Universität Hildesheim - Meldungen - Fachbereich 4 - Institut für Biologie und Chemie - Abteilung Biologie https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Fachbereich 4 - Institut für Biologie und Chemie - Abteilung Biologie de-de Stiftung Universität Hildesheim Mon, 18 Nov 2019 17:41:47 +0100 Mon, 18 Nov 2019 17:41:47 +0100 TYPO3 EXT:news news-17859 Wed, 13 Nov 2019 17:36:23 +0100 Ein neuer Menschaffenfund aus dem Allgäu wirft Licht auf die Entstehung des aufrechten Ganges https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/ein-neuer-menschaffenfund-aus-dem-allgaeu-wirft-licht-auf-die-entstehung-des-aufrechten-ganges/ Zahlreiche Medien berichteten dieser Tage über den Fund eines fossilen Menschenaffen (Danuvius guggenmosi) aus dem Allgäu. Das Teilskelett sowie Einzelknochen von weiteren Individuen sind etwa 11,6 Millionen Jahre alt. Da die Entwicklung des aufrechten Ganges zu den ungelösten Problemen der Paläoanthropologie zählt, ist der neue Fund von erheblicher wissenschaftlicher Bedeutung. Eine differenzierte Betrachtung ist notwendig. Ein Gastbeitrag von Dr. Stefan Flohr. Gastbeitrag von Dr. Stefan Flohr, Anthropologe, Institut für Biologie und Chemie, Universität Hildesheim. Seit 2007 forscht und lehrt Dr. Stefan Flohr an der Universität Hildesheim und gibt sein Wissen in der Anthropologie, Anatomie, Humanbiologie und Paläoanthropologie sowie Bioarchäologie an Studentinnen und Studenten weiter. Er war mehrere Jahre als Landesanthropologe in Thüringen tätig.

Zahlreiche Medien berichteten dieser Tage über den Fund eines fossilen Menschenaffen (Danuvius guggenmosi) aus dem Allgäu. Das Teilskelett sowie Einzelknochen von weiteren Individuen sind etwa 11,6 Millionen Jahre alt. Sie entstammen einer Epoche der Erdgeschichte, dem Miozän, in der Menschenaffen in einer viel größeren Vielfalt gelebt haben als heute. Das Brisante hierbei ist, dass sich aus einem bisher unbekannten Vertreter jener miozänen Menschenaffen die zum heutigen Menschen führende Stammeslinie entwickelt hat.

Die Diskussion über dieses Thema wird daher oft eher emotional als sachlich geführt. Der Mainzer Paläoanthropologe Winfried Henke schrieb das Phänomen der „Subjekt-Objekt-Identität“ zu, nach welchem der Mensch Beobachter und beobachtetes Objekt zugleich ist, was eine neutrale Bewertung der Befunde erschwert. Genau dieses Dilemma wird in der aktuellen medialen Berichterstattung zu den Funden aus dem Allgäu spürbar. Da ist reißerisch die Rede davon, dass aktuell geltende Vorstellungen zur Evolution auf den Kopf gestellt werden müssten und Ähnliches mehr.

Die Diskussion wird oft eher emotional als sachlich geführt

In der Tat ist der Fund eindrucksvoll und ohne Zweifel bedeutsam. Die Bewertung durch die Autoren Madelaine Böhme und Mitarbeiter im Fachjournal „Nature“ ist sehr viel differenzierter als in den Populärmedien. Nach den Autoren weist Danuvius ein einzigartiges Mosaik an Merkmalen auf, das sowohl Anpassungen an die zweibeinige als auch die kletternde Fortbewegungsweise widerspiegelt. Insbesondere sei bei Danuvius eine Streckung des Knie- und Hüftgelenkes nachweisbar, wie sie auch für die menschliche Bipedie typisch ist. Da die Entwicklung des aufrechten Ganges zu den ungelösten Problemen der Paläoanthropologie zählt, ist der neue Fund von erheblicher wissenschaftlicher Bedeutung und könnte nach Ansicht der Erstbeschreiber als Modell für die Entwicklung der Bidepie beim Menschen dienen.

Durch den Fund ergeben sich interessante Fragen und Diskussionsansätze. Schon früher wurde miozänen Menschenaffen aus dem europäischen Raum eine zweibeinige Fortbewegungsweise zugesprochen. Allerdings fand keine dieser Interpretationen bisher eine breite Zustimmung in der Fachwelt. Ob dies im Fall von Danuvius anders ist, wird sich erst in der Zukunft zeigen, wenn auch andere Experten die Funde analysiert haben.

Dieser Prozess wird sich sicher über viele Jahre, womöglich Jahrzehnte hinziehen. Sollte die Interpretation der Erstbeschreiber bestätigt werden, so wäre belegt, dass sich der aufrechte Gang bei Menschenaffen mehrmals und auf womöglich unterschiedliche Weise unabhängig voneinander entwickelt hat. Mehrmals deshalb, weil die Vorfahren des heutigen Menschen diesen Schritt vollzogen haben und Danuvius sicherlich nicht zu diesen Vorfahren zählt. Ansonsten müsste Danuvius aufgrund seines geologischen Alters auch der Urahn der heutigen Gorillas und Schimpansen sein. Erstere spalteten sich vor rund neun Millionen Jahren von der zum Menschen führenden Stammeslinie ab, letztere vor rund sechs Millionen Jahren. Beide hätten also wie auch die Menschen die Bipedie von Danuvius „geerbt“ und hätten beide unabhängig voneinander die zweibeinige Fortbewegungsweise wieder aufgegeben. Eine solche Entwicklung ist fossil nicht belegt und evolutionsbiologisch extrem unwahrscheinlich.

Was ist also die eigentliche Bedeutung des Fundes?

Was ist also die eigentliche Bedeutung des Fundes? Es ist die Erkenntnis, dass die Diversität der Menschenaffen im Miozän offenbar noch größer war als zuvor angenommen. Weiterhin – sollte sich die Interpretation der Erstbeschreiber bestätigen – die Erkenntnis, dass es mehrere „Anläufe“ zur Etablierung des aufrechten Ganges gegeben hat. Außerdem fanden diese offenbar schon sehr viel früher statt als bisher angenommen wurde und waren nicht auf Afrika beschränkt, wo sie durch ein paar jünger datierende Funde als gut belegt gelten.

Fakt ist, dass sich von diesen Anläufen nur einer über die Zeit gerettet hat, nämlich derjenige, der zum heutigen Menschen führte. Danuvius und seine Nachkommen haben es offenbar nicht geschafft. Aber die große Familie der rezenten und fossilen Menschenaffen ist um ein hochinteressantes Mitglied reicher.

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news-17614 Thu, 17 Oct 2019 12:53:30 +0200 Juniorprofessor für Vegetationsökologie und Naturschutz: Antrittsvorlesung von Johannes Metz https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/juniorprofessor-fuer-vegetationsoekologie-und-naturschutz-antrittsvorlesung-von-johannes-metz/ Pflanzen sind die lebende Grundlage der Ökosysteme der Erde. Der Ökologe Johannes Metz erforscht die Artenvielfalt. Er forscht und lehrt als Juniorprofessor für Vegetationsökologie und Naturschutz an der Universität Hildesheim Lesetipp: Ein Interview mit Johannes Metz
lesen Sie im Universitätsjournal DIE RELATION
„Wir verlieren auf der Erde Arten – und zwar rasant“

Als Juniorprofessor für Vegetationsökologie und Naturschutz forscht und lehrt Johannes Metz seit November 2018 am Institut für Biologie und Chemie der Universität Hildesheim. Metz befasst sich mit Artenvielfalt, mit Veränderungen in der Gemeinschaftsstruktur und dem Vorkommen von Arten.

Pflanzen sind die lebende Grundlage der Ökosysteme der Erde. Warum eigentlich? Und was geschieht, wenn diese Grundlage unter veränderte Bedingungen gerät? In seiner Antrittsvorlesung schlägt Johannes Metz einen Bogen von der Bedeutung der Pflanzen allgemein hin zu zwei speziellen Aspekten seiner eigenen Forschung. Der erste Fokus wird dabei auf Ökosystemen des Nahen Ostens liegen. Dort bietet ein starker, natürlicher Klimagradient außergewöhnlich gute Bedingungen, um das Anpassungspotential von Pflanzen an verschiedene Klimate zu untersuchen – aber auch dessen Grenzen. Der zweite Fokus behandelt Auswirkungen von Umweltveränderungen auf regionale Vegetation. Am Beispiel heimischer Orchideen wird Johannes Metz erläutern, dass in Zeiten des Klimawandels der großflächige Schutz naturnaher Habitate unverzichtbar für den Erhalt von Biodiversität ist.

Wie Pflanzen zu einem funktionierenden Ökosystem beitragen

Der Ökologe untersucht in seiner Forschung zum Beispiel, wie Pflanzen zu einem funktionierenden Ökosystem beitragen und wie unverzichtbar deren Vielfalt ist.

„Wir haben auf der Erde noch nicht alle Arten beschrieben. Aber das ist ein gesichertes Faktum: Leider verlieren wir Arten auf der Erde, und zwar rasant. Es gibt verschiedene Einflussfaktoren, die es zusammen schwieriger für die Arten machen, zu überleben: Habitate werden zerstört. Die Landwirtschaft nimmt etwa zwei Drittel der Fläche Deutschlands ein und wird immer stärker intensiviert. Das heißt, wir haben nur noch ein Drittel mehr oder weniger naturnahe Flächen. Darüber hinaus werden diese Habitate sehr stark verändert, es werden Schadstoffe eingetragen, Pestizide aus der Landwirtschaft, Abgase und Mikroplastik. Durch Eutrophierung verändern wir die Nährstoffbedingungen. Dies verändert das feine, dynamische Gleichgewicht, in dem Arten bisher in ihrem Ökosystem koexistierten. Viele Arten sind nicht angepasst an so hohe Nährstoffkonzentrationen, weil sie in den letzten Millionen von Jahren keine Stickstoff- und Phosphatdüngung erlebt haben. Und die wenigen Arten, die mit solchen hohen Konzentrationen klarkommen, dominieren diese Ökosysteme. So wachsen dann eben mehr Knaulgras und Scharfer Hahnenfuß aber kaum noch Orchideen oder Schlüsselblumen“, sagt Metz.

Johannes Metz hat Biologie und Geographie an den Universitäten Freiburg und Leipzig studiert. Er unterrichtete als Referendar die Fächer Geographie und Biologie am Carl-von-Bach Gymnasium bei Chemnitz. Seine Doktorarbeit zum Thema „The sensitivity of Eastern Mediterranean plant communities to variations in rainfall and their vulnerability to global climate change“ führte ihn an die Universitäten in Tübingen und Jerusalem. Johannes Metz war danach wissenschaftlicher Mitarbeiter für Plant Ecology & Nature Conservation in Tübingen und später in Potsdam, wo er 2018 bis zu seinem Ruf nach Hildesheim auch die Professur für Spezielle Botanik und Biodiversitätsforschug vertrat.

Antrittsvorlesung

Am Mittwoch, 23. Oktober 2019, gibt der Ökologe Einblicke in seine Forschung. Die öffentliche Antrittsvorlesung „Ökologie der Pflanzen: Die Grundlage des Lebens in der veränderten Welt“ beginnt um 18:15 Uhr im Hörsaal 2 am Hauptcampus der Universität Hildesheim (Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim).

Kurz erklärt:

Umweltwissenschaft und Naturschutz in Hildesheim

Ein Team aus Geographie und Biologie bildet an der Universität Hildesheim Umwelt-Fachleute in den Studiengängen „Umwelt, Naturschutz und Nachhaltigkeitsbildung“ (Master of Science) sowie „Umweltsicherung“ (Bachelor of Science) aus. Den Bachelor haben seit 2007 rund 450 Studierende studiert, den Master seit 2014 etwa 100 Studierende. Die Studentinnen und Studenten befassen sich mit der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planeten.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten zum Beispiel in den Bereichen Umweltsicherung und Umweltkommunikation, im Natur- und Umweltschutz bei Behörden, Verbänden oder Nichtregierungsorganisationen, in Planungsbüros und in der Umweltbildung bei staatlichen und freien Trägern.

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news-16317 Fri, 08 Mar 2019 15:54:04 +0100 Explore Science: „Ich bin ein Fan von Wissenschaft“ https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/explore-science-ich-bin-ein-fan-von-wissenschaft/ Henk Telle ist ein „großer Fan von Wissenschaft“. Das Explore bietet eine Vielfalt – von Chemie bis Technik und Informatik – und ist eine große Bereicherung, sagt der 15-Jährige. Die Universität Hildesheim gehört zu den Kooperationspartnern des neuen Schülerforschungszentrums in Hildesheim. Das Explore Sciencenter ist eine Chance für die naturwissenschaftlich-technische Nachwuchsbildung in der Region Hildesheim. Unabhängig von Vorkenntnissen und Fähigkeiten, von Geschlecht, Alter oder Herkunft können Kinder und Jugendliche sich im Explore in Hildesheim in ihrer Freizeit naturwissenschaftlich-technisch beschäftigen.

Als der Neuntklässler Henk Telle vom Explore hörte, schrieb er eine Initiativbewerbung, er gehört nun zu den ersten Praktikanten im Schülerforschungslabor. Der 15-Jährige besucht die Robert-Bosch-Gesamtschule und absolviert gerade sein Schülerpraktikum. „Das Explore bietet eine Vielfalt – von Technik und Informatik bis Chemie – und ist eine große Bereicherung und eine Chance, zu experimentieren“, sagt der Schüler.

Neugierde für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bei Kindern und Jugendlichen wecken

Professor Jürgen Menthe gehört zu dem Team, das im Explore das Interesse, die Neugierde und die Begabung von Kindern und Jugendlichen aus der Region Hildesheim in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) fördert. „Das Explore kann zu einem Raum für in Hildesheim werden, in dem Kinder und Jugendliche Lust haben, da zu sein, zu experimentieren und Ideen umzusetzen“, sagt Menthe.

Die Universität Hildesheim zählt zu den ersten Partnern des Explore Sciencenter. Mit Chemieprofessor Jürgen Menthe ist seit der Gründung des Vereins „Open MINT e.V.“ ein Experte im Vorstand. Er war schon an der Schaffung eines Schülerforschungszentrums in Hamburg vor einigen Jahren wesentlich beteiligt und einer seiner Forschungsschwerpunkte konzentriert sich auf den nachhaltigen Einfluss von Schülerlaboren. Er forscht und lehrt seit 2015 am Fachbereich „Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik“. Lehrende verschiedener Fächer engagieren sich in der Programmplanung und in der Gestaltung konkreter Bildungsangebote, somit leistet die Universität Hildesheim ihren Beitrag zur Spitzen- wie zur Breitenförderung in den Natur- und Technikwissenschaften, erläutert Jürgen Menthe.

Lehramtsstudierende sammeln praxisnahe Erfahrungen im Schülerforschungszentrum

Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können die Arbeit des Explore Sciencenter mit Know-how und Geräten unterstützen. Die Universität Hildesheim bildet etwa ein Drittel aller Lehrerinnen und Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen in Niedersachsen aus. „Für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer ist das Schülerforschungszentrum ein Ort, an dem sie wertvolle praxisnahe Erfahrungen sammeln können. Das Explore Sciencenter ist eine große Bereicherung für die Region“, so Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich.

Das Explore Sciencenter hat sein Headquarter in der Volkshochschule Hildesheim (VHS), die ein wichtiger Transferpartner für die Universität ist. Gemeinsam kooperieren die Volkshochschule und die Universität etwa im Sprachenforum und im Schulmuseum.

Kontakt zum Explore Sciencenter

Wer sich für das Explore Sciencenter interessiert, kann Kim Sören Diesel und Tanja Pessel kontaktieren (E-Mail schreiben: more@explore-hi.de). Die beiden organisieren und planen und helfen Kindern und Jugendlichen, die Experimente, die sie im Kopf haben, umzusetzen.

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news-15962 Wed, 09 Jan 2019 16:45:32 +0100 Ausgezeichnet: Preise für besondere Leistungen in Lehre, Forschung, Service und Nachhaltigkeit https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/ausgezeichnet-preise-fuer-besondere-leistungen-in-lehre-forschung-service-und-nachhaltigkeit/ Der kleine Oscar für das Uni-Personal: Die Universität Hildesheim zeichnet die Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer, den Biologen Dr. Stefan Flohr und das Team des Sachgebiets „Dritt-, Sonder- und Studienqualitätsmittel“ des Dezernats für Finanzen für ihre hervorragenden Leistungen in Forschung, Lehre und Service aus. Zudem verleiht das Green Office den Nachhaltigkeitspreis an die Umweltstudentin Jenny Dreblow und den IMIT-Absolventen Sebastian Pape.

Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich gab im Rahmen des Neujahrsempfangs aktuelle Zahlen bekannt: 91 Professorinnen und Professoren, 447 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 265 Personen in Technik und Verwaltung sind derzeit an der Stiftungsuniversität Hildesheim tätig. 8333 Studentinnen und Studenten lernen zurzeit in Hildesheim.

Professorinnen und Professoren, die 2018 ihr Amt in Hildesheim antraten, bearbeiten zum Beispiel die Bereiche Transmediale Übersetzung, Kirchengeschichte, Mathematikdidaktik, Empirische Unterrichtsforschung, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, Migrationspolitik, Biowissenschaften des Sports, Kuratorische Praxis und Kunstvermittlung, Musiksoziologie und Popular Music Studies, Katholische Theologie und Religionspädagogik mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie, Gender und Bildungskulturen, Vegetationsökologie und Naturschutz sowie Bildungssoziologie.

Jedes Jahr verleiht die Universität im Rahmen des Neujahrsempfangs Preise für hervorragende Lehre, Forschung und Serviceleistungen. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert und drücken die Wertschätzung der Universität für die fortwährend geleistete Arbeit aus.

Die Preisträgerinnen und Preisträger sind:

  • Preis für hervorragende Forschung: Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Marianne Kneuer
  • Preis für hervorragende Lehre: Biologe Dr. Stefan Flohr
  • Preis für hervorragende Serviceleistungen: Team des Sachgebiets Dritt-, Sonder- und Studienqualitätsmittel des Dezernats für Finanzen
  • Nachhaltigkeitspreis für Umweltstudentin Jenny Dreblow und Informatikstudent Sebastian Pape

Im Folgenden stellen wir die Preisträgerinnen und Preisträger ausführlich vor.

Preis für hervorragende Forschung: Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Marianne Kneuer

Auf Vorschlag der Dekane und des Centrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung zeichnet die Universität Hildesheim Prof. Dr. Marianne Kneuer für ihre hervorragende Forschung aus.

Seit 2011 forscht und lehrt die Wissenschaftlerin am Institut für Sozialwissenschaften. Die Forschungsschwerpunkte von Marianne Kneuer liegen im Bereich der vergleichenden Politikforschung, der Demokratieforschung und der Forschungen zur Rolle digitaler Medien für die Politik.

Die Politikwissenschaftlerin hat an der Universität Hildesheim seit 2012 den bundesweit viel beachteten Forschungsbereich „Internet und Politik“ aufgebaut. Sie untersucht zusammen mit ihrem Team die Auswirkungen der Digitalisierung auf politische Strukturen, Prozesse und Akteure sowie staatliches Handeln in Demokratien und Autokratien. Sie erforscht Themen wie Politik im Netz, e-governement und e-participation intensiv und publiziert international. Seit 2018 ist sie eine Gründungsdirektorin des neu gegründeten „Zentrums für Digitalen Wandel – Center for Digital Change“ an der Universität Hildesheim.

„Welche Bedeutung der Digitalisierung für gesellschaftliche Transformationsprozesse und die Politik zukommt, hat Marianne Kneuer früh wissenschaftlich in den Blick genommen, lange bevor die Digitalisierung in aller Munde war. Ebenfalls früh hat sie sich der Erforschung von Autokratien und totalitären Systemen zugewandt und danach gefragt, welche Rolle digitale Medien sowohl für Demokratisierungsprozesse in autokratischen Systemen als auch für die Kontrolle der Bürger durch den Staat einnehmen“, so Vizepräsidentin Prof. Dr. Meike Baader in ihrer Laudatio. „Sie forscht international, ist teamorientiert und äußerst kollegial. Sie arbeitet zu gesellschaftlich höchst relevanten Themen, die uns alle angehen und für unser Zusammenleben von Bedeutung sind“, unterstreicht Meike Baader. Zudem kommuniziere die Wissesnchaftlerin ihre Forschungsergebnisse in die Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit.

Vor ihrer Tätigkeit in Hildesheim war Marianne Kneuer Lehrstuhlvertreterin an den Universitäten Darmstadt, Hagen und Erfurt. 2005 hat sie an der Universität Eichstätt habilitiert mit einer Arbeit zur „Europäischen Union als externer Akteur bei Demokratisierungsprozessen“, nachdem sie Forschungsstipendiatin der DFG war. Promoviert wurde sie 1991 an der Universität Bonn. Marianne Kneuer war Referentin im Planungsstab des Bundespräsidenten Roman Herzog von 1994 bis 1999 in Bonn. Seit 2018 ist sie Präsidentin der International Political Science Association (IPSA), der sie seit 2016 als erste Vizepräsidentin vorsaß.

Preis für hervorragende Lehre: Biologe Dr. Stefan Flohr

Auf Vorschlag einer Jury unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten für Lehre und Studium wird der Preis für hervorragende Lehre an den Biologen Dr. Stefan Flohr vom Institut für Biologie und Chemie vergeben.

Für den Preis für hervorragende Lehre wurden insgesamt 78 Vorschläge eingereicht, Studentinnen und Studenten nominierten insgesamt 51 Lehrende für den Preis. „Studierende reichen die Vorschläge für den Lehrpreis ein“, sagt Vizepräsident Prof. Dr. Jürgen Sander.

Seit 2007 forscht und lehrt Dr. Stefan Flohr an der Universität Hildesheim und gibt sein Wissen in der Anthropologie, Anatomie, Humanbiologie und Paläoanthropologie sowie Bioarchäologie an Studentinnen und Studenten weiter. Er war mehrere Jahr als Landesanthropologe in Thüringen tätig.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter wird für seine hervorragende Lehre in den Seminaren „Bioarchäologie und Paläoökologie II“ und „Funktionelle Anatomie des Bewegungsapparates“ ausgezeichnet. In seiner Lehre fördert er forschendes und problemorientiertes Lernen und wendet innovative Prüfungsmethoden an.

Die Lehre sei „immer anspruchsvoll, interessant und geprägt von einer angenehm lockeren Atmosphäre“, so die Lehramtsstudentin Xenia Dalke in ihrer Laudatio. „Die Lehrveranstaltung Bioarchäologie war unterteilt in fachlichen Input und ein eigenes Projekt. Es ist einfach viel interessanter, wenn man sich selbst durch die vielen Skelette hier im Keller der Universität wühlen darf und eigenständig seine Forschung betreibt, als wenn man nur Wissen trocken vorgetragen bekommt. Dazu kommen noch die geballte fachliche Expertise und Erfahrung, die uns geboten wurde. Man vergisst als Studierender manchmal, wie viel Forschung und Arbeit unsere Dozierenden neben der Lehre leisten. Somit wurden wir Studierenden, die am Anfang gerade einmal einen Schädel von einem Oberschenkelknochen unterscheiden konnten, zu Experten in unserem Thema.“

Die Studentin Xenia Dalke befasste sich in ihrem Projekt mit X- und O-Beinen mittelalterlicher Skelette. „Dann durfte ich die Erkenntnisse auf einer wissenschaftlichen Tagung in Konstanz vorstellen. Diese Chance, ein Uniprojekt auf diese Weise weiterzuführen und im offiziellen Rahmen vorstellen zu dürfen, ist einfach unglaublich und nicht selbstverständlich. Aber hier endet unsere Reise noch nicht – der nächste Schritt ist die gemeinsame Publikation unserer Forschungsergebnisse“, sagt die Studentin.

Weitere Studierende von Stefan Flohr begründen die Auszeichnung wie folgt:

  • „Herr Flohr hat es geschafft ein trockenes Thema grandios zu lehren, Studenten zu motivieren und für die Anatomie anzustecken! Die wöchentlichen Testate und sein Engagement haben dazu beigetragen, dass das erworbene Wissen nicht sofort verfällt, sondern im Gegenteil anders als beispielsweise bei Klausuren nachhaltig abgespeichert wurde. Die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden und Herrn Flohr war Voraussetzung und Wunsch und verlief bestens. Fragen, gerade im Bezug zur Muskulatur und deren Defekten, förderten das eigenständige Nachdenken und auch Ausprobieren von Seiten der Studenten.“

  • „In diesem Kurs wurde uns Studierenden die Möglichkeit gegeben, in einem interessanten Themengebiet eigenständig und mit ständiger Unterstützung von drei absolut kompetenten und anregenden Dozenten – Stefan Flohr, Uwe Kierdorf und Carsten Witzel – eigene Projekte zu gestalten. Man hat in der Universität selten die Möglichkeit so intensiv in ein interessantes Themengebiet einzutauchen, die Dozenten erschaffen eine freundliche, kooperative Atmosphäre und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Besonders hervorzuheben ist hier Stefan Flohr, der die Leistungen der Studierenden über das Seminar hinaus mit einer Vertiefung des Projekts würdigt und seine Freizeit und Leidenschaft dafür widmet.“

„Die Tatsache, dass ich inzwischen schon mehrfach von meinen Studierenden für den Preis nominiert wurde, ist mir im Grunde Auszeichnung genug, denn sie sind die Adressaten meiner Lehrtätigkeit. Dass nun auch die Kommission zur Vergabe des Preises dem Vorschlag der Studierenden zustimmt, ist großartig und zeigt mir, dass gute Lehre nicht immer nur eine Frage der Anwendung modernster und innovativster Methoden und Techniken sein muss, sondern dass es offenbar auch mit eher traditionellen Mitteln möglich ist, Menschen für fachwissenschaftliche Inhalte zu begeistern“, freut sich Stefan Flohr über die Auszeichnung.

Stefan Flohr wird im Sommersemester 2019 in der Weiterbildung „Hochschuldidaktik“ seine Erfahrungen teilen und mit interessierten Kolleginnen und Kollegen über exzellente Lehre sprechen.

Preis für hervorragende Serviceleistungen: Team des Sachgebiets Dritt-, Sonder- und Studienqualitätsmittel des Dezernats für Finanzen

Der Preis für hervorragende Serviceleistung ist ein Preis für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, die sich in ganz besonderem Maße für die Universität und damit für die Weiterentwicklung der Wissenschaft eingesetzt haben.

Auf Vorschlag des Präsidiums wird der Preis für hervorragende Service-Leistungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachgebiets Dritt-, Sonder- und Studienqualitätsmittel des Dezernats für Finanzen vergeben.

Zu dem Team gehören:

  • Frau Monika Sardí (Sachgebietsleiterin)
  • Frau Anja Ehlers (Studienqualitätsmittel)
  • Herr Mirco Fink (Drittmittel)
  • Frau Marika Schaper (Sondermittel)
  • Herr Marvin Freund (Drittmittel)
  • Frau Vicky-Nicoletta Erber (Drittmittel)
  • Frau Miriam Rother (Sondermittel)
  • Frau Stefanie Hankel (Drittmittel)

„Das Team hat es in herausragender Weise geschafft, die gestiegene Zahl an Projekten vorbildlich abzuarbeiten – sozusagen die Pflicht – und parallel die Unterstützung sowie Beratung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in allen Phasen der Projektbearbeitung im Sinne des Servicegedankens auszubauen. Und das ist die Kür – dort die Flexibilitätswünsche und hier die Richtlinien!  Nur wenn wir uns gemeinsam dem Ziel der Drittmitteleinwerbung verpflichtet fühlen, können wir auch weiterhin so erfolgreich sein, wie in den letzten Jahren“, so der hauptberufliche Vizepräsident Dr. Matthias Kreysing.

„Die Auszeichnung bedeutet für das Sachgebiet Dritt-, Sonder- und Studienqualitätsmittel eine hohe Wertschätzung. Wir bedanken und freuen uns darüber, dass unser Engagement wahrgenommen und belohnt wird. Der Preis ist eine Bestätigung unseres Tuns und gleichzeitig ein Ansporn, uns in Zukunft weiterhin so einzusetzen“, so die Sachgebietsleiterin Monika Sárdi.

Green Office verleiht Nachhaltigkeitspreis an Umweltstudentin Jenny Dreblow und an IMIT-Absolvent Sebastian Pape

Mit dem Nachhaltigkeitspreis zeichnet das Green Office Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim aus, die sich in ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit mit nachhaltiger Entwicklung befassen. Das Nachhaltigkeitsbüro der Uni möchte damit einen Beitrag leisten, Nachhaltigkeit in den Forschungsfokus gerade des wissenschaftlichen Nachwuchses zu bringen.

Die Studentin Jenny Dreblow wird für ihre Bachelorarbeit „Nachhaltigkeit – ein interkultureller vergleich üver zugange und perspektiven belarussischer und deutscher Studierender“ im Studiengang „Umweltsicherung“ und Sebastian Pape für seine Masterarbeit „Soziale Nachhaltigkeit in Geschäftsprozessen – Entwicklung eines Pattern-basierten Ansatzes“ im Studiengang „Informationsmangement und Informationstechnologie“ ausgezeichnet.

Jenny Dreblow leiste mit ihrer Abschlussarbeit einen Beitrag zu einer interkulturellen Verständigung über Nachhaltigkeit und gibt damit wertvolle Anregungen für eine deutsch-belarussische Zusammenarbeit im Rahmen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung, so die Begründung. „Die Auszeichnung bedeutet für mich Wertschätzung. Und Mut weiterzugehen – auch beruflich“, sagt die Preisträgerin Jenny Dreblow.

Sebastian Pape sei es mithilfe von Experteninterviews gelungen, einen Musterkatalog aus sozial nachhaltigen Geschäftsprozess-Patterns zu entwickeln, dessen Anwendung eine Integration von sozialen Nachhaltigkeitsaspekten in Geschäftsprozesse von Unternehmen fördern kann, so die Jurybegründung.

„Dank der großzügigen Unterstützung der Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine und ihres Fördervereins können wir in diesem Jahr zwei Abschlussarbeiten mit dem Nachhaltigkeitspreis dotiert mit jeweils 500 Euro auszeichnen“, sagt Karina Schell, Mitarbeiterin des Green Office.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis möchten wir studentische Beiträge honorieren und herausragende Abschlussarbeiten universitätsweit bekannt machen. Die Auszeichnung soll Studierende motivieren, sich wissenschaftlich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen“, sagt Karina Schell. Die Mitarbeiterin Julia Witter ergänzt: „Mit diesem Preis betont die Universität Hildesheim den besonderen Stellenwert des fachbereichsübergreifenden Themas „Nachhaltigkeit“ in der Ausbildung der Studierenden und den Anspruch, als Universität zur Lösung dringender gesellschaftlicher Probleme beizutragen.“

Der Preis wird auch im nächsten Jahr wieder vergeben. Die Bewerbung auf den Nachhaltigkeitspreis ist bis zum 1. Dezember 2019 möglich, detaillierte Informationen finden Sie zeitnah auf der Homepage des Green Office.

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Zahlreiche Kooperationen und Förderprojekte sind in den letzten Jahren entstanden. Neben Verträgen als Werkstudenten oder Pflichtpraktika, befassen sich zahlreiche Abschlussarbeiten der Studenten bereits mit praktischen Problemen und Aufgabenstellungen der Partnerfirmen. Diese freuen sich wiederum auf zukünftige, sehr gut qualifizierte neue Mitarbeiter, die von den Hochschulen rekrutiert werden können. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Geographie Biologie & Chemie Biologie Chemie Schlüsselqualifikationen ZSB news-10516 Wed, 22 Jul 2015 15:38:00 +0200 Kinder entdecken den Wurm https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/kinder-entde/ Die Schüler der Grundschule Barnten können Sich freuen. In einem neuen Schullabor können die Kinder zukünftig wieder forschen und experimentieren. Bisher musste dies aus Platzmangel in den normalen Unterrichtsräumen stattfinden. Ein ehemaliger Abstellraum für Schulhof-Fahrzeuge wurde nun umgebaut. Neben der Bürgerstiftung Rössing, die das Projekt förderte, freuen sich insbesondere auch die Studenten der Uni Hildesheim, die den Unterricht Pädagogisch und fachlich begleiten. Pressespiegel regional Erziehungswissenschaft Ang. Erziehungswissenschaft Fachbereich 4 Biologie & Chemie Biologie news-8930 Sat, 20 Sep 2014 18:35:00 +0200 Studieren in Hildesheim: Der Doktorhut muss wetterfest sein - Teil 2 https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/studieren-in/ Ökologie, Religion oder digitale Medien: Mehr als 1400 Forscher sind in diesen Wochen in der Hochschulstadt Hildesheim zu Gast Pressespiegel regional Universität Hildesheim Fachbereich 4 Biologie Forschung news-8927 Sat, 20 Sep 2014 18:32:00 +0200 Studieren in Hildesheim: Der Doktorhut muss wetterfest sein - Teil 1 https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/studieren-in-1/ Ökologie, Religion oder digitale Medien: Mehr als 1400 Forscher sind in diesen Wochen in der Hochschulstadt Hildesheim zu Gast Pressespiegel regional Universität Hildesheim Fachbereich 4 Biologie Forschung news-8916 Tue, 16 Sep 2014 18:14:00 +0200 Gegenwind für Großprojekt im Süden? https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/gegenwind-fue/ Freden ist auf dem Weg zur Energie-Hauptstadt des Landkreises - doch jetzt regt sich Widerstand. Der Windpark-Planer Prof. Theo Stracke von der Uni Hildesheim spricht beim Infoabend. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Biologie Biologie & Chemie news-8908 Sun, 14 Sep 2014 18:01:00 +0200 Natürlich aufgeklärt https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/natuerlich-au/ Umweltbildung: Juniorprofessorin Jasmin Mantilla-Contreras will aufklären, um zu schützen Pressespiegel regional Universität Hildesheim Fachbereich 4 Biologie & Chemie Biologie Forschung news-6465 Thu, 25 Apr 2013 09:00:00 +0200 Neues Forum Fachschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/neues-forum/ Zum besseren Studierendenaustausch haben wir, die Fachschaft Biologie, ein Forum eingerichtet. Der Link dahin ist auf unserer Homepage unter der Rubrik "Studium & Lehre" zu finden. Weiterhin sind wir unter der folgenden Emailadresse zu erreichen: fs-biologiegmx.de 

 

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Biologie
news-6399 Wed, 10 Apr 2013 14:54:00 +0200 Umwelt und Nachhaltigkeit https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/umwelt-und-nachhaltigkeit/ Mit aktuellen Herausforderungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer öffentlichen Ringvorlesung. Dazu laden die Fächer Biologie und Geographie der Universität Hildesheim ein. Die Vortragsthemen reichen von Umweltbildung, Hunger in der Welt und Spekulation mit Land, Übertragungen von Krankheitserregern zwischen Haus- und Wildtieren, bis zur Finanzierung umweltorientierter Unternehmen und innovativen Geschäftsmodellen.

Wald ist mehr als ein Freizeit- und Erholungsraum. „Unser Wald ist ein wichtiger Klimaschützer, Rohstoffproduzent und Lebensraum für zahlreiche Arten. Um diese Funktionen des Waldes wissen allerdings immer weniger Menschen – ihre Beziehung zu dem unsere Kultur so prägenden Lebensraum ist verloren gegangen“, sagt Franz Hüsing von der Stiftung Zukunft Wald. Er stellt zum Auftakt der Ringvorlesung das Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ vor. Grundstückseigentümer stellen eine unbewaldete Fläche zur Verfügung, Schülerinnen und Schüler legen einen Schulwald an.

Dr. Sabine Panzer-Krause forscht an der Universität Hildesheim im Bereich Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung und spricht am 5. Juni über die Finanzierung umweltorientierter Unternehmen. „Während die Politik in Deutschland die Erneuerbaren Energien als Motor der Green Economy preist, standen bislang Fragen der Finanzierung von in diesem Sektor tätigen kleinen und mittleren Unternehmen kaum im Fokus“, sagt sie. Eine Woche später stellt Dr. Rainer Dambeck (Universität Frankfurt am Main, 12. Juni) die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt in historischer Zeit dar: Anhand von Taunus, Odenwald und Eifel zeigt er, wie nachhaltig die spätmittelalterlich-frühneuzeitliche Landnutzung in den Mittelgebirgen war.

Am 19. Juni stehen innovative Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Vorlesung von Prof. Dr. Ralf Knackstedt (Antrittsvorlesung). Im Vortrag analysiert der Wissenschaftler, wie Methoden der Wirtschaftsinformatik zum Einsatz kommen. Er stellt Entwicklungsperspektiven vor, die in einem Forschungsprogramm gebündelt sind.

Der Mensch hat das System Erde verändert wie noch keine Spezies vor ihm. „Besonders der Ressourcenabbau und die Weiterverarbeitung wie der Abbau und die Verhüttung von Erzen haben umfangreiche Folgen für die Landschaft“, sagt Prof. Dr. Martin Sauerwein (Universität Hildesheim). Ein Beispiel seien Schwermetallbelastungen, die nicht nur lokal sondern auch regional „zu nicht-nachhaltigen Veränderungen im Landschafts- und Stoffhaushalt führen“. An drei unterschiedlichen Untersuchungsgebieten in Südsardinien zeigt der Wissenschaftler am 3. Juli, welche geoökologischen Folgen entstehen. Dabei erläutert Sauerwein, wie Schwermetalle zur Belastung von Boden, Wasser und Luft führen und welchen Weg sie bis in die Nahrungskette nehmen können.

Zum Abschluss der öffentlichen Ringvorlesung stellen Prof. Dr. Jasmin Mantilla-Contreras und Dr. Torsten Richter Strategien zum Erhalt der Biodiversität in Madagaskar vor. Die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe „Ökologie und Umweltbildung“ an der Universität Hildesheim leiten ein dreijähriges Forschungsprojekt am Alaotra-See. Eine Junior-Forschergruppe der, darunter drei Doktoranden, entwickelt bis 2015 mit der Bevölkerung vor Ort Strategien, um die biologische Vielfalt an dem größten Süßwassersee Madagaskars zu erhalten.

Die Ringvorlesung „Umwelt und Nachhaltigkeit“ findet Mittwochs (18:15 Uhr) im Sommersemester in Hörsaal 1 am Hauptcampus der Universität Hildesheim (Marienburger Platz 22) statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Geographie Biologie & Chemie Biologie
news-6450 Wed, 10 Apr 2013 14:43:00 +0200 Vorlesungsreihe zu Umweltthemen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/vorlesungsre/ Heute beginnt Ringvorlesung an der Universität Hildesheim / Beginn ist immer um 18.15 Uhr im Hörsaal 1 Pressespiegel regional Biologie Geographie news-6347 Mon, 25 Mar 2013 15:38:00 +0100 Junior-Forschergruppe in Madagaskar https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/junior-forschergruppe-in-madagaskar/ Am Alaotra-See entwickelt eine Forschergruppe der Universität Hildesheim bis 2015 mit der Bevölkerung vor Ort Strategien zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Die invasive Wasserhyazinthe verursacht ökologische Probleme, bietet aber ein ungeahntes Nutzungspotential. Das Feuchtgebiet am Alaotra-See wird durch Bevölkerungszunahme, eingeschleppte Arten und Übernutzung der natürlichen Ressourcen stark bedroht. Neben ökologischen Untersuchungen und nachhaltigen Nutzungskonzepten soll vor allem die Umweltbildung vor Ort gestärkt werden, erklärt Prof. Dr. Mantilla-Contreras, Leiterin der Forschergruppe und Juniorprofessorin für Ökologie und Umweltbildung an der Universität Hildesheim. 

Die Region am Alaotra-See ist ökonomisch bedeutsam, da sich dort das größte Reisanbaugebiet Madagaskars befindet. „Der dort angebaute Reis ist das Grundnahrungsmittel, die Fische des Sees die Hauptproteinquelle der Menschen“, sagt Mantilla-Contreras. Um mehr Platz für Reisfelder zu gewinnen, für einen besseren Zugang zum See und aus politischen Gründen wird die natürliche Vegetation am See regelmäßig abgebrannt. Besonders wertvoll sind die Feuchtgebiete, da nur hier der Alaotra-Bambuslemur lebt. Die Art zählt zu den am stärksten bedrohten Lemurenarten und ist durch die illegalen Brände, durch Jagd und den Verlust der natürlichen Vegetation bedroht.

Ein weiteres Problem stellt die aus Südamerika stammende Wasserhyazinthe dar. „Die invasive Pflanzenart breitet sich zunehmend auf dem See aus, führt zu Sauerstoff- und Lichtmangel im See und macht die Kanäle der Fischer unpassierbar“, schildert Mantilla-Contreras. Doch aus dem Problem könnte man auch einen Nutzen ziehen: „Die Wasserhyazinthe ist wirtschaftlich verwertbar, die Bevölkerung greift darauf jedoch noch nicht zurück. Dabei könnten Flechtprodukte produziert werden, sie kann als Kompost, Viehfutter und zur Herstellung von Briketts genutzt werden.“

An dieser Stelle setzt das Konzept einer Junior-Forschergruppe an. Sollte eine regional angepasste und ökonomisch tragfähige Nutzung der Wasserhyazinthe gelingen, kann damit unter anderem gleichzeitig die Sauerstoffbilanz des Gewässers verbessert, der steigenden Verdunstung entgegengewirkt, Lebensraum für bedrohte Arten geschaffen und die Schilfregeneration auf Brandflächen erhöht werden. Außerdem können alternative Wertschöpfungsketten entwickelt werden, so die Forscher.

Drei Doktoranden der Universität Hildesheim waren seit Herbst 2012 zu Feldforschungsaufenthalten in Madagaskar und werten die Daten nun in Hildesheim aus. Wie man eine erfolgreiche Nutzung der invasiven Wasserpflanze vor Ort etablieren kann, untersucht der Promovend Tsiry Rakotoarisoa. Welche ökologischen Konsequenzen die Wasserhyazinthe für das Seeökosystem und die natürliche Vegetation hat, studiert Pina Lammers. Eine dritte Promovendin, Lena Reibelt, setzt im Bereich der Umweltbildung an, arbeitet mit Grundschulen des Umlands zusammen und entwickelt Bildungsmaßnahmen für Erwachsene und die Verbände der Fischer und Reisbauern. „Artenvielfalt und Umweltschutz spielen im Unterricht bisher kaum eine Rolle. Dadurch ist den Menschen die Einzigartigkeit ihres Naturerbes oft gar nicht bewusst. Wir wollen den Schulen vor Ort helfen diese Lücke zu schließen“, sagt Dr. Torsten Richter.

Studierende aus dem Masterstudiengang „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ und Lehramtsstudierende der Universität Hildesheim haben die Möglichkeit im Rahmen ihrer Masterarbeit innerhalb des zweiten Feldaufenthaltes in dem Forschungsprojekt mitzuwirken.

Junior-Forschergruppe

Projektleiterin ist Prof. Dr. Jasmin Mantilla-Contreras (Arbeitsgruppe Ökologie und Umweltbildung, Abteilung Biologie). Zu den Projektverantwortlichen gehören Dr. Torsten Richter sowie Mitglieder und lokale Mitarbeiter der NGO Madagascar Wildlife Conservation. Darüber hinaus arbeitet die Forschergruppe eng mit Schulen, Wissenschaftlern und Studenten aus Madagaskar zusammen.

Aus über 100 internationalen Bewerbungen wurden drei Promotionsstipendiaten ausgewählt: Pina Lammers (Ökologische Studie), Lena Reibelt (Umweltbildung) und Tsiry Rakotoarisoa (Nachhaltiges Ressourcenmanagement). Sie sind abwechselnd für mehrmonatige Feldforschungsaufenthalte in Madagaskar und für Auswertungen in Hildesheim.

Gefördert wird die Junior-Forschergruppe durch die Bauer Stiftung in Kooperation mit der Fritz-Hildegard Berg-Stiftung im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft. Das Projekt läuft drei Jahre und hat Mitte Oktober 2012 begonnen.

„Seine letzten Verstecke schwinden", Artikel in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Geographie Biologie & Chemie Biologie
news-6220 Thu, 07 Feb 2013 13:53:00 +0100 Hilfe! Seine letzten Verstecke verschwinden https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/hilfe-seine/ Ein kleiner pelziger Lemur ist gefährtdet, weil Bauern Schilff verbrennen / Hildesheimer Doktoranden suchen auf Madagaskar nach Auswegen Pressespiegel regional Biologie news-5727 Mon, 12 Nov 2012 16:28:00 +0100 Der Knochenmann https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/der-knochenm/ Gespaltene Schädel, eiternde Zähne - ein Uni-Experte bringt menschliche Überreste zum Sprechen Pressespiegel regional Biologie news-5084 Mon, 03 Sep 2012 19:14:00 +0200 Green IT und Umweltwissenschaft: Bewerbung bis 22. Oktober https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/green-it-und-umweltwissenschaft-bewerbung-bis-22-oktober/ Die Universität Hildesheim erschließt als eine der ersten Hochschulen in Niedersachsen neue Felder der angewandten Informatik: Zum Wintersemester 2012/13 führt sie zwei neue Bereiche in den Bachelor- und Masterstudiengängen „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ ein: Green IT und Umweltwissenschaft. Dabei geht es zum Beispiel um den nachhaltigen Umgang mit Informationstechnik in Bezug auf Anwendung, Betrieb und Wiederverwertung. Bis zum 22. Oktober können sich Studieninteressierte bewerben. „Green IT – effizienter und nachhaltiger Umgang mit Informationstechnik“

Die Universität Hildesheim zählt zu den ersten Hochschulen in Niedersachsen, die „Green IT“ in der Lehre anbieten. Ziel des Bereichs „Green IT – effizienter und nachhaltiger Umgang mit Informationstechnik“ ist der nachhaltigere Umgang mit der Informations- und Kommunikationstechnik in Bezug auf ihre Anwendung, ihren Betrieb und ihre Wiederverwertung. Studierende sollen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, mit denen sie Ökonomie und Ökologie, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Informationstechnik kombinieren. In der Lehre sollen auch IT-Anwendungen und Methoden zur Effizienzhebung in anderen Technologiebereichen (Smart GRID, Smart-Home, E-Mobilität u.a.) vermittelt werden.

Zur Lehre zählt der gesamte Hardware-Bereich – von der nachhaltigen Produktion über die Nutzung bis hin zur sinnvollen Rückführung und Wiederverwertung. „Green IT“ gründet sich dabei auf ein Curriculum, das sich an die Informationstechnik, die Umweltwissenschaften, die Ökologie und die Betriebswirtschaftslehre anlehnt.

Absolventen mit einem Schwerpunkt im Bereich „Green IT“ können zum Beispiel zu einer „Nachhaltigen Systemadministration“ (Betrieb) und zu „Verfahren und Techniken der Wiederverwertung“ (Recycling) beitragen.

Bereich „Umweltwissenschaft“

Im neuen Bereich „Umweltwissenschaft“ im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ (IMIT, B.Sc., M.Sc.) sollen Studierende informationstechnologische Grundlagen auf Umweltprobleme anwenden und Lösungsstrategien entwickeln. Gegenstand der Lehre ist das Verständnis ökologischer Systeme, des Landschaftshaushaltes und der Landschaftsmodellierung. Ferner sollen IT-Anwendungen und Methoden zur Analyse umweltwissenschaftlicher Fragestellungen vermittelt werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie Altlasten digital flächendeckend erfasst und ein digitales Umweltkataster aufgebaut werden kann.

Neben dem Erwerb umweltwissenschaftlicher Grundlagen (Biologie, Geoökologie, Umweltsicherung) stehen insbesondere Umweltinformationssysteme (Umweltinformatik, Geographische Informationssysteme, Modellierung komplexer Systeme) und praktische Anwendungen im Fokus. Letzteres betrifft die Verarbeitung räumlich relevanter Umweltdaten (Wasser, Abwasser, Energie, Stoffströme) in Unternehmen und Behörden bis hin zur Optimierung von Navigationssystemen.

Absolventen mit einem Schwerpunkt im Bereich „Umweltwissenschaft“ sind zum Beispiel als Umweltbeauftragte in IT-Unternehmen, in Forschungsinstitutionen, Universitäten und Behörden gefragt.

Studieninteressierte können sich mit ihren Nachfragen gerne an Prof. Dr. Martin Sauerwein (Umweltwissenschaft) und Prof. Dr. Helmut Lessing (Green IT) wenden. Bewerbungsschluss ist der 22. Oktober 2012.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Informatik Biologie & Chemie Geographie Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik BSc IMIT MSc IMIT-M Biologie
news-5312 Sat, 18 Aug 2012 18:14:00 +0200 Da bin ich wieder! https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/da-bin-ich-w/ Nach 150 Jahren erobert der Wolf Niedersachsen zurück - ein Projekt soll Kindern die Angst nehmen Pressespiegel regional Biologie & Chemie Biologie news-5101 Mon, 13 Aug 2012 14:26:00 +0200 Mit Fell, Geheul und Fährten: Dem Wolf auf der Spur https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/mit-fell-geheul-und-faehrten-dem-wolf-auf-der-spur/ Erstmals seit 150 Jahren sind in Niedersachsen Wolfswelpen in der freien Natur zur Welt gekommen. Lehramtsstudierende und Biologen der Universität Hildesheim entwickeln mit dem Schulbiologiezentrum Hannover 25 Wolfskoffer. „Wir müssen lernen, mit den neuen Nachbarn zu leben, Kinder und Jugendliche auf die Rückkehr der Wölfe vorbereiten. Mit den Koffern können sie die spannende Biologie dieser Tiere im Klassenzimmer erkunden“, sagt Dr. Torsten Richter. Angst vorm bösen Wolf? Mithilfe von „Wolfskoffern“ möchten Studierende und Biologen der Universität Hildesheim Kinder und Jugendliche anlässlich der Rückkehr des heimischen Wildtieres nach Niedersachsen informieren – schließlich kennen sie den Wolf bisher nur aus dem Zoo oder Fernsehen.

Nah dran: In einem handlichen Koffer verpackt, finden sich Fährtenabdrücke, ein Wolfsfell, die Nachbildung eines Wolfsschädels, Wolfsgeheul und weitere Materialien, um die Wolfsbiologie anschaulich zu vermitteln und Schülerinnen und Schüler zu Wolfsforschern zu machen. Die Koffer enthalten zudem ein Handbuch, Kopiervorlagen, Projektskizzen und Unterrichtsentwürfe für Lehrkräfte.

Entwickelt und in Schulen erprobt wird das Material von Lehramtsstudierenden der Universität Hildesheim (Master of Education). „Das Bild des Wolfs in unseren Köpfen wird weiterhin vom Bild aus Märchen wie Rotkäppchen beeinflusst“, sagt Biologe Dr. Torsten Richter, der das Projekt leitet. „Dadurch bestehen viele ungerechtfertigte Ängste vor dem Wolf weiter. Der unvoreingenommene Blick auf diese faszinierende Tierart wird verstellt. Mit unseren Wolfskoffern wollen wir dabei helfen, die absehbaren Konflikte bei der Rückkehr der Wölfe nach Niedersachsen zu mindern.“ Die vielfältigen Materialien und Unterrichtsvorschläge ermöglichen einen Einsatz in unterschiedlichen Altersstufen und können an die jeweiligen Unterrichtssituationen angepasst werden. Der Koffer hält auch Information über Jungtiere bereit, zum Beispiel die spektakulären Aufnahmen der ersten freilebenden Rudel in der Oberlausitz des Tierfilmers Sebastian Koerner.

Am 16. September wird der Wolfskoffer erstmals im Schulbiologiezentrum Hannover vorgestellt. Ab Anfang 2013 sollen dann alle 25 Wolfskoffer zum Verleih an Schulen, Umweltbildungszentren und Landschulheime bereitstehen. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert das Projekt mit 15.000 Euro. Kooperationspartner des Bildungsprojekts ist das Schulbiologiezentrum Hannover. Die Hildesheimer arbeiten auch mit dem Projekt „Wölfen auf der Spur“ der Landesjägerschaft und des SCHUBZ Umweltbildungszentrums Lüneburg zusammen.

„Drei Studentinnen arbeiten zur Zeit an Abschlussarbeiten über Wölfe im Unterricht“, berichtet Torsten Richter. Zum Beispiel wie die Wolfskoffer im schulischen Unterricht oder an außerschulischen Lernorten, Wildparks und Landschulheimen, eingesetzt werden können. Julia Grünewald erforscht das  Wolfsbild in Märchen und Sagen und vergleicht es mit dem Wolfsbild, das die Biologie vermittelt. Karolin Obenaus hat ihren Unterricht bereits an Schulen im Landkreis Lüneburg erprobt: „Im Unterricht habe ich hochmotivierte und interessierte Schüler erlebt. Vor allem die Handpuppe Lupus, die Wolfsmappe sowie die interdisziplinär angelegten Info-Materialien begünstigten eine positive Lernatmosphäre.“ 

In Niedersachsen sind Wölfe in letzter Zeit in freier Wildbahn in Munster und bei Celle entdeckt sowie 2012 erstmals Wolfsjunge in der Lüneburger Heide geboren worden.

Umweltbildung zählt zu den Lehrschwerpunkten der Studiengänge „Umweltsicherung“ (Bachelor), „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ (Master) und der Lehramtsstudiengänge. Eine Juniorprofessur für Ökologie und Umweltbildung hat die Universität Hildesheim 2011 eingerichtet. 

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Pressemeldungen Biologie & Chemie Fachbereich 4 BSc UWS MSc Umwelt Biologie
news-6147 Tue, 10 Jul 2012 12:15:00 +0200 Lernen vom Hirsch https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/lernen-vom-h/ Jedes Jahr ein Geweih: Zwei Hildesheimer Biologen glauben, dass auch der Mensch eines Tages Knochen nachbilden kann Pressespiegel regional Biologie news-6123 Sat, 30 Jun 2012 10:28:00 +0200 Mit Foto-Fallen scheuen Räubern auf der Spur https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/mit-foto-fal/ Hildesheimer Student installiert kleine Kameras im Wald bei Sibbesse / Lebensräume der Wildkatze verbinden Pressespiegel regional Biologie & Chemie BSc UWS Biologie news-5079 Wed, 20 Jun 2012 14:27:00 +0200 Millionen für die Wildkatze https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/millionen-fue/ Landkreis Hildesheim wird Schwerpunkt-Region für bundesweites Projekt / Lob von Altmeier Pressespiegel regional Biologie & Chemie Biologie news-5070 Fri, 15 Jun 2012 13:47:00 +0200 Ringvorlesung: Stadt der Zukunft https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/ringvorlesun-32/ Pressespiegel regional Geographie Biologie Chemie news-4677 Mon, 07 May 2012 09:02:00 +0200 Theo Stracke zum Honorarprofessor ernannt https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/theo-stracke-zum-honorarprofessor-ernannt/ Naturschutzfachmann bereichert Lehrangebot: Seit 2008 teilt Theo Stracke seine langjährigen Erfahrungen im Naturschutz mit Studierenden der Universität Hildesheim. „Seine Seminare über Recht, Organisation und Handlungsformen des Naturschutzes sind nie trocken; wir schätzen die Praxisnähe, die er in die Theorie einbringt“, sagt die Umweltwissenschafts-Studentin Rebecca Winter. Dipl.Ing. Theo Stracke wurde zum Honorarprofessor im Fachbereich IV Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik ernannt. Mit der Verleihung der Honorarprofessur an Theo Stracke werden sein herausragendes Engagement bei der Entwicklung der umweltwissenschaftlichen Studiengänge – der Bachelor-Studienvariante „Umweltsicherung“ und des Master-Studiengangs „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ – an der Universität Hildesheim sowie sein nachhaltig hoher Einsatz in der Lehre gewürdigt, so Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich. „Seit 2008 übernimmt Theo Stracke jedes Semester Lehraufträge an der Universität. Er gibt sein Praxiswissen mit viel Expertise und Esprit an die nächste Generation weiter und darf mit Recht als einer der engagiertesten Naturschützer Niedersachsens bezeichnet werden“, erklärt Dekan Prof. Dr. Martin Sauerwein.

„Theo Stracke vermittelt uns das trockene Naturschutzrecht – und bereichert seine Lehrveranstaltungen mit interessanten Beispielen und Anekdoten aus seiner langjährigen Berufspraxis", berichtet Studentin Rebecca Winter, die künftig Unternehmen im Umweltmanagement beraten möchte. Student Robin Stadtmann ergänzt: „Wir schätzen sein Praxiswissen, das er mit der Theorie verknüpft. Er unterstützt uns – von den Lehrinhalten bis zur Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen.“

Theo Stracke studierte Landespflege an der Universität Hannover. Er war Leiter des Dezernates Landespflege beim Regierungspräsidenten in Hildesheim und Stellvertretender Dezernatsleiter des Dezernats Landespflege der Bezirksregierung Braunschweig. Als Sonderbeauftragter des Landes Niedersachsen hat er die Norddeutsche Naturschutzakademie gegründet, aufgebaut und wurde ihr Stellvertretender Direktor. Bis 2004 war er Leiter des Naturschutzdezernates der Bezirksregierung Hannover. Von 2005 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2011 war er als Leitender Baudirektor verantwortlich für den Geschäftsbereich Landesweiter Naturschutz des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Seit 2011 ist er freiberuflicher Berater für den öffentlichen Dienst und Unternehmensberater in Fragen des Naturschutzes.

Umweltsicherung, Umweltwissenschaft und Naturschutz in Hildesheim

Umweltwissenschaft und Naturschutz zählen zu den Profilelementen der Universität Hildesheim. Die Hochschule hat für diesen Bereich neben dem Bachelorschwerpunkt Umweltsicherung in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung den Masterstudiengang „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ entwickelt, der zum Wintersemester 2011/12 gestartet ist.

Im Masterstudium ist eine Vertiefung in den Bereichen „Historische Umweltanalyse“, „Angewandter Umweltschutz“ und „Umweltbildung“ möglich. Während des Studiums setzt jeder Studierende ein Forschungsprojekt um und absolviert ein außeruniversitäres Praktikum – ob in einer Landesbehörde, in einem Nationalpark in Schweden, im Bergbau in Südafrika oder in einem deutschen Nationalpark oder Biosphärenreservat. Bislang wurden Kooperationsvereinbarungen mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, dem TÜV-Nord, dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie und dem von-Thünen-Institut für Klimafolgenforschung abgeschlossen.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Geographie Biologie BSc UWS Bürgergesellschaft
news-4571 Tue, 10 Apr 2012 08:44:00 +0200 Mensch und Umwelt https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/mensch-und-umwelt/ Mensch und Umwelt beeinflussen sich seit jeher gegenseitig – nicht immer mit dem notwendigen Schutz der Umwelt. Eine öffentliche Ringvorlesung an der Universität Hildesheim nimmt bis Juli 2012 jeden Mittwochabend Umweltthemen in den Blick. Am 25. April spricht ein Experte des Bundesamts für Strahlenschutz über „Die Endlagerung radioaktiver Abfälle – ein schwieriges Problem für Mensch und Umwelt“. Die aktuellen Umweltprobleme haben ihre Ursache fast ausnahmslos in der Vergangenheit – durch das Eingreifen des Menschen in ehemals natürliche Ökosysteme. Die Ringvorlesung „Mensch und Umwelt“, eine kooperative Veranstaltung der Institute für Geographie, Biologie und Chemie, bietet eine breitgefächerte Übersicht über verschiedene Umweltthemen. Neben Referentinnen und Referenten der Universität Hildesheim konnten Experten anderer Universitäten sowie weiterer Einrichtungen, z.B. Niedersächsisches Landesamt für Bergbau, Energie, Geologie und Bundesamt für Strahlenschutz, gewonnen werden.

Zum Auftakt am Mittwoch, 11. April spricht Prof. Dr. Johannes Prüter, Biosphärenreservat Elbtalaue, über „Biosphärenreservate als Modellregionen nachhaltiger Entwicklung – das Beispiel der niedersächsischen Elbtalaue“. Die weiteren Themen der Vorlesung sind vielfältig: Umweltpolitik, Bodenkunde und Grundwasserschutz, Säugetiere in der Kulturlandschaft.

Am Mittwoch, 25. April spricht Dr. Marion Gunreben vom Bundesamt für Strahlenschutz über „Die Endlagerung radioaktiver Abfälle – ein schwieriges Problem für Mensch und Umwelt“. In Deutschland gibt es vier Endlager bzw. Endlagerprojekte für radioaktive Abfälle, für die das Bundesamt für Strahlenschutz zuständig ist: die Endlager Asse, Morsleben, Konrad und das Erkundungsbergwerk Gorleben. Während Gorleben ein Erkundungsbergwerk ist und heute noch nicht entschieden ist, ob dort jemals radioaktive Abfälle endgelagert werden, befinden sich in Morsleben und der Asse bereits radioaktive Abfälle. Die Schachtanlage Konrad wird gegenwärtig als Endlager errichtet. Das Bundesamt für Strahlenschutz ist atom- und bergrechtlich für die Betriebe Gorleben und Konrad sowie für die Stilllegung des Endlagers Morsleben und der Schachtanlage Asse zuständig.

Die öffentliche Ringvorlesung „Mensch und Umwelt“ findet vom 11. April bis 11. Juli immer mittwochs ab 18:15 Uhr im Hörsaal 1 (Hauptcampus der Stiftung Universität Hildesheim, Marienburger Platz 22) statt.

Die Stiftung Universität Hildesheim ist Partner im Hildesheimer Themenjahr 2012 „Naturraum und gesundes Leben".

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Fachbereich 4 Pressemeldungen Biologie & Chemie Biologie Chemie Geographie Ringvorlesungen
news-4172 Fri, 02 Mar 2012 11:59:00 +0100 Mit wachen Augen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/mit-wachen-augen/ „Wir sind keine Ökos, wir sind Umweltwissenschaftler und beraten zukünftig Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeitsstrategien und ihr Umweltmanagement oder sind in Umweltbehörden tätig.“ Sebastian Thon, Rebecca Winter und Olexandr Filevych studieren seit dem Wintersemester im neuen Master „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ an der Stiftung Universität Hildesheim. Isa Lange sprach mit den Studierenden, die alle Faktoren im Blick behalten – ökonomische, politische, soziokulturelle, ökologische. Dieses Licht muss nicht brennen. Es ist hell genug. Wachsam, mit einem scharfen Blick für die Umwelt, streifen die Studierenden über den Campus und machen auf energiesparende Optionen aufmerksam, die nichts Kosten – „außer eine Verhaltensänderung“. Sie knipsen den Lichtschalter im Treppenhaus der Universität aus. Energiesparen durch Nutzerverhalten lautet die Devise von Student Sebastian Thon. „Durch ressourcenschonenden Umgang entstehen Spielräume. Eine Änderung im Nutzerverhalten kann in öffentlichen Einrichtungen zu Energieeinsparungen von bis zu 20 Prozent führen“, sagt der 27-jährige Nordrhein-Westfale und verweist auf die Ergebnisse eines Pilotprojekts am Institut für Biologie und Chemie. In seiner Bachelorarbeit hat er das Umweltcontrolling von Universitäten verglichen und Grundlagen für eine Energiespar-Kampagne an der Universität Hildesheim erarbeitet. Nun beginnt er sein Masterstudium.

Umweltwissenschaft und Naturschutz zählen zu den zukunftsweisenden Profilelementen der Stiftungsuniversität Hildesheim. Die Hochschule hat für diesen Bereich neben dem Bachelorschwerpunkt Umweltsicherung in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung den Masterstudiengang „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ entwickelt, der zum Wintersemester 2011/12 gestartet ist.

„Umweltproblemen und der Nachhaltigkeitsidee kann man sich mit technischen Optimierungen nähern, indem ältere Gebäude saniert oder energetisch effizientere Geräte eingesetzt werden. Man kann aber auch auf eine Verhaltensänderung beim Nutzer hinwirken. Hier kann jeder seinen Teil beitragen", bekräftigt Thon. „Wir machen uns keine falschen Hoffnungen, dass wir die ganze Welt verändern können – vielmehr zählt das tägliche Handeln des Einzelnen. Die Summe macht’s. Uns geht es um Aufklärung, darum, das Bewusstsein zu schärfen, mit der Umwelt angemessen umzugehen“, ergänzt Rebecca Winter. Auch sie will andere wachrütteln. „Wir sind realistisch, keine Öko-Fanatiker.“ Die 24-Jährige studierte zuvor in Hannover Biologie und holt in Folge des Universitätswechsels begleitend Geographie-Seminare nach, das werde ihr in Hildesheim ermöglicht. „Wir sind keine reinen Biologen oder Umweltplaner, sondern eher Generalisten und lernen, uns aus unterschiedlichen Perspektiven einer Fragestellung anzunähern und diese in Bezug zur Umwelt zu setzen.“ In Umweltschutzbehörden und in der Privatwirtschaft sind die jungen Umweltwissenschaftler begehrt. Winter könnte sich vorstellen, Unternehmen im Umweltmanagement zu beraten. Seminare über Naturschutzrecht, Umweltplanung und -technik möchte sie als nächstes belegen.

Nachhaltigkeit – ein Kassenschlager. „Der Begriff wird mittlerweile inflationär benutzt. Der Grundgedanke basiert auf drei Säulen“, erläutert Sebastian Thon. Häufig werde Nachhaltigkeit nur auf die ökologischen Aspekte reduziert, wirtschaftliche und soziokulturelle Aspekte werden zu oft vernachlässigt, besonders in der Werbung sei das festzustellen. „In unserem Studium lernen wir, soziale, ökonomische, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge eines Themas aufzuzeigen und in einem Lösungskonzept zu kombinieren.“ „Unsere Studierenden erfahren eine breite, nicht technologisch sondern naturwissenschaftlich fundierte Ausbildung im Bereich Umweltwissenschaft und Naturschutz“, erläutert Prof. Dr. Martin Sauerwein, Dekan des Fachbereichs Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik.

Der Master ist breit aufgestellt. In diesem Semester belegt Olexandr Filevych, der vor zehn Jahren aus der Ukraine nach Deutschland kam, „Grundlagen in der Statistik“ aber auch „Ausgewählte Aspekte des Natur- und Umweltschutzes“. „Gerade die Fähigkeit die Theorie in der Praxis anzuwenden, ist sehr wichtig für den Beruf.“ Der Student hat die Vertiefungsrichtung „Angewandter Umweltschutz“ gewählt, auch „Historische Umweltanalyse“ und „Umweltbildung“ können vertieft studiert werden. Die Offenheit, die der Studiengang von Anfang an bietet sei ein großes Plus. Ein Wahlmodul studium generale ermögliche ihm, dass er über den Tellerrand blicken kann, z.B. Psychologie, Politik, Informatik oder Betriebswirtschaft. Im Rahmen des Studiums absolviert jeder Studierende ein außeruniversitäres Praktikum – ob in einer Landesbehörde, im Bergbau in Südafrika, in einem Nationalpark in Schweden oder Deutschland – und setzt ein Forschungsprojekt um.

Mit den beschränkten Ressourcen nachhaltig umgehen – ist das nicht eine ungeheure Last für die junge Generation? „Eine Herausforderung, keine Last“, bekräftigt die angehende Umweltwissenschaftlerin Winter. „Manch junge Leute beschäftigen sich mit Nachhaltigkeitsfragen leider gar nicht, weil sie denken, sie können nichts bewegen. Dabei geht es um alltägliche Dinge – Licht ausschalten, Energiesparmodus einschalten.“

Alle jungen Menschen müssten sich in ihrem Studium mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinandersetzen, fordert Lehramtsstudent Andre Vespermann. Der Studierendenvertreter verweist auf vorbildliche studentische Umweltinitiativen, den Umwelttag, das Öko-Referat des AStA sowie aktuelle strukturelle Entwicklungen wie die Einrichtung einer neuen Juniorprofessur für Umweltbildung und Ökologie oder die „Smart Library“. „Damit ist die Senkung des Energieverbrauchs der Uni-Bibliothek durch intelligente Steuerungssysteme gemeint, deutschlandweit einmalig“, erläutert Filevych, der sich in diesem Projekt engagiert.

Ein Job mit Zukunft; das ist gut, dass du das machst, solche Leute brauchen wir – Reaktionen, die Sebastian Thon oft erhält, wenn er Freunden erzählt, was er studiert.

Lesen Sie den Artikel im Uni-Journal, Ausgabe Februar 2012, Schwerpunkt Umwelt

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Pressemeldungen Fachbereich 4 MSc Umwelt Biologie & Chemie Biologie
news-3804 Tue, 06 Dec 2011 19:51:00 +0100 Uni Biologin: Umwelt kennen, Umwelt schützen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/uni-biologin/ Universität Hildesheim Biologie & Chemie Biologie Fachbereich 4 news-3748 Sun, 04 Dec 2011 09:03:00 +0100 Umweltbildung: Prof. Dr. Jasmin Mantilla-Contreras stellt sich vor https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/umweltbildung-prof-dr-jasmin-mantilla-contreras-stellt-sich-vor/ Umweltwissenschaft und Naturschutz zählen zu den zukunftsweisenden Profilelementen der Stiftungsuniversität Hildesheim. Neben dem Bachelorschwerpunkt Umweltsicherung hat die Hochschule den neuen Masterstudiengang „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ entwickelt. Der Bereich Umweltbildung wird an der Universität Hildesheim ausgebaut, zum Wintersemester wurde Dr. Jasmin Mantilla-Contreras als Juniorprofessorin für Ökologie und Umweltbildung berufen. Am Mittwoch, 07. Dezember, stellt sich die Juniorprofessorin in einer Öffentlichen Antrittsvorlesung vor. Der Fachbereich IV, Mathematik, Naturwissenschaft, Wirtschaft und Informatik, lädt am Mittwoch, 07. Dezember 2011, um 18:15 Uhr zur Öffentlichen Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Jasmin Mantilla-Contreras ein. Die Juniorprofessorin spricht zum Thema „Küstenökosysteme im globalen Wandel“. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Pflanzenökologie, Ökosystem, Renaturierungsökologie und angewandte Umweltbildung. Sie untersucht unter anderem den Einfluss globalen Wandels (Landnutzung und Klimawandel) auf Pflanzen, Vegetation und Pflanze-Tier-Interaktionen. An der Universität Hildesheim baut sie die Arbeitsgruppe Ökologie und Umweltbildung auf und wird Lehrveranstaltungen in den Bereichen Angewandter Naturschutz, Renaturierungsökologie und Umweltbildung anbieten. Eine summer school „Restoration Ecology“ in Kooperation mit der Freien Universität Bozen, Italien, und eine Exkursion mit Studierenden  an die Nordsee zum Thema Küstenvegetation sind für das Jahr 2012 unter anderem geplant.

„Neben dem Wissen über die Funktion von Ökosystemen und den Möglichkeiten diese auch in Zukunft nachhaltig nutzen und schützen zu können, ist es wichtig, dass die Bevölkerung ein Verständnis für die Natur entwickelt. Fehlendes Wissen ist eine häufige Ursache für Natur- und Umweltschäden. Nur wer die Schönheit der Natur erkennt, ist bereit sie zu schützen. Das interdisziplinare Themenfeld der Umweltbildung ist von besonderer Bedeutung“, erklärt die Professorin. „Neben den fachlichen Grundlagen möchte ich vor allem praxisorientierte Lehrveranstaltungen wie Exkursionen und Projektstudien für die Studierenden anbieten.“

Nach dem Studium der Biologie in Göttingen und der Promotion hatte Jasmin Mantilla-Contreras drei Jahre lang die Leitung der Juniorforschergruppe „Biodiversität, Ökologie und Management von Küstenhabitaten der Ostsee“ an der Universität Greifswald inne. Anschließend war sie ademische Rätin der Abteilung Ökosystemanalyse an der Universität Koblenz-Landau. Seit Oktober 2011 ist sie Juniorprofessorin für Ökologie und Umweltbildung an der Stiftung Universität Hildesheim. Ihre bisherigen Arbeiten konzentrierten sich sowohl auf natürliche Ökosysteme (Wälder, Küstenökosysteme) als auch auf Kulturlandschaften (Heiden, Trockenrasen, Salzwiesen). Um den Einfluss verschiedener Variablen auf Arten und Ökosysteme zu untersuchen, hat sie in Mitteleuropa und in den Tropen (Bolivien, Südostasien) vor allem Feldstudien und -experimente durchgeführt.

Die Öffentliche Antrittsvorlesung beginnt am Mittwoch, 07. Dezember 2011, um 18:15 Uhr im Hörsaal 2 (Hauptcampus der Stiftung Universität Hildesheim, Marienburger Platz 22, 31141 Hildesheim).

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Biologie & Chemie Biologie
news-3482 Sat, 08 Oct 2011 20:39:00 +0200 Unsesco zeichnet Uni-Seminar aus https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/unsesco-zeic/ Pressespiegel regional Biologie news-3371 Tue, 04 Oct 2011 08:24:00 +0200 Projektseminar „Sustainable University“ erhält Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/projektseminar-sustainable-university-erhaelt-auszeichnung-der-deutschen-unesco-kommission/ Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Hildesheimer Projektseminar „Sustainable University" als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Damit gehört das Seminar zu den Initiativen, die das Anliegen der weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. „Das Projektseminar ‚Sustainable University‘ der Stiftung Universität Hildesheim zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits über 1.300 Projekte ausgezeichnet.

Das kooperative Projektseminar des Instituts für Biologie und Chemie sowie des Instituts für Geographie der Stiftung Universität Hildesheim läuft kontinuierlich seit 2009 und wird in jedem Semester angeboten. „Ziel des Projektes ist es, eine möglichst große Anzahl Studierender unterschiedlicher Fächer und Studiengänge mit dem Thema Nachhaltigkeit bzw. nachhaltiger Entwicklung bekannt zu machen. Wir legen besonderen Wert auf innovative Hochschuldidaktik und forschungsorientiertes Lernen“, erläutert Dr. Torsten Richter. „Außerdem wollen wir die gesamte Nachhaltigkeitsbilanz der Universität positiv verändern.“

Das Projektseminar arbeitet interdisziplinär und projektorientiert. Die Lehrenden sind Mentoren der von ihnen begleiteten Projektgruppen. Jeweils im Wintersemester gibt es eine Einführung in Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung, BNE und Projektmanagement. Anschließend entwickeln die Studierenden eigenständig Projektideen zur Erfassung und Weiterentwicklung der Universität und ihrer Aktivitäten hinsichtlich Nachhaltigkeit. „Zu den Ideen zählen zum Beispiel die Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks eines durchschnittlichen Studierenden, ein Benchmarking mit anderen Universitäten, ein Umweltgartenprojekt oder die Vorbereitung einer nutzeradressierten Energieeinsparungskampagne“, erzählt Richter. Mit Nachhaltigkeitsinitiativen anderer Universitäten besteht ein reger Erfahrungsaustausch.

Im Mai 2011 wurde ein erster Umwelt- und Nachhaltigkeitstag an der Universität vom Ökoreferat des AStA organisiert, der jährlich stattfinden soll. Am Donnerstag, 06. Oktober 2011, findet an der Stiftung Universität Hildesheim die Tagung „Hochschulen in nachhaltiger Entwicklung – neue Wege des Lernens durch Engagement" statt – die Folgeveranstaltung der AG Hochschule des Runden Tisches der UN-Dekade. Zur Eröffnung spricht Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des renommierten Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie, zum Thema „Die Macht der Studierenden für den Wandel hin zu einer nachhaltigen Hochschullandschaft".

UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014)

Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Wo kaufe ich Kleidung, ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Weitere Informationen unter: www.bne-portal.de/dekade-projekte

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Biologie & Chemie Geographie Biologie
news-3411 Wed, 28 Sep 2011 16:37:00 +0200 Umweltwissenschaft & Naturschutz https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/umweltwissenschaft-naturschutz/ Umweltwissenschaft und Naturschutz zählen zu den zukunftsweisenden Profilelementen der Stiftungsuniversität. Ein neuer Masterstudiengang setzt Schwerpunkte in den Bereichen Historische Umweltanalyse, Angewandter Umweltschutz und Umweltbildung. Ein lebendes Fossil – Triops cancriformis gilt als die älteste heute noch existierende Tierart der Welt. Der nur wenige Zentimeter große Urzeitkrebs lebt in Tümpeln in einem Hildesheimer Naturschutzgebiet. Wie hat er Jahrmillionen überlebt, wie kann er heute geschützt werden?

Umweltwissenschaft und Naturschutz zählen zu den zukunftsweisenden Profilelementen der Stiftungsuniversität Hildesheim. Die Hochschule hat für diesen Bereich neben dem Bachelorschwerpunkt Umweltsicherung in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung einen Masterstudiengang „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ entwickelt, der zum Wintersemester 2011/12 startet.

„Unsere Umwelt ist vom Raum her begrenzt, wir haben sie sehr strapaziert und müssen lernen, mit den beschränkten Ressourcen nachhaltig umzugehen. Unsere Studierenden erfahren eine breite, nicht technologisch sondern naturwissenschaftlich fundierte Ausbildung im Bereich Umweltwissenschaft und Naturschutz“, erläutert Prof. Dr. Martin Sauerwein, Institut für Geographie. Darauf aufbauend ist die Vertiefung in einem der Bereiche Historische Umweltanalyse, Angewandter Umweltschutz und Umweltbildung möglich.

Die Vertiefung in der historischen Umweltanalyse bereitet auf eine wissenschaftliche Berufstätigkeit, z.B. an Hochschulen, in Forschungseinrichtungen oder naturwissenschaftlich orientierten Museen vor. Wer sich im angewandten Umweltschutz spezialisiert, kann in Umweltschutzbehörden oder der Privatwirtschaft arbeiten.

Der Bereich Umweltbildung wird in Hildesheim ausgebaut. Zum Wintersemester hat die Universität Dr. Jasmin Mantilla-Contreras als Juniorprofessorin für Ökologie und Umweltbildung an das Institut für Biologie und Chemie berufen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel über den Schwerpunkt Umweltwissenschaft & Naturschutz im UniJournal, Oktober 2011.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Biologie & Chemie Geographie MSc Umwelt Biologie
news-3278 Wed, 27 Jul 2011 16:51:00 +0200 Die Uni macht das Licht aus https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/die-uni-mach/ Energiesparprojekt zeigt erste Erfolge Pressespiegel regional Biologie Biologie & Chemie news-2998 Fri, 10 Jun 2011 15:42:00 +0200 Studieren zwischen Tomatensträuchern und Glockenblumen https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/studieren-zwischen-tomatenstraeuchern-und-glockenblumen/ Jeweils eine Uni-Sorte Kürbis, Paprika und Tomate soll über die nächsten Jahre entstehen. Die Projektgruppe Umweltgarten ist aktuell auf der Suche nach Neueinsteigern, die den Uni-Garten in der nächsten Saison übernehmen. Ein Marketing-Konzept für die uni-eigenen biologischen Produkte soll ebenso entstehen wie ein Bewässerungssystem. Jüngst stellte sich das Projektteam um Dr. Karin Kook auf einer Schulgarten-Tagung auf Schloss Mainau vor. Die Projektgruppe Umweltgarten der Universität Hildesheim zählt derzeit fünf Studierende der Fachrichtung Umweltsicherung. Zu den erklärten Projektzielen gehört ein regionaler Saatgutkatalog. „Jeweils eine Uni-Sorte Kürbis, Paprika und Tomate soll über die nächsten Jahre entstehen, wobei das Saatgut selbst gewonnen und der nächsten Gärtnergeneration übergeben werden soll. Hierfür werden die Samen jener Früchte gesammelt, die unter den lokalen Gegebenheiten den besten Ertrag und die wohlschmeckendste Frucht liefern", erklärt Dr. Karin Kook, Institut für Geographie. Gleichzeitig wird die Erntequalität von alten, samenfesten Sorten verglichen mit „modernen“, vielfach resistenten Hybriden, deren Saatgut am Markt immer beliebter wird. „Sind wir heute überhaupt noch in der Lage, die Zutaten für ein einziges Gericht selbst anzubauen und zuzubereiten? Vom Samenkorn bis auf den Teller?", fragt Kook. Der Versuch jedenfalls läuft. Wenn es gelingt, kann das Ergebnis zu Beginn des Wintersemesters probiert werden.

In der vergangenen Woche fand auf der Bodenseeinsel Mainau die 8. Jahrestagung der Gartenakademie Baden-Württemberg e.V. „Schulgarten – Bildungsort für alle“ statt, auch das Projekt Umweltgarten wurde vorgestellt. Unter der Schirmherrschaft von Gräfin Sandra Bernadotte, Vorsitzende des Vereins „Gärtnern für alle e.V.“, versammelten sich ca. 100 Teilnehmer im Weißen Saal von Schloss Mainau. Das bunt gemischte Publikum setzte sich zusammen aus Vertretern von Ministerien, Regierungspräsidien, Hochschulen, vor allem aber aus Lehrern verschiedenster Schulformen, die Schulgärten betreuen und Ihre Projekte präsentierten. Dabei wurde vor allem eines deutlich: Der Schulgarten als Ökosystem und Treffpunkt hat unglaublich viel zu bieten, wobei sich für so gut wie jedes Fach Anknüpfungspunkte finden lassen.

Aktuell ist die Projektgruppe der Universität Hildesheim auf der Suche nach Neueinsteigern, die den Uni-Garten in der nächsten Saison übernehmen.  Wer im kommenden Wintersemester am Seminar „Sustainable University“ (Nachhaltige Universität) teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen, bereits jetzt mit anzupacken und die wichtigsten Handgriffe zu üben. Zwischen Tomatensträuchern und Glockenblumen, mit Gummistiefeln und Gießkanne, können Interessenten ab sofort ihren grünen Daumen testen. Solche ersten Eindrücke helfen sicherlich auch bei der Ideensuche für eigene Projekte, die im Wintersemester viel schwieriger reifen.

Nicht nur Biologen und Geographen sind herzlich eingeladen. Studenten der Fachrichtung Wirtschaft könnten beispielsweise daran arbeiten, dass der Garten in Zukunft möglichst rentabel geführt wird. Ein Marketingkonzept für die uni-eigenen, biologischen Produkte wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Für technisch Begabte wäre die Planung eines Gewächshauses oder eines Bewässerungssystems ein Zugang und für Künstler ein Film fürs Hochschulkino. Angehenden Lehrern bietet der Garten die Gelegenheit, für ihre Schüler ein wichtiges und praktisches Themenfeld  zu erschließen. Der „Jugendreport Natur“ macht seit vielen Jahren auf die Problematik der lila Kühe, gelben Enten, Fischstäbchen mit Flossen und ein bei Jugendlichen rapide schwindendes Interesse an Pflanzen aufmerksam.

„Der Garten bietet ein breites und buntes Experimentierfeld. Vor allem vor dem Hintergrund der Beobachtung, dass Studierende im Wissenschaftsbetrieb im Wesentlichen mit Forschungsproblemen und in thematischer Hinsicht mit einer Fülle negativer Folgen der Umweltzerstörung konfrontiert sind, ist es immens wichtig, einen positiven, schönen und hoffnungsvollen Zugang zur Natur zu bewahren", sagt Karin Kook. Besonders Studierende, die sich später mit Umweltkommunikation im positiven Sinne beschäftigen möchten, können im Garten ihr Gefühl für natürliche Zusammenhänge schulen und in den universitären Alltag integrieren.

Neben Erholung von der Schreibtischarbeit, körperlicher Kräftigung, Naturgenuss bei Regen und Sonnenschein, kann jeder Teilnehmer in dem fächerübergreifenden Seminar „Sustainable University“ drei Leistungspunkte erwerben. Da die jetzigen Gärtner in wenigen Wochen in ihr Pflichtpraktikum starten, freut sich die Gruppe über neue Interessenten, die den Pflanzen über die sommerliche Durststrecke helfen.

E-Mail: biogarten(at)uni-hildesheim.de

Homepage: www.nachhaltige-uni.de

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Pressemeldungen Fachbereich 4 BSc UWS Biologie & Chemie Geographie Biologie
news-3016 Thu, 09 Jun 2011 23:25:00 +0200 Zoodirektor über Eisbär Knut https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/zoodirektor/ Biologie & Chemie Fachbereich 4 Biologie news-2667 Mon, 04 Apr 2011 00:00:00 +0200 "Skelettfunde und Mumien erzählen" https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/skelettfund/ Pressespiegel regional Biologie & Chemie Biologie news-1096 Thu, 22 Apr 2010 00:00:00 +0200 US-Stiftung fördert Umweltwissenschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/us-stiftung-foerdert-umweltwissenschaft/ Die Alcoa Foundation stellt fünfstellige Summe für die Stiftung Universität Hildesheim bereit Der Kreis von Unterstützern ist für die Stiftung Universität Hildesheim größer geworden: Die Alcoa Foundation mit Sitz in den USA unterstützt das Institut für Biologie der Stiftung Universität Hildesheim mit der Summe von 78.000 US-Dollar – damit konnte die Universität einen weiteren wichtigen Partner aus der Wirtschaft für sich gewinnen.

Alcoa ist einer der weltweit führenden Aluminiumhersteller, die Niederlassung in Hildesheim stellt Verbindungselemente für den Flugzeugbau her. Der amerikanische Konzern unterstützt mit einer unabhängigen Stiftung vor allem Projekte im Umweltbereich. "Wir beschäftigen uns in unserer Firma sehr stark mit dem The-ma Umweltsicherung – die Unterstützung der Universität Hildesheim ist schon aus diesem Grund für uns ein wichtiges Projekt", betonte der General Manager der Alcoa Fastening Systems der Niederlassung Hildesheim, William A. Miley. So lag es für die Alcoa Foundation nahe, besonders den Bereich der Umweltwissenschaft an der Universität Hildesheim in den Fokus der Förderung zu stellen.

Bei der symbolischen Scheckübergabe betonten Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich und der Direktor des Instituts für Biologie, Prof. Dr. Horst Kierdorf die große Bedeutung des Engagements von Unternehmen im Bildungsbereich, von denen die Stiftung Universität Hildesheim in ihrer Weiterentwicklung maßgeblich profitiere. "Das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen und Privatpersonen ist für unseren akademischen Nachwuchs von entscheidender Bedeutung", so Friedrich. Darüber hinaus profitierten durch diese Investitionen aber auch die hiesigen Unternehmen, denn die Stärkung von Bildung und Ausbildung fördere den qualifizierten Nachwuchs und stärke die (Wirtschafts-)Region Hildesheim.
Die Anbahnung des Kontaktes wurde durch den Hinweis einer Mitarbeiterin der Universität, der Sekretärin des Hauptamtlichen Vizepräsidenten, Iris Ehlers, angestoßen, die auf das Alcoa Unternehmen mit Sitz unter anderem in Hildesheim, hingewiesen hatte. Auch dafür ist Universitätspräsident Friedrich dankbar, denn nur durch das Engagement eines jeden Einzelnen könne der Stiftungsgedanke, auf den die Stiftung Universität Hildesheim fußt, weiter befördert werden.
Mittlerweile konnte ein Teil des bereitgestellten Geldes bereits genutzt werden: Das Studienangebot der Universität wird um einen Masterstudiengang Umweltwissenschaft erweitert werden, für dessen Aufbau die Zuwendung verwendet wird. Ein umweltanalytisches Labor wurde bereits eingerichtet und wird schon jetzt für Arbeiten von Studierenden und Lehrenden genutzt. Der Biologe Horst Kierdorf sieht über diese sichtbaren Verbesserungen durchaus weitere Vorteile der Unterstützung durch die Alcoa Foundation: "Mit dieser großzügigen Spende aus der Wirtschaft wird uns die überzeugungsarbeit für die Unterstützung weiterer Projekte sowohl bei anderen Partnern aus der Wirtschaft aber auch auf politischer Ebene deutlich erleichtert."

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Pressemeldungen Biologie Stiftungsuniversität
news-968 Wed, 11 Jun 2008 00:00:00 +0200 Aufbruchstimmung in der Umweltsicherung https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/aufbruchstimmung-in-der-umweltsicherung/ Die Studienmöglichkeit "Umweltsicherung" an der Universität Hildesheim startet dieses Wintersemester ins zweite Jahr Das neue Angebot im Bachelor-Studiengang Mathematik, Naturwissenschaften und Wirtschaft (MNW) ist die Antwort auf die steigende Relevanz von Umweltthemen in Politik und Gesellschaft. Nicht zuletzt die erschreckenden Zukunftszenarien der Vereinten Nationen hinsichtlich des Klimawandels und des andauernden Verlusts an biologischer Vielfalt führten zu einer Neubewertung der zu erwartenden Umweltveränderungen und einer verstärkten Suche nach Lösungsansätzen. Damit eröffnen sich sehr gute Perspektiven für Studierende der Umweltsicherung. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2008.

Gegenüber dem ersten Jahr konnte das Studienangebot massiv ausgebaut werden. Mehrere neue Lehrbeauftragte, darunter Theo Stracke (Geschäftsbereichsleiter Naturschutz der niedersächsischen Fachbehörde, NLWKN), stellen den Praxisbezug des Studiums in den Bereichen Naturschutzrecht, Planung und Umweltinformatik sicher. Für den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde bereits eine neue Mitarbeiterin, Dr. Gela Krumbiegel-Schroeren, am Institut für Biologie eingestellt. Zum kommenden Wintersemester wird der Wissenschaftsbereich zusätzlich um eine Juniorprofessur für ökologie und Umweltbildung verstärkt.

In Kooperation mit lokalen Naturschutzbehörden und den Naturschutzverbänden, wie der Hildesheimer Paul-Feindt-Stiftung, konnte die fachliche Arbeit der Institute für Biologie und Geographie stärker in der Region Hildesheim verankert werden. Zusätzlich bieten diese Kooperationen den Studierenden Möglichkeiten für naturschutzorientierte Praktika und praxisrelevante Abschlussarbeiten.


 

Ansprechpartner:
Dr. Torsten Richter
Institut für Biologie und Chemie, Abt. Biologie

E-Mail: richtert@uni-hildesheim.de
Telefon: 05121 883 931

 

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Pressemeldungen BSc UWS Biologie
news-2079 Wed, 14 May 2008 09:19:00 +0200 Hildesheimer Biologen erforschen die Regeneration des Hirschgeweihs https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/hildesheimer-biologen-erforschen-die-regeneration-des-hirschgeweihs/ Erkenntnisse für Grundlagenforschung und Regenerationsmedizin von großer Bedeutung Die Fähigkeit, verlorene Körperteile zu regenerieren, ist unter Wirbeltieren sehr unterschiedlich ausgeprägt. So sind zum Beispiel viele Molch- und Salamanderarten in der Lage, nach Verlust eines Vorder- oder Hinterbeines eine komplette neue Extremität zu regenerieren, die hinsichtlich Form und Funktion dem Original in nichts nachsteht.

Im Gegensatz zu Amphibien sind Säugetiere außerstande, verloren gegangene komplexe Körperteile, wie Arme oder Beine, zu regenerieren. Eine bemerkenswerte Ausnahme von dieser Regel stellt das Geweih der Hirsche dar. Die Geweihstangen sind Knochenstrukturen, die jährlich abgeworfen und innerhalb weniger Monate regeneriert werden. Der nach dem Abfall des vorjährigen Geweihs einsetzende Regenerationsprozess geht dabei von knöchernen Stirnzapfen, den Rosenstöcken aus. Während des Wachstums ist das Geweih von einer samtartigen Haut, dem Bast überzogen. Nach Abschluss des Wachstums wird diese Haut abgestreift und der blanke Geweihknochen tritt zutage.

Im Gegensatz zu Amphibien sind Säugetiere außerstande, verloren gegangene komplexe Körperteile, wie Arme oder Beine, zu regenerieren. Eine bemerkenswerte Ausnahme von dieser Regel stellt das Geweih der Hirsche dar. Die Geweihstangen sind Knochenstrukturen, die jährlich abgeworfen und innerhalb weniger Monate regeneriert werden. Der nach dem Abfall des vorjährigen Geweihs einsetzende Regenerationsprozess geht dabei von knöchernen Stirnzapfen, den Rosenstöcken aus. Während des Wachstums ist das Geweih von einer samtartigen Haut, dem Bast überzogen. Nach Abschluss des Wachstums wird diese Haut abgestreift und der blanke Geweihknochen tritt zutage.

Bei größeren Cervidenarten, wie zum Beispiel dem Rothirsch, verlängern sich die regenerierenden Geweihstangen um mehr als einen Zentimeter pro Tag. Das Verständnis der Mechanismen, die diesen einzigartigen Regenerationsprozess bewirken und regulieren, könnte für das neue Forschungsfeld der Regenerationsmedizin entscheidende Impulse liefern. Gemeinsam mit Forschern der Universität Göttingen (Dr. Hans-Joachim Rolf und Kollegen) untersuchten die Hildesheimer Biologen Prof. Dr. Horst Kierdorf und Prof. Dr. Uwe Kierdorf den Ablauf der Geweihregenration auf zellulärer Ebene. über die Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Online-Journals Public Library of Science (PLoS) ONE.

Die von der Forschergruppe aus Göttingen und Hildesheim vorgelegten Befunde stützen die von Horst und Uwe Kierdorf entwickelte Hypothese, dass die Geweihregenration von Vorläuferzellen ausgeht, die in der Knochenhaut (dem Periost) des Rosenstockes lokalisiert sind. So konnten die Forscher bei Damhirschen (Dama dama) an verschiedenen Stellen (Rosenstock, primäres und regenerierendes Geweih) Zellen nachweisen, die den Stammzellmarker STRO-1(eine Struktur auf der Zelloberfläche) trugen. Diese STRO-1+ Zellen werden nach heutigem Wissensstand als Stammzellen angesehen, aus denen durch Differenzierung verschiedene Zelltypen entstehen können. Die STRO-1+ Zellen der Hirsche wurden isoliert und im Labor unter verschiedenen Bedingungen weiter gezüchtet. Dabei offenbarten sie ihr Differenzierungsvermögen entlang unterschiedlicher Entwicklungswege. So gelang es den Forschern zum Beispiel, die Zellen zur Differenzierung zu Adipocyten (Fettzellen) zu veranlassen, einem Zelltyp, der im Geweihknochen normalerweise nicht vorkommt.

Die Befunde des Wissenschaftlerteams zeigen, dass es sich bei der Geweihregeneration mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Stammzell-basierten Prozess handelt. Bislang waren bei Säugetieren Stammzell-basierte Regenerationsvorgänge nur im Fall begrenzter Gewebsregeneration bekannt. Die neuen Ergebnisse legen nun nahe, dass auch die Regeneration eines komplexen Organs auf diesem Wege möglich ist. Daher kommt ihnen große Bedeutung nicht nur für die Grundlagenforschung im Bereich der Regenerationsbiologie, sondern auch für anwendungsorientierte Fragestellungen aus dem Bereich der Regenerationsmedizin zu.

 


 

Literatur:

Kierdorf U, Kierdorf H, Szuwart T (2007) Deer antler regeneration: Cells, concepts and controversies. Journal of Morphology 268: 726-738. doi:10.1002/jmor.10546.
http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/114275121/PDFSTART

Rolf HJ, Kierdorf U, Kierdorf H, Schulz J, Seymour N et al. (2008) Localization and characterization of STRO-1+ cells in the deer pedicle and regenerating antler. PLoS ONE 3(4) e2064. doi:10.1371/journal.pone.0002064.
http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0002064

 

Abbildung 1: Dieser Rothirsch hat seine linke Geweihstange bereits verloren, während die rechte Geweihstange dem Rosenstock noch aufsitzt. Durch den Abwurf entsteht eine große Knochenwunde im Rosenstock. Die Stangenregeneration beginnt mit der Bildung eines ringförmigen Gewebswulstes.

Abbildung 2: Gruppe von Rothirschen mit nahezu vollständig regenerierten Geweihen, die von einer samtartigen Haut, dem Bast, bedeckt sind.

Abbildung 3: Rothirsch mit frisch gefegtem Geweih. Nach Abschluss von Wachstum und Mineralisation des Geweihknochens wird der Bast abgestreift (Fegen), sodass der blanke Knochen zutage tritt. Zwischen dem Abwerfen des vorjährigen Geweihs und dem Fegen des regenerierten Geweihs liegen etwa 120 - 130 Tage.

Abbildung 4: STRO-1+ Zellen aus dem regenerierenden Geweih eines Damhirsches. An die antigenen Oberflächenstrukturen (Stammzellmarker) der Zellen hat ein Antikörper gebunden, der mit einem zweiten, grün fluoreszierenden Antikörper konjugiert wurde. Die Zellkerne sind mit einem fluoreszierenden Farbstoff blau angefärbt (Photo: Dr. H.-J. Rolf).

 

 

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Pressemeldungen Biologie
news-963 Tue, 15 Apr 2008 15:24:00 +0200 Studierende arbeiten in der humangenetischen Diagnostik https://www.uni-hildesheim.de/fb4/institute/biologie/abteilung-biologie/aktuelles/detailansicht/artikel/studierende-arbeiten-in-der-humangenetischen-diagnostik/ Universität Hildesheim kooperiert in der Ausbildung von Studierenden der Biologie und der Anthropologie mit dem Zentrum für Humangenetik Hildesheim Genetik ist eine für die Gesellschaft grundlegende Wissenschaftsdisziplin. Wenn sie öffentlich in Erscheinung tritt, gibt es in der Regel Diskussionen um den verantwortlichen Umgang mit genetischen Informationen. Vaterschaftstests oder die Früherkennung von Fehlbildungen bei Embryonen sind bekannte Themenfelder der humangenetischen Diagnostik. Studierende der Biologie und Anthropologie der Stiftung Universität Hildesheim erhalten im Rahmen ihres Studiums die Möglichkeit, sich praktisch in solche komplexen Themenfelder einzuarbeiten.

Der Aufgabenbereich des Zentrums für Humangenetik (Leiter: Dr. med. Notker Graf) umfasst die Diagnostik menschlicher Erbkrankheiten und die genetische Beratung der Patienten. Den Studierenden werden im Rahmen einer Vorlesung die theoretischen Grundlagen der Humangenetik vermittelt. In dem zurzeit im Zentrum für Humangenetik durchgeführten Praktikum können die Studierenden anschließend praktische Kenntnisse der humangenetischen Diagnostik erwerben. So erlernen die Studierenden zum Beispiel Methoden zum Nachweis von Mutationen im menschlichen Erbgut, die Erstellung von Abstammungsgutachten (Vaterschaftstests) und die Chromosomenanalyse, die z. B. zur Diagnostik eines Down-Syndroms (Trisomie 21) angewendet wird.

"Für unsere Studierenden ist die Arbeit im Labor eine wichtige Erfahrung und Be-reicherung für das Studium", wertet Prof. Dr. Horst Kierdorf, Leiter des Instituts für Biologie, das Angebot. Und die Studierenden? Sie sehen das genauso. Carolin Wengel findet entgegen erster Befürchtungen die Arbeit im Labor super interessant: "Ich konnte mir erst gar nicht vorstellen, dass Laborarbeit spannend ist. Nun sitze ich über Reaktionsgefäßen und vergesse über der Auswertung meiner Ergebnisse glatt die Zeit." Das Genetik ein spannendes Arbeitsgebiet ist, hatten die Studierenden schon geahnt und in der Theorie erfahren. Was es aber in der Praxis bedeutet, wenn die Diagnose "Vaterschaft ausgeschlossen" heißt, geht ihnen nahe. "Das Ergebnis einer genetischen Untersuchung kann das Leben eines Menschen grundlegend verändern – positiv oder auch negativ, das wird einem im Labor dann noch mal ganz anders bewusst", beschreibt Marie-Christin Kolan.

Durch das Praktikum lernen die Studierenden ein zentrales Arbeitsfeld der Biologie kennen. Praktikumsleiter Dr. Frank Dechend freut sich für das Zentrum über die Impulse, die die Studierenden wiederum in seinen Arbeitsalltag einbringen. "Sie stellen Fragen, die wir als Experten uns so gar nicht gestellt hätten. Außerdem reflektiere ich durch das Erklären von Zusammenhängen in der humangenetischen Praxis meinen Arbeitsplatz und sehe scheinbar Alltägliches in einem anderen Blickwinkel", formuliert Dechend seinen Gewinn in der Zusammenarbeit. Außerdem ist es für das Zentrum eine aktive Form der Nachwuchsgewinnung. Denn wer an der Stiftung Universität Hildesheim Biologie studiert, muss als Berufsziel nicht notwendigerweise Lehrer oder Lehrerin haben. So eröffnet die Kooperation den Studierenden der Biologie und der Anthropologie weitere interessante Berufsfelder. Die von den Dr. med. Notker Graf und Dr. rer. nat. Frank Dechend initiierte Kooperation ist ein herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement im Bildungsbereich und für die Einbindung außeruniversitärer Kompetenz in den Lehrbetrieb der Stiftungsuniversität Hildesheim. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.


Zentrum für Humangenetik Hildesheim Das Zentrum für Humangenetik ist eine freie Arztpraxis in einer überregional täti-gen Praxisgemeinschaft mit dem Zentrum für Gynäkologie, Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der ärzte Dr. Franz - J. Algermissen, Dr. Peter F. Justus und Dr. Georg Wilke. www.kinderwunsch-hildesheim.de

 

 

 

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