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BEN- Biodiversität, Ökologie und Management von Küstenhabitaten der Ostsee

Der globale Wandel (Klimawandel, landwirtschaftlicher und landschaftlicher Wandel) stellt eine wachsende Herausforderung für das Management und den Erhalt charakteristischer Küstenlebensräume der Ostsee dar. Um den Schutz dieser Lebensräume auch in Zukunft garantieren zu können, ist es daher wichtig zu wissen, welche Funktion sie im Gesamtgefüge der Küste einnehmen und wie diese Funktion bei sich ändernden Umweltbedingungen erhalten, gefördert bzw. wiederhergestellt werden kann. Innerhalb des von der Bauer-Hollmann-Stiftung (im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft) geförderten BEN-Projektes wurde daher untersucht, welchen Einfluss globaler Wandel auf charakteristische Lebensräume der Ostseeküste, wie Küstendünen (Teilprojekt 1), Salzgrasländer (Teilprojekt 2) und Trockenrasen (Teilprojekt 3) hat. Die Untersuchungen konzentrierten sich dabei auf die Insel Hiddensee und die Boddenküste Mecklenburg-Vorpommerns. Alle drei genannten Lebensräume sind durch jahrzehntelange Nutzung entstanden und ein charakteristischer Bestandteil der Landschaft. Sie bieten durch ihre Habitatvielfalt nicht nur einen wichtigen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, sondern übernehmen auch andere wichtige ökologische Funktionen. So sind beispielsweise die Salzgrasländer der Ostsee als aufwachsende Sedimentationsräume und Wellenbrecher im Deichvorland von großer Bedeutung für den Küstenschutz. Die Aufgabe der traditionellen Nutzung und die Eindeichung zahlreicher Flächen haben in den vergangen Jahren zu einem dramatischen Rückgang der Küstenhabitate der Ostsee geführt. Zukünftig könnte auch der Klimawandel einen weiteren Gefährdungsfaktor darstellen.