Verbundvorhaben EAUTARKE ZUKUNFT (Lessing)

Verbundvorhaben EAUTARKE ZUKUNFT

Das Projekt „eAutarke Zukunft“ besteht aus fünf Teilprojekten, die Produkt- und Dienstleistungsansätze für Elektromobilität in jeweils unterschiedlichen Lebens- und Arbeitszusammenhängen erproben und optimieren: Angebunden an ein Energie-Plus-Haus, integriert in eine energieautarke Wohnsiedlung mit Smart-Grid-Strukturen sowie im behördlichen und industriellen Bereich bei innerbetrieblicher Nutzung und einer Parkplatzinfrastruktur mit diversen Solar-Carports.

Darüber hinaus werden alle Teilprojekte einer einheitlichen Akzeptanzanalyse unterzogen. Im Fokus der Einbindung von Elektromobilität in die verschiedenen Kontexte stehen die Evaluation unterschiedlicher Carsharing-Geschäftsmodelle sowie eine nachhaltige Versorgungsstruktur.

 

Projektziele:

  • Erprobung alltagstauglicher Dienstleistungsansätze
  • Errichtung einer nachhaltigen Ladeinfrastruktur
  • Optimierung der Ladetechnik
  • Ermittlung hilfreicher Rahmenbedingungen
  • Ermittlung akzeptanzförderlicher Aspekte

 

Schwerpunkte der Teilprojekte:

In dem Teilprojekt der Helma Eigenheimbau AG wird in einem Langzeittest untersucht, inwieweit es möglich und praktikabel ist, ein Einfamilienhaus energetisch autark zu betreiben und zusätzlich ein Elektroauto mit Strom zu versorgen. Das E-Mobil wird praxisnah täglich zum Pendeln zwischen Wohnung und Arbeitsplatz verwendet.

Die Universität Hildesheim erprobt ein innovatives Geschäftsmodell für die Nutzung von Elektro-Autos, bei welchem eine hohe Auslastung und eine nachhaltige Versorgung der Fahrzeuge erreicht werden soll. In dem sogenannten „Tandemmodell" teilen sich ausgewählte Mitarbeiter und die Universität je ein Elektroauto, wobei das Auto während der Geschäftszeiten der Universität für Dienstfahrten und außerhalb der Geschäftszeiten den jeweiligen Mitarbeitern für den privaten Gebrauch zur Verfügung steht. Dieses Geschäftsmodell wird evaluiert und eine Buchungssoftware für die Koordination der Dienstfahrten entwickelt, welches die speziellen Anforderungen von E-Autos beispielsweise Ladezeiten berücksichtigt.

In dem Teilprojekt der AS Solar GmbH wird eine Praxiserprobung über eine kleine E-Fahrzeugflotte, die über ein gewerbliches EnergiePlus-Objekt mit Energie versorgt wird, durchgeführt. Des Weiteren soll die derzeit verfügbare Ladeinfrastruktur des Firmenparkplatzes optimiert werden.

Der TÜV NORD arbeitet an einer intelligenten Ladelastregelung in Abhängigkeit der verfügbaren Energieträger (Solar, Zwischenspeicher, internes und externes Stromnetz, Anschlussleistung) und Lade-Priorisierung der TÜV NORD-Elektrofahrzeuge. Die Ladelastregelung soll eine schnelle Anschlussverfügbarkeit der Elektrofahrzeuge sicherstellen. Dazu sollen die hohen Kosten der Infrastruktur aber vor allem die Anschlusskosten ans NV-Netz minimiert werden.

Das Institut für Transportation Design (ITD) analysiert im Rahmen des Verbundvorhabens die Nutzerakzeptanz von Elektromobilität. Dabei sollen akzeptanzförderliche Aspekte, förderliche Rahmenbedingungen, Handlungsanreize sowie potenzielle Markthemmnisse identifiziert und Optimierungspotential abgeleitet werden

Weitere Informationen zum Projekt unter www.e2work.de.

 

Projektteam:


Dipl.-Ing. (FH) Stephanie Biel
Dipl.-Math. Carola Gerwig
M.A. Britta Reinecke
M.Sc. Julian Horstmann
M.Sc. Jonas Labode
M.Sc. Olexander Filevych
B.Sc. Marian Schrader
M.Sc. Mohsan Jameel   
Prof. Dr. Helmut Lessing