Einfluss von Beweidung, Klima- und Landschaftswandel auf die Fledermausfauna von mediterranen Inseln

Der mediterrane Raum zählt zu den wichtigsten Biodiversitäts-Hot-Spots innerhalb Europas, ist aber gleichzeitig gekennzeichnet durch intensive und meist nicht nachhaltige Landnutzung. Dem Schutz von artenreichen Lebensräumen kommt hier daher eine besondere Rolle zu. Für Fledermäuse spielt der mediterrane Raum eine besonders wichtige Rolle, da sie innerhalb Europas hier mit der größten Artenzahl vertreten sind. Auf Asinara wurden Fledermäuse bislang jedoch kaum untersucht, so liegt beispielsweise keine vollständige Artenliste vor, noch sind ökologische Zusammenhänge bekannt. Viele der im Rahmen dieses Projektes erfassten Arten stehen europaweit unter strengem Schutz und eine davon sogar auf der Roten Liste. Das Projekt ist der Juniorforschergruppe „Einfluss von Beweidung, Pedosphäre, Relief und Klimawandel auf die Biodiversität im Nationalpark Asinara (Sardinien)“ angegliedert. Ziel des Projektes ist zum einen grundlegende ökologische Zusammenhänge über die Fledermausfauna Asinaras zu erfassen und zum anderen diese Tiergruppe in das geplante Schutzkonzept für den Nationalpark zu integrieren. Dazu gehört vor allem die Bewertung der ehemaligen Gefägnisinsel als potentieller Bereitsteller für Fledermausquartiere. Dabei wird ferner untersucht, wie sich das Klima auf das Quartierverhalten der Hufeisennasenfledermäuse auswirkt. Zudem soll festgestellt werden, welche Faktoren, wie Habitat oder Beutevorkommen, das Auftreten und die Aktivitätsmuster der Fledermausarten auf der Insel bestimmen. Hierfür erfolgen neben den akustischen Arbeiten und Fledermausfängen auch Insektenfragmentanalysen aus Fledermauskot.