AMBio MADAGASCAR

AMBio MADAGASCAR - Strategien zum Erhalt der Biodiversität in Madagaskar am Beispiel des Alaotra-Sees

Madagaskar als eines der ärmsten Länder der Welt mit hochgradig endemischer Flora und Fauna ist von Biodiversitätsverlusten besonders stark betroffen. Das größte Feuchtgebiet Madagaskars befindet sich am Alaotra‐See mit lokal endemischen Arten wie beispielsweise dem Bambuslemur oder Bandro (Hapalemur alaotrensis). Das Gebiet ist ökonomisch durch den Reisanbau und die Fischerei von zentraler Bedeutung für Madagaskar. Zunehmende Bevölkerungsdichte, invasive Arten und Übernutzung der natürlichen Ökosysteme haben zu einer tiefgreifenden Veränderung der Landschaft und zum Rückgang der Artenvielfalt geführt. Entscheidend für den Erhalt der Art und der Biodiversität im Gebiet ist der Schutz bzw. die Renaturierung der natürlichen Marschgebiete. Das Forschungsvorhaben adressiert die zugrunde liegende komplexe Problemsituation in einem umfassenden inter‐ und transdisziplinären Ansatz durch drei komplementäre Teilprojekte: (I) Erforschung der ökologischen Zusammenhänge des gestörten Seeökosystems, (II) ihre Vermittlung durch Formen kulturell adaptierter Umweltbildung in Schulen und an lokale Stakeholdersowie (III) die Entwicklung angepasster alternativer Nutzungsformen der natürlicher Ressourcen, v.a. der invasiven Pflanzenart Eichhornia crassipes. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Madagascar Wildlife Conservation durchgeführt.