Salt grasslands Baltic Sea

Salzgrasländer entlang der deutschen und polnischen Ostseeküste und der Einfluss von Wildschweinen auf deren Vegetationskomposition und -struktur

Salzgrasländer sind ein charakteristischer Landschaftsbestandteil der Ostseeküste und finden sich im Überflutungsbereich der geschützten Innenküste. Diese anthropo-zoogene Ersatzgesellschaften entwickelten sich im Laufe des 13. Jahrhunderts infolge extensiver Beweidung aus Brackwasser-Röhrichten. Sie sind als Lebensraum von großerBedeutung für eine, an die extremen Bedingungen im Überflutungsbereich, angepasste und spezialisierte Flora und Fauna.

Heute sind die Salzgrasländer im Rückgang begriffen, was insbesondere durch die Aufgabe der traditionellen Nutzung, aber auch auf großflächige Eindeichung, zurück zu führen ist.

In einer Freilandstudie werden die unterschiedlichen Vegetationstypen auf 10 verschiedenen Flächen entlang der polnischen und deutschen Ostsee aufgenommen und im Hinblick auf Artenzahl, -zusammensetzung, Vegetationsstruktur und Bodenparameter untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Einfluss von Wildschweinen, die erhebliche Umbrüche im Oberboden der Grasländer verursachen. Diese Umbrüche können lokal begrenzt aber auch großflächig, d.h. >100 m2 groß, sein. Das Potential dieser Vegetationsöffnung, respektive der lückenhaften Vegetation, wird mit besonderem Hinblick auf Zielarten der Salzgrasländer untersucht.

Die Untersuchung der Samenbank der untersuchten Flächen durch einen experimentellen Ansatz, wird als Erweiterung der Vegetationsaufnahme mit in das Projekt integriert.