des WiWiD-Forschungskolloquiums
  • 06.02.2016, Vortrag im Rahmen der Konferenz "Geschlechtergerechte Fachdidaktik in Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften" (gelefa)
  • 26.02.2016, Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung (DeGÖB)

Politisch-ökonomische Einstellungen & ökonomische Bildung

Das Forschungsprogramm widmet sich der Fragestellung, welche Faktoren politisch-ökonomische Einstellungen bei Personen beeinflussen, wobei der Einflussfaktor ökonomische Qualifizierung besonders berücksichtigt wird. Einstellungen werden im Rahmen des Forschungsprogramms als eine allgemeine, positiv bis negativ ausgeprägte Bewertung des Einstellungsobjektes verstanden. Die interessierenden Einstellungsobjekte sind politisch-ökonomischer Art (Staat, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit).

Seit 2009 wurden mehrere empirische Studien durchgeführt, um einzelne Detailfragestellungen zu untersuchen, z.B.: (i) Welche Einstellungsquellen nehmen Studierende selbst wahr? (ii) Welche öffentlichen Ereignisse sind einstellungsrelevant? (iii) In welchen Medien werden öffentliche Ereignisse rezipiert? (iv) Inwiefern unterscheiden sich Einstellungen zu sozialer Gerechtigkeit bei Studierenden der klassischen Wirtschaftswissenschaften gegenüber denen des Lehramtsstudiums im Fach Wirtschaft?

Die Ergebnisse dieses Forschungsprogrammes tragen zur Klärung einer wissenschaftlichen Debatte bei, die unter den Begriffen „Indoktrinations- vs. Selektionshypothese“ schon seit einigen Jahrzehnten geführt wird. Vor allem soll das Forschungsprogramm Ergebnisse liefern, die in der Hochschul- und Schulbildung unerwünschte Einstellungseffekte von Unterricht und Lehre verringern. Lehrende im Fach Wirtschaft sollen mögliche Einstellungseffekte ihres Unterrichtshandelns, aber auch die Heterogenität der Einstellungsquellen (er-)kennen und eine eigenständige, nicht von außen gesteuerte Einstellungsbildung der Lernenden unterstützen. 

Tätigkeitsanreize im Fach Wirtschaft

Dieses Forschungsprojekt fokussiert die Frage nach den Motivationseffekten handlungsorientierter Unterrichtsmethoden im Fach Wirtschaft, wobei insbesondere Unterrichtsexperimente untersucht werden sollen. 

Eine erste empirische Studie wird im Rahmen des Projektbandes im Fach Wirtschaft (Jahrgang 1, WiSe 2014/15 bis WiSe 2015/16) durchgeführt. Hierbei werden zwei Schulklassen regelmäßig zu den stundenbezogenen Tätigkeitsanreizen befragt, wobei die Unterrichtsmethode variiert wird. Diese Studie verspricht neue, praxisrelevante Erkenntnisse und eine hohe Anschlussfähigkeit für weiterführende Studien.

Karriereentscheidungen & zugrunde liegende Überzeugungen

Dieses Forschungsprogramm schließt an die Dissertationsschrift von Dr. A. Lange an und untersucht subjektive Überzeugungen Studierender in Bezug auf die eigene berufliche Zukunft. Theoretische Grundlage ist die Theorie des geplanten Verhaltens. Anhand von qualitativen und quantitativen Befragungen werden subjektive Verhaltensüberzeugungen, normative Überzeugungen und Machbarkeitsüberzeugungen sowie karrierebezogene Intentionen analysiert.

Dabei werden unterschiedliche berufliche Intentionen untersucht, wie die Entscheidung, ein eigenes Unternehmen zu gründen, in der Wissenschaft tätig zu werden oder LehrerIn zu werden. Die Ergebnisse versprechen eine hohe praktische Anschlussfähigkeit. So gilt es in Schule und Studium, fehlerhafte berufsbezogene Überzeugungen abzubauen und realistische berufliche Vorstellungen aufzubauen, um berufliche Fehlentscheidungen zu reduzieren und gut durchdachte berufliche Entscheidungen zu unterstützen.

  • Art des Projektes: Forschungsprogramm 
  • Laufzeit: Seit 2013
  • Ansprechpartnerin: Dr. Astrid Lange