Universität Hildesheim - Meldungen - Fachbereich 4 - Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Fachbereich 4 - Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik de-de Stiftung Universität Hildesheim Mon, 18 Nov 2019 18:11:56 +0100 Mon, 18 Nov 2019 18:11:56 +0100 TYPO3 EXT:news news-17721 Tue, 05 Nov 2019 11:14:00 +0100 Wissenschaftswettstreit: Science Slam an der Universität Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wissenschaftswettstreit-science-slam-an-der-universitaet-hildesheim/ Die Universität Hildesheim lädt einmal im Jahr zum beliebten Wettstreit der Wissenschaften ein. Auf der Bühne des „Science Slam" geben vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachdisziplinen Politikwissenschaft, Literatur, Sprachwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft Einblicke in ihre Forschung. Es treten an: Prof. Dr. Wolf J. Schünemann, Dr. Christine Lötscher, Prof. Dr. Kristin Kersten und Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis. Die Universität Hildesheim lädt einmal im Jahr zum beliebten Wettstreit der Wissenschaften ein. Auf der Bühne des „Science Slam" gaben am 5. November 2019 vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachdisziplinen Politikwissenschaft, Literatur, Sprachwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft Einblicke in ihre Forschung. Der Eintritt ist frei und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Veranstaltung teil.

Es traten an:

  • Prof. Dr. Wolf J. Schünemann, Fachbereich 1
    Institut für Sozialwissenschaften – Politikwissenschaft

  • Dr. Christine Lötscher, Fachbereich 2
    Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft

  • Prof. Dr. Kristin Kersten, Fachbereich 3
    Institut für Englische Sprache und Literatur

  • Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis, Fachbereich 4
    Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik

„Ich finde das Format ‚Science Slam‘ sehr gut, denn es bringt die Universitätsangehörigen über Fächer, Disziplinen und Statusgruppen hinweg in großer Zahl zusammen. Die aktive Teilnahme als Vortragender ergibt sich daraus noch nicht zwingend, aber sie wird dadurch sehr begünstigt. Meine Kernbotschaft: Internet und Staat passen einfach nicht zusammen, oder doch? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Genau deshalb möchte ich sie in meinem Vortrag untersuchen. Am Ende aber müssen die Gerichte entscheiden“, sagt Professor Wolf Schünemann.

Dr. Christine Lötscher nimmt am Science Slam teil, „weil Wissenschaft Vermittlung braucht, um ihre gesellschaftliche, kulturelle Relevanz auch ins Spiel bringen zu können. Das gilt insbesondere für die Geisteswissenschaften.“ Die Botschaft der Literaturwissenschaftlerin beim Sceince Slam wird folgende sein: „Wir verstehen unsere Kultur viel besser, wenn wir uns mit Kinder- und Jugendmedien auseinandersetzen.“

Die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Kristin Kersten bringt auf den Punkt, was sie beim Science Slam vermittlen wird: „Sprachenlernen kann Leben retten!“ Die Forscherin wird darüber sprechen, was wir wirklich über bilinguales Lernen wissen sollten. „Ich finde es großartig, wenn Wissenschaft über Gelegenheiten wie diese für Viele zugänglich gemacht werden kann. Und es kann nicht schaden – insbesondere uns selbst nicht –, wenn das auch häufiger einmal mit einem Augenzwinkern geschieht. Ich habe in der letzten Zeit in unseren gesellschaftlichen Diskussionen oft die Frage gehört, ob Humor nicht eine ganz entscheidende Rolle bei der Verarbeitung von Informationen spielen kann. Ich bin überzeugt davon! Das gilt übrigens auch für das Sprachenlernen“, so Kersten über den „Science Slam“.

Für Professor Athanassios Pitsoulis ist der Science Slam „einfach nur Spaß“. Er tritt an, um das Vorurteil anzugehen, dass Wirtschaftswissenschaft eine „trübselige Theorie von knappen Ressourcen und unbefriedigten menschlichen Bedürfnissen“ sei; sie ist seiner Meinung nach vielmehr extrem vielfältig und vor allem lehrreich. Mit am lehrreichsten findet er dabei die Spieltheorie, die heute aus den Wirtschaftswissenschaften nicht mehr wegzudenken ist. Wie die Spieltheorie helfen kann, internationale Konflikte und Verhandlungen zu erklären - man denke nur an Grexit, Brexit, Handelskriege und so weiter - wird Thema seines Vortrags sein, in dem er auch auf seine eigenen Forschungsarbeiten Bezug nehmen wird.

Science Slam mit Worten, Requisiten, technischen Hilfsmitteln oder Live-Experimente

Mit Worten, Requisiten, technischen Hilfsmitteln oder auch Live-Experimenten soll das Publikum für die Arbeit und Denkweisen in den vier Wissenschaftsdisziplinen interessiert und begeistert werden – am Ende hat das Publikum durch die Lautstärke des Applauses entschieden, welcher der Beiträge den Wettstreit gewinnt: Den Science Slam 2019 hat Professor Wolf Schünemann gewonnen, er arbeitete sich in seinem Vortrag am Komplex Internet und Staat ab und ließ Bilder und Videos aus dem Netz sprechen.

Interessierte Lehrende, Studierende, Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Professor Martin Schreiner, Vizepräsident für Stiftungsentwicklung,, Transfer und  Kooperationen begrüßt die Gäste, die Moderation übernimmt Markus F. Langer, Friend- und Fundraiser der Universität. Der Abend wird auch in diesem Jahr musikalisch von dem Saxophonisten Lars Stoermer aus Hannover begleitet.

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news-17123 Wed, 02 Oct 2019 10:00:00 +0200 Maren Stadtländer und Thorsten Schoormann treffen Sebastian Thrun im Silicon Valley https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/maren-stadtlaender-und-thorsten-schoormann-treffen-sebastian-thrun-im-silicon-valley/ Mit dem Sebastian-Thrun-Preis für besonders herrausragende Leistungen im Studium und in der Forschung auf dem Gebiet der Informatik werden Maren Stadtländer und Thorsten Schoormann ausgezeichnet. Nun sind beide in den USA bei Sebastian Thrun, dem Erfinder der selbstfahrenden Autos und einem der einflussreichsten Denker in der Welt der künstlichen Intelligenz. Thrun hat in den 1980er Jahren an der Universität Hildesheim Informatik studiert. „Als Wirtschaftsinformatikerin sitze ich an einer Schnittstelle, rede mit den Informatikern wie mit den BWLern, mit den Experten aus der Data Analytics und Künstlichen Intelligenz wie mit den Fachleuten für Umweltsicherung. Das ist in Hildesheim ein inspirierendes Umfeld, wo man so viele Nischen betreten kann“, sagt Maren Stadtländer über ihre Arbeit an der Universität Hildesheim.

Und nun trifft sie auf Sebastian Thrun, den weltweit hoch geschätzten Informatiker. „Es ist spannend, in wie vielen verschiedenen Projekten Sebastian Thrun involviert war, ob in die Entstehung von Google Glasses oder die Kartographie für Google Maps oder eine neue Lehrplattform für die Informatik“, sagt Stadtländer.

„Sebastian Thrun ist mit seinem Lebenslauf ein Vorbild für uns Studentinnen und Studenten, eine große Inspiration“

Bis Mitte Oktober 2019 ist die Informatikerin gemeinsam mit ihrem Kollegen Thorsten Schoormann in den USA bei Sebastian Thrun. Die Forschungsreise ist Teil des „Sebastian-Thrun-Preises“ der Universität Hildesheim. Maren Stadtländer und Thorsten Schoormann forschen in der Arbeitsgruppe des Wirtschaftsinformatikers Professor Ralf Knackstedt und befassen sich mit nachhaltigen Geschäftsmodellen.

„Ich hoffe, von seinen Erfahrungen mit Start-Ups zu lernen. Es ist spannend, dass jemand wie Sebastian Thrun aus Hildesheim kommt, hier an der Universität Informatik studiert hat – er ist mit seinem Lebenslauf ein Vorbild für uns Studentinnen und Studenten, eine große Inspiration. Ich hoffe, dass ich mit vielen Impulsen aus dem Silicon Valley nach Hildesheim zurückkehren werde“, sagt Thorsten Schoormann.

Nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln

Maren Stadtländer und Thorsten Schoormann haben beide in Hildesheim ihr Bachelor- und Masterstudium „Wirtschaftsinformatik“ absolviert und wollen mit ihrer Forschung am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik nun die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle vorantreiben.

Die 27-jährige Maren Stadtländer ist seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin. „Ich untersuche, wie Nachhaltigkeit in Geschäftsmodellen berücksichtigt und in der Lehre an die nächste Generation der Studierenden oder in Schulen weitergegeben werden kann.“

In den Unternehmen seien ökologische Aspekte, wie Ressourcen- und Energieeinsparung, aber auch soziale Aspekte, wie ein positiver Einfluss auf die Gesellschaft, immer stärker in den Fokus gerückt, auch weil es den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. „Geschäftsmodelle, die stark im Kommen sind, sind beispielsweise Sharing-Modelle, bei denen die Ressourcen nicht mehr einer Person privat gehören, sondern geteilt werden, etwa ein Auto oder Wohnraum“, so Stadtländer. Erste Forschungsergebnisse für die Umsetzung nachhaltiger Geschäftsmodelle konnte sie bereits im Frühjahr auf der gößten deutschsprachigen Konferenz der Wirtschaftsinformatik in Siegen vorstellen.

Der 32-jährige Thorsten Schoormann arbeit seit 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität, derzeit im „Innovationsverbund SmartHybrid“. Er befasst sich in der Forschung mit der Analyse von ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit in Geschäftsmodellen und wie dieses softwarebasiert umgesetzt werden können. „Wie kann ein Softwarewerkzeug aussehen, das Leute dabei unterstützt, während des Erstellens eines Geschäftsmodells über die ökologischen und sozialen, und nicht nur die ökonomischen, Fragen nachzudenken? Daran baue ich“, sagt der Wirtschaftsinformatiker.

„Man kann groß denken und versuchen, neue Geschäftsmodelle zu bauen, aber man kann auch in bestehenden nachsteuern. Wer ein Geschäftsmodell weiterentwickeln möchte, steht zunächst beispielsweise vor der Frage: Was sind die Kernressourcen, die es braucht, damit das Geschäftsmodell funktioniert? Sind etwa erneuerbare Rohstoffe vorhanden? Während man das Geschäftsmodell visualisiert, kann man Denkprozesse in Gang setzen wie zum Beispiel: ‚Denk‘ doch einmal nach, das sind deine derzeit verwendeten Rohstoffe – aber es gibt hier eine Liste mit nachhaltigen Alternativen.‘ Checklisten machen auf ökologische Aspekte aufmerksam“, so Schoormann.

Das Softwaretool, an dem er derzeit arbeitet, soll Unternehmen unterstützen, solche Fragen nach Nachhaltigkeit zu stellen, „damit man sich Gedanken macht, was verbessert werden muss“. Das Werkzeug ist ein Forschungsprototyp, den Thorsten Schoormann in der IT-Lehre bereits einsetzt. „Studierende modellieren damit Geschäftsmodelle“, so der Wirtschaftsinformatiker. Auch wenn es kein Geschäftsmodell gibt, das die komplexen und multikriteriellen Anforderungen der Nachhaltigkeit vollumfänglich erfüllt, ist die gezielte Reflektion elementarer Aspekte auf Kunden- und Anbieterseite wertvoll.

„Es gibt viele Pioniere, die darüber nachdenken, wie man die Welt ein Stück weit besser machen kann, etwa die Schülerbewegungen und Demonstrationen wie ‚Fridays for Future‘, die wir gerade erleben. Die Leute haben ein Bewusstsein dafür, dass etwas geändert werden muss, dass wir nicht auf Kosten des Planeten so weiterleben können wie bisher. Mit unserer Arbeit möchten wir ihnen ein paar Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie über bestimmte Dinge nachdenken können. Der erste Schritt ist häufig, zu visualisieren und dadurch zu sensibilisieren: Hier ist etwas schlecht – okay, wie funktioniert es besser?“ Impulse für die weitere Arbeit erhoffen sie sich nun von der Forschungsreise ins Silicon Valley.

Zentrum für Digitalen Wandel in Hildesheim ist „ein wichtiger Schritt, um deutlich zu machen, was im Bereich der Digitalisierung an der Universität Hildesheim bereits alles geleistet wird“

Dass die Universität Hildesheim ein Zentrum für Digitalen Wandel/Center for Digital Change aufgebaut hat, hält Thorsten Schoormann für einen wichtigen Schritt, um deutlich zu machen, was im Bereich der Digitalisierung an der Universität bereits alles geleistet wird.

„Wir haben viele Felder und extrem spannende Lehrstühle in Hildesheim, ob Data Analytics oder Software Engineering, Computerlinguistik oder Sprachanalyse. Als Wirtschaftsinformatiker arbeite ich disziplinübergreifend, deshalb ist es genau richtig, dass Politikwissenschaft, Kultur- und Erziehungswissenschaft in dem Zentrum für Digitalen Wandel gemeinsam mit den naturwissenschaftlich-technischen Fächern zusammenarbeiten. Es gibt viele, die sich bereiterklären, und an diesem gemeinsamen Prozess, Digitalisierung zu erforschen, mitwirken“, sagt Thorsten Schoormann.

Maren Stadtländer ergänzt: „Digitalisierung bricht überall in die Gesellschaft ein, es ist wichtig, dass an der Universität geisteswissenschaftliche und technische Fächer zusammenarbeiten und zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer die Kompetenzen vermittelt bekommen. Wir sind eine der ersten Universitäten, die Informatik-lehrerinnen und Informatiklehrer für Haupt- und Realschulen gezielt ausbildet. Und ich finde es wirklich positiv, welche Entwicklungen im Bereich der Internatio-nalisierung an der Universität zu beobachten sind. Data Analytics ist etwa inzwischen eine Anlaufstelle für Leute aus der ganzen Welt geworden, ein unglaublich diverser Studiengang. Hildesheim ist nicht die größte Stadt – aber es ist wichtig, sich zu positionieren und zu zeigen, was hier bereits geleistet wird.“

Kurz erklärt:

Sebastian Thrun

Sebastian Thrun hat an der Universität Hildesheim von 1986 bis 1988 als einer der ersten Studenten Informatik studiert, in Bonn promoviert und wechselte dann in die Vereinigten Staaten. Er war Assistenzprofessor für Informatik an der Carnegie Mellon University und leitete als Research Professor an der Stanford University den Bereich Künstliche Intelligenz.

Thrun erforscht lernfähige Robotiksysteme, die sich selbstständig bewegen können. Er ist Erfinder des selbstfahrenden Autos und leitete verschiedene Projekte im geheimen Forschungslabor „Google X“, darunter „Google Glass“, und schuf die technischen Grundlagen für „Google StreetView“. Parallel dazu gründete Thrun die Internet-Universität „Udacity“ und hat seitdem sein Ziel auf die Demokratisierung von weiterführender Bildung ausgerichtet. Die Kurse über Künstliche Intelligenz, Robotik und Maschinelles Lernen erreichen derzeit neun Millionen Menschen.

IT-Studium an der Universität Hildesheim

Insgesamt studieren an der Universität Hildesheim derzeit über 850 IT-Studentinnen und IT-Studenten (Stand Sommersemester 2019). Die Universität bildet im Bachelorstudium und im Masterstudium Informatikerinnen und Informatiker unter anderem in den Studienprogrammen „Wirtschaftsinformatik“, „Angewandte Informatik“ und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ sowie im „Lehramt Informatik“ aus.

Eine überwältigende Nachfrage verzeichnet seit 2016 „Data Analytics“. Für dieses erste vollständig englischsprachige Studienprogramm der Universität Hildesheim haben sich zum Wintersemester über 2000 Studieninteressierte aus der ganzen Welt beworben. Hildesheim hat dabei das bundesweit größte Programm für Data Analytics mit derzeit 165 Studentinnen und Studenten aus mehr als 25 Ländern.

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news-17339 Thu, 05 Sep 2019 18:08:00 +0200 Lehrerausbildung an der Uni Hildesheim: Noch freie Studienplätze für das Lehramt an Haupt- und Realschulen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/lehrerausbildung-an-der-uni-hildesheim-noch-freie-studienplaetze-fuer-das-lehramt-an-haupt-und-reals/ Studieninteressierte können sich noch bis zum 30. September 2019 für einen Bachelorstudienplatz im Bereich Lehramt an Haupt- und Realschulen bewerben. Die frühe Unterrichtspraxis ist seit über 70 Jahren ein Kernelement der Hildesheimer Lehrerausbildung. Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten erhalten in Praxisphasen Einblicke in die Schulrealität. Freie Studienplätze an der Universität Hildesheim sind noch in den folgenden Fächerkombinationen im Bereich Lehramt an Haupt- und Realschulen vorhanden, eine Bewerbung ist bis zum 30. September 2019 [+++VERLÄNGERT+++] möglich:
  • Mathematik / Biologie

  • Mathematik / Chemie

  • Mathematik / Geographie

  • Mathematik / Physik

  • Mathematik / Politik

  • Mathematik / Technik

  • Mathematik / Wirtschaft

  • Mathematik / Informatik

Hier geht’s zur Online-Bewerbung um einen Studienplatz

Hildesheim ist seit Jahrzehnten bedeutsam für die Schulentwicklung in Niedersachsen: Mit etwa 2600 Studierenden bildet die Universität Hildesheim rund ein Drittel der niedersächsischen Grund-, Haupt- und Realschullehrer aus. Die Universität geht aus der 1946 gegründeten Pädagogischen Hochschule Alfeld hervor.

Die frühe Unterrichtspraxis ist seit über 70 Jahren ein Kernelement der Hildesheimer Lehrerausbildung und bundesweit besonders. Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten erhalten in Praxisphasen Einblicke in die Schulrealität, können die Berufswahl überprüfen und in Seminaren die Unterrichtserfahrungen reflektieren.

Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer studieren in Hildesheim zwei Unterrichtsfächer. In 23 Fächern – von Deutsch, Physik, Biologie und Mathematik über Sport, Theologie, Kunst und Musik bis zu Englisch, Informatik, Psychologie und Politik – bilden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Hildesheim die künftige Lehrergeneration aus. Hinzu kommen Pädagogik, pädagogische Psychologie sowie Politikwissenschaft, Soziologie oder Philosophie.

Besonderen Wert legt die Universität Hildesheim in der Lehrerausbildung auf die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit Heterogenität und auf schulpraktische Erfahrungen ab dem ersten Studienjahr. Studierende sammeln wertvolle Praxiserfahrungen an Partnerschulen in Hildesheim, Hannover und der Region und verzahnen Theorie und Praxis. Die Studentinnen und Studenten gehen einmal wöchentlich an einem Vormittag in die Schule und lernen Unterrichtsanalysen und Unterrichtsversuche.

Hier finden Sie weitere Informationen
über das Lehramtsfach Mathematik
auf der Website des Instituts für Mathematik und Angewandte Informatik

Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung
der Universität Hildesheim

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news-17299 Fri, 16 Aug 2019 14:57:00 +0200 IT-Studium: Informatik an der Uni Hildesheim studieren https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/it-studium-informatik-an-der-uni-hildesheim-studieren/ Die Universität Hildesheim sucht die nächste Generation der IT-Studentinnen und IT-Studenten und bietet vielfältige Studienmöglichkeiten. Die Informatik-Studienprogramme der Universität Hildesheim verbinden Praxis und Theorie. Für die IT-Studiengänge können sich Studieninteressierte noch zum Wintersemester bis zum 30. September 2019 für das Bachelorstudium oder Masterstudium bewerben. Die Vorlesungen beginnen im Oktober 2019. Für das Lehramtsstudium (Bachelor), mit der Fachkombination Mathematik/Informatik, ist eine Bewerbung ebenfalls noch möglich. Die Universität Hildesheim bildet im Bachelorstudium und im Masterstudium Informatikerinnen und Informatiker unter anderem in den Studienprogrammen „Wirtschaftsinformatik“, „Angewandte Informatik“ und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ aus. Eine Bewerbung für das Wintersemester 2019/2020 ist noch möglich.

Die Bewerbungsfrist für das Bachelorstudium ist der 30. September 2019 [+++VERLÄNGERT+++], für das Masterstudium können sich Studieninteressierte noch bis zum 30. September 2019 bewerben.

Hier geht's direkt zur online-Bewerbung

Die Hildesheimer Informatikstudiengänge verbinden Praxis und Theorie. Neben einer profunden, wissenschaftlichen Ausbildung mit vielfältigen Wahlmöglichkeiten ist ein Wirtschaftspraktikum ist ein fester Bestandteil aller IT-Bachelor-Studiengänge der Universität Hildesheim. Im Praktikum haben Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, Erfahrung in der Wirtschaft zu sammeln. Der „Arbeitskreis IT“ unterstützt die Studentinnen und Studenten bei der Kontaktaufnahme zu Unternehmen.

„Unsere Studiengänge decken ein breites Spektrum der IT ab. Außerdem haben die Studierenden umfangreiche Vertiefungsmöglichkeiten, um ihre persönlichen Interessen und Befähigungen besonders zur Geltung zu bringen“, sagt Professor Klaus Schmid, Experte für Softwareentwicklung an der Universität Hildesheim. Die Studentinnen und Studenten entwickeln zum Beispiel moderne Informationssysteme, ein Teilbereich der Informatik, der sich rasant entwickelt.

Hildesheim ist keine Massenuniversität, stattdessen ist das Studium geprägt von viel Interaktion, Austausch und Diskurs. Befragungen von Absolventen und Absolventinnen der Universität Hildesheim zeigen, dass Studierende dieser IT-Studiengänge sehr gute Berufschancen besitzen.

Dies sind die Studiengänge im Kurzüberblick:

„Angewandte Informatik“  

Die Studentinnen und Studenten lernen, wie man große Informationsmengen managt, höchst performante Algorithmen umsetzt und Software wartungsfreundlich gestaltet. Absolventinnen und Absolventen beherrschen moderne Technologien der Softwareentwicklung und sind Spezialisten der Softwareentwicklung. Wer technische Aspekte von Softwareprodukten im Detail verstehen und gestalten möchte, wählt diesen Studiengang.

„Informationsmanagement und Informationstechnologie“ 

Das Auffinden relevanter Informationen stellt heute eine Kernherausforderung in vielen Berufen dar. Absolventen werden auf diese Herausforderung optimal vorbereitet, indem dieser Studiengang Inhalte der Informatik und der Informationswissenschaft verknüpft. Darüber hinaus werden den Studierenden viele Freiräume gelassen, um aus einem breiten Studienangebot auf die eigenen Interessen zugeschnittene Studienprogramme zusammenzustellen.

„Wirtschaftsinformatik“ 

Die Wirtschaftsinformatik betont die Anwendungsperspektive von Informationssystemen. Absolventinnen und Absolventen können Unternehmensprozesse mit IT kontinuierlich verbessern beziehungsweise gänzlich neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Sie verstehen sowohl die Möglichkeiten der IT als auch die Bedarfe in der Wirtschaft, um betriebliche Anwendungssysteme erfolgreich auswählen, anpassen, betreiben und neu entwickeln zu können. Der Studienverlaufsplan orientiert sich an bundesweit gültigen Rahmenempfehlungen.

Lehramtsstudium mit der Fachkombination Mathematik/Informatik (Polyvalenter 2 Fächer-Bachelor)

Bewerbungsfrist für Lehramt an Haupt- und Realschulen: 30. September 2019 [+++VERLÄNGERT+++]

Mögliche Fächerkombinationen für das Lehramt an Haupt- und Realschulen: Mathematik + Informatik // Mathematik + Biologie // Mathematik + Chemie // Mathematik + Geographie // Mathematik + Physik // Mathematik + Politik // Mathematik + Technik // Mathematik + Wirtschaft

Die Universität Hildesheim bildet Lehrerinnen und Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen aus, zum Beispiel in der Fächerkombination Mathematik und Informatik. Neben Programmieren und Datenbanken gehören auch Algorithmen und Datenstrukturen, Medieninformatik und Systemadministration zum Informatikstudium in Hildesheim. Die Lehramtsstudierenden wählen Schwerpunkte wie Maschinelles Lernen, Softwareentwicklung, Robotik oder Wirtschaftsinformatik. Sie kombinieren die Theorie mit der Praxis und sind schon im ersten Studienjahr an Partnerschulen. Weitere fachdidaktische Praxisphasen folgen im Verlauf des Studiums. Im Fach Mathematik gehören zum Beispiel Lehrveranstaltungen wie Lineare Algebra, Algorithmen und Modellierung, Einführung in die Didaktik und Geometrie zum Lehramtsstudium. Als künftige Lehrerinnen und Lehrer vermitteln sie Kindern eine informatische Grundkompetenz und begleiten Kinder dabei, algorithmische Denkweisen zu verstehen und kritisch damit umzugehen.

Uni-duales Studium im IT-Bereich 

Die IT-Bachelorstudienprogramme Informationsmanagement und Informationstechnologie, Angewandte Informatik und Wirtschaftsinformatik können auch als uni-duale Studiengänge in Kooperation mit Unternehmen studiert werden. Studierende erhalten eine vergütete praktische Ausbildung bei einem Unternehmen und studieren an der Universität Hildesheim in vollem Umfang ihren gewählten IT-Studiengang. Als Abschluss erwerben sie den Bachelor of Science. 

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news-17324 Mon, 05 Aug 2019 00:00:00 +0200 Feierstunde des Fachbereichs 4: 52 Absolventinnen und Absolventen erhielten ihre Urkunden https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/feierstunde-1/ Der Fachbereich „Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik“ hat in einer Feierstunde 52 Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement und Informationstechnologie, Umweltsicherung, Umweltwissenschaft und Naturschutz sowie Umwelt, Naturschutz und Nachhaltigkeitsbildung ihre Bachelor- und Masterurkunden überreicht. Zudem wurden Preise verliehen. Am Nachmittag der Mittsommernacht am 22. Juni erhielten 52 Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement und Informationstechnologie, Umweltsicherung, Umweltwissenschaft und Naturschutz sowie Umwelt, Naturschutz und Nachhaltigkeitsbildung ihre Bachelor- und Masterurkunden. Dekan Prof. Dr. Klaus Schmid führte gemeinsam mit Studiendekan Prof. Dr. Boris Girnat sowie den Studiengangsbeauftragten durch das Programm.

Neben den Bachelor- und Masterabsolvent_innen durften sich neun herausragende Studierende über Glückwünsche freuen: Sie erhielten eine Auszeichnung für Bestleistungen in den jeweiligen Studiengängen.

Die Auszeichnungen als beste Studierende erhielten:

  • Bachelor IMIT: Diana Lange

  • Master IMIT: Niklas Melcher, Anna Kardziev, Mofassir Ul Islam Arif, Jan Forkel

  • Bachelor WINF: David Walter

  • Bachelor Umweltsicherung: Jenny Dreblow

  • Master UNN (inkl. UWN): Moritz Sandner

Arwed-Löseke-Preis für Wirtschaftsinformatik

Als besondere Auszeichnung wurde der Arwed-Löseke-Preis für Wirtschaftsinformatik vergeben, der seit jeher tief mit dem Unternehmer Dr. h.c. Arwed Löseke verbunden ist, der sich in herausragender Weise für Hildesheim als Wissenschaftsstandort eingesetzt hat. Ein besonderes Interesse hatte er im Bereich Wirtschaft und Informatik. Die Stiftungsuniversität ehrt sein Andenken durch die jährliche Vergabe des Arwed-Löseke-Preises für Wirtschaftsinformatik. Der Preis wird seit dem Jahr 2015 vergeben. Dabei wird der Arwed-Löseke-Preis durch den Fachbereichsrat an die/den best_en Studierende_n der Wirtschaftsinformatik vergeben. In diesem Jahr erhielt Dennis Reichle den Preis.

Sebastian-Thrun-Preis

Der Sebastian-Thrun-Preis wird an eine_n Absolvent_in im B.Sc. oder M.Sc. IMIT oder einen Promovierten der Informatik vergeben. Der Preis zeichnet besonders hervorragende Leistungen im Studium und in der Forschung auf dem Gebiet der Informatik aus. Dieses Jahr wurde der Preis an Thorsten Schoormann und Maren Stadtländer vergeben. Der Sebastian-Thrun-Preis wird seit 2014 vergeben. Er beinhaltet einen Besuch in den USA bei Sebastian Thrun, dem Erfinder der selbstfahrenden Autos und einem der einflussreichsten Denker in der Welt der künstlichen Intelligenz. Thrun hat in den 1980er Jahren an der Universität Hildesheim Informatik studiert und ist ihr als Förderer erhalten geblieben.

Dank

Besonderer Dank geht an die Alumnigesellschaft der Universität Hildesheim, die die Absolvent_innenfeier seit Jahren finanziell unterstützt, an den Gastredner Herrn Prof. Dr. Theo Stracke sowie an die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer, ohne die diese Feier nicht möglich wäre.

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news-17107 Thu, 04 Jul 2019 07:46:00 +0200 Vorstand des Zentrums für Digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/vorstand-des-zentrums-fuer-digitalen-wandel/ Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive. Im Juli kam der Vorstand des „Zentrums für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“  der Universität Hildesheim zur konstituierenden Sitzung zusammen.

Dem Vorstand gehören der Wirschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt (Sprecher), die Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer, der Informationswissenschaftler Professor Joachim Griesbaum, die Mathematikdidaktikerin Professorin Barbara Schmidt-Thieme, der Leiter der Universitätsbibliothek Dr. Ewald Brahms und der Literaturwissenschaftler Dr. Guido Graf an.

„Mit dem Zentrum für Digitalen Wandel wollen wir bestehende Forschungs-, Lehr- und Transferinitiativen bündeln, um diesen eine größere Wirksamkeit zu verleihen und um disziplinübergreifende Erklärungs- und Gestaltungsansätze zu ermöglichen, die dem digitalen Wandel in seiner Komplexität gerecht werden“, so Professor Ralf Knackstedt.  

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möchten erklären und aufklären, so dass weder überzogener Alarmismus noch Hype die Debatten über den digitalen Wandel prägen. Die Digitalisierung ist eines von vier Leithemen – neben Bildung, Kultur und Diversität – in der Entwicklungsplanung der Universität Hildesheim.

Weitere Informationen über das ZFDW finden Sie online.

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news-16626 Wed, 19 Jun 2019 21:55:00 +0200 Ringvorlesung: Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ringvorlesung-digitaler-wandel-in-unternehmen-und-verwaltungen/ Der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt befasst sich in der Forschung mit den Herausforderungen, vor denen Unternehmen und Verwaltungen im Digitalen Wandel stehen. Das Wissen aus der Forschung teilt der Hildesheimer Forscher und setzt sich für den Forschungstransfer in der Region Hildesheim ein. Mit der öffentlichen und kostenfreien Ringvorlesung „Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen“ bietet das Hildesheimer Team der Wirtschaftsinformatik eine Austauschplattform zu Themen des Digitalen Wandels. Die Vorlesung bringt Studierende und Forschende aber vor allem auch Bürgerinnen und Bürgern und Fach- und Führungskräfte in Unternehmen und Verwaltungen in den Austausch. „Neben den Vorträgen der Referentinnen und Referenten geben wir der Diskussion des Themas mit dem Publikum großen Raum“, sagt Knackstedt.

Die Vorlesung findet jeweils donnerstags von 18:00 bis 19:30 Uhr im Forum (Raum N006) am Hauptcampus der Universität Hildesheim statt. Die Vorlesungsreihe endet Mitte Juli 2019.

Programm (PDF)
Ringvorlesung „Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen“

„Wir möchten dazu beitragen, dass der Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung vorangetrieben wird“

Interview mit Prof. Dr. Ralf Knackstedt

Herr Prof. Knackstedt, Sie laden Bürger und regionale Unternehmen zur Vorlesungsreihe „Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen“ ein. Vor welchen Herausforderungen steht die Verwaltung zum Beispiel?

Die Digitalisierung bietet umfassende Möglichkeiten, Verwaltungsprozesse umzugestalten, indem verschiedene Bereiche digitalisiert werden und Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern verschiedene, auch auf künstlicher Intelligenz basierende, Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, mit denen sie in ihren Entscheidungen unterstützt werden. Diese Digitalisierungsoptionen müssen systematisch erhoben und priorisiert werden, unter Budgetbeschränkungen in den Verwaltungen. Es ist eine ganz wichtige Frage, zu klären, mit welchen Optionen man voranschreitet und welche man gegebenenfalls erst später verfolgt.

Welche Prozesse sind das in der Verwaltung zum Beispiel?

In der Region ist momentan die Einbindung elektronischer Rechnungen in die Prozesse eine ganz wesentliche Aufgabe, durch die die Medienbrüche stark reduziert werden können. Medienbrüche sind immer gegeben, wenn man anfängt, ein Papierdokument erst wieder einzutippen, damit es in Datenbanken verwaltet werden kann, das dann wieder ausgedruckt wird und beim nächsten Empfänger in den Verwaltungen oder beim Bürger dann wieder erst elektrifiziert werden muss. Für mehrere Verwaltungen im Verbund ist der Austausch von Lösungen und best-practices notwendig, um zu erreichen, dass nicht jede Verwaltung bestimmte Herausforderungen angeht und Lösungen entwickelt. Da sehe ich hier in der Region Hildesheim ganz spannende Bereitschaften in der Verwaltung, sich in solchen Austauschnetzwerken zusammenzuschließen. Aber es ist noch unklar, wie man diese organisiert, wie man den Überblick über die best-practices erhält und wie man die Erfahrungen dokumentiert und das Wissen weitergeben kann. Und insgesamt das Agieren in diesen Netzwerken unterstützen kann – da könnte die Universität Hildesheim durchaus helfen. Der „Arbeitskreis Informationstechnologie“ und die Arbeit im Zentrum für Digitalen Wandel bieten uns als Universität die Chance, nah an den Entwicklungen in der regionalen Wirtschaft dran zu sein und solche Initiativen mit anzustoßen. Die Kommunen können jeweils Schwerpunkte setzen – eine Kommune könnte sich auf Prozesse an der Schnittstelle von Bürger und Verwaltungen konzentrieren und dort Innovationen gestalten, die dann die anderen Kommunen nachziehend bei sich direkt ähnlich umsetzen. Eine andere Kommune verbessert verwaltungsinterne Prozesse und spielt die Entwicklung an die anderen Kommunen im Netzwerk weiter.

Was sind weitere digitale Baustellen für Verwaltungen und Behörden?

Eine weitere große Herausforderung ist, dass Verwaltungen in der IT-Sicherheit voranschreiten müssen. Die Stadt Hildesheim ist sehr aktiv, entsprechende Strukturen und Prozesse zu gestalten, mit denen sie die IT-Sicherheit gewährleisten kann. Der IT-Fachkräftemangel ist ein großes Problem. Ich fände es spannend, wenn wir an der Universität Hildesheim Absolventinnen und Absolventen ausbilden würden, die für die Verwaltungen fachlich noch einsatzfähiger sind, weil sie nicht ausschließlich wie bisher die Prozessgestaltung und die IT beherrschen, sondern sich auch mit den Besonderheiten des Verwaltungshandeln hinreichend auskennen. Um hierfür die Basis zu legen, müssten allerdings weiterführende Initiativen ergriffen werden, für die uns Mitstreiter aus Politik und Gesellschaft höchst willkommen sind.

Und welchen Wandel beobachten Sie in den Unternehmen zum Beispiel?

Das ist sehr von der jeweiligen Branche abhängig. Unsere Ringvorlesung „Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen“ bietet ein breites Spektrum und gibt Einblicke. Insgesamt ist die Wirtschaft sehr herausgefordert durch disruptive Innovation neuer Geschäftsmodelle, die durch die Digitalisierung ermöglicht werden. Da benötigen die Unternehmen Anleitungen und sind durch das Dilemma herausgefordert, ihr bisheriges Geschäft mit der Digitalisierung kontinuierlich zu verbessern und gleichzeitig zu überlegen, ob sie das Geschäftsmodell ändern müssen.

Es nehmen Fachleute aus 11 Hochschulen, Unternehmen und Verwaltung an der Ringvorlesung von April bis Juli 2019 teil. Warum organisieren Sie diese Vorlesungsreihe?

Mein Team und ich möchten dazu beitragen, dass der Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung vorangetrieben wird. Unsere Studentinnen und Studenten absolvieren Abschlussarbeiten und Praktika in regionalen Unternehmen und bauen die Kontakte in die Region auf, die ein möglicher Arbeitgeber für sie ist. In der Ringvorlesung haben sie die Chance, eine Vielfalt der Branchen zu erleben und in unterschiedliche Bereiche hineinzuschnuppern. Wir öffnen die Ringvorlesung und würden uns sehr freuen, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen und Verwaltungen in den Hörsaal kommen. Für Bürgerinnen und Bürger ist die Vorlesungsreihe relevant, weil sie erleben, was in ihren Arbeitsplätzen passieren kann und was auf sie zukommen kann. Unsere Ringvorlesung ist ein Beitrag zur Transfer- und Austauschstrategie der Universität Hildesheim. Wir möchten unser Wissen teilen und zu Austausch und Diskussion in der Region beitragen.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen

Die Termine der Ringvorlesung im Überblick:

Geschäftsmodelle im Digitalen Wandel: Transformation von Produkten, Ressourcen und Methoden

18.04.2019: Der Digitale Wandel ermöglicht es, Sachleistungen (elektronische Geräte, Maschinen, Anlagen) und Dienstleistungen neuartig miteinander zu integrieren und aufeinander abzustimmen. Dr. Sebastian Bräuer und Thorsten Schoormann erläutern, welche Chancen zur Gestaltung innovativer Leistungsangebote zur vollständigen Lösung komplexer Kundenprobleme sich dadurch ergeben. Beispielsweise bietet sich so die Möglichkeit Kunden von der Koordination von Handwerksleistungen zu entlasten.

Digitaler Wandel im Banking

25.04.2019: Die Veränderung der Geschäftsmodelle von Banken im Digitalen Wandel betrifft uns letztlich alle. Wolfgang Heykena erläutert welche Serviceleistungen zukünftig für Banken möglich werden und wie Kunden davon profitieren. Letztlich wird sich unser Bild, was eine Bank ist und macht, mittel- bis langfristig ändern.

Sicherheitsaspekte beim Digitalen Wandel: Assoziative Kryptotechnik

02.05.2019: Digitaler Wandel benötigt IT-Sicherheit. Prof. i. R. Dr. Hans-Joachim Bentz hat ein Unternehmen gegründet, das einen völlig neuartigen in seiner Forschung entwickelten Ansatz umsetzt, um unsere privaten und geschäftlichen Daten vor dem bösartigen Manipulieren und Ausspähen zu sichern.

Digitaler Wandel in Unternehmen: Agile Transformation und Management 3.0

09.05.2019: Im Digitalen Wandel verändert sich, wie wir Sitzungen leiten und unsere Aktivitäten auf geteilte Ziele hin abstimmen. Dies gilt nicht nur für die Koordination unserer arbeitsteiligen Zusammenarbeit in Unternehmen, sondern auch in Vereinen und nicht profitorientierten Organisationen werden neuartige Formen, Projekte und Initiativen zu organisieren, möglich. Georg Rekas erläutert die Potenziale und Grenzen, die damit einhergehen.

Damoklesschwert des Digitalen Wandels am Beispiel Versicherungswirtschaft

16.05.2019: Der Schutz unserer personenbezogenen Daten geht uns alle an. Mit den Anpassungen der juristischen Vorschriften im Datenschutz ändern sich auch die Rechte von Verbrauchern. Kunden sollten gut informiert sein, um ihre Rechte bei Unternehmen durchsetzen zu können und um die Potenziale, die sich ihre Daten Unternehmen erschließen, realistisch einschätzen zu können. Laura Weidner und Robin Eißner geben entsprechende Einblicke aus Sicht der Versicherungswirtschaft.

IT-Sicherheit in der Verwaltung: Herausforderungen durch den Digitalen Wandel

23.05.2019: Viele Bürger versprechen sich vom Digitalen Wandel, dass sich ihre Kontakte zu Behörden zukünftig bequemer und zeitsparender gestalten lassen. Um die Akzeptanz dieser Veränderungen zu sichern, ist es unabdingbar ein hohes Maß an IT-Sicherheit umzusetzen. Florian Gefrörer erläutert, wie sich die Stadt Hildesheim dieser Herausforderung stellt.

Digitaler Wandel und StartUps: Die HI-Cube-Innovationsplattform

06.06.2019: Im Digitalen Wandel wird es für jeden leichter auch nebenberuflich unternehmerisch tätig zu werden. Aus mancher Idee ist so schon ein großes, weltweit agierendes Unternehmen geworden. Achim Mauruschat und Sebastian Sieloff stellen vor, wie eine Hildesheimer Innovationsplattform die Gründung neuer Unternehmen unterstützen kann.

Digitaler Wandel in der Produktion

20.06.2019: Industriearbeitsplätze werden vom Digitalen Wandel in besonderem Maße betroffen sein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die sie unterstützenden Sozialpartner und Bildungsinstitutionen sollten sich Klarheit verschaffen, welche Änderungen mit zunehmender Automatisierung verbunden sind. Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann und Dr. Mark Mennenga geben einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungsperspektiven in der Produktion.

Digitaler Wandel in der Finanzierung nachhaltiger Projekte: Welchen Beitrag kann Crowdfunding zu nachhaltiger Entwicklung leisten?

27.06.2019: Die ökologische und soziale Nachhaltigkeit digitaler Geschäftsmodelle wird kontrovers diskutiert. Richtig umgesetzt bietet der Digitale Wandel große Chancen für die Sicherung der Umwelt und gegen den Klimawandel. Prof. Dr. Jacob Hörisch gibt einen Überblick, wie sich die Finanzierung von Ideen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Rettung unseres Planeten zu leisten, durch die Beiträge vieler (der Crowd) tatsächlich umsetzen lassen.

Daten als Baumaterial der Zukunft: Digitaler Wandel in der Immobilienwirtschaft

04.07.2019: Der Digitale Wandel macht nicht an unseren Haustüren halt, sondern wird auch das Wohnen in und das Bauen und Umgestalten von Gebäuden verändern. Prof. Dr. Torben Bernhold zeigt auf, welche kaum zu überschätzende Bedeutung Daten im Bau und Betrieb von Immobilien zukünftig zukommen wird. Unsere Art zu wohnen wird morgen nicht mehr die gleiche sein.

Neues Business im Digitalen Wandel

11.07.2019: Der Digitale Wandel ist davon geprägt, dass neue Geschäftsmodelle in schneller Folge tradierte Angebote weitgehend ablösen. Populäre Beispiele für diese Entwicklung sind Legion (Online-Verkauf von Produkten, Streaming-Dienste für Musik und Filme, digitale Fotografie etc.) Justus Lüder und Dirk Hahnrath zeigen aktuelle Entwicklungen auf und geben Orientierung in einer Geschäftswelt ohne Stillstand.

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Pressemeldungen Zentrum für Digitalen Wandel Fachbereich 4 Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-16607 Tue, 16 Apr 2019 08:51:50 +0200 Wirtschaftsinformatiker Julien Hofer: „Wir wollen Wissen besser verfügbar machen“ https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wirtschaftsinformatiker-julien-hofer-wir-wollen-wissen-besser-verfuegbar-machen/ Der Wirtschaftsinformatiker Julian Hofer entwickelt Online-Portale, in denen zum Beispiel Forschung dargestellt und Wissen vernetzt wird. Der Doktorand hat sich auf Wissensmanagement, Data Mining und Process Mining spezialisiert. Im Interview spricht er über seine Forschung in Hildesheim. Der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt und die Sozialpädagogin Professorin Inga Truschkat haben das bundesweite Forschungsprojekt „InDeKo.Navi“ von Hildesheim aus koordiniert. Wie verändert sich Arbeit? In 31 Teilprojekten wurde bundesweit untersucht, wie Betriebe mit den Folgen des demografischen Wandels und der modernen digitalisierten Arbeitswelt, mit Nachwuchssorgen und Personalentwicklung umgehen. Nach vierjähriger Forschung liegen Ergebnisse vor.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die wissenschaftliche Begleitforschung  „InDeKo.Navi – Vernetzung und Zukunftsorientierung in der Erforschung des betrieblichen Kompetenzmanagements im demografischen Wandel“ mit 1,2 Millionen Euro gefördert. Das Hildesheimer Team hat ein Portal entwickelt, in dem alle Forschungsprojekte und Ansprechpartner dargestellt werden.

Interview mit dem Wirtschaftsinformatiker Julien Hofer

„Unser Forschungsportal bietet eine interaktive Orientierung über das betriebliche Kompetenzmanagement im demografischen Wandel“

Julien Hofer gehört zu der Hildesheimer Arbeitsgruppe. Der Doktorand hat sich auf Wissensmanagement, Data Mining und Process Mining spezialisiert. Er entwickelt Wissenskarten und hat die interaktive Forschungslandkarte zum Projekt „InDeKo.Navi“ entwickelt. Im Interview spricht der Wirtschaftsinformatiker über seine Forschung.

Herr Hofer, Sie befassen sich in Ihrer Arbeit am  Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik mit Forschungsportalen. Ergebnisse aus dem vom Bund geförderten Forschungsprojekt „InDeKo.Navi“ haben Sie etwa gemeinsam mit Professor Ralf Knackstedt auf einer Arbeitsforschungstagung des Bundesforschungsministeriums zum Thema „Arbeitswelten der Zukunft“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart vorgestellt.

Ich beschäftige mich mit der Frage, wie Forschungsportale die Vernetzung von Forschenden vorantreiben können, um Synergien zu schaffen. Innerhalb unseres Forschungsprojekts, in welchem wir den Förderschwerpunkt „Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel“ wissenschaftlich begleitet und analysiert haben, gibt es viele Projekte die sich mit der Digitalisierung der Arbeit beschäftigen. Daher macht es Sinn, solche Projekte miteinander zu vernetzen und ihnen Informationen über andere (ähnliche) Projekte zur Verfügung zu stellen. Dies wird durch unser entwickeltes InDeKo.Navi-Portal gewährleistet und deshalb haben wir das Portal auf dieser Tagung, die vom BMBF veranstaltet wurde, an einem eigenen Stand ausgestellt.  

Sie möchten mit Ihrer Arbeit Wissen auffindbar und zugänglicher machen und haben in dem BMBF-Projekt ein Forschungsportal für den Förderschwerpunkt „Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel“ entwickelt. Sie entwickeln interaktive Forschungslandkarten, die zeigen, wo Wissen „liegt“ und schaffen so einen Überblick. Was kann man denn mit dem Forschungsportal machen?

Ich stelle unter anderem eine Funktion zur Verfügung, mit der Grafiken interaktiv gemacht werden können. Dadurch können sich dann zum Beispiel Beteiligte aus Forschung und Praxis schnell über ein Thema informieren und auch vernetzen. Wir wollen Wissen besser verfügbar machen und Forschungserkenntnisse in die Breite tragen. Das Portal stellt diverse Forschungsergebnisse und Forschungsprojekte dar, die sich mit dem betrieblichen Kompetenzmanagement im demografischen Wandel beschäftigen. Es gibt zum Beispiel Projekte, die versuchen mit Hilfe der Digitalisierung die Resilienz von Arbeitnehmern zu unterstützen oder das eigene Stressmanagement mit Hilfe einer App neu gestalten. Neben der Darstellung, wo diese Projekte verortet sind und wer dort der Ansprechpartner ist, bietet es weitere Analysemöglichkeiten, wie beispielsweise quantitative Analysen über den Datenbestand, welche dann in Form von verschiedenen Diagrammarten visualisiert werden. Das Portal bietet unterschiedliche Informationen. Dies geht von den Ansprechpartnern einzelner Projekte über die Kontaktinformationen der Transferpartner bis hin zu verlinkten Publikationen.

Und wie haben Sie als Wirtschaftsinformatiker dieses Forschungsportal entwickelt, wie wurde es „gebaut“, was ist die Kernidee dahinter?

Das Forschungsportal wurde als Open Source-Projekt entwickelt und auf dem Content-Management-System „Drupal“ aufgebaut. An der Entwicklung waren unter anderem mehrere Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim im Rahmen von IT-Studienprojekten, welche von der Abteilung „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ geleitet wurden, beteiligt. Des Weiteren habe ich auf einen intensiven Austausch mit der Entwickler-Community geachtet, welches sich zuletzt in der Einladung als Speaker zur Konferenz „DrupalEurope“ wiederspiegelte. Die Kernidee des Portals ist die modularisierte Infrastruktur, die für weitere Portale genutzt werden kann, ohne über viel technisches Know-how zu verfügen.

Die Fragen stellte Isa Lange.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Forschung Startseite
news-16317 Fri, 08 Mar 2019 15:54:04 +0100 Explore Science: „Ich bin ein Fan von Wissenschaft“ https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/explore-science-ich-bin-ein-fan-von-wissenschaft/ Henk Telle ist ein „großer Fan von Wissenschaft“. Das Explore bietet eine Vielfalt – von Chemie bis Technik und Informatik – und ist eine große Bereicherung, sagt der 15-Jährige. Die Universität Hildesheim gehört zu den Kooperationspartnern des neuen Schülerforschungszentrums in Hildesheim. Das Explore Sciencenter ist eine Chance für die naturwissenschaftlich-technische Nachwuchsbildung in der Region Hildesheim. Unabhängig von Vorkenntnissen und Fähigkeiten, von Geschlecht, Alter oder Herkunft können Kinder und Jugendliche sich im Explore in Hildesheim in ihrer Freizeit naturwissenschaftlich-technisch beschäftigen.

Als der Neuntklässler Henk Telle vom Explore hörte, schrieb er eine Initiativbewerbung, er gehört nun zu den ersten Praktikanten im Schülerforschungslabor. Der 15-Jährige besucht die Robert-Bosch-Gesamtschule und absolviert gerade sein Schülerpraktikum. „Das Explore bietet eine Vielfalt – von Technik und Informatik bis Chemie – und ist eine große Bereicherung und eine Chance, zu experimentieren“, sagt der Schüler.

Neugierde für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bei Kindern und Jugendlichen wecken

Professor Jürgen Menthe gehört zu dem Team, das im Explore das Interesse, die Neugierde und die Begabung von Kindern und Jugendlichen aus der Region Hildesheim in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) fördert. „Das Explore kann zu einem Raum für in Hildesheim werden, in dem Kinder und Jugendliche Lust haben, da zu sein, zu experimentieren und Ideen umzusetzen“, sagt Menthe.

Die Universität Hildesheim zählt zu den ersten Partnern des Explore Sciencenter. Mit Chemieprofessor Jürgen Menthe ist seit der Gründung des Vereins „Open MINT e.V.“ ein Experte im Vorstand. Er war schon an der Schaffung eines Schülerforschungszentrums in Hamburg vor einigen Jahren wesentlich beteiligt und einer seiner Forschungsschwerpunkte konzentriert sich auf den nachhaltigen Einfluss von Schülerlaboren. Er forscht und lehrt seit 2015 am Fachbereich „Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik“. Lehrende verschiedener Fächer engagieren sich in der Programmplanung und in der Gestaltung konkreter Bildungsangebote, somit leistet die Universität Hildesheim ihren Beitrag zur Spitzen- wie zur Breitenförderung in den Natur- und Technikwissenschaften, erläutert Jürgen Menthe.

Lehramtsstudierende sammeln praxisnahe Erfahrungen im Schülerforschungszentrum

Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können die Arbeit des Explore Sciencenter mit Know-how und Geräten unterstützen. Die Universität Hildesheim bildet etwa ein Drittel aller Lehrerinnen und Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen in Niedersachsen aus. „Für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer ist das Schülerforschungszentrum ein Ort, an dem sie wertvolle praxisnahe Erfahrungen sammeln können. Das Explore Sciencenter ist eine große Bereicherung für die Region“, so Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich.

Das Explore Sciencenter hat sein Headquarter in der Volkshochschule Hildesheim (VHS), die ein wichtiger Transferpartner für die Universität ist. Gemeinsam kooperieren die Volkshochschule und die Universität etwa im Sprachenforum und im Schulmuseum.

Kontakt zum Explore Sciencenter

Wer sich für das Explore Sciencenter interessiert, kann Kim Sören Diesel und Tanja Pessel kontaktieren (E-Mail schreiben: more@explore-hi.de). Die beiden organisieren und planen und helfen Kindern und Jugendlichen, die Experimente, die sie im Kopf haben, umzusetzen.

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Pressemeldungen Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Lehrerbildung Chemie Biologie Biologie & Chemie Geographie Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Mathematik & Angewandte Informatik Physik Technik Fachbereich 4
news-16300 Thu, 07 Mar 2019 18:25:00 +0100 Informatik an Schulen: Uni Hildesheim bildet Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer aus https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/informatik-an-schulen-uni-hildesheim-bildet-informatiklehrerinnen-und-informatiklehrer-aus/ Die Debatte um die Fortschritte bei der Digitalisierung in Deutschland betrifft im Kern auch die Schulen – hier wird die nächste Generation ausgebildet. Doch Lehrerinnen und Lehrer für das Schulfach Informatik fehlen. Die Universität Hildesheim bildet seit 2016 Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer aus. Neben Programmieren und Datenbanken gehören Algorithmen und Datenstrukturen und Medieninformatik zum Studium in Hildesheim. Informatik gehört an alle Schulformen – ab der Grundschulzeit, sagt Dr. Jörg Cassens. „Informatik durchdringt alle Lebensbereiche. Unsere Aufgabe als Gesellschaft ist es,  Schülerinnen und Schülern eine  informatische Grundkompetenz zu vermitteln. Sie können lernen, algorithmische Denkweisen zu verstehen und kritisch damit umzugehen. Nicht jedes Kind muss Programmierer werden, aber  alle Heranwachsenden sollten ein Verständnis dafür entwickeln, wie Algorithmen funktionieren und welche Auswirkungen Technik haben kann.  Ansonsten sind sie der Technik machtlos  ausgeliefert anstatt den Digitalen Wandel aktiv gestalten zu können. Die Einführung eines neuen Faches ist im Schulalltag sicher nicht einfach, aber Schule ist ein Spiegel der gesellschaftlichen Realität. Schule ist nicht etwas Statisches. Inhalte, die gelehrt werden, verändern sich – und Informatik sollte in unserer heutigen digitalen Welt ein Pflichtfach sein“, sagt Cassens.

Der Wissenschaftler gehört zu einem Team der Universität Hildesheim, das seit 2016 die künftige Generation der niedersächsischen Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer für Realschulen und Hauptschulen ausbildet. Sein Spezialgebiet ist die Medieninformatik, er hat Themen wie künstliche Intelligenz und die Interaktion zwischen Mensch und Maschine sowie ethische Fragen im Blick.

Der Informatiker Jörg Cassens ist Mitglied des Expertengremiums „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ des niedersächsischen Verbundes zur Lehrerbildung und Mitautor der „Empfehlungen zur Digitalisierung in der niedersächsischen Lehrerinnen- und Lehrerbildung“ (PDF, Februar 2019).

„Jugendliche sollten IT-Systeme nicht nur bedienen, sondern auch beherrschen“

Zum Hildesheimer Team, dass die Informatikausbildung vorantreibt, gehört auch Professor Klaus-Jürgen Förster. „Unser Ziel sollte es sein, dass in Zukunft alle niedersächsischen Schülerinnen und Schüler IT-Systeme nicht nur bedienen sondern auch beherrschen können.“

„Informatik sollte spätestens ab Beginn der Grundschule in Niedersachsen als Pflichtfach in jeder Klassenstufe unterrichtet werden“, sagt Förster.

Das Institut für Mathematik und Angewandte Informatik, an dem Jörg Cassens und Klaus-Jürgen Förster forschen und lehren, sowie der Fachbereich „Mathemematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik“ der Universität Hildesheim streben dies seit mehreren Jahren an, etwa mit dem Bezugsfach Informatik im Sachunterricht. „Wir können dies im Fall einer Genehmigung durch Hannover mit Unterstüzung unseres Präsidiums an der Uni Hildesheim mit entsprechendem Personal schon ab dem kommenden Wintersemester 2019/20 einführen.“ Im Rahmen der Akkreditierung für das Lehramt Informatik an der Haupt- und Realschule an der Uni Hildesheim wurde dieses Konzept bereits 2015  positiv mitbegutachtet.

Universität Hildesheim bildet seit 2016 Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer aus

„Wir brauchen in Deutschland eine große Anzahl von grundständig ausgebildeten Informatik-Lehrerinnen und Informatik-Lehrern, die ihren Schülerinnen und Schülern vermitteln, wie man erfolgreich auch zukünftig die sich immer schneller ausdehnende digitale Welt professionell nutzt und beherrscht“, sagt der Hildesheimer Informatikprofessor Klaus-Jürgen Förster.

Die Niedersächsische Landesregierung hat 2015 beschlossen, das Fach Informatik künftig auch an Hauptschulen und Realschulen einzuführen und seit dem Studienjahr 2016/17 die Universitäten Hildesheim und Oldenburg beauftragt, das Lehramt Informatik an Haupt- und Realschulen in Niedersachsen einzurichten. Die Universität Hildesheim bietet das Lehramtsfach Informatik seit 2016 nicht nur für Studienanfängerinnen und Studienanfänger an, sondern auch als vollwertiges Drittfach für ausgebildete Lehrkräfte.

Programmieren, Datenstrukturen und Robotik auf dem Stundenplan

Neben Programmieren und Datenbanken gehören auch Algorithmen und Datenstrukturen, Medieninformatik und Systemadministration zum Studium in Hildesheim. Die Lehramtsstudierenden wählen Schwerpunkte wie Maschinelles Lernen, Softwareentwicklung, Robotik oder Wirtschaftsinformatik. Sie kombinieren die Theorie mit der Praxis und sind schon im ersten Studienjahr an Partnerschulen. Weitere fachdidaktische Praxisphasen folgen im Verlauf des Studiums.

Die Lehramtsstudierenden besuchen Vorlesungen und Seminare gemeinsam mit den etwa 800 IT-Studierenden aus den IT-Studiengängen „Angewandten Informatik“, „Informationsmanagement und Informationstechnologie“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Data Analytics“ und sind nah dran an den aktuellen fachwissenschaftlichen Themen. Hinzu kommen Lehrveranstaltungen in den Bereichen Didaktik, Erziehungswissenschaft und Psychologie sowie Schulpraktika.

Die Studierenden befassen sich im Studium mit Grundlagen der Informatik: Wie werden Informationen als Daten repräsentiert und verarbeitet, wie steuern Algorithmen Prozesse? Welche Programmierbefehle braucht ein Roboter, um sich im Raum zu bewegen? Wie funktionieren Programmiersprachen? Wie geht man verantwortungsvoll mit Daten um? Welche Auswirkungen haben Informations- und Kommunikationssysteme auf den Alltag und die Gesellschaft?

„Wir werben massiv um Studierende für das Schulfach Informatik“

„Es ist mehr als überfällig das Lehramt Informatik auszubauen und massiv um Studierende für dieses Schulfach zu werben. Dies darf sich nicht nur auf das Lehramt an Gymnasien beziehen und somit etwa die Hälfte unserer Jugendlichen vernachlässigen“, sagt Klaus-Jürgen Förster.

Ohne durchgehende informatische Ausbildung werde sich die berufliche und persönliche Zukunftsperspektive erheblich verschlechtern, dennoch sei in Deutschland der rechtzeitige Aufbruch bisher versäumt worden. In europäischen Nachbarländern, etwa in Großbritannien und in skandinavischen Ländern, gehören Informatik-Inhalte längst durchgehend zur schulischen Ausbildung. Programmieren (Coding) ist dort meist schon in der ersten Klasse verpflichtend vorgesehen.

Kurz erklärt

Informatik an Schulen: Bewerbung um einen Studienplatz

Die Hildesheimer Universität bildet seit Herbst 2016 Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Informatik an Haupt- und Realschulen aus. Studieninteressierte können sich um einen Informatik-Studienplatz für das Lehramt an Hauptschulen oder Realschulen bewerben. Um dem großen Bedarf gerecht zu werden ist eine Einschreibung für Erstsemester sowohl im Wintersemester wie auch im Sommersemester möglich.

Bisher haben in Niedersachsen nur die Universitäten in Göttingen, Oldenburg und Osnabrück Informatiklehrer für den Unterricht an Gymnasien ausgebildet. Eine Ausbildung zur Informatiklehrerin oder zum Informatiklehrer für Haupt- und Realschulen war in Niedersachsen im Gegensatz zu verschiedenen anderen Bundesländern wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen bisher nicht möglich.

Die Hildesheimer Studierenden werden zur ersten Generation der Lehrerinnen und Lehrer gehören, die das Fach Informatik an Hauptschulen und Realschulen sowie Oberschulen und Gesamtschulen in Niedersachsen aufbauen. „Das ist eine große berufliche Chance und eine spannende, lebenslange Aufgabe“, sagt Professor Klaus-Jürgen Förster.

Wer sich für das Lehramtsfach Informatik interessiert, kann sich ab sofort bei Prof. Dr. Klaus-Jürgen Förster vom Institut für Mathematik und Angewandte Informatik melden (E-Mail foerster@cs.uni-hildesheim.de). Studierende wählen neben dem Fach Informatik ein zweites Fach.

Hier geht's direkt zur Online-Bewerbung

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik SSE Maschinelles Lernen Mathematik & Angewandte Informatik Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Polyv. 2-Fäch.BA MEd (Lehramt) Studierendenportal Forschung Startseite
news-15965 Thu, 07 Feb 2019 15:39:00 +0100 Informatik in Hildesheim: Universität sucht den IT-Nachwuchs https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/informatik-in-hildesheim-universitaet-sucht-den-it-nachwuchs-1/ Die Universität Hildesheim sucht die nächste Generation der IT-Studentinnen und IT-Studenten und bietet vielfältige Studienmöglichkeiten. Die Informatik-Studienprogramme der Universität Hildesheim verbinden Praxis und Theorie. Für die Masterstudiengänge „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ und „Angewandte Informatik“ können sich Studieninteressierte noch zum Sommersemester 2019 bewerben. Die Vorlesungen beginnen am 8. April 2019. Für das Lehramtsstudium (Bachelor), zum Beispiel mit der Fachkombination Mathematik/Informatik, ist eine Bewerbung bis zum 8. März 2019 möglich. Informationen über die IT-Studiengänge und Bewerbung

Die Universität Hildesheim bildet Informatikerinnen und Informatiker unter anderem in den Studienprogrammen „Angewandte Informatik“ und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ aus. Eine Bewerbung für das Sommersemester 2019 ist in den Masterprogrammen noch möglich [hier geht es direkt zur Online-Bewerbung].

Die Hildesheimer Informatikstudiengänge verbinden Praxis und Theorie. Ein Wirtschaftspraktikum ist ein fester Bestandteil aller IT-Bachelor-Studiengänge der Universität Hildesheim. Im Praktikum haben Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, Erfahrung in der regionalen Wirtschaft zu sammeln.

„Die Hildesheimer Studiengänge decken ein breites Spektrum der IT ab. Außerdem haben die Studierenden umfangreiche Vertiefungsmöglichkeiten, um ihre persönlichen Interessen und Befähigungen besonders zur Geltung zu bringen“, sagt Professor Klaus Schmid, Experte für Softwareentwicklung an der Universität  Hildesheim. Die Studentinnen und Studenten entwickeln zum Beispiel moderne Informationssysteme, ein Teilbereich der Informatik, der sich rasant entwickelt.

Hildesheim sei keine Massenuniversität, stattdessen sei das Studium geprägt von viel Interaktion, Austausch und Diskurs, sagt der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt.

Die Informatik-Studienprogramme der Universität Hildesheim verbinden Theorie mit Praxis. Absolventenbefragungen zeigen regelmäßig, dass Studierende dieser Studiengänge sehr gute Berufschancen besitzen. Ein Wirtschaftspraktikum ist in jedem der Studiengänge fester Bestandteil. Der „Arbeitskreis IT“ unterstützt die Studentinnen und Studenten bei der Kontaktaufnahme zu Unternehmen in der Region.

  • „Angewandte Informatik“ 

    Die Studentinnen und Studenten lernen, wie man große Informationsmengen managt, höchst performante Algorithmen umsetzt und Software wartungsfreundlich gestaltet. Absolventinnen und Absolventen beherrschen moderne Technologien der Softwareentwicklung und sind Spezialisten der Softwareentwicklung. Wer technische Aspekte von Softwareprodukten im Detail verstehen und gestalten möchte, wählt diesen Studiengang.
  • „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ 

    Das Auffinden relevanter Informationen stellt heute eine Kernherausforderung in vielen Berufen dar. Absolventen werden auf diese Herausforderung optimal vorbereitet, indem dieser Studiengang Inhalte der Informatik und der Informationswissenschaft verknüpft. Darüber hinaus werden den Studierenden viele Freiräume gelassen, um aus einem breiten Studienangebot auf die eigenen Interessen zugeschnittene Studienprogramme zusammenzustellen.
  • Lehramtsstudium mit der Fachkombination Mathematik/Informatik (Polyvalenter 2 Fächer-Bachlor)

    Die Universität Hildesheim bildet Lehrerinnen und Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen aus. Neben Programmieren und Datenbanken gehören auch Algorithmen und Datenstrukturen, Medieninformatik und Systemadministration zum Informatikstudium in Hildesheim. Die Lehramtsstudierenden wählen Schwerpunkte wie Maschinelles Lernen, Softwareentwicklung, Robotik oder Wirtschaftsinformatik. Sie kombinieren die Theorie mit der Praxis und sind schon im ersten Studienjahr an Partnerschulen. Weitere fachdidaktische Praxisphasen folgen im Verlauf des Studiums. Im Fach Mathematik gehören zum Beispiel Lehrveranstaltungen wie Lineare Algebra, Algorithmen und Modellierung, Einführung in die Didaktik und Geometrie zum Lehramtsstudium.

    Jetzt bewerben für ein Lehramtsstudium Mathematik/Informatik (Lehramt an Realschulen, Lehramt an Hauptschulen)

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Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Informatik SSE Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Mathematik & Angewandte Informatik Pressemeldungen
news-16102 Wed, 06 Feb 2019 15:15:00 +0100 Studierende sammeln Praxiserfahrungen in der regionalen Wirtschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/studierende-sammeln-praxiserfahrungen-in-der-regionalen-wirtschaft/ Studentinnen und Studenten der Hildesheimer IT‐Studiengänge tauschen sich beim „IT-Speed Dating“ mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus regionalen Unternehmen aus. Die Universität verzeichnet in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. Im Interview spricht der Unternehmer Tobias Eierund über die Chancen des Universitätsstandortes für die regionale Wirtschaft. „Digitalisierung ist das derzeitige Hauptthema unserer Arbeit. Sowohl Fachkräfte als auch Informationsveranstaltungen sind von Nöten, um am Puls der Zeit zu bleiben“, sagt Eierund. Angela Loboda studiert Wirtschaftsinformatik im dritten Semester und sucht einen Praktikumsplatz im Bereich Prozessmodellierung. „Ich schaue mir Prozesse an, wie sie momentan ablaufen und überlege dann gemeinsam mit der IT, wie man die Abläufe optimieren kann.“ Als sie ihr Studium aufnahm, kannte sie die Prozessmodellierung noch nicht, dann besuchte sie Vorlesungen bei Professor Ralf Knackstedt, ein Fachmann für die Optimierung von Geschäftsprozessen. „Da habe ich erkannt, wie spannend die Wirtschaftsinformatik ist. Jetzt suche ich einen Platz für das Wirtschaftspraktikum.“

Ein Wirtschaftspraktikum ist ein Pflichtbestandteil in den IT-Studiengängen „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ (Bachelor of Science) und „Wirtschaftsinformatik“ (Bachelor of Science). Studentinnen und Studenten absolvieren die Praktika bei Unternehmen in der Region.

Die Nachfrage von Unternehmen aus der Region nach Partnerschaften mit den IT-Studiengängen der Universität Hildesheim wächst. Seit 2013 veranstaltet die Universität ein IT-Speed-Dating. Bei der ersten Auflage waren 15 Unternehmen dabei, in 2018 bereits 27. Diese Zahl wurde 2019 nochmals deutlich übertroffen: 36 Unternehmen interessieren sich für die Hildesheimer IT-Studierenden als Praktikantinnen und Praktikanten.

Auch auf Seiten der Studierenden ist das Interesse groß, sagt der Betriebswirtschaftler Felix Hahne. Mehr als 75% der bisher rund 180 teilnehmenden Studierenden haben nachfolgend ein Praktikum bei einem der anwesenden Unternehmen absolviert.

Durch das IT-Speed-Dating sind für 97% der teilnehmenden Studentinnen und Studenten regionale Unternehmen in den Blick geraten

Durch das IT-Speed-Dating sind für 97% der teilnehmenden Studentinnen und Studenten regionale Unternehmen in den Blick geraten, die sie zuvor nicht nicht kannten. Die Unternehmen kommen vor allem aus der Region Hildesheim sowie aus der Metropolregion Wolfsburg, Hannover und Braunschweig.

„Beim IT-Speed-Dating lerne ich viele regionale Unternehmen kennen, die ich bisher nicht wahrgenommen und über eine Suchmaschine nicht gefunden hätte“, sagt Angela Loboda. Sie ist eine von 40 Informatikstudentinnen und Informatikstudenten, die an dem diesjährigen IT-Speed-Dating teilgenommen haben, welches das Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik jedes Frühjahr veranstaltet.

Beim IT-Speed-Dating haben die Studierenden die Gelegenheit, reihum für je fünf Minuten mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus regionalen Unternehmen zu sprechen, sich vorzustellen.

„Das IT-Speed-Dating ist ein interessantes Format, um die Universität mit der Wirtschaft zu verknüpfen“, sagt Professorin Julia Rieck. Seit einem Jahr forscht und lehrt sie als Professorin für Betriebswirtschaftslehre in Hildesheim. Zuvor war die Wissenschaftlerin in der Wirtschaft tätig.

Sie befasst sich in der Forschung mit der Produktion, Logistik, Projektplanung und Ressourcenplanung, mit Produktionsprozessen und Produktionssystemen, mit Transportabläufen und Transportnetzwerken sowie mit Material‐ und Informationsflüssen und wie diese geplant und gesteuert werden. „Ich untersuche die Logistik, Tourenplanung und Produktionsprozesse in der Wirtschaft. Wie werden Maschinen belegt, wie kann ein Unternehmen den Umgang mit Energieressourcen optimieren? Wie wandern Waren von A nach B? Ich beschäftige mich gerade viel mit LKW-Transport und nachhaltigem Logistikmanagement. Bei all diesen Prozessen spielt IT stark mit hinein, Unternehmen müssen große Datenmengen verarbeiten und vernetzt arbeiten“, so Rieck.

Überall ist Software, überall sind Daten, überall ist Informationsaustausch. Die regionale Wirtschaft, so die Wissenschaftlerin, habe „massives Interesse, unsere IT-Studierenden kennenzulernen“.

Interessante Aufgabenstellungen in der regionalen Wirtschaft

„Den meisten Studierenden sind interessante Aufgabenstellungen wichtig, und eine gute Arbeitsatmosphäre, weniger der große Unternehmensname“, sagt Felix Hahne. Und so haben gerade regionale mittelständische Unternehmen die Chance, beim IT-Speed-Dating „in die Köpfe unserer Studierenden zu gelangen“.

Das bestätigt Marc Herbach. Er studiert Wirtschaftsinformatik. „Ich möchte während meines Wirtschaftspraktikums vor Ort erfahren, wie eine Unternehmensstruktur aufgebaut ist und wie ein Betrieb erfolgreich arbeitet“, sagt der Student. „Das  Wirtschafts-praktikum ist eine Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, ich kann in den zehn Wochen einen vernünftigen Einblicke erhalten und werde in das Unternehmen eingebunden, das hilft mir für meinen weiteren Berufsweg sehr weiter.“

Nach drei Stunden IT-Speed-Dating und zwei Dutzend Gesprächen halten Funda Akpulat und Antonia Schulz, beide Studentinnen im 5. Semester, einen Stapel an Informationen in den Armen. „Das IT-Speed-Dating ist eine gute Chance, sich den Unternehmen vorzustellen“, sagt Akpulat. „Es ist relativ schnell im Gespräch klar, ob es passt, ich suche einen Praktikumsplatz im betrieblichen Bereich, zum Beispiel Controlling.“

Gerade unter den kleinen mittelständischen Unternehmen seien viele Firmen dabei, die „Chancen bieten“, sagt Funda Akpulat. „Erst einmal denkt man an die großen Firmennamen. Nach fünf Minuten Gespräch mit kleinen Betrieben, die man bisher nicht kennt, merkt man: Das ist eine gute Option.“ Die Unternehmen erstellen Stellenprofile, bieten vielfältige Plätze an, „so läuft die Recherche nach einem Praktikumsplatz viel schneller ab, als wenn ich mich im Internet auf die Suche begebe“, sagt Antonia Schulz.

Aus den Praktika entstehen nicht selten Werkstudententätigkeiten, Projekt- und Abschlussarbeiten oder auch feste Arbeitsverhältnisse. Für einige Partnerunternehmen ist das Vorhandensein der IT-Studiengänge in Hildesheim zum wichtigen Standortfaktor geworden, sagt Felix Hahne.  „Das IT-Speed Dating kann als ein Beitrag der Universität Hildesheim zur Bekämpfung des IT-Fachkräftemangels angesehen werden.“

Interview

„Wir wollen am Puls der Zeit bleiben“

Interview mit dem Hildesheimer Unternehmer Tobias Eierund

Das Textilunternehmen Eierund wurde vor etwa 100 Jahren in Algermissen gegründet, 1961 erfolgte die Eröffnung in Hildesheim. Heute arbeiten etwa 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Unternehmen. Besonders innovativ sei der Online-Shop, der bereits vor zehn Jahren online ging und mittlerweile im Hosen-Bereich europaweit großen Anklang findet, sagt Tobias Eierund. Im Interview spricht der Unternehmer über die Chancen des Universitätsstandortes für die regionale Wirtschaft.

Herr Eierund, Sie leiten ein Unternehmen in Hildesheim und nehmen am IT-Speed-Dating teil. Wie fällt die erste Bilanz aus, wie sinnvoll ist das Format?

Sehr sinnvoll. Es werden Studentinnen und Studenten auf uns aufmerksam, die noch nie von uns gehört haben und wir können aus Erfahrung sagen, dass die Überraschung dann doch zumeist groß ist, wenn wir unsere Praktikumsmöglichkeiten vorstellen.

Welchen Vorteil erfahren Sie, wenn Sie nicht nur eine Bewerbung schriftlich lesen, sondern die jungen Menschen im Gespräch kennen lernen können?

Schon die ersten 5 Minuten des Gesprächs reichen für beide Seiten, um einen Trend zu bekommen ob ein Praktikum sinnvoll ist oder nicht. Eine schriftliche Bewerbung allein reicht hier meistens nicht aus.

Was können IT-Studentinnen und IT-Studenten bei Ihnen im Unternehmen erlernen und welche Voraussetzungen sollten sie mitbringen?

Die Facetten der Praktika bei uns im Haus sind vielfältig und gehen von der Analyse bis hin zur Programmierung. In der Regel reichen die Programmierkenntnisse aus den Vorlesungen aus, um bei uns einen Einstieg zu finden. Java, html und php Kenntnisse sind von großem Vorteil. Die Studenten lernen die Strukturen eines Unternehmens kennen und eigenständiges Arbeiten. Je nach Praktikumsthema werden die Kenntnisse vertieft, dies kann zum Beispiel auch das Erlernen einer neuen Programmiersprache wie php sein.

Mit welchen Aufgaben haben sich IT-Studierende bisher befasst?

Wir hatten im letzten Jahr fünf Praktikanten bei uns im Haus. Jeder hat sein eigenes Praktikumsthema und hat dieses von A bis Z bearbeitet. Ein Thema ist zum Beispiel der Usability-Test des Frontends unseres Online-Shops und ein anderes Projekt ist die Programmierung eines Größenfilters für unseren Online-Shop.

Welche Bedeutung hat für die Unternehmensentwicklung die Digitalisierung? Wo erhoffen Sie sich seitens der Universität Impulse, etwa im Bereich der Fachkräfte, im Wissenstransfer?

Digitalisierung ist das derzeitige Hauptthema unserer Arbeit. Sowohl Fachkräfte als auch Informationsveranstaltungen sind von Nöten, um am Puls der Zeit zu bleiben.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Kurz erklärt:

Informatik in Hildesheim studieren

In Hildesheim studieren derzeit knapp 800 IT-Studentinnen und IT-Studenten. Die Studentinnen und Studenten lernen, wie man große Informationsmengen managt und höchst performante Algorithmen umsetzt. Absolventinnen und Absolventen der „Angewandten Informatik“ beherrschen moderne Technologien der Softwareentwicklung. Das Auffinden relevanter Informationen ist heute eine Kernherausforderung in vielen Berufen. Im Studiengang „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ werden Studierende optimal auf diese Herausforderung vorbereitet, sie verknüpfen Inhalte der Informatik und der Informationswissenschaft. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „Wirtschaftsinformatik“ verbessern Unternehmensprozesse mit IT und entwickeln neue digitale Geschäftsmodelle.

IT in Hildesheim studieren:
Die Bewerbung um einen Bachelorstudienplatz ist bis zum 1. März 2019 möglich

Wie läuft das IT-Speed-Dating ab?

Das seit 2013 jeweils zu Jahresbeginn durchgeführte „IT-Speed Dating“ hat sich als sehr beliebtes und erfolgreiches Instrument zur Anbahnung von Praktika erwiesen. Im Fünf-Minuten-Takt wechseln die Studierenden die Stationen und lernen die Unternehmen kennen und umgekehrt. Die Studierenden haben eine standardisierte Kurzbewerbung dabei, die Unternehmen konkrete Praktikumsangebote für 2019.

Ansprechpartner:

Fragen zum Wirtschaftspraktikum und IT-Speed Dating beantwortet Dr. Felix Hahne vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik der Universität Hildesheim (Telefon 05121 883 40514, E-Mail: hahne[at]bwl.uni-hildesheim.de).

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news-16958 Tue, 05 Feb 2019 14:02:00 +0100 Ex-Rektor Alten wird beigesetzt https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ex-rektor-al/ Prof. em. Dr. Heinz-Wilhelm Alten war der erste Rektor der Uni Hildesheim und maßgeblich an der Vorbereitung des Studiengangs Informatik beteiligt. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-15804 Mon, 26 Nov 2018 11:00:00 +0100 Forschung von Professorin Julia Rieck und Professor Boris Girnat https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/forschung-von-professorin-julia-rieck-und-professor-boris-girnat/ Wie lernen Menschen Mathematik? Wie werden Produktionsprozesse in der Wirtschaft gesteuert? Professorin Julia Rieck befasst sich in der Forschung mit Fertigungsabläufen und Ressourcenplanung. Professor Boris Girnat forscht und lehrt in der Mathematikdidaktik. Seit dem Sommersemester 2018 forscht und lehrt Prof. Dr. Julia Rieck am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik der Universität Hildesheim. Die Wissenschaftlerin wurde auf die Professur für Betriebswirtschaftslehre berufen. Sie forscht in den Bereichen Produktion, Logistik, Projekt- und Ressourcenplanung sowie Transportabläufe. Sie untersucht zum Beispiel, vor welchen Herausforderungen mittelständische Spediteure, große Logistikkonzerne oder Industrie- und Handelsunternehmen stehen: Im Zeitalter der Digitalisierung muss jedes Unternehmen in der Lage sein, seine internen Systeme mit denen anderer zu koppeln.

„Da sich die Universität Hildesheim durch eine hervorragende Vernetzung mit regionalen, überregionalen und internationalen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft auszeichnet, ist Hildesheim ein idealer Ort für meine Forschung und Lehre“, sagt Rieck. Julia Rieck, geboren in Göttingen, studierte Wirtschaftsmathematik in Göttingen, Bordeaux und Hamburg. Es folgte die Promotion und Habilitation an der Technischen Universität Clausthal im Fach Betriebswirtschaftslehre.

Prof. Dr. Boris Girnat lehrt und forscht seit 2018 als Professor für Mathematik in Hildesheim und bildet in Hildesheim Mathematiklehrerinnen und Mathematiklehrer aus. Zuvor hat er an der PH Nordwestschweiz gearbeitet. Girnat hat Mathematik, Philosophie und Politikwissenschaft für das Höhere Lehramt an der TU Braunschweig studiert.

Der Mathematikdidaktiker Boris Girnat beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Mathematik lernen, und entwickelt auf dieser Grundlage Hilfen für den Mathematikunterricht –  etwa Lehrmaterialien, Schulbücher oder Vorschläge für die Gestaltung der Lehrpläne.

Wie viel Anwendung braucht die Mathematik? Mit mehr Bezug zur Realität soll der Mathematikunterricht die Freude am Fach wecken. Aber mittlerweile leidet der Mathematikunterricht auch unter einem Zwang zur Anwendung. Anstatt den Bezug zum Alltag zu erzwingen, sollte sich der Mathematikunterricht in Schulen auch auf die innermathematische Welt der Zahlen, Terme und Figuren einlassen, sagt Professor Boris Girnat. Denn Schülerinnen und Schülern fehlt vermehrt das innermathematische Grundwissen. Selbst Studienanfänger haben Schwierigkeiten mit einfachen mathematischen Verfahren wie der Bruch- und Prozentrechnung oder dem Dreisatz und der Termumformung. Ihnen fehlen „innermathematische Routinetechniken“.

Antrittsvorlesungen

Die Universität Hildesheim lädt zu zwei Antrittsvorlesungen ein: Professorin Julia Rieck spricht über optimale Fertigungsabläufe, Prozesse und Transporte und die „Lösungsfindung mit Methoden des Operations Research“. Thema des Vortrages von Professor Boris Girnat ist die Forschung in der Mathematikdidaktik. Der Mathematiker nimmt die Zuhörer mit auf einen Streifzug durch aktuelle Projekte. Die beiden öffentlichen Antrittsvorlesungen finden am Mittwoch, 21. November 2018, im Hörsaal 4 im Forum am Hauptcampus der Universität Hildesheim statt.

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news-15803 Mon, 26 Nov 2018 10:01:00 +0100 Universität Hildesheim gründet Zentrum für Digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/universitaet-22/ Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive. Die Universität Hildesheim hat am Donnerstag, 22. November 2018, das Zentrum für Digitalen Wandel gegründet. Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive.

Im Rahmen der Gründungsfeier sprachen Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich über „Digitalisierung an der Universität Hildesheim“ und Staatssekretär Stefan Muhle aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung über „Digitalisierung in Niedersachsen“.

„Der Digitale Wandel verändert unser Leben in einer Weise, wie es ähnlich die Erfindung des Buchdrucks und die Industrielle Revolution getan haben. Die Universität Hildesheim hat sich darauf verständigt, die Digitalisierung als eines von vier Leithemen – neben Bildung, Kultur und Diversität – in ihre Entwicklungsplanung aufzunehmen“, sagt Universitätspräsident Friedrich. Das Zentrum ist das Ergebnis eines bottom-up-Prozesses von engagierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die seit Jahren den digitalen Wandel erforschen – von der Informatik über die Politikwissenschaft bis zur Computerlinguistik. Sie bringen diese Kompetenzen im Zentrum zusammen, sagte Friedrich.

„Im Namen der niedersächsischen Landesregierung gratuliere ich Ihnen zur Gründung des Zentrums für Digitalen Wandel. Mit viel Offenheit gehen Sie an das Thema heran. Die Universität Hildesheim hat zum Beispiel in der Informatikausbildung mit dem Master of Science 'Data Analytics' bereits heute einen Magneten. In der Politikwissenschaft beschäftigt sich das Team um Professorin Marianne Kneuer seit Jahren mit dem Thema 'Demokratie und Internet'. In der digitalen Demokratie könnten wir in Niedersachsen vorangehen und ja zum ersten Bundesland werden, in dem wir digital wählen. Frau Kneuer, darüber sollten wir sprechen. Von diesem Gründungstag des Zentrums für Digitalen Wandel geht ein mutiges Signal aus. Sie sagen nicht: Man müsste mal. Sondern: Sie machen! Ich will Sie nach Kräften unterstützen“, sagte Staatssekretär Stefan Muhle.

Anschließend stellte der Gründungsvorstand – der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt, der Computerlinguist Professor Ulrich Heid und die Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer – das neue Zentrum vor. Als Zentrum wollen wir erklären und aufklären, so dass weder überzogener Alarmismus noch Hype unsere Debatten über den digitalen Wandel prägen, so Professorin Marianne Kneuer. 

Zahlreiche Forscher und Forscherinnen haben sich für Hildesheim als Arbeitsort entschieden und teilen hier ihr Wissen, damit sich die Gesellschaft in der digitalen Zukunft und Gegenwart zurechtfindet. Der Computerlinguist Professor Ulrich Heid etwa erhielt Rufe an mehrere Universitäten und hat sich für Hildesheim entschieden.

Die Schriftstellerin Kathrin Passig hielt den Festvortrag „Trial und sehr viel Error: Netzgemeinschaften als Politiklabor“. Über die Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung debattierten der Bibliothekar Ewald Brahms, der Literaturwissenschaftler Guido Graf, der Informatiker Professor Lars Schmidt-Thieme, die Informationswissenschaftlerin Professorin Christa Womser-Hacker und die Sozialpädagogin Professorin Inga Truschkat. Steffen Gurr, Redaktionsleiter von NDR online, moderierte die Diskussion.

Im Zentrum versammeln sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen – von Computerlinguistik, Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft über Unterrichtsforschung und Medienkulturwissenschaft bis Informatik, Softwareentwicklung und maschinellem Lernen.

Die inhaltliche Debatte wurde während einer öffentlichen Fachtagung am Freitag, 23. November 2018,  fortgeführt. Studentinnen und Studenten aller Fachbereiche, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus regionalen Unternehmen erhielten die Chance, sich über spannende aktuelle Fragestellungen zum Digitalen Wandel vor Ort zu informieren. Die Universität Hildesheim freut sich über den Austausch mit dem lokalen Umfeld aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und möchte diesen fortführen.

Themen der Workshops sind unter anderem:

  • Zukunftsperspektiven für die Digitale Wirtschaft (Adaptive Systeme und Datenschutz, Smart Systems, Produkt-Innovation)

  • Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter

  • Politikforschung mit digitalen Kommunikationsdaten

  • Digitalisierung an Schulen

  • Wieviel Digitalisierung braucht der Mensch?

  • Kulturrezensionen im Digitalen Wandel

  • Digitale Daten in Geographie und Umweltwissenschaften

  • Arbeiten und Lernen 4.0

  • Virtual Reality Games made in Hildesheim: Auf einer 3x3m-Spielfläche können Sie mit einer Virtual-Reality-Brille erfahren, wie man sich in der virtuellen Welt grenzenlos bewegen kann.

Programm der Gründungsfeier und Tagung

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news-15748 Tue, 13 Nov 2018 12:07:00 +0100 „Wer gründet, braucht eine klare Idee und Entschlossenheit“ https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wer-gruendet-braucht-eine-klare-idee-und-entschlossenheit/ Schon einmal darüber nachgedacht, zu gründen? Studentinnen und Studenten aller Fachbereiche können sich während einer Themenwoche über Gründungen informieren mit Gründerinnen und Gründer austauschen und Netzwerke ausbauen. „Eine klare Idee, Entschlossenheit und ein Netzwerk an Partnern ist wichtig für eine Gründung“, sagt der Hildesheimer Absolvent Patrick Gericke. Er arbeitet heute als freischaffender Regisseur und spricht im Interview über seine Gründungserfahrungen. Während einer Themenwoche an der Universität Hildesheim können sich Studentinnen und Studenten und Lehrende über Gründungen informieren. In kostenlosen Workshops und Diskussionsrunden entwickeln sie vom 12. bis 17. November 2018 eigene Geschäftsideen, informieren sich über die Chancen und Möglichkeiten einer Unternehmensgründung und erweitern ihr Netzwerk. Studentinnen und Studenten können eigene Geschäfts- oder Projektideen mit Fachleuten der Gründungsszene diskutieren und weiterentwickeln. Gründer und Gründerinnen berichten in der Aktionswoche zudem aus ihrem Unternehmensalltag und diskutieren über die Bedeutung von Lehrerinnen und Lehrern, die bei Jugendlichen und Kindern das Interesse und den Gründergeist wecken können.

Die Universität Hildesheim unterstützt mit der Themenwoche die Gründerinnen und Gründer der Zukunft. Der Hildesheimer Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis und die Wirtschaftspsychologin Dr. Astrid Lange gehören gemeinsam mit den Studenten Lukas Sontheimer und Robert Rathke zu dem Team, das die Aktionswoche in Hildesheim seit 2015 einmal im Jahr organisiert. Studierende und Lehrende aller Fachbereiche sowie Interessierte aus der Stadt können kostenlos teilnehmen.

Die „Gründerwoche Deutschland“ ist bundesweit die größte Aktion, um Unternehmertum und Gründergeist zu stärken. Die Universität arbeitet dabei mit der HAWK, der IHK und HI-REG, der Gemeinschaftsinitiative „Mittelstand: Fit für die Zukunft!“ und weiteren Partnern zusammen.

Gründergeist wecken: Themenwoche an der Universität

„Wer gründet, braucht eine klare Idee, Entschlossenheit und ein Netzwerk an Partnern“

Interview mit dem Gründer Patrick Gericke

Patrick Gericke, 47, studierte „Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation“ an der Universität Hildesheim. „Während des Studiums waren Professor Jan Berg und Professor Hanns-Josef Ortheil meine Leuchttürme“, sagt Gericke. Heute arbeitet er als freischaffender Regisseur, Autor und Producer für TV und Werbung. Im Kern arbeitet er die meiste Zeit alleine. In den diversen Projektphasen schließt man sich dann aber mit unterschiedlichen Spezialisten zusammen, etwa Designer, Cutter, Kameraleute, Sprecher und Redakteuren. Im Interview spricht er über Unternehmertum und Selbstständigkeit.

Kurz und kompakt: Was haben Sie wann gegründet? Was bewirken Sie mit Ihrer Gründung heute?

Nach dem Studium war ich sieben Jahre in einer Festanstellung in der Marketing-Agentur der Mediengruppe RTL als Producer. Nachdem ich das Gefühl hatte den Markt ein wenig zu kennen und mich sicher genug fühlte, habe ich 2007 gekündigt, um mich selbstständig zu machen. Persönlich fühle ich mich freier, habe mehr Zeit, mehr Spaß, mehr Abwechslung, mehr Verantwortung. Es fühlt sich nicht mehr wie ein Job an.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Gründer aus?

Ich arbeite jetzt seit elf Jahren auf eigene Rechnung. Fazit der letzten Jahre: es gibt keinen typischen Arbeitstag. Was auch der Hauptgrund ist, warum ich mich selbstständig gemacht habe. Einen typischen Arbeitsalltag hatte ich in der Festanstellung. Heute sitze ich den einen Tag am Rechner, arbeite an Konzepten und Treatments, einen anderen Tag laufe ich am Set herum, sitze im Schnitt, in Meetings, bei Sprachaufnahmen, im Studio mit Musikern, beim Casting, Präsentationen beim Kunden, am Telefon, bin auf der Suche nach Locations, sitze beim Motiondesigner im Keller.

Bitte erinnern Sie sich an die Anfänge: Wie entstand die Idee, zu gründen?

Ich hatte keine Lust mehr auf starre Strukturen, Absehbarkeit, auf Sicherheit bedachte Chefs und Zeiterfassung.

Und wie haben Sie den Übergang geschafft, von der Idee zur tatsächlichen Gründung? Welche Schritte gehörten dazu?

Eine klare Idee, Entschlossenheit, ein wenig finanzielle Rücklage nimmt den Druck aus der Sache und wichtig: ein großes Netzwerk an Partnern, sowie potentiellen Kunden.

Gab es Unterstützer, wer hat Ihnen mit Ratschlägen oder Erfahrungen geholfen?

Das Arbeitsamt hatte ein Angebot für Gründer. Man war aus dem Anspruch auf Arbeitslosenhilfe heraus, bekam dafür aber ein zweistündiges Seminar und ein paar Monate finanzielle Unterstützung. Ansonsten habe ich mit meinem Arbeitgeber offen gesprochen und dann im gegenseitigen Einvernehmen den Status gewechselt.

Was möchten Sie mit Ihrer Arbeit in der Gesellschaft bewirken?

Welchen Nutzen hat Werbung? Welchen Auftrag hat Fernsehen in unserer Gesellschaft? Das sollen andere bewerten. Ich habe Spaß an meinem Job. Und wenn mir ein Film gelingt, hoffe ich, dass er auch andere Menschen unterhält.

Welche Chance ergeben sich aus der Gründung, wenn man etwas völlig neu aufbaut und entwickelt?

Man bleibt wach.

Und mit welchen Risiken leben Sie?

Meine Planung geht oft nur ein paar Tage, maximal ein paar Wochen in die Zukunft, die Projekte sind meist nur mündlich fixiert, in der TV-Branche ist es oft unverbindlich. Ich habe keine Rahmenverträge oder ähnliches. Es kann jederzeit vorbei sein. Die Maxime lautet: „Du bist immer nur so gut, wie dein letzter Film.“ Ist ein Projekt schlecht gelaufen, aus welchem Grund auch immer, ist der Kunde weg.

Wie sind Ihre Erinnerungen an den Studienort Hildesheim? Gab es Kommilitonen, die damals auch an eine Unternehmensgründung dachten?

In meinem kulturwissenschaftlichen Umfeld hatte ich nicht das Gefühl, das eine Festanstellung das oberste Ziel war. Im Prinzip waren wir alle mehr oder weniger „Künstler“ und „Freigeister“ und wollten es auch bleiben. Wie man das Leben nach dem Studium weiter führen könnte, darüber haben wir uns wenig konkrete Gedanken gemacht. Alle haben ja neben dem Studium bereits ihre eigenen Projekte realisiert, Förderungen beantragt, kleine Aufträge an Land gezogen, in Bands gespielt. Der Übergang in das Berufsleben war fließend. Meine erste (und einzige) Anstellung war Zufall. Ein Kommilitone, der bereits in Köln arbeitete, hat mich auf das Jobangebot aufmerksam gemacht. Mit meinem breiten Portfolio passte ich ganz gut in die TV-Landschaft, die ja aus zahlreichen Quereinsteigern besteht.

Letzte Frage – wie viel Zeit steckt in einer Gründung und im Unternehmensaufbau?

Die komplette Lebenszeit. Ich habe kein klassisches Unternehmen, ich habe keine Angestellten, keine Firmenstruktur im klassischen Sinne. Es gibt bei mir keine Trennung zwischen Beruf und Person, zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Ich mache Filme, weil ich Filme machen will. Somit arbeite ich täglich an meinem Unternehmensaufbau und an meinem Profil, meinem Image.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Aufruf: Jung gründen – erzähl deine Geschichte!

Was sie antreibt, welche Geschäftsideen sie haben und wie junge Leute im kulturellen und sozialen Bereich ein Unternehmen gründen: In einer Serie berichtet die Universität Hildesheim über junge Gründerinnen und Gründer.

Studentinnen und Studenten aller Fachbereiche, die bereits Gründungserfahrungen gesammelt haben, können sich in der Pressestelle melden (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de). In der Serie geht es nicht nur um klassische Unternehmen, sondern auch um kulturelles Unternehmertum.

Wer Fragen rund um das Thema Gründungen hat, kann sich auch an die Wirtschaftspsychologin Dr. Astrid Lange wenden (E-Mail astrid.lange@uni-hildesheim.de).

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Pressemeldungen Fachbereich 2 Fachbereich 4 Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-14744 Fri, 02 Nov 2018 18:37:00 +0100 Informatiker entwickeln intelligente Digitalplattform für innovative Lehre https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/informatiker-entwickeln-intelligente-digitalplattform-fuer-innovative-lehre/ Die Informatikprofessoren Klaus Schmid, Lars Schmidt-Thieme und Ralf Knackstedt entwickeln eine Digitalplattform für die Lehre in den IT-Studiengängen. Dabei wenden die Wissenschaftler aktuelle Techniken der Künstlichen Intelligenz an, um Studentinnen und Studenten individualisiert im Lernprozess zu unterstützen. Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert das Hildesheimer Projekt. Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert das Hildesheimer Projekt „Problemlösungs- und Kollaborationskompetenz fördern – Entwicklung einer intelligenten Digitalplattform für innovative Lehre“ mit einer Laufzeit von drei Jahren. Entwickelt wurde das Projekt am Fachbereich „Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik“ von dem Informatiker Professor Klaus Schmid, dem Informatiker Professor Lars Schmidt-Thieme und dem Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt.

Kern des Projekts ist die Entwicklung einer digitalen Plattform, die in besonders flexibler und intelligenter Weise eine neuartige Grundlage für zukünftige innovative Lernszenarien bieten soll. Aufbauend darauf werden verschiedene konkrete Unterstützungen umgesetzt, um so frühzeitig den Mehrwert der Plattform in der Lehre zu analysieren und die weitere Entwicklung optimal auszurichten, sagt Professor Klaus Schmid. Darüber hinaus soll das Projekt zu einer offenen, erweiterbaren Plattform führen, die es erlaubt für eine Vielzahl künftiger Anwendungen in der Lehre eine Basis zu bilden.

Digitalplattform unterstützt Studentinnen und Studenten in ihren Lernprozessen

Im Projekt wenden die Informatiker aktuelle Techniken der Künstlichen Intelligenz an, um Studentinnen und Studenten der IT-Studiengänge optimal und individualisiert im Lernprozess zu unterstützen. Studentinnen und Studenten sollen beim Lernen und Bearbeiten von Übungsaufgaben zum Beispiel schneller als bisher Feedback auf ihre eigenen Problemlösungsversuche erhalten.

So werden die zu entwickelnden Systeme in Zukunft schneller und präziseres Feedback geben, um Studierenden individuelle Fehlerquellen zeitnah aufzeigen zu können und individuell zugeschnittene Empfehlungen für den weiteren Lehr- und Lernpfad geben zu können. Außerdem sollen die Studierenden künftig automatisierte Vorschläge für die Sequenzierung und Bearbeitung von Aufgaben erhalten, um den Lernerfolg und die Lerneffizienz zu optimieren.

Schnelles und präzises Feedback beim Lernen und virtuelle Teamarbeit

Dabei greifen die Hildesheimer Informatiker nicht bloß auf vorhandene Konzepte oder auf dem Softwaremarkt angebotene Anwendungen zurück, sondern tragen mit dem Projekt zur Fortentwicklung der didaktischen und softwaretechnischen Umsetzung digitaler Hochschullehre bei.

Die Digitalisierung der Lehre, die im Rahmen des Projekts umgesetzt wird, soll außerdem zur „Virtualisierung gemeinsamen Forschens und Problemlösens“ beitragen. Gruppen von Studentinnen und Studenten sollen sich in Vorlesungen, Übungen und Seminaren flexibler bilden und zusammenarbeiten können und internationale Studentinnen und Studenten können mit Hilfe digitaler Technologien über längere Zeiträume in die Studierendengruppen eingebunden werden. Dies gilt zum Beispiel für Studierende, die ein Auslandssemester in Hildesheim absolvieren und in ihr Heimatland zurückkehren müssen oder für Hildesheimer Studierende, die sich zum Studium ein Semester im Ausland befinden und die Teamarbeit in einer Gruppe fortführen möchten.

Die Wissenschaftler erhoffen sich für die Lehre eine höhere Zufriedenheit der Studierenden mit dem Studium, eine Verringerung der Abbrecherquote, bessere Lernergebnisse sowie insbesondere eine stärkere Entwicklung der Team- und Sozialkompetenzen.

Wissenschaftsminister: „Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft und hat Auswirkungen auf die Lehre an Hochschulen“

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert das Hildesheimer Projekt im Rahmen des Programms „Qualität Plus – Programm zur Entwicklung des Studiums von morgen“. Mit dem Förderprogramm unterstützt das Ministerium die niedersächsischen Hochschulen bei der Weiterentwicklung von Studiengängen sowie ihrer Gesamtstrategie für Studium und Lehre. Insgesamt wurden 98 Anträge eingereicht. 48 Projekte wurden bewilligt.

„Einflüsse wie die Globalisierung oder die Digitalisierung verändern unsere Gesellschaft – das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Hochschulen. Mit ihren Vorschlägen zur Anpassung ihrer Studienangebote reagieren die niedersächsischen Universitäten und Fachhochschulen in hervorragender Weise auf diese Herausforderung. Für die Studierenden entsteht durch die Projekte ein echter Mehrwert“, so Wissenschaftsminister Björn Thümler.

Das Wissenschaftsministerium fördert zum Beispiel Maßnahmen, die die Studentinnen und Studenten auf die digitale Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten. Damit ist das Programm zugleich Bestandteil der Digitalisierungsstrategie für die niedersächsischen Hochschulen, so das Wissenschaftsministerium.

Die Hildesheimer Informatiker bauen auf langjährigen Expertisen auf. So haben die Wissenschaftler zum Beispiel in dem EU-Projekt „iTalk2Learn“ ein intelligentes Tutoring-System entwickelt, in dem Schülern anhand ihres eigenen Lernfortschritts personalisiert neue Aufgaben vorgeschlagen werden. Die Aufgaben werden dabei so gewählt, dass die individuellen Lernziele möglichst effektiv – schnell, aber auch ohne große Frustration – erreicht werden, und den Schüler andererseits nicht langweilen. Die Hildesheimer Expertise im Maschinellen Lernen, insbesondere in Empfehlungssystemen, kann in dem neuen Projekt eingesetzt werden.

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Pressemeldungen Studierendenportal Fachbereich 4 Informatik Maschinelles Lernen SSE Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Startseite Forschung
news-14294 Mon, 15 Oct 2018 09:00:00 +0200 Bildungswege: „Ich wollte unbedingt wieder studieren“ https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/bildungswege-ich-wollte-unbedingt-wieder-studieren/ Sajedeh Khabaz Ghazian und ein weiterer Student werden mit einem Stipendium ausgezeichnet. „Die feierliche Übergabe zum Semesterstart ist ein Zeichen für alle Studienanfängerinnen und Studienanfänger: Die Universität fördert besondere Leistungen“, sagt Vizepräsident Professor Martin Schreiner. Zwei Stipendien vergibt der Rotary-Club Hildesheim im neuen Studienjahr an zwei Studierende der Universität Hildesheim. Das Stipendium beinhaltet einmalig 1000 Euro für das Studienjahr Wintersemester 2018/19 und Sommersemester 2019.

Die Rotary-Stipendien Stipendien erhalten Sajedeh Khabaz Ghazian und ein weiterer Student für ihre besonderen Leistungen auf dem Weg in die Wissenschaft. Beide sind ohne Verwandte nach Deutschland gekommen und haben sich in den letzten Monaten und Jahren sehr darum bemüht, in kurzer Zeit die deutsche Sprache so gut zu erlernen, dass sie jetzt ein Studium in Hildesheim aufnehmen können.

„Die feierliche Übergabe zum Semesterstart ist auch ein Zeichen für alle Studienanfängerinnen und Studienanfänger: Die Universität fördert besondere Leistungen“, sagt Professor Martin Schreiner, Vizepräsident für Stiftungsentwicklung. Die Universität Hildesheim vergibt bis zu 200 Stipendien im Studienjahr, darunter das „Deutschlandstipendium“, das „Lore-Auerbach-Stipendium“ sowie das Stipendium im „Minerva-Kolleg“. „Wir sind froh und dankbar, dass es Menschen in der Region Hildesheim gibt, die sich für Bildung engagieren“, sagt Schreiner. Die Universität Hildesheim sucht nun weitere Stifter, die Studentinnen und Studenten auf ihrem Bildungsweg unterstützen.

Sajedeh Khabaz Ghazian studiert ab Oktober 2018 Lehramt mit den Fächern Deutsch und Englisch in Hildesheim. In den letzten Monaten fuhr sie täglich von einer kleinen niedersächsischen Stadt mit Bus und Bahn über Hannover bis nach Hildesheim. Ihr Ziel: der Sprachkurs an der Universität Hildesheim. Nun startet sie im Oktober in ihr Lehramtsstudium. „Ich lebe seit fünf Jahren in Deutschland. In Iran habe ich bereits Englisch studiert und unterrichtet. Als ich in Niedersachsen ankam, wollte ich unbedingt wieder studieren – das war immer mein Ziel. Anna Pulm vom International Office hat mich auf dem Weg an die Universität sehr unterstützt und beraten. In einem Schulpraktikum habe ich die Freude gefunden, mit Kindern zu arbeiten. Ich mag Sprachen, spreche Persisch, Deutsch und Englisch. Ich möchte unbedingt die deutsche Sprache beherrschen, ich werde viele Vorlesungen in Literatur- und Sprachwissenschaft besuchen“, sagt die 34-Jährige.

Dr. Marina Hohage, Präsidentin des Rotary Clubs Hildesheim, über die Rotary-Stipendien:

„Der Rotary Club Hildesheim hat die Förderung junger Menschen zu seinem besonderen Schwerpunkt erklärt. Der gleichmäßige Zugang zur Bildung und beruflicher Perspektive steht dabei im Vordergrund. Studierende, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind, haben nicht selten besondere Hürden zu bewältigen. Dies wird auch bei den in diesem Jahr ausgewählten Stipendiaten deutlich, die ohne ihre Eltern zu uns gekommen sind, sprachliche Barrieren überwinden mussten und bei allen zu organisierenden Details auf sich allein gestellt sind. Beide Stipendiaten haben mit beachtlichem Tempo und Erfolg die deutsche Sprache erlernt, engagieren sich ehrenamtlich an Schulen oder im kirchlichen Bereich und haben durch die Teilnahme an Vorbereitungskursen sowie regelmäßig lange Anreisewege enorme Anstrengungen aufgezeigt, um an der Stiftung Universität Hildesheim studieren zu können. Beide Studierende unterstützen wir sehr gerne und hoffen, damit einen Beitrag leisten zu können, dass sie an der Universität Hildesheim ihren erfolgreichen Weg fortsetzen können“, so Marina Hohage.

Studierende mit einem Stipendium unterstützen

Wer Studierende mit einem Stipendium unterstützen möchte, kann sich direkt an Markus Langer (05121 883 90130, markus.langer@uni-hildesheim.de) oder Prof. Dr. Martin Schreiner (05121 883 11102, martin.schreiner@uni-hildesheim.de) wenden.

Stiftungskultur an der Universität Hildesheim

Die Universität Hildesheim ist Träger des Deutschen Hochschulfundraisingpreises 2018. Der Deutsche Hochschulverband hat die Stiftungskultur in Hildesheim ausgezeichnet. Hildesheimer Bildungsstifterinnen und Bildungsstifter – Bürger aus der Stadt und Region sowie Unternehmen und Stiftungen – tragen mit ihren Spenden dazu bei, dass Bildungswege junger Menschen unterstützt und neue Forschungsgebiete ausgebaut werden können.

Übersicht über Stipendienprogramme der Universität Hildesheim

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Pressemeldungen Erziehungswissenschaft Fachbereich 1 Fachbereich 4 Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Deutsche Sprache Englische Sprache Fachbereich 3 Studierendenportal International Office Internationales
news-15236 Mon, 10 Sep 2018 10:13:00 +0200 Jetzt bewerben bis zum 21. September – Bachelorstudienplatz an der Universität Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/jetzt-bewerben-bis-zum-21-september-bachelorstudienplatz-an-der-universitaet-hildesheim/ Übersetzen, Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement, Lehramt – eine Bewerbung um einen Studienplatz ist noch möglich. Hier finden Sie Informationen zu den Bachelorstudiengängen an der Universität Hildesheim. Das Studium beginnt im Oktober 2018. Achtung: Bewerbungsfrist verlängert bis zum 21.9.2018. Bewerben Sie sich um einen Bachelorstudienplatz: „Erziehungswissenschaft“ | „Internationale Kommunikation und Übersetzen“ | „Internationales Informationsmanagement“ | „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ | „Wirtschaftsinformatik“ | „Angewandte Informatik“ | Freie Studienplätze im Losverfahren für den Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption 

An der Universität Hildesheim ist eine Bewerbung für die folgenden Bachelorstudiengänge noch möglich. Details zu den Studiengängen erhalten Studieninteressierte auf der Webseite der Universität [hier geht's direkt zur Online-Bewerbung]. „Hildesheim ist keine Massenuniversität, stattdessen ist das Studium geprägt von viel Interaktion, Austausch und Diskurs“, sagt der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt.

Bis zum 21.9.2018 können sich Studieninteressierte für diese Bachelorstudiengänge bewerben:

  • „Erziehungswissenschaft“ | Bachelor of Arts

    Der Bachelorstudiengang richtet sich an Studentinnen und Studenten, die sich für die Erziehung, Bildung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen interessieren. Die Studierenden befassen sich zum Beispiel mit der Frage, wie pädagogische Maßnahmen entwickelt oder pädagogisches Personal unterstützt werden kann. Das Studium der Erziehungswissenschaft greift aktuelle internationale Entwicklungen im Bildungssektor auf. Ein Schwerpunkt ist der Bereich „Diversity Education“. Die freie Wahl eines Nebenfaches ermöglicht Studierenden eine individuelle Profilbildung.

  • „Internationale Kommunikation und Übersetzen“ | Bachelor of Arts

    Der Bachelorstudiengang ist für Studentinnen und Studenten interessant, die ein Interesse an Sprachen, Texten und verschiedenen Kulturen haben, aber auch an neuen Technologien und Medien interessiert sind. In Hildesheim erlernen sie die Grundlagen des professionellen Übersetzens, ob Filme, Literatur oder technische Benutzerhandbücher. Zum Studium gehört ein Auslandsaufenthalt. Die Universität kooperiert mit Partnerhochschulen in Spanien, Frankreich, Irland, Finnland, Belgien, in der Türkei, Indien und Mexiko.
  • „Internationales Informationsmanagement“ | Bachelor of Arts

    Studentinnen und Studenten können in diesem Bachelorstudiengang ihr Interesse an Sprachen und modernen Informations- und Kommunikationstechnologien verknüpfen. Beruflich stehen internationale Wege offen, die Studierenden bereiten sich auf eine Karriere in internationalen Unternehmen oder zum Beispiel im Wissensmanagement vor.

Bis zum 21.09.2018 können sich Studieninteressierte für diese IT-Bachelorstudiengänge bewerben:

Die Informatik-Studienprogramme der Universität Hildesheim verbinden Theorie mit Praxis. Absolventenbefragungen zeigen regelmäßig, dass Studierende dieser Studiengänge sehr gute Berufschancen besitzen. Ein Wirtschaftspraktikum ist in jedem der Studiengänge fester Bestandteil. Der „Arbeitskreis IT“ unterstützt die Studentinnen und Studenten bei der Kontaktaufnahme zu Unternehmen in der Region.

  • „Angewandte Informatik“ | Bachelor of Science

    Die Studentinnen und Studenten lernen, wie man große Informationsmengen managt, höchst performante Algorithmen umsetzt und Software wartungsfreundlich gestaltet. Absolventinnen und Absolventen beherrschen moderne Technologien der Softwareentwicklung und sind Spezialisten der Softwareentwicklung. Wer technische Aspekte von Softwareprodukten im Detail verstehen und gestalten möchte, wählt diesen Studiengang.
  • „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ | Bachelor of Science

    Das Auffinden relevanter Informationen stellt heute eine Kernherausforderung in vielen Berufen dar. Absolventen werden auf diese Herausforderung optimal vorbereitet, indem dieser Studiengang Inhalte der Informatik und der Informationswissenschaft verknüpft. Darüber hinaus werden den Studierenden viele Freiräume gelassen, um aus einem breiten Studienangebot auf die eigenen Interessen zugeschnittene Studienprogramme zusammenzustellen.
  • „Wirtschaftsinformatik“ | Bachelor of Science

    Die Wirtschaftsinformatik betont die Anwendungsperspektive von Informationssystemen. Absolventinnen und Absolventen können Unternehmensprozesse mit IT kontinuierlich verbessern bzw. gänzlich neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Sie verstehen sowohl die Möglichkeiten der IT als auch die Bedarfe in der Wirtschaft, um betriebliche Anwendungssysteme erfolgreich auswählen, anpassen, betreiben und neu entwickeln zu können. Der Studienverlaufsplan orientiert sich an bundesweit gültigen Rahmenempfehlungen.

Freie Studienplätze im Losverfahren!

  • Da nach Durchführung des Auswahlverfahrens Studienplätze im Polyvalenten Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption in bestimmten Fächerkombinationen unbesetzt geblieben sind, besteht die Möglichkeit, sich noch für ein Losverfahren anzumelden. Eine Anmeldung zum Losverfahren ist noch bis zum 21.09.2018 (Ausschlussfrist!) möglich. [hier geht es zum Losverfahren]

Kultur studieren: Bewerbung um einen Studienplatz

  • „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ | Bachelor of Arts

    Von Medien, Musik und Philosophie bis Theater, Literatur und Bildende Kunst: Im Bachelor-Studiengang „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ der Universität Hildesheim kombinieren Studierende Theorie und Praxis. Der Studiengang ist der älteste dieser Art in Deutschland. Es sind noch Studienplätze frei, ein Studienbeginn ist zum Wintersemester 2018/19 möglich. Die Anmeldefrist endet am 10. September 2018. [Hier finden Sie Informationen zur Anmeldung für die kulturwissenschaftliche Eignungsprüfung]
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Pressemeldungen Studierendenportal Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Informatik Mathematik & Angewandte Informatik SSE Maschinelles Lernen IIS ESS Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-15017 Sun, 22 Jul 2018 10:36:00 +0200 Informatik in Hildesheim: Universität sucht den IT-Nachwuchs https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/informatik-in-hildesheim-universitaet-sucht-den-it-nachwuchs/ Die Universität Hildesheim sucht die nächste Generation der IT-Studentinnen und IT-Studenten und bietet vielfältige Studienmöglichkeiten. Die Informatik-Studienprogramme der Universität Hildesheim verbinden Praxis und Theorie. An der Universität Hildesheim können im IT-Bereich die Studienprogramme „Angewandte Informatik“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ studiert werden. Eine Bewerbung für das Wintersemester 2018/19 ist in den Bachelorprogrammen noch bis zum 15. Juli 2018 und in den Masterprogrammen bis zum 31. August 2018 möglich.

Informationen über die IT-Studiengänge und Bewerbung

Kurz erklärt

Informatik-Studienprogramme: Jetzt bewerben zum Wintersemester

Die Informatik-Studienprogramme der Universität Hildesheim verbinden Praxis und Theorie. Studieninteressierte können sich bis zum 15. Juli 2018 (Bachelorstudium) beziehungsweise bis zum 31. August 2018 (Masterstudium) auf das Studium in Programmen wie Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Analytics sowie Informationsmanagement und Informationstechnologie bewerben. Das Studium beginnt im Oktober 2018.

Die Hildesheimer IT-Studiengänge verbinden Praxisorientierung mit universitärem, wissenschaftlichem Anspruch. Ein Wirtschaftspraktikum ist ein fester Bestandteil aller IT-Bachelor-Studiengänge der Universität Hildesheim. Im Praktikum haben die Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, praxisnahe Erfahrung zu sammeln. In den IT-Studiengängen arbeitet die Universität im „Arbeitskreis Informationstechnologie“ seit vielen Jahren mit Informatikerinnen und Informatikern der rund 40 Partnerunternehmen aus der Region Hildesheim zusammen.

„Die Hildesheimer Studiengänge decken ein breites Spektrum der IT ab. Außerdem haben die Studentinnen und Studenten umfangreiche Vertiefungsmöglichkeiten, um ihre persönlichen Interessen und Befähigungen besonders zur Geltung zu bringen“, sagt Professor Klaus Schmid, Experte für Softwareentwicklung an der Universität in Hildesheim. Die Studentinnen und Studenten entwickeln zum Beispiel moderne Informationssysteme, dem Teilbereich der Informatik, der sich am rasantesten entwickelt.

Das Studienprogramm „Angewandte Informatik“ ist in dieser Form noch recht jung, wird aber schon jetzt sehr gut angenommen, mit sehr hohen Steigerungsraten. In diesem Programm können sich die Studierenden am stärksten in die Informatikaspekte vertiefen und lernen aktuelle Technologien und Methoden der Informationstechnologie kennen und beherrschen. Im Anwendungsbereich wird vor allem auf Bereiche der Betriebswirtschaftslehre eingegangen. Damit erwerben die Studierenden nicht nur sehr gute Technologiekenntnisse, sondern sind auch direkt auf die Anwendung in der wirtschaftlichen Praxis vorbereitet.

Im Studium „Wirtschaftsinformatik“ befassen sich die Studierenden mit der Frage, wie extrem große Mengen an Informationen und Daten sinnvoll verarbeitet werden können. Die Universität Hildesheim bildet Fachleute aus, die an der Schnittstelle zwischen IT und Wirtschaft arbeiten: Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker entwickeln passende Systeme, damit Unternehmen Datenmengen mit Hilfe des Computers verarbeiten können. Die Studierenden erlernen Grundlagen der Wirtschaftsinformatik, Informatik und Betriebswirtschaft. Ab dem 3. Semester kombinieren sie die Theorie mit Praxiserfahrungen und absolvieren ein zehnwöchiges Wirtschaftspraktikum. Hildesheim sei keine Massenuniversität, stattdessen sei das Studium geprägt von viel Interaktion, Austausch und Diskurs, sagt der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt.

Die Universität Hildesheim bildet Informatikerinnen und Informatiker zu Experten für „Data Analytics“ aus. Die erste Generation der Studierenden kommt unter anderem aus Italien, Indien, Pakistan, Simbabwe, Tunesien, Ägypten, China, Nigeria, Brasilien, Iran und Deutschland. Für das englischsprachige Master-Studienprogramm „Data Analytics“ haben sich im letzten Jahr Studentinnen und Studenten aus der ganzen Welt beworben, 950 Bewerbungen aus 50 Ländern erreichten die Universität. Für das Studienprogramm „Data Analytics“ können sich EU-Bürgerinnen und EU-Bürger noch bis zum 31. August 2018 bewerben.

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news-15874 Wed, 11 Jul 2018 13:42:00 +0200 Neues Studium für Wirtschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/neues-studiu/ Ab dem Wintersemester 2018/19 bietet die Uni den neuen Studiengang Wirtschaft Plus an. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-15573 Thu, 07 Jun 2018 13:25:00 +0200 Sicherheit von Daten in der Cloud https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/sicherheit-v/ Das Institut für Wirtschaftinformatik veranstaltet eine Ringvorlesung zum Thema "Digitaler Wandel und Sicherheit". Pressespiegel regional Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-14841 Mon, 28 May 2018 07:38:00 +0200 Grundlagenforschung: Kommentieren im digitalen Raum https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/grundlagenforschung-kommentieren-im-digitalen-raum/ Ein Hildesheimer Forschungsverbund untersucht, wie sich das Lesen im digitalen Raum verändert. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt „Rez@Kultur“ über drei Jahre. Acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Computerlinguistik, Kulturjournalismus, Wirtschafts- informatik und Kulturpolitik analysieren zum Beispiel Lesevorgänge und Online-Gespräche über Werke der Kunst und Literatur.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim befassen sich mit der Frage, wie sich das Lesen und Kommentieren im digitalen Raum verändert und sich auf kulturelle Bildungsprozesse auswirkt. Die acht Forscherinnen und Forscher kommen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen – von Computerlinguistik über Kulturjournalismus und Kulturpolitik bis Wirtschaftsinformatik. Das Bundesforschungsministerium fördert den interdisziplinären  Forschungsverbund „Rez@Kultur“ über drei Jahre.

Mit Lesen verbundene soziokulturelle Praktiken in digitalen Netzwerken sind bisher kaum national oder international erforscht. Bisher wurde kaum methodisch fundiert und grundlegend die Frage beantwortet, in welcher Form sich kulturelle Bildungsprozesse im Kontext von Digitalisierung konkret verändern, da die empirische Datenbasis fehlt, um wissenschaftlich abgesichert zu Hypothesen zu gelangen.

Welche wirtschaftliche Bedeutung den Kundenrezensionen etwa im Online-Handel zukommt, wurde bereits erforscht – die digitalen Bildungswirkungen von Gesprächen über Literatur und Kunst wurden bisher nicht analysiert.

Lesen und kommentieren im digitalen Raum – bisher kaum international erforscht

Das Hildesheimer Forschungsteam um Guido Graf, Ulrich Heid, Ralf Knackstedt und Vanessa Reinwand-Weiss baut bis 2020 die empirische Grundlagenforschung aus und wendet dabei Methoden aus dem Bereich „Big Data“ an: Mit computerlinguistischen Werkzeugen werten die Forscherinnen und Forscher große Datenbestände aus und analysieren Textmengen, die auf blogs und Online-Portalen (etwa in Kundenrezensionen) im Netz erzeugt werden. Der Fokus liegt auf deutschsprachigen Rezensionen zu Kunst und Literatur.

Wie sieht etwa die Diskussion auf den Internetseiten von Büchershops aus, was hat sich seit 2000 bis heute verändert? Welche Einflüsse haben die digitalen Technologien darauf, wie wir über Texte und Fotografien sprechen? Was bedeutet dies für individuelle Bildungsprozesse? Wie verlaufen Diskussionsprozesse über Literatur im „Social Reading“ – also auf Plattformen, auf denen sich Leseinteressierte treffen, Bücher bis hin  zu einzelnen Textstellen und Sätzen kommentieren und so darüber online ins Gespräch kommen? Seit April 2018 erprobt die Universität Hildesheim das „Social Reading“ in der Lehre, als erste Hochschule in der deutschen Wissenschaftslandschaft.

Digitale Geisteswissenschaften: Forschungsverbund analysiert große Datenbetände und Textmengen

„Immer wieder gerade dann, wenn es um das Lesen geht, hat jede und jeder eine Meinung dazu, wie sich die Digitalisierung darauf auswirkt, ohne eigentlich mehr als die subjektive Wahrnehmung für diese Beurteilung zur Verfügung zu haben. Wir dagegen nähern uns der Frage empirisch und analysieren Lesevorgänge und das Online-Gespräch über literarische Texte und andere künstlerische Gegenstände mit computerlinguistischen und Datenauswertungs-Methoden. Wir möchten Antworten formulieren auf die Frage, wie sich die Digitalisierung auf unsere kulturelle Kommunikation auswirkt, auf die Herausbildung kritischer Kompetenz – kurz: auf die kulturelle Bildung“, sagt Guido Graf. Der promovierte Literaturwissenschaftler leitet das Forschungsprojekt.

In den ersten Monaten haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem an der Modellierung der Daten gearbeitet. Dazu gehört die Auswahl der Online-Plattformen aus den Bereichen Kunst und Literatur, die nun mittels Massendatenerhebung untersucht werden. „Wir erarbeiten fein abgestimmte Cluster, also Filter, mit denen diese Massendaten untersucht werden“, sagt Graf.

Die Chance in dem Projekt liegt auch in der Kombination der Forschungsdisziplinen – von Kulturwissenschaft bis Informatik arbeiten die Wissesnchaftlerinnen und Wissenschaftler von Anfang an zusammen. „Da treffen Welten aufeinander“, sagt die Wirtschaftsinformatikerin Kristin Kutzner. „Wir können als Informatikerinnen und Informatiker die kreativen Industrien und Bildungsprozesse mit einen anderen Brille analysieren. Wir helfen dabei, Daten aus Plattformen zu ziehen, mit Informationssystemen zu arbeiten sowie die Prozesse in der Datenflut zu organisieren.“

Die Literaturwissenschaftlerin Kristina Petzold interessiert sich besonders für die Frage, wo das Professionelle in der digitalen Welt verortet ist. „Heute kann jeder Laie Rezensionen veröffentlichen.“ In den vergangenen Jahren sind im Internet verschiedene Protale entstanden, die nicht nur literarische Texte und Werke der Bildenden Kunst verfügbar machen, so dass sie gelesen oder angeschaut werden können. Vielmehr ist heute auch deren Kommentierung und Bewertung sowie Weiterentwicklung (Co-Creation) möglich. Wie bilden sich auf diesen Plattformen kritische Diskurse aus? Wie unterscheiden sie sich von traditioneller Literaturkritik? Kristina Petzold weist darauf hin, dass mit dem World Wide Web neue Wertungsstrukturen entstanden seien, jenseits der Autoritätsansprüche, wie sie etwa im 20. Jahrhundert das Zeitungsfeuilleton etabliert hat. Die Froscher sprechen von einer „Deprofessionalisierung von Kritik“, der kritische Diskurs stützt sich nicht mehr allein auf Gatekeeper und Meinungsführer.

Wie kann im digitalen Raum eine kritische Praxis und Diskursfähigkeit aufgebaut werden?

Guido Graf möchte in dem Forschungsprojekt herausfinden, wie im digitalen Raum eine kritische Praxis und Diskursfähigkeit aufgebaut werden kann. Denn, so die These: Nur wer eine kritische Beurteilungskompetenz für kulturelle Artefakte – ob Bücher oder Fotografie – herausbildet, kann am Bildungsprozess teilhaben.

Das Hildesheimer Forschungsprojekt „Rez@Kultur. Digitalisierung kultureller Rezensionsprozesse: Eine multimethodische empirische Analyse“ läuft von 2017 bis 2020 im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitalisierung in der kulturellen Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Mehr über das Forschungsprojekt Rez@Kultur

Kurz erklärt

Wer im Forschungsprojekt „Rez@Kultur“ zusammenarbeitet

Seit 2017 läuft das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Drittmittelprojekt. Um die „Digitalisierung kultureller Rezensionsprozesse“ zu erforschen, haben sich vier Institute der Universität Hildesheim zu einem Forschungsverbund zusammengeschlossen:

  • Institut für literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft (Dr. Guido Graf, Projektleitung)
  • Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (Prof. Dr. Ulrich Heid)
  • Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Ralf Knackstedt)
  • Institut für Kulturpolitik (Prof. Dr. Vanessa Reinwand-Weiss)

Das Institut für literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft hat seit 2009 praktische Forschungsarbeiten zu neuen Formen literarischer Kommunikation im digitalen Raum durchgeführt. Untersucht wurde auf Tagungen und in „Social Reading“-Projekten, wie sich die zunehmende Bedeutung des mobilen Internets auf die Praxis des Lesenes, Kommentierens und Diskutierens auswirkt und der Einfluss der Digitalisierung auf den Literaturbetrieb untersucht.

Das Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie hat sich spezialisiert auf die Entwicklung computerlinguistischer Werkzeuge zur Analyse von deutschen und englischen Texten. Im vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt „e-Identity“ wurden Verfahren zur computerlinguistischen Erschließung größerer Textmengen aus elektronischen  Zeitungsarchiven  entwickelt. Auch Verfahren zur Identifikation von Berichts- und Kommentarstrukturen entstanden.

Das Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik hat im vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt „InDeKo.Navi“ die Kommunikation zu Forschungsprojekten analysiert, um Chancen der Zusammenarbeit von Forschungsgruppen gezielt aufzeigen zu können. Die Wirtschaftsinformatiker haben sich spezialisiert auf die Modellierung von  Prozessen.

Ein zentraler Forschungsschwerpunkt am Hildesheimer Institut für Kulturpolitik ist die kulturelle Bildung. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchs- wissenschaftler untersuchen im bundesweiten Netzwerk „Forschung Kulturelle Bildung“, wie Kinder und Jugendliche mit Kunst und Kultur aufwachsen und welche Strukturen geschaffen werden, um Teilhabe an Kultur zu ermöglichen.

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121 883 90100, presse@uni-hildesheim.de)

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news-14762 Mon, 14 May 2018 10:32:00 +0200 Informatik: Was hinter der Programmiersprache steckt https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/informatik-was-hinter-der-programmiersprache-steckt/ Die Informatikstudentinnen Christina David und Inna Losev gehören zu einem Team, das derzeit eine digitale Berufs- und Studienorientierungsplattform aufbaut. Im Projekt „BeSt F:IT“ können sich Schülerinnen und Schüler Video-Portraits von weiblichen Rollenmodellen aus der Umgebung anschauen, in Spielen erste praktische Erfahrungen in der Informatik sammeln und in einem Assessment-Bereich sich selbst einschätzen und die eigene Einstellung zur Informatik hinterfragen. Ein Team um Professor Ralf Knackstedt entwickelt eine Online-Plattform, auf der Schülerinnen und Schüler ihre Talente entdecken können. Frauen aus Hildesheim, Hannover und der Region berichten in Videointerviews aus ihrem Arbeitsalltag, mit dabei ist zum Beispiel Kristin Kutzner. Die Wirtschaftsinformatikerin der Universität Hildesheim spricht über ihren Bildungsweg und Berufseinstieg, so erhalten Jugendliche Einblicke in den Alltag der Wirtschaftsinformatikerin.

Auf der Online-Plattform können sich zukünftig Jugendliche der Klassen 9 bis 13 aus allen Schulformen über die Berufswege von Informatikerinnen und Informatikern informieren. „Dabei können die Jugendlichen zum Beispiel erkennen: Informatik ist gar nicht so fern von mir“, sagt Charlotte Schiller vom Uni-Gleichstellungsbüro. Schiller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Frauen in MINT-Fächern“ und arbeitet seit einem Jahr im Projekt „Entwicklung eines virtuellen IT Berufs- und Studienorientierungsangebots für Frauen (BeSt F:IT)“. Viele Heranwachsende wissen nicht genau, was sich hinter dem Begriff Informationstechnologie alles an beruflichen Möglichkeiten verbirgt, sagt Schiller. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt über drei Jahre.

Entwicklung eines virtuellen IT-Berufs- und Studienorientierungsangebots für Frauen

Mareike Köhler studiert Kulturjournalismus in Hildesheim. Sie hat sich vor Ort über das Projekt informiert:

Ein fliegender Roboter reicht mir diverse Disketten an, die ich in das entsprechende Laufwerk am 3D-Drucker stecke. Der Drucker erstellt daraus Gegenstände: eine klappernde Rassel, kleine Raketen, die ich in die Luft steigen lassen kann, Schmetterlinge, die auf meiner Hand landen. Und gerade als ich denke, dass das ewig so weitergehen könnte, löst sich das Bild auf und mir wird schwarz vor Augen. Das alles passiert nicht in meinem Traum, sondern am Stand der Universität Hildesheim bei den IT- und Medientagen. Ich trage eine VR-Brille, eine Studentin gibt mir Anweisungen, außerdem werde ich gefilmt.

Um mehr über das Projekt BeSt F:IT (Berufs- und Studienorientierung für Frauen im IT-Bereich) zu erfahren, spreche ich mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Charlotte Schiller und den beiden Informationsmanagement- und Informationstechnologie-Studentinnen Inna Losev (Bachelor) und Christina David (Master). Ihr Ziel ist, das Interesse junger Frauen (aber auch Männer) an der Informatik zu wecken. Das Team des „BeSt F:IT“-Projekts interessiert sich besonders für die Schülerinnen und Schüler, die die IT- und Medientage besuchen: Was denken die Schülerinnen und Schüler? Welche Exponate finden sie spannend? Worüber lässt sich eine mögliche Hemmschwelle am besten aus dem Weg räumen? Das Ziel ist, das Interesse junger Frauen (aber auch Männer) an der Informatik zu wecken.  Vom BeSt F:IT Team waren Prof. Dr. Ralf Knackstedt, Charlotte Schiller, Carsten Wenzel sowie die studentischen Hilfskräfte Christina David, Inna Losev, Viola Baumgarte und Coralie Werkmeister an den IT- und Medientagen beteiligt.

Trotz der expliziten Nennung von „Frauen“ im Titel möchte das Projekt „BeSt F:IT“ auch die Männer und Jungs nicht ausschließen. Allerdings hätten gerade junge Frauen häufig noch Berührungsängste, sich mit dem Bereich Informatik auseinanderzusetzen. Christina David erklärt, das liege häufig an vorhandenen Stereotypen und Klischees. Informatik werde von vielen als Spielfeld für Nerds angesehen, das eine sehr logische, verkopfte Herangehensweise erfordert. Manche Frauen schrecke das ab. Zudem gebe es in der IT-Branche wenige weibliche Vorbilder.

Christina David und Inna Losev selbst ließen sich aufgrund ihres großen Interesses an der Informatik von solchen Vorurteilen nicht beeinflussen, und konnten diese im Laufe ihres Studiums in Hildesheim widerlegen. „Es ist überhaupt nicht so, dass Frauen in der Informatik nicht gern gesehen sind. Im Gegenteil: Die Unternehmen freuen sich, werben uns richtig an. Man hat tolle Zukunftschancen und die Möglichkeit, in sehr vielfältigen, interessanten Bereichen zu arbeiten“, bestätigt Inna Losev. Und je mehr Frauen in ein Unternehmen kämen, desto leichter ließe sich dort das Arbeitsklima zwischen Männern und Frauen verändern und verbessern, ergänzt David.

Über das Projekt „BeSt F:IT“ möchten die Studentinnen ihre Erfahrungen teilen und vorhandene Bilder in den Köpfen verändern. Möglich wird dies unter anderem durch die Erstellung einer digitalen Berufs- und Studienorientierungsplattform. Seit 2017 ist das Team mit der Konzeption und Erstellung dieser Plattform beschäftigt. 2020, wenn das Projekt „BeSt F:IT“ ausläuft, soll die endgültige Version der Website fertig gestellt sein.

Charlotte Schiller erklärt, dass sie gerade vor der Präsentation des ersten Prototypens stehen. Noch in diesem Jahr soll diese rudimentär benutzbar sein und in Schulen erprobt werden, um sie anhand der Erkenntnisse zu verbessern und zu bestücken. Die Schülerinnen und Schüler können sich Video-Portraits von weiblichen Rollenmodellen aus der Umgebung anschauen, es gibt kleine Spiele, über die erste praktische Erfahrungen in der Informatik gesammelt werden können, sowie einen Assessment-Bereich, in dem sie sich selbst einschätzen, und die eigene Einstellung zur Informatik hinterfragen können.

Viele junge Frauen würden von Vornherein Informatik für sich ausschließen, sich das Studium nicht zutrauen, sogar wenn sie beispielsweise in Mathe gute Leistungen erbringen würden, sagt Schiller. Deshalb sei es besonders wichtig, viele Rollenmodelle zu haben, mit denen sich Schülerinnen identifizieren können: „Je jünger die Rollenmodelle sind, desto leichter fällt die Identifikation mit ihnen, und Schülerinnen können sich leichter vorstellen, ebenso diesen Weg zu ergreifen. Denn eine Frau, die bereits eine Leitungsposition innehat, hat zwar eine Leuchtturm-Funktion, ist aber auch sehr weit weg von der Lebensrealität der Schülerinnen.“ Das „BeSt F:IT“-Team freut sich daher über jede Studentin oder auch Unternehmerin, die Lust hat, sich in den Pool der Rollenmodelle aufnehmen zu lassen.

Zudem sei es wichtig, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass hinter vermeintlich komplizierten Vorgängen und Mechanismen meist eine weniger komplexe Grundsoftware oder eine Programmiersprache dahintersteht, die man erlernen kann. Bei den IT- und Medientagen zeigten die Hildesheimer Informatikerinnen und Informatiker neben einer Virtual Reality-Brille auch ein automatisches Einkaufsregal, das erkennt, wenn man ein Produkt herausnimmt oder eines hineinstellt. Solche „Connected Shelfs“ werden vermutlich in naher Zukunft unsere Einkaufserlebnisse beeinflussen. Wie sie funktionieren, können die Jugendlichen in dem Uni-Projekt erkunden, und nachvollziehen.

Wenn diese erste Hürde abgebaut ist, und Jugendliche erkennen, wie stark die Informatik schon jetzt in alle unsere Lebensbereich hineinwirkt, fehle eigentlich nur noch der nötige Mut, sind sich Christina David und Inna Losev einig. „Man muss sich einfach trauen, es gibt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen. Man sollte nicht so viel auf Andere hören und einfach mal machen“, meint David, und Losev ergänzt: „Wenn man Interesse zeigt, bekommt man mehr Unterstützung, als man anfangs vielleicht erwartet.“

Kontakt

Wer sich für das Projekt und Berufs- und Studienorientierungsangebote im Informatikbereich interessiert, erreicht das Projektteam unter bestfit@uni-hildesheim.de.

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news-15399 Wed, 18 Apr 2018 13:49:00 +0200 Die Firma vor Hackern schützen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/die-firma-vo/ Die Uni lädt ein zu einer Vorlesung zum Thema "Schutz und Wirtschaftsspionage". Der Leiter der Abteilung Wirtschaftsschutz im Niedersächsischen Innenministerium Uwe Claaßen referiert. Pressespiegel regional Ringvorlesungen Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-14649 Thu, 05 Apr 2018 08:38:29 +0200 Öffentliche Ringvorlesung „Digitaler Wandel und Sicherheit“ https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/oeffentliche-ringvorlesung-digitaler-wandel-und-sicherheit/ Im Sommersemester befassen sich Fachleute an der Uni Hildesheim mit Aspekten der Sicherheit im digitalen Wandel. Von April bis Juli 2018 lädt die Universität zur öffentlichen Ringvorlesung „Digitaler Wandel und Sicherheit“ ein. Einmal wöchentlich geben Expertinnen und Experten Einblicke in aktuelle Entwicklungen in den Bereichen IT-Sicherheit, IT-Grundschutz, IT-Recht, IT-Datenschutz, IT-Compliance und IT-Forensik. Die Universität Hildesheim veranstaltet im Sommersemester 2018 eine öffentliche Ringvorlesung zur Sichterheit im digitalen Wandel. Die Universität hat Experten unter anderem aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung eingeladen, ihre jeweilige Sicht auf das Thema vorzustellen.

Die Referentinnen und Referenten befassen sich unter anderem mit technischen Lösungen zur Gewährleistung von Sicherheit, mit Handlungsvorschriften und Beeinflussungen auf die technischen Instrumente in Organisationen sowie mit rechtlichen Vorschriften und dem notwendigen gesellschaftlichen Bewusstsein für Sicherheitsfragen im digitalen Wandel. Dabei setzen sich die Vorträge mit der Rolle von Unternehmen, Konsumenten, Arbeitnehmern und Verwaltungen auseinander. Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sind zur kostenfreien Vorlesungsreihe eingeladen.

Den Eröffnungsvortrag „Cybersecurity – IT-Sicherheit und was wir daraus machen“ hält am 12. April 2018 der Hildesheimer Politikwissenschaftler Wolf Schünemann, Juniorprofessor für Internet und Politik. Über aktuelle Bedrohungen und Gegenmaßnahmen im digitalen Wandel spricht am 19. April 2018 Uwe Claaßen vom Niedersächsischen Verfassungsschutz. Claaßen ist „Gründer“ des Wirtschaftsschutzes im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, also von Anfang an dabei, und Leiter der Abteilung.

Am 26. April 2018 spricht der Datenschutzexperte Norbert Bornemann über die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union. Am 3. Mai 2018 referiert der IT-Forensiker Nico Müller über Möglichkeiten und Grenzen der IT-Forensik. Am 17. Mai 2018 spricht Stephan Brandes über den „Digitalen Wandel in der Praxis – erfolgreich umdenken, Herausforderungen meistern, Chancen nutzen“.

Axel Janhoff referiert am 24. Mai 2018 über das Thema „Sichere Identitäten und vertrauenswürdige Dienste für die digitale Wirtschaft in der EU“ und geht auf die EU-Verordnung über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt (eIDAS) ein. Die Rechtsanwältin Eva-Christine Backhaus diskutiert am 31. Mai 2018 über das Thema „Digitale Arbeitswelt – Was ist rechtlich zu beachten?“. Lukas Grundwald befasst sich mit IT-Sicherheit und spricht am 7. Juni 2018 über Angriffe auf Cloud-Infrastrukturen und wie man sich davor schützen kann. Frank Wuttke, Geschäftsführer der Compra GmbH, erläutert am 14. Juni 2018, was bei Softwareentwicklung im Zeitalter der Digitalisierung zu beachten ist. Mit Informationssicherheit und Schutz für Unternehmen befasst sich Kai Viehmeier am 21. Juni 2018 in seinem Vortrag „IT-Security und Digitalisierung – Der VdS Quick-Check für sichere KMUs“. Jens Heidland befasst sich am 28. Juni 2018 mit dem Thema „Informationssicherheit – Eckpfeiler der digitalen Sicherheit“. Am 5. Juli 2018 diskutieren Laura Weidner, Matthäus Niedworok und Vladislav Jartsev über „Datenschutz am Beispiel Versicherungswirtschaft“. Die Vorlesungsreihe endet am 12. Juli 2018 mit einem Vortrag von Frank Knischewski Leiter des Arbeitskreises Cybersecurity bei Hannover IT e.V. über „Cyberangriffe und IT-Sicherheit im Wandel“.

Die Vorlesungsreihe findet jeweils am Donnerstag von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr im Hörsaal 2 der Universität Hildesheim (Hauptcampus Universitätsplatz 1) statt. Die Veranstalter hoffen während der gesamten Reihe auf einen engen Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und interessierten Bürgern.

Die Ringvorlesung wird durch die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. gefördert. Veranstalter der Ringvorlesung sind Axel Janhoff und Professor Ralf Knackstedt vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik der Universität Hildesheim.

Programm der Ringvorlesung [PDF]

Programm im Überblick: Öffentliche Ringvorlesung „Digitaler Wandel und Sicherheit“

Vorlesungsreihe an der Uni Hildesheim von 12. April 2018 bis 12. Juli 2018

Donnerstag, 12. April 2018
Cybersecurity – IT-Sicherheit und was wir daraus machen
Wolf J. Schünemann, Universität Hildesheim

Donnerstag, 19. April 2018
Digitaler Wandel – Aktuelle Bedrohungen und Gegenmaßnahmen
Uwe Claaßen, Niedersächsischer Verfassungsschutz
[Hinweis: Jörg Peine-Paulsen sollte den Vortrag halten, ist aber leider kurzfristig verhindert]

Donnerstag, 26. April 2018
EU-DSGVO – Fakten und Handlungsfelder
Norbert Bornemann, Contor Management GmbH

Donnerstag, 03. Mai 2018
IT-Forensik – Möglichkeiten und Grenzen
Nico Müller, Digifors GmbH

Donnerstag, 17. Mai 2018
Digitaler Wandel in der Praxis – Erfolgreich umdenken, Herausforderungen meistern, Chancen nutzen
Stephan Brandes, CKC Group

Donnerstag, 24. Mai 2018 [KEIN VORTRAG / DER VORTRAG ENTFÄLLT AUFGRUND DER EXKURSIONSWOCHE]
eIDAS – Sicher Identitäten und vertrauenswürdige Dienste für die digitale Wirtschaft in der EU
Axel Janhoff, DAkkS Fachexperte

Donnerstag, 31. Mai 2018
Digitale Arbeitswelt – Was ist rechtlich zu beachten?
Eva-Christine Backhaus, Rechtsanwältin LEX-it

Donnerstag, 07. Juni 2018
Wolkenbruch 2.0: Angriffe auf Cloud-Infrastrukturen – Wie kann man sich schützen?
Lukas Grundwald, DN Systems Enterprise Internet Solutions GmbH

Donnerstag, 14. Juni 2018
Softwareentwicklung im Zeitalter der Digitalisierung – Was ist zu beachten?
Frank Wuttke, Compra GmbH

Donnerstag, 21. Juni 2018
IT-Security und Digitalisierung – Der VdS Quick-Check für sichere KMUs
Kai Viehmeier, Kai Viehmeier CONSULTING GmbH

Donnerstag, 28. Juni 2018
Informationssicherheit – Eckpfeiler der digitalen Sicherheit
Jens Heidland, Contechnet Ltd.

Donnerstag, 05. Juli 2018
Damoklesschwert des Digitalen Wandels – Datenschutz am Beispiel Versicherungswirtschaft
Laura Weidner, Matthäus Niedworok, Vladislav Jartsev, KPMG AG

Donnerstag, 12. Juli 2018
Digitaler Wandel – Cyberangriffe und IT-Sicherheit im Wandel
Frank Knischewski, Hannover IT e.V.

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news-14641 Tue, 03 Apr 2018 15:00:00 +0200 Deutscher Hochschulfundraisingpreis geht an die Universität Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/deutscher-hochschulfundraisingpreis-geht-an-die-universitaet-hildesheim/ Der Deutsche Hochschulverband zeichnet die Universität Hildesheim für ihre professionelle Fundraisingstrategie und Stiftungskultur aus. Bis heute konnte die Stiftungsuniversität 13 Stiftungsprofessuren einwerben und die Zahl der Deutschlandstipendien von 23 auf 91 erhöhen. Die Universität dankt allen Hildesheimer Bildungsstifterinnen und Bildungsstiftern, die mit ihren Spenden dazu beitragen, dass Bildungswege junger Menschen unterstützt und neue Forschungsgebiete ausgebaut werden können. Die Universität Hildesheim ist Träger des Deutschen Hochschulfundraisingpreises 2018, den der Deutsche Hochschulverband zum dritten Mal ausgelobt hat. Im Rahmen eines Symposiums in Berlin wurde die Auszeichnung vor 150 Hochschulleitungen sowie Fundraiserinnen und Fundraisern aus Deutschland, Schweiz und Österreich überreicht.

Mit dem Deutschen Hochschulfundraisingpreis wird die konsequente Pflege und Erweiterung des Kreises der Förderinnen und Förderer aus Wirtschaft und Gesellschaft honoriert. Durch exzellente Netzwerkarbeit konnte die Stiftungsuniversität Hildesheim bis heute 13 Stiftungsprofessuren einwerben und die Anzahl der Deutschlandstipendien hat sich von 23 auf 91 erhöht, so die Begründung für die Preisvergabe.

Die Spenderpflege der Universität Hildesheim setze Maßstäbe, weil sie eindrücklich vor Augen führe, wie mit Hilfe einer professionellen Fundraisingstrategie systematisch zum Spenden angeregt werden  könne, sagte Jury-Mitglied Professor Guido Benzler in seiner Laudatio. In hervorragender Weise baue die Universität Hildesheim dank einer gelebten Dankes- und Anerkennungskultur enge persönliche Kontakte zu ihren Förderinnen und Förderern auf. Auf der Basis breit gefächerter Begegnungsformate gelinge es der Universität immer wieder, den Kreis der Spenderinnen und Spender zu einer Stiftergemeinschaft zu formen, aus der heraus größere und namhafte Spenden erfolgten.

Der Deutsche Hochschulfundraisingpreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld soll zweckgebunden für das Hochschulfundraising oder ein laufendes Fundraisingprojekt verwendet werden. Der Preis wurde am heutigen Dienstag dem Präsidenten der Universität Hildesheim, Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang-Uwe Friedrich, in Anwesenheit von Vizepräsident Prof. Dr. Martin Schreiner, Fundraiser Markus Langer und Mediengestalter Jan Baumhöfener überreicht.

Stiftungsprofessur für den Bereich „Data Science“

Durch die Einrichtung von Stiftungsprofessuren konnten in den vergangenen Jahren die Forschung und Lehre in Fachgebieten wie Wirtschaftsinformatik, Software Engineering, Neurodidaktik, Klinische Psychologie sowie Sport, Gesundheit und Leistung ausgebaut werden.

„Fundraising gehörte von Anfang an zum besonderen Aufgabenprofil der öffentlich-rechtlichen Stiftungsuniversität Hildesheim. Die Einrichtung eines eigenen Ressorts ‚Stiftungsentwicklung‘ im Präsidium stärkte den Bereich nachhaltig. Die heutige Einwerbung einer 13. Stiftungsprofessur für den Bereich ‚Data Science‘, gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe, bestätigt unseren Kurs“, sagt Professor Wolfgang-Uwe Friedrich.

Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für ihre Universität

„Dieser Preis würdigt insbesondere das Engagement der Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger für ihre Universität. Verbunden mit unserer großen Dankbarkeit ist daher auch unsere Hoffnung, dass viele Hildesheimerinnen und Hildesheimer diesen Weg weiter mit uns gehen. Wir sind für Interessierte jedenfalls jederzeit da“, so Prof. Dr. Martin Schreiner und Markus Langer.

Mit dem Deutschen Hochschulfundraisingpreis sollen „Best Practice“-Beispiele prämiert werden, die sich durch herausragende Kreativität bei der Entwicklung von Fundraising-Kampagnen auszeichnen. Über die Vergabe entschied eine fünfköpfige Jury. Ihr gehörten Professor Dr. Guido Benzler (Geschäftsführender Gesellschafter rheform – EntwicklungsManagement GmbH), Brigitte Göbbels-Dreyling (stellvertretende Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz), Matthias Daberstiel (Chefredakteur der Zeitschrift „Der Fundraiser“), Professor Dr. Bernd Helmig (Vizepräsident des Deutschen Hochschulverbandes) und Cornelia Kliment (Geschäftsführerin der Deutschen Universitätsstiftung) an.

Der Deutsche Hochschulverband ist die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit mehr als 30.700 Mitgliedern.

Bildung stiften: Bildungsstifterinnen und Bildungsstifter unterstützen Hildesheimer Studentinnen und Studenten auf ihren Bildungswegen

Bis zu 111 Deutschlandstipendien kann die Universität Hildesheim vergeben. „Bildung Stiften 111!“ heißt eine Kampagne, die Markus Langer und Vizepräsident Professor Martin Schreiner in Hildesheim ins Leben gerufen haben. Die Universität Hildesheim dankt allen bisherigen Förderern und sucht nun weitere Stifterinnen und Stifter, die Studierende auf ihrem Bildungsweg unterstützen. Die Universität Hildesheim wurde 2017 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Stifterverband für ihre erfolgreiche Stipendienkultur ausgezeichnet.

Wer Studentinnen und Studenten mit einem Stipendium unterstützen möchte, kann sich direkt an Markus Langer (05121 883 90130, markus.langer@uni-hildesheim.de) oder an den Vizepräsidenten, Prof. Dr. Martin Schreiner (05121 883 11102, martin.schreiner@uni-hildesheim.de), wenden.

Das Stipendienprogramm läuft über eine Eigenbewerbung. Ab 1. Juni 2018 können sich Studierende aller Fachbereiche für das nächste Stipendienjahr um ein Deutschlandstipendium bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2018.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Sportwissenschaft Psychologie Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Fachbereich 4
news-14604 Tue, 03 Apr 2018 09:29:00 +0200 SchülerUni - Universität für Jugendliche: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/schueleruni-universitaet-fuer-jugendliche-mathematik-informatik-naturwissenschaft-und-technik/ Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Universität Hildesheim die „MINT-Schüler_innen-Universität“. Vom 12. April bis 21. Juni 2018 erhalten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 in den insgesamt 10 spannenden Vorlesungen Antworten auf Fragen in Naturwissenschaft, Wirtschaft, Technik und Informatik. An der beliebten Vorlesungsreihe nahmen in den Vorjahren jeweils rund 500 Schülerinnen und Schüler teil. Schon seit vielen Jahren entscheiden sich zu wenige Schülerinnen und Schüler für ein Studium im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Derzeit ist die „MINT-Fachkräftelücke“ mit fast 300.000 freien Stellen so groß wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2011 (Quelle: „MINT-Herbstreport“ des IW Köln, Stand 09/2017). Diese Fachkräftelücke ist für unsere Gesellschaft kritisch, da so dauerhaft Fachleute in Schlüsselbranchen fehlen – darauf weisen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hildesheimer Uni hin.

Mit der Veranstaltungsreihe „MINT-Schüler_innen-Universität“ leistet der Fachbereich „Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik“ der Universität Hildesheim einen wichtigen Beitrag zur Studienorientierung und Stärkung des Studienerfolges in den MINT-Fächern. Die Universität Hildesheim möchte mit der Vorlesungsreihe interessierte „Nachwuchswissenschaftlerinnen“ und „Nachwuchswissenschaftler“ der Klassen 9 bis 13 erreichen. Jede Woche wird ein anderes Institut des Fachbereichs interessante Forschungsprojekte vorstellen, in die auch Studentinnen und Studenten eingebunden sind. In Form einer „Ringvorlesung“ berichten die Institute in ansprechender Weise über spannende, aktuelle Forschungsthemen aus Biologie, Chemie, Geographie, Physik, Mathematik, Technik und Informatik bis hin zu Wirtschaftsinformatik und Wirtschaft. Schülerinnen und Schülern soll damit ein Einblick in die Vielfalt des MINT-Bereichs gegeben werden und zugleich ihr Interesse an einem Studium geweckt werden.

  • Termine: Jeden Donnerstag vom 12.04. bis 21.06.2018 (außer 10. Mai), 16:30 Uhr
  • Ort: Hörsaal H2 im 1. Stock des Gebäudes H auf dem Hauptcampus, Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim
  • Dauer: etwa 60 Minuten, maximal bis 18:00 Uhr
  • Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
  • Einen Lageplan finden Sie online: Lageplan
  • Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 – 13 (für jüngere SchülerInnen je nach Vorkenntnissen geeignet). Auch Lehrende, Eltern und Schulklassen sind herzlich willkommen.

Programm der SchülerInnen-Uni 2018

12.04.2018
Chemie: Auf Spurensuche – Umweltschadstoffe im Wasser
Dr. Jan Hinrichs, Institut für Biologie und Chemie, Abteilung Chemie

19.04.2018
Physik: Gravitationswellen
Dr. Corvin Zahn, Institut für Physik

26.04.2018
Informatik: Können Maschinen denken?
Prof. Dr. Dr. Lars Schmidt-Thieme, Institut für Informatik, Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik und Maschinelles Lernen

03.05.2018
Geographie: Was ist dran am Klimawandel?
Prof. Dr. Martin Sauerwein, Institut für Geographie

10.05.2018 KEINE VORLESUNG

17.05.2018
Wirtschaft spielerisch erleben
Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis, Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik, Arbeitsgruppe Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik

24.05.2018
Technik: Faserkunststoffverbunde – Hochleistungswerkstoffe, die Leben retten können
Dipl.-Ing. (FH) Sascha Ende, Institut für Technik

31.05.2018
Informatik: Wie steuert man einen Roboter? Programmiersprachen zum Selbermachen
Dr. Holger Eichelberger, Institut für Informatik, Arbeitsgruppe Software Systems Engineering

07.06.2018
Wirtschaftsinformatik: Digitaler Wandel
Prof. Dr. Ralf Knackstedt, Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik, Arbeitsgruppe Informationssysteme und Unternehmensmodellierung

14.06.2018
Mathematik: Statistische Nachbereitung von Wetter-Prognosen
Prof. Dr. Jürgen Groß, Institut für Mathematik und Angewandte Informatik, Abteilung Diskrete Mathematik und Stochastik

21.06.2018
Biologie der Meeressäuger
Dr. Peter Zahn, Institut für Biologie und Chemie, Abteilung Biologie

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121 883 90100, presse@uni-hildesheim.de)

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Biologie & Chemie Geographie Informatik SSE Maschinelles Lernen Mathematik & Angewandte Informatik Physik Technik
news-15330 Sat, 31 Mar 2018 15:39:00 +0200 Meeressäuger und Maschinen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/meeressaeuger/ Die Uni bietet für Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 Vorlesungen in Naturwissenschaft, Wirtschaft, Technik und Informatik. Pressespiegel regional Biologie & Chemie Technik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik news-15233 Tue, 27 Mar 2018 16:12:00 +0200 Naturwissenschaft, Wirtschaft, Technik und Informatik / „MINT-SchülerInnen-Uni“ / Vorlesungen für Schüler https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/naturwissens/ GÖTTINGER TAGEBLATT berichtet über Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik für Jugendliche an der Universität Hildesheim. Das GÖTTINGER TAGEBLATT berichtet über Vorlesungen für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 an der Universität Hildesheim. Die Jugendlichen erhalten Antworten auf Fragen in Naturwissenschaft, Wirtschaft, Technik und Informatik. „In Form einer Ringvorlesung berichten die Institute über Forschungsthemen aus Biologie, Chemie, Geographie, Physik, Mathematik, Technik und Informatik bis hin zu Wirtschaftsinformatik und Wirtschaft“, heißt es im GÖTTINGER TAGEBLATT.

Göttinger Tageblatt, „Von Biologie bis Wirtschaftsinformatik / Einblick in die Vielfalt des MINT-Bereichs", 27.03.2018

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Informatik Geographie Biologie & Chemie Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Mathematik & Angewandte Informatik Physik Technik Pressespiegel überregional
news-15296 Thu, 15 Mar 2018 14:36:00 +0100 Mit Taxis fliegen? https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/mit-taxis-fl/ Sebastian Thrun studierte zwei Jahre lang in Hildesheim medizinische Informatik. Jetzt will er mit einem Flugtaxi die Fortbewegung in Neuseeland revolutionieren. Pressespiegel regional Alumni Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Mathematik & Angewandte Informatik news-15205 Fri, 02 Feb 2018 15:10:00 +0100 Enorme Nachfrage: Uni plant Ausweitung ihrer IT-Studiengänge https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/enorme-nachf/ Der Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich will den digitalen Wandel durch neue IT-Studiengänge erforschen lassen. Pressespiegel regional Präsident Mathematik & Angewandte Informatik Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-13774 Wed, 24 Jan 2018 14:57:00 +0100 IT-Speed Dating: Studierende sammeln Praxiserfahrungen in der regionalen Wirtschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/it-speed-dating-studierende-sammeln-praxiserfahrungen-in-der-regionalen-wirtschaft/ Studentinnen und Studenten der Hildesheimer IT‐Studiengänge tauschen sich beim „IT-Speed Dating“ an der Universität mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus regionalen Unternehmen aus. „Die Grundlagen, wie all die Informationen, die in Unternehmen zu koordinieren sind, in Planungssystemen gebündelt werden, habe ich in der Universität erlernt – jetzt geht es darum, die Systeme in der Realtität anzuwenden. Hierfür suche ich einen Praktikumsplatz“, sagt die Studentin Coralie Werkmeister. Ein Besuch auf dem IT-Campus am Samelsonplatz. IT in Hildesheim studieren

Donnerstagabend am IT-Campus am Samelsonplatz, etwa 40 Studierende und Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter aus 25 regionalen Partnerunternehmen kommen zusammen. Das Besondere: An diesem Abend wird jeder einmal mit jedem beim „Speed Dating“ miteinander ins Gespräch kommen.

Die Begegnungen sind eng getaktet, nach jeweils fünf Minuten wechselt der Gesprächspartner. „So lernen Studierende auch Unternehmen kennen, die sie vorher eventuell gar nicht auf dem Schirm hatten. Und umgekehrt haben alle Studierenden eine Chance, sich den Unternehmen vorzustellen – das persönliche Gespräch und die Begegnung ist sehr wichtig“, sagt Felix Hahne. Der promovierte Wissenschaftler vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik organisiert jedes Jahr diese Zusammentreffen.

Im 5-Minuten-Takt wechseln die Studierenden von Tisch zu Tisch. Stephen Galla ist einer der Teilnehmer, er studiert Wirtschaftsinformatik im 6. Semester. Und schon geht es los, fünf Minuten sind kurz, wenn man seine Fähigkeiten erläutern und einen guten Eindruck hinterlassen möchte. Galla lächelt freundlich, ein kräftiger Händedruck, dann legt er dem Gesprächspartner eine Kurzbewerbung vor. Ihm gegenüber sitzt Moritz Wichmann, Mitarbeiter des regionalen Unternehmens ADITUS, das sich auf das Ticketing und die Zutrittskontrolle spezialisiert hat. In welchen Bereichen er studiert, ob er sich ein Praktikum vorstellen könne möchte Wichmann von dem Studenten wissen und drückt ihm konkrete Praktikumsangebote für dieses Jahr in die Hand. Der Gong ertönt – fünf Minuten sind um.

„Ich habe hier in Hildesheim Wirtschaftsinformatik studiert und nach meiner Masterarbeit direkt bei ADITUS angefangen. Wir sind hauptsächlich für Messegesellschaften tätig und hatten im letzten Jahr den ersten Hildesheimer Praktikanten. Das hat wunderbar funktioniert, weshalb wir die Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim weiter forcieren möchten. Wir suchen junge, talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Moritz Wichmann.

Auch Coralie Werkmeister nimmt am „IT-Speed Dating“ teil. Sie studiert Wirtschaftsinformatik im 5. Semester an der Universität in Hildesheim. „Im Studium beschäftige ich mich mit der Herausforderung, wie all die Informationen, Ressourcen und Prozesse, die in Unternehmen zu koordinieren sind, in Planungssystemen gebündelt werden. Die Grundlagen habe ich in der Universität erlernt – jetzt geht es darum, die Systeme in der Realtität anzuwenden. Hierfür suche ich einen Praktikumsplatz.“ 

In das Speed Dating reiht sich ebenso Professor Klaus Ambrosi ein. „Ich sitze hier auch vier Stunden“, lacht der Professor, der in seinen über 30 Jahren an der Universität schon viele Bildungswege begleitet hat. Sein Ziel: Er möchte von den Studierenden Feedback zum Studienverlauf und Hinweise auf Probleme beziehungsweise Verbesserungsmöglichkeiten im Studium einholen. Ihm gegenüber sitzt Karina Reichert. Das Interesse an Informatik wurde bei Reichert in der Schule im Fach Informatik geweckt. Über das Internet wurde sie auf das Studium aufmerksam. „In Hildesheim ist man nicht so verloren wie an anderen großen Unis“, sagt Reichert. Sie studiert im 5. Semester „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ und möchte sich auf die Entwicklung von Software spezialisieren, momentan besucht sie auch einen Kurs zum Maschinellen Lernen – und sucht nun einen Praktikumsplatz. „Informatik ist sehr vielfältig, zum Beispiel die Softwareentwicklung, man erstellt Programme und sieht das Ergebnis.“

In einem der Räume auf dem IT-Campus haben Larissa Meyer und Sascha Carell ihr temporäres Büro eingerichtet, um Studierende kennen zu lernen. Letztes Jahr saß Larissa Meyer noch auf der anderen Seite des Tisches auf der Suche nach einem Praktikumsplatz. Den hat sie der Firma Schlote in Harsum gefunden und ist seitdem dort als Werkstudentin tätig. Und das so erfolgreich, dass sie von ihrem Unternehmen nunmehr selber als Gesprächspartnerin für die IT-Studierenden entsandt wurde. Larissa Meyer studiert Wirtschaftsinformatik an der Universität Hildesheim und arbeitet derzeit als Werkstudentin beim Unternehmen Schlote in Harsum. „Ich habe das Unternehmen beim letzten IT-Speed Dating kennengelernt, man hat im persönlichen Gespräch erkannt, das man zusammenpasst und die Chemie stimmt. Deshalb habe ich mich bei dem Unternehmen beworben, das Praktikum hat so gut funktioniert, dass ich heute als Werkstudentin in dem Unternehmen arbeite – eine riesige Chance, um neben den Vorlesungen im Hörsaal bereits Praxiserfahrungen zu sammeln.“

„Wir können aufgrund unseres starken Wachstums immer neue Mitarbeiter in der IT und den anderen Bereichen des Unternehmens gebrauchen“, sagt Sascha Carell. Er arbeitet neben dem Studium in dem Harsumer Unternehmen und studiert ebenfalls Wirtschaftsinformatik an der Uni in Hildesheim. „Als Zulieferer in der Automobilbranche ist die Schlote-Gruppe auf die Bearbeitung von Gussteilen mit hochpräzisen Bohrern und Maschinen spezialisiert. Die IT-Abteilung ist heutzutage unter dem Aspekt Industrie 4.0 und vernetzter Produktionsstätten unverzichtbar. Hinzu kommen viele verschiedene Informationssysteme mit denen unsere Mitarbeiter kommunizieren und zusammenarbeiten können. Diese gehen von einfachen Office-Anwendungen bis hin zu komplexen Produktionsleitsystemen oder einer Energiemanagement-Software: Wir sehen, wie viel Energie wir verbrauchen. Die Technologie durchdingt alle Bereiche – wir suchen nun den IT-Nachwuchs, der all dies gestalten, verwalten und weiterentwickeln kann.“

„Wir können aufgrund unseres starken Wachstums immer neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der IT und den anderen Bereichen des Unternehmens gebrauchen.“

Sascha Carell, studiert Wirtschaftsinformatik, Werkstudent bei Schlote in Harsum

Auf dem Gang des IT-Campus flitzt einer der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik entlang, die an diesem Abend Studierende und Unternehmen miteinander ins Gespräch bringen. Die Bilanz? Sehr erfreulich. „Unsere IT-Studierenden absolvieren im Bachelorstudium ein Wirtschaftspraktikum. Die Studentinnen und Studenten sind von dem Speed Dating begeistert, viele Unternehmen, die sie vorher nicht kannten, sind jetzt in die engere Auswahl gekommen, weil sie interessante Angebote für Praktika erhalten“, sagt Jan Busse. Der wissenschaftliche Mitarbeiter arbeitet auf dem IT-Campus, sein Forschungsgebiet ist die energiekostenorientierte Ablaufplanung, „man möchte Aufträge in einem produzierenden Unternehmen so terminieren, dass die resultierenden Energiekosten möglichst gering sind“.

Das IT-Speed Dating fand im Januar 2018 erstmals im gerade renovierten B-Trakt am Samelsonplatz – dem IT-Campus der Universität Hildesheim – statt. Damit hatten die Partnerunternehmen auch die Gelegenheit, die Lehr- und Arbeitsräume der IT-Studiengänge direkt kennen zu lernen.

„Die Grundlagen, wie all die Informationen, die in Unternehmen zu koordinieren sind, in Planungssystemen gebündelt werden, habe ich in der Universität erlernt – jetzt geht es darum, die Systeme in der Realtität anzuwenden. Hierfür suche ich einen Praktikumsplatz.“

Coralie Werkmeister, Studentin, Wirtschaftsinformatik

Kurz erklärt

Informationen zum IT-Speed Dating

Die Nachfrage von Unternehmen aus der Region nach Partnerschaften mit den IT-Studiengängen der Universität Hildesheim wächst, sagt Felix Hahne. In Hildesheim lernen über 700 IT-Studentinnen und IT-Studenten in Studienprogrammen wie „Informationsmanagement und Informationstechnologie“, „Wirtschaftsinformatik“ sowie im Bereich „Data Analytics“.

Die Universität Hildesheim arbeitet in den IT-Studiengängen mit über 30 regionalen Partnerunternehmen zusammen. 2018 wird das Netzwerk um etwa fünf bis acht weitere Partnerunternehmen ausgebaut. Ausgangspunkt des Interesses seien laut Hahne oft Absolventinnen und Absolventen der IT-Studiengänge, die in den Unternehmen begonnen haben und bei denen sich die Fachabteilungen fragen: „Wie bekommen wir mehr davon?“

Als sehr erfolgreiches Instrument zur Anbahnung von Wirtschaftspraktika von IT-Studierenden bei Partnerunternehmen habe sich das seit 2013 jeweils zu Jahresbeginn durchgeführte „IT-Speed Dating“ erwiesen, erklärt Felix Hahne. Mehr als 70% der bisher rund 150 teilnehmenden Studierenden haben anschließend ein Praktikum bei einem der anwesenden Unternehmen absolviert.

Die Inhalte der Praktika sind vielfältig – von der Softwareentwicklung und Gestaltung von Weboberflächen bis zur Analyse von Geschäftsprozessen und Unterstützung im IT-Support. „Aus diesen Praktika entstehen nicht selten Werkstudententätigkeiten, Projekt- und Abschlussarbeiten oder auch feste Arbeitsverhältnisse. Für einige Partnerunternehmen ist das Vorhandensein der IT-Studiengänge in Hildesheim zum wichtigen Standortfaktor geworden. Das IT-Speed Dating kann als ein Beitrag der Universität Hildesheim zur Bekämpfung des IT-Fachkräftemangels angesehen werden“, sagt der promovierte Betriebswissenschaftler.

Kontakt: Fragen zum IT-Speed Dating beantwortet Dr. Felix Hahne vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik der Universität Hildesheim (Telefon 05121 88340514, E-Mail: hahne@bwl.uni-hildesheim.de).

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121 883 90100, presse@uni-hildesheim.de)

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-14254 Mon, 22 Jan 2018 11:11:00 +0100 Digitale Zukunft: Uni Hildesheim sucht künftige Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/digitale-zukunft-uni-hildesheim-sucht-kuenftige-informatiklehrerinnen-und-informatiklehrer/ Jetzt bis zum 1. März 2018 bewerben: Die Universität Hildesheim bildet Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer aus, eine Bewerbung zum Sommersemester ist jetzt möglich. Neben Programmieren und Datenbanken gehören auch Algorithmen und Datenstrukturen, Medieninformatik und Systemadministration zum Studium in Hildesheim. Die Debatte um die Fortschritte bei der Digitalisierung in Deutschland betrifft im Kern auch die Schulen – hier wird die nächste Generation ausgebildet. Doch Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer fehlen. Jetzt bewerben bis zum 1. März 2018: Lehramt Informatik in Hildesheim studieren

Die Universität Hildesheim bildet Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer aus. „Was wir in Deutschland brauchen ist eine große Anzahl von Lehrern, die ihren Schülern zeigen, was hinter Computern steckt und wie wir mit der Welt der Informationen umgehen“, sagt der Informatiker Professor Klaus-Jürgen Förster.

Gemäß Statistischem Bundesamt waren im Studienjahr 2016/17 insgesamt weniger als 1500 Studierende in Deutschland in einem Lehramtstudiengang mit Informatik als erstem Fach eingeschrieben. „Es ist also mehr als überfällig das Lehramt Informatik auszubauen und massiv um Studierende für dieses Schulfach zu werben. Dies darf sich nicht nur auf das Lehramt an Gymnasien beziehen und somit etwa die Hälfte unserer Jugendlichen vernachlässigen“, sagt Professor Förster. Ohne durchgehende informatische Ausbildung werde sich die berufliche und persönliche Zukunftsperspektive erheblich verschlechtern, dennoch sei in Deutschland der rechtzeitige Aufbruch bisher versäumt worden. In einigen europäischen Nachbarländern, etwa in Großbritannien und in skandinavischen Ländern, gehören Informatik-Inhalte längst durchgehend zur schulischen Ausbildung. Programmieren (Coding) ist dort meist schon in der ersten Klasse verpflichtend vorgesehen.

Die Niedersächsische Landesregierung hat 2015 beschlossen das Fach Informatik künftig auch an Haupt- und Realschulen einzuführen und ab dem Studienjahr 2016/17 die Universitäten Hildesheim und Oldenburg beauftragt, das Lehramt Informatik an Haupt- und Realschulschulen in Niedersachsen einzurichten. Die Universität Hildesheim bietet das Lehramtsfach Informatik nicht nur für Studienanfängerinnen und Studienanfänger an, sondern auch als vollwertiges Drittfach für ausgebildete Lehrpersonen. Um dem großen Bedarf gerecht zu werden ist eine Einschreibung auch für Erstsemester sowohl im Wintersemester wie auch im Sommersemester möglich. Bewerbungen für das Sommersemester 2018 können noch bis zum 15. Januar 2018, in begründeten Ausnahmefällen auch später, eingereicht werden.

Neben Programmieren und Datenbanken gehören auch Algorithmen und Datenstrukturen, Medieninformatik und Systemadministration zum Studium in Hildesheim. Die Studierenden wählen Schwerpunkte wie Maschinelles Lernen, Softwareentwicklung, Robotik oder Wirtschaftsinformatik. Sie kombinieren die Theorie mit der Praxis und sind schon im ersten Studienjahr an Partnerschulen. Weitere fachdidaktische Praxisphasen folgen im Verlauf des Studiums.

Nicole Döpke gehört als ausgebildete Realschullehrerin mit den Fächern Mathematik und Technik zur ersten Generation der künftigen Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer an Haupt- und Realschulen. Sie studiert seit Oktober 2016 an der Universität Hildesheim das Drittfach Informatik und möchte in der Zukunft Schülerinnen und Schüler im Fach Informatik an Realschulen unterrichten. „Die Jugendlichen kennen gar keine Lebenswelt mehr ohne Smartphone, Laptop und Tablet – sie sollen die Geräte nicht nur passiv nutzen, sondern die Technik verstehen und eine kritische Haltung entwickeln“, sagt Döpke.

Die Studierenden befassen sich im Studium mit Grundlagen der Informatik: Wie werden Informationen als Daten repräsentiert und verarbeitet, wie steuern Algorithmen Prozesse? Welche Programmierbefehle braucht ein Roboter, um sich im Raum zu bewegen? Wie funktionieren Programmiersprachen? Wie geht man verantwortungsvoll mit Daten um? Welche Auswirkungen haben Informations- und Kommunikationssysteme auf den Alltag und die Gesellschaft?

Informatik an Schulen: Bewerbung um einen Studienplatz im Januar 2018 möglich

Die Hildesheimer Universität bildet seit Herbst 2016 Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Informatik an Haupt- und Realschulen aus. Studieninteressierte können sich noch bis zum 15. Januar 2018 um einen Informatik-Studienplatz für das Lehramt an Hauptschulen oder Realschulen bewerben, das Studium an der Uni Hildesheim beginnt im April 2018.

Bisher haben in Niedersachsen nur die Universitäten in Göttingen, Oldenburg und Osnabrück Informatiklehrer für den Unterricht an Gymnasien ausgebildet. Eine Ausbildung zur Informatiklehrerin oder zum Informatiklehrer für Haupt- und Realschulen war in Niedersachsen im Gegensatz zu verschiedenen anderen Bundesländern wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen bisher nicht möglich.

Die Hildesheimer Studierenden werden zur ersten Generation der Lehrerinnen und Lehrer gehören, die das Fach Informatik an Hauptschulen und Realschulen sowie Oberschulen und Gesamtschulen in Niedersachsen aufbauen. „Das ist eine große berufliche Chance und eine spannende, lebenslange Aufgabe“, sagt Förster.

Wer sich für das Lehramtsfach Informatik interessiert, kann sich ab sofort bei Prof. Dr. Klaus-Jürgen Förster melden (E-Mail foerster[at]cs.uni-hildesheim.de). Studierende wählen neben dem Fach Informatik ein zweites Fach. Bewerbungen sind zum Sommersemester 2018 möglich, die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2018, in begründeten Ausnahmefällen können Bewerbungen auch später erfolgen. Studienbeginn ist im April 2018. Mehr Infos zur Bewerbung findet man online.

Jetzt bewerben: Lehramt Informatik studieren

Stellungnahme von Informatikprofessor Klaus-Jürgen Förster

In einem Kommentar nimmt Prof. Dr. Klaus-Jürgen Förster Stellung zur Situation des Schulfachs Informatik in Deutschland und zur Ausbildung professioneller IT-Lehrerinnen und IT-Lehrer. Zu den drei klassischen Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen ist die informatische als vierte gleichwertige Kompetenz längst hinzugekommen, sagt Förster. Er forscht und lehrt als Informatiker am Institut für Mathematik und Angewandte Informatik der Universität Hildesheim und hat das Lehramtsfach Informatik in Hildesheim gemeinsam mit dem Institut für Mathematik und Angewandte Informatik, dem Institut für Informatik sowie dem Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik aufgebaut.

Lehramt Informatik, ein Beruf mit Zukunft – für eine erfolgreiche digitale Zukunft

Seit mehr als 40 Jahren ist in Niedersachen  Informatik-Unterricht zumindest an Gymnasien vorgesehen. Trotzdem haben die meisten unserer heutigen Abiturientinnen und Abiturienten an kaum mehr (wenn überhaupt) als einem einjährigen Nebenfachkurs Informatik während ihrer gesamten mindestens zwölfjährigen Schulzeit teilgenommen.

Obwohl den verantwortlichen Ministerien seit Jahrzehnten bekannt ist, dass ohne tiefliegende und durchgehende informatische Ausbildung sich die berufliche und persönliche Zukunftsperspektive erheblich verschlechtert, ist in Deutschland der rechtzeitige Aufbruch in den meisten Bundesländern bisher versäumt worden.

Die bisherige politische Vorgehensweise erinnert an die Einführung „Neuer Medien“ in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts (Filmbildstellen, Schulfunk, Bildungsfernsehen). In dieser Tradition werden seit den 80er Jahren „Neue Medien" im Unterricht eingeführt. Dies ist wichtig und unabdingbar und wird mit viel Elan von interessierten Lehrerinnen und Lehrern vorangetrieben, die sich teils durch berufliche Fortbildungskurse, meist aber durch aufwendige Eigeninitiative in den spezifischen informatorischen Anwendungen ihrer Fächer fort- und weiterbilden.

Aber Ausbildung in der sich rasant entwickelnden Informationstechnologie nur in Form des Einsatzes „Neuer Medien im Unterricht" in den einzelnen Fächern reicht bei weitem nicht aus: Zu den drei klassischen Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen ist die informatische als vierte gleichwertige Kompetenz längst hinzugekommen. Vergleicht man die langjährige Argumentation unserer Politik, dass für die Erlangung informatorischer Kompetenz  die Einführung neuer Medien ohne einen durchgehenden Informatikunterricht ausreicht, dann ist dies gleichwertig mit folgender unsinnigen analogen Argumentation zur Abschaffung des schulischen Faches Deutsch: „Wir brauchen kein eigenständiges Fach Deutsch – schließlich wird in allen anderen Unterrichtsfächern auch Deutsch als Sprache eingesetzt und es werden sogar regelmäßig fachliche Ausarbeitungen von den Schülerinnen und Schülern in deutscher Sprache geschrieben."

Inzwischen suchen Industrie und Wirtschaft in Deutschland in großem Umfang intensiv nach entsprechenden Fachkräften und müssen häufig ihre Suche auf den internationalen Bereich ausdehnen.

In einigen europäischen Nachbarländern, insbesondere in Großbritannien und in skandinavischen Ländern, gehören Informatik-Inhalte längst durchgehend zur schulischen Ausbildung. Programmieren (Coding) ist dort meist schon in der ersten Klasse verpflichtend vorgesehen.

Im vergangenen Wahljahr ist die Forderung nach durchgehender informatorischer beziehungsweise digitaler Bildung in der Schule von allen Parteien lautstark aufgenommen worden. Durchgehender Informatik-Unterricht in allen allgemeinbildenenden Schulen ist nun endlich in der intensiven Diskussion. Wir brauchen junge Lehrerinnen und Lehrer, die grundständig und umfangreich in Informatik als eigenständigem Fach ausgebildet worden sind, um nicht nur Informatik zu unterrichten, sondern ihren Schülerinnen und Schülern dies auch im täglichen Leben durch ihre Persönlichkeit vorzuleben („Hier steckt folgende Informatik drin...") – und nicht wie häufig üblich in elementaren informatischen Fragestellungen auf die Nachilfe junger Schülerinnen und Schüler angewiesen sind.

Wie sieht eine mögliche Realisierung aus? Mit Hilfe unserer während der Schulzeit erlangten „Grundkompetenz im Rechnen/Mathematik“ überlegen wir kurz wie folgt:

  1. Gemäß Statistischem Bundesamt werden in Deutschland etwa 11 Millionen Schülerinnen und Schüler in etwa 400.000 Klassen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen von etwa 800.000 Lehrenden (Vollzeit ca. 500.000, Teilzeit ca. 300.000) unterrichtet. Möchte man durchgehend jede dieser Klassen durchgehend mit nur 2 Stunden Informatik-Unterricht wöchentlich versorgen, dann bedeutet dies bei durchschnittlich wöchentlich 26 Stunden Unterricht pro Lehrkraft den Einsatz von mehr als 30.000 Informatiklehrerinnen und Informatiklehrern (wobei diese dann nur Informatik und nicht ihr zweites Fach unterrichten).

  2. Gemäß Statistischem Bundesamt waren im Studienjahr 2016/17 insgesamt weniger als 1500 Studierende in Deutschland in einem Lehramststudiengang mit Informatik als erstem Fach eingeschrieben.

Es ist also mehr als überfällig das Lehramt Informatik auszubauen und massiv um Studierende für dieses Schulfach zu werben. Dies darf sich nicht nur auf das Lehramt an Gymnasien beziehen und somit etwa die Hälfte unserer Jugendlichen vernachlässigen.

Die Niedersächsische Landesregierung hat daher 2015 beschlossen das Fach Informatik auch an Haupt- und Realschulen einzuführen und ab dem Studienjahr 2016/17 die niedersächsischen Universitäten Hildesheim und Oldenburg beauftragt, das Lehramt Informatik an Haupt- und Realschulschulen einzurichten. Die Universität Hildesheim bietet das Lehramtsfach Informatik nicht nur für Studienanfängerinnen und Studienanfänger an, sondern auch als vollwertiges Drittfach für ausgebildete Lehrpersonen. Um dem großen Bedarf gerecht zu werden ist eine Einschreibung auch für Erstsemester sowohl im Wintersemester wie auch im Sommersemester möglich. Bewerbungen für das Sommersemester 2018 können noch bis zum 15. Januar 2018, in begründeten Ausnahmefällen auch später, eingereicht werden.

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121 883 90100, 0177 8605905)

Nachgefragt bei der ersten Generation der Studentinnen und Studenten, die sich auf das Fach Informatik an Realschulen, Hauptschulen und Gesamtschulen an der Universität in Hildesheim spezialisieren

Statements von Studentinnen und Studenten

„Die Welt der Nullen und Einsen besser verstehen“

Er ist einer der ersten Studenten, die in Hildesheim für das Schulfach Informatik ausgebildet werden: Christian Langlott, 25, studiert seit Oktober 2017 Informatik als Drittfach an der Universität Hildesheim. Er studiert außerdem Mathematik am Institut für Mathematik und Angewandte Informatik sowie Sport am Institut für Sportwissenschaft. Christian Langlott möchte künftig an einer Realschule arbeiten.

„Angefangen hat alles mit den ersten Programmierübungen. Was steckt hinter einem Programm, aus welchen Bausteinen bestehen unsere technischen Geräte? Jetzt befasse ich mich mit der Frage, wie ich Informatik in der Schule unterrichten kann. Ich werde an einer Realschule unterrichten.

Viele Jugendliche benutzen den PC und wissen gar nicht, was dahinter steckt und was passieren kann, wenn sie die Welt der Nullen und Einsen nutzen.

Sie sollten mit Sorgfalt die technischen Möglichkeiten nutzen.“

 

 

„Jugendliche sollen lernen, all die Daten und Algorithmen zu verstehen“

Annalena Schade, studiert im dritten Bachelorsemester Lehramt mit den Fächern Informatik und Mathematik an der Universität Hildesheim.

„Ich kenne das Schulfach Informatik vom beruflichen Gymnasium, wo ich IT als Prüfungsfach belegt habe. Als ich meine Schule abgeschlossen habe, gab es leider keine Möglichkeit, Informatik für Realschulen und Hauptschulen zu studieren.

Dann habe ich den Studienplatz an der Universität in Hildesheim entdeckt. Wir haben viel Praxisbezug – im ersten Studienjahr bin ich einmal in der Woche im Klassenzimmer einer Grundschule, als nächstes gehe ich an eine Realschule. Ich möchte Informatik an einer Schule unterrichten.

Wichtig ist, nicht nur IT zu nutzen, sondern zu verstehen. Die Schülerinnen und Schüler wachsen digital auf. Sie sollen lernen, damit umzugehen, was alles digital passiert – auch in Bezug auf all die gesammelten Daten und die Funktion von Algorithmen.“

 

 

„Die Jugendlichen kennen gar keine Lebenswelt mehr ohne Smartphone, Laptop und Tablet“

Nicole Döpke, 25, hat ihr Masterstudium mit den Fächern Mathematik und Technik an der Universität Hildesheim abgeschlossen. Sie arbeitet in der Abteilung „Mathematik Lehren und Lernen“ am Institut für Mathematik und Angewandte Informatik bei Professorin Barbara Schmidt-Thieme. Sie studiert parallel in Hildesheim aktuell Lehramt Informatik als Drittfach im Ergänzungsstudium.

„Ich habe Informatik am Gymnasium als Unterrichtsfach aus der Schülerperspektive kennengelernt. Ich habe neben meinem Technikstudium einen freiwilligen Programmierkurs besucht – da konnte man Informatik für das Lehramt noch nicht studieren. Als ich dann gehört habe, dass die Universität Hildesheim Spezialisten für das Lehramtfach Informatik ausbildet, habe ich mich für das Informatikstudium entschieden.

Es macht große Freude – ich möchte Jugendlichen zeigen: Was steckt hinter den Geräten? Ein Blick hinter die Kulissen. Im Alltag nutzen die Schülerinnen und Schüler täglich die Geräte, nun lernen sie kennen, wie aufwendig es ist, zu programmieren, wie etwa Videospiele programmiert werden und Online-Werbung uns beeinflusst. Meine Rolle als Lehrerin? Die Schüler wachsen mit Smartphone und Computer auf – sie sollen nicht nur passiv nutzen, sondern verstehen, was sie da nutzen und eine kritische Haltung entwickeln. Außerdem möchte ich die Berufsorientierung fördern, damit sich mehr Mädchen für technische Berufe begeistern. Hinter den Computern und Stand-PCs in den Kinderzimmern und den Smartphones und Tablets, die unterwegs genutzt werden, steckt die gleiche Struktur, von innen betrachtet sind die Geräte gar nicht so unterschiedlich. Im Kurs ‚Systemadministration‘ beschäftigen wir uns im Studium zum Beispiel mit all den Grundlagen der Geräte – welche Speichermöglichkeiten gibt es, wie arbeiten Festplatten? Aber wir setzen uns nicht nur mit der Hardware auseinander, sondern befassen uns mit den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung, in der Medieninformatik geht es etwa um virtuelle Welten, Urheberrecht, die Geschichte digitaler Medien, aktuelle Medientheorien und psychologische Grundlagen.

Ein großer Vorteil des Informatikstudiums für das Lehramt sind die Berufschancen – es werden Lehrerinnen und Lehrer gesucht. Es gibt kaum Universitäten, die  IT-Lehrer für Realschulen, Hauptschulen und Gesamtschulen ausbilden. Ich bin froh, in Hildesheim zu studieren, es ist eine super Chance, das Schulfach Informatik in Niedersachsen aufzubauen. Die Schülerinnen und Schüler kennen gar keine Lebenswelt ohne Smartphone, Laptop und Tablet mehr – mit dem Fach Informatik kann ich die Jugendlichen sehr gut erreichen. Informatik ist ein praktisches Fach.“

 

„Informatik ist in unserer Gesellschaft verankert“

Salih Akten, studiert Mathematik und Informatik im zweiten Bachelorsemester an der Universität Hildesheim. Er zog für das Lehramtstudium von Köln nach Hildesheim.

„Ich gehöre zu den Informatikstudenten, die das Studium im Sommersemester begonnen haben. Das ist eine große Chance. Ich bin gebürtiger Kölner. Im Internet habe ich den Hildesheimer Studienplatz entdeckt. Dann ging alles ganz schnell, ich habe die Zusage erhalten und bin von Köln nach Hildesheim gezogen. In Köln habe ich schon an einer Realschule gearbeitet. Hildesheim ist eine kleine Stadt und die Universität bietet mir die Chance, meinem Lebenstraum näher zu kommen. Das erste Semester in Hildesheim bestätigt meinen Berufswunsch. Informatik hat mich von kleinauf begeistert, ich habe schon als Jugendlicher mein Handybetriebssystem geändert und programmiert – die Begeisterung war immer da. Außerdem möchte ich im sozialpädagogischen Bereich aktiv sein – das Schulfach Informatik ist die ideale Schnittstelle.

Ich möchte den Jugendlichen aufzeigen, dass Informatik mehr ist als Computer. Informatik ist in unserer Gesellschaft verankert, viele politische und gesellschaftliche Fragen stammen aus der Informatik: Der Umgang in sozialen Netzwerken und Datenschutz sind wichtige gesellschaftliche Fragen, die wir beantworten müssen. Informatik erkennt man manchmal auf den ersten Blick nicht. Ich steige in die Bahn ein und kaufe mir ein Ticket – allein schon im Automaten steckt das Wissen aus mehreren Jahrzehnten. Vielleicht kann man es so sagen: Informatik steckt wie die DNA in unserem Leben.“

 

„Informatik ist ein sehr lebendiges Fach“

Gia Minh Vo, studiert im zweiten Bachelorsemester Informatik an der Universität Hildesheim. Er spezialisiert sich in Hildesheim auf den Lehrerberuf.

„Ich habe vor meinem Lehramtsstudium bereits mit dem Informatikstudium begonnen und dann entschieden, mich auf Informatik an Schulen zu spezialisieren. Ich habe Kurse mit den professionellen Informatikern zusammen – es ist gut, dass die IT-Experten und die Lehramtinformatiker zusammen in einigen Vorlesungen sitzen. So kann man als Lehramtsstudent auch in die Tiefe der Informatik einsteigen. Ich überlege zurzeit, meinen alten Informatik-Studiengang als Doppelstudium aufzunehmen.

Informatik ist ein sehr lebendiges Fach und entwickelt sich immer weiter, wenn ich etwa daran denke, was in der Informatik vor 50 Jahren und heute passiert. Man muss sich immer selber weiterbilden und als Lehrer am Ball bleiben – das ist ziemlich interessant.

Ich möchte meinen Schülerinnen und Schülern nicht nur das Programmieren beibringen. Programmieren ist ein Teil der Informatik, viele denken vielleicht, Informatiker sitzen nur vor dem PC. Dabei beinhaltet die Tätigkeit von Informatikern viel mehr, man befasst sich mit Gegenständen, die im Verborgenen sind und zu unserem Alltag gehören – vieles sieht man nicht, aber die Berechnungen und Algorithmen prägen unseren Lebensalltag. Ich lerne hier an der Universität in Hildesheim drei Programmiersprachen, die ich bereits abgeschlossen habe. Man steigt da ziemlich tief ein und versteht die Schritte und Prozesse, man lernt, Teilprobleme zu lösen, muss viel nachdenken und legt dann mit dem Programmieren los.

Auf jeden Fall empfehle ich Studieninteressierten, in Hildesheim Informatik für das Lehramt zu studieren, weil man viele Praxisphasen im Studium hat. Ich bin gerade im ersten Jahr in einer Realschule in Hildesheim und beobachte den Unterricht in den schulpraktischen Studien. Informatik ist sehr interessant – man wird angeregt, selber zu arbeiten und sich weiterzubilden.“

 

„Ich möchte Kindern beibringen, wie ein Computer denkt“

Sayde Amirmehrabi, studiert seit einem Jahr Mathematik und Informatik an der Universität Hildesheim. Er ist ausgebildeter Informatiker und unterrichtet seit zehn Jahren als Lehrer Jugendliche in Mathematik in Einrichtungen der Jugendberufshilfe.

„Ich finde das lebenslange Lernen sehr wichtig. Ich bin jetzt 58 Jahre – wenn ich das Studium abschließe, bin ich im Rentenalter. Mein Ziel ist, das Wissen, welches ich an der Universität aufbaue, direkt heute in meinem Alltag als Lehrer anzuwenden, ich begleite Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren und unterstütze sie in der Berufsvorbereitung. Ich möchte sie dabei unterstützen, mit Problemen der reellen Welt strukturiert umzugehen. Die Mathematik und Informatik hilft dabei. Es ist mein Ziel, vor allem den jüngeren Kindern beizubringen, auf welche Art und Weise ein Computer denkt. Sie sollen ein Gefühl dafür entwickeln, welche Welt hinter den Geräten steckt – und nicht nur Codes schreiben. Die Kinder gehen ohne ihr Handy nicht mehr aus dem Haus, die Geräte sind nicht nur zum Rumdaddeln und Spielen da, sie sollen sich damit auseinandersetzen, welchen Sinn die Geräte in unserem Alltag haben und welche Geheimnisse in der Technik stecken können.“

 

„Ich besuche die Kurse der Informatik-Spezialisten“

Anastasia Kilich (Mitte) im Seminar am Hildesheimer IT-Campus mit Annalena Schade und Christian Langlott.

Anastasia Kilich, studiert Informatik und Mathematik im dritten Bachelorsemester an der Universität Hildesheim. Sie begleitet die IT-Studienanfänger bei ihrem Start in das Lehramtsstudium.

„Ich bin von Informatik begeistert. Ich kann selber etwas entwickeln und auf die Beine stellen, etwa eine Website und Anwendungen bauen. Es ist ein bisschen wie ein Haus zu bauen, nur das man nicht real Steine aufeinandersetzt. Man kann Programmiersprachen auch mit Legosteinen vergleichen, die man aneinandersetzt, Kinder können das Programmieren lernen. Deshalb habe ich mich entschieden, Lehrerin zu werden – ich möchte das Wissen weitergeben. Ich lerne im Studium in Hildesheim Programmiersprachen, etwa Java. Wir steigen tief in die Programmiersprachen ein – ich besuche die Kurse, die die reinen Informatikerinnen und Informatiker auch belegen. Es ist eine Herausforderung, als erste Studentin das Lehramtsfach Informatik zu studieren – aber gleichzeitig bietet das Studium in Hildsheim viele Chancen. Ich kann den Studiengang mitgestalten und mich einbringen, ich begleite jetzt die IT-Studienanfänger und helfe ihnen, was sinnvoll ist, welche Kurse sie zuerst wählen sollten, welche erst später im Studium.“

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Lehrerbildung Studierende Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB)
news-15154 Tue, 16 Jan 2018 10:20:00 +0100 Mehr Firmen als je zuvor beim IT-Speed-Dating der Uni Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/mehr-firmen/ Beim IT-Speed-Dating der Uni stellen sich Studierende und IT-Firmen einander vor. 70% der Interessierten finden dabei einen Praktikumsplatz. Pressespiegel regional Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Studierende news-14274 Wed, 10 Jan 2018 15:26:31 +0100 Ausgezeichnet: Preise für besondere Leistungen in Lehre, Forschung und Service und Nachhaltigkeitspreis https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ausgezeichnet-preise-fuer-besondere-leistungen-in-lehre-forschung-und-service-und-nachhaltigkeitspr/ Der kleine Oscar für das Uni-Personal: Die Universität Hildesheim zeichnet den Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt, den Kulturwissenschaftler Jochen Bonz und den Entwicklungspsychologen Professor Werner Greve sowie den Hausmeister Gisbert Werth für ihre hervorragenden Leistungen in Forschung, Lehre und Service aus. Die Preise sind mit jeweils 3000 Euro dotiert. Zudem wird erstmals der Nachhaltigkeitspreis des Green Office an die Studentin Julia Horn verliehen. Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich gab im Rahmen des Neujahrsempfangs aktuelle Zahlen bekannt: 86 Professorinnen und Professoren, 437 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie  250 Personen in Technik und Verwaltung sind derzeit an der Stiftungsuniversität Hildesheim tätig. 8403 Studentinnen und Studenten lernen zurzeit in Hildesheim.

Jedes Jahr verleiht die Universität im Rahmen des Neujahrsempfangs Preise für hervorragende Lehre, Forschung und Serviceleistungen. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert und drücken die Wertschätzung der Universität für die fortwährend geleistete Arbeit aus.

Die Preisträgerinnen und Preisträger sind:

Preis für hervorragende Forschung:
Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Ralf Knackstedt

Die Universität Hildesheim zeichnet Prof. Dr. Ralf Knackstedt für seine hervorragende Forschung aus. Seit 2011 forscht und lehrt der Wirtschaftsinformatiker am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik und hat dort seitdem die Abteilung „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ aufgebaut.  Habilitiert hat er 2010 an der Universität Münster, an der er 2004 auch promoviert wurde. Ralf Knackstedt ist Experte für die Geschäftsprozessmanagement, Produktions- und Dienstleistungssysteme und Informationssystemmodellierung.

„Der Preis wird ihm für eine Vielzahl von Projekten, die er leitet und koordiniert, verliehen“, so Vizepräsidentin Prof. Dr. Meike Baader in ihrer Laudatio. Die Forschung von Ralf Knackstedt sei geprägt von einer „großen Vielfalt und Breite von Forschungsthemen“, einer „Vielzahl von Förderern“ sowie „einer großen Anzahl von wissenschaftlichen Kooperationspartner und Kooperationspartnerinnen“.  Zu den Förderern gehören unter anderem das Bundesforschungsministerium, das Wissenschaftsministerium des Landes Niedersachsen und die Robert Bosch Stiftung. „Prof. Dr. Ralf Knackstedt ist mit seinen Themen inter- und transdisziplinär unterwegs und offensichtlich hervorragend vernetzt“, so Baader.

Aktuell arbeitet Ralf Knackstedt im Forschungsprojekt „Rez@Kultur“ mit Kollegen und Kolleginnen aus der Literaturwissenschaft, dem literarischen Schreiben, der Kulturpolitik, den Informationswissenschaften und der Sprachtechnologie zusammen. Das interdisziplinäre Team erforscht die Digitalisierung kultureller Rezensionsprozesse. Im Innovationsverbund „SmartHybrid“ erforscht der Wirtschaftsinformatiker mit sechs niedersächsischen Forschungseinrichtungen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen neue digitale Dienstleistungen für Unternehmen in Niedersachsen. Im Projekt „InDeko.Navi“ geht es um betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel.

Im Forschungsprojekt „BeSt F:IT“ wendet sich der Wirtschaftsinformatiker an Mädchen und junge Frauen mit einer interaktiven Online-Plattform zur Berufs- und Studienorientierung. Das Ziel ist es, Schülerinnen  über regionale IT-Ausbildungsberufe und IT-Studiengänge aufzuklären und für IT zu begeistern. Denn zahlreiche Studien zeigen, dass das Interesse dieser Zielgruppe für IT im Alter zwischen 15 und 18 Jahren signifikant abnimmt. Das „BeSt F:IT“-Konzept soll auch in anderen Regionen angewendet werden. „Damit hat Ralf Knackstedt auch Fragen von Bildungsentscheidungen und Bildungseinrichtungen im Blick“, so Vizepräsidentin Baader. Eine seiner neuesten Publikationen, gerade im Druck, thematisiert „Business Process Management in German Institutions of Higher Education“ (2018).

Preis für hervorragende Lehre:
Kulturwissenschaftler Dr. Jochen Bonz und Entwicklungspsychologe Prof. Dr. Werner Greve

Für den Preis für hervorragende Lehre im Studienjahr 2016/17 wurden insgesamt 92 Vorschläge eingereicht, wodurch  Studentinnen und Studenten insgesamt 50 Lehrende für den Preis nominierten. „Es ist erfreulich, dass so viele Studierende bereit sind, ihren Dozent*innen hervorragende Lehre durch deren Nominierung sowie eine anschauliche Begründung ihres Vorschlages zu bescheinigen“, sagt Vizepräsident Prof. Dr. Jürgen Sander. Die Preis-Jury – bestehend aus zwei Studierenden und zwei Studiendekan*innen aller vier Fachbereiche – hat entschieden, den Preis an zwei Lehrende zu vergeben: Der Preis geht an Dr. habil. Jochen Bonz sowie Prof. Dr. Werner Greve.

Dr. Jochen Bonz lehrt und forscht am Institut für Theater, Medien und Populäre Kultur auf dem Kulturcampus. Der habilitierte wissenschaftliche Mitarbeiter wird für seine hervorragende Lehre in den Seminaren „Kulturwissenschaft im Spannungsfeld von ästhetischem und ethnologischem Kulturverständnis“, „Sound Studies: Zur inszenatorischen Qualität des Sounds in Pop, Kunst, Film und Alltagskultur“ sowie „Fans und andere Formen populärer Begeisterung“ ausgezeichnet.

Seine Studierenden begründen die Auszeichnung wie folgt:

  • „Dr. Jochen Bonz hat es in seiner Lehrveranstaltung geschafft, trotz der immensen Kursgröße auf die individuellen Lernbedürfnisse der Seminarteilnehmer*innen einzugehen. Kritische Fragen zu den im Seminar behandelten Texten griff er als Impulse auf und stellte sie zur Diskussion. Zentral in seiner Arbeit war die Aufforderung an die Studierenden, mit den Texten als Material zu arbeiten, im Sinne des Textes zu argumentieren und gerade dadurch auch fähig zu werden, ihre Ansätze womöglich zu kritisieren.“
  • „Das Seminar zu Sound Studies war ein optimales Beispiel, guter universitärer Lehre. In einer Kleingruppe – circa 10 Studierende – gab uns Jochen Bonz jede Sitzung die Möglichkeit, sowohl anhand von wissenschaftlicher Fachliteratur als auch frei zu diskutieren und kritisch über die praktischen Gegenstände nachzudenken. […] Es ergab sich ein freier Austausch zwischen den Studierenden und Jochen Bonz fungierte als eine Art Mediator – mal im Hintergrund, wenn nötig aber auch fokussiert im Vordergrund. So konnte er die teils eher praktischen Diskussionen mit tiefgehendem fachlichen Wissen anreichern und dadurch eine hohe Lehr- und Lernqualität erreichen. Doch alle fachlichen und didaktischen Kompetenzen nützen nichts, wenn der Dozent als sozialer Mensch versagt. Jochen Bonz arbeitet auf Augenhöhe mit den Studierenden, hilft und berät wo er kann und vermittelt (trotz der großen Nähe) eine Autorität, die man sehr gerne respektiert. Ich freue mich auf das nächste Seminar mit ihm!“

Jochen Bonz arbeitet seit Oktober 2016 auf dem Kulturcampus der Universität Hildesheim. Nach der Promotion 2003 an der Universität Bremen folgte 2011 die Habilitation an der Universität Bremen mit der Studie „Vom ‚Text‘ zur ‚Atmosphäre‘: Eine kulturtheoretische Studie an der Gegenwart“.

Seit 2001 forscht und lehrt der Entwicklungspsychologe Prof. Dr. Werner Greve am Institut für Psychologie der Universität Hildesheim. In Forschung und Lehre befasst sich Werner Greve mit der Erklärung von Handlungen und der Bewältigung von Problemen. Für seine hervorragende Lehre in den Vorlesungen „Einführung in die Psychologie“ und „Einführung in die Entwicklungspsychologie“ wird Werner Greve nun geehrt, seine Studierenden begründen die Auszeichnung wie folgt:

  • „Herr Greve ist ein sehr aufgeschlossener Mensch. Er kann super erklären, egal welche Vorlesung meine Kommilitonen und ich bei ihm hatten, wir sind immer mitgekommen und haben alles verstanden. Die Lernanforderungen sind gut dosiert, er bewertet fair und lässt niemals schlechte Laune an jemandem aus.“
  • „Seine Folien sind nie zu voll und er erklärt auch diese einzeln, nicht zu langsam und nicht zu schnell. Auf seine Vorlesungen hat man sich immer gefreut, sogar wenn sie um acht Uhr morgens waren. Seine immer gute Laune ist ansteckend. Bei Professor Greve lernt man gerne und schnell.“
  • „Der Dozent regt mit seinen Inhalten jeden Studenten zum Nachdenken an. Er benutzt in seinen Vorlesungen so passende Beispiele, sodass man jeden Tag an seine Worte und die dahinterstehenden Theorien denken muss. Er regt außerdem sehr stark zum weiter recherchieren an!“
  • „Herr Greve lehrt Menschen, selbstständig nachzudenken. Er zeigt auf, dass es keine Theorie gibt, die perfekt und fehlerfrei ist – dass es eine solche aber auch nicht geben muss, solange man sich möglicher Schwächen einer Annahme bewusst ist.“

Werner Greve war zuvor von 1994 bis 2003 Stellvertretender wissenschaftlicher Direktor und anschließend amtierender Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen in Hannover (KFN), davor Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Trier.

Zu den Arbeitsgebieten des Professors für Psychologie gehören die Entwicklungspsychologie der Lebensspanne, Rechts- und Kriminalpsychologie und Theoretische Psychologie. Werner Greve befasst sich in Lehre und Forschung mit der Frage, wie wir belastende Erfahrungen, kritische Lebensereignisse und Entwicklungsprobleme bewältigen.

Preis für hervorragende Serviceleistungen:
Gisbert Werth

Der Preis für hervorragende Serviceleistung ist ein Preis für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, die sich in ganz besonderem Maße für die Universität und damit für die Weiterentwicklung der Wissenschaft eingesetzt haben.

Der diesjährige Preisträger ist Gisbert Werth. „Als ich Sie vor Weihnachten zuhause anrief, um Ihnen mitzuteilen, dass Ihnen der Servicepreis verliehen wird, haben Sie so reagiert, wie ich es nicht anders erwartet hatte – und wodurch ich in der Preisentscheidung bestärkt wurde. ‚Wie ich?‘ war Ihre ungläubige Reaktion“, so der hauptberufliche Vizepräsident Dr. Matthias Kreysing in seiner Laudatio.

Seit seinem Start an der Universität Hildesheim im April 2012, zunächst als Vertretungskraft im Hausdienst und dann seit Januar 2013 als fester Mitarbeiter, setzt sich Gisbert Werth mit „großer Freude und Tatkraft“ für die Universität ein.

Seit 2016 ist er als Mitarbeiter des Hausdiensts auf dem Kulturcampus verantwortlich für die kleinen und großen Sorgen. „Zuletzt hat sich Ihre Tatkraft in außergewöhnlicher Weise beim Hochwassereinsatz auf der Domäne im Juli letzten Jahres gezeigt. Während dieser Zeit waren Sie rund um die Uhr einschließlich Samstags und Sonntags vor Ort und haben für Ihren Kulturcampus gekämpft – Sie waren Dammbauer, Aktenretter, Ansprechpartner, Wegweiser, Organisator und wohl auch Tröster“, sagt Matthias Kreysing.

Green Office verleiht erstmals Nachhaltigkeitspreis

Das Green Office der Universität Hildesheim vergibt erstmals den Nachhaltigkeitspreis und zeichnet studentische Abschlussarbeiten aus.

Erstmals werden Studierende der Universität Hildesheim mit einem Preis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Der Preis wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs an Julia Horn verliehen. Die Lehramtsstudentin wird für ihre Bachelorarbeit „Nachhaltiger Tourismus aus Sicht deutscher Pauschalreiseveranstalter“ ausgezeichnet. Darin untersucht sie im Rahmen einer Interviewstudie die Einstellung zu und Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien durch Anbieter von Pauschalreisen, die über ihr Angebot jedes Jahr Millionen deutscher Urlauber erreichen. Die erfolgreiche Abschlussarbeit wurde am Institut für Geographie wissenschaftlich betreut durch Dr. Sabine Panzer-Krause, die sich in Forschung und Lehre auf die Humangeographie spezialisiert hat und sich mit Fragestellungen zu Nachhaltigkeitstransformationen im regionalen und globalen Kontext beschäftigt.

Das Green Office zeichnet Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim aus, die sich in ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit mit nachhaltiger Entwicklung befassen und will damit einen Beitrag leisten, Nachhaltigkeit in den Forschungsfokus gerade des wissenschaftlichen Nachwuchses zu bringen. Bewerben konnten sich Studierende und Absolventinnen und Absolventen aller Fachbereiche, die ihre Abschlussarbeit im Wintersemester 2016/17 oder Sommersemester 2017 an der Universität Hildesheim eingereicht haben. Ausgezeichnet werden Abschlussarbeiten, deren Forschungsgegenstand sich in den Themenfeldern der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bewegt. Dotiert ist der Preis mit 500 Euro. Der Preis wird einmal im Jahr verliehen. Der Auswahlkommission für den Nachhaltigkeitspreis gehören die Koordinatorinnen des Green Office, die Forschungsgruppe Nachhaltigkeit und Bildung sowie die AStA-Referentin für Umwelt und Nachhaltigkeit an.

Für den Nachhaltigkeitspreis wurden acht studentische Bachelor- und Masterarbeiten aus den Fachgebieten Mathematik, Chemie, Geographie, Psychologie, Sozialwissenschaften, Grundschuldidaktik und Kulturpolitik eingereicht. Inhaltlich setzen sich die Studentinnen und Studenten unter anderem mit inklusiver und gerechter Bildung, mit nachhaltigem Wirtschaftswachstum und Konsum, mit lebenslangem Lernen sowie Ressourcen- und Biodiversitätsschutz auseinander.

„Uns hat dabei positiv überrascht, wie vielfältig, kreativ und ambitioniert durch den wissenschaftlichen Nachwuchs dringende Probleme unserer Zeit angegangen werden. Als der Preis ausgeschrieben wurde haben wir nicht damit gerechnet, bereits im ersten Jahr so viele beeindruckende und hochwertige Einreichungen aus der gesamten Universität zu bekommen. Wir sind zuversichtlich, mit dem Preis einen Anstoß zu geben damit in Zukunft noch mehr Arbeiten in diesem Feld geschrieben werden.“, sagt Dr. Torsten Richter vom Institut für Biologie und Chemie der Universität Hildesheim.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Psychologie Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur Fachbereich 3 Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Geographie Green Office
news-14248 Mon, 08 Jan 2018 11:06:00 +0100 IT studieren: Angewandte Informatik, Data Analytics, Informationsmanagement, Wirtschaftsinformatik https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/it-studieren-angewandte-informatik-data-analytics-informationsmanagement-wirtschaftsinformatik/ Die Informatik-Studienprogramme der Universität Hildesheim verbinden Praxis und Theorie. Studieninteressierte können sich bis zum 15. Januar 2018 (Bachelor) beziehungsweise bis zum 15. Februar 2018 (Master) auf das Studium in Programmen wie Angewandte Informatik, Data Analytics, Informationsmanagement und Informationstechnologie sowie Wirtschaftsinformatik bewerben. Jetzt bewerben: IT-Studiengänge

Die Hildesheimer IT-Studiengänge verbinden Praxisorientierung mit universitärem, wissenschaftlichem Anspruch. Ein Wirtschaftspraktikum ist ein fester Bestandteil aller IT-Bachelor-Studiengänge der Universität Hildesheim. Im Praktikum haben die Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, praxisnahe Erfahrung zu sammeln. Die IT-Studiengänge arbeiten intensiv im Arbeitskreis Informationstechnologie (IT) seit vielen Jahren mit Informatikerinnen und Informatikern aus der Region Hildesheim zusammen.

„Die Hildesheimer Studiengänge decken ein breites Spektrum der IT ab. Außerdem haben die Studierenden umfangreiche Vertiefungsmöglichkeiten, um ihre persönlichen Interessen und Befähigungen besonders zur Geltung zu bringen“, sagt Professor Klaus Schmid, Experte für Softwareentwicklung an der Universität in Hildesheim. Die Studentinnen und Studenten entwickeln zum Beispiel moderne Informationssysteme, dem Teilbereich der Informatik, der sich am rasantesten entwickelt.

„Die Studentinnen und Studenten entwickeln moderne Informationssysteme – dieser Teilbereich der Informatik entwickelt sich am rasantesten.“

Informatiker Prof. Dr. Klaus Schmid

Das Studienprogramm „Angewandte Informatik“ ist in dieser Form noch recht jung, wird aber schon jetzt sehr gut angenommen, mit sehr hohen Steigerungsraten. In diesem Programm können sich die Studierenden am stärksten in die Informatikaspekte vertiefen und lernen aktuelle Technologien und Methoden der Informationstechnologie kennen und beherrschen. Im Anwendungsbereich wird vor allem auf Bereiche der Betriebswirtschaftslehre eingegangen. Damit erwerben die Studierenden nicht nur sehr gute Technologiekenntnisse, sondern sind auch direkt auf die Anwendung in der wirtschaftlichen Praxis vorbereitet.

Die Universität Hildesheim bildet Informatikerinnen und Informatiker zu Experten für „Data Analytics“ aus. Die erste Generation der Studierenden kommt unter anderem aus Italien, Indien, Pakistan, Simbabwe, Tunesien, Ägypten, China, Nigeria, Brasilien, Iran und Deutschland. Für das englischsprachige Studienprogramm „Data Analytics“ haben sich im letzten Jahr Studentinnen und Studenten aus der ganzen Welt beworben, 950 Bewerbungen aus 50 Ländern erreichten die Universität. Für das Studienprogramm „Data Analytics“ können sich EU-Bürger noch bis zum 15. Februar 2018 bewerben.

Im Studium „Wirtschaftsinformatik“ befassen sich die Studierenden mit der Frage, wie extrem große Mengen an Informationen und Daten sinnvoll verarbeitet werden können. Die Universität Hildesheim bildet Fachleute aus, die an der Schnittstelle zwischen IT und Wirtschaft arbeiten: Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker entwickeln passende Systeme, damit Unternehmen Datenmengen mit Hilfe des Computers verarbeiten können. Die Studierenden erlernen Grundlagen der Wirtschaftsinformatik, Informatik und Betriebswirtschaft. Ab dem 3. Semester kombinieren sie die Theorie mit Praxiserfahrungen und absolvieren ein zehnwöchiges Wirtschaftspraktikum. Hildesheim sei keine Massenuniversität, stattdessen sei das Studium geprägt von viel Interaktion, Austausch und Diskurs, sagt der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt.

Informationen über die IT-Studiengänge und die Bewerbung

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121 883 90100, presse@uni-hildesheim.de)

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Pressemeldungen Studiengänge Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Informatik Maschinelles Lernen SSE Mathematik & Angewandte Informatik
news-15097 Sat, 06 Jan 2018 14:14:00 +0100 Uni schlägt Alarm: Lehrer für Informatik dringend gesucht https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/uni-schlaegt/ Um das Fach Informatik auszubauen, fordert die Uni mehr Informatikunterricht an Schulen. Pressespiegel regional Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Studieninteressierte Studierende news-15093 Thu, 28 Dec 2017 13:45:00 +0100 IT-Studenten lernen auch in der Praxis https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/it-studenten/ Um eine dichte Nähe zur Praxis herzustellen, kooperieren die IT-Studiengänge mit regionaler Wirtschaft. Pressespiegel regional Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-15045 Tue, 07 Nov 2017 14:43:00 +0100 Woran erkenne ich Fake News? https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/woran-erkenn/ Nutzer des Internets sind eingeladen, unter der Leitung von Medieninformatiker Jörg Cassens, die Einflussnahme des Comuputers und der sozialen Netzwerke zu verstehen. Pressespiegel regional Vorträge Mathematik & Angewandte Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik news-13993 Fri, 14 Jul 2017 11:44:00 +0200 Was die Mensa mit Informatik zu tun hat https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/was-die-mens/ Informatik-Nachwuchs gesucht. Ralf Knackstedt und Norman Weiss vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik wollen mit dem Programm "Best fit" vor allem Schülerinnen für das Fach Informatik interessieren. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik IT Studieninteressierter news-13910 Tue, 04 Jul 2017 15:24:00 +0200 Infotag zur Informatik an der Uni https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/infotag-zur/ Studium ohne lange Jobsuche danach - Die Universität Hildesheim informiert Studieninteressierte über Studiengänge mit der Fachrichtung Informatik. Informatik ist ein gefragtes Fach. Etwa 100000 Fachkräfte fehlen Schätzungen zufolge deutschlandweit in diesem Bereich. Pressespiegel regional BSc IMIT BSc WInfo MSc IMIT-M MSc Winf Mathematik & Angewandte Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik IT Studieninteressierter news-13752 Wed, 10 May 2017 11:28:00 +0200 Gute Noten für die Uni und HAWK https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/gute-noten-f-1/ Die Universität Hildesheim schneidet gut beim CHE Hochschulranking des ZEIT Studentenführers ab. Das Fach Wirtschaftsinformatik wird mit der Note sehr gut bewertet. Pressespiegel regional BSc WInfo MSc Winf Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-12819 Thu, 29 Dec 2016 13:07:00 +0100 Zeitgeschichte: Lebenswerk des früheren Bundesbankpräsidenten Hans Tietmeyer https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/zeitgeschichte-lebenswerk-des-frueheren-bundesbankpraesidenten-hans-tietmeyer/ Hans Tietmeyer war der letzte Bundesbankpräsident, ehe der Euro kam. Von 1993 bis 1999 wirkte er an der Spitze der Zentralbank. Während seiner Präsidentschaft in der Bundesbank stand die Vorbereitung der Euro-Einführung auf seiner Tagesordnung. Der ehemalige Präsident der Bundesbank ist gestorben. Der Diplom-Volkswirt wurde 85 Jahre alt. Ein Nachruf von Joachim Algermissen, der für seine Forschung Zugang zum Privatarchiv Tietmeyers erhielt. Promotion über Hans Tietmeyers Lebenswerk an der Universität Hildesheim

Hans Tietmeyers Leben und sein berufliches Wirken findet bis heute keine angemessene Berücksichtigung in der wissenschaftlichen Literatur. Joachim Algermissen untersucht im Rahmen seiner Dissertation an der Universität Hildesheim das berufliche Lebenswerk von Hans Tietmeyer und hat seine Arbeit noch vor Tietmeyers Tod fertigstellen können. Die Arbeit wird von Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis und Prof. Dr. Michael Gehler betreut. Die Dissertation füllt eine Forschungslücke in der Aufarbeitung der jüngeren wirtschafts-, finanz- und währungspolitischen Zeitgeschichte, die unter anderem die teils drastischen Veränderungen der deutschen Wirtschaftspolitik in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren, die Deutsche Einheit oder auch die Einführung des Euro umfasst.

Hans Tietmeyer (1931-2016)

Ein Nachruf von Joachim Algermissen

Mit Hans Tietmeyer verliert Deutschland einen hartnäckigen ordnungspolitischen Kämpfer und einen überzeugten Stabilitäts-Europäer, der in mehreren leitenden Funktionen im Wirtschafts- und Finanzministerium sowie zuletzt als Präsident der Deutschen Bundesbank agierte. Für ihn war das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Wirtschafts- und Währungspolitik die zentrale Voraussetzung für eine dauerhaft funktionsfähige und freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Deshalb stand für ihn eine Stabilitätskultur stets im Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Seine Erfahrung und Expertise werden wir bei der Bewältigung der künftigen europäischen Herausforderungen noch vermissen.

Während seiner Präsidentschaft in der Bundesbank stand die Vorbereitung der Euro-Einführung auf seiner Tagesordnung. Tietmeyer hatte eine klare Vorstellung von den institutionellen Voraussetzungen für die neue Gemeinschaftswährung und formulierte dafür drei zentrale Forderungen: Die Gründung einer unabhängigen und stabilitätsorientierten Europäischen Zentralbank nach dem Modell der Deutschen Bundesbank. Dabei benannte er Stabilitätsorientierung als Zielsetzung und die Geldmengenpolitik als Instrument einer solchen Zentralbank.

Das zweite Anliegen bestand aus einer Flankierung der Währungsunion mit einer weitergehenden politischen Union, denn die Einführung des Euro war für ihn nicht nur eine temporäre Wechselkursbindung, sondern eine irreversible ökonomische und politische Integration auf Dauer. Daher waren gemeinsame wirtschaftspolitische Antworten notwendig, sobald das Wechselkursinstrument mit Eintritt in die europäische Währungsunion nicht mehr zu Verfügung stehen sollte.

Die dritte Forderung bezog sich auf die Gewährleistung der ökonomischen Konvergenz der Mitgliedsstaaten. Insbesondere die fiskalischen Konvergenzkriterien (Schuldenquote von 60% des BIP und das Defizitkriterium von 3%) waren für Tietmeyer nicht sonderlich ambitiös formuliert. Bereits damals vermutete er, dass sie die Währungsunion spalten könnten, wenn Länder beitreten würden, die von der Währung überfordert wären. Eine Sorge, die aktueller nicht sein könnte.

Man sollte Tietmeyer allerdings nicht als Gegner des Euros in Erinnerung behalten, denn er war vielmehr ein ökonomischer Experte, der sich kritisch mit den Vorgängen auseinandersetzte und auf die Risiken hinwies. Tietmeyer selbst bezeichnete sich als europäischen Förderalisten, der sich für die Verwirklichung eines großen europäischen Ideals einsetzte und eine klare Vorstellung hinsichtlich eines stabilen Fundaments für eine tragfähige Währungsunion hatte. In die Geschichtsbücher wird er als ein Bundesbankpräsident eingehen, der sich mit aller Kraft bei großer fachlicher Kompetenz und hoher politisch-moralischer Integrität für einen harten Euro einsetzte und am 1. Januar 1999 eine stabile D-Mark in die Eurozone einbrachte.

Zum Abschluss einige persönliche Worte: Auf Vermittlung von Prof. Michael Gehler von der Universität Hildesheim erhielt ich im Februar 2013 das Privileg, Hans Tietmeyer persönlich kennenzulernen und sein Lebenswerk wissenschaftlich aufzuarbeiten. In den vergangenen dreieinhalb Jahren bekam ich nicht nur exklusiven Zugang zu seinem Privatarchiv, sondern konnte meine Dissertation mit rund 48 Stunden Interview-Material durch von Tietmeyer vermittelte Experten und Weggefährten untermauern. Am häufigsten nutzte er bei unseren Gesprächen das Wort „Stabilitätskultur“, die zweifellos auch sein Privatleben bestimmte. Dies wurde auch daran deutlich, dass er sich stets an dem symbolischen Vergleich mit der „Westfälischen Eiche“ erfreute. Meine Zeit mit ihm war geprägt durch faszinierende wie fesselnde Einblicke in die Hintergründe der wirtschaftspolitischen Umbrüche der 1970er und 1980er Jahre, durch Erfahrung hochspannender Details über den Prozess zur deutschen Einheit und durch einen Blick hinter die Kulissen der Euro-Einführung. Beide Prozesse wurden durch Tietmeyer maßgeblich mitgestaltet. Dafür bin ich ihm mehr als dankbar. Ich werde Hans Tietmeyer nicht nur als erstklassigen wirtschafts- und geldpolitischen Experten vermissen, sondern insbesondere auch als Menschen und väterlichen Freund.

Archiv der Zeitgeschichte

Das Institut für Geschichte der Universität Hildesheim baut ein Online-Archiv der Zeitgeschichte auf: Seit zehn Jahren sprechen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie über aktuelle und historische Themen europäischer (Zeit-)Geschichte sowie über Fragen der europäischen Integration. Die Vorträge sind öffentlich und werden dokumentiert. Auch Hans Tietmeyer sprach in der Vortragsreihe „Europagespräche“ in Hildesheim: Das Institut für Geschichte dokumentiert die Rede „Der Euro. Seine Geschichte und die Chancen seiner Zukunft“ vom 08.11.2011 [zum Video] [zum Bericht].

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Pressemeldungen Geschichte Fachbereich 1 Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik
news-13343 Sat, 24 Dec 2016 13:00:00 +0100 3-D-Technik zum Anbeißen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/3-d-technik/ Wie können mittelständische Unternehmen digitale Technologien einsetzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Forscher-Team von Wirtschaftswissenschaftlern, Informatikern und Betriebswissenschaftlern an der Universität Hildesheim und sucht Unternehmen als Kooperationspartner. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Betriebswirtschaft Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Informatik Forschung news-12812 Wed, 21 Dec 2016 17:50:00 +0100 Forschung: Digitale Zukunft des Mittelstands https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/forschung-digitale-zukunft-des-mittelstands/ Wie die Zukunft mittelständischer Unternehmen aussieht, wird vor allem davon abhängen, welche digitalen Technologien sie nutzen – darauf weist ein Team um Professor Ralf Knackstedt hin. Die Wirtschaftsinformatiker der Universität Hildesheim arbeiten in einem niedersächsischen Innovationsverbund mit Praxispartnern aus der regionalen Wirtschaft zusammen. Sechs niedersächsische Forschungseinrichtungen haben sich zum Innovationsverbund „SmartHybrid“ zusammengeschlossen. Ab Januar 2017 befassen sie sich mit der digitalen Zukunft niedersächsischer Unternehmen. In dem Verbund werden Forschungsgruppen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen mit der regionalen Wirtschaft neue digitale Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln. Das Forschungsprojekt wird im aktuellen EFRE-Programm des Landes Niedersachsen mit insgesamt 1,9 Millionen Euro gefördert. Ein Team um Professor Ralf Knackstedt von der Abteilung „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ der Universität Hildesheim führt dabei das Teilprojekt „Process Engineering“ durch.

Die Wirtschaftsinformatiker gehen davon aus, dass die Zukunft mittelständischer Unternehmen vor allem davon abhängt, welche digitalen Technologien sie einsetzen und welchen Nutzen diese dem Kunden bringen. Dabei geht es um Technologien wie Internet of Things, cyber-physische Systeme, Virtual Reality oder 3D-Druck, durch die sich neue digitale Services für viele Produktarten entwickeln lassen.

Auf wissenschaftlicher Seite sind unter der Federführung der Universität Osnabrück auch die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Osnabrück, die Universität Hildesheim sowie die technischen Universitäten aus Braunschweig und Clausthal-Zellerfeld in das interdisziplinäre Projekt eingebunden. In dem Innovationsverbund arbeiten Fachleute aus der Betriebswirtschaftslehre, der Wirtschaftsinformatik, der Informatik und den Ingenieurwissenschaften zusammen. Mit dieser Ausrichtung möchten die Verbundpartner branchenübergreifende und ganzheitliche Lösungen aus der anwendungsorientierten Forschung heraus entwickeln und deren kontinuierlichen Transfer in die Praxis gewährleisten.

Die Hildesheimer Arbeitsgruppe um Ralf Knackstedt geht der Frage nach, wie Unternehmen Sach- und Dienstleistungen kombinieren und dabei effektiv und koordiniert zusammenarbeiten können. „Hybride Wertschöpfung leistet mit Servicenetzwerken einen wichtigen Beitrag zur Differenzierungsstrategie von Unternehmen und erschwert das Kopieren des Leistungsangebots im Wettbewerb, wodurch möglicher Produktpiraterie entgegengewirkt werden kann“, sagt Professor Ralf Knackstedt, Projektleitung des Teilprojektes „Process Engineering“. Die Wissenschaftler analysieren in den kommenden Jahren in dem Teilprojekt die Prozesse in den entstehenden Netzwerken. Zur Umsetzung sei insbesondere das Identifizieren von (nötigen) Kompetenzen in Wertschöpfungsnetzwerken sowie das Abstimmen verschiedener Akteure von großer Bedeutung. „Die Koordination und Kooperation in komplexen Netzwerken auch über verschiedene Unternehmen hinweg, erfordert gemeinsam abgestimmte Prozesse“, so der Hildesheimer Wirtschaftsinformatiker Thorsten Schoormann.

Damit der Verbund die Bedarfe der Unternehmen berücksichtigen kann, werden frühzeitig Praxispartner aus der Wirtschaft eingebunden. Bereits vor Starttermin haben sich über 30 Unternehmen dem Verbund angeschlossen. Für weitere Partner ist das Projekt offen. Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMUs) aus Niedersachen können sich ab sofort bei den Wirtschaftsinformatikern melden. Thematisch sollten die Unternehmen Interesse oder Bedarfe an der „Hybriden Wertschöpfung“ (Verknüpfung von Sach- und Dienstleistungen) haben. Wer mehr über das Projekt in der Region Hildesheim erfahren möchte, kann Prof. Dr. Ralf Knackstedt (ralf.knackstedt@uni-hildesheim.de) und Thorsten Schoormann (thorsten.schoormann@uni-hildesheim.de) von der Abteilung Informationssysteme und Unternehmensmodellierung der Universität Hildesheim kontaktieren. Der Wissenstransfer in die regionale Wirtschaft ist gewollt. Innovative und branchenspezifische Weiterbildungsveranstaltungen werden bereits jetzt geplant und in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

„SmartHybrid“ ist einer von vier Innovationsverbünden, die seitens des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen im Rahmen der kommenden EU-Förderperiode aus Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert werden.

Mehr Infos zum Innovationsverbund SmartHybrid

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-12683 Sun, 13 Nov 2016 20:03:00 +0100 Jung gründen: „Nicht aufgeben, Ressourcen geschickt kombinieren“ https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/jung-gruenden-nicht-aufgeben-ressourcen-geschickt-kombinieren/ Gründerwoche an der Universität Hildesheim startet: Studentinnen und Studenten aller Fachbereiche können sich über Gründungen informieren. „Man kann das schaffen, selbst etwas gründen und auf die Beine stellen“, sagt die Wirtschaftsstudentin Sabrina Mujagic. „Unternehmen gründen ist eine Option – schon im Studium“, sagt Professor Athanassios Pitsoulis. „Unternehmerisches Denken und Handeln bekommt man nicht in die Wiege gelegt, das kann man lernen. Man kann lernen, nicht aufzugeben, weil man leicht sagt: Mir fehlen die Mittel. Stattdessen kann man sich fragen: Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung, wie kann ich das, was ich habe, geschickt kombinieren und mit anderen kooperieren?“

Während einer Aktionswoche an der Universität Hildesheim können sich Studentinnen und Studenten über Gründungen informieren. Vom 14. bis 20. November 2016 erfahren sie, wie sie einen „Business-Plan“ erstellen und wie Lehrerinnenund Lehrer Schülerfirmen begleiten können. Sie tauschen sich über Gründungen im Kulturbereich aus und können erproben, wie man Geschäftsideen entwickeln kann. Studierende und Lehrende aller Fachbereiche können teilnehmen.

„Wir brauchen unternehmerisches Denken und Handeln, um gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Wo andere nur Probleme sehen, kreieren unternehmerische Studierende mit den vorhandenen Ressourcen neue Gelegenheiten. Sie organisieren zum Beispiel eine Tauschbörse für gebrauchte Lehrbücher. Statt in den Klagekanon über Prüfungsstress einzustimmen, entwickeln sie die Idee für eine App, die Studierenden das Zeitmanagement erleichtert“, sagt die Hildesheimer Wirtschaftspsychologin Astrid Lange.

Dabei sein: Gründerwoche an der Uni Hildesheim

Unternehmertum in der Lehrerausbildung

Der Wirtschaftsprofessor Athanassios Pitsoulis bildet an der Universität Hildesheim Lehrerinnen und Lehrer aus, die unternehmerischesDenken und Handeln in Schulen fördern. „Wir können dazu beitragen, dass künftige Generationen von Lehrerinnen und Lehrern mit einem weniger durch Stereotype geprägten Bild von Unternehmertum an die Schulen kommen. Unser Land kann es sich langfristig schlichtweg nicht leisten, das vorhandene unternehmerische Potenzial verkümmern zu lassen“, sagt Pitsoulis.

„Ich möchte Jugendliche und Studierende darüber informieren und sie ermutigen: Man kann das schaffen und selbst etwas gründen und auf die Beine stellen“, sagt Sabrina Mujagic. Die Lehramtsstudentin schließt derzeit ihr Studium mit den Fächern Englisch und Wirtschaft ab und möchte unternehmerisches Denken und Handeln in den Schulalltag holen. Sie kommt aus einer Unternehmerfamilie, ihre Eltern und Geschwister haben sich selbstständig gemacht. Im Studium an der Universität Hildesheim hat Sabrina Mujagic bereits engagierte Jugendliche in Schülerfirmen begleiten können, sie beschäftigt sich mit dem Aufbau von „Juniorunternehmen“. So entstand in der Michelsenschule in Hildesheim beispielsweise ein Gewürzgeschäft.

Viele Schülerfirmen entwickeln „hochinteressante, ernstzunehmende Produkte“, sagt Professor Athanassios Pitsoulis. „Das sollte man nicht belächeln. Durch Schülerfirmen kommen Jugendliche in Schulen mit einer Welt in Berührung, zu der sie sonst wenig Zugang haben. Sie beschäftigen sich mit Finanz- und Ressourcenplanung und erfahren Wirtschaft und Unternehmertum am eigenen Leib. In Schülerfirmen können alle Fächer zusammenarbeiten.“

„Ich kam vor meinem Studium leider nie mit Selbstständigkeit und Unternehmertum in Berührung – weder durch Verwandte noch in meiner Schulzeit. Dann habe ich zufällig die Veranstaltungen der Gründerwoche in Hildesheim entdeckt – und nun bin ich Teil des Teams. Mit der Aktionswoche möchten wir Studierenden einen Einblick in die Welt der Gründerinnen und Gründer bieten. Vier Gründer erzählen zum Beispiel aus ihren Anfängen, über Scheitern und Erfolge beim Aufbau einer Firma“, sagt Loreen Waller. Sie studiert Lehramt mit den Fächern Wirtschaft und Deutsch und hat im Schulpraktikum an einer Oberschule in Harsum Achtklässler bei der Weiterentwicklung ihrer Schülerfirma begleitet.

Die Jugendlichen bringen Ideen und Freude mit, um selber „etwas auf die Beine zu stellen“ – Lehrerinnen und Lehrern können das Gründungsklima in deutschen Klassenzimmern befördern. Die Hildesheimer Studentinnen Sabrina Mujagic und Loreen Waller wollen in ihrem künftigen Beruf als Lehrerinnen Kinder und Jugendliche unterstützen, sich mit der Idee zu befassen, selbst ein Unternehmen zu gründen.

Jung gründen – erzähl deine Geschichte!

Was sie antreibt, welche Geschäftsideen sie haben und wie junge Leute im kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich ein Unternehmen gründen: In einer Serie berichtet die Universität Hildesheim über junge Gründerinnen und Gründer. So geben Studierende des Kreativen Schreibens zum Beispiel die bundesweite Literaturzeitschrift „Bella triste“ heraus. Studentinnen und Studenten aller Fachbereiche, die bereits Gründungserfahrungen gesammelt haben, melden sich bitte bei Isa Lange (presse@uni-hildesheim.de).

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Fachbereich 2 Fachbereich 3 Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik
news-12675 Thu, 13 Oct 2016 14:51:00 +0200 Wie die Umwelttechnik heflen soll, den Klimawandel zu stoppen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wie-die-umwe/ Die öffentliche Ringvorlesung zum Thema Umwelttechnik untersucht den Zusammenhang sowie die Bedeutung von Klimawandel und Wirtschaft. Die Vorlesungsreihe beschäftigt sich besonders mit erneuerbaren oder regenerativen Energieträgern. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Biologie & Chemie Technik Ringvorlesungen news-12061 Fri, 08 Jul 2016 13:00:00 +0200 IT an Schulen: Niedersachsen sucht Informatik-Lehrerinnen und Lehrer https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/it-an-schule/ Mehr als ein bisschen „Word“ oder „Excel“: Die Universität Hildesheim sucht die Informatik-Lehrerinnen und Lehrer von morgen. Lesen, Rechnen, Schreiben – und Informatik: Letztere wird inzwischen als die „vierte Kulturtechnik“ bezeichnet. Damit diese an Schulen aufblüht, bildet die Hildesheimer Uni ab Herbst 2016 Lehrer für das Fach Informatik an Haupt- und Realschulen aus. Die niedersächsische Landesregierung hatte die Einführung des Faches Informatik für das Lehramt an Haupt- und Realschulen vor kurzem beschlossen. Ab Herbst 2016 können Lehramtsstudierende an der Universität Hildesheim erstmals das Fach Informatik wählen (Informatik an Schulen: hier geht's zur Bewerbung). Bisher bilden in Niedersachsen die Universitäten in Göttingen, Oldenburg und Osnabrück Informatiklehrer aus – allerdings nur für den Unterricht an Gymnasien. Eine Ausbildung zur Informatiklehrerin oder zum Informatiklehrer für Haupt- und Realschulen war in Niedersachsen im Gegensatz zu verschiedenen anderen Bundesländern wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen bisher nicht möglich. Das ändert sich nun ab dem Wintersemester 2016/17 an den Universitäten Hildesheim und Oldenburg.

Die Informatik-Professoren der Universität Hildesheim suchen derzeit nach jenen, die es sich zur Aufgabe machen wollen, Jugendliche zukunftsorientiert und berufsvorbereitend in Informatik in Schulen zu unterrichten. „Gehören Sie zur ersten Generation der Lehrerinnen und Lehrer, die das Fach in Niedersachsen aufbauen. Das ist eine große berufliche Chance und eine spannende, lebenslange Aufgabe. Kein Beruf ist heute mehr vorstellbar ohne grundlegende und anwendungsorientierte Kenntnisse der Informatik“, sagt der Hildesheimer Informatiker Klaus-Jürgen Förster. In der Schule können zentrale Grundlagen vermittelt werden – wie werden Informationen als Daten repräsentiert und verarbeitet, wie steuern Algorithmen Prozesse? Welche Programmierbefehle braucht ein Roboter, um sich im Raum zu bewegen, wie arbeiten Informationssysteme und wie funktionieren Programmiersprachen? Wie geht man verantwortungsvoll mit Daten um? Welche Auswirkungen haben Informations- und Kommunikationssysteme auf den Alltag und die Gesellschaft?

Dass es um weit mehr als ein bisschen Word und die Gestaltung von Power-Point-Präsentationen geht, zeigt ein Blick in die Studieninhalte. In Hildesheim gehören neben Programmieren und Datenbanken auch Bereiche wie Algorithmen und Datenstrukturen, Medieninformatik und Systemadministration zum Studium. Außerdem wählen die Studentinnen und Studenten fachwissenschaftliche Vertiefungen wie Maschinelles Lernen, Robotik, Softwareentwicklung oder Wirtschaftsinformatik. Die Studierenden kombinieren die Theorie mit der Praxis und sind schon im ersten Studienjahr an Partnerschulen. Weitere fachdidaktische Praxisphasen folgen im Verlauf des Studiums.

Um das Studium anzubieten, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren Bereichen zusammen, darunter die Informatiker Professor Klaus-Jürgen Förster (Algorithmen), Professor Klaus-Dieter Althoff (Datenbanken), Professor Klaus Schmid (Softwareentwicklung), Professor Lars Schmidt-Thieme (Maschinelles Lernen), Professor Ralf Knackstedt (Informationssysteme), Dr. Jörg Cassens (Medieninformatik), Dr. Norman Weiss (Robotik) und Manfred Gottschalk (Systemadministration).

Studierende wählen neben dem Fach Informatik ein zweites Fach (Chemie, Deutsch, Englisch, Kunst, Mathematik, Musik oder Physik). Wer sich für ein Informatik-Studium entscheidet, sollte Interesse und Freude am Einsatz moderner Informationstechnologien in allen Lebensbereichen haben, sagt Professor Klaus-Jürgen Förster.

Informatik an Schulen: Kontakt für Studieninteressierte

Wer sich für das Lehramtsfach Informatik an Haupt- und Realschulen (das umfasst auch Oberschulen und Gesamtschulen) interessiert, kann sich ab sofort bei Prof. Dr. Klaus Förster melden (E-Mail foerster[a]cs.uni-hildesheim.de, Telefon: 05121.883-40100). Bewerbungen sind zum Wintersemester 2016/17 möglich, die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2016. Studienbeginn ist im Oktober 2016. Mehr Infos zu Fächerkombinationen und zur Bewerbung findet man online.

Kurz erklärt: Lehrerausbildung in Hildesheim

Mittwochs im Hörsaal – und freitags im Klassenzimmer: Lehramtsstudierende der Universität Hildesheim sind im ersten Studienjahr einmal in der Woche in der Schule, das ist bundesweit besonders. Sie erhalten früh Einblicke in die Schulrealität, können die Berufswahl überprüfen und reflektieren. Im zweiten Semester halten sie eine erste Unterrichtsstunde. 500 Lehramtsstudierende starten jeden Herbst in ihr erstes Studienjahr.

Mit etwa 2600 Studierenden bildet die Stiftung Universität Hildesheim rund ein Drittel der niedersächsischen Grund-, Haupt- und Realschullehrer aus. Schwerpunkte in der Lehrerausbildung liegen in den Bereichen Deutsch als Zweitsprache, Individuelle Förderung und Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer. Die Universität arbeitet in weiteren Praxisphasen im Verlauf des Studiums mit 250 Partnerschulen in Hannover, Hildesheim und der Region zusammen.

Medienkontakt: Pressestelle der Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Lehrerbildung Studierendenportal
news-12260 Thu, 30 Jun 2016 18:07:00 +0200 Abwerbung startet schon während des Studiums https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/abwerbung-st/ Das Studium der Wirtschaftsinformatik ist eine Kombination der Fächer Betriebswirtschaft und Informatik. An der Uni Hildesheim wird der Studiengang inzwischen nur noch zulassungsbeschränkt angeboten. Die Absolvent_innen sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt, da sie in der Lage sind, Unternehmen bei der Einführung neuer Software zu unterstützen. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-12251 Thu, 23 Jun 2016 12:58:00 +0200 Expertentagung zu Industrie 4.0 https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/expertentagu/ Aktuelle Themen zu den Herausforderungen von Big Data an Software-Architekturen werden auf der Tagung "Software-Architekturen im Zeitalter von Big Data" auf dem Campus der Robert Bosch GmbH aufgearbeitet. Mit Vorträgen von Unternehmen und Forschung sollen vielfältige Facetten von Big Data untersucht werden. Vertreten ist unter anderem Dr. Klaus Schmid, der eine Arbeitsgruppe zur Effizienz von Software an der Uni Hildesheim leitet. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-12019 Sat, 18 Jun 2016 20:20:00 +0200 IT: Jugendliche analysieren Geschäftsprozesse https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/it-jugendliche-analysieren-geschaeftsprozesse/ Seit zwei Jahren arbeitet ein Team um Professor Ralf Knackstedt mit Schulen in der Region zusammen. Die Jugendlichen erlernen an der Universität Visualisierungstechniken und analysieren, ob Prozesse in Unternehmen nachhaltig ablaufen. Einblicke in das „Denkwerk“-Projekt in Hildesheim. Bachelorstudium: Wirtschaftsinformatik an der Universität Hildesheim studieren – jetzt bis zum 15. Juli 2016 bewerben

5000 Teile Geschirr pro Tag, die Spülmaschine läuft von 11 bis 14 Uhr ohne Unterbrechung. Mittags ist in der Mensa der Hildesheimer Universität – die mittlerweile etwa 7500 Studierende und 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt – der Bär los. In diesem Trubel sitzen sechs Hildesheimer Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe. Statt Tablett, Besteck und Teller sind sie ausgerüstet mit Stift, Aufnahmegerät und einem zweiseitigen Fragenkatalog. Ihr Sitznachbar: Mario Dobberkau. Er leitet die Hochschulgastronomie des Studentenwerks in Hildesheim und stellt sich an diesem Tag den Fragen der Jugendlichen. „Es steht und fällt mit dem Personal, wenn alle gesund sind, ist es ruhiger“, so Dobberkau.

„Wir haben zu 99 Prozent Geschirr. Einzig die Pappbecher für den Coffee-to-go nehmen Studenten mit. Alles, was in der Küche war, darf nach 72 Stunden nicht mehr verkauft werden“, erklärt der Mensaleiter das Hygienemanagement. Wer reinigt die Mensa, wann wird das erste Mal gereinigt und wie oft am Tag?

„Es gibt so viele Prozesse hier, die wiederum eigene Prozesse haben. Die Hälfte der Mitarbeiter ist um halb sieben am Arbeitsplatz, andere kommen später, Hilfsköche arbeiten zu“, sagt eine Schülerin. Sie ist erstaunt, wie viele komplexe Prozesse durch die Analyse sichtbar werden. Die 18-jährige Berufsschülerin fragt sich aber auch, wie man all diese denn nun kurz und knapp erklären soll.

Seit September 2014 arbeiten Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker der Universität Hildesheim mit Unternehmen und Betrieben in der Region zusammen. In Kleingruppen lernen Schülerinnen und Schüler vor Ort Arbeitsabläufe kennen, und erfahren von Mitarbeitern, wie diese Prozesse aufeinander abgestimmt werden. Ziel des Projekts ist es, sich gemeinsam darüber auszutauschen, wie Geschäftsprozesse ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiger gestaltet werden können. Die Jugendlichen erhalten außerdem erste Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten. „Die Anwendungsnähe hilft für das Verständnis ungemein“, sagt Professor Ralf Knackstedt.

„In unserer Forschung haben wir eine These erarbeitet: Eine Prozessorientierte Betrachtung von Unternehmen und Betrieben führt zu besseren Ergebnissen hinsichtlich der Identifizierung von Nachhaltigkeitspotenzialen. Um Abläufe nachhaltig zu gestalten sind Informationen über beispielsweise Aktivitäten, Ressourcen und Akteure sehr hilfreich“, so Knackstedt. Nachhaltigkeit bedeute, sowohl ökonomische und ökologische, aber auch soziale Faktoren zu berücksichtigen.

Ein Schüler möchte von dem Koch zum Beispiel wissen, wie die Stimmung im Betrieb ist und ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit haben, Probleme anzusprechen. Können Mitarbeiter auf Grundlage ihrer Arbeitserfahrungen Verbesserungsvorschläge einbringen, werden sie gehört? Eine andere Schülerin möchte wissen, ob beim Reinigen Chemikalien verwendet werden.

An diesem Nachmittag geht es also um Arbeitsabläufe in der Gastronomie und in Großküchen wie Kantinen oder Mensen. Sechs weitere Kleingruppen, insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler, nehmen Geschäftsprozesse auf. Jede Kleingruppe konzentriert sich am Ort des Geschehens auf bestimmte Arbeitsfelder: Die einen befassen sich mit dem Kassenwesen, wie Preise und Produkte im System hinterlegt werden oder Bargeld verwahrt wird. Nebenan drehen sich die Interviews um Menüplanung, eine Mitarbeiterin erklärt, wie die Mensa des Studentenwerks saisonal und regionale Produkte einkauft, vegetarische und Fleischangebote mit einplant und wie die Mensa vermeidet, Menüangebote zu wiederholen. Ein Mitarbeiter gibt Einblicke in die Warenannahme – stimmt die Qualität der Produkte, wer prüft dies, wie werden Bestellung und Lieferung abgeglichen? Die Interviews sind die Grundlage, um die Prozesse des Großbetriebs darzustellen. Die Jugendlichen visualisieren die Prozesse zunächst mit Hilfe einer Prozessmodellierungssprache – der „Ereignisgesteuerten Prozesskette“. Dann analysieren sie die Prozesse hinsichtlich der Nachhaltigkeit. Die Resultate werden schließlich in halbjährigen Symposien in einer größeren Runde präsentiert.

Im Prozessmanagement sei dies eine schwierige Phase, so Knackstedt. „Die Schüler haben in ihren Interviews kluge Fragen gestellt und allerhand Details herausgefunden. Nun müssen sie den Überblick über das Ganze gewinnen. Die Herausforderung besteht darin, diese reichhaltigen Fakten zu strukturieren.“ Wie ein Puzzle. Teil für Teil wird sichtbar, wie Prozesse aufeinander abgestimmt und aufgebaut sind.

Die Arbeitsgruppe um Professor Ralf Knackstedt hat sich darauf spezialisiert, den Überblick im komplexen Arbeitsalltag zu behalten. Die Fachleute setzen IT-Technologien ein, um Geschäftsprozesse zu modellieren. An der Universität Hildesheim bauen sie den Lehr- und Forschungsschwerpunkt im Bereich „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ auf. Bei der Vielzahl an Daten und, teils länderübergreifenden, Kooperationen zu anderen Unternehmen, können es sich Unternehmen kaum leisten, ohne IT im Hintergrund zu operieren, um beispielsweise Informationen in der Zusammenarbeit auszutauschen. Damit werden Geschäftsprozesse aber auch komplexer – um den Überblick zu behalten, seien Visualisierungen sinnvoll, so Knackstedt.

Ihr Wissen geben die Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker an Lehrkräfte und Jugendliche weiter. Dabei arbeiten sie mit dem Projekt „Frauen in den MINT-Fächern“ des Gleichstellungsbüros der Universität Hildesheim zusammen: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen in Schulen, um anhand von praktischen Übungen die Aufgabengebiete der Wirtschaftsinformatik vorzustellen. Die Themen sind nah an der Lebenswelt der Jugendlichen, zum Beispiel erprobt eine Master-Studentin mit ihnen, wie man eine Party plant und was dies mit Unternehmensabläufen zu tun haben kann. Ob solche anwendungsnahen Projekte auch Einfluss auf die Berufsorientierung der Jugendlichen hat, wird in einer wissenschaftlichen Begleitforschung analysiert.

Die Jugendlichen erkunden an solchen Nachmittagen auch die Universität und sprechen mit Studierenden aus dem Anker-Peer-Programm der Studienberatung. Unter ihnen ist der 19-jährige Berufsschüler Nils, er möchte nach seinem Fachabitur an der Universität Informationsmanagement und Informationstechnologie studieren. Wo es genau hingeht, weiß er noch nicht, aber die Richtung stimmt und solche Praxisangebote nehme er gerne an. „Beim IT-Info-Tag habe ich mit Absolventen gesprochen. Und im Schnupperstudium kann ich an Vorlesungen teilnehmen. Ich nutze die Angebote, um zu schauen, wie das hier abläuft in der Universität. Die Gespräche in der Mensa über Geschäftsprozesse waren sehr direkt, persönlich, ich lese dann nicht nur etwas sondern kann mir mehr darunter vorstellen. Das ist enorm, so ein großes Unternehmen, so viele Prozesse täglich, die funktionieren müssen, damit das Essen schmeckt.“

Was bisher geschah: Jugendliche wenden Techniken aus der Prozessmodellierung an

Im ersten Jahr des „Denkwerk“-Projekts haben die Jugendlichen Prozesse vor Ort in Unternehmen aufgenommen und eine Modellierungssprache erlernt, um Prozesse zu visualisieren. Darüber hinaus haben sie die Abläufe auf Nachhaltigkeit überprüft. In regelmäßigen Treffen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in schulübergreifenden Gruppen, welche Aspekte bei einer nachhaltigen Prozessanalyse relevant sind und wie diese durch eine Modellierung unterstützt werden können. Dieser kreative Vorgang verlangt vor allem die Kombination des bestehenden Wissens mit guten Ideen, da die Jugendlichen eigene Maßnahmen grafisch umsetzen. Gleichzeitig erhalten die Schülerinnen und Schüler Praxiseinblicke bei regionalen Partnerunternehmen wie zum Beispiel der Bosch Car Multimedia GmbH oder der Schlote GmbH.

Im zweiten Jahr des Projektes haben die Jugendlichen den Fokus auf Geschäftsmodelle gelegt. Im dritten Jahr stehen detaillierte Analysen der Geschäftsprozesse an.

Auf einem bundesweiten Symposium der Robert-Bosch-Stiftung haben Schülerinnen und Schüler aus Hildesheim im Frühjahr 2016 ihre Ergebnisse und Erfahrungen aus den ersten Jahren der Projektdurchführung vorgestellt und mit Schulen aus anderen Bundesländern geteilt. Aus Hildesheim waren Jugendliche von der Michelsenschule, der Lehrer Christof Husmann sowie Universitätsprofessor Ralf Knackstedt dabei.

Die Robert-Bosch-Stiftung fördert das Projekt „Denkwerk – Schüler-Uni: Nachhaltige Geschäftsprozesse gestalten“ mit 30.000 Euro. Zu den schulischen Partnern zählen die Michelsenschule, die Buhmann Schule, das Josephinum und die Marienschule.

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Pressemeldungen Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4
news-12076 Wed, 20 Apr 2016 12:38:00 +0200 Wissensatlas soll Forschern den Weg weisen: digital https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wissensatlas/ Ein Forschungsteam mit Mitarbeiter_innen aus den Gebieten der Wirtschaftsinformatik und der Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim arbeitet derzeit an der Erstellung eines digitalen Wissensatlas, der Inhalte und Expert_innen aus Forschung und Wissenschaft zusammenführen kann. Das in der Anfangsphase befindliche Projekt wird voraussichtlich erst Anfang 2017 an den Start gehen. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 1 Vernetzung news-11977 Mon, 04 Apr 2016 12:55:00 +0200 "Ohne Biene stirbt der Mensch" https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ohne-biene/ Das Institut für Biologie und Betriebswirtschaft ist Gastgeber der Ringvorlesung Biologie und Ökologie an der Universität Hildesheim. Über nachhaltige Stadtentwicklung und die Revitalisierung von Mooren stehen auch Vorträge zur Biotop-Kartierung und nachhaltiger Forstwirtschaft auf dem Programm. Daneben bekommt die studentische Initiative Green Office Gelegenheit, ihr Team und ihre Bemühungen um einen grüneren Uni-Alltag vorzustellen. Pressespiegel regional Biologie & Chemie Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Green Office news-11515 Fri, 01 Apr 2016 10:00:00 +0200 Digitale Welt und demografischer Wandel: Wie Betriebe reagieren https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/digitale-welt-und-demografischer-wandel-wie-betriebe-reagieren/ Uni-Team holt bundesweites Forschungsprojekt nach Hildesheim: Die Professoren Ralf Knackstedt und Inga Truschkat koordinieren das „InDeKo.Navi“-Projekt, in dem bundesweit untersucht wird, wie Betriebe mit Nachwuchssorgen und Personalentwicklung umgehen. Wie verändert sich Arbeit? Im BMBF-Förderschwerpunkt „Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel“ befassen sich bundesweit Fachleute in 31 Verbundprojekten mit den Folgen des demografischen Wandels und der modernen digitalisierten Arbeitswelt. Und in der lebt und arbeitet noch immer der Mensch – mit all seinen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Wie sehen Arbeitsumgebungen aus, die Gesundheit und Lernen fördern? Wie geben ältere Ärzte, IT-Führungskräfte oder Fachleute im Maschinenbau ihr Wissen weiter? Wie erleben Jüngere nach Abschluss der ersten Bildungsphasen ihre Karriereperspektiven? Und wie entwickeln Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mittelständischen Betrieben – ob im Handwerk, in der Landwirtschaft oder in der Pflege – notwendige Kompetenzen?

Professorin Inga Truschkat und Professor Ralf Knackstedt leiten die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,2 Millionen Euro geförderte wissenschaftliche Begleitforschung. Um das bundesweite Forschungsprojekt nach Hildesheim zu holen, war der interdisziplinäre Wissensaustausch wertvoll. Der Wirtschaftsinformatiker Ralf Knackstedt entwickelt schon seit seiner Promotion Forschungsportale im Internet und wendet diese Kenntnisse nun weiter an. „Wissenskarten sind ein Mittel, um sichtbar zu machen, wo das Wissen in Deutschland wächst und wer sich mit welchen Forschungsfragen tatsächlich beschäftigt. Wir können Trends erkennen“, sagt Knackstedt. Die Sozial- und Organisationspädagogin Inga Truschkat geht in ihrer Forschung der Frage nach, wie Übergänge in Arbeit gelingen und wie Organisationen ihr Personalmanagement weiterentwickeln. „Wir haben gemeinsam eine Skizze und eine aufwendige Vorhabensbeschreibung erarbeitet und damit den Zuschlag vom Bundesministerium bekommen“, erinnert sich Knackstedt an das Antragsverfahren. Das fünfköpfige Team der Stiftungsuniversität Hildesheim leitet die wissenschaftliche Begleitforschung gemeinsam mit einem Team der RWTH Aachen.

Das Hildesheimer Team, das die 31 Verbundprojekte – von Hamburg und Chemnitz über Stuttgart bis nach Wuppertal – koordiniert, kombiniert IT-Perspektiven und pädagogische sowie sozialwissenschaftliche Sichtweisen. „Unsere Kompetenzen fließen zusammen. Nur gemeinsam können wir untersuchen, wie sich Organisationen in einer digitalisierten Welt entwickeln“, beurteilt Inga Truschkat die interdisziplinäre Zusammenarbeit. „Wir werfen unsere Fähigkeiten, Erfahrungen und Vorarbeiten in einen Topf und können damit eine innovative Begleitforschung entwickeln.“

So bringen die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Luisa Peters und Miriam Sitter sowohl ihr sozial- und organisationspädagogisches als auch ihr diskursanalytisches Wissen in das Forschungsprojekt ein. „Wir beobachten etwa die Debattenlage rund um das betriebliche Kompetenzmanagement im demografischen Wandel. Wir fragen uns dabei, Welche Akteure sind an dieser Debatte beteiligt, wie arbeiten sie zusammen? Und welche Rolle spielen darin Themen wie Migration und eine humane Arbeitswelt?“, so Sitter.

Wer forscht zu welcher Frage? Der Wirtschaftsinformatiker Julien Hofer entwickelt Wissenskarten für das Projekt. Derzeit entsteht eine interaktive Forschungslandkarte, sie zeigt, wo Wissen „liegt“ und verschafft einen Überblick. Dieser moderne „Atlas“ ist über das Internet verfügbar. „Ich baue interaktive Grafiken, über sie können sich Beteiligte aus Forschung und Praxis vernetzen“, sagt der Wissenschaftler, der für die Forschung von Hamburg nach Hildesheim gezogen ist. „Wir wollen Wissen besser verfügbar machen und Forschungserkenntnisse in die Breite tragen.“

Warum sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit dem Kompetenzmanagement in Betrieben beschäftigen, verdeutlicht ein Blick in die Praxis. Harsum, im Frühjahr 2016 – der Personalchef eines mittelständischen Unternehmens zwischen Hannover und Hildesheim gibt Einblicke, wie der Betrieb zu seinen Auszubildenden gelangt. Derzeit entstehen die Kontakte über regionale Bewerbermessen und Veranstaltungen in Gymnasien. Viele der 20 Azubis der Schlote GmbH kommen aus dem Großraum Hannover, sagt der Personalleiter Torge Brandenburg. Bundesweit zählt das Unternehmen etwa 1200 Mitarbeiter, etwa 20 Prozent sind Industriekaufleute, der Rest arbeitet in gewerblich-technischen Berufen. „Sie beherrschen es nicht nur, große Dreh- und Fräsanalagen zu bedienen, sondern auch die Instandhaltung, die Wartung von mechanischen und elektronischen Teilen“, sagt Brandenburg. Etwa 90 Prozent der Auszubildenden sind Männer.

Wie gelangen Betrieb und Arbeitnehmer zueinander? Das Harsumer Unternehmen setzt auf Auswahlverfahren, in denen zunächst „soft skills" abgefragt werden. Erst im zweiten Schritt blicken die Entscheider auf die formalen Voraussetzungen. Der Personalverantwortliche sagt, das sei ein Vorteil, jeder Bewerber habe somit die Chance, das Auswahlverfahren zu durchlaufen. „Wir richten uns nach den Talenten. Wir prüfen, wie der Bewerber und die Ansprüche an die Arbeitsstelle zueinander passen, zum Beispiel, ob jemand zu Genauigkeit neigt und sich somit in der Endkontrolle von Maschinen gut konzentrieren kann“, sagt Torge Brandenburg. „In der Regel bewirbt sich der Topingenieur nicht auf den Posten als Staplerfahrer und umgekehrt.“ Um Vergleichbarkeit zwischen den Bewerbern zu schaffen, führt der Personalverantwortliche strukturierte Interviews.

Es werde „im Zuge des demografischen Wandels immer schwieriger, die Ausbildungs- und Arbeitsplätze gut zu besetzen, weshalb auch neue Auswahlmethoden zum Zuge kommen“, sagt Professorin Inga Truschkat. Das Harsumer Unternehmen startet gemeinsam mit der Industrie- und Handwerkskammer und etwa 20 Mittelständlern in Niedersachsen im Frühjahr 2016 einen regionalen Bewerberpool. Wenn ein Bewerber bei einem Unternehmen nur die „zweite Wahl" – aber dennoch gut qualifiziert – ist und nicht eingestellt werden kann, da nur eine Stelle zur Verfügung steht, erhält der Bewerber keine Absage, sondern kann sich bei den anderen Unternehmen in dem Netzwerk bewerben. „Auch andere Mittelständler fragen sich, wie sie in dieser Region im ländlichen Raum neben den Großen aus Hannover oder Wolfsburg zum Zuge kommen. Wir sind oft nicht sichtbar als Zulieferer. Wir wollen aufeinander aufmerksam machen. In Hannover sieht man uns nicht. In Langenhagen wissen die nichts von uns“, sagt der Personalchef. „Wir teilen uns die Bewerber, wir geben Hinweise auf andere freie Stellen.“

Wie sinnvoll sind solche Verfahren und Netzwerke auf der Suche nach qualifiziertem Personal? Das „vernetzte und regionale Kompetenzmanagement“ sei ein derzeit „heiß diskutiertes Thema“, aber bislang kaum im Alltag angekommen, sagt Truschkat. „Wie kann hier Kooperation entstehen, wenn man eigentlich um die klugen Köpfe konkurriert?“, beschreibt die Wissenschaftlerin den Konflikt.

Unternehmen seien zunehmend dem Fachkräftemangel im Zuge des demografischen Wandels ausgesetzt. „Lange Zeit wirkte dies eher als Floskel, doch die zunehmenden Aktivitäten in diesem Bereich zeigen, dass die Auswirkungen langsam spürbar werden. Ein typisches Zitat, dass ich hierzu gehört habe, war: ‚Früher haben wir um die Aufträge konkurriert, jetzt um die Fachkräfte‘“, berichtet Inga Truschkat.

Info: Über das Forschungsprojekt

Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Förderschwerpunkt befasst sich mit dem betrieblichen Kompetenzmanagement im demografischen Wandel. Hierzu forschen bundesweit 31 Verbundprojekte im Zeitraum von 2014 bis 2018.

Die wissenschaftliche Begleitforschung „Integratives demografiesensibles Kompetenzmanagement (InDeko.Navi)“ startete Ende 2015 und verbindet das Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik und das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim mit dem Lehrstuhl für Technik- und Organisationssoziologie gemeinsam mit der Professur für Innovations- und Zukunftsforschung der RWTH Aachen. Mitte Februar 2016 fand in Hildesheim die erste Förderschwerpunkttagung „Kompetenzen vernetzen“ statt.

Mit dem demografischen Wandel stellen sich für die Unternehmenspraxis im Hinblick auf ihre Innovationskraft sowie Produktivität neue Fragen unter anderem zu flexibleren Produktionszyklen, Technologiewechseln und neuen Formen der Unternehmensorganisation. Arbeitsprozesse werden immer schneller, flexibler und autonomer. Damit werden altersübergreifend hohe Anforderungen an das Wissen und Können von Beschäftigten gestellt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickeln die Fachleute zum Beispiel Online-Coachings und Präsenztrainings zum nachhaltigen Kompetenzaufbau. Wenn ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, kann eine Menge an Wissen verloren gehen. Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Erhalt und der Weitergabe von Erfahrungswissen von älteren Beschäftigten.

Neben der Betrachtung auf nationaler Ebene wurden auf der Hildesheimer Tagung regionale Aspekte des Kompetenzmanagements aufgegriffen. Mehr Einblicke in die Forschung bietet die Internetseite des Projekts.

Info: Wirtschaftsinformatik und Sozial- und Organisationspädagogik: Gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit geht weiter: Inga Truschkat und Ralf Knackstedt setzen auch in der Lehre an und bieten im Sommersemester gemeinsam ein Seminar für Studentinnen und Studenten in den Bereichen Wirtschaftsinformatik, Informationstechnologie und Sozial- und Organisationspädagogik an. Warum sie zusammen im Seminar sitzen? „Es geht schließlich um Organisationsgestaltung, wir haben nur unterschiedliche Methoden und Instrumente, die im Vordergrund stehen. In der Wirtschaftsinformatik können wir zum Beispiel sehr gut Prozesse dokumentieren und formal aufschreiben und anhand von Visualisierungen konkret diskutieren, was sich in Unternehmen verändern muss“, sagt Professor Knackstedt. „Während wir uns auf Informationssysteme konzentrieren, rücken andere Bereiche in den Hintergrund, wie man sinnvoll Gespräche führt, wie man Menschen so abholt, dass sie auch veränderungsbereit sind für die Organisationsgestaltung. Hier kommen die Fachleute für Sozial- und Organisationspädagogik ins Spiel. Sie denken sich in die menschliche Komponente für Organisationsgestaltung rein und davon können unsere Wirtschaftsinformatiker heftig profitieren. Denn letztlich müssen sie das auch können, damit ihre IT-Projekte funktionieren.“ Sozial- und Organisationspädagogik zeigt, „dass das, was in Organisationen geschieht, etwas mit Machtdynamiken und informellen Regeln zu tun hat und öffnet den Blick für eine partizipative Organisationsgestaltung“, so Professorin Truschkat.

Info: Forschungsschwerpunkt in Hildesheim: Übergänge in Arbeit

Was bedeutet der Übergang – zum Beispiel von der Schule in einen Ausbildungsplatz und später in einen Arbeitsplatz – eigentlich für eine Person? Übergänge sind „Veränderungsphasen im Leben, die biographisch bewältigt werden müssen“, sagt die Sozial- und Organisationspädagogin Inga Truschkat. Oftmals erleben junge Erwachsene mehrere Veränderungen gleichzeitig, etwa die Ablösung von den Eltern, eine erste eigene Wohnung, Liebesbeziehungen und Freundschaften.

„Die Gestaltung des Übergangs endet nicht mit dem unterschriebenen Arbeitsvertrag, sondern muss auch nach Eintritt in das Unternehmen gestaltet werden“, so Truschkat über die Verantwortung der Arbeitgeber. Größere Unternehmen setzen zum Beispiel „Ausbildungsbegleiter“ ein, die Ansprechpartner für die Azubis sind. „Oftmals sind diese auch am Auswahlprozess beteiligt. Aktuelle Forschungen zeigen aber auf, dass das Selbstverständnis dieser Begleiter sehr unterschiedlich sein kann. Sie agieren einerseits als Vorgesetzte und als Vertreter der Organisation und andererseits als Pädagogen. Das erzeugt durchaus Ambivalenz“, sagt die Hildesheimer Professorin.

In der Grundlagenforschung im Bereich „Übergänge“ untersuchen die Hildesheimer Wissenschaftlerinnen derzeit in einem DFG-Projekt gemeinsam mit den Universitäten Flensburg, Frankfurt, Tübingen und Luxemburg, wie Übergänge von der Schule in den Beruf und Übergänge in Arbeit im Erwachsenenalter verlaufen.  Dabei blicken sie vor allem auch auf die „Pädagogisierung der Übergänge“ durch eine Zunahme der Beratungs- und Begleitungsdienstleistungen in diesem Bereich.

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Pressemeldungen Sozial- und Organisationspädagogik Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung
news-11933 Fri, 18 Mar 2016 14:51:00 +0100 Per Computerklick über die Forscherlandkarte surfen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/per-computer/ Im Auftrag der Bundesregierung betreibt die Universität Hildesheim ein Forschungsprojekt, das sich mit dem digitalen Wandel in der Arbeitswelt beschäftigt. Die Forscher_innen werden mit 1,2 Millionen Euro bei der Erstellung eines Wissensatlas unterstützt, eine Vernetzung von Forschung und Praxis soll über interaktive Grafiken möglich werden. Mit den federführenden Professor_innen Truschkat und Knackstedt wird methodisch eine Brücke zwischen Wirtschaftsinformatik und Sozial- und Organisationsmanagement geschlagen. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 1 news-11873 Tue, 08 Mar 2016 10:31:00 +0100 "Das europäische Haus brennt" https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/das-europaei/ Während Griechenland immer noch unter der Eurokrise leidet, kommt mit der Einwanderung von Geflüchteten über die griechische Ägais-Grenze ein weiteres Problem hinzu. Professor Athanassios Pitsoulis von der Universität Hildesheim berichtet von bis zu 250 Menschen, die täglich auf nur einer von zahlreichen Inseln ankommen. Pitsoulis erinnert die Situation an seine Zeit im griechischen Militärdienst vor rund 20 Jahren. Ein Konfliktpotenzial zwischen der Türkei und Griechenland besteht nach wie vor. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Flüchtlinge news-11497 Mon, 25 Jan 2016 15:48:00 +0100 Hybrid ja - Elektroauto eher nicht https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/hybrid-ja/ Seit zwei Jahren testet ein Team der Uni Hildesheim um Professor Helmut Lessing Elektroautos im Gebrauch. Die Mitarbeiter_innen sind begeistert, aber in der Gesellschaft finden die Elektrofahrzeuge bisher wenig Anklang. Für Betriebswirtschaftler Lessing heißt die Lösung Carsharing: "Da deckt sich das Mobilitätsbedürfnis mit den Möglichkeiten der Elektroautos." Pressespiegel regional Universität Hildesheim Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-11488 Thu, 21 Jan 2016 15:00:00 +0100 Lessing spricht über Umwelttechnik https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/lessing-spri/ Helmut Lessing, Professor für Betriebswirtschaft an der Universität Hildesheim, spricht über aktuelle Entwicklungen in der Umwelttechnik. Der Vortrag zum Thema "E-Mobilität - regenerative Mobilität" wird verschoben. Pressespiegel regional Universität Hildesheim Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-11374 Mon, 11 Jan 2016 14:19:00 +0100 Infoabend über das Umweltbewusstsein https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/infoabend-ueb/ AWO Trialog, Greenpeace und eine Studiengruppe der Uni Hildesheim haben einen Infoabend zum Thema Umweltbewusstsein veranstaltet. Neben Tipps zum Energiesparen, dem Abbau von Plastikmüll im Alltag wurden insbesondere nützliche FreeApp's vorgestellt. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Betriebswirtschaft Informationssysteme und Unternehmensmodellierung news-10728 Fri, 13 Nov 2015 08:00:00 +0100 Jung gründen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/jung-gruenden/ Schon einmal an eine Gründung gedacht? Während einer Themenwoche können sich Studierende vom 16. bis 22. November 2015 über Gründungen informieren. Wie sieht es eigentlich an Universitäten und Schulen mit dem unternehmerischen Handeln aus? Nachgefragt bei der Psychologin Astrid Lange. Die Abteilung „Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik" bildet an der Universität Hildesheim Lehrerinnen und Lehrer aus, die Unternehmergeist in Schulen tragen sollen. Die Uni sucht derzeit junge Gründerinnen und Gründer, die von ihren Erfahrungen berichten möchten. Sie gehen der Frage nach, warum Studentinnen und Studenten gründen und wie sie Geschäftsideen umsetzen. Apropos, haben Sie eigentlich schon einmal über eine Gründung nachgedacht?

Astrid Lange: Ja, tatsächlich wollte ich mich nach meinem Studium in der Hochbegabtenberatung selbstständig machen; zugleich hat mich aber die Wissenschaft interessiert. Damals gab es noch nicht die Angebote für gründungsinteressierte Studierende, wie wir sie heute kennen, zum Beispiel Teambörsen oder kostenfreie Qualifizierung für betriebswirtschaftliches Know-How. Ich fühlte mich noch nicht bereit zur Gründung. Seither habe ich viel gelernt; und irgendwann möchte ich neben meiner Tätigkeit in Wissenschaft und Lehre gern beratend tätig sein, zum Beispiel in Form einer nebenberuflichen Selbstständigkeit.

„Karriereziel Unternehmer/Unternehmerin" – ist das ein Thema an Universitäten? Welche Erfahrungen machen Sie in Hildesheim?

Universitäten sollen die Studierenden fachlich qualifizieren und auf das spätere berufliche Leben vorbereiten. Alle Studierenden sollten während ihres Studiums die Möglichkeiten haben, eigene Gründungsneigungen zu reflektieren, eigene Geschäftsideen und eigene unternehmerische Kompetenzen zu entwickeln. Universitäten sollten Berührungspunkte mit diesem Thema schaffen und unreflektierte stereotype Meinungen mit den realen Chancen und Risiken von „Gründen“ und „Nicht-Gründen“ konfrontieren. Ziel dabei ist es nicht, alle Studierenden zur eigenen Gründung zu treiben, sondern sie für die beruflichen Optionen des Unternehmertums in all ihren Varianten so zu sensibilisieren, dass sie später alle Chancen zur beruflichen Selbstverwirklichung und vorhandene Innovationspotentiale vorurteilsfrei und qualifiziert nutzen können.

Wir versuchen, wann immer möglich Berührungspunkte mit dem Thema Unternehmertum zu schaffen, beispielsweise befassen wir uns mit Unternehmertum im Seminar „Wirtschaftspsychologie“, zu dem Thema entstehen Abschlussarbeiten und wir informieren über regionale Angebote zur Unterstützung von Gründungsinteressierten. Im November bieten wir eine volle Woche Diskussionen und Beratung im Rahmen der „Global Entrepreneurship“-Woche an (16. bis 22. November 2015 an der Uni Hildesheim). Die Inhalte reichen vom Workshop „Business-Plan“ über Gründungen im Kulturbereich bis zur Frage, wie Lehrerinnen und Lehrer Schülerfirmen begleiten können. Ein Wirtschaftsinformatiker zeigt zum Beispiel, wie man Geschäftsideen visualisieren und weiterentwickeln kann. Studierende und Lehrende aller Fachbereiche können teilnehmen.

Welche Rolle spielen die Universitäten?

Es ist wichtig, ein positives Gründungsklima an Universitäten zu schaffen. Das heißt, unternehmerisches Denken und Handeln wertzuschätzen und unternehmerisch Handelnde in ihrer Vielfalt zu zeigen. Hier setzt beispielsweise die Initiative „Frauen unternehmen“ vom Bundeswirtschaftsministerium an. Unternehmerinnen aus ganz Deutschland arbeiten zusammen, um Mädchen und Frauen für Unternehmertum zu sensibilisieren. Eine wichtige Aufgabe der Wissenschaft dabei ist es, die Wirksamkeit solcher Initiativen  wissenschaftlich zu begleiten, um weiter daraus zu lernen.

Worum kreisen denn die Gedanken, wenn man sich für eine berufliche Selbstständigkeit entscheidet?

Zum Beispiel geht es darum, wie die eigene Geschäftsidee verbessert werden kann, wie man das passende Team findet, wer einem das erforderliche Know-How knackig und gut vermitteln kann. Die Gedanken kreisen um die eigenen Ressourcen, die eigene Person, die eigene Idee.

Und was ist mit jenen, die gar nicht über Unternehmertum nachdenken?

Es ist eine spannende Frage, welche Gedanken Studierende haben, die sich klar gegen eine berufliche Selbstständigkeit entscheiden. Sie sind sich häufig sicher, kein „Unternehmertyp“ zu sein, sie halten sich selbst für zu vorsichtig und nicht risikobereit oder kreativ genug. Die Gedanken kreisen um die Befürchtungen, sich finanziell zu ruinieren und sein Gesicht zu verlieren und sich andere berufliche Chancen zu verbauen. Das sind alles wichtige Gedanken. Aber Fragen nach Erfolgsaussichten, dem Verlustrisiko, erforderlichen Ressourcen und persönlicher „Eignung“ können nicht pauschal beantwortet werden, sondern hängen vom konkreten unternehmerischen Projekt ab. Die Frage „Bin ich ein Gründungstyp“ ist keine konstruktive Frage; besser ist es, sich zu fragen „Wer bin ich? Was ist mir im Leben wichtig? Wie kann mir Unternehmertum dabei helfen, meine Ziele in meinem Leben zu erreichen?“.

Wie kann man junge Leute auf Ihrem Weg zur Unternehmung unterstützen – wie sollte das lokal organisiert sein? Ist es sinnvoll, spezielle Angebote für Frauen anzubieten – etwa über die regionale Wirtschaftsförderung?

Unternehmertum muss als Thema präsent sein. Es müssen Räume da sein, sich auszuprobieren, „Fehler“ zu machen und daraus zu lernen. Dabei sollte es Angebote für eine breite Masse ebenso wie Angebote für bestimmte Zielgruppen geben. Angebote speziell für Frauen sprechen meiner Erfahrung nach einen Teil der Frauen an und schrecken zugleich einen anderen Teil der Frauen ab. Es gibt eben nicht die eine Fördermaßnahme für alle. Wir brauchen also vielfältige Angebote, zugeschnitten für verschiedene Zielgruppen.

Regionale Akteure spielen hier eine wichtige Rolle, weil die Förderung von Unternehmertum und unternehmerischen Frauen nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Über die Gemeinschaftsinitiative „Mittelstand: Fit für die Zukunft!“ der HI-REG gibt es einen engen Austausch zwischen Akteuren der Hildesheimer Wirtschaft, Wirtschaftsförderung und Hochschulen. Seit einem Jahr werden die Gründungsseminare der HI-REG für die Studierenden kostenfrei angeboten – das ist ein guter Schritt. Auch an der Uni Hildesheim tut sich einiges. So hat sich im Sommersemester 2014 eine Arbeitsgruppe „Entrepreneurship“ zusammengefunden; hier beraten wir, was wir tun können und welche Partnerinnen und Partner wir brauchen, um das immense unternehmerische Potential unserer Uni zu fördern, sichtbar zu machen und weiter wachsen zu lassen.

Können die Familie und Vorbilder weiterhelfen bei der Entscheidung für oder gegen eine Gründung oder dazu beitragen sich diese Frage überhaupt zu stellen? Ich vermute, viele spielen noch nicht einmal mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen.

Die Mehrheit der Studierenden lehnt eine eigene Unternehmensgründung pauschal ab – allerdings ohne sich tatsächlich mit Unternehmertum zu beschäftigen. Stattdessen ist diese Ablehnung in persönlichen Überzeugungen begründet, die eben zu oft nicht auf Erfahrungen und Durchdenken beruhen, sondern zum Beispiel auf kurzsichtigen, stereotypen Darstellungen von Unternehmerinnen und Unternehmern. Vorbilder können dazu beitragen, vorhandene Fehlüberzeugungen herauszufordern, zu durchbrechen und zu ändern, indem die tatsächliche Vielfalt von Unternehmertum aufgezeigt wird. Vorbilder können inspirieren und sensibilisieren und so die Beschäftigung mit eigenem unternehmerischen Denken und Handeln fördern.

Welche Rolle spielen zielgerichtete Informationen? Sie machen auf der Internetseite der Arbeitsgruppe Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik auf Unterstützungsangebote und Wettbewerbe aufmerksam, an denen Studierende teilnehmen können.

Wir hoffen, über unser Informationsangebot Studierende zu aktivieren und zum Engagement zu motivieren. Wahrscheinlich erreichen die meisten Informationen mit Bezug zum Unternehmertum aber eher diejenigen, die schon Gründungsinteresse haben. Das ist auch wichtig. Um aber eine breitere Masse und unentschlossene Studierende zu erreichen, sind andere Informationskanäle und eine andere Sprache nötig. Beispielsweise schrecken die Begriffe „Unternehmertum“ und „Gründung“ Studierende mitunter ab. Meine Erfahrung ist, dass Studentinnen, die von außen betrachtet klar als unternehmerisch tätig bezeichnet werden, sich selbst oftmals nicht als Unternehmerinnen bezeichnen würden, weil sie damit unter anderem ein männlich geprägtes, auf Eigennutz ausgerichtetes Verhaltensbündel assoziieren. Um diese Studentinnen zu erreichen und sie zu unterstützen, müssen wir anders informieren und anders kommunizieren.

Sie bilden Lehrerinnen und Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen aus. Im Masterstudium arbeiten sie über einen Zeitraum von jeweils eineinhalb Jahren mit Studierenden in der Forschung zusammen. Sie befragen Schülerinnen und Schüler, was sie sich unter Wirtschaft vorstellen. Sie befassen sich mit den Themen „Frauen in der Wirtschaft: Rollenmodelle für Schülerinnen und Schüler" und „Förderung von unternehmerischem Denken und Handeln im Wirtschaftsunterricht: Chancen und Risiken". Parallel dazu sind die Lehramtsstudierenden im Klassenzimmer. Welche Rolle spielen Lehrkräfte, um unternehmerisches Interesse zu wecken?

Die Schule kann ein Raum sein, der Inspiration fördert und Selbstentfaltung in Gang bringt, oder auch ein Raum, der Chancen verbaut und Inspiration im Keim erstickt. Natürlich spielen Lehrerinnen und Lehrer hier eine große Rolle. Darum sollen unsere Studierenden im Lehramt Wirtschaft ein offenes, nicht stereotypes Bild von Unternehmertum erwerben. Sie sollen Initiativen wie das „Junior-Projekt“ oder „Frauen unternehmen“ kennen. Sie sollen Unternehmungsgeist in die Schulen tragen können. Sie müssen für Themen wie Gender und Migration sensibilisiert werden und selbst fachlich fundierte Kompetenzen im Bereich der Berufsorientierung entwickeln.

Was zeichnet Studierende aus, die unternehmerisch denken?

Unternehmerisches Denken und Handeln bedeutet, Gelegenheiten zur Bewältigung von Herausforderungen dort zu erkennen, wo andere nur Probleme sehen, und auch neue Gelegenheiten unter Nutzung der vorhandenen Ressourcen selbst zu kreieren. Statt sich beispielsweise darüber zu ärgern, dass die Literatur der Bibliothek nicht ausreicht, organisieren unternehmerische Studierende eine Tauschbörse für gebrauchte Lehrbücher. Oder statt in den Klagekanon über Prüfungsstress einzustimmen, entwickeln sie die Idee für eine App, die Studierenden intuitiv das Zeitmanagement erleichtert und bringen dann die Menschen zusammen, die die App-Idee umsetzen können. Unternehmerisches Denken und Handeln umfasst also ein Kompetenzcluster aus Verantwortungsbereitschaft, Eigeninitiative, Kreativität, guter Selbstkenntnis und Selbstmanagementfähigkeit – alles Merkmale, die wir in Deutschland brauchen, um mit aktuellen Wandlungsprozessen erfolgreich umzugehen. Das mündet nicht nur in wirtschaftlichen Neugründungen, sondern ebenso in Innovationsprozessen in Unternehmen oder in sozialen und kulturellen Engagementprojekten. Dies an der Universität Hildesheim zu fördern, bringt die Studierenden ebenso wie die Wirtschaft und unsere Region als Ganzes voran.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Zur Person

Dr. Astrid Lange forscht und lehrt gemeinsam mit Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis an der Universität Hildesheim im Bereich Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik. In ihrer Promotion an der BTU Cottbus hat die Wirtschaftspsychologin untersucht, warum Studierende gründen. Die Wissenschaftlerin in der Postdoc-Phase wurde bereits vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als Expertin für die Sensibilisierung weiblicher Studierender für Unternehmertum zu einem Workshop im Beisein des Bundeswirtschaftsministers eingeladen.

Unternehmertum – ein Thema in der Lehrerausbildung

Vor genau einem Jahr wurde der neue Lehramts-Masterstudiengang in Niedersachsen eingeführt. Das Masterstudium umfasst vier statt bisher zwei Semester sowie eine Praxis- und Forschungsphase. Das sei eine große Chance, sagt Professor Athanassios Pitsoulis.  „Wir können nun besser dazu beitragen, dass künftige Generationen von Lehrerinnen und Lehrern mit einem weniger durch Stereotype geprägten Bild von Unternehmertum an die Schulen kommen. Unser Land kann es sich langfristig schlichtweg nicht leisten, das vorhandene unternehmerische Potenzial verkümmern zu lassen“, so der Wirtschaftsprofessor der Uni Hildesheim. „Weil Berufsorientierung eine Querschnittsaufgaben an Schulen ist, sollten idealerweise alle Lehramtsstudierenden und nicht nur die im Fach Wirtschaft an Unternehmertum als einem Teilbereich schulischer Berufsorientierung herangeführt werden.“

An der Universität Hildesheim können Lehramtsstudierende aller Fächer beispielsweise am 16. November 2015 Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern über die Schulter schauen, die im Rahmen des „Junior“-Projektes in Schülerfirmen aktiv sind. Das ist eines der vielfältigen Angebote in der „Global Entrepreneurship Week“ an der Universität Hildesheim. Das Team vom career service der Zentralen Studienberatung unterstützt darüber hinaus Studierende bei Fragen zur beruflichen Entwicklung.

Aufruf: Jung gründen – erzähl deine Geschichte!

Was sie antreibt, welche Geschäftsideen sie haben und wie junge Leute im kulturellen und sozialen Bereich ein Unternehmen gründen: In einer Serie berichtet die Universität Hildesheim über junge Gründerinnen und Gründer. Studentinnen und Studenten aller Fachbereiche, die bereits Gründungserfahrungen gesammelt haben, können sich in der Pressestelle melden (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de). Wie hast du ein Unternehmen aufgebaut – dein Ratschlag an junge Gründerinnen und Gründer? Überlegst du zu gründen – was ist deine Idee? Was treibt dich an? Wer unterstützt dich dabei? In der Serie geht es nicht nur um klassische Unternehmen, sondern auch um kulturelles Unternehmertum. So geben Studierende des Kreativen Schreibens zum Beispiel die Literaturzeitschrift „Bella triste“ heraus und vertreiben die Ausgaben bundesweit.

Medienkontakt: Pressestelle der Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 ZSB Career Service
news-10983 Tue, 20 Oct 2015 12:05:00 +0200 Wasserkraftwerk fürs platte Land https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wasserkraftw/ Die Ringvorlesung "Umwelt-Technik" des Instituts für Biologie und Betriebswirtschaft der Universität Hildesheim beschäftigt sich in diesem Wintersemester mit den Kernthemen der umwelttechnischen Entwicklung. In der öffentlichen Vorlesungsreihe werden Expertinnen und Experten aus Forschung und Wirtschaft sowie Dozierende zu Themen der Strom- und Trinkwassererzeugung, der E-Mobilität oder der Energieversorgung sprechen. Die von Professor Helmut Lessing organisierte Veranstaltung findet jeweils donnerstags um 18 Uhr im Hörsaal 2 der Universität statt. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Geographie Biologie & Chemie Mathematik & Angewandte Informatik Technik Physik news-10976 Mon, 19 Oct 2015 12:05:00 +0200 Ausstellung in Uni: Studium mit Zukunft https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ausstellung-2/ Anfang November war in der Bibliothek der Universität Hildesheim die Wanderausstellung "Studium mit Zukunft" zu sehen. Von Wirtschaftsinformatik bis Grundschullehramt wurden unterschiedliche Studiengänge vorgestellt. Fotos und Texte gaben Einblicke in Lehre und Forschung. Die Gleichstellungsbeauftragte Silvia Lange preist die Konzeption der Ausstellung, die "Identifikationen jenseits geschlechtsstereotyper Vorstellungen von Berufen" bieten soll. Schülerinnen und Schüler hatten hier die Möglichkeit, eine erweiterte Auswahl an Studien- und Berufsoptionen kennenzulernen. Pressespiegel regional Fachbereich 1 Fachbereich 4 Mathematik & Angewandte Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Universitätsbibliothek news-10687 Sat, 29 Aug 2015 13:32:00 +0200 Getankt wird nur elektrisch – Großes Interesse an Uni-Testphase https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/getankt-wird/ Ob sich die Anschaffung eines Elektroautos für Unternehmen oder Privatleute lohnt, untersucht derzeit eine Forschungsgruppe um Professor Helmut Lessing. Um die Frage fundiert beantworten zu können suchen die Experten für E-Mobilität nun Hildesheimer Betriebe und Privatleute, die an einem betreuten Testlauf teilnehmen wollen. Nach dem ersten Aufruf haben sich bereits zahlreiche Firmen gemeldet und ihr Interesse bekundet. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-10698 Thu, 27 Aug 2015 13:32:00 +0200 "Nicht nur schauen, was jemand nicht kann" https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/nicht-nur-s/ Wie kann die Region Hildesheim dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Bosch Car Multimedia startet zum Beispiel eine Offensive für den eigenen Fachkräftenachwuchs. Gemeinsam mit der Universität Hildesheim soll ab September ein duales Studium im Bereich Informationsmanagement an den Start gehen. Im Interview bezieht Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies Position und skizziert Lösungswege. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-10579 Tue, 25 Aug 2015 17:45:00 +0200 Campus unter Strom: Carsharing mit Elektroautos https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/campus-unter-strom-carsharing-mit-elektroautos/ Seit fast zwei Jahren erprobt die Universität Hildesheim die Alltagstauglichkeit von Carsharing mit Elektroautos. Nach Feierabend und am Wochenende können Uni-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Autos privat nutzen, tagsüber greifen weitere Beschäftigte auf die Fahrzeuge zurück. Über ein Webportal erfolgen die Buchungen. Auf den Erfahrungen aus dem „innerbetrieblichen Carsharing" können Pflegedienste, Taxiunternehmen oder Nachbarschaftsverbünde im ländlichen Raum aufbauen. Wissenschaftler des Instituts für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik untersuchen, wie elektrisch betriebene Fahrzeuge auf Hildesheimer Straßen zum Einsatz kommen. An der Universität untersuchen sie seit Oktober 2013 im Verbundvorhaben „e-Autarke Zukunft" ein innerbetriebliches Carsharing mit Elektrofahrzeugen. Dabei wird das Fahrzeug zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer geteilt. Zurzeit stehen für das „Tandem"-Modell fünf Elektrofahrzeuge den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Universität zur Verfügung. Ein Tandempartner kann dabei das Auto für die private Nutzung nach der Arbeit und am Wochenende verwenden, erzählt Olexander Filevych. Während der Arbeitszeit steht das Elektrofahrzeug anderen Beschäftigten der Universität für die dienstliche Nutzung bereit, zum Beispiel um vom Kulturcampus zu einem Termin in die Innenstadt zu gelangen. Die anfallenden Gesamtkosten werden geteilt.

„Die Begeisterung für die leisen, umweltfreundlichen und durchaus agilen Fahrzeuge ist groß. Zwei unserer fünf Fahrzeuge werden an einem Solarcarport geladen“, sagt Filevych. Über ein Internetportal kann man einsehen, wie viel Energie erzeugt wird und wie viel Energie das Auto zu welcher Tageszeit verbraucht hat. Auch die dienstliche Nutzung hat seit Oktober 2013 stark zugenommen. Mittlerweile sind rund 100 Nutzer – das sind etwa 14% aller Beschäftigten – im eigens entwickelten Buchungsportal angemeldet. „Die Elektromobilität kommt also gut an und das mit großen Schritten“, meint Filevych.

Um Elektromobilität in die Breite zu tragen, sucht die Arbeitsgruppe um Professor Helmut Lessing zurzeit Organisationen, Unternehmen und Einrichtungen, die das Carsharing-Modell mit Elektrofahrzeugen als Partner der Universität Hildesheim testen. Die Forschung ist Teil der im Juni ausgeschriebenen Förderrichtlinie Elektromobilität.

Die Wissenschaftler konzentrieren sich dabei auf die Wirtschaftlichkeit von Elektromobilität im Landkreis Hildesheim. Nach Auslauf des Projekts soll ein Start-up die Betreuung, Buchung und Abrechnung der Fahrzeuge und Beratungsdienste übernehmen. Das Ziel der Forscher: Sie wollen Elektromobilität aus Hildesheim nun in die weiteren Landkreise in Niedersachsen tragen. Dabei erhalten die Wissenschaftler viele Rückmeldungen von interessierten Privatpersonen, die Elektroautos bereits nutzen oder nutzen möchten sowie von Betrieben, etwa Reinigungsunternehmen und Pflegedienste. Nach einem Aufruf in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung meldeten sich unmittelbar ein Dutzend interessierte Betriebe und Familien.

Und wie reagieren Menschen auf die neue Technologie? In einem weiteren Projekt ist Britta Reinecke beteiligt, in einem Wohngebiet am Moritzberg untersucht sie die Akzeptanz von neuer Energietechnik. Die Sozialwissenschaftlerin erfasst, wie akzeptiert Elektromobilität und Energietechnik, wie Elektroautos genutzt und geteilt werden. Ändert sich dadurch das Mobilitätsverhalten? Die Hildesheimer Wissenschaftlerin untersucht, welche Erfahrungen die Bewohner nach dem Einzug in den Bereichen Technik, Energie, Mobilität sammeln.

Wer Interesse an einer Kooperation hat, kann die Forscher kontaktieren. Auch Privatpersonen sind willkommen an dem Elektroauto-Projekt teilzunehmen, denn in Zukunft könnten sich auch mehrere Familien zusammen tun, um die Nutzungskosten des Elektrofahrzeugs somit untereinander zu teilen. Dabei steht insbesondere der ländliche Raum im Fokus. Kontakt zu den Forschern: Prof. Helmut Lessing (Tel. 05121 883 40512; E-Mail: lessing@cs.uni-hildesheim.de) oder Olexander Filvych (Tel. 05121 883 40644; E-Mail: filevy@uni-hildesheim.de).

Mit Elektrofahrrädern über den Universitätsplatz. Foto: Marian Schrader/Uni Hildesheim

Elektrofahrräder an der Universität

Seit dem Frühjahr stellen die Forscher um Professor Helmut Lessing vier Elektrofahrräder (Pedelecs) für Dienstfahrten innerhalb der Kernarbeitszeit kostenfrei zur Verfügung. Wie schon bei den Elektroautos sind auch die Fahrräder wieder einem Tandem-Partner zugeordnet. Gegen einen kleinen Beitrag von voraussichtlich zwanzig Euro im Monat können die Tandem-Nutzer die Pedelecs auch nach Feierabend privat nutzen. Die Forscher der Uni Hildesheim untersuchen nun, ob die Elektrofahrräder in Unternehmen dazu führen können, dass die Umwelt geschützt wird, weil sie Autos ersetzen. Erste Erfahrungen zeigen, dass im Kurz- bis Mittelstreckenbereich das Auto problemlos stehen gelassen werden kann. Erste Langstrecken-Testfahrten der Hildesheimer Arbeitsgruppe  haben ergeben, dass im Hildesheimer Raum eine Streckenlänge von max. 50 km bei mittelstarker Unterstützungsleistung zurück gelegt werden kann, wenn nicht zwischengeladen wird.  „Es besteht also ein hohes Potential für Pendler im Mittelstreckenbereich“, so das Fazit der Forscher.

Medienkontakt: Pressestelle Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Sozialwissenschaften Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Betriebswirtschaft
news-10542 Thu, 06 Aug 2015 11:48:00 +0200 Ökonomische Ideengeschichte https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/oekonomische/ Wie alles hat auch die menschliche Ökonomie eine Geschichte. Angefangen von der Antike, das Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Aspekt der Ökonomik und die jeweiligen Lehrrichtungen hat der bis 2001 an der Uni Hildesheim tätige Professor Gerhard Kolb in der 2. Auflage seines Buches „Ökonomische Ideengeschichte” aufbereitet. Das 120 Seiten umfassende Werk richtet sich in erster Linie an Studierende. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-10543 Thu, 06 Aug 2015 11:48:00 +0200 Bosch und Uni locken mit neuartigem dualem Studium https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/bosch-und-un/ Bosch Car Multimedia startet eine Offensive für den eigenen Fachkräftenachwuchs. Gemeinsam mit der Universität Hildesheim soll ab September ein duales Studium im Bereich Informationsmanagement an den Start gehen. „Einen Universitätsabschluss und einen Berufsabschluss zugleich zu machen, das ist neu", betont Klaus Ambrosi, Direktor des Instituts für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik an der Universität Hildesheim. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-10539 Wed, 05 Aug 2015 11:48:00 +0200 Hochschulen halten die Wirtschaft in Schwung https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/hochschulen/ Für viele Unternehmen sind die Universität und HAWK zum wichtigen Standortfaktor geworden. Zahlreiche Kooperationen und Förderprojekte sind in den letzten Jahren entstanden. Neben Verträgen als Werkstudenten oder Pflichtpraktika, befassen sich zahlreiche Abschlussarbeiten der Studenten bereits mit praktischen Problemen und Aufgabenstellungen der Partnerfirmen. Diese freuen sich wiederum auf zukünftige, sehr gut qualifizierte neue Mitarbeiter, die von den Hochschulen rekrutiert werden können. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Geographie Biologie & Chemie Biologie Chemie Schlüsselqualifikationen ZSB news-10477 Wed, 08 Jul 2015 13:45:00 +0200 Universität: Energiespeicher und ein Quadrocopter https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/universitaet-2/ Vom vierten bis zum siebten Juli fand auf dem Messegelände Hannover die Ideenexpo15 statt. Auch die Universität Hildesheim war mit einigen aktuellen Forschungsprojekten vertreten. Nils Habich, wissenschaftlicher Angestellte vom Institut für Technik, forscht über Drohnen im Alltag. Er wollte auf der Messe das Interesse der Schülerinnen und Schüler an technischen Themen wecken. Den Druckluftspeicher bei der Nutzung von Windenergie präsentierte Prof. Helmut Lessing, Experte rund um die Entwicklung und empirische Erprobung neuartiger Energiespeichersysteme und Projekte zur e-autarken Zukunft. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Technik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-10467 Sat, 04 Jul 2015 13:45:00 +0200 "Wir Griechen sind Europäer und wollen es bleiben" https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wir-grieche/ Nach den Neuwahlen im Januar ist Griechenland erneut im Umbruch. Wie in Hildesheim lebende Griechen auf ihre Heimat blicken erfahren Sie in diesem Beitrag. Auch Universitäts-Professor Athanassios Pitsoulis vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik ist Deutsch-Grieche und berät unter anderem auch die Konrad-Adenauer-Stiftung. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-10253 Fri, 19 Jun 2015 09:00:00 +0200 Studium nach der Flucht: Niedersachsen möchte Zugänge zu Unis erleichtern / Die Uni Hildesheim bietet seit dem Frühjahr ein Schnupperstudium für Flüchtlinge an https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/studium-nach-1/ SAT1 FERNSEHEN über Studium nach der Flucht: Niedersachsen möchte Flüchtlingen den Zugang zu Universitäten erleichtern. Die Universität Hildesheim öffnet ihre Türen: Seit dem Frühjahr 2015 studieren Flüchtlinge an der Uni. „Rund 35.000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr nach Niedersachsen kommen. Darunter auch einige, die ihr Studium wegen des Krieges oder wegen der Verfolgung in ihrem Heimatland abbrechen mussten. Auf der Flucht konnten Zeugnisse manchmal nicht gerettet werden. Das Land Niedersachsen möchte Flüchtlingen mit akademischem Hintergrund jedoch den Zugang zur Universität in Deutschland erleichtern. [...] Die Uni Hildesheim hat im Sommersemester ein Schnupperstudium für Flüchtlinge mit akademischer Vorbildung begonnen", so SAT.1 FERNSEHEN in einem Filmbeitrag zum Thema „Studium nach der Flucht". Darin äußert sich auch die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić über Bildungschancen.

„Die Uni Hildesheim hat im Sommersemester ein Schnupperstudium für Flüchtlinge mit akademischer Vorbildung begonnen. Viele Asylbewerber sind gut ausgebildet. [...] Iman hat ein Ziel. Sie will Informatikerin werden", so der Redakteur Karsten Baer im SAT.1 FERNSEHEN. Das Studium sei mehr, als sie sich erhofft habe, sagt die Hildesheimer Informatik-Studentin Iman.

„Viele haben schon studiert, entweder einen Abschluss gemacht oder sie mussten während des Studiums fliehen", sagt Hannes Schammann, Hildesheimer Juniorprofessor für Migrationspolitik, im Gespräch mit SAT.1 FERNSEHEN. Er ist einer der Lehrenden, die die Uni für Flüchtlinge öffnen. „Es ist wichtig, dass die Studierenden [...] den Mut nicht verlieren, dass sie weiterhin an sich glauben, dass sie merken: [...] ich habe mein Ziel und ich will mein Ziel erreichen", ergänzt Daoud Naso vom Verein Asyl e.V. im Gespräch mit SAT.1.

Sat.1 regional Fernsehen, Nachrichten 17:30, „Flüchtlinge mit akademischer Vorbildung: Niedersachsen möchte Zugang zu Unis erleichtern", 19.06.2015 (Fernsehbeitrag, ~4 Min, Redakteur: Konrad Baer) (www.hannover.sat1regional.de) [zeitlich begrenzt online abrufbar]

Kontakt zu Studierenden und zu Lehrenden, die Studieninteressierte nach der Flucht unterstützen über die Universität Hildesheim (Pressestelle, Isa Lange, presse[at]uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

Lesen Sie auch: Hildesheimer Universitätspräsident fordert eine stärkere Öffnung des Bildungssystems für Flüchtlinge (Uni-Pressemeldung vom 19.06.2015)

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Erziehungswissenschaft Politik Sozialwissenschaften Fachbereich 4 Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Pressespiegel überregional Zentrum für Bildungsintegration Flüchtlinge
news-10395 Thu, 18 Jun 2015 15:09:00 +0200 Schüleruni über Geschäftsprozesse https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/schueleruni-ue/ Seit April löscht die Uni wieder den ungebremsten Wissensdurst junger Leute. Professoren aus den Naturwissenschaften laden Schüler von der neunten bis zur 13. Klasse wieder in die Hörsäle. Wie können Geschäftsprozesse nachhaltig gestaltet werden? Diese Frage beantwortet Professor Ralf Knackstedt vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik an der Uni Hildesheim. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-10392 Tue, 16 Jun 2015 16:09:00 +0200 Ein ganz privater Grexit https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ein-ganz-pri/ Sie stammt aus Thessaloniki, studiert auf Korfu und ist für ein Jahr an der Uni Hildesheim. Beim Gedanken an die Rückkehr graust es der 21-jährigen Niki Azay. Die Studentin berichtet über die Stimmung junger Leute in ihrer Heimat. Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Einrichtungen International Office news-9991 Wed, 06 May 2015 10:04:00 +0200 Wirtschaftsvertreter blicken sorgenvoll auf mangelnde digitale Exzellenz und MINT-Begeisterung https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wirtschaftsv/ Unternehmen von Weltrang wollen in Hildesheim Impulse für mehr Bildungsanstrengungen in technologischen Fächern setzen: Spitzenvertreter von Bosch, Rolls-Royce und IBM diskutieren in einer öffentlichen Veranstaltung am Dienstag, 12. Mai 2015, um 19:00 Uhr im Audimax der Universität Hildesheim. Bosch möchte sein Campusgelände in Hildesheim auch für kreative Jungunternehmer und Start-Ups öffnen und mit jungen Fachkräften aus dem Hochschulumfeld zusammenarbeiten. Wirtschaftsvertreter fürchten die „mangelnde digitale Exzellenz“ und zu wenig Begeisterung für den „MINT“-Bereich – dahinter stecken die Felder Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Mit einer Diskussionsveranstaltung am 12. Mai 2015 in Hildesheim machen Fachleute von IBM, Rolls-Royce und Bosch auf ihre Sorge aufmerksam, diese fehlende Exzellenz in der Ausbildung „könnte den High-Tech-Standort Deutschland gefährden“.

Ohne neue Ausbildungsimpulse entsteht keine „Wirtschaft 4.0“, also eine Industrie, deren Geschäfts- und Fertigungsprozesse auf der Digitalisierung aufbauen, darauf weist Martin Mähler hin. Er leitet den Bereich Wissenschaftsbeziehungen bei dem Technologie-Konzern IBM in Böblingen. „Wir investieren in Deutschland – die Bildung sollte es auch tun“, so Ulrich Wenger, der den Bereich Engineering & Technology bei Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz führt. Dietmar Meister, Leiter des Bereichs Smartphone & Cloud Solutions bei der Bosch SoftTec GmbH in Hildesheim, fordert „mehr kreative Exzellenz für die Wirtschaft 4.0“. Besonders bedroht seien kleine und mittelständische Betriebe. Darauf weist Astrid Lange von der Abteilung Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik der Universität Hildesheim hin. Mit weiteren Wissenschaftlern aus dem MINT-Bereich bildet sie an der Uni Lehrerinnen und Lehrer aus, die an Grund-, Haupt- und Realschulen Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Biologie, Chemie, Informatik und Co unterrichten. Hartmut Reichardt (mediardt, Agentur für Kommunikation, Hildesheim) moderiert die Diskussion.

Für ihren Auftritt in Hildesheim bringen die Beteiligten mit ihren Firmenzentralen abgestimmte Empfehlungen mit, damit Deutschland nicht den Anschluss an die Digitalisierung verliert. Hildesheims Oberbürgermeister Ingo Meyer, der selbst im Audimax zugegen sein wird, empfängt die Podiumsteilnehmer im Rathaus und wird deren Empfehlungen schon vorab entgegen nehmen. Die Fachleute weisen darauf hin: Die künftige Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes wird weniger in den Unternehmen als vielmehr an den Schulen und Hochschulen entschieden. Junge Menschen sollten gefördert werden, die Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Technik als Chance, und nicht als Zumutung empfinden.

Bosch möchte sein Campusgelände in Hildesheim auch für kreative Jungunternehmer und Start-Ups öffnen, darauf weist Dietmar Meister hin. Junge Tüftler, Fachkräfte aus der Universität und der HAWK, sollen dort an Innovationen basteln können. „Innovationen aus dem Hochschulumfeld brauchen die passenden Rahmenbedingungen, um umgesetzt werden zu können. Wir brauchen eine Kultur, die das Scheitern von Jungunternehmern nicht nur toleriert, sondern respektiert", so Meister. In der Hochschulbildung sehe Bosch „Bedarf, praxisorientierte Schwerpunkte für einen effizienten Start nach der Hochschule zu schaffen". Dabei können IT-Studierende sich zum Beispiel mit „Methoden im Engineering von komplexen und verteilten (Software-)Systemen" befassen und sich in Projekten und in Praktika mit praxisnahen Themen auseinandersetzen.

Die Spitzenvertreter von Bosch, Rolls-Royce und IBM sowie die Wissenschaftlerin wollen in Hildesheim mit Bürgerinnen und Bürgern, Lehrenden und Studierenden über das Risiko und die Folgen verpasster Weichenstellungen diskutieren: Was passiert, wenn Autos oder Flugzeugtriebwerke nicht mehr in Deutschland, sondern nur noch dort gebaut werden, wo die Software-Schmieden stehen? Die Entwicklung bei Fernsehern und Fotoapparaten sollte uns zu denken geben – schon in den vergangenen Jahrzehnten verschwanden ganze Branchen, so die Veranstalter.

Über die Reihe „Chancen für Morgen“

Chancen für Morgen ist eine Reihe des Rotary Club Hildesheim, in der einmal jährlich Spitzenthemen der Gesellschaft aufgegriffen werden, jeweils in Zusammenarbeit mit der Stiftung Universität Hildesheim. Zeigen Sie durch Ihr Kommen und Ihr Mitdiskutieren, dass wir vermehrte Bildungsanstrengungen brauchen, um nicht ins technologische Abseits zu geraten. Die Diskussionsveranstaltung „Wirtschaft 4.0 braucht Ausbildung 2.0“ beginnt am Dienstag, 12. Mai 2015, um 19:00 Uhr im Audimax am Uni-Hauptcampus (Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim).

Lesen Sie mehr:

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 11.05.2015, „Bosch öffnet sich für kreative Gründer / Startups sollen sich mit Hilfe des Weltkonzerns im Hildesheimer Wald ansiedeln / Debatte morgen in der Uni" (Seite 1/15)  //  Kehrwieder am Sonntag, 10.05.2015, „Diskussion in der Uni: Erfolg wird an Schulen und Hochschulen entschieden / Welche Impulse braucht die Wirtschaft?", Interview mit der Wirtschaftspsychologin Astrid Lange

Medienkontakt: Pressestelle der Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB)
news-10093 Thu, 30 Apr 2015 13:33:00 +0200 Hengsbach spricht über Gesundheit https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/hengsbach-sp/ Ist Gesundheit eine Ware? Dieser Frage ging ein öffentlicher Fachvortrag mit Diskussion nach. Geladen hatte das Bistum Hildesheim und die Universität. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Diözesankonferenz der Klinikseelsorger in Kooperation mit dem Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik statt. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-9981 Wed, 22 Apr 2015 09:00:00 +0200 Wie groß ist die griechische Schattenwirtschaft? / Frühere Studien haben das Ausmaß unterschätzt / Seit dem Eurobeitritt hat sich das Problem verschärft https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wie-gross-ist/ FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG über Griechenland und wirtschaftliche Entwicklungen: Athanassios Pitsoulis, Professor für Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik an der Universität Hildesheim, befasst sich mit der griechischen Schattenwirtschaft Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG berichtet über eine neue Studie der Ökonomen Wolfram Berger, Michael Pickhardt, Athanassios Pitsoulis, Aloys Prinz und Jordi Sarda. Die Forscher haben „erstmals eine bis 1960 zurückreichende Zeitreihe des Bargeldumlaufs verwendet", schreibt der Redakteur Philip Plickert in der FAZ. Die Studie gründet auf der Annahme, dass in der Schattenwirtschaft vor allem bar bezahlt werde.

„Der Bargeldumlauf in Griechenland [...] lässt auf einen sehr großen Schattenwirtschaftssektor schließen", sagt Athanassios Pitsoulis, Professor für Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik an der Universität Hildesheim, der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, „Wie groß ist die griechische Schattenwirtschaft? / Frühere Studien haben das Ausmaß unterschätzt / Seit dem Eurobeitritt hat sich das Problem verschärft", 22.04.2015 (print) (www.faz.net)

Kontakt zu den Forschern über die Universität Hildesheim (Pressestelle, Isa Lange, presse[at]uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Pressespiegel überregional
news-9952 Thu, 16 Apr 2015 10:00:00 +0200 Unis bieten Programme für Flüchtlinge: Ein Abschluss in Medizin oder als Modedesigner – viele Flüchtlinge haben in ihren Heimatländern studiert https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/unis-bieten/ Die DEUTSCHE PRESSE-AGENTUR (DPA) berichtet, wie die Universität Hildesheim versucht, Flüchtlinge auf ihren Bildungswegen zu unterstützen. Iman, eine Studentin aus Afghanistan, und Hannes Schammann, Juniorprofessor für Migrationspolitik, berichten aus dem Alltag. Die DEUTSCHE PRESSE-AGENTUR (DPA) berichtet über Bildungswege von Flüchtlingen. „Ich möchte IT studieren, ich möchte mein Leben frei leben", sagt Iman, die im Sommersemester 2015 mit dem Informatik-Schnupperstudium an der Universität Hildesheim begonnen hat. Sie ist in Afghanistan geboren, in Pakistan aufgewachsen und im September 2013 als Flüchtling nach Deutschland eingereist, schildert Amelie Richter von der DPA.

„Nun steht sie vor der Universität Hildesheim, gemeinsam mit anderen jungen Flüchtlingen nimmt sie an einer Führung über den Campus teil. Die Hochschule begleitet im Sommersemester erstmals Studenten mit Fluchterfahrung. […] Die Anerkennung der ausländischen Papiere sei derzeit aber noch ein Problem", so die DPA.

„Wir haben viele Teilnehmer, die ihre Papiere bei der Flucht auch einfach nicht mehr mitnehmen konnten", sagt Hannes Schammann im Gespräch mit der DPA. Der Juniorprofessor für Migrationspolitik an der Hildesheimer Universität betreut das Projekt. Der größere Teil der Studenten mit Fluchterfahrung ist männlich, sie kommen aus Syrien, Afghanistan und afrikanischen Ländern. Neben Ingenieuren und Ärzten sei aber auch schon ein Modedesigner aus Syrien bei ihm im Beratungsgespräch gewesen.

Deutsche Presse-Agentur DPA, erschienen in regionalen Tageszeitungen, u.a. Harz Kurier, Münsterländische Tageszeitung, Oldenburgische Volkszeitung, „Unis bieten Programme für Flüchtlinge", 16./17.04.2015 (online abrufbar)

Kontakt zu den Forschern und Studierenden mit Fluchterfahrung über die Universität Hildesheim (Pressestelle, Isa Lange, presse[at]uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

Information in English: How the University of Hildesheim is trying to help refugees in their educational paths. Students and professors from this University in Germany are giving advices, showing the campus and they are helping to find courses. The refugees who are at the moment at University of Hildesheim have very different qualifications, some have not studied, others have already earned a degree. Including, for example, two engineers from Syria, a computer scientist from Syria, a political science student from Sudan, a syrian doctor, a fashion designer, an IT-student from Afghanistan. They are learning in the "trial studies" (Schnupperstudium). There are no entry requirements. The aim is to facilitate the entry into the study. Students from the "Anker-Peer Program" of the University of Hildesheim accompany refugees. They were trained for the advice and they know different support programs.

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Sozialwissenschaften Politik Fachbereich 4 Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik International Office Pressespiegel überregional Bildungsintegration Zentrum für Bildungsintegration
news-9850 Mon, 13 Apr 2015 09:02:00 +0200 Können Computer denken? https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/koennen-computer-denken/ Was passiert in einer Wirtschaftskrise? Wie breiten sich Computerviren, Waldbrände und Infektionen aus? Wissenschaftler der Uni Hildesheim geben in einer Vorlesungsreihe Einblicke in ihre Forschung. Ob Wirtschaftsinformatik, Mathematik, Umwelttechnik – die Vorlesungen richten sich vor allem an die Jahrgänge 9 bis 13, sind inhaltlich verständlich aufbereitet. Auch Lehrkräfte, Studierende und Familien können zuhören. „Wir zeigen, was in unserem Fach alles steckt, schreiben keine Klausuren", sagt Professor Lars Schmidt-Thieme, der an der Universität erforscht, wie Maschinen „lernen". Die Universität Hildesheim lädt im Sommersemester 2015 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 zu Vorlesungen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaft ein. Können Computer denken? Was passiert eigentlich in einer Wirtschaftskrise und was kann man dagegen tun? Wie breiten sich Computerviren, Waldbrände und Infektionen aus? Sonst sprechen Lars Schmidt-Thieme, Athanassios Pitsoulis und Thomas Richthammer vor IT-, Wirtschafts- und Mathematikstudierenden. Nun wollen die drei Professoren ihre Wissenschaft und Forschung verständlich und spannend Kindern und Jugendlichen erklären. Sie gehören zu den insgesamt elf Wissenschaftlern der Universität Hildesheim, die im Sommersemester 2015 Jugendliche in Hildesheim für Wissenschaft begeistern möchten. „Wir haben die Freiheit, schreiben keine Klausuren in der SchülerInnen-Uni. Wir können zeigen, was in unserem Fach alles steckt. Wir wollen einen Einblick und Ausblicke geben, damit junge Leute sehen: Was passiert da überhaupt?", sagt Professor Lars Schmidt-Thieme, der an der Universität in internationalen Arbeitsgruppen erforscht, wie Maschinen „lernen". Die Informatiker ordnen Daten und können daraus Empfehlungen für die Zukunft treffen, etwa um Autoverkehr umweltfreundlicher zu organisieren. Schüler fragen „lebhaft, unbedarft", erinnert Schmidt-Thieme sich an bisherige Vorlesungen, in denen er zum Beispiel gezeigt hat, wie Roboter einer Linie folgen und das erlernen können.

Die SchülerInnen-Universität lief bereits vor zwei Jahren, damals nahmen an allen 12 Veranstaltungen insgesamt etwa 1200 Interessierte teil. Eine gute Bilanz, meint Norman Weiss, Geschäftsführer des naturwissenschaftlich-technischen Fachbereichs. „Manche haben sich auch gezielt Vorlesungsthemen, etwa aus Chemie oder Physik, ausgesucht. Andere waren permanent da."

Der Mathematikprofessor Thomas Richthammer geht in seiner Vorlesung der Frage nach, wie es sein kann, dass sich Infektionskrankheiten auch unter sehr ähnlichen Bedingungen so unterschiedlich weit ausbreiten. Er ist Fachmann für Wahrscheinlichkeitsrechnung. „Manchmal stecken sich nur sehr wenige Menschen an, manchmal kommt es zu großen Epidemien. Mathematische Modelle können dabei helfen, den Kern eines solchen Phänomens zu verstehen", so Richthammer, der Jugendlichen zeigen möchte, was Mathematik kann.

Wie man Geschäftsprozesse nachhaltig gestaltet, erklärt Professor Ralf Knackstedt. Viele Jugendliche können sich unter seinem Fachgebiet, der Wirtschaftsinformatik, kaum etwas vorstellen, berichtet der Professor. Er arbeitet mit Schulen in Hildesheim, etwa der Michelsen-Schule und der Buhmannschule, zusammen. „Sie setzen das oft mit Informatik gleich, dabei arbeitet man viel mit Menschen zusammen, es geht nicht nur um das Programmieren, sondern darum, Geschäftsprozesse zu entwickeln. Dabei kommen IT-Lösungen ins Spiel. Carsharing zum Beispiel geht nicht mehr ohne IT, via GPS-Überwachung weiß man, wo das Auto ist, kann es über eine APP buchen. Die Schülerinnen und Schüler sind in dieser Phase, ein erstes eigenes Auto haben zu wollen. Darüber können wir uns austauschen. Wir betrachten in der Wirtschaftsinformatik nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch ökologische und soziale Fragen. Beim Carsharing teilen wir etwas, da kommt Vertrauen ins Spiel", so Knackstedt. 

Universität für Schülerinnen und Schüler

Viele Geschäftsprozesse basieren auf IT, so der Wirtschaftsinformatiker Ralf Knackstedt. Foto: Lange/Uni Hildesheim

Der Fachbereich 4 der Universität Hildesheim berichtet in einer öffentlichen Vorlesungsreihe über aktuelle Forschungsthemen und möchte Interesse an Wissenschaft wecken. Die Spannweite reicht von Biologie, Chemie, Geographie, Physik, Mathematik, Technik, Informatik bis zu Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft. Schülerinnen und Schüler erhalten damit einen Einblick in die Vielfalt des „MINT"-Bereiches (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) (zum Programm). Jede Woche stellt ein anderes Fach Forschungsprojekte vor, in die auch Studierende eingebunden sind. Die erste Vorlesung beginnt am Donnerstag, 16. April 2015, um 16:15 Uhr am Hauptcampus der Universität (Hörsaal H1 im 1. Stock) und dauert etwa 60 Minuten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Programm ist für Schülerinnen und Schüler der 9. bis 13. Jahrgänge gestaltet, je nach Vorkenntnissen können auch Jüngere dabei sein. Auch Lehrkräfte, Eltern und Schulklassen sind willkommen.

Die Themen im Überblick: Ob Computer denken können, dieser Frage geht Professor Lars Schmidt-Thieme nach. Über die Chemie des Lebens spricht Jan Maichrowski. Wie Industriegesellschaften auf erneuerbare Energien umsteigen, erklärt Professor Helmut Lessing. Was passiert eigentlich in einer Wirtschaftskrise und was kann man dagegen tun?, das beantwortet Professor Athanassios Pitsoulis. Georgraphieprofessor Martin Sauerwein gibt einen Einblick, welche Rolle der Mensch beim Klimawandel spielt. Zeitreisen, ist das Science oder Fiction? Auf eine Reise in die Physik, zu Schwarzen Löchern und Wurmlöchern, nimmt Corvin Zahn die Zuhörer mit. Professor Ralf Knackstedt erläutert, wie man Geschäftsprozesse nachhaltig gestaltet. Nils Habich befasst sich mit Drohnen im Einsatz und zeigt, wie Flugroboter den Alltag erobern. Der Informatiker Holger Eichelberger spricht über smarte Entwicklung für Smartphones. Wie die räumliche Ausbreitung von Computerviren, Waldbränden und Infektionen mathematisch erklärt werden kann, darüber spricht Professor Thomas Richthammer. Die Biologie der Wale ist das Thema von Peter Zahn.

Medienkontakt: Pressestelle Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Betriebswirtschaft Informatik Maschinelles Lernen Geographie Biologie & Chemie Mathematik & Angewandte Informatik Physik Technik Bürgergesellschaft
news-9863 Sat, 04 Apr 2015 13:32:00 +0200 Industriebrache steigt wie ein Phoenix aus der Asche empor - Uni liefert Know-how in Sachen Smart-Home-Technik https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/industriebra/ Die Entwicklung des Phoenix-Geländes schreitet erfolgreich voran und wird voraussichtlich 2016 abgeschlossen: Das Dienstleistungszentrum ist fertiggestellt, zwei Mehrtamilenhäuser befinden sich im Bau, demnächst folgt das Riegelhaus und die Installation einer Lärmschutzwand. Die Universität Hildesheim lieferte beim Konzept und Bau des inzwischen bezogenen Punkthauses das Know-how in Sachen Smart-Home-Technik. Die neue Technologie ermöglicht die Steuerung diverser Haus- und Wohnungskomponenten via Smartphone Fernsteuerung. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-9859 Thu, 02 Apr 2015 13:32:00 +0200 Geistesblitze für junge Überflieger — Uni startet neue MINT-Vorlesungsreihe für Schüler https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/geistesblitz/ Ab April löscht die Uni wieder den ungebremsten Wissensdurst junger Leute. Nach einjähriger Pause laden Professoren aus den Naturwissenschaften Schüler von der neunten bis zur 13. Klasse wieder in die Hörsäle. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Physik Biologie & Chemie Mathematik & Angewandte Informatik Informatik Geographie Technik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-9862 Thu, 02 Apr 2015 13:32:00 +0200 Kopflos in Richtung Krise? https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/kopflos-in-r/ Uni-Professor Athanassios Pitsoulis vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik möchte am Beispiel Griechenlandkrise das Thema wirtschaftliches Denken jungen Menschen näherbringen. Der gebürtige Grieche besitzt beide Pässe und lehrt seit zwei Jahren in Hildesheim. Am 21. Mai spricht er im Rahmen der Reihe SchülerInnen-Uni über das Thema „ Was passiert eigentlich in einer Wirtschaftskrise?” Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-9594 Mon, 09 Feb 2015 16:20:00 +0100 Studieren mit Kind: Wenn das Umfeld Verständnis zeigt, gelingt der Tag https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/studieren-mi/ Die Regale in der Unibiliothek sind prima zum Verstecken, meint die vierjährige Astrid. Mit Pixibuch und Pferd im Rucksack und ihrem kleinen Bruder an der Hand stapft die Tochter von Carsten Kästner durch die Universität. Ihr Papa studiert in Hildesheim Informationstechnologie. Isa Lange traf die Drei auf dem Campus. Einblicke in den Alltag als Student mit Kindern. Für Carsten Kästner beginnt der Tag um 5:20 Uhr. Seine Frau verlässt um 6:00 Uhr das Haus. Der Familienvater startet in den Tag – Wäsche für die Kleinen, Frühstück, los geht es zum Kindergarten, dann in die Universität. Bis etwa 15:00 Uhr dreht sich für den Hildesheimer IT-Studenten alles rund um Informationsmanagement und Informationstechnologie.

Nun folgen Behördengänge, Arztbesuche, ein Einkauf oder Spieltermine. Manchmal geht es zurück in die Universität: Kopieren, Bücher ausleihen, Sprechstunden bei Lehrenden.

Heute ist so ein Tag. Gefolgt von Papa stapfen die vierjährige Astrid und der dreijährige Jannis über die Wiese, durch die Flure am Samelson-Campus vorbei an den Büros der Mathematik- und Informatiklehrenden – ein Pferd und Pixibuch gucken aus dem Rucksack heraus, ein mobiles Spielzimmer, das man auch neben dem Kopierer zwischen IT-Büchern auspacken kann. „Die Mitarbeiter der Universität sind freundlich zu meinen Kindern und den Umständen. Wenn die Leseecke in der Unibibliothek langweilig wird und die Beiden der Meinung sind, die vielen tollen Regale seien prima zum Verstecken, hat es noch nie Ärger gegeben. Im Gegenteil: Die Mitarbeiter nehmen sich Zeit und reden mit ihnen", sagt Carsten Kästner. Vorurteile von Mitstudierenden oder Lehrenden habe er noch nicht zu hören bekommen. „Alle in meinen Umfeld akzeptieren es so wie es ist. Wenn im Kindergarten Ferien sind, habe ich meine Kinder im Schlepptau, da meine Frau in Hannover arbeitet, auch im Programmierpraktikum der Uni. Möglichst alle Lerntreffen mit Mitstudierenden finden bei mir statt – und mit den beiden Kleinen." Zum Abendbrot gehöre die Zeit immer der Familie, der 36-jährige IT-Student liest Gute-Nacht-Geschichten vor. „Danach erledigen meine Frau und ich zusammen den Resthaushalt bis in den späten Abend."

Eltern können einen Familienraum mit Spielecke und Arbeitsplatz am Uni-Hauptcampus, Vergünstigungen in der Mensa und Spielrucksäcke nutzen. Wie organisiert man als Vater den Studienalltag? „In über 90 Prozent der Fälle bekomme ich das Seminar, das ich brauche, um in den Kindergartenzeiten zu liegen“, sagt Kästner über die Vereinbarkeit von Studium und Familie. „Auch im Immatrikulationsamt hatte ich noch nie Probleme, wenn meine beiden Wirbelwinde ihre neugierigen Nasen um jeden Tresen gesteckt haben.“

Neulich habe in der Vorlesung von Mathematikprofessor Klaus-Jürgen Förster der Kindergarten angerufen: Jannis hat Fieber. „Als ich ihn eine Woche später im Flur traf, hat er sich erkundigt wie es meinen Sohn geht.“ Der Familienalltag sei nicht immer leicht, da die Kleinen mal einen dicken Kopf am Morgen haben – und schon ist der ganze Zeitplan hin, so der Student. Wenn das Umfeld Verständnis zeige, könne der Tag aber gelingen. Problematisch werde es, wenn Klausuren am frühen Abend oder am Samstag liegen.

Im Computerraum am Samelsonplatz: IT-Student Carsten Kästner mit Kindern. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Familiengerechte Hochschule

Die Universität Hildesheim hat sich nach der erfolgreichen Auditierung seit 2008 erneut für das Zertifikat familiengerechte Hochschule beworben. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Studium, Beruf, Pflege und Familie werden regelmäßig begutachtet und weiterentwickelt. So wurde zum Beispiel ein Familienraum am Hauptcampus für Beschäftigte und Studierende mit Kindern eingerichtet, zum Ruhen, Schlafen, Stillen, Essen und Arbeiten. Gemeinsam mit Studierenden hat das Gleichstellungsbüro den Raum mit Spielmöglichkeiten ausgestattet. Ein Schreibtisch mit Internetzugang, Fläschchenwärmer und Wickeltisch sind vorhanden.Das Sportinstitut bietet mit Lehramtsstudierenden ein Kindersportprogramm an.

Alle drei Jahre evaluieren externe Prüfer die Maßnahmen zur familiengerechten Hochschule. Eine Prüferin der Beruf und Familie GmbH führt im Februar an der Universität Interviews, um zu erfassen, inwieweit die familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen im Alltag angekommen sind, sagt die Projektmitarbeiterin Frauke Beuter. Hochschulmitglieder können sich an dem Re-Auditerungsprozess beteiligen und Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen (Termine wurden via Email verschickt). Informationen über das Audit familiengerechte Hochschule an der Universität Hildesheim und die aktuellen Ziele für die Jahre 2012 bis 2015 können Interessierte online auf der Seite des Gleichstellungsbüros einsehen. Bei Fragen ist Frauke Beuter gerne erreichbar (auditfgh[at]uni-hildesheim.de, 05121.883-92156).

Lesetipp: Deutsche Welle über Eltern an der Universität Hildesheim. Die Journalistin Anke Witt hat sich an der Uni umgehört: Die spanische Doktorantin Ana María lehrt an der Universität Hildesheim. Nebenbei arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit. Ihre Tochter Eva ist acht Jahre alt und geht in die zweite Klasse. (Beitrag vom 09.04.2014)

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Mathematik & Angewandte Informatik Informatik Gleichstellungsbüro audit familiengerechte hochschule
news-9483 Thu, 29 Jan 2015 13:28:00 +0100 Wer muss wann involviert werden? https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wer-muss-wann-involviert-werden/ Die Masse an Informationen ist hoch, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen daher schwierig: Im Projekt „Cooperation Experience“ entwickeln die Wirtschaftsinformatiker Matthias Strotmeier und Erik Kolek Modelle zur Darstellung von Kooperationsprozessen. Matthias Friedrich hat mit Matthias Strotmeier über den Fortschritt der Forschungsarbeit gesprochen. Können Sie Ihr Projekt kurz darstellen?

Matthias Strotmeier: Das Projekt „Cooperation Experience“ besteht vom Namen her erst einmal aus zwei Wörtern: „Kooperation“ und „Erfahrung“. Das erste Ziel ist die Zusammenarbeit einzelner Firmen. Was bei Kooperationen häufig auftritt, ist das Zusammenführen von Sach- und Dienstleistung. Das nennt man auch „hybride Wertschöpfung“. Die an einer Kooperation beteiligten Unternehmen müssen festhalten, wie die Zusammenarbeit stattfinden soll: Wer schickt wem wann welche Nachricht und wer muss wann wie involviert werden. Wenn nicht nur zwei oder drei, sondern eine Vielzahl von Unternehmen an der Kooperation beteiligt sind, dann wird die visuelle Darstellung dieses Problems sehr komplex.

Mit Hilfe von Experteninterviews haben wir erforscht, dass lange Dokumentationen, erste grafische Ansätze, aber auch teilweise vertragliche oder gesetzliche Dokumentationen genutzt werden, um eine Kooperation zu planen. Ein Ziel in diesem Projekt ist die Entwicklung einer Modellierungssprache, die es ermöglicht, eine Kooperation mit Hilfe grafischer Symbole zu modellieren. Das zweite Ziel leitet sich aus dem Wort „Erfahrung“ ab. Die grafische Modellierung der Kooperation ist der erste Schritt, um eine Kooperation zu planen. Der zweite Schritt besteht darin, das Verständnis der Kooperation zu schaffen, auch wenn man Prozessmodellierungssprachen nicht versteht. Hierzu wird eine Simulationsumgebung (Erfahrbarkeitsumgebung) geschaffen, in der die Kooperation simuliert wird und jeder der Partner ein individuelles Gefühl dafür bekommt, wann er was zu leisten hat.

Nutzen Sie für die visuelle Darstellung ein Computerprogramm?

Aktuell nutzen wir bei den Workshops Whiteboards und ein Flipchart. Im Laufe des Jahres wird ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe die geplante Kooperation dann digital dokumentiert wird, was auf Grund der Nachhaltigkeit und als Eingabe für die Erfahrbarkeitsumgebung nötig ist.

Haben Sie ein bestimmtes Computerprogramm ausgewählt?

Wir haben uns dafür entschieden, selbst eine Software zu entwickeln, da die vorhandenen Modellierungssprachen nicht ausreichend waren, um die Kooperationen in ihrem ganzen Ausmaß darzustellen. Inzwischen sind wir so weit, dass wir eine Modellierungssprache konzipiert haben, wofür es aber natürlich noch kein Programm gibt – das heißt, wir können sie noch nicht digitalisieren. Wir entwickeln diese Digitalisierung aber zurzeit parallel und werden sie später – Mitte 2015 – in Workshops, die wir mit unseren Kooperationspartnern planen, vorstellen.

Für die Entwicklung Ihrer Modulierungssprache brauchen Sie sicherlich ein Musterbeispiel, von dem aus Sie Ihre Schlussfolgerungen ableiten können. Welches ist das in Ihrem Projekt?

Das Anwendungsbeispiel in diesem Projekt ist der Bau und die Unterhaltung von Gebäuden. Wir betrachten hier jedoch nicht nur die Errichtung des Gebäudes, sondern auch, wie die Instandhaltung und die Unterhaltungskosten aussehen, aber auch, wie es hinterher „rückgebaut“, also abgerissen wird. Unsere Fragen lauten dabei: Wo ist die Trennung zwischen den einzelnen Phasen? Wann beginnt welche Phase und wer ist daran beteiligt? Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit der Fachhochschule in Münster zusammen, die in diesem Bereich die Expertise hat. Hierbei handelt es sich um das sogenannte „Facility Management“, das sich unter anderem mit dem Problem beschäftigt, wie man die Instandhaltungs- und Unterhaltskosten möglichst gering hält. Als Beispiel: Die Lampen an der Decke meines Büros sind Leuchtstoffröhren. Man könnte aber auch LED-Lampen verwenden, die deutlich weniger Strom verbrauchen. Wenn Sie ein neues Gebäude planen und vorher den Facility Manager hinzuziehen, wird der Ihnen Folgendes sagen: Spezielle LED-Lampen haben die gleiche Lichtqualität wie Leuchtstoffröhren, sind auf lange Sicht aber günstiger als Leuchtstoffröhren, auch wenn ihre Anschaffung vielleicht etwas teurer ist.

Was hat es mit dieser Erfahrbarkeitsumgebung auf sich, von der Sie sprechen?

Gerade habe ich den Begriff „Cooperation“ erklärt. Der Begriff „Experience“ wird mit dem zweiten Teil des Projekts angesprochen. Stellen Sie sich einmal vor, dass Architekten, Bauplaner und Maurer miteinander kooperieren möchten. Wie man sich gut vorstellen kann, haben natürlich nicht alle das gleiche Verständnis eines Prozessmodells.

Warum soll sich beispielsweise ein Tischler damit herumschlagen? Trotzdem möchte er in einem Netzwerk mitarbeiten. Wenn er jetzt in einem Workshop sitzt und an der Planung der Kooperation beteiligt ist, versteht er zwar im Gespräch, worum es geht, wenn er aber das Prozessmodell sieht, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit keines der Symbole kennen und somit auch die Kooperation nur schwer begreifen. Wir beschäftigen uns damit, wie wir den Kooperationspartnern verständlich machen können, welche Aktionen sie in der Kooperation auszuführen haben. Wir bezeichnen das Ganze als „Erfahrbarkeitsumgebung“, wobei das Prozessmodell als Input dient. Daraus wird dann ein Programm generiert, in das sich die unterschiedlichen Akteure – Projektplaner, Maurer, Architekt – einloggen und den Prozess durchleben. Wenn wir modelliert haben, dass der Architekt als Erstes eine Nachricht an alle verschicken muss, damit überhaupt etwas passiert, sehen die anderen Mitglieder des Systems, dass nur der Architekt eine Aufgabe hat. Und die heißt: Nachricht verschicken. Diese Nachricht kann dann individuell bearbeitet und abgeschickt werden – etwa: „Ich möchte Sie dazu einladen, die Grundschule XY zu planen“. Das System schickt die Nachricht an alle anderen, die im Prozessmodell dafür vorgesehen sind. Dadurch erfahren die einzelnen Akteure, was wann von ihnen erwartet wird. So sieht die „Experience“ aus, die im Projektnamen auftaucht.

Wir wollen mit dieser Simulation vor allem eines testen: Passt das Modell überhaupt? Oder sieht beispielsweise der Facility Manager, dass er in einen Prozess nicht eingebunden ist – obwohl er doch gefragt werden muss, welche Art der Beleuchtung genutzt werden soll?

Wie stellen Sie das Programm den Unternehmen und ihren Mitarbeitern zur Verfügung?

Das Programm ist nur ein kleiner Teil des Projekts. Das Programm ohne das dazugehörige Workshop-Konzept und einen entsprechenden Moderator zu nutzen wird keine guten Ergebnisse erzielen. Allerdings stellen wir das nötige Programm natürlich zum Abschluss des Projekts zur Verfügung.

Bieten Sie diese Schulungen an oder kommen die Unternehmen auch zu Ihnen?

Sowohl als auch. Wir fassen unsere Ergebnisse in Arbeitsberichten zusammen und stellen den Unternehmen praxisnah ein Workshop-Konzept vor. Wir haben drei Praxispartner, mit denen wir im Rahmen unseres Projekts zusammenarbeiten: die Bilfinger Group, ein großes Unternehmen in der Baubranche, Claas, die Mähdrescher und Traktoren produzieren, und den Kreis Coesfeld, der Schulen und andere Gebäude plant und verwaltet. Mit Hilfe des Arbeitskreises IT der Universität Hildesheim können wir mit insgesamt dreißig Unternehmen in Kontakt treten, bei denen wir Workshops anbieten werden. Natürlich ist es auch möglich, einen Workshop mit einem Unternehmen durchführen, das auf uns zukommt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Erik Kolek untersucht, wie Unternehmen koordiniert zusammenarbeiten. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Worum geht's? Arbeitsgruppe Informationssysteme

Die Arbeitsgruppe „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ um Professor Ralf Knackstedt geht an der Universität Hildesheim der Frage nach, wie Unternehmen Sach- und Dienstleistungen kombinieren und dabei effektiv und koordiniert zusammenarbeiten können. Die Masse an Informationen ist hoch in Kooperationen. Doch an der Weitergabe von Informationen hakt es häufig, wie Untersuchungen zeigen. „Häufig herrscht keine Einigkeit und Transparenz darüber, welche Informationen von den einzelnen Akteuren im Laufe der Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt werden müssen“, sagt Knackstedt. Die Hildesheimer Wirtschaftsinformatiker entwickeln nun mögliche Lösungswege, um Kooperationsprobleme in Wertschöpfungsnetzwerken zu vermeiden, etwa im Forschungsprojekt „Cooperation Experience".

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung
news-9498 Fri, 23 Jan 2015 15:15:00 +0100 Einmal volltanken, bitte! — Universität Hildesheim untersucht die Zusammenhänge zwischen Carsharing und Elektromobilität https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/einmal-vollt/ Seit einem Jahr rollen Uni-Mitarbeiter mit Carsharing-Elektrofahrzeugen durch die Stadt, um das Modell auf seine Alltagstauglichkeit hin zu durchleuchten. Die Flotte soll auf zehn Fahrzeuge ausgebaut werden. Die Erfahrungen nach den ersten zwölf Monaten sind positiv. Was deren Fahrer in der Praxis erlebt haben, soll später als Entscheidungshilfen für Unternehmen oder andere potenzielle Nutzer dienen. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik BSc UWS MSc Umwelt news-9399 Fri, 23 Jan 2015 09:13:00 +0100 Elektroautos: Fahren auf Zeit https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/elektroautos-fahren-auf-zeit/ Seit einem Jahr erprobt die Universität Hildesheim die Alltagstauglichkeit von Carsharing mit Elektroautos. Nach Feierabend können Unimitarbeiter die Fahrzeuge privat nutzen, tagsüber greifen weitere 85 Mitarbeiter auf die Autos zurück. Auf den Erfahrungen aus dem „innerbetrieblichen Carsharing" können Pflegedienste, Taxiunternehmen oder Nachbarschaftsverbünde im ländlichen Raum aufbauen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Hildesheim können Elektroautos nutzen – und teilen. Geplant ist, eine Flotte von zehn Fahrzeugen aufzubauen. Derzeit sind fünf Autos – verteilt auf drei universitäre Standorte – im Einsatz. Jeweils eine Person (Tandem-Partner) nutzt das Fahrzeug für den Weg zur Arbeit sowie nach Feierabend und an Wochenenden auch privat. Der Heimweg variiert derzeit von wenigen bis zu 90 Kilometer. Während der Arbeitszeit können die Elektroautos wiederum von weiteren Mitarbeitern der Universität – derzeit sind rund 85 freigeschaltet – kostenfrei für die Wahrnehmung ihrer beruflichen Aufgaben verwendet werden, etwa für Dienstfahrten zwischen den Campus-Standorten und innerhalb der Region. In einer Umfrage gaben zuvor mehr als 90 Prozent der Befragten aus der Uni an, noch keinerlei Erfahrung mit Elektrofahrzeugen gesammelt zu haben.

Eine Arbeitsgruppe um den Betriebs- und Umweltwissenschaftler Professor Helmut Lessing hat diese Form des „innerbetrieblichen Carsharings im Tandem“ entwickelt. „Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass 88 Prozent aller Nutzer im Durchschnitt nicht mehr als 10 km weit fahren. Viele nutzen die Fahrzeuge, um zum Beispiel zur Domäne Marienburg zu gelangen“, sagt Olexander Filevych, der an der Universität Hildesheim im Bereich Umwelt und Naturschutz studiert hat und nun als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsfeld Elektromobilität und tragfähige Geschäftsmodelle an seiner Dissertation arbeitet.

Über ein Webportal erfolgen die Buchungen, aktuelle Betriebszustände sind dort einsehbar. So sind zum Beispiel an einem Mittwoch Mitte Januar am Mittag alle Fahrzeuge am Hautcampus „gebucht", an einem Freitag hingegen keines. Am Hauptcampus stehen die Fahrzeuge  unter anderem unter einem Solarcarport mit schneller Ladegeschwindigkeit. Online kann man den Speicherverbrauch und Netzbezug einsehen und ob gerade Solarenergie erzeugt wird.

Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens „eAutarke Zukunft“. Auf den Erfahrungen können Betriebe mit Flotten – zum Beispiel Pflegedienste, Taxiunternehmen oder Nachbarschaftsverbünde im ländlichen Raum – aufbauen. Derzeit untersucht Lessing zudem die Entstehung eines energieautarken Wohngebietes am Moritzberg, auch hier kommen Elektroautos zum Einsatz. Über die Prognose von Stromverbräuchen in kleinen Wohnsiedlungen promoviert die Mathematikerin Carola Gerwig. Die Sozialwissenschaftlerin Britta Reinecke erfasst in einer Studie die Akzeptanz der Bewohner für neue Technologien („Durch die Wohnung klicken und Energie sparen").

Mehr zum Thema neue Energietechnik: „Smart Home in Hildesheim: Wohnen mit intelligenten Netzen und eMobilität", Deutschlandradio Kultur, 31.07.2014, Reportage von Michael Engel

Medienkontakt: Pressestelle (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Betriebswirtschaft
news-9150 Tue, 26 Aug 2014 16:17:00 +0200 Forderung von Grünen-Chefin: Behörden sollen Fuhrpark für Carsharing öffnen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/forderung-vo/ SPIEGEL ONLINE über Carsharing: Universität Hildesheim sammelt mit eigenem Testprojekt Erfahrungen. „Auch an der Universität Hildesheim wird seit Dezember 2013 die Alltagstauglichkeit von innerbetrieblichem Carsharing mit Elektroautos erprobt. Dabei können Universitätsmitarbeiter nach Feierabend die Autos privat nutzen, tagsüber stehen sie der Universität zur Verfügung”, kommentiert SPIEGEL ONLINE ein Forschungsprojekt im Bereich Umwelttechnik an der Uni Hildesehim.

Spiegel Online, „Forderung von Grünen-Chefin: Behörden sollen Fuhrpark für Carsharing öffnen”, 26.08.2014 (online) (www.spiegel.de)

Kontakt zu den Forschern über die Pressestelle (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100 und 0177.8605905)

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Pressespiegel überregional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-8562 Tue, 08 Jul 2014 08:20:00 +0200 Studium auf Probe: Einblick für junge Frauen in MINT-Berufswelt https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/studium-auf/ Vier Tage im Betrieb, ein Tag in der Uni: Junge Frauen mit Abitur und Fachabitur können an der Universität Hildesheim in das Niedersachsen-Technikum einsteigen. In einem vergüteten Praktikum erhalten sie Einblicke in technische und naturwissenschaftliche Berufe und können sich Uni-Veranstaltungen in einem späteren Studium anrechnen lassen. Eine Bewerbung ist bis zum 15. Juli möglich. Jungen Frauen mit Abitur oder Fachabitur bietet die Universität Hildesheim in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen die Chance im „Niedersachsen Technikum“ eigene Erfahrungen in technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen und Berufen zu sammeln. In einem vergüteten sechsmonatigen Betriebspraktikum erleben sie den Berufsalltag von Ingenieurinnen oder zum Beispiel Informatikerinnen hautnah. Parallel dazu nehmen sie einmal pro Woche an Einführungsvorlesungen und Seminaren an der Universität Hildesheim teil und erhalten soe Einblicke in die verschiedenen Studiengänge und das wissenschaftliche Arbeiten.

„Vier Tage im Betrieb, ein Tag in der Uni – eine Kombination, mit der wir Schulabsolventinnen, die sich für Naturwissenschaften oder Technik interessieren, bei der Studien- und Berufswahl unterstützen möchten“, sagt Prof. Dr. Martin Sauerwein vom naturwissenschaftlich-technischen Fachbereich der Universität Hildesheim. In diesem Jahr können die Teilnehmerinnen des „Niedersachsen Technikums“ ab Oktober 2014 zum Beispiel an Veranstaltungen aus den Bereichen Technik und Informationstechnologie teilnehmen, die sie sich in einem späteren Studium anrechnen lassen können. Im Partnerunternehmen wie der Bosch Car Multimedia GmbH arbeiten die „Technikantinnen“ mit Vergütung an eigenen Projekten und erhalten am Ende ein Zertifikat, das als Vorpraktikum gilt.

Frauen erzielen in den sogenannten MINT-Fächern –  also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – häufig bereits in der Schule sehr gute Leistungen, sind aber oft unsicher, ob ein Studium oder Beruf in diesen Bereichen das Richtige für sie ist. Oft fehlt die praktische Alltagserfahrung. Die Universität Hildesheim arbeitet intensiv und erfolgreich an der Steigerung des Frauenanteils in den MINT-Fächern. Durch Schnuppertage versuchen Fachleute der Uni Hildesheim etwa mehr junge Frauen für ein IT-Studium zu interessieren. Im neuen Jahrgang sind knapp 40 % weiblich, vor zehn Jahren lag die Zahl noch bei 25 %. „Daher bietet das ‚Niedersachsen Technikum‘ jungen Frauen eine hervorragende Gelegenheit, sich ein praxisnahes Berufsbild zu verschaffen und so eine realistische Entscheidung für die eigene Studien- und Berufswahl zu treffen“, so Barbara Gärtner-Rupprecht, Koordinatorin des Projektes „Frauen in den MINT-Fächern“ der Universität Hildesheim.

Interessierte Schulabsolventinnen mit Abitur oder Fachhochschulreife wenden sich bezüglich der Teilnahme am Niedersachsen Technikum bitte bis 15. Juli 2014 an Prof. Dr. Martin Sauerwein (Tel. 05121.883-40902, E-Mail: martin.sauerwein@uni-hildesheim.de).

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Geographie Biologie & Chemie Mathematik & Angewandte Informatik Physik Technik Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Gleichstellungsbüro
news-8501 Sun, 29 Jun 2014 14:12:00 +0200 Fast 40 Prozent IT-Studentinnen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/fast-40-prozent-it-studentinnen/ Durch Schnuppertage versuchen Fachleute der Uni Hildesheim mehr junge Frauen für ein IT-Studium zu interessieren. Im neuen Jahrgang sind knapp 40 % weiblich, vor zehn Jahren lag die Zahl noch bei 25 %. Auf IT-Infotagen beantworten Studierende und Professoren regelmäßig Fragen von Studieninteressierten und geben Einblicke in ihre Forschung und mögliche Berufswege. Erfreuliche Entwicklung: Durch Schnuppertage und in Zusammenarbeit mit Schulen versuchen Fachleute der Universität Hildesheim, unter anderem im Projekt „Frauen in den MINT-Fächern“, mehr junge Frauen für ein IT-Studium zu interessieren. Im neuen Jahrgang sind knapp 40 % weiblich, vor zehn Jahren lag die Zahl noch bei rund 25 %. Die Uni bietet IT- und Wirtschaftsworkshops für Schulen an. „Es ist ein tolles Erfolgserlebnis, wenn man etwas programmiert und es läuft. Ich sehe das Ergebnis. Zu Hause habe ich an Computerproblemen getüftelt, mich für das Studium der Wirtschaftsinformatik entschieden und dann programmieren gelernt – Primzahlen aussortieren, eine Benutzeroberfläche erstellen“, erzählt Zainab Al-Hourani. Die Studentin möchte später einmal zwischen Anwendern und Programmierern vermitteln. Nun will sie „Praxiserfahrung sammeln, denn die fehlt mir noch“. Hierfür arbeitet die Universität in den Studiengängen „Wirtschaftsinformatik“ und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ mit Partnerunternehmen aus der Region zusammen.

„Neben den hervorragenden Jobchancen freuen wir uns vor allem über den sehr guten Zuspruch zu unseren IT-Studiengängen. Im letzten Jahr hatten wir Rekordeinschreibezahlen – und dazu kommt die erfreuliche Entwicklung des Frauenanteils“, sagt Dr. Norman Weiss, Geschäftsführer am naturwissenschaftlich-technischen Fachbereich der Universität Hildesheim. Studierende lernen in Hildesheim zum Beispiel, Informationssysteme zu entwickeln und große Informationsmengen in Unternehmen zu managen. Im Bereich „Angewandte Informatik“ können sie sich auf Programmierung, Datenbanken, Softwaretechnik und Künstliche Intelligenz spezialisieren.

Im Juli lädt die Universität Hildesheim zum Infonachmittag „Studium und Karriere im IT-Bereich" ein. Dabei erhalten Studieninteressierte und Studierende einen Einblick, in die Zeit nach dem Studium. Ines Krawinkel, IT-Absolventin der Uni Hildesheim und nun bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover tätig, gibt Einblicke in den Berufsalltag, und Klaus Schmid, Professor für Informatik, stellt das IT-Studium in Hildesheim vor. Studierende und Professoren beantworten Fragen zum Uni-Alltag und erklären, welche Schwerpunkte man setzen kann. Die Informationsveranstaltung beginnt um 17:00 Uhr am Hauptcampus. Interessierte können sich auch über die Zugangsvoraussetzungen informieren. Neben dem Abitur werden bestimmte Abschlüsse und berufliche Vorkenntnisse im Rahmen der „offenen Hochschule“ anerkannt.

IT studieren

Die Universität Hildesheim bietet die zulassungsfreien Bachelorstudiengänge „Wirtschaftsinformatik“ sowie „Informationsmanagement und Informations-technologie“ (IMIT) an. Die Frist für die Einschreibung zum Wintersemester 2014/15 endet am ersten Tag der Vorlesungen. In IMIT kann auch die Vertiefung „Angewandte Informatik" studiert werden.

Studieninteressierte können sich an Dr. Norman Weiss vom Fachbereich „Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik“ wenden (05121-883-40002, dgf4[at]uni-hildesheim.de). Online gibt die Uni einen ersten Überblick über das IT-Studium in Hildesheim.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Mathematik & Angewandte Informatik BSc IMIT BSc WInfo
news-8356 Wed, 04 Jun 2014 15:22:00 +0200 Gebündelte Leistungen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/gebuendelte-leistungen/ Die Masse an Informationen ist hoch, wenn Unternehmen zusammenarbeiten. Etwa beim Bau und Betrieb von Gebäuden oder im Maschinenbau. Doch an der Weitergabe von Informationen hakt es häufig. Forscher der Arbeitsgruppe „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ der Universität Hildesheim arbeiten an Lösungen. „Lebenszyklus“ nennt Erik Kolek das, was ein Gebäude so durchmacht über die Jahre. Von der Planung über den Bau, die Nutzung und Wartung bis zum Rückbau. Weichen werden in der Planungsphase im „Facility Management“ (FM) gestellt – wie viele Ressourcen wird das Gebäude in Anspruch nehmen, wie viel Energie, Fläche, Wasser verbrauchen, wie wirken sich Material und Verarbeitung auf die lokale Umgebung und Umwelt aus? Ist der Bau barrierefrei, sicher, schallgeschützt? An so einem Gebäudeleben wirken viele Menschen mit; Architekten, Bauunternehmer, Gebäudetechniker, Energieexperten.

„Die am Betrieb und Bau von Gebäuden beteiligten Berufsgruppen erstellen gemeinsam für den Kunden Leistungsbündel – bestehend aus Sach- und Dienstleistungen. Sie haben Erfahrungswerte und kennen die im Unternehmensnetzwerk beteiligten Kooperationspartner. Damit das gelingt, muss etwa die richtige Information zur passenden Zeit am richtigen Ort sein“, beschreibt Erik Kolek die aktuelle Herausforderung der hybriden Wertschöpfung. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ der Universität Hildesheim. Die Forschergruppe um Ralf Knackstedt, Professor für Wirtschaftsinformatik, geht der Frage nach, wie Unternehmen Sach- und Dienstleistungen kombinieren und dabei effektiv und koordiniert zusammenarbeiten können. Die Masse an Informationen ist hoch in Kooperationen. Doch an der Weitergabe von Informationen hakt es häufig. Bisher sind die Voraussetzungen keinesfalls gegeben, gemeinsam effektiv zusammenzuarbeiten, wie Untersuchungen zeigen. „Häufig herrscht keine Einigkeit und Transparenz darüber, welche Informationen von den einzelnen Akteuren im Laufe der Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt werden müssen“, sagt Ralf Knackstedt.

Die Wirtschaftsinformatiker entwickeln nun mögliche Lösungswege, um Kooperationsprobleme in Wertschöpfungsnetzwerken zu vermeiden, etwa im Forschungsprojekt „Cooperation Experience“: Wenn die Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus unterschiedlichen Berufsgruppen bereits in frühen Planungsphasen koordinierter und besser aufeinander abgestimmt ablaufen soll – und damit auch kostengünstiger – dann muss jeder Wertschöpfungspartner wissen, wo Aufgaben, Kompetenzen und Grenzen des jeweils anderen liegen. Erik Kolek geht dabei der Frage nach, wie die Zusammenarbeit in solchen Netzwerken „erfahrbar gemacht werden kann“, etwa durch Visualisierung. „Eine Kooperation kann als Fließtext oder in grafischer Form dargestellt werden. Ziel ist es, die Akteure und Kooperationsprozesse abzubilden. Wir entwickeln ein Werkzeug, das noch während der Planung die Zusammenarbeit simuliert und somit greifbar macht“, so Kolek. Besonders achten die Forscher auch auf das, was im „Back Office“ der Unternehmensnetzwerke abläuft, etwa die partnerübergreifende Entwicklung von Produkten, die gemeinsame Suche nach Kunden, die Absatzprognose und die gemeinsame Datennutzung. „Viele Unternehmen haben die Chancen von Leistungsbündeln erkannt, fragen sich aber, wie diese entwickelt und erstellt werden können“, sagt Ralf Knackstedt. Schließlich müssen die Geschäftsprozesse organisatorisch aufeinander abgestimmt werden, zudem müssen computergestützte unternehmensübergreifende Informationssysteme aufgebaut werden, welche die Hildesheimer Forscher, insbesondere Matthias Strotmeier, derzeit als Prototyp zur visualisierten Simulation von Kooperationsprozessen entwickeln.

Ein FM-Dienstleister, ein Landmaschinenhersteller für selbstfahrende Erntemaschinen und die Verwaltung des Kreises Coesfeld werden dabei zum Feldlabor der Forscher. In Nordrhein-Westfalen untersuchen die Wirtschaftsinformatiker, wie sich der nachhaltige Bau und Betrieb von Gebäuden besser verzahnen lassen und wie im zweiten Fall technische Produkte mit Serviceleistungen verbunden werden können, etwa mit der komplexen Wartung von Maschinen. Erik Kolek und Matthias Strotmeier haben zum Auftakt Experteninterviews mit den beteiligten Unternehmen wie Bilfinger und Claas geführt. „Dabei wird deutlich, dass, um die Geschäftsprozesse in Kooperationen aufeinander abzustimmen, die Darstellungsform möglichst leicht verständlich sein sollte. Es geht darum, nachvollziehbar zu machen, wann wer welche Aufgabe in der Kooperation zu übernehmen hat“ erläutert Ralf Knackstedt. Weitere Projektbeteiligte sind unter anderem die Universität Hildesheim, die Fachhochschule Münster und die Universität Münster.

Fasst man alle Schritte zusammen, entsteht im Rahmen des zweijährigen Forschungsprojekts, das bis Ende 2015 vom BMBF gefördert wird, ein Prototyp, der auch von Entscheidungsberechtigten – wie etwa Kooperationsmanagern – für die Abstimmung von gemeinsamen Projekten und Projektabläufen genutzt werden kann. So sollen durch die Visualisierung und Simulation der Kooperation etwa mögliche Mängel im Informationsaustausch zwischen Akteuren aufgedeckt werden. Denn: Der Zeitdruck bei der Markteinführung mündet regelmäßig im Verzicht auf eine gründliche, visualisierte Planung der Zusammenarbeit. In vielen Wirtschaftsbereichen – etwa im Bau und Betrieb von Gebäuden – besteht daher ein Bedarf an solchen computergestützten  Informationssystemen, die sich als Planungswerkzeuge für effizientere Kooperationsprozesse nutzen lassen.

Info: Digitale Gesellschaft und Auszeichnung als Projekt des Monats

Die Wirtschaftsinformatiker haben das Forschungsprojekt im Rahmen des Wissenschaftsjahres „Die digitale Gesellschaft“ auf der Konferenz „Dienstleistung in der digitalen Gesellschaft" Ende Mai in Berlin vorgestellt. Das Projekt „Erfahrbare Integration von Sach- und Dienstleistung für bedarfsgerecht koordinierte hybride Wertschöpfungspartnerschaften (Cooperation Experience)“ wurde vom Projektträger, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, zum Projekt des Monats im April 2014 (PDF) ausgezeichnet.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung
news-8444 Sat, 31 May 2014 13:32:00 +0200 Mit der Uni zum intelligenten Wohnen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/mit-der-uni/ Wohnprojekt Moritzberg Pressespiegel regional Fachbereich 4 Mathematik & Angewandte Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-8337 Thu, 08 May 2014 12:43:00 +0200 Waschmaschine startet per Mausklick https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/waschmaschin/ Universität begleitet modernes Wohnprojekt Pressespiegel regional Fachbereich 4 Mathematik & Angewandte Informatik Biologie & Chemie Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-8272 Thu, 08 May 2014 08:19:00 +0200 Durch die Wohnung klicken und Energie sparen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/durch-die-wohnung-klicken-und-energie-sparen/ Auf den ersten Blick ist es schlicht ein neu gebautes Haus – doch wer den hellgelben Neubau betritt und hinter die Fassade schaut, erfährt, wie ein ganzes Wohngebiet weitgehend autark mit erneuerbaren Energien versorgt werden soll. Die etwa 30- bis 70-jährigen Bewohner ziehen derzeit ein und können sich künftig durch den Alltag klicken, um Temperatur und Energieverbrauch zu steuern und die Waschmaschine in Gang zu setzen. Das Wohngebiet sei eines der ersten dieser Art in Europa. Forscher der Uni Hildesheim begleiten das Vorhaben. Das Bundesumweltministerium fördert es mit 800.000 Euro. Forscher der Universität Hildesheim entwickeln im Stadtteil Moritzberg ein neues, energieeffizientes Wohngebiet, welches sich weitgehend selbstständig aus erneuerbaren Energien mit Strom und Wärme versorgt. Erzeugung und Verbrauch von Energie sollen besser abgestimmt werden. Die ersten 16 Wohnungen (von insgesamt 46) sind bereits entstanden und teilweise schon bezogen.

„Die in die Wohnungen integrierte Informations- und Kommunikationstechnologie erlaubt höheren Komfort, höhere Sicherheit, die Einrichtung von altersgerechten Assistenzsystemen sowie ein optimiertes Energiemanagement hinsichtlich der Nutzung von Wärme und Strom“, sagt Prof. Dr. Helmut Lessing, der an der Hildesheimer Uni zu Umwelttechnik und betriebswirtschaftlichen Fragen forscht und das Projekt „Moritzberg“ koordiniert. Partner sind die Hanseatic Holding AG als Investor und unter anderem die Inensus GmbH.

Jede Wohnung ist mit Smart-Home-Technologie ausgestattet, die dem Bewohner über einen Monitor seine Nutzungsgewohnheiten im Energieverbrauch aufzeigen und über die er diesen individuell steuern kann. Über den Monitor können alle wohnungsrelevanten Daten ausgegeben werden. Der Monitor ist einem Smartphone zugeordnet, Bewohner können somit von unterwegs jederzeit aktuelle Systemzustände einsehen. „Je nach Bedarf werden die Wohnungen mit Sensoren – für Bewegung, Kontakt, Temperaturmessungen und zum Aufspüren von Feuer und Feuchte – ausgestattet. Bei Bedarf setzen sich dann Aktoren in Gang – um Licht, Heizung, Jalousien, Herd, Waschmaschine und so weiter zu schalten. In dieser ‚intelligenten‘ Netzwerkstruktur jeder Wohnung können individuelle Einstellungen, Anpassungen und Erweiterungen vorgenommen werden“, erklärt Lessing. Er hat bereits an der Universität die erste „Smart Library“ in Deutschland entwickelt. Auch hier ist das Ziel, Energie zu sparen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Der Energieverbrauch in Moritzberg ist konstruktionsbedingt sehr niedrig. „Mit Hilfe der Smart-Home-Technik können wir ein Energiemanagement in den Wohnungen realisieren, welches den Energieverbrauch weiter nach individuellen Belangen einstellt und so auch ‚Klimazonen‘ in der Wohnung einrichten“, sagt Helmut Lessing. Die Energie – Strom und Wärme – wird letztlich von einem Blockheizkraftwerk mit Wärmekraftkopplung bereitgestellt, das nachhaltig und CO2-neutral mit Biogaslizenzen betrieben wird. Im Wohngebiet wird darüber hinaus eine Ladeinfrastruktur für Elektromobilität geschaffen.

Ob sich das Moritzberg-Projekt betriebswirtschaftlich rechnet? Genau hier setzen die Forscher des Instituts für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik an. „Die Modellrechnungen zeigen, dass ein betriebswirtschaftlicher Nutzen und Vorteil gegenüber klassischen Bauweisen über 20 Jahre gerechnet besteht. Dieses Ergebnis aus den Modellberechnungen gilt es nun empirisch zu evaluieren“, so Lessing.

Und die Bewohner – akzeptieren sie die neuen Technologien und Energienetze? Britta Reinecke, Soziologin an der Universität Hildesheim und wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Forschungsprojekt, untersucht in einer Begleitforschung, wie Smart-Home-Technologien ankommen und genutzt werden. Von der Akzeptanzanalyse erwarten die Forscher einen Überblick darüber, welche Personen sich für ein Leben in diesem Wohngebiet entscheiden. Unterscheiden sie sich hinsichtlich Technikaffinität oder Umweltbewusstsein von anderen, das will Britta Reinecke etwa herausfinden. Kann sich Elektromobilität als Carsharing-Modell unter den Hausbewohnern durchsetzen? Ändert sich dadurch das Mobilitätsverhalten? Auch untersuchen die Forscher, welche Erfahrungen die Bewohner nach dem Einzug in den Bereichen Technik, Energie, Mobilität sammeln und welche Änderungswünsche oder Verbesserungsvorschläge sich entwickeln.

Britta Reinecke hat zunächst etwa 250 Bewohner aus einer Gruppe von 4.000 Familien im Umfeld des neuen Wohngebiets befragt. Die Studie wird derzeit ausgewertet und lässt repräsentative Ergebnisse erwarten. Sie bilden die Referenzgruppe zu den Bewohnern des neuen Wohnkomplexes, die nun befragt und begleitet werden. „In dem neuen Wohngebiet leben Menschen von jung bis alt, wie geht die ältere Generation mit den Technologien um? Entwickelt sich durch mehr Transparenz ein stärkeres Energiesparverhalten?“, so Reinecke.

Im Verbundvorhabe „Moritzberg“ kooperieren die Hanseatic Group, die Stiftung Universität Hildesheim und die Inensus GmbH. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von knapp 6 Millionen Euro und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) mit einer Zuwendungssumme von bisher etwa 800.000 Euro gefördert.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-8211 Thu, 01 May 2014 07:09:00 +0200 Ende der Kreidezeit https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ende-der-kre/ Kreidetafel oder Technik – wie verändert sich der Lehrerberuf technisch? In Bad Salzdetfurth sieht die Lösung so aus: Das Lehrerkollegium nutzt die Technik unterschiedlich stark – einige sind neugierig, andere skeptisch. In jedem Klassenraum steht eine mit Stiften beschreibbare weiße Tafel sowie eine interaktive Tafel mit allen technischen Möglichkeiten. Lehramtsstudierende erproben die Technik, Siebtklässler helfen ihnen dabei. Die Studierenden der Uni Hildesheim sind im ersten Studienjahr jeden Freitag im Klassenzimmer und beobachten Unterricht. Nun stehen die ersten Unterrichtsstunden an. Früher gab es grüne Klapptafeln, beginnt Johannes Kozinowski und wird stutzig: „Ich rede ja, als wäre das hundert Jahre her.“ Der Lehramtsstudent der Uni Hildesheim ist gerade mal 20 Jahre jung, die Schulzeit liegt noch nicht weit zurück. Und nun sitzt er wieder im Klassenzimmer, jeden Freitag, seit sechs Monaten und erfährt den technischen Wandel hautnah. In einigen Wochen steht seine erste Unterrichtsstunde an, statt Kreide und Schwamm kommen dann elektronische Tafeln zum Einsatz. Wischen, klicken, tippen – das Klassenzimmer betritt Neuland. Und Johannes Kozinowski ebenfalls, er möchte einmal Deutsch, Wirtschaft und Sachunterricht unterrichten. „Die schulpraktischen Erfahrungen ab dem ersten Semester helfen, die Berufswahl zu überprüfen. Bisher ist es ungewohnt, keine Kreide zu verwenden. Die Technik ist nur ein Aspekt, den ich hier kennenlerne, ich kann einmal in der Woche beobachten, wie Lehrer den Unterricht organisieren, mit Jugendlichen sprechen, wie eine Unterrichtsstunde überhaupt strukturiert ist.“

Mit „hier“ meint der Lehramtsstudent die Gesamtschule in Bad Salzdetfurth. Die Schule mit etwa 30 Schulklassen und 800 Schülern, südlich von Hannover gelegen, ist mittlerweile mit der neuesten Technik ausgestattet. Seit drei Jahren sind nach zunächst drei digitalen Tafeln („Boards“) nun 60 % der Klassenräume mit dieser Technik versehen. Martin Knospe – er war lange Zeit als medienpädagogischer Berater in Niedersachsen tätig – hat für die Schule ein Medienkonzept entwickelt. Dazu gehören neben den interaktiven Tafeln auch Schulserver mit Sicherheitsschutz sowie eine Medientechnik-AG. Dabei werden Fünft- bis Neuntklässler als Technikdienst ausgebildet, die nun auch Lehramtsstudenten der Universität Hildesheim in kleinen Fortbildungen die ungewohnten Tafeln nahebringen.

Ein Freitagmorgen, Ende April: ein Klick, ein Button gedrückt und die Tafel ist an. Die ein dutzend Schüler – darunter Gian und Paul – sind fit im Umgang mit den technischen Geräten und stellen an diesem Vormittag fast 40 Studierenden in Kleingruppen die Technik vor, beurteilen sie und arbeiten an Praxisübungen. Es geht um Funktionen und Grenzen des Boards, um die Einbettung von Text- und Bilddateien und um den Motivations- und Aufforderungscharakter durch gezielten Medieneinsatz.

Wenn benötigt, kann man etwa Tafelbilder speichern und mit einem Klick in der nächsten Unterrichtsstunde wieder aufrufen, erklärt der 13-Jährige Paul den Lehramtsstudentinnen Louisa Brand und Lisa Grunau. „Wir können Filme und mathematische Zeichengeräte einbauen“, so der Siebtklässler. „Manchmal sind wir fitter als unsere Lehrer“, schmunzelt Paul. Kreide vermisse man nicht, die Hände sind nicht mehr rau, das Tafelwischen fällt weg, sagt die 14-jährige Nele. Gian und Thessa finden es „gut, dass die Lehramtsstudenten auch noch lernen und am Anfang der Ausbildung stehen“. Sie seien noch nicht so professionell, können eben nicht alles perfekt und das mache sie sympathisch, meint Thessa. „Heute bringen wir ihnen etwas bei“, sagt Gian stolz und wechselt zum Tisch von Robert Rathke und Kevin Schröder, der heute seine erste Unterrichtsstunde hielt, es ging um Kausalketten und das Erfassen von Folgen. Auch die Technik kam zum Einsatz, wenngleich er zu Beginn Zeit verloren habe. „Ich muss mich als Lehrer darauf verlassen können und die Technik gut kennen. Die Boards bieten extrem viele Möglichkeiten – aber man muss wissen, welcher Einsatz sinnvoll ist“, sagt der Geschichtsstudent.

Wie verändert sich der Lehrerberuf technisch? Verdrängen Bildschirme die klassische grüne Tafel? In Bad Salzdetfurth sieht die Lösung so aus: Da das Lehrerkollegium die Technik unterschiedlich stark nutzt – einige mit Neugier, andere mit Skepsis – stehen in jedem Klassenraum eine weiße Tafel, die mit Stiften beschrieben werden kann, und eine interaktive Tafel mit allen technischen Raffinessen und Möglichkeiten. Die Schule ist beinahe kreidefrei, denn „Computer und Kreide verstehen sich nicht“. „Aber die Klasse ist nicht ohne Tafel – sie ist mittlerweile einfach weiß. Wir können auch bei Stromausfall flexibel reagieren“, sagt Martin Knospe.

Für die Studienanfänger der Hildesheimer Uni ist die Fortbildung an diesem Vormittag auch eine technische Vorbereitung auf die ersten eigenen Unterrichtsversuche, die von Mai bis August anstehen. Sie sollen Berührungsängste abbauen und die zahlreichen medialen Möglichkeiten kennenlernen, um passend zu den gewählten Stundenzielen angemessene Medienentscheidungen treffen zu können. In den Seminarsitzungen seit Oktober 2013 haben sich die Studierenden bereits mit Methoden- und Medienentscheidungen im Unterricht sowie „traditionellen" Medien befasst.

Klassenzimmer in der IGS Bad Salzdetfurth mit interaktiver Tafel. Studierende beobachten hier Freitags Unterricht. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Mittwochs im Hörsaal, freitags im Klassenzimmer – bundesweit besonders

Im ersten Studienjahr verbringen die insgesamt 2600 Lehramtsstudierenden der Universität Hildesheim jeden Freitag in einer Kleingruppe im Klassenzimmer. Sie arbeiten sich schrittweise in methodische und didaktische Grundlagen ein, hospitieren und führen erste eigenständige Unterrichtsversuche durch, die begleitet werden. Das „Hildesheimer Modell" bietet den Studierenden die Möglichkeit, die eigene Berufswahl zu überprüfen. Etwa 500 Erstsemester starten so jeden Oktober in ihr erstes Studienjahr – und erhalten früh echte Einblicke in die Schulrealität. Seit etwa 30 Jahren setzt die Universität auf die enge Zusammenarbeit mit derzeit etwa 250 Partnerschulen aus Hannover und der Region Hildesheim in allen Praxisphasen, das ist bundesweit besonders.

Die IGS Bad Salzdetfurth ist eine dieser Partnerschulen. „Hin und wieder kommt es vor, dass die Studienanfänger merken: Der Lehrerberuf ist nichts für mich, das kann ich nicht. Dass die Universität Hildesheim ihre Lehramtsstudenten so früh in die Schulpraxis einbindet, ist ein richtiger Schritt. Denn wenn man fertig ausgebildeter Lehrer ist, und dann erst vor einem Schüler steht – ist das zu spät", sagt die stellvertretende Schulleiterin Corinna Ostmann. Auch sie öffnet ihr Klassenzimmer für die Lehrerausbildung. Derzeit besuchen fünf Kleingruppen, insgesamt fast 40 Lehramtsstudierende aus dem zweiten Fachsemester, die Schule ein Jahr lang an jedem Freitag von 7:30 Uhr bis 11:00 Uhr. Dr. Anne-Elisabeth Roßa und Elisabeth Rasche begleiten die Studentinnen und Studenten in den „Schulpraktischen Studien" seitens der Uni, die Unterrichtsbeobachtungen werden im Seminar vor- und nachbereitet und gemeinsam mit dem jeweiligen Lehrer besprochen. Dabei geht es etwa um die Lehrerrolle und den Lehrerberuf, um Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler, um Sprache im Unterricht, um methodische Entscheidungen und Medieneinsatz. Darauf aufbauend stehen nun die Planung, Durchführung und Analyse der ersten eigenen Unterrichtsversuche im Vordergrund, die gemeinsam vor- und nachbereitet werden.

Die Gesamtschule kooperiert mit der Universität auch in den Bereichen Musik und Wirtschaft. „Für die Kollegen ist die Zusammenarbeit mit der Hildesheimer Universität seit etwa fünf Jahren ein Schatz. Sie können in den eigenen Klassen hospitieren, wenn Studierende unterrichten. Und für den eigenen Unterricht erhalten sie einmal wöchentlich Feedback von den angehenden Lehrkräften“, sagt der Schulleiter Leonhard Soppa.

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Pressemeldungen Erziehungswissenschaft Ang. Erziehungswissenschaft Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Deutsche Sprache Fachbereich 3 Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB)
news-7993 Mon, 24 Mar 2014 11:02:00 +0100 Probier’s mit IT https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/probiers-mi/ Die Universität Hildesheim möchte junge Leute für IT-Berufe interessieren. Studentinnen geben in praxisnahen Veranstaltungen in Schulen und an Schnuppertagen in der Uni Einblicke, was man eigentlich im Bereich Wirtschaft und Informationstechnologie im Studium und später im Job macht. So sollen vor allem auch Mädchen und junge Frauen für MINT-Studiengänge interessiert werden. IT-Luft schnuppern können Schülerinnen und Schüler am Donnerstag, 3. April 2014. In der Universität Hildesheim können sie herausfinden, was man eigentlich im Bereich Wirtschaft und Informationstechnologie im Studium und später im Job macht. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „taste IT“ – eine Uniwerkstatt rund um die Themen Wirtschaft, IT und Management. Um 10:00 Uhr beginnen mehrere Workshops, in denen die jungen Leute in verschiedene Themengebiete „reinschnuppern" können.

„Die Workshops eignen sich vor allem für Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse, die bisher nur wenig Kontakt zu IT- oder Wirtschaftsthemen hatten“, sagt Norman Weiss vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik. So geht es etwa um die Frage, was die Planung einer Party eigentlicht mit Wirtschaftsinformatik zu tun hat und wie man lernen kann, Geschäftsprozesse sinnvoll zu strukturieren. In weiteren Workshops programmieren die Schülerinnen und Schüler und entwickeln Apps. Ab 17:00 Uhr berichten dann Studierende, Absolventen und Professoren, was zum IT-Studium gehört und wie der Berufsalltag im IT-Bereich aussieht. An der Universität Hildesheim können die Studiengänge „Wirtschaftsinformatik" und „Informationsmanagement und Informationstechnologie" (IMIT) studiert werden. In IMIT kann eine Vertiefung „Angewandte Informatik" gewählt werden.

In und außerhalb der Hochschule versucht die Universität, Schülerinnen und Schüler für IT-Berufe zu interessieren: Durch praxisnahe Veranstaltungen, die Einbindung von Studentinnen und Schnuppertagen an der Uni Hildesheim sollen vor allem auch Mädchen und junge Frauen für MINT-Studiengänge interessiert werden, sagt Barbara Gärtner-Rupprecht, Koordinatorin des Projekts „Frauen in den MINT-Fächern“ des Gleichstellungsbüros. So wurden in Zusammenarbeit mit Studierenden spezielle Unterrichtsmodule für Schulen entwickelt, in denen die Wirtschaftsinformatik anhand praktischer Übungen und Aufgaben vorgestellt wird. Dabei gehen Studentinnen und Studenten in Schulen und stellen die Praxis vor, wie zum Beispiel vor kurzem beim Projekttag an der Michelsenschule in Hildesheim. 

Der IT-Experte Ralf Knackstedt, Professor für Wirtschaftsinformatik, hat diese Idee initiiert. Er baut an der Universität Hildesheim den Forschungs- und Lehrschwerpunkt „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ auf. Wie man Geschäftsprozesse sinnvoll modelliert, das erklärt zum Beispiel Kristin Kutzner, wenn sie in die Schulen geht. Sie studiert Wirtschaftsinformatik und ist eine der Studentinnen, die an Schulen im Informatik- und Wirtschaftsunterricht erklärt, welche Bedeutung Geschäftsprozesse in den Unternehmen haben und wie wichtig IT in diesem Feld ist. Dabei geht es zum Beispiel um IT-Lösungen, damit Unternehmen Informationen übergreifend austauschen können, wenn sie zusammenarbeiten. „Die aktive Beteiligung der Schülerinnen macht großen Spaß und zeigt uns, dass wir mit dem praktischen Ansatz ihr Interesse wecken können“, sagt die Studentin.

Beim Taste IT-Tag gibt es erstmals zusätzlich zu den gemischten Workshop-Gruppen für Jungs und Mädchen in der Wirtschaftsinformatik auch einen Mädchen-Workshop. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig, die Kurse ist kostenfrei. Die Infoveranstaltung am Nachmittag steht allen Schülerinnen und Schülern und sonstigen Studieninteressierten offen. Interessierte können sich bei Fragen an Dr. Norman Weiss (dgf4[at]uni-hildesheim.de, 05121.883-40000) wenden.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Gleichstellungsbüro
news-7799 Sat, 22 Mar 2014 14:21:00 +0100 Uni macht Lust auf IT https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/uni-macht-lu/ Schupper-Workshops für Wirtschafts und Informationstechnologie Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Mathematik & Angewandte Informatik news-7987 Wed, 12 Mar 2014 08:00:00 +0100 Experten für big data: Informatiker der Universität Hildesheim stellen Forschungsergebnisse auf Computermesse vor https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/experten-fuer/ Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik und Maschinelles Lernen informiert über EU-Forschungsprojekt Reduction und EU-Projekt italk2learn / Arbeitsgruppe Software Systems Engineering stellt Forschungsprojekt Scalelog vor Pressespiegel regional Fachbereich 4 Maschinelles Lernen Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik SSE news-7924 Fri, 28 Feb 2014 20:30:00 +0100 Big data: Ereignisse früh erkennen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/big-data-ereignisse-frueh-erkennen/ Mit Daten aus sozialen Medien und physischen Sensordaten sollen Ereignisse, etwa Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen, früh erkannt werden. Informatiker der Uni Hildesheim arbeiten mittlerweile mit Petabyte – und können die gigantisch großen Datenmengen ordnen und analysieren. Das EU-Projekt Eppics ist nah dran an der Alltagswelt – und in diesem Monat gestartet. Informatiker der Universität Hildesheim wollen Ereignisse besser verstehen, überwachen und vorhersagen. Dabei greifen sie auf Daten aus sozialen Medien wie Facebook und Twitter und auf physische Sensordaten zurück. Und arbeiten mit Fallbeispielen in England und Italien. „Wir entwickeln Methoden, um mit großen Datenmengen umzugehen und so Ereignisse beobachten und möglichst früh vorhersagen zu können. Wir haben es mittlerweile mit Petabyte zu tun – also gigantisch große Datenmengen“, sagt Prof. Dr. Lars Schmidt-Thieme. Diese Methoden werden in eine Plattform integriert, die Bürger, Behörden und Organisationen dabei unterstützt, rechtzeitig die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Informatiker sind mit „Eppics“ – so die Abkürzung für das Projekt „Event prediction and decision support based on huge data from physical-social-cyber-systems“ – nah dran an der Alltagswelt.

In der englischen Stadt Bristol konzentrieren sich die Forscher auf das Management von großen Veranstaltungen wie etwa Festivals. Dabei geht es nicht um personenbezogene Daten, unterstreicht der Professor für Wirtschaftsinformatik. „Wir wollen nicht erfahren, ob Herr Müller jeden Montagmorgen die Kreuzung passiert, sondern ob ein Verkehrschaos naht“, beschreibt Schmidt-Thieme das Interesse an den Verkehrsdaten. So können etwa Staus vermieden werden, indem Fahrer eine andere Route einschlagen. Es geht um „intelligentes Management in Städten, vor allem bei Großereignissen aber auch Krisenmanagement“, ergänzt der Informatiker Lucas Drumond. Dazu gehören geplante Ereignisse, wie Konzerte und Festivals, aber auch ungeplante Ereignisse wie ein Verkehrsstau und Naturkatastrophen. Die in „Eppics“ entwickelten Technologien werden Entscheidungsträger dabei unterstützen, den Ablauf der Ereignisse zu beeinflussen, beispielsweise indem sie Verkehr umleiten oder Krankenwagen an den Ort eines Verkehrsunfalls schicken, sagt Drumond. Bisher werden solche Wege des intelligenten Verkehrsmanagements in Städten wie Monza, Venedig und Stuttgart angewandt. Diese Städte arbeiten mit Daten aus physikalischen Sensoren wie zum Beispiel Videokameras. Eppics kombiniert solche Daten mit jenen aus sogenannten „sozialen Sensoren“ - greift also relevante Informationen aus sozialen Medien auf, so Lukas Drumond.

In der Region Alto Adriatico in Italien greifen die Informatiker auf Datenmengen zurück um Überschwemmungen und deren Auswirkungen zu überwachen und möglichst frühzeitig vorhersagen zu können. „Wir kombinieren Umweltinformationen mit sozialen Internetdaten“, so Lars Schmidt-Thieme. Eine große Herausforderung ist dabei, meteorologische Sensoren und Daten aus sozialen Netzwerken so zu kombinieren, dass Krisenszenarien im entscheidenden Augenblick erkannt werden können – um die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen.

„Wir werden Information aus hunderten von Sensoren, tausenden von Autos und aus sozialen Medien integrieren. Dabei arbeiten wir mit einer Datenmenge von insgesamt zwei Petabytes – das entspricht etwa 430 Millionen MP3 Dateien, drei Millionen CDs oder 446 Tausend DVDs“, erklärt Lucas Drumond, der in Brasilien studiert hat und derzeit seine Doktorarbeit in Hildesheim abschließt. Nun gehört er zu dem Projektteam. Denn „Eppics“ wird von Hildesheim aus koordiniert: Die Arbeitsgruppe für Wirtschaftsinformatik und Maschinelles Lernen an der Universität Hildesheim beschäftigt sich mit den Herausforderungen die beim Ordnen, Klassifizieren und Analysieren von Daten entstehen. Dabei entwickeln die Informatiker mathematische Modelle, die eine automatische Erkennung von Strukturen und Mustern in großen Datenmengen ermöglichen. „Die größte Herausforderung in dem Projekt ist die Verarbeitung derartiger Datenmengen, da sie nicht mehr auf einem einzelnen Rechner gespeichert werden können. Unsere Aufgabe ist, Methoden des Maschinellen Lernens zu entwickeln, die gleichzeitig auf verschiedenen Rechenmaschinen ausgeführt werden können und in einer kurzen Zeitspanne Resultate liefern“, erklärt Drumond.

Das Projekt ist 2014 gestartet und läuft bis Anfang 2017. Die EU fördert das Eppics-Projekt im „Seventh Framework Program“, zwölf Organisationen aus fünf Ländern (Deutschland, England, Frankreich, Italien und Polen) sind beteiligt.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Maschinelles Lernen
news-7819 Wed, 29 Jan 2014 11:35:00 +0100 Ein Dating mit dem Experten von morgen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ein-dating-m/ Universität bringt IT-Studenten und Firmen zu einer ersten Kontaktaufnahme zusammen Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-7760 Fri, 24 Jan 2014 17:13:00 +0100 IT-Speed Dating: Wie Studenten und Unternehmen sich finden https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/it-speed-dating-wie-studenten-und-unternehmen-sich-finden/ Der Gong ertönt. Zainab Al-Hourani verpackt ihre Botschaft im ersten Satz: „Es ist ein tolles Erfolgserlebnis, wenn man etwas programmiert und es läuft. Ich sehe das Ergebnis." Um den geeigneten Platz für ein Wirtschaftspraktikum zu finden, treffen IT-Studierende in der Universität auf Personalentscheider und IT-Fachleute. Sie setzen auf das persönliche Gespräch. Nach drei Stunden und 30 Gesprächen ist sich Andy Walla, EDV-Leiter der Ärztekammer Niedersachsen, sicher: „Das war eine faszinierende Erfahrung. Die Gespräche waren sehr individuell und spannend zugleich, die vielen Facetten hatte ich nicht erwartet. Ich fahre mit hochinteressanten Kontakten zurück nach Hannover. Das persönliche Gespräch vermittelt einen intensiveren Eindruck von einem Bewerber als die Bewerbungsmappe. Viele IT-Studierende haben sehr konkrete Vorstellungen mitgebracht. Darauf aufbauend kann ich nun die Inhalte für die Praktika konkreter ausgestalten.“

Den Gesprächsmarathon absolvierte der Fachmann mit Studierenden der IT-Studiengänge „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ und „Wirtschaftsinformatik“ der Universität Hildesheim.

IT-Nachwuchs wird gesucht, das spürt auch Andy Walla. „Wir möchten die Ausbildung von Fachkräften in Niedersachsen unterstützen, denn der Bedarf an IT-Experten wächst auch in der Gesundheitsversorgung immens. Wir möchten dazu beitragen, künftige Fach- und Führungskräfte praxisnah auszubilden. IT-Studierende lernen bei uns Teilbereiche des Software-Engineerings kennen. Sie lernen, Anforderungen analytisch zu erfassen und kritisch zu bewerten, um daraus eine lauffähige Anwendung zu erstellen. Wir erwarten solides Basiswissen, eine hohe Motivation und Neugier“, sagt der EDV-Experte. Seit Beginn des Jahres ist die Ärztekammer Mitglied des „Arbeitskreis IT“. Diese 1999 ins Leben gerufene Initiative der Universität Hildesheim und der IHK hat das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen der Uni und der regionalen Wirtschaft auf dem Gebiet der Informationstechnologie zu fördern.

Keine Massenveranstaltung, sondern Raum für Begegnung

Und deshalb sitzt Walla an diesem Nachmittag nicht im Büro, sondern im Hörsaal der Universität Hildesheim. Jeder IT-Student absolviert, meist nach eineinhalb Jahren, ein zehnwöchiges Wirtschaftspraktikum. Um Studierende und Partnerunternehmen beim Kennenlernen zu unterstützen und den geeigneten Platz zu finden, bietet die Uni das IT-Speed Dating an. 12 Unternehmen und Organisationen aus der Region und 30 Studierende nahmen in dieser Woche teil. Keine Massenveranstaltung, sondern Raum für Begegnung. „Die Unternehmen sind sehr unterschiedlich – vom Entwickler von Lernsoftware bis zum Großhändler für Elektronikbauteile, vom Energieversorger bis zum Informationssystemhersteller. Für kleinere Unternehmen mit etwa zehn Mitarbeitern ist das eine ausgezeichnete Gelegenheit, auch ohne bekannten Firmennamen bei den Studenten aufzufallen“, sagt Dr. Felix Hahne vom Institut für Betriebswirtschaft und  Wirtschaftsinformatik, der das Zusammentreffen organisiert.

Zainab Al-Hourani ist eine der Studentinnen, die reihum mit den Unternehmen in Kontakt treten – wie beim Speed Dating üblich, läuft die Zeit und wechseln die Gesprächspartner. Mit im Gepäck hat sie eine standardisierte Kurzbewerbung, die sie den Unternehmensvertretern aus Personal- und Fachabteilungen erläutert. Der Gong ertönt. Sagen Sie doch erst mal zwei Sätze zur Person, sagt ihr Gegenüber. Zainab Al-Hourani legt los.

Vor ihm sitzen die Experten von morgen

Auf der anderen Seite des Tisches sitzt Janis Härtel, Assistent der Vertriebsleitung beim Autohaus Wolfsburg. Für ihn ist das Zusammenkommen mit den IT-Studierenden zwar „ehrlich gesagt ziemlich anstrengend“. Denn in fünf Minuten müsse er „so viele Informationen wie möglich bündeln und gleichzeitig viel über die Teilnehmer erfahren“, sagt Härtel. Doch vor ihm sitzen „die Experten von morgen“.

Das persönliche Gespräch sei aussagekräftig. „Eine Bewerbung ist immer nur ein begrenztes Stück Papier, auf dem bei weitem nicht alle wichtigen Informationen stehen. Ein Student berichtete mir gerade von der Programmierung von Apps im iOS Betriebssystem. Das ist für uns sehr interessant.“ Bereits im Vorjahr nahm das Autohaus an dem IT-Speed Dating teil – erfolgreich, eine Studentin entschied sich für ein Praktikum im Unternehmen. „Gemeinsam mit der Studentin haben wir überlegt, wie man am effektiv einen Fahrzeugpool von 400 Fahrzeugen verwalten kann. Als Ergebnis programmierte die Studentin eine Parkplatz-verwaltungsapplikation, die bei uns zum Einsatz kommen soll“, sagt Härtel. An den 26 Standorten in der Region arbeiten etwa 1700 Mitarbeiter, auch in Hildesheim. „Für ein Unternehmen in dieser Größe sind fortschrittliche IT Lösungen unabdingbar. Wir geben gerne engagierten jungen Leuten Praxiseinblicke. Die Kooperation mit der Uni Hildesheim ist eine win-win Situation.“

Interessen und Anforderungen abgleichen

Der Gong ertönt. Zainab Al-Hourani, die Studentin der Wirtschaftsinformatik, zieht weiter. Eine Stunde später sitzt ihr EDV-Leiter Andy Walla gegenüber. Im ersten Satz verpackt sie ihre Botschaft: „Es ist ein tolles Erfolgserlebnis, wenn man etwas programmiert und es läuft. Ich sehe das Ergebnis. Zu Hause habe ich an Computerproblemen getüftelt, mich für das Studium der Wirtschaftsinformatik entschieden und dann programmieren gelernt, kleine Taschenrechner, Primzahlen aussortieren, eine Benutzeroberfläche erstellen.“

Walla scannt den Lebenslauf – und entdeckt einen Fachbegriff: UML-Modellierung. „Sie sind die erste, die diese Kompetenz aufführt.“ Die Studentin entgegnet, das habe sie im Studium gelernt. Sie möchte im späteren Beruf zwischen Anwender und Programmierer als Schnittstelle fungieren und vermitteln – und dennoch auch programmieren. Nun will sie „Praxiserfahrung sammeln, denn die fehlt mir noch“. Dann folgt der Gong.

Halbzeit. Die Studenten Kivanc Yilmaz und Maximilian Koch nehmen ein Stück „Klarheit“ mit nach Hause: „Im direkten Austausch lernt man, auch auszuschließen, wohin es nicht gehen soll.“

Warum er am IT-Speed Dating teilnimmt? „Ich bin jetzt im dritten Semester, in einem halben Jahr steht mein Praktikum an. Ich möchte erfahren, welche Praktikumsmöglichkeiten die Unternehmen bieten und lerne auch Unternehmen kennen, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte. Gerade habe ich etwas über die technische Ebene im Bereich Finanzinformatik erfahren, das ist bisher mein Favorit“, sagt Kivanc Yilmaz. Für Natascha Breitenstein gibt es mehrere Beweggründe, vor Ort zu sein: „Ich möchte erste Kontakte knüpfen, der direkte Austausch bietet die Möglichkeit, nachzufragen. Interessen und Anforderungen werden so schneller deutlich.“ Das sei aussagekräftiger, als nur eine Unternehmenswebsite runterzuscrollen.

Info: Informationstechnologie in Hildesheim

Die Universität Hildesheim arbeitet in den Studiengängen „Wirtschaftsinformatik“ und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ mit über 30 Partnerunternehmen aus der Region zusammen. Fast 400 Studierende haben in den letzten Jahren ihr Praktikum im Rahmen des Studiums bei den Unternehmen absolviert. Weiterhin entstanden Projekt- und Abschlussarbeiten oder, begleitend zum Studium, flexible Arbeitsverhältnisse. Das IT-Speed Dating wurde aufgrund der positiven Erfahrungen aus 2013 wiederholt. Vor einem Jahr wurden 17 Praktika an diesem einen Abend angebahnt.

Im „Arbeitskreis Informationstechnologie“ tauschen sich die IT-Wissenschaftler und IT-Studierende mit den regionalen Unternehmen aus. Der Arbeitskreis ist eine gemeinsame Einrichtung der IHK (Geschäftsstelle Hildesheim) und des IT-Bereichs der Universität Hildesheim. Die Zahl der Partnerunternehmen ist von 16 im Jahr 2000 auf 36 im Jahr 2013 angestiegen. Maßgeblich für das Wachstum im IT-Bereich waren die IT-Stiftungsprofessur der Stadtsparkasse Hildesheim, der Kreissparkasse Hildesheim und der Volksbank Hildesheim im Jahr 2003 und die durch den Hildesheimer Unternehmer Arwed Löseke im Jahr 2005 gestiftete Professur Wirtschaftsinformatik.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-7645 Tue, 10 Dec 2013 12:00:00 +0100 Serie Bildungsrepublik: Wirtschaftskrise im Hörsaal https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/serie-bildun/ HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG über Wirtschaftswissen von Schülern und Studenten „Die europäische Wirtschaftskrise dürfte eigentlich jedem eine Ahnung von der existenziellen Bedeutung vermittelt haben, die von wirtschafts- und währungspolitischen Entscheidungen ausgeht. Auch jenen Schülern, die sich für ein Wirtschaftsstudium entscheiden", kommentiert Marina Kormbaki in der HANNOVERSCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG und geht auf Untersuchungen von Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis ein.

„Es kursiert eine Menge falsches Wissen, etwa über Entstehung und Folgen der Euro-Krise", sagt der Wirtschaftswissenschaftler der HAZ. Athanassios Pitsoulis untersuch ökonomische Kenntnisse und Einstellungen junger Menschen zu Staat und Wirtschaft in empirischen Studien. Das Forscherteam baut an der Universität Hildesheim die Abteilung Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik aus.

„Wirtschaftskenntnisse im Hörsaal", Hannoversche Allgemeine Zeitung, 10.12.2013 (print)

Kontakt zu den Forschern über die Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Lehrerbildung Pressespiegel überregional
news-7625 Tue, 10 Dec 2013 11:55:00 +0100 Wirtschaftskrise im Hörsaal https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wirtschaftsk/ Marina Kormbaki über Lern- und Misserfolge zwischen Krippe und Hörsaal Pressespiegel regional Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-7449 Sat, 19 Oct 2013 13:34:00 +0200 "Kaum jemand will künftige Lehrer fördern" https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/kaum-jemand/ Viele Studenten bewerben sich für das Deutschland-Stipendium - doch der Universität fehlen Unterstützer Pressespiegel regional Fachbereich 2 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik BSc WInfo BA KuÄP Polyv. 2-Fäch.BA BA PKM BA SK BA KS MA KV MA IKM MEd (Lehramt) MA PKI MA LIT news-7472 Sun, 22 Sep 2013 16:52:00 +0200 Ist das die Zukunft des Wohnens? https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/ist-das-die/ Bundesumweltministerium fördert Forschungsprojekt zu neuem Wohnquartier am Moritzberg Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-6846 Mon, 05 Aug 2013 08:03:00 +0200 Roboter entwickeln https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/roboter-entwickeln/ Die Computer-Sommerschule wächst rasant mit der Technik mit: Anstatt allein den Einstieg in Windows und Word zu erklären, begeistern Mathematiker und Informatiker heute für Datenschutz, Robotik und Programmiersprachen. Das kommt trotz Sommerhitze bei den 9- bis 18-jährigen Teilnehmern gut an. Im letzten Jahrhundert fing alles an. Seit 1999 entwickelt sich die Computer-Sommerschule an der Universität Hildesheim zum Renner – und wächst rasant mit der Technik mit. „Wir bieten Schülerinnen und Schülern in den Ferien die Möglichkeit, ihre Computer-Kenntnisse zu vertiefen. Manche wollen gar nicht nach Hause“, berichtet Dr. Felix Hahne vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. „Unser Programm passen wir an die Fähigkeiten der Schüler an – vor 13 Jahren haben wir den Einstieg in Windows und Word erklärt, heute stehen zunehmend Datenschutz, Robotik und Programmiersprachen auf dem Programm“, so Hahne. Sogar ein 13-Jähriger aus München reiste einmal an – er fand keinen passenden Java-Programmierkurs in seiner Stadt.

Jana ist gespannt. Die Achtjährige lernt in der Computerschule Programmieren – startet mit ihrem Namen und Farbänderungen. „Ich finde es toll, mal nicht in der Schule sondern an der Uni zu lernen und dass Studenten Roboter und Technik erklären“, kommentiert Jana den Ortswechsel. Visuelles Programmieren – das bieten die Mathematik-Doktoranden Heidi Schulze und Stephan Kreuzkam an. „Die Programmiersprache Scratch eignet sich für Computer-Einsteiger, um animierte Spielfiguren, Farb- und Klangeffekte zu erstellen. Sie sehen unmittelbar ihre Fehler – ob eine Katze läuft oder verschwindet. Die Anschaulichkeit hilft, um die Kleinen für komplexere Programmiersprachen zu begeistern. Wir verwenden nur freeware, damit interessierte Schülerinnen und Schüler zu Hause weiter tüfteln können“, sagt Schulze. 13- bis 18-Jährige lernen derweil die Programmiersprache Java, bauen damit in Kleingruppen Lego-Roboter. So eignen sich die Jugendlichen Grundlagen der Robotik an. Roboter sind Maschinen, die selbständig Aufgaben durchführen. Mit maschinellem Lernen können sich Roboter Intelligenz aneignen, erfahren sie.

Etwa 60 Schüler nahmen Anfang August an den Programmier- und Robotikkursen der Mathematiker, Informatiker und Studierenden teil. 9- bis 14-Jährige begeben sich auf eine „Safari im Internet-Dschungel“. Jeder Computer ermöglicht heute Zugang zum Internet, an vier Tagen lernen die Teilnehmer, wie und mit welchen Suchwerkzeugen sie Informationen gezielt finden können – und wo Gefahren lauern. Weitere Kinder und Jugendliche experimentieren in den Naturwissenschaften. Im Projekt „Mobilität“ erkunden sie die Zusammenhänge zwischen Verkehr, CO2 und Klimawandel und lernen, warum Tiere einwandern und welche ökologischen Folgen sich daraus ergeben. Im Schulmuseum erleben sie Unterricht aus der Zeit um 1900 – Bücher, Hefte und Materialien, mit denen ihre Großeltern gelernt haben.

Die Kurse an der Universität Hildesheim gehören zum Ferienprogramm der Stadt Hildesheim. Seit 2001 unterstützt eines der 40 Partnerunternehmen der Uni, die Firma iProCon in Diekholzen, die Computer-Sommerschule.

„Mission Computerwissen", Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 06.08.2013

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-6710 Wed, 19 Jun 2013 08:37:00 +0200 Öffentliche Antrittsvorlesung von Wirtschaftsinformatiker https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/oeffentliche-antrittsvorlesung-von-wirtschaftsinformatiker/ Über „Innovative Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeit“ spricht Prof. Dr. Ralf Knackstedt in seiner Antrittsvorlesung in Hildesheim. Der Wirtschaftsinformatiker stellt vor, wie Betreibermodelle durch eine verbesserte Auslastung von Maschinen und Anlagen zur Nachhaltigkeit beitragen. Ralf Knackstedt ist Professor für Wirtschaftsinformatik am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. In Hildesheim baut er den Forschungs- und Lehrschwerpunkt „Informationssysteme und Unternehmensmodellierung“ auf. Er forscht im Bereich „Hybride Wertschöpfung“, dabei geht es um die Bündelung von Sachgütern mit Dienstleistung. Nicht einzelne Sachgüter wie eine Maschine, sondern Prozesse werden von Kunden vermehrt nachgefragt. Die Geschäftsprozesse müssen dafür in Kooperationen organisatorisch aufeinander abgestimmt werden, zudem müssen unternehmensübergreifende Informationssysteme aufgebaut werden.

Ralf Knackstedt studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Münster, wo er promovierte und 2010 habilitierte und am „European Research Center for Information Systems“ (ERCIS) forschte. Derzeit arbeitet er in den Forschungsprojekten „Die vernetzte Dienstleistungsgesellschaft“ und „Produktivitätsbenchmarking industrieller Dienstleistungen“. Beide Projekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist der Bereich Rechtsvisualisierung.

Zur Antrittsvorlesung lädt der Fachbereich IV, Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik, der Universität Hildesheim interessierte Studierende und Lehrende herzlich ein. Die Veranstaltung ist Teil der Ringvorlesung „Umwelt und Nachhaltigkeit“.

Ort: L131, Bühler-Campus, Universität Hildesheim (Lüneburger Straße/Lübecker Straße)

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Pressemeldungen Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4
news-6554 Fri, 17 May 2013 08:45:00 +0200 Technikum in Hildesheim: Mädchen für Naturwissenschaften & Technik begeistern https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/technikum-in-hildesheim-maedchen-fuer-naturwissenschaften-technik-begeistern/ Die Universität und regionale Unternehmen bieten Einblicke in naturwissenschaftliche und technische Berufe. Beim „Niedersachsen-Technikum“ erfahren Schülerinnen in einem vergüteten Praktikum in einem Unternehmen, wie der Berufsalltag einer Ingenieurin oder Informatikerin aussieht. Parallel zur Unternehmenspraxis erhalten die Mädchen Einblick in technische und naturwissenschaftliche Studienfächer. Schülerinnen mit Abitur oder Fachabitur bewerben sich bis möglichst zum 15. Juli 2013. „Vier Tage im Betrieb, ein Tag in der Uni – wir möchten Schülerinnen, die sich für Naturwissenschaften oder Technik interessieren, bei der Studien- und Berufswahl unterstützen. Das Technikum bietet die einmalige Chance, praktische und theoretische Einblicke zu erhalten“, sagt Prof. Dr. Martin Sauerwein von der Universität Hildesheim.

Mehrere niedersächsische Hochschulen informieren gemeinsam mit Unternehmen aus der Region Abiturientinnen umfassend über Berufe und das Studium im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich. An der Universität Hildesheim startet das „Niedersachsen-Technikum“ Anfang Oktober 2013 und dauert sechs Monate. Jeweils vier Tage in der Woche sind die Teilnehmerinnen im vergüteten Praktikum im Unternehmen sowie an einem Tag an der Universität. An der Universität Hildesheim können sie zum Beispiel an Seminaren und Vorlesungen aus den Bereichen Technik und Informatik teilnehmen und sich diese für ein späteres Studium anrechnen lassen. „Dabei können sich die Abiturientinnen direkt mit Studentinnen unserer Universität über den Studienverlauf und Berufswünsche austauschen“, so Sauerwein.

Aus Hildesheim und der Region beteiligen sich Partnerunternehmen der Universität Hildesheim, die im „Arbeitskreis Informationstechnologie“ zusammengeschlossen sind und stellen Praktikumsplätze zur Verfügung, darunter zum Beispiel die Robert Bosch Car Multimedia GmbH.

Interessierte Schülerinnen wenden sich an Prof. Dr. Martin Sauerwein (Tel. 05121.883-545, E-Mail: sauerwei[at]uni-hildesheim.de). Die Noten oder das Vorwissen aus Leistungskursen sind keine Bedingungen für die Teilnahme. Entscheidend ist das Interesse der jeweiligen Schulabsolventin. Eine Bewerbung sollte möglichst bis zum 15. Juli eingereicht werden, Voraussetzung sind Abitur oder Fachabitur.

Info: An der Universität Hildesheim können IT-Studieninteressierte im Bachelor und Master „Wirtschaftsinformatik" und „Informationsmanagement und Informationstechnologie" studieren. Im Bereich Umweltwissenschaft kann die Studienvariante „Umweltsicherung" gewählt werden. In der Lehrerausbildung können Studieninteressierte unter anderem die Fächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik, Physik, Technik und Wirtschaft wählen. 

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Geographie Biologie & Chemie Mathematik & Angewandte Informatik Physik Technik
news-6233 Sat, 16 Feb 2013 14:26:00 +0100 Vom Härtetest zum Höhenflug https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/vom-haertetes/ "Jugend forscht" zeichnet die besten Projekte aus und vergibt Fahrkarte zum Landeswettbewerb Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Deutsche Sprache news-6813 Sun, 27 Jan 2013 11:01:00 +0100 Jetzt aber schnell https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/jetzt-aber-s/ Universität bringt IT-Studenten und Unternehmen bei Speed-Dating zusammen Pressespiegel regional Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik BSc IMIT BSc WInfo news-6868 Sat, 26 Jan 2013 10:19:00 +0100 Wer einsam bleibt, ist selbst schuld https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wer-einsam-b/ Keine Zeit für Romantik: IT-Studenten flirten beim Speeddating mit Unternehmen Pressespiegel regional Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik BSc IMIT MSc IMIT-M news-6056 Fri, 25 Jan 2013 15:40:00 +0100 IT-Speed-Dating mit Partnerunternehmen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/it-speed-dating-mit-partnerunternehmen/ IT-Studierende sammeln im Studium Praxiserfahrungen in Unternehmen. Um „sich zu finden“ setzt die Universität Hildesheim erstmals auf ein „IT-Speed-Dating“, sagt Dr. Felix Hahne. Eine Glocke ertönt – los geht’s. 5 Minuten hat Mohammad Hmayun Zeit, um „ins Unternehmen zu schnuppern“. Sein Gegenüber, Michael Walter von der Volksbank Hildesheimer Börde, blickt auf den Kurzlebenslauf und startet: „Wir brauchen Unterstützung im IT-Bereich. Wir wollen eine App entwickeln und das Rechenzentrum stellt auf Cloud Computing um.“ Dann folgt ein kurzer Überblick über das Unternehmen, und bei der Verabschiedung heißt es: „Wenn Sie Interesse haben, notieren Sie sich meinen Namen.“ Weiter zum nächsten Tisch. „Vor allem wollte ich von den Unternehmen wissen, ob sie sich im IT Bereich auch mit Softwaredesign (Softwaremodellierung) beschäftigen. Ich suche einen Praktikumsplatz, wo ich die nötige ‚praktische Erfahrung‘ sammeln kann“, sagt Hmayun. „Ein direktes Gespräch ist besser, als über die Website zu scrollen und dann die Bewerbung abzuschicken. Heute kann ich Mitarbeiter von großen und kleinen Unternehmen in kurzer Zeit kennen lernen“, sagt der 20-jährige Hannoveraner.

Er will „während des Studiums früh Praxiserfahrungen sammeln, um abzuwägen, ob der Berufsweg eher in Richtung Programmieren und Softwareentwicklung oder Datenbankmanagement geht“. Mohammad Hmayun studiert im 3. Semester „Wirtschaftsinformatik“. Die frühe Verbindung von Theorie und Praxis in diesem und dem Nachbarstudiengang „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ (IMIT) gehört an der Universität Hildesheim zum Studienalltag. Mehr als 350 Studierende haben in den letzten Jahren ihr Praktikum bei den fast 40 regionalen Partnerunternehmen absolviert. Dabei entstanden engagierte Projekt- und Abschlussarbeiten, und, begleitend zum Studium, flexible Arbeitsverhältnisse.

Und wie kommen Studierende und Unternehmen zusammen? Um „sich zu finden“ setzt die Universität erstmals auf ein „IT-Speed-Dating“, sagt Dr. Felix Hahne vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. 25 Verantwortliche aus Personalabteilungen und Fachabteilungen von 15 Unternehmen und doppelt so viele Studentinnen und Studenten nehmen teil. „Sie nehmen sich Zeit“, freut sich Lea  Gerling, IMIT-Studentin. „Es ist praktisch, direkt mit vielen Unternehmen ins Gespräch zu kommen, statt sich zu Hause Profile auf Internetseiten durchzulesen.“

Aaron Klinges Ziel: ein Praktikum im Bereich Softwareentwicklung

Wie beim Speed-Dating üblich, läuft die Zeit und wechseln die Gesprächspartner. Besprechungstische, zwei Räume, drei Stunden, die Uhr tickt. Reihum, die standardisierte Kurzbewerbung im Gepäck. „Auf eine Seite muss das Leben passen“, sagt Aaron Klinge. „Der Rest muss im Gespräch rüberkommen, ob man sich sympathisch ist, ob die Anforderungen zueinander passen, was man drauf hat.“ Selbstsicher sagt er: „Ich klemme mich hinter Probleme und will sie lösen, das sind meine Stärken.“ Neun Betriebe hat der 22-jährige angehende Wirtschaftsinformatiker schon kennen gelernt und ein Ziel vor Augen: „Ich will heute Unternehmen herausfiltern, bei denen es Sinn macht, dass ich mich bewerbe. Idealerweise würde ich gerne das Praktikum im Bereich Softwareentwicklung mit der Bachelor-Arbeit kombinieren.“

„Wir machen heute keine Vertragsabschlüsse"

„Wir machen heute keine Vertragsabschlüsse", sagt Dr. Uwe Gerstmann. Er arbeitet seit Jahren im IT-Managementbereich von Bosch Car Multimedia in Hildesheim. Und er kennt die Bewerbungen von jungen Fachkräften, die wöchentlich im Unternehmen eintrudeln. „Das IT-Speed-Dating heute Abend ist eine Chance – für uns und für die Studenten, die sich erstmal ein Bild von den Unternehmen in der Region machen können um dann die richtige Wahl zu treffen. Ich kann den Studenten nicht abnehmen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollen. Aber ich kann dabei helfen, sie zu informieren, welche Tätigkeitsfelder es gibt und wie die Anforderungen sind", verdeutlicht Gerstmann und freut sich über das Angebot der Universität. „Diese kurzen Begegnungen heute Abend sind sinnvoll. Ich erlebe immer wieder, dass Bewerber von weit her zum Vorstellungsgespräch anreisen und  die Erwartungshaltungen auseinanderklaffen. Das erste Kennenlernen heute ist auch dazu da, vergebliche Bewerbungen zu vermeiden", sagt er.

Es ist Halbzeit. An diesem Abend saßen etwa 20 Studierende auf dem Holzstuhl vor Uwe Gerstmann - mit sehr unterschiedlichen Erwartungen und Auftreten. Thomas Müller hat sein Ziel vor Augen, grüßt freundlich. „Guten Abend." Setzt sich, streckt den Arm mit einem Kurzlebenslauf aus. „Ich geb Ihnen gleich mal meine Daten rüber." Anders stellen sich Jan-Niklas Munich und Zeynap Bindal, die Informationsmanagement und Informationstechnologie studiert, vor. Sie sind eher zurückhaltend, so dass Gerstmann erst einmal erzählt, „was Sie bei uns erleben können". „Theorie und Praxis ist immer eine Kluft. Deshalb sollen Sie in ihrem Praktikum bei uns im Tagesgeschäft mitarbeiten." Dann berichtet er, wie sein Team bei Bosch neue Unternehmenssoftware an Standorten weltweit einführt. „Der Betrieb muss weiter funktionieren, einen Ausfall in der Produktion können wir uns nicht erlauben. Deshalb läuft jede Softwareerneuerung als Projekt, wird detailliert getestet, bevor die Umschaltung erfolgt."

Und sein Fazit des Abends, was wird er morgen im Unternehmen erzählen? „Das IT-Speed-Dating sollte weitergeführt werden. Es bietet die Gelegenheit in sehr kurzer Zeit das Angebot des Unternehmens klar zu machen. Den Studenten wird damit eine Entscheidungsbasis geboten und sie können Bewerbungen besser auf den Punkt bringen.", sagt Gerstmann.

„Ich habe so schnell wie noch nie zuvor viele interessante Menschen kennen gelernt und bin jetzt motiviert, mehr als einen Praktikanten/in aufzunehmen", berichtet Eberhard Issendorf von der Issendorf KG in Rethen.

Kurzinfo: Wachstum im IT-Bereich 2000 – 2012

Der IT-Bereich der Universität Hildesheim ist seit Einführung des Studiengangs „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ im Jahr 2000 stark gewachsen. 2007 wurde ein zweiter IT-Studiengang, „Wirtschaftsinformatik“, eingerichtet. Die Zahl der IT-Studierenden wuchs um 60 Prozent; von 230 im Jahr 2000 auf fast 400 im Jahr 2012. Zum Wintersemester 2012/13 starteten 100 neue IT-Bachelorstudierende.

„Die positive Entwicklung wäre ohne die Unterstützung der Partnerunterunternehmen nicht möglich gewesen“, sagt Prof. Dr. Klaus Ambrosi, Direktor des Instituts für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik und Studiengangsbeauftragter. Die Partnerunternehmen bieten für das zehnwöchige Wirtschaftspraktikum Plätze an. Im „Arbeitskreis Informationstechnologie“, einer gemeinsamen Einrichtung der IHK (Geschäftsstelle Hildesheim) und der Universität Hildesheim, tauschen sie sich mit Wissenschaftlern und Studierenden aus. Die Zahl der Partnerunternehmen ist von 16 im Jahr 2000 auf 36 im Jahr 2012 angestiegen. „Für das Wachstum im IT-Bereich waren die IT-Stiftungsprofessur der Stadtsparkasse, der Kreissparkasse und der Volksbank Hildesheim im Jahr 2003 und die Professur Wirtschaftsinformatik, die der Hildesheimer Unternehmer Arwed Löseke im Jahr 2005 stiftete, maßgeblich“, unterstreicht Ambrosi.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-5946 Tue, 08 Jan 2013 09:48:00 +0100 Spuren im Netz: Studierende laden zum Onlinekurs „Datenschutz bei Facebook & Co“ https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/spuren-im-netz-studierende-laden-zum-onlinekurs-datenschutz-bei-facebook-co/ Ich weiß was du letzten Sommer im Web getan hast… Der dreiwöchige Onlinekurs „Datenschutz bei Facebook & Co“ startet Mitte Januar. Egal ob Student, Rentner, Hausfrau oder Experte – jeder kann teilnehmen. 14 Studierende der Studiengänge „Internationales Informationsmanagement“ und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ der Universität Hildesheim wollen über Spuren im Netz aufklären. „Wir möchten Interessierte aufklären, welche Daten und Spuren man im Internet hinterlässt und was damit passiert. Wir erklären, wie man sich sicher im Internet bewegen kann – ohne böse Überraschungen zu erleben“, sagt Christin Scharnhop, die den Kurs mitentwickelt hat und „Internationales Informationsmanagement“ studiert. „Die Skandale der letzten Zeit zeigen, dass die Nutzer sensibilisiert werden  müssen. Dazu wollen wir beitragen.“

Das Angebot ist kostenlos und für jeden frei zugänglich. Der Onlinekurs startet am 14. Januar 2013 und behandelt folgende Themen:

- 14. Januar 2013: Spuren im Netz: Welche Daten hinterlässt Du im Netz
- 21. Januar 2013: Ich weiß was du letzten Sommer im Web getan hast!
- 24. Januar 2013: Exkurs: Experteninterview mit Prof. Dr. Rainer Kuhlen
- 28. Januar 2013: Praxis – Wie ein Ninja im Netz

Der Onlinekurs besteht aus mehreren Einheiten. Die Inhalte der Einheiten werden durch kurze Videos präsentiert. Für die Teilnehmer gibt es keinen festen Zeitplan. Die Videos können zu beliebigen Zeiten angesehen werden, sagt Scharnhop. Außerdem gebe es die Möglichkeit zur Diskussion im bereitgestellten Forum, auftretende Fragen sollen dort beantwortet werden.

Das Angebot ist Teil des Projektseminares „Kollaboratives Wissensmanagement und E-Learning“ von Prof. Dr. Joachim Griesbaum. Er sagt, der Online-Kurs  „Datenschutz bei Facebook & Co“ folge dem Trend virtueller Großgruppen-Lernszenarien. „Diese beruhen auf dem Gedanken, dass Wissen in Online-Netzwerken und -Communities sozial erzeugt und erworben wird“, so Griesbaum.

Die Studierenden haben bei der Gestaltung dieses Lernangebots vieles einbezogen – sie haben Lernziele und Zielgruppen definiert, Inhalte erarbeitet, die Lerntechnologien konfiguriert. Und dabei selbst die Projektarbeit organisiert. „So sammeln sie Projekterfahrung und erwerben zugleich praxistaugliches Know-How im Bereich E-Learning und Wissensmanagement. Zugleich leistet der Kurs einen wichtigen Beitrag, um typische Netznutzer für das Thema Datenschutz zu sensibilisieren. Das hohe Engagement, die ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstorganisation sowie die fachliche Kompetenz und Kreativität der Teilnehmer haben mich von Beginn des Kurses an beeindruckt“, sagt Griesbaum, der seit 2008 an der Universität Hildesheim Juniorprofessor für Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt „Soziale Netzwerke und Kollaborative Medien“ ist.

Anmeldung zum Onlinekurs: www.onlinekurs-datenschutz.de

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik
news-5913 Wed, 02 Jan 2013 11:03:00 +0100 Informationstechnologie fasziniert https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/informationstechnologie-fasziniert/ Seit fast 15 Jahren besteht der Arbeitskreis Informationstechnologie (AK IT). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität stellen ihre Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte im Arbeitskreis vor. Studierende erhalten unmittelbare Einblicke in Unternehmen. Mit dem Arbeitskreis Informationstechnologie (AK IT) soll die Zusammenarbeit zwischen der regionalen Wirtschaft und der Universität Hildesheim gestärkt werden. Die Partnerunternehmen bringen unternehmensspezifische Fragen in den Arbeitskreis ein. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität stellen im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers ihre Forschungsschwerpunkte vor. Studierende bringen während ihres Studiums im Wirtschaftspraktikum, der Projektarbeit und der Abschlussarbeit ihr Wissen ein, um praxisrelevante Problemstellungen zu lösen. Und sie verfügen bereits beim Studienabschluss über Praxiserfahrung.

Das 30. Treffen begann Ende 2012 mit einer Premiere: Marc Diederich, Nachfolger von Gerald Frank als Leiter der Geschäftsstelle Hildesheim der IHK Hannover, begrüßte zum ersten Mal die Vertreter aus Wirtschaft und Universität. Er versicherte, die Stärken des Arbeitskreises, den unmittelbaren Erfahrungsaustausch zwischen der Hochschule und ihren Partnerunternehmen, fortzuführen. Gastgeber war dieses Mal die Delphi Deutschland GmbH, über Trends und Infotainmentprodukte in der Automobilindustrie referierten Frank Steinmetz und Detlef Wilke.

Von der Universität Hildesheim präsentierte Prof. Lars Schmidt-Thieme eines seiner EU-Forschungsprojekte, bei dem Delphi zu den Industriepartnern gehört: das Reduction-Projekt. In Zusammenarbeit mit Praxispartnern werden besonders energieeffiziente Fahrtrouten („Eco-Routing“) für eine landesweit operierende dänische Taxiflotte entwickelt und der Einfluss des Fahrerverhaltens auf den Kraftstoffverbrauch am Beispiel des Bus-ÖPNV in Nikosia/Zypern erforscht. Außerdem untersucht das Forscherteam ein Multimodales Flottenmanagement (unter Einbeziehung verschiedener Verkehrsmittel) in Griechenland.

Wichtiger Bestandteil der Sitzungen sind die Beiträge von Studierenden. So stellte Laura Weidner, Bachelor-Studentin im Studiengang Informationsmanagement und Informationstechnologie (IMIT) Ergebnisse aus ihrem Praktikum bei einem regionalen Unternehmen vor. In einer online-Befragung von Kunden hat sie deren Zufriedenheit und die von Kunden gewünschten Produktinnovationen erhoben. Die Ergebnisse helfen dem Unternehmen Produkte und Marketingmaßnahmen weiterzuentwickeln. 

Zwei neue Bereiche des Studiengangs IMIT stellte Prof. Martin Sauerwein, Dekan des Fachbereich IV der Universität Hildesheim, vor: Green IT und Umweltwissenschaft. Im Schwerpunkt Green IT lernen Studierende zum Beispiel, wie durch nachhaltige Systemadministration ein CO2-reduzierter Betrieb von Rechnersystemen möglich ist oder mit welchen Verfahren und Techniken IT-Hardware wiederverwertet werden kann (Recycling) (Green IT und Umweltwissenschaft im Uni-Journal, Ausgabe Dezember 2012).

Praxisnah studieren

Seit Einrichtung der beiden Studiengänge „Wirtschaftsinformatik“ (WINF) und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ (IMIT) haben 350 Studierende ihr Praktikum bei Partnerunternehmen absolviert. Aus diesen Praktika haben sich oft interessante Projekt- und Abschlussarbeiten ergeben. Im Jahr 2012 wurden 40 Praktika bei den Partnerunternehmen durchgeführt, für das Jahr 2013 rechnet die Universität mit einer weiteren Steigerung.

Um Studierende und Partnerunternehmen beim Kennenlernen und der Wahl eines geeigneten Unternehmens bzw. der geeigneten Praktikanten zu unterstützen, findet am 23. Januar 2013 erstmalig ein „Speed-Dating“ zwischen Studierenden und Partnerunternehmen statt.

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Pressemeldungen Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4
news-5491 Mon, 15 Oct 2012 18:37:00 +0200 Rekordzahl an Studienanfängern an der Universität Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/rekordzahl-an-studienanfaengern-an-der-universitaet-hildesheim/ 100 Tutoren – Studierende aus höheren Semestern – begleiten in diesen Tagen 1349 Bachelor-Studienanfänger beim Studieneinstieg an der Stiftung Universität Hildesheim. Zudem beginnen 699 Studierende ihr Master-Studium. Die Universität zählt in diesem Wintersemester insgesamt 6300 Studierende, so viele wie nie zuvor (vorläufige Zahl). „Von Aristoteles lernen wir: Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen, ein zoon politikon. Sie studieren an der Universität in einer Gemeinschaft, helfen Sie sich gegenseitig“, wandte sich Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich im Rahmen der Immatrikulationsfeier am Montag an die Studienanfänger. „Nehmen Sie unsere Unterstützung an, die Stipendienprogramme, die Angebote des Lese- und Schreibzentrums, die Beratung für Auslandsaufenthalte. Überlegen Sie auch, was Sie zurückgeben können.“

1349 Bachelorstudierende und 699 Masterstudierende beginnen in diesen Tagen ihr Studium an der Universität Hildesheim. Damit steigt die Gesamtstudierendenzahl auf 6317. Rund 9200 Studieninteressierte hatten sich auf rund 2000 Studienplätze beworben. „Wir erreichen eine Rekordzahl und damit die Grenzen unserer Kapazität. In dieser Größenordnung wollen wir uns weiter bewegen“, so Präsident Friedrich, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den zentralen Einrichtungen und Dezernaten für ihre engagierte Arbeit dankte.

Aus Leipzig und Magdeburg nach Hildesheim

Jonathan Mamo-Wilhelmy, 18, und Sophia Schönberger, 19, aus Leipzig freuen sich auf das Studium der „Pädagogischen Psychologie“, da die Uni die gesamte Bandbreite – vom Kind bis zu älteren Menschen – abdeckt. „Wir haben uns in Leipzig, Dresden, Berlin, Chemnitz beworben“, listen sie auf. Beide erhalten Unterstützung von ihren Eltern, um die Studiengebühren zu finanzieren. „Ich will mir in Hildesheim einen Job suchen, aber der Fokus bleibt beim Studium“, sagt Sophia.

Victoria Forberger schätzt die persönliche Atmosphäre auf dem Uni-Campus. „Nach der Aufnahmeprüfung für das Fach Kunst habe ich mich über die Zusage gefreut, vor allem, weil ich Seminare auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg belegen werde.“ Die 20-Jährige kommt aus der Nähe von Magdeburg und ist eine der über 500 neuen Lehramtsstudierenden. Dabei verbringt sie das Studium nicht nur im Hörsaal: Ab Anfang November erleben die Lehramtsstudierenden ihre ersten Schultage in Partnerschulen. Victoria Forberger wird im ersten und zweiten Semester jeden Freitagvormittag Unterricht beobachten und mit Lehrern und Wissenschaftlern in Seminaren analysieren. Insgesamt studieren rund 2500 angehende Grund-, Haupt- und Realschullehrer in Hildesheim. Zum Wintersemester 2012/13 hatten sich mehr als 3000 Studieninteressierte beworben.

Etwa ein Viertel der neuen Lehramtsstudierenden ist männlich, die Universität Hildesheim möchte mit dem Projekt „Männer und Grundschullehramt“ das Berufsfeld für mehr Männer öffnen. Marius Marutschke will Grundschullehrer werden und hofft im Studium auf den Umgang mit Schülern vorbereitet zu werden, die Deutsch als Zweitsprache erlernen.

100 Tutoren – Studierende aus höheren Semestern – begleiten die Erstsemester beim Studieneinstieg und helfen zum Beispiel bei der Stundenplangestaltung. Die Zentrale Studienberatung will damit den Übergang von der Schule in die Hochschule erleichtern. Der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) und das Studierenden-Parlament (StuPa) stellen in dieser Woche vor, wie Studierende die Uni mitgestalten können.

„Lieblingsfach Mathematik“: Preis des DAAD

Weiwan Zhuang aus China wurde während der Immatrikulationsfeier für ihre hervorragenden Studienleistungen im Studiengang „Wirtschaftsinformatik“ ausgezeichnet. Sie erhält den mit 1000 Euro dotierten Preis des DAAD für herausragende ausländische Studierende. Das Lieblingsfach von Weiwan Zhuang ist die Mathematik. Prof. Dr. Klaus Ambrosi zeigt sich begeistert von ihren „außergewöhnlichen Leistungen und dem sorgfältigen und gewissenhaften Studium, das sie mit Ehrgeiz und großem zeitlichen Engagement betreibt“. Außerdem unterstützt sie das International Office ehrenamtlich bei der Betreuung neuer chinesischer Studierender.

Im Wintersemester 2012/13 studieren an der Universität Hildesheim 23 % mehr ausländische Studierende als im Vorjahr. Die 116 Programmstudierenden kommen aus 22 Ländern, 33 aus Spanien, 16 aus Frankreich und 10 aus der Türkei. Die meisten ausländischen Vollzeitstudierenden kommen aus der Türkei, Polen, der Ukraine und Russland.

Brief der Niedersächsischen Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka an die Studienanfängerinnen und Studienanfänger (PDF)

Eine Bildergalerie zum Studienbeginn finden Sie hier ab Freitag.

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Pressemeldungen Psychologie Fachbereich 1 Lese- und Schreibzentrum Fachbereich 2 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 BSc PäPsy Polyv. 2-Fäch.BA BSc WInfo
news-5084 Mon, 03 Sep 2012 19:14:00 +0200 Green IT und Umweltwissenschaft: Bewerbung bis 22. Oktober https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/green-it-und-umweltwissenschaft-bewerbung-bis-22-oktober/ Die Universität Hildesheim erschließt als eine der ersten Hochschulen in Niedersachsen neue Felder der angewandten Informatik: Zum Wintersemester 2012/13 führt sie zwei neue Bereiche in den Bachelor- und Masterstudiengängen „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ ein: Green IT und Umweltwissenschaft. Dabei geht es zum Beispiel um den nachhaltigen Umgang mit Informationstechnik in Bezug auf Anwendung, Betrieb und Wiederverwertung. Bis zum 22. Oktober können sich Studieninteressierte bewerben. „Green IT – effizienter und nachhaltiger Umgang mit Informationstechnik“

Die Universität Hildesheim zählt zu den ersten Hochschulen in Niedersachsen, die „Green IT“ in der Lehre anbieten. Ziel des Bereichs „Green IT – effizienter und nachhaltiger Umgang mit Informationstechnik“ ist der nachhaltigere Umgang mit der Informations- und Kommunikationstechnik in Bezug auf ihre Anwendung, ihren Betrieb und ihre Wiederverwertung. Studierende sollen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, mit denen sie Ökonomie und Ökologie, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Informationstechnik kombinieren. In der Lehre sollen auch IT-Anwendungen und Methoden zur Effizienzhebung in anderen Technologiebereichen (Smart GRID, Smart-Home, E-Mobilität u.a.) vermittelt werden.

Zur Lehre zählt der gesamte Hardware-Bereich – von der nachhaltigen Produktion über die Nutzung bis hin zur sinnvollen Rückführung und Wiederverwertung. „Green IT“ gründet sich dabei auf ein Curriculum, das sich an die Informationstechnik, die Umweltwissenschaften, die Ökologie und die Betriebswirtschaftslehre anlehnt.

Absolventen mit einem Schwerpunkt im Bereich „Green IT“ können zum Beispiel zu einer „Nachhaltigen Systemadministration“ (Betrieb) und zu „Verfahren und Techniken der Wiederverwertung“ (Recycling) beitragen.

Bereich „Umweltwissenschaft“

Im neuen Bereich „Umweltwissenschaft“ im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ (IMIT, B.Sc., M.Sc.) sollen Studierende informationstechnologische Grundlagen auf Umweltprobleme anwenden und Lösungsstrategien entwickeln. Gegenstand der Lehre ist das Verständnis ökologischer Systeme, des Landschaftshaushaltes und der Landschaftsmodellierung. Ferner sollen IT-Anwendungen und Methoden zur Analyse umweltwissenschaftlicher Fragestellungen vermittelt werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie Altlasten digital flächendeckend erfasst und ein digitales Umweltkataster aufgebaut werden kann.

Neben dem Erwerb umweltwissenschaftlicher Grundlagen (Biologie, Geoökologie, Umweltsicherung) stehen insbesondere Umweltinformationssysteme (Umweltinformatik, Geographische Informationssysteme, Modellierung komplexer Systeme) und praktische Anwendungen im Fokus. Letzteres betrifft die Verarbeitung räumlich relevanter Umweltdaten (Wasser, Abwasser, Energie, Stoffströme) in Unternehmen und Behörden bis hin zur Optimierung von Navigationssystemen.

Absolventen mit einem Schwerpunkt im Bereich „Umweltwissenschaft“ sind zum Beispiel als Umweltbeauftragte in IT-Unternehmen, in Forschungsinstitutionen, Universitäten und Behörden gefragt.

Studieninteressierte können sich mit ihren Nachfragen gerne an Prof. Dr. Martin Sauerwein (Umweltwissenschaft) und Prof. Dr. Helmut Lessing (Green IT) wenden. Bewerbungsschluss ist der 22. Oktober 2012.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Informatik Biologie & Chemie Geographie Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik BSc IMIT MSc IMIT-M Biologie
news-5317 Tue, 14 Aug 2012 16:56:00 +0200 Studiengang für grüne IT https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/studiengang/ Pressespiegel regional Mathematik & Angewandte Informatik Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Biologie & Chemie Fachbereich 4 news-5315 Mon, 13 Aug 2012 16:53:00 +0200 Die Maschine fährt schlauer als der Mensch https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/die-maschine/ Universität Hildesheim koordiniert ein internationales EU-Forschungsprojekt für umweltschonenderes Autofahren Pressespiegel regional Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Mathematik & Angewandte Informatik news-5034 Tue, 31 Jul 2012 11:23:00 +0200 Wenn Maschinen lernen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/wenn-maschinen-lernen/ „Big data“: Mensch oder Maschine – wer behält den Überblick? Wie können Daten gesammelt, geordnet und weiterverarbeitet werden? 200 Datenexperten aus dem In- und Ausland diskutieren über neue Methoden und ihre Anwendung auf der Internationalen Jahreskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Klassifikation (GfKl) vom 1. bis 3. August in Hildesheim. An der Universität Hildesheim forschen Wissenschaftler über das „Maschinelle Lernen“, IT-Interessierte studieren in Hildesheim Wirtschaftsinformatik. „Datenvolumen wachsen – da sind so viele Informationen versteckt, die man alleine gar nicht finden kann“, erklärt Informatikerin Ruth Janning ihre Begeisterung für den Forschungsbereich „Maschinelles Lernen“ der Universität Hildesheim. „Also kommen die Maschinen ins Spiel, erkennen Muster, werten Datenmengen aus, klassifizieren sie.“ So können zum Beispiel Instrumente aus Musikstücken erkannt werden oder die Kreditwürdigkeit von Bankkunden erklärungsfähig bewertet werden.

Welche Probleme und Herausforderungen entstehen beim Ordnen, Klassifizieren und Analysieren von Daten? Wie kann man diese bewältigen, welche Methoden werden in der Praxis angewendet? Diesen Fragen geht Prof. Dr. Dr. Lars Schmidt-Thieme nach. Er leitet an der Universität Hildesheim den Bereich Wirtschaftsinformatik und Maschinelles Lernen. Große Datenmengen, wie Unternehmen, Finanzmarkt oder Verwaltung sie sammeln und aufbereiten, gehören zu seinem Forschungsalltag und zur Lehre im Studiengang Wirtschaftsinformatik. „Wir behalten den Überblick im Chaos. Für uns gibt es kein ‚Zuviel‘ an Daten.“

200 Datenexperten aus dem In- und Ausland werden zur 36. Internationalen Jahreskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Klassifikation (GfKl) an der Stiftung Universität Hildesheim erwartet. Vom 1. bis 3. August beschäftigen sich die Wissenschaftler mit Methoden der Daten-Analyse und Statistik, des Maschinellen Lernens und der Wissensentdeckung („Knowledge-Discovery") sowie deren Anwendung.

„Datenanalyse ist derzeit unter dem Stichwort ‚big data‘ in nahezu allen Unternehmensbereichen von großer Bedeutung“, unterstreicht Prof. Schmidt-Thieme. In der Logistik, um Touren zu optimieren; im Online-Marketing, um herauszufinden, welche Produkte Kunden wirklich interessieren; in sozialen Netzwerken und Informationssystemen, um Inhalte und Abläufe an Nutzer-Bedürfnisse anzupassen. In der Medizin und den Biowissenschaften können mithilfe von Datenauswertungen personalisierte Therapien vorgeschlagen, im Verkehrswesen, Fahrzeuge intelligent geroutet und Fahrern zielgerecht Informationen bereitgestellt werden.

Aktuell arbeiten die Wissenschaftler der Universität Hildesheim in mehreren EU-geförderten Projekten, die Anwendung im Alltag finden. In großen Datenmengen suchen sie Regelmäßigkeiten und Muster, um für die Zukunft Empfehlungen oder Voraussagen zu treffen. Zwei Beispiele:

Ziel des Forschungsprojekts „Remix“ ist es, Museumsbesuchern einen „personalisierten Museumsbesuch" zu ermöglichen: Derzeit entwickeln die Wissenschaftler ein System, das Besuchern des Roemer- und Pelizaeus-Museums (RPM) in Hildesheim durch Datenanalyse und -aufbereitung Exponate „empfiehlt“. Es basiert auf RFID-Technologie (Radio Frequency Identification). Alle Exponate sind mit Sendern, die Besucher mit Smartphones und Empfängern ausgestattet.

Umweltfreundliche Verkehrsführung durch Datenanalyse: Wie können Fahrzeuge intelligent geroutet und Fahrer zielgerecht Informationen bereitgestellt werden? Im EU-geförderten Projekt „Reduction“, das von der Universität Hildesheim koordiniert wird, entwickeln Wissenschaftler aus fünf Ländern (Deutschland, Griechenland, Dänemark, Zypern, Niederlande) durch Aufbereitung von Daten ein intelligentes Transportsystem für das Management von Verkehr.

„Datenanalyse und Maschinelles Lernen ist wie die meisten Technologien anwendungsneutral: Man kann Prozesse für Menschen verbessern oder sie mit Werbung überhäufen. Bei der Anwendung dieser Technologien, insb. auf personenbezogene Daten, bedarf es deshalb klarer gesellschaftlicher, z.B. gesetzlicher Regelungen.“, unterstreicht Prof. Schmidt-Thieme.

Datenexperten auf Internationaler Konferenz vom 1. bis 3. August

Die GfKl ist die größte deutsche interdisziplinär ausgerichtete Konferenz im Bereich der Datenanalyse. Wissenschaftler aus Statistik und Mathematik, Informatik, Wirtschaftswissenschaften, insbesondere Marketing und Finanzwirtschaft, den Biowissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften diskutieren auf der Konferenz über methodische Herausforderungen. Dabei betrachten die Datenexperten Problemstellungen aus der Daten-Analyse im Marketing, Finanzwesen, in der Bioinformatik und interdisziplinären Bereichen. Die Referenten und Gäste kommen u.a. aus Japan, Italien, USA, Frankreich, Deutschland, Canada.

Eröffnet wird die Konferenz am Mittwoch, 1. August um 9:00 Uhr auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim (Burg-Theater).

Die Universität Hildesheim richtet die Konferenz zusammen mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg aus. Ein wichtiges Ziel ist es, junge Nachwuchs-wissenschaftler zu international konkurrenzfähigen Forschungsleistungen zu motivieren.

Maschinelles Lernen: Aktuelle Forschungsprojekte der Universität Hildesheim

Wirtschaftsinformatik in Hildesheim studieren / noch bis zum 22. Oktober einschreiben (Bachelor)

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Pressemeldungen Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Forschung Tagungen & Kongresse
news-5036 Tue, 31 Jul 2012 10:58:00 +0200 Vom personalisierten Museumsbesuch bis zu energiesparender Verkehrsführung https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/vom-personalisierten-museumsbesuch-bis-zu-energiesparender-verkehrsfuehrung/ In Datenmengen suchen sie nach Regelmäßigkeiten und Mustern, um für die Zukunft Empfehlungen oder Voraussagen zu treffen. Wie können Fahrzeuge intelligent geroutet und Fahrern zielgerecht Informationen bereitgestellt werden? Im EU-geförderten Projekt „Reduction“, das von der Universität Hildesheim koordiniert wird, entwickeln Wissenschaftler aus fünf Ländern bis 2014 durch Aufbereitung von Daten ein intelligentes Transportsystem im Verkehrsbereich. Ziel ist die Minderung von CO2-Emissionen. Mit „Remix“ ermöglichen die Forscher Museumsbesuchern einen „personalisierten Museumsbesuch".

Intelligente Verkehrsführung durch Datenanalyse: „Reduction“

Der effektive und umweltfreundliche Transport von Gütern ist eine der großen Herausforderungen des europäischen Verkehrssektors: Der Waren- und Personentransport leistet einen erheblichen Beitrag zur Luftverschmutzung und globalen Erwärmung durch die Emission von Kohlendioxid (CO2).

Wie können CO2-Emissionen reduziert werden? Trotz der Fortschritte im Fahrzeugbau ist der Einsatz von zusätzlichen Technologien notwendig. Die Universität Hildesheim entwickelt mit Partnern aus fünf EU-Ländern ein intelligentes Transportsystem für das Management von Verkehr. Die EU fördert das dreijährige Forschungsprojekt „Reduction“ bis Herbst 2014. Koordiniert wird es von Prof. Dr. Dr. Lars Schmidt-Thieme, Bereich Wirtschaftsinformatik und Maschinelles Lernen an der Universität Hildesheim.

Zum Einsatz kommen neue Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT). Die Wissenschaftler sammeln historische und Echtzeit-Daten über das Fahrerverhalten und Wegstrecken. Die Daten stammen aus Simulationen und von  Feldversuchen in Zypern, Dänemark und den Niederlanden.

Durch Aufbereitung und Kombination der Daten sollen für zukünftige Fahrten Vorhersagen getroffen werden. Ziel ist, das Fahrverhalten und die Route zu optimieren. „Was ist der optimale umweltfreundliche Weg, um in Stoßzeiten von A nach B zu gelangen? In den umfassenden Daten, die wir in den nächsten Monaten aufzeichnen, suchen wir nach Verhaltensmustern bei den Fahrern, zum Beispiel bei der Beschleunigung, im Bremsverhalten und bei der Routenauswahl“, erklärt Schmidt-Thieme. „Wie können wir das Fahrerverhalten optimieren, den Fahrer bei Entscheidungen unterstützen? Wann bremse ich, wann beschleunige ich energiesparend?“ Fahrer erhalten auf einem Bildschirm in Echtzeit individuelle Rückmeldungen zu ihrem Fahrverhalten und Verbesserungsvorschläge.

Personalisierter Museumsbesuch: „Remix“

Ziel des Forschungsprojekts „Remix“ ist es, Museumsbesuchern einen „personalisierten Museumsbesuch" zu ermöglichen: Derzeit entwickeln die Wissenschaftler ein Empfehlungssystem, das Besuchern des Roemer- und Pelizaeus-Museums (RPM) in Hildesheim Exponate „empfiehlt“. Es basiert auf RFID-Technologie (Radio Frequency Identification). Alle Exponate sind mit Sendern, die Besucher mit Smartphones und RFID-Empfängern ausgestattet.

Während des Besuchs werden Aufenthaltsdaten erfasst, die einen Rückschluss auf die Interessen des Besuchers ermöglichen. „Mithilfe einer Innenraum-Lokalisierungs-Technik kann man feststellen, wo genau im Museum sich ein Besucher befindet. Kombiniert mit den Informationen darüber, welche Details sich der Besucher im tragbaren Museums-Führer anschaut, empfiehlt das REMIX-System dem Besucher weitere Exponate“, erklärt Schmidt-Thieme.
Aus den erhobenen Daten werden wiederum Empfehlungen für künftige Besuche berechnet. Im Museum können zudem Informationen zu Exponaten abgerufen werden. Museen können mit „Remix“ Informationen über die Präferenzen der Besucher sammeln, analysieren und dadurch ihren Service verbessern.

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Pressemeldungen Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Forschung
news-5295 Sat, 28 Jul 2012 13:52:00 +0200 Uni Hildesheim_ MINT-Absolventen starten ins Studium https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/uni-hildeshe/ Harter Kampf der Unternehmen um Absolventen / Standortvorteil in großen Städten Pressespiegel regional Mathematik & Angewandte Informatik Informatik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Physik news-4972 Tue, 10 Jul 2012 08:17:00 +0200 Intelligente Bibliothek sorgt für Aufsehen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/intelligente-bibliothek-sorgt-fuer-aufsehen/ In öffentlichen Gebäuden, von Schulen bis zur Verwaltung, schlummert viel Energisparpotential. Mit der „intelligenten Bibliothek" zeigt die Universität Hildesheim, wie Energieeinsparungen von bis 45 Prozent erzielt werden können. Das Modellprojekt sucht Nachahmer. „Energie sparen - das ist das Zauberwort, das die Universitätsbibliothek auf ungewöhnliche Weise gelöst hat: Intelligente Elektronik soll das Ziel erreichen. Und das Ziel heißt: 50 Prozent weniger Energie. Der energetische Zustand in der Bibliothek lässt sich nun auch im Büro des EDV-Fachreferenten mit einem Mausklick erkennen", berichtet Michael Engel in einer Reportage für Deutschlandradio Kultur. In der Sendung „Elektronische Welten" geht er der vernetzten Gebäudetechnik auf den Grund und unterstreicht, dass das Modellprojekt an der Universität Hildesheim in Forschung und Lehre eingebettet ist. Viele Abschlussarbeiten von Studierenden der Bachelor- und Masterstudiengänge „Umweltsicherung" und „Umweltwissenschaft und Naturschutz" beschäftigen sich mit dem Thema Energiesparen in öffentlichen Gebäuden. „Das Thema stößt bei jungen Leuten auf pure Begeisterung", stellt Deutschland Radio Kultur fest.

Im Juni wurde die bundesweit erste „Smart Library" eröffnet, ein Forschungsprojekt der Universität Hildesheim. Erstmals wurde im laufenden Betrieb ein öffentliches Gebäude dieser Art, Baujahr 1990, in seinem kompletten Energiemanagement umgerüstet. Studierende, Wissenschaftler, Techniker und das Baudezernat haben das Projekt gemeinsam entwickelt. Die Universität erwartet Energieeinsparungen von bis zu 45 Prozent. Die investierten Kosten sollen sich in drei Jahren amortisiert haben. Mit Spannung werden die nächsten Messergebnisse erwartet.

„Smarte Bibliothek. Mit intelligenten Technologien wird an der Universität Hildesheim Geld gespart", Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton: Elektronische Welten (Hörfunk-Beitrag von Michael Engel, 26.06.2012, 6 Min)

„‚Smart Library‘ an der Uni Hildesheim. Die Hildesheimer Uni-Bibliothek ist die erste Smart Library in Deutschland. Durch neue Technologien soll jede Menge Energie gespart werden.“, NDR (Filmbeitrag von Eric Klitzke, 21.06.2012, 1 Min 30)

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Pressemeldungen Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Universitätsbibliothek BSc UWS MSc Umwelt
news-5366 Sat, 23 Jun 2012 14:49:00 +0200 Computer steuern künftig Energiebilanz der Universität https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/computer-ste/ Universität will mit neuer Technologie 35 Prozent der Energiekosten einsparen /Pilotprojekt möglich auch für weitere Hochschulbereiche Pressespiegel regional Universitätsbibliothek Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-4820 Wed, 20 Jun 2012 15:52:00 +0200 Bibliothek mit Grips: Bundesweit erste „Smart Library“ soll 35 Prozent Energie einsparen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/bibliothek-mit-grips-bundesweit-erste-smart-library-soll-35-prozent-energie-einsparen/ Wie von Geisterhand: Künftig wird das komplette Energiemanagement – von Beleuchtung, über Klimatisierung bis zu den Heizungen – der Universitätsbibliothek Hildesheim „intelligent“ gesteuert. Ziel ist es, den Energieverbrauch technisch um bis zu 35 Prozent zu senken. Kern des Systems sind „Smart-Home-Technologien“, die in einem Netzwerk die Gebäudetechnik effizient zusammenführen und steuern. Das intelligente Netzwerk ist in hohem Maße entwicklungsfähig.

Das zweigeschossige, alleinstehende Bibliotheksgebäude wurde in mehrere „Energie-Bereiche“ unterteilt: Sensoren erfassen zum Beispiel den Lichteinfall im Raum und regeln bereichsspezifisch die Beleuchtung in den öffentlichen Arbeitsbereichen. Die Außenjalousien reagieren segmentbezogen auf Licht und Wärme. Alte Thermostate der Heizkörper wurden durch neue Regler ersetzt, die über Funksensoren gesteuert werden. Bei Sommerhitze werden die Räume nachts „durchgespült“ (Luftwechsel). Über Funktechnologie sind alle Sensoren und Aktoren vernetzt und werden über eine Software gesteuert. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 70.000 Euro.

„Die Energiewende in Deutschland wird nur gelingen, wenn zwei Wege gleichzeitig mit Erfolg beschritten werden: neue, regenerative Energien und effiziente Energienutzung. Das Projekt ‚Smart Library‘ ist ein innovativer Beitrag zur effizienten Energienutzung“, unterstreicht Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich. Im Rahmen der Eröffnung am heutigen Mittwoch wurden die technischen Neuerungen erstmals vollständig in Betrieb genommen.

Die „Smart Library“ der Universität Hildesheim ist ein bundesweit einmaliges Lehr- und Forschungsprojekt. „Am Anfang stand die Frage, wie wir die Kosten und den Energieverbrauch in einem öffentlichen Gebäude, das täglich von 7:00 bis 21:00 Uhr genutzt wird, senken können“, berichtet Dr. Ewald Brahms, Direktor der Universitätsbibliothek Hildesheim.

Die Universität rechnet mit hohen Energieeinsparungen und einer Kostensenkung von bis zu 35 Prozent (Einsparung von Strom : bis zu 45 Prozent, Senkung der Heizungskosten: bis zu 30 Prozent). „Wir messen in den nächsten Monaten die Energieverbrauchsdaten und analysieren sie“, erklären Prof. Dr. Helmut Lessing vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik und Student Andre Vespermann. „Wenn die Erwartungen erfüllt werden, könnte unsere Universitätsbibliothek zu einem Modell für weitere öffentliche Gebäude werden.“

Die Universitätsbibliothek Hildesheim ist Lern- und Arbeitsort für 6.000 Studierende und rund 400 Lehrende. 1990 wurde das freistehende, zweigeschossige Gebäude in Betrieb genommen. Vor der Modernisierung zur „Smart Library“ war die Gebäudetechnik veraltet; nur eine großräumige manuelle Beleuchtung, Beheizung und Belüftung möglich.

Studierende der Bachelor- und Master-Studiengänge „Umweltsicherung“ und „Umweltwissenschaft und Naturschutz“, Wissenschaftler und Mitarbeiter aus dem Baudezernat der Universität haben seit Anfang 2011 gemeinsam mit den Firmen Ben Said Elektrotechnik und INGA Ingenieurgesellschaft für Gebäudeautomation die technologische Umrüstung entwickelt und im laufenden Betrieb eingerichtet.

„Von der technischen Umrüstung zur Smart Library habe ich gar nichts mitbekommen, das lief leise ab und die Bib musste nicht geschlossen werden“, berichtet Lehramtsstudentin Lisa Weinhöfer, die sich regelmäßig in der Bibliothek auf Prüfungen vorbereitet. „Ich finde es wichtig, dass man nicht nur zu Hause ans Energiesparen denkt, wenn man selbst auch die Kosten bezahlen muss. In öffentlichen Gebäuden gibt es viel Energiesparpotenzial.“

Die manuelle Nachsteuerung der Geräte ist auch künftig möglich. Die Universität Hildesheim appelliert weiter zu energiesparendem Nutzerverhalten – gerade in öffentlichen Gebäuden.

Medienbericht:

NDR online (Filmbeitrag von Eric Klitzke, 21.06.2012, 1 Min 30): „‚Smart Library‘ an der Uni Hildesheim. Die Hildesheimer Uni-Bibliothek ist die erste Smart Library in Deutschland. Durch neue Technologien soll jede Menge Energie gespart werden.“

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Pressemeldungen Universitätsbibliothek Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik BSc UWS MSc Umwelt
news-4604 Fri, 20 Apr 2012 08:15:00 +0200 Weltliga im Hörsaal: Spitzenkräfte von Bosch geben Einblicke in die Produktentwicklung https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/weltliga-im-hoersaal-spitzenkraefte-von-bosch-geben-einblicke-in-die-produktentwicklung/ Sie gehören zur Weltliga der Produktentwickler für vernetzte und weltweit einsetzbare Infotainment-Systeme - ab April kehren sie zurück in den Hörsaal: 15 Führungskräfte der Robert Bosch Car Multimedia GmbH geben Studierenden der Universität Hildesheim Einblicke in die Produktentwicklung, in Technologien für Navigationsgeräte und Fahrerassistenzsysteme. Das Pilotprojekt startet mit einer Vorlesungsreihe, universitäre Lehre wird kontinuierlich durch hochkarätige Praktiker ergänzt. Es dürfte bundesweit einmalig sein: 15 Spitzenkräfte des Unternehmens Bosch starten ein Pilotprojekt in Kooperation mit der Universität Hildesheim. „Wir gehen mit unseren Führungskräften in den Hörsaal, um junge Menschen für IT-Berufe zu begeistern. Studierende erhalten Einblicke in aktuelle Produktentwicklungsprozesse und erfahren unmittelbar mehr über die Anforderungen in der Industrie“, unterstreicht Dr. Uwe Thomas, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Car Multimedia GmbH. „Dass ein Unternehmen eine komplette Vorlesungsreihe mit weltweit tätigen Führungskräften ehrenamtlich konzipiert und durchführt, ist einmalig. Die Mitarbeiter können unseren Studierenden frühzeitig im Studium wertvolle Berufserfahrungen weitergeben. Theorie und Praxis werden verzahnt, die universitäre Lehre durch Praktiker ergänzt“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich.

Am Montag ist das Pilotprojekt gestartet: Die Studierenden der Universität Hildesheim lernen in der Vorlesungsreihe „Pr oduktentwicklung und Technologien für Navigationsgeräte und Fahrerassistenzsysteme“ Aufgaben und Herausforderungen einer Produktentwicklung anhand von realen Beispielen kennen. „Als Beispielprodukte für den Entwicklungsprozess dienen Navigations- und Fahrerassistenzsysteme. Neben der Behandlung von betriebswirtschaftlichen Aspekten wird in die Technologien von Bosch eingeführt. Wir möchten Interesse wecken“, so Dr. Thomas Kleine-Besten, der die Lehrveranstaltung mit seinen Kollegen konzipiert und mit Dr. Felix Hahne von der Universität abgestimmt hat. Das Interesse ist groß: Über 50 Studierende kamen zur ersten Vorlesung, einer Wahlveranstaltung.

Nach Semesterende werden die Beteiligten – Studierende, Bosch, Universität – beraten, in welcher Form die Kooperation fortgeführt wird. Perspektivisch ist ein stärkerer Austausch auf internationaler Ebene möglich.

„Nach über zehnjähriger Kooperation – über 100 IT-Studierende haben bereits Wirtschaftspraktika, Projekt- oder Abschlussarbeiten bei Bosch in Hildesheim absolviert – beginnt damit eine neue Zusammenarbeit in der Lehre. Die Vorlesungsreihe ist für unsere Studierenden einer hervorragende Bereicherung der Lehre und zeigt ihnen interessante Berufsperspektiven auf“, so Prof. Dr. Klaus Ambrosi, Direktor des Instituts für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik.

Die Lehrveranstaltungen richten sich an Studierende der Studiengänge Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement und Informationstechnologie, Internationales Informationsmanagement sowie Internationale Kommunikation und Übersetzen. An der Universität Hildesheim studieren derzeit rund 350 im IT-Bereich.

Bosch in Hildesheim

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungs-unternehmen mit weltweit mehr als 300.000 Mitarbeitern in über 60 Ländern. Am Standort Hildesheim sind rund 3.400 Mitarbeiter beschäftigt. Neben dem Werk des Geschäftsbereichs Starter und Generatoren sind der Bosch-Geschäftsbereich Car Multimedia sowie verschiedene Zentral- und Forschungsabteilungen von Bosch im Hildesheimer Wald angesiedelt. Letztere arbeiten im Wesentlichen für die Vorausentwicklung von Multimedia-, Telematik- und das Fahrzeugumfeld erfassenden Systemen für die Kraftfahrzeug- und Sicherheitstechnik.

Rund 1.250 von weltweit insgesamt 5.000 Mitarbeitern des Bosch-Geschäftsbereichs Car Multimedia entwickeln in Hildesheim entsprechende Funktionsbausteine und Geräte sowie integrierte Systemlösungen für automobilgerechte Anwendungen. Dazu gehören innovative und weltweit einsetzbare Infotainment-Systeme für die Automobilmärkte in Europa, Amerika und Asien.

Hildesheim ist im internationalen Netzwerk des Bosch-Geschäftsbereichs Car Multimedia Vertriebs- und Verwaltungs-Headquarter sowie zentraler Technologiestandort und übernimmt koordinierende Aufgaben für die weltweiten Entwicklungs- und Fertigungskonzepte des Geschäftsbereichs an weiteren Bosch-Standorten in Deutschland, Portugal, Ungarn, Malaysia, Indien und China.

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news-4130 Mon, 20 Feb 2012 18:13:00 +0100 Universität Hildesheim möchte Jugendliche für Naturwissenschaften & Informatik begeistern https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/universitaet-hildesheim-moechte-jugendliche-fuer-naturwissenschaften-informatik-begeistern/ Neugier ist der Anfang aller Wissenschaft: Die Regionalwettbewerbe „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht" in Hildesheim zeigen, dass Forscherdrang und Erfindergeist „in“ sind. Über 200 Jugendliche nahmen teil. Die Stiftung Universität Hildesheim verlieh die Sonderpreise Informatik und Biologie – und möchte mehr junge Menschen für ein MINT-Studium begeistern. Im Sommersemester bietet die Hochschule die Schüler-Uni an. „Die Wettbewerbe ‚Jugend forscht‘ und ‚Schüler experimentieren‘ zeigen, wie Jugendliche für naturwissenschaftliche und technische Themen begeistert und in ihrer beruflichen Orientierung unterstützt werden können“, sagte Vizepräsident Prof. Dr. Toni Tholen anlässlich der Preisverleihung im Audimax der Stiftung Universität Hildesheim Mitte Februar. Oberbürgermeister Kurt Machens hob die enge Partnerschaft von Wirtschaft und Schulen in der Stadt und im Landkreis Hildesheim sowie die herausragende Medienbegleitung des Wettbewerbs durch die Hildesheimer Allgemeine Zeitung hervor. „Neugier ist der Anfang aller Wissenschaft. Die jungen Forscher lernen, Rückschläge einzustecken, neue Wege zu finden, kreativ und beharrlich zu bleiben“, so Machens.

116 Projekte und 208 Teilnehmer: der Regionalwettbewerb in Hildesheim war damit 2012 erneut der teilnehmerstärkste in Niedersachsen. „Wie fördert man Erfindergeist? Mit ‚Jugend forscht‘ und ‚Schüler experimentieren‘ möchten wir eine Atmosphäre fördern, die in jungen Menschen Neugierde und Forscherdrang weckt. Viele ehemalige Hildesheimer Teilnehmer sind heute in Spitzenpositionen bundesweit tätig", erklärt Regionalwettbewerbsleiter Dieter Kubisch.

„Wir möchten mehr junge Menschen für die MINT-Fächer, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, begeistern“, unterstrich Prof. Dr. Klaus Ambrosi, Direktor des Instituts für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. Prof. Ambrosi wies auf den Fachkräftemangel hin und ermutigte die Schülerinnen und Schüler, ein Studium im MINT-Bereich aufzunehmen.

Seit Jahren unterstützt die Stiftung Universität Hildesheim den Wettbewerb „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ mit Jurymitgliedern und stellt Räumlichkeiten zur Verfügung. Philipp Maricek, Emanuel Sizmann und Ludwig Färber erhalten 2012 den Sonderpreis „Informatik“ der Stiftung Universität Hildesheim für ihr Projekt „Autorino – Das AutoPilot Projekt für Modellboote“. Den Sonderpreis „Biologie“ erhalten Nils Wolter und Christopher Schreiber, die sich in ihrem Projekt mit der Frage auseinandersetzten, unter welchen Bedingungen verschiedene Nahrungsmittel „am besten“ schimmeln.

Universität informiert über MINT-Studiengänge

Die Universität Hildesheim möchte mehr junge Menschen für ein Studium in den MINT-Fächern begeistern: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Universität veranstaltet im Sommersemester 2012 donnerstags die Schüler-Uni. Die Jahrgänge 9 bis 12 erhalten Einblicke in die Vielfalt des MINT-Bereichs.

Für Studieninteressierte bietet die Universität am 6. März einen Info-Nachmittag zum Thema „Karriere im IT-Bereich“.

Vom 14. bis 16. Mai informieren Studierende und Fachvertreter über das Studienangebot der Universität Hildesheim im Rahmen der Infowoche „Abi! Und dann…?“.

Weitere Informationen: Zentrale Studienberatung (ZSB, Infoline: 05121.883-385, E-Mail: studieninfo[at]uni-hildesheim.de)

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Veranstaltungen ZSB
news-4008 Sun, 29 Jan 2012 16:04:00 +0100 Berufswunsch: Professor, Archäologe oder Superstar https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/berufswunsch/ Fünftklässler der IGS Bad Salzdetfurth werden von der Universität begleitet Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-3334 Mon, 29 Aug 2011 07:59:00 +0200 Hildesheimer Ideen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/hildesheimer-ideen/ Bundespräsident Christian Wulff eröffnete die dritte IdeenExpo in Hannover. Die Stiftungsuniversität präsentierte sich mit sechs Projekten und Workshops und zeigte, dass Technik und Naturwissenschaften keineswegs langweilig sind. Bundespräsident Christian Wulff eröffnete am Samstag, 27. August, die dritte IdeenExpo in Hannover: „Ideen sind wirkungsmächtige Kräfte, die wir Menschen in die Welt bringen können und – wenn wir die großen Herausforderungen sehen – bringen müssen.“

„Es ist unglaublich spannend einem Siebenjährigen zu erklären, warum und wie wir einen Prototypen entwickelt haben, um aus Meerwasser Trinkwasser zu erzeugen“, sagt Andreas Reschka, der am Institut für Technik der Stiftung Universität Hildesheim promoviert. Die Hochschule möchte für Naturwissenschaften und Technik begeistern und dem Mangel an qualifiziertem Fachpersonal in naturwissenschaftlich-technischen Berufen entgegenwirken. Der Fachbereich IV Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik ist mit sechs Projekten und Workshops vertreten.

„Die Schüler stellen kluge, vielfältige Vermutungen auf, verlangen aber auch verständliche Antworten und wollen experimentieren“, fasst Reschka den ersten Tag auf der IdeenExpo zusammen. Die Universität präsentiert zum Beispiel eine kleine, solar betriebene Destillationsanlage, die sauberes Wasser – vor allem aus Meerwasser – erzeugen kann. „Sie ist sehr preiswert herzustellen, robust und liefert etwa 25 Liter Trinkwasser pro Tag. Die nötige Energie bezieht sie allein aus Sonnenschein. Sie ist zur dezentralen Wasserversorgung gedacht, für kleine, abgelegene Dörfer“, erläutert Prof. Dr. Helmut Lessing die Vorteile der Destillationsanlage zur Trinkwassererzeugung. Lessing lehrt am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik und hat dieses Projekt initiiert und in Kooperation mit dem Institut für Technik durchgeführt.

„Auf der IdeenExpo können junge Menschen von jungen Menschen lernen“, betont Nils Habich, Doktorand an der Hildesheimer Uni – und wendet sich einer Schülergruppe zu, die mehr über die Funktionsweise eines Wetterballons mit Kamera erfahren möchte. Auf der IdeenExpo überträgt der aufsteigende Ballon Live-Bilder des Messegeländes zum Boden.

Die Forscher der Abteilung „Diskrete Mathematik, Stochastik und Neuromathematik“ des Instituts für Mathematik und Angewandte Informatik haben sich mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns aus mathematischer Sicht beschäftigt. Besucher können an Rechnern experimentieren, wie ein Roboter auf Störungen von außen reagiert.

„Was kann man hier machen?“, fragen Schüler am Stand der HAWK. Jan-Hinnerk Henze, der Präzisionsmaschinenbau studiert, antwortet prombt: „Ich kann dir zeigen, wie die Plasma-Technologie funktioniert und wie man diese Technik, zum Beispiel in der Holzveredelung oder Medizin, verwendet.“ Henze erklärt den Schülern in einfachen Worten an einem Holzstück die Technik, ein schrilles Geräusch ertönt, ein Lichtbogen entsteht. „Jetzt kannst du den Wasser-Test machen.“

Am Freitag, 2. September, ist auf der IdeenExpo Studententag. Neben Bewerbungs- und Softskill-Trainings können Interessierte direkt Kontakt zu Personalverantwortlichen aus internationalen und mittelständischen Unternehmen aufnehmen. Die Zentrale Studienberatung informiert am Stand der Landeshochschulkonferenz über die Hildesheimer Studiengänge.

Am Familientag am Sonntag, 4. September, bietet die IdeenExpo besondere Führungen für Kinder unter zehn Jahren. Willi Weitzel („Willi wills wissen“, ARD) ist zu Gast.

Bis zum 4. September können junge Leute in die Welt der Natur- und Ingenieurwissenschaften eintauchen. 500 Mitmach-Exponate, 600 Workshops, Experimentalshows und Vorträge werden angeboten. Bereits jetzt liegen über 70.000 Schulanmeldungen aus 13 Bundesländern vor. Zu sehen bekommen die Besucher unter anderem das neue Ein-Liter-Auto von Volkswagen. Zudem gibt es Konzerte von Culcha Candela, Juli und Jan Delay. Die täglichen Wissenshows und Live-Experimente moderiert u.a. Ranga Yogeshwar.

Wann? Der Pavillon der Ideen ist täglich bis zum 4. September 2011 von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Es treten Live-Acts auf, darunter Juli, Bourani und Jan Delay.

Wo? Pavillon der Ideen (Halle 9), Expo-Plaza Hannover, Anreiseinformationen: http://www.ideenexpo.de/anreise.php 

Der Eintritt zur IdeenExpo inklusive aller Aktivitäten und Events ist kostenlos.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik ZSB Technik Mathematik & Angewandte Informatik
news-3270 Sun, 17 Jul 2011 16:36:00 +0200 5,4 Prozent mehr Ausbildungsplätze https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/54-prozent/ IHK zieht Lehrstellen-Bilanz des ersten Halbjahres Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik news-2289 Thu, 06 Jan 2011 00:00:00 +0100 SMS aus Sarstedt kann eine Klinik in Arabien steuern https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/bwl/aktuelles/detailansicht/artikel/sms-aus-sars/ Issendorff-Gebäudetechnik expandiert / Arbeitskreis aus industrie und Universität informiert sich Pressespiegel regional Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik