Aktuelles

Im Rahmen einer kürzlich abgeschlossenen Studie haben wir untersucht, ob und unter welchen Bedingungen EDTA zur Remobilisierung von Blei aus Schwebstoffen in Flusswasser beitragen kann. Die Studie kombiniert Laborversuche mit klassischer Statistik, einem BAYESschen NEC-Ansatz und geochemischer Modellierung. Die Ergebnisse sind in einem Open-Access-Artikel dokumentiert: Hinrichs, J.K., Herrmann, M., Bauer, A. et al. EDTA-induced remobilization of lead from suspended particulate matter in contaminated water samples from the Innerste River: a statistical evaluation. Environ Sci Pollut Res (2026). https://doi.org/10.1007/s11356-026-37480-x

Die AG Umweltchemie kurz vorgestellt in den Mitteilungen der Fachgruppe Umweltchemie & Ökotoxikologie der GDCh (Heft 121)

Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder telefonisch: 05121/883-40764

Das Team

Profil und Schwerpunkte

Die Arbeitsgruppe Umweltchemie am Institut für Biologie und Chemie der Universität Hildesheim arbeitet zu Fragestellungen der Wasser- und Umweltchemie mit einem Schwerpunkt auf der analytischen Untersuchung anthropogener Spurenstoffe. Inhaltlich geht es um das Verhalten organischer und anorganischer Substanzen in der Umwelt und um die Frage, unter welchen Bedingungen diese Stoffe relevant für die Gewässergüte werden.

Charakteristisch für die Arbeit der AG ist, dass Projekte in der Regel von der Fragestellung bis zur Auswertung vollständig selbst entwickelt werden. Dazu gehören die Auswahl und Anpassung analytischer Methoden, die Planung und Durchführung von Experimenten sowie die statistische Auswertung der erhobenen Daten. Dabei liegt der Fokus weniger auf einem breiten instrumentellen Spektrum als auf einem fundierten methodischen Verständnis und einer sauberen Interpretation der Ergebnisse.

Die Arbeitsgruppe befasst sich vor allem mit lokalen und regionalen Umweltbelastungen, bei denen reale Proben und praxisnahe Fragestellungen im Vordergrund stehen. Statistische Verfahren werden gezielt eingesetzt, um Beobachtungen einzuordnen und Effekte belastbar zu bewerten, auch bei begrenzten Datensätzen.

Die Forschung der AG ist eng mit der Lehre verknüpft. Inhalte und Methoden aus laufenden und abgeschlossenen Projekten fließen in Lehrveranstaltungen des Polyvalenten Zwei-Fächer-Bachelorstudiengangs (mit Lehramtsoption), der Studienvariante „Umweltsicherung“ sowie der Masterstudiengänge „Lehramt“ und „Umwelt, Naturschutz und Nachhaltigkeit“ ein. In der Lehre stehen praktische analytische Arbeiten ebenso im Mittelpunkt wie der Umgang mit Daten und deren Auswertung.

Analytische Ausstattung

Zur Bearbeitung umweltchemischer und -analytischer Fragestellungen wurde in der Arbeitsgruppe Umweltchemie ein umweltanalytisches Forschungslabor für die organische Spurenanalytik aufgebaut, das zuvor an der Universität Hildesheim in dieser Form nicht vorhanden war. Die Konzeption und der Aufbau erfolgten innerhalb der AG.

Im Rahmen dessen wurden ein Gaschromatograph mit stickstoff- und phosphorsensitivem Detektor (GC-NPD) sowie ein GC-MS in Betrieb genommen. Ergänzend wurde die Labor- und Feldausstattung um Geräte zur Probenahme in Fließgewässern erweitert, darunter ein Mischprobenehmer zur Ermittlung von Stofffrachten sowie Sedimentationskästen für die Schwebstoffanalytik. Für die Elementanalytik steht darüber hinaus ein HR-CS-Atomabsorptionsspektrometer zur Verfügung.

Institut
Universität Hildesheim
Institut für Biologie und Chemie
 

Abteilung Chemie
Gebäude: HC.D.
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim

Sekretariat
Isabelle Kästner
Raum: HC.D.4.07
Tel.: 05121-883-40760


Sprechzeiten des Sekretariats
Montags 10.00 - 11 Uhr
Dienstags 10.00 - 12 Uhr
Donnerstags 10 - 12 Uhr

-Persönliche Termine nur nach vorheriger Absprache.-