Laufende Projekte der Abt. WiWiD

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht unserer aktuell laufenden und abgeschlossenen Projekte.

Kompetenzwerkstatt für Entrepreneurship und Transfer (KET)

Das BMWi fördert von 2020 bis 2024 den Aufbau und die Etablierung der Kompetenzwerkstatt für Entrepreneurship und Transfer - kurz: KET. Ziel des Projektes ist der nachhaltige Aufbau einer strukturierten und umfassenden Gründungsförderung an der Universität Hildesheim. Dabei arbeiten wir mit regionalen und überregionalen PartnerInnen gemeinsam daran, die Gründungspotentiale der Universität Hildesheim zu heben. Unter dem Dach der KET werden verschiedene Dienstleistungen für Studierende, WissenschaftlerInnen und Alumni der Universität Hildesheim angeboten. Bausteine sind u.a. professionelle Beratung (z.B. zur Ideenfindung, Schärfung von Geschäftsideen, zum Teambuilding, zur Finanzierung von Entwicklungsphasen bei entwicklungsintensiven Gründungsvorhaben), Qualifizierungen (sowohl curriculare als auch extracurriculare Qualifizierungsangebote) und Infrastrukturen (z.B. Räume für Gründungsteams, Kreativwerkstatt, Makerspace).

  • Art des Projektes: Drittmittelgeförderte Projektphase
  • Laufzeit: 2020 bis 2024
  • KET-Leitungsteam: Strategische Leitung durch Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis (WiWiD) & Prof. Dr. Martin Schreiner (Vizepräsident für Stiftungsentwicklung, Transfer und Kooperationen), operative Leitung durch Markus Weißhaupt (Stabsstelle Forschungsförderung und Forschungsmanagement) & Dr. Astrid Lange (WiWiD)
  • Mehr Informationen: www.uni-hildesheim.de/ket
  • Die KET stellt sich vor (Youtube-Video).

„How to do - Spar- und Anlagewissen“

„Name der App“ testet bzw. überprüft das Spar- und Anlagewissen der Nutzer. Die App soll der Öffentlichkeit als Werkzeug dienen, das eigene Spar- und Anlagewissen kritisch zu hinterfragen, um ggf. vorhandene Einstellungen und Verhaltensweisen zukünftig anzupassen. Im Weiteren sollen die Testergebnisse der zukünftigen Forschung anonym zur Verfügung gestellt werden.

Hierfür wird die Hildesheimer Spar- und Anlage-Wissensskala (HiSpAn) verwendet. Diese beruht auf 300 Wissensitems aus der internationalen Fachliteratur, welche auf 21 Fragen reduziert wurden. Die genannten Items sind für das eindimensionale Rasch-Modell geeignet. Entsprechend gilt, dass der jeweilige Schwierigkeitsgrad der Fragen für alle Testpersonen gleich ist, die Fragen voneinander unabhängig sind und sich nicht gegenseitig beeinflussen. Demnach wird mithilfe des Modells lediglich die Kompetenz beziehungsweise die Fähigkeit im Bereich des Spar- und Anlagewissens dargestellt.

Die beschriebene iOS-App ist im Rahmen einer studentischen Bachelorarbeit erstellt worden und ist die erste von einem bzw. einer StudentIn erstellte iOS-App an der Universität Hildesheim.

 

Bei der Erstellung wurde sich an dem Vorgehensmodell „Rational Unified Process“ orientiert:

Business Modeling:

Im Business Modeling erfolgt die Definition der Aufgabe, mit Ziel und Strategie der Anwendung. Dies erfolgte im Dialog mit Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis. Das Ergebnis wurde im Expose für diese Arbeit festgehalten, welches die Grundlage der Entwicklung bildet.

Requirements:

Die fachlichen Requirements wurden auf Basis der o.g. Strategie und Expose im Detail als Anwendungsfälle definiert. Weitergehende Qualitätsanforderungen ergaben sich durch das Zielsystem Apple iOS und den dort definierten Standards.

Analysis & Design

Mit der Analyse und dem Design erfolgte im ersten Schritt die Festlegung und Spezifikation der Software-Architektur und die Auswahl der zu nutzenden Werkzeuge. Im zweiten Schritt wurden für die Anwendungsfälle das User Interface entworfen. Davon ausgehend infolgedessen die Objektklassen, Softwarekomponenten und Beziehungen. Der technische Entwurf erfolgte in den UML Notation.

Implementation

Die Implementation erfolgte anhand der Anwendungsfälle (Use Cases). Im ersten Schritt wurden alle Use Cases für die iOS Applikation in einfacher Funktionalität realisiert. Im zweiten Schritt wurden die Funktionen verfeinert und das Layout der App optimiert. Im dritten Schritt wurden Bugs behoben.

Tests

Im Rahmen der Implementierung erfolgte der Entwicklertest. Dieser war fokussiert auf die Identifikation der technischen Fehler. Die Test Case entsprachen im Wesentlichen der Use Cases. Der funktionale Test, verstanden als die Überprüfung der Nutzungsfähigkeit, erfolgte als open Beta Test.

Deployment

Das Deployment erfolgte zum einen als Bereitstellung der App im AppStore, inkl. Des vorab notwendigem Qualitäts-Check durch Apple und des Deployment des PHP Script und der Konfiguration der Server Datenbank.

 

Datenschutzerklärung


1. Was passiert mit den Daten?

Alle Daten werden von der App so erhoben, dass sie anonym sind, das heißt, dass die NutzerInnen in der Befragung nicht nach ihrem Namen gefragt werden. Zur Speicherung werden Server der Universität Hildesheim genutzt. Die Auswertung wird nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. Eine Auswertung auf der Ebene von Einzelpersonen wird nicht durchgeführt.


2. Wer hat Zugang zu den Befragungsdaten?

Nur die im Projekt involvierten Personen am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik der Universität Hildesheim und die für die Datenverwaltung zuständigen technische MitarbeiterInnen des Universitätsrechenzentrums haben Zugang zu den Daten.


3. Wie werden die Daten geschützt?

Der Zugang zu den Daten ist passwortgeschützt und auf die beauftragten MitarbeiterInnen und Studierenden (z.B. im Rahmen vom Abschlussarbeiten) beschränkt. Diese erhalten erst nach einer datenschutzrechtlichen Aufklärung Zugang zu den Daten.


4. Was passiert mit den Befragungsdaten?

Die Daten werden auf Servern der Universität Hildesheim zeitlich unbegrenzt gespeichert, um Vergleiche zwischen den Erhebungen im Zeitablauf zu ermöglichen. Eine Zuordnung der einzelnen Datensätze zu Personen ist nicht möglich.

 

5. In welcher Form werden die Ergebnisse veröffentlicht?

Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Befragung wird in anonymisierter Form erfolgen, d.h. ohne dass Daten einzelnen Personen zugeordnet werden können. Wir nehmen keine Auswertung von Einzelfällen vor.

 

6. Datenschutzrechte im Überblick:

Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeiten, Auskunftsrecht, Recht auf Widerruf der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung und Recht auf Löschung: Da die Daten anonymisiert verarbeitet werden, ist eine Löschung der Befragungsdaten nach der Befragung nicht mehr möglich. Die Antworten können nicht mehr bestimmten Personen zuordnen können (siehe: „1. Was passiert mit meinen Daten?“). Entsprechend können wir auch keine Daten löschen, wenn die datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung widerrufen wird und können einer Einzelperson keine Auskunft mehr darüber geben, ob ihre Daten gespeichert sind.

Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde: Unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs steht Ihnen das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat Ihres Aufenthaltsorts, Ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, zu, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstößt.

 

7. Kontaktdaten

Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis
Christian Roehe

Carl Espeter
finanzwissen(at)uni-hildesheim.de
+ 49-5121-883-40642

Name und Anschrift des Datenschutzbeauftragten

apl. Prof. Dr. Thomas Mandl (Universität Hildesheim)
dsbeauf(at)uni-hildesheim.de
+49-5121-883-30306

 

Cumulativer und curricular vernetzter Aufbau digitalisierungsbezogener Kompetenzen zukünftiger Lehrkräfte (Cu2RVE)

Cu2RVE ist eines der in zweiter Runde vom BMBF geförderten Projekte der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Mehrere Institute der Universität Hildesheim arbeiten unter dem Dach des CeLeB gemeinsam daran, digitalisierungsbezogene Kompetenzen zukünftiger Lehrkräfte aufzubauen. Im Rahmen des Teilprojektes „Maßnahme 1: Eingangsdiagnostik“ geht es um die Entwicklung und Validierung diagnostischer Verfahren zur Messung solcher digitalisierungsbezogenen Kompetenzen bei Lehramtsstudierenden. Vor dem Hintergrund werden digitalisierungsbezogene informatische, pädagogisch-psychologische und fachdidaktische Kompetenzen als inhaltliche Schwerpunkte berücksichtigt, ohne die dafür relevanten Haltungen und Einstellungen zu vernachlässigen.

Im Rahmen des Teilprojektes wird ein geeignetes eignungsdiagnostisches Verfahren entwickelt, das die als bedeutsam erachteten Kompetenzbündel valide und nahe am situativen Kontext des Unterrichtens erfasst und den Einsatz als online-Assessment zu Studienbeginn erlaubt. Zielgruppenspezifische Maßnahmen anderer Cu2RVE-Teilprojekte können direkt an die Ergebnisse dieser Eingangsdiagnostik anknüpfen, um im weiteren Studienverlauf verlässliche Rückschlüsse auf die Orientierungs-, Reflexions- und Handlungsfähigkeit der angehenden LehrerInnen in der digital geprägten Gesellschaft zu ermöglichen.

  • Art des Projektes: Drittmittelgefördertes Forschungsprojekt
  • Laufzeit: 2020-2023
  • ProjektpartnerInnen: Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB), Zentrum für Digitalen Wandel (ZfDW), Graduiertenzentrum, Promotionskolleg Unterrichtsforschung, Me-thodenbüro, Plattform Zukunft INKlusion (ZINK) und das Kompetenzzentrum für regionale Lehrkräftefortbildung (KHi) der Universität Hildesheim
  • TeilprojektpartnerInnen: Prof. Dr. Boris Girnat, Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis, Prof. Dr. Janna Teltemann, Prof. Dr. Christof Wecker
  • AnsprechpartnerInnen der Abteilung WiWiD: Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis, Gabriele Prinz
  • Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.

GrueFiH: Gründungsförderung an der Universität Hildesheim

Das BMWi förderte von März bis August 2019 die Ausarbeitung von Anträgen für die Förderlinie EXIST-Gründungskultur. Auch an der Universität Hildesheim arbeiteten Wissenschaft und Verwaltung gemeinsam mit externen Mentoring-Universitäten daran, das zur Universität Hildesheim passende Konzept der zukünftigen Gründungsförderung zu konzipieren. Ergebnis dieses Projektes ist die Ende August 2019 eingereichte Projektskizze zum Aufbau der Kompetenzwerkstatt für Entrepreneurship und Transfer (KET).

  • Art des Projektes: Drittmittelgeförderte Konzeptphase
  • Laufzeit: 03-08/2019
  • PartnerInnen: Markus Weißhaupt (Stabsstelle Forschungsmanagement und Forschungsförderung), Dr. Johanna Jobst (Stabsstelle Hochschulentwicklung)
  • AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis, Dr. Astrid Lange

Entrepreneurship Education und Digitale Mündigkeit

Das Projekt Entrepreneurship Education und Digitale Mündigkeit ist ein von 08/2018 bis 07/2020 durch eine Stiftung gefördertes Kooperationsprojekt. Die Projektleitung liegt beim Network für Teaching Entrepreneurship (NFTE) Deutschland (s. www.nfte.de/).

Ziel ist es, das Thema digitale Mündigkeit in das erprobte NFTE-Curriculum zu integrieren, das die Basis der NFTE Fortbildungen von Lehrkräften im Bereich der Entrepreneurship Education ist. Im Vordergrund steht die Förderung der digitalen Mündigkeit von SchülerInnen im Rahmen der Entrepreneurship Education. Um dies zu erreichen, werden mehrere gemeinsame Workshops mit verschiedenen PraxispartnerInnen durchgeführt, die erarbeiteten Module in mehreren NFTE Fortbildungen eingesetzt, evaluiert und dann weiter verbessert.

  • Art des Projektes: Drittmittelgefördertes Forschungsprojekt
  • Laufzeit: 2018-2020
  • PartnerInnen: NFTE Deutschland (Projektleitung)
  • WiWiD (Projektleitung Niedersachsen), Ansprechpartnerinnen der Abteilung WiWiD: Martina Baucom

Berufs- und Studienorientierung von Frauen im IT-Bereich (BeSt F:IT)

BeSt F:IT ist ein vom BMBF finanziertes Projekt (FKZ 01FP1634), in dem die Abteilungen WiWiD und ISUM sowie das Gleichstellungsbüro der Universität Hildesheim zusammen daran arbeiten, Schülerinnen für IT-Berufe und -Studiengänge zu begeistern. Wir wollen damit einer geschlechterstereotypen Berufs- und Studienwahl systematisch entgegenwirken. Mittelfristig wollen wir dadurch dazu beitragen, bisher ungenutzte IT-Fachkräfte-Potenziale zu aktivieren und die Partizipationsrate von Frauen in gestaltenden Rollen in den IT-Branchen zu erhöhen.

Die Projektziele sollen mittels eines Virtualisierungsansatzes erreicht werden, wobei adressatinnen-gerechte Angebote der Berufs- und Studienorientierung erarbeitet und dauerhaft verfügbar gemacht werden sollen. Drei Elemente der Berufs- und Studienorientierung stehen dabei im Fokus: (i) Handlungsorientierte Erprobung, (ii) Rollenmodelle und (iii) Assessments.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Kernaufgaben im Projekt, wobei die Schwerpunkte der Abteilung WiWiD in den Aufgabenfeldern M3 (Assessments), QA1 (A-B-C-Analyse), QA2 (Didaktisches Design) und QA4 (Erprobung und Evaluation) liegen.

  • Art des Projektes: Drittmittelgefördertes Forschungsprojekt
  • Laufzeit: 2017-2020
  • Machen Sie mit!
  • PartnerInnen: Abteilung ISUM, Gleichstellungsbüro Universität Hildesheim
  • Ansprechpartnerinnen der Abteilung WiWiD: Dr. Astrid Lange (Teilprojektleitung), Darja Kröplin (Wiss. Mitarbeiterin)
  • Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.

Präsentation von Projektergebnissen (Auswahl):

  • Hoppmann, I. (2018, Februar). BeSt F:IT - Berufsorientierung in einer digitalisierten Welt. Kurzvortrag auf dem Roundtable "Fachdidaktik in einer digitalisierten Welt" auf der Jahrestagung 2018 der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung, Freiburg i.Br., Deutschland.
  • Lange, A. (2018, Februar). Freie Berufswahlentscheidungen von Mädchen? Zur Bedeutung berufsbezogener Überzeugungen am Beispiel der IT-Berufe. Vortrag auf der Jahrestagung 2018 der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung, Freiburg i.Br., Deutschland.
  • Lange, A., & Pitsoulis, A. (2020). Freie Berufswahlentscheidungen von Mädchen? Zur Bedeutung berufsbezogener Überzeugungen am Beispiel der IT-Berufe. Zeitschrift für ökonomische Bildung, Sonderausgabe Jahresband DeGÖB 2018, 207-234. Verfügbar unter https://zfoeb.de/zfoeb//artikel/view/68
  • Lange, A., & Pitsoulis, A. (2020, Februar). Subjektive Überzeugungen gegenüber IT-Berufen: Empirische Ergebnisse aus drei TPB-basierten Elicitation Studien (WiWiD Discussion Paper Series No. 3). Hildesheim: Universität Hildesheim.

Begleitforschung im Denkwerk-Projekt Universität Hildesheim

Das Forschungsprojekt ist Teil des Denkwerk-Projektes an der Universität Hildesheim, welches von der Abteilung ISUM geleitet und von der Robert-Bosch-Stiftung von 2014 bis 2017 gefördert wird.

Im Rahmen des Denkwerkprojektes werden per anno bis zu 60 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 11 und 12 aus Hildesheimer Partnerschulen in schulübergreifenden Forschungsgruppen aktiv. Die SchülerInnen werden durch Hochschulangehörige und LehrerInnen dabei begleitet, an Forschungsthemen aus dem Bereich der Wirtschaftsinformatik zu arbeiten.

Ziele der Begleitforschung sind die Messung von Berufsorientierungseffekten im Denkwerkprojekt und die Evaluation der Projektaktivitäten. Dabei wird auch geprüft, ob sich geschlechtsspezifische Effekte zeigen. Um diese Ziele der Begleitforschung zu erreichen, werden SchülerInnen zu verschiedenen Messzeitpunkten schriftlich befragt (Prä-Post-Kontrollgruppen-Design). Die Ergebnisse der Begleitforschung versprechen neue und wichtige Erkenntnisse, wie u.a. die Entwicklung von Studierintentionen bei SchülerInnen im Zeitverlauf und die Frage geschlechtsspezifischer Veränderungen bei Interventionen wie den Denkwerk-Projekten.

  • Art des Projektes: Begleitforschung
  • Laufzeit: 2014-2017
  • Ansprechpartnerin für die Begleitforschung ist Dr. Astrid Lange.

Präsentation von Projektergebnissen (Auswahl):

  • 16.01.2015, Vortrag im Rahmen des WiWiD-Forschungskolloquiums
  • 06.02.2016, Vortrag im Rahmen der Konferenz "Geschlechtergerechte Fachdidaktik in Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften" (gelefa)
  • 26.02.2016, Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung (DeGÖB)

Politisch-ökonomische Einstellungen & ökonomische Bildung

Das Forschungsprogramm widmet sich der Fragestellung, welche Faktoren politisch-ökonomische Einstellungen bei Personen beeinflussen, wobei der Einflussfaktor ökonomische Qualifizierung besonders berücksichtigt wird. Einstellungen werden im Rahmen des Forschungsprogramms als eine allgemeine, positiv bis negativ ausgeprägte Bewertung des Einstellungsobjektes verstanden. Die interessierenden Einstellungsobjekte sind politisch-ökonomischer Art (Staat, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit).

Seit 2009 wurden mehrere empirische Studien durchgeführt, um einzelne Detailfragestellungen zu untersuchen, z.B.: (i) Welche Einstellungsquellen nehmen Studierende selbst wahr? (ii) Welche öffentlichen Ereignisse sind einstellungsrelevant? (iii) In welchen Medien werden öffentliche Ereignisse rezipiert? (iv) Inwiefern unterscheiden sich Einstellungen zu sozialer Gerechtigkeit bei Studierenden der klassischen Wirtschaftswissenschaften gegenüber denen des Lehramtsstudiums im Fach Wirtschaft?

Die Ergebnisse dieses Forschungsprogrammes tragen zur Klärung einer wissenschaftlichen Debatte bei, die unter den Begriffen „Indoktrinations- vs. Selektionshypothese“ schon seit einigen Jahrzehnten geführt wird. Vor allem soll das Forschungsprogramm Ergebnisse liefern, die in der Hochschul- und Schulbildung unerwünschte Einstellungseffekte von Unterricht und Lehre verringern. Lehrende im Fach Wirtschaft sollen mögliche Einstellungseffekte ihres Unterrichtshandelns, aber auch die Heterogenität der Einstellungsquellen (er-)kennen und eine eigenständige, nicht von außen gesteuerte Einstellungsbildung der Lernenden unterstützen. 

Tätigkeitsanreize im Fach Wirtschaft

Dieses Forschungsprojekt fokussiert die Frage nach den Motivationseffekten handlungsorientierter Unterrichtsmethoden im Fach Wirtschaft, wobei insbesondere Unterrichtsexperimente untersucht werden sollen. 

Eine erste empirische Studie wird im Rahmen des Projektbandes im Fach Wirtschaft (Jahrgang 1, WiSe 2014/15 bis WiSe 2015/16) durchgeführt. Hierbei werden zwei Schulklassen regelmäßig zu den stundenbezogenen Tätigkeitsanreizen befragt, wobei die Unterrichtsmethode variiert wird. Diese Studie verspricht neue, praxisrelevante Erkenntnisse und eine hohe Anschlussfähigkeit für weiterführende Studien.

Karriereentscheidungen & zugrunde liegende Überzeugungen

Dieses Forschungsprogramm schließt an die Dissertationsschrift von Dr. A. Lange an und untersucht subjektive Überzeugungen Studierender in Bezug auf die eigene berufliche Zukunft. Theoretische Grundlage ist die Theorie des geplanten Verhaltens. Anhand von qualitativen und quantitativen Befragungen werden subjektive Verhaltensüberzeugungen, normative Überzeugungen und Machbarkeitsüberzeugungen sowie karrierebezogene Intentionen analysiert.

Dabei werden unterschiedliche berufliche Intentionen untersucht, wie die Entscheidung, ein eigenes Unternehmen zu gründen, in der Wissenschaft tätig zu werden oder LehrerIn zu werden. Die Ergebnisse versprechen eine hohe praktische Anschlussfähigkeit. So gilt es in Schule und Studium, fehlerhafte berufsbezogene Überzeugungen abzubauen und realistische berufliche Vorstellungen aufzubauen, um berufliche Fehlentscheidungen zu reduzieren und gut durchdachte berufliche Entscheidungen zu unterstützen.

  • Art des Projektes: Forschungsprogramm 
  • Laufzeit: Seit 2013
  • Ansprechpartnerin: Dr. Astrid Lange