Struktur

Studiendauer und -gliederung

Studienabschluss: Master of Arts (M.A.)

Studienbeginn: jeweils zum Sommer- und Wintersemester

Regelstudienzeit: 4 Semester

Die vorgesehene Studiendauer beträgt einschließlich der Master-Prüfung zwei Jahre. Für einen erfolgreichen Abschluss des Studiums ist der Nachweis von 120 Leistungspunkten (LP), also 30 LP pro Semester, erforderlich. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

·       91 LP aus Lehrveranstaltungen

·       21 LP aus der Abschlussarbeit

·       8 LP für ein sechswöchiges Praktikum

Die Vergabe von Leistungspunkten orientiert sich an einem europäischen Standard, dem "European Credit Transfer System" (ECTS). Damit ist gewährleistet, dass in anderen Studiengängen erworbene Leistungspunkte angerechnet werden können; das gilt auch für Studiengänge im Ausland.

Da in den Modulen mehr Leistungspunkte angeboten werden als nachzuweisen sind, kann eine Auswahl aus den Lehrveranstaltungen getroffen werden. Die Zahl der nachzuweisenden Leistungspunkte ist jedoch so gewählt, dass die Auseinandersetzung mit den zentralen Inhalten des Studiums in jedem Fall gewährleistet ist.

Studienkomponenten

Das Studium bietet eine intensive Auseinandersetzung mit dem Sachgebiet Technik unter sprachlich-kommunikativer Perspektive. Gleichzeitig werden die Kompetenzen, die entweder im Hildesheimer Bachelor-Studiengang Internationale Kommunikation und Übersetzen oder auf andere Weise erworben wurden, in Hinblick auf das Fachübersetzen und die technische Redaktion erweitert. Die Studieninhalte werden im Folgenden vorgestellt.

Wissenschaftliche Grundlagen

Zentraler Gegenstand des Studiums ist die mündliche und schriftliche Fach­kommunikation, verstanden als Darstellung vor allem technischer Sachverhalte für Fachleute und Laien unterschiedlicher Sprachen und Kulturen. Wissenschaftlich geht es dabei insbesondere um die Fragen der Terminologie- und Translations­wissenschaft (Modul­nummer SuT 1, SuT 5) sowie der Fachkommunikations­wissenschaft (SuT 1, SuT 2). Darüber hinaus bieten die wissenschaftlichen Veranstaltungen in den Wahlpflicht­modulen Ausblicke in andere Wissenschaftszweige.

Technik

Die Vermittlung von technischen Fachkenntnissen als Basis für das Fachübersetzen und die technische Redaktion wird nicht ingenieur­wissenschaftlichen Interessen untergeordnet, sondern hat Kommunikations­fähigkeit zum Ziel. Es geht um ein nachvollziehendes Verständnis technischer Zusammenhänge. Daher werden technische Inhalte nicht in abstrakt-mathematischer Form dargestellt und vermittelt, sondern möglichst anschaulich mit Hilfe von modellhaften Beispielen und Anwendungen aus der Praxis. Der Bereich Technik beinhaltet die Themen Automatisierungstechnik (SuT 3) sowie Produktions- und Informations­technik (SuT 4). Eine Vertiefung im Bereich Energietechnik kann im Wahlpflichtbereich (Wahlpflichtmodul SuT 10) gewählt werden.

Eher überblicksartige Einführungen in die Elektrotechnik, die technische Mechanik, die technischen Werkstoffe, die technische Thermodynamik und die Maschinenelemente und ihre Darstellungen, die im Hildesheimer Bachelor-Studiengang Internationale Kommunikation und Übersetzen angeboten werden, können im Master-Studiengang als Vorkurs belegt werden.

Übersetzungs- und Dokumentationskompetenz

In diesem Bereich werden die theoretischen Grundlagen der Fachkommunikation in der technischen Redaktion und in verschiedenen Bereichen des Fach­übersetzens angewandt sowie sprach- und/oder übersetzungswissenschaftliche Fragestellungen vertieft. Die Kenntnisse werden in praktischen Übungen angewandt; darüber hinaus werden in abschließenden Projektseminaren die wissenschaftlichen und praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten miteinander verschränkt (SuT 1, SuT 2, SuT 5, SuT 11).

Im Zentrum des Bereichs Fachübersetzen steht insbesondere das Übersetzen von Fachtexten technischen Inhalts. Die Inhalte aus dem Bereich Technik bilden hier die Basis. Elektronische Hilfsmittel wie terminologische Datenbanken oder Translation-Memory-Systeme sind Bestandteil des Studiums. Das Fachübersetzen wird auf drei Niveaustufen mit einem abschließenden Projektseminar gelehrt.

Im Bereich der technischen Redaktion werden fachkommunikative Kompetenzen in Hinblick auf die technische Redaktion erarbeitet. Auch hier bilden die Inhalte aus der Veranstaltungsreihe Technik das Fundament zum Umgang mit technischen Fachtexten und -dokumenten. Die professionelle Textverarbeitung sowie das Desktop Publishing sind Bestandteil des Studiums. Die technische Redaktion gliedert sich ebenfalls in drei Niveaustufen mit abschließendem Projektseminar.

Wahlpflichtbereich

In diesem Bereich wählen Sie eine weitere fachliche Vertiefung, indem Sie sich für zwei der folgenden fünf Wahlpflichtmodule entscheiden:

·       Besondere Bereiche fachlich geprägter Kommunikation (Popularisierung und Barrierefreie Kommunikation) (SuT 6)

·       Textarbeit in der internen Unternehmens­kommunikation (Textproduktion, Übersetzung, multimodale Texte) (SuT 7)

·       Zweite Fremdsprache (Fachübersetzen, Fachkommunikation, Fachtextanalyse, wahlweise für Französisch oder Spanisch) (SuT 8)

·       Methoden und Werkzeuge der Sprachtechnologie (Textkorpora, Terminologie-Extraktion, elektronische Wörterbücher, maschinelle Übersetzung, maschinelle Sprachverarbeitung) (SuT 9)

·       Energietechnik (SuT 10)

Berufspraktische Tätigkeit

Ein mindestens sechswöchiges Praktikum ist verpflichtender Bestandteil des Studiums. Das Praktikum soll Ihnen eine praxisnahe Vorstellung technischer Abläufe und übersetzerischer Tätigkeiten vermitteln und bietet Ihnen Einblicke in betriebliche Strukturen in Industrie, Handel, Weiterbildung oder Forschung. Ziel ist es, Ihnen eine Orientierung in Bezug auf Ihre spätere Berufswahl zu ermöglichen.

Abschlussarbeit

Die Master-Arbeit, die Sie in einem Bearbeitungszeitraum von 4 Monaten zum Ende des 2. Studienjahres erstellen, bildet den Abschluss des Studiums. Sie soll zeigen, dass Sie eine Fragestellung aus dem Bereich der Fachkommunikation mit wissen­schaftlichen Methoden der Sprach- und Übersetzungswissenschaft in einem zeitlich begrenzten Rahmen bearbeiten können.

Masterprüfung

  • Masterarbeit (4 Monate): Den ins Studium integrierten Abschluss des Studiums bildet die Masterarbeit. Sie soll zeigen, dass eine Fragestellung aus dem Bereich der insbesondere technischen Fachkommunikation mit wissenschaftlichen Methoden der Sprach- und Übersetzungswissenschaft in einem zeitlich begrenzten Rahmen bearbeitet und dabei ein Ergebnis erzielt werden kann, das wissenschaftliche und praktische Ansprüche erfüllt. Die Masterarbeit muss in jedem Fall einen sprachlichen Bezug haben. Eine erfolgreiche Masterarbeit geht mit 20 Punkten in die Leistungspunktbilanz des Studiums ein.
  • Schriftliche Prüfung (Klausur 120 Minuten): Gegenstand der Klausur ist ein anspruchsvoller Fachtext aus einem der im Studium behandelten Fachgebiete der Technik, der sachlich und fachsprachlich korrekt nach Maßgabe des Übersetzungsauftrags in die Grundsprache Deutsch zu übersetzen ist.
  • Mündliche Prüfung (45 Minuten): Sie dient dem Nachweis der Fähigkeit, über Themen des Studiums sowohl in der Grundsprache als auch in der für die Prüfung gewählten Fremdsprache eine fachlich und wissenschaftlich anspruchsvolle Auseinandersetzung zu führen.

Die Gesamtnote der Masterprüfung errechnet sich aus dem arithmetisch ermittelten Durchschnitt der in Modul MA11 erreichten Noten, der Note der Masterarbeit, der Note der schriftlichen Prüfung und der Note der mündlichen Prüfung im Verhältnis 1:2:1:1.