Schadstoffe im Fluss Innerste

Vorkommen und Verhalten anthropogener organischer Schadstoffe im Fluss Innerste

In niedersächsischen Oberflächengewässern lässt sich immer noch eine Vielzahl organisch-chemischer Substanzen anthropogenen Ursprungs nachweisen, die das Ökosystem und darin lebende Organismen negativ beeinflussen können. Frühere Ergebnisse des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zur Belastung der Innerste zum Anlass nehmend, werden entlang des Flusslaufs Wasserproben entnommen, die mit geeigneten instrumentellen Analysemethoden, wie beispielsweise der Gaschromatographie, auf die Anwesenheit bzw. Konzentration ausgewählter Kontaminanten untersucht werden.

Zu diesen Stoffen zählen z. B. der synthetische Komplexbildner Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) und seine Salze, die unter anderem als Detergenzien in der industriellen Reinigung sowie als Additive in der Papier-, Photo- und Textilindustrie Verwendung finden.

Im Rahmen der Untersuchungen sollen zudem noch weitere umweltgefährdende Substanzen wie beispielsweise Tributylzinnverbindungen oder das als Korrosionschutzmittel eingesetzte Benzotriazol analysiert werden. Ziel der Untersuchung ist es, die Quellen und Senken dieser Substanzen zu erfassen, deren Auswirkung auf die Umwelt zu untersuchen und gegebenenfalls Möglichkeiten zur Reduktion des Eintrags in das Gewässer aufzuzeigen.