Universität Hildesheim - Meldungen - Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie de-de Stiftung Universität Hildesheim Mon, 18 Nov 2019 05:55:07 +0100 Mon, 18 Nov 2019 05:55:07 +0100 TYPO3 EXT:news news-17461 Fri, 11 Oct 2019 09:39:00 +0200 Informationskompetenz ist eine Schlüsselqualifikation der digitalen Gesellschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/informationskompetenz-ist-eine-schluesselqualifikation-der-digitalen-gesellschaft/ Ein Forschungsteam der Universität Hildesheim informiert Bürger während einer öffentlichen kostenfreien Tagung über Informationskompetenz und Demokratie. Sie wollen über Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung diskutieren. Die öffentliche Tagung „Informationskompetenz und Demokratie“ findet am 18. und 19. Oktober 2019 statt. Eine Teilnahme ist noch möglich! Ein Forschungsteam der Universität Hildesheim wendet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende sowie Bürgerinnen und Bürger in der Region, um mit ihnen über den Umgang mit Informationen zu sprechen und sich mit ihnen über die Bedeutung von Informationskompetenz im digitalen Zeitalter auszutauschen.

Die Welt wird informativ verbundener und dichter – Professor Joachim Griesbaum erforscht an der Universität Hildesheim unser Informationsverhalten in der vernetzten Welt. Professor Thomas Mandl erforscht die Algorithmen der Suchmaschinen. Wie glaubwürdig und zuverlässig sind die gefunden Informationen im Netz? Von der Sprachwissenschaft ist Professorin Elke Montanari dabei. Daphné Cetta ist neu im Forschungsteam, sie hat gerade ihr Masterstudium „Internationales Informationsmanagement“ mit dem Schwerpunkt Informationswissenschaft an der Universität Hildesheim abgeschlossen und arbeitet nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Hildesheim.

Im Gespräch erläutert das Forschungsteam, warum Informationskompetenz für die Demokratie bedeutsam ist.

Nehmen Sie Teil an der Debatte:
Informationskompetenz und Demokratie

Interview mit Informationswissenschaftlerin Daphné Cetta, Professor Joachim Griesbaum, Professorin Elke Montanari und Professor Thomas Mandl

Informationen zu suchen und Informationen zu finden fällt heute sehr leicht. Sie stoßen an der Universität Hildesheim eine Debatte über Informationskompetenz und Demokratie an (Programm). Warum machen Sie das?

Griesbaum: Unsere Informationswelt wird komplexer. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer stellen sich die Informationsversorgung einfacher vor als sie ist. Da sind wir auch naiv. In der Auseinandersetzung mit Informationen geht es um zutiefst relevante Kernbereiche des Lebens, zum Beispiel um medizinische Informationssuche, um wirtschaftliche Entscheidungen, die Unternehmen aufgrund von Informationen treffen, um politische Positionen.

Mandl: Die Vielfalt der Systeme, die eine Person nutzt, nimmt zu, sowohl privat als auch im Beruf. In dieser individuellen Informationsumgebung gibt es Plattformen mit sehr unterschiedlicher Qualität. Dies sollte den Nutzern immer bewusst sein.

Wie kann ich denn prüfen, ob eine Information stimmt? Wie kann ich mir sicher sein, ob das so ist, was ich da gerade im Netz lese?

Griesbaum: Man kann überlegen, wie glaubwürdig eine Aussage, eine Quelle ist. Hierzu wäre zu fragen. Wie ist das Wissen entstanden, wer sind die Akteure, die die Information veröffentlichen? Man muss differenzieren. Bei einfachen Informationsbedarfen etwa, wenn ich Google nach der Länge der Donau frage, ist es in der Regel sinnvoll den Aufwand der Suche und Überprüfung gering zu halten. Wenn ich aber nach komplexeren Fragestellungen, etwa aktuellen Therapien im Bereich Demenz oder Früherkennung suche, dann sollte ich sorgsam suchen und die Ergebnisse prüfen: Wer stellt die Information bereit – ein Gesundheitsamt, eine Person in einem Forum, eine Krankenkasse? Man sollte in solchen Fällen, in denen der Sucherfolg schwer zu beurteilen ist auch nicht beim ersten Eintrag der Suchmaschine aufhören, sondern schauen, was es noch gibt.

Mandl: Ein Qualitätskriterium wäre, ob eine Information mehrfach von unterschiedlichen Quellen bestätigt werden kann. Und man sollte erkennen, dass unterschiedliche Meinungen diskutiert werden.

Cetta: Die Welt ist komplex. Es gibt nicht immer eine einfache Antwort auf jede Frage.

Griesbaum: Man muss sich bewusst sein, dass Wissen nicht etwas Absolutes ist, Wissen ändert sich. Wissen hat eine Begründbarkeit und der kann man auf den Grund gehen.

Wie ist das bei Informationen, die gesellschaftliche, politische Fragen betreffen?

Griesbaum: Im politischen Bereich geht es oft um normative Sichtweisen.

Mandl: Auch hier gilt es, nach dem Absender der Information zu suchen. Man sollte beispielsweise erkennen, ob eine Information zum Klimawandel von der Kohleindustrie stammt. Man sollte erkennen, welche Interessen hinter den Informationen stehen und die Quellen kritisch hinterfragen.

Griesbaum: Man muss aber auch vertrauen – ich sehe ja keinen Klimawandel, ich kann die wissenschaftlichen Informationen als Laie nicht nachprüfen. Da muss ich entscheiden – wem vertraue ich? Dass es den Klimawandel gibt, ist wenig zweifelhaft und von Studien belegt. Aber unklar ist: Was ist dann die Lösung? Die meisten politischen Parteien sagen, wir müssen etwas tun, aber sie arbeiten mit unterschiedlichen Gewichtungen, berücksichtigen etwa soziale Dimensionen unterschiedlich. Wenn ich mich für eine Position entscheide, dann muss ich erkennen: Auch andere Positionen sind begründbar. Wir sollten weg von der Polarisierung und unsere Argumente in der Gesellschaft austauschen.

Sie verbinden die Debatte über mangelnde Informationskompetenz mit der Demokratie. Was beobachten Sie?

Griesbaum: Die gesellschaftlichen Diskurse scheinen sich zu polarisieren. Unser Anliegen ist es, das Bewusstsein dafür zu stärken, den Diskursraum nicht zu verengen und als Nutzer bereit zu sein anzuerkennen, dass es begründbare Gegenpositionen gibt. Wir möchten mit unserem Projekt eine Plattform schaffen, einen Wissensraum, der zum Nachdenken anregt. Wissen ist nicht etwas Absolutes, es gibt eine multidimensionale Sicht auf die Dinge.

Cetta: Im Oktober organisieren wir in Hildesheim die erste Tagung im Rahmen des Projekts und regen Bürger dazu an, sich anschließend auch an Online-Diskussionen zu beteiligen. Wir möchten den Diskurs vorantreiben, ein Bewusstsein für Probleme schaffen und Lösungsansätze entwickeln. Unsere Debatte betrifft unmittelbar die Lebenswelt jedes Netznutzers.

Montanari: Demokratie ist direkt bedroht, wenn die freie Information nicht mehr funktioniert. Und das passiert ganz schnell, wenn zum Beispiel fast nur noch eine Suchmaschine von allen genutzt wird, und dann nur die ersten Treffer gelesen werden. Es gibt dann zwar eigentlich viele Informationen, aber wenn vor allem nur wenige davon immer wieder geteilt werden, ist die Gefahr von Fehlinformation doch wieder groß.

Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert Ihren „Zukunftsdiskurs“. In der Projektbeschreibung verdeutlichen Sie, dass das Thema „Informationskompetenz und Demokratie“, der immer müheloser werdende Informationszugriff und der kritische Umgang mit Wissen zu den kritischen Fragestellungen des 21. Jahrhunderts gehören.

Mandl: Der Wissensraum wird komplexer, wir sehen die Gefahr von Vereinfachungen. In der Vielfalt von Informationszugängen und Informationsquellen muss man es schaffen, sich zu orientieren. Wir können in einer Welt, in der Künstliche Intelligenz ein Teil des Ganzen ist, nicht mehr unterscheiden, ob ein Text von einer Maschine oder einem Menschen geschrieben wurde. Es gibt gefälschte Videos, mit deren Hilfe man Personen beliebigen Text in den Mund legen kann. Auch Laien auf dem Gebiet der KI sollten sich klar darüber sein, was möglich ist. Wichtig ist es also, kritisch mit der Information umzugehen. Die von Algorithmen gesteuerte Bereitstellung von Informationen ist für Nutzerinnen und Nutzer heute schwer zu durchschauen, weder auf Akteursebene, noch hinsichtlich technischer Wirkungsmechanismen. Untersuchungen zur Informationskompetenz weisen auf erhebliche Defizite hin.

Montanari: Das ist gerade für Studierende und für Schülerinnen und Schüler wichtig zu reflektieren! Damit nicht alles geglaubt wird, was sich im Internet befindet.

Sie plädieren dafür, den Zweifel zu pflegen, nicht gutgläubig einer Information blind zu vertrauen?

Mandl: Man muss sich fragen: Kann das so stimmen? Finde ich andere Quellen, die das bestätigen? In Ländern mit restriktiv reguliertem Internetzugang etwa in der Türkei und in China ist dies noch schwieriger. Die politischen Eingriffe in die Informationsgesellschaft sind dort stärker und sehr tiefgreifend.

Sie beziehen in dem Projekt und in der Tagung im Oktober auch die internationale Perspektive ein, etwa Forschungsarbeiten aus Venezuela und der Türkei sowie USA und China. Was sind hier bedeutsame Erkenntnisse, die Sie teilen möchten?

Mandl: In vielen Ländern sind derzeit Diskussionen über die Steuerung des Informationsangebots auf der Basis politischer Interessen entbrannt, seien es die Übernahmen Saudi-Arabiens im britischen Zeitungsmarkt, die Einflussnahme Russlands über Facebook-Werbung im US Wahlkampf oder die Anstrengungen Venezuelas, in der aktuellen Krise die Diskussionen online zu unterdrücken. Diese internationale Dimension möchte das Projekt in der zweiten Phase auch in den Blick nehmen.

Was ist Ihr Appell an die Nutzerinnen und Nutzer?

Griesbaum: Es ist wichtig, sich zu überlegen, wann und wie weit man dem jeweiligen Informationssystem vertrauen kann. Man muss die Informationswelt ansatzweise verstehen. Vor allem in Bezug darauf wie Wissen entsteht, sich verbreitet und wahrgenommen wird. Von wem und auf welche Weise werden etwa Nachrichtenmeldungen generiert? Werden diese geprüft? Wo werden diese platziert? Was liegt dem Prozess zugrunde, welche Ziele verfolgen die Erschaffer und Verbreiter?  Es ist nicht einfach, diese Strukturen zu verstehen und das nimmt uns Macht weg als Individuen. Wenn ich ein System nicht durchschaue, kann ich darin auch nicht souverän agieren. Das Fatale ist, wenn die Nutzerinnen und Nutzer für dieses Problem kein Bewusstsein haben.

Mandl: Viele Nutzer im Internet können gar nicht zwischen Information und Werbung unterscheiden. Das war im Fernsehen noch anders, wo deutlich gekennzeichnet wird: jetzt kommt der Werbeblock.

Cetta: Es ist wichtig, dass man sensibel wird und erkennt, von wo Informationen kommen. Ich habe heute mühelosen Zugang zu Informationen aber muss auch die Kehrseite kennen und Informationen einschätzen können. Gerade junge Leute wachsen in die digitale Welt hinein. Unsere Aufgabe als Gesellschaft besteht darin ihnen bewusst zu machen, dass man nicht allem blauäugig vertrauen kann.  Dies ist einer der Gründe warum wir Bürger einladen, mit uns über Informationskompetenz zu diskutieren.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Kurz erklärt: Was bedeutet Informationskompetenz?

Kurz erklärt:

Zukunftsdiskurs an Universität Hildesheim: „Informationskompetenz und Demokratie“

Bürger, Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung / Wissenschaftsministerium fördert Debatte an Uni Hildesheim

Das Institut für Informationsmanagement und Sprachwissenschaft und das Institut für Sprache und Literatur der Universität Hildesheim laden zur Tagung „Informationskompetenz und Demokratie“ ein. Die öffentliche Veranstaltung findet am Freitag, 18. Oktober 2019, ab 12:00 Uhr, und Samstag, 19. Oktober 2019, ab 09:00 Uhr statt am Hauptcampus der Universität Hildesheim (Forum am Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim).

Informationen zu suchen und zu finden fällt heute sehr leicht, aber ein müheloser Informationszugriff ist nicht gleichzusetzen mit einem selbstbestimmten und fundierten Umgang mit Wissen. Algorithmengesteuerte Informationsbeschaffung und -bereitstellung ist für Nutzerinnen und Nutzer heute schwer zu durchschauen, weder auf Akteursebene, noch hinsichtlich technischer Wirkungsmechanismen. Untersuchungen zur Informationskompetenz weisen auf erhebliche Defizite hin.

Das Projekt „Informationskompetenz und Demokratie“ will das Problem für Niedersachsen stärker bewusst machen. Es soll in der Öffentlichkeit diskutiert und nach Lösungsansätzen gesucht werden. Es gilt, das Thema in der Fachwelt und der Öffentlichkeit als kritische Fragestellung des 21. Jahrhunderts zu positionieren. Hierzu bringt das Forschungsteam unterschiedliche Akteursgruppen zusammen, um ein möglichst umfassendes Bild zum Themenbereich, den wahrgenommenen Problemfeldern und Lösungsperspektiven, insbesondere für den Bildungsbereich, zu erschließen.

Während der zweitägigen Veranstaltung beantworten unter anderem Lisa Merten (Leibniz-Institut für Medienforschung Hans-Bredow-Institut), Prof. Dr. Joachim Griesbaum (Universität Hildesheim), Prof. Dr. Thomas Mandl (Universität Hildesheim) und Prof. Dr. Elke Montanari (Universität Hildesheim) Fragen zum Thema Informationskompetenz. Es gibt zum Beispiel Vorträge zu den Themen „Informationsraum Internet: komplex, interessengesteuert, intransparent“, „Alles anders durch Google und Facebook? Praktiken, Prinzipien und Paradoxien der informationsorientierten Mediennutzung online“ und „Nachrichtenbezogenes und medienbezogenes Informationsverhalten und Informationskompetenz“.

Das Projekt wird durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen der Ausschreibung „Zukunftsdiskurse“ gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab.

Das Thema „Informationskompetenz“ ist für jeden interessant, gerade auch für die Bürger sowohl auf privater, professioneller Ebene als auch im öffentlichen Bereich, etwa wenn es um die Steuerung und Gestaltung der Informationsnutzung und -versorgung zu politischen Themen geht.

Das Projekt bringt Akteure aus Wissenschaft, Bibliothekare, Politik, Wirtschaft, Bürger, Lehrende und Lernende zusammen und bezieht deren Problemwahrnehmung und auch Sichtweisen zu Lösungsansätzen ein. Eine Anmeldung ist erforderlich, wer teilnehmen möchte, kann sich via E-Mail (infodem@uni-hildesheim.de) anmelden.

SAVE THE DATE:

Außerdem wird das Forschungsteam die Ringvorlesung „Digitale Lebenswelten“ unter dem Motto „(Des)Informieren? Informationsverhalten zwischen externer Beeinflussung, individueller Aufwandsvermeidung und gelebter Informationskompetenz“ die Ringvorlesung im Wintersemester 2019/20 fortsetzen. Die erste Vorlesung findet am 19.11.2019 zum Thema „Die Bewertung von Quellen bei der Suche nach Gesundheitsinformation im Web“ (Dr. Yvonne Kammerer, Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen) statt.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Deutsche Sprache
news-17426 Mon, 23 Sep 2019 15:05:00 +0200 Universität Hildesheim im Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erfolgreich https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/universitaet-25/ Die Universität Hildesheim hat sich erfolgreich um die Einrichtung sogenannter Tenure-Track-Professuren beworben. Fünf dieser Professuren können an der Universität Hildesheim etabliert werden, und zwar in den Bereichen Digitales Lehren und Lernen im Unterricht, Ethnomusicology, Digitale Geisteswissenschaften, Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter sowie Informatikdidaktik. Die Tenure-Track-Professuren sind Teil des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Universität Hildesheim hat sich im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erfolgreich um die Einrichtung sogenannter Tenure-Track-Professuren beworben. Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz am 12. September 2019 bekannt gab, können nun fünf dieser Professuren an der Universität Hildesheim etabliert werden. Insgesamt wurden in der zweiten Bewilligungsrunde 532 Tenure-Track-Professuren an 57 Hochschulen zur Förderung ausgewählt. Nach der Vergabe von 468 Professuren in der ersten Bewilligungsrunde 2017 erhalten damit insgesamt 75 Hochschulen eine Förderung. 

Die Tenure-Track-Professur sieht nach einer erfolgreichen Bewährungsphase den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vor, sodass die beruflichen Chancen des herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchses erhöht und die Planbarkeit einer Karriere in der Wissenschaft verbessert werden. An der Universität Hildesheim bestehen damit künftig neben der Habilitation als „klassischem“ Weg, der Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe und der Tenure-Track-Professur im Wesentlichen drei Wege zur Professur. Die auf diese Stellen berufenen Professorinnen und Professoren nehmen ihre Aufgaben in Forschung und Lehre selbständig wahr.

Digitales Lehren und Lernen im Unterricht, Ethnomusicology, Digitale Geisteswissenschaften, Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter, Informatikdidaktik

Thematisch sollen die Professuren im Bereich der Digitalisierung angesiedelt werden. Wie in der Entwicklungsplanung der Universität Hildesheim „MINERVA 2025“ festgehalten, stellt Digitalisierung neben Bildung, Kultur und Diversität ein fachbereichsübergreifendes Leitthema dar. In innovativer Weise werden zwei Bereiche miteinander verknüpft: zum einen technische Handlungsfelder der Digitalisierung (unter anderem Data Analytics, Computerlinguistik) und zum anderen gesellschaftliche Handlungsfelder der Digitalisierung (unter anderem Verwaltung und Demokratieentwicklung, soziale Dienste). Der Bereich Digitalisierung dient damit zur weiteren Profilschärfung der Universität Hildesheim. Gleichzeitig werden Forschung, Lehre und Transfer in einem für die Zukunft äußerst relevanten Themenfeld strategisch gestärkt. 

Im Einzelnen beantragte die Universität Hildesheim die folgenden Tenure-Track-Professuren in dem Bund-Länder-Programm: 

  • Professur für Digitales Lehren und Lernen im Unterricht

  • Professur für Ethnomusicology

  • Professur für Digitale Geisteswissenschaften

  • Professur für Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter

  • Professur für Informatikdidaktik

Die Professuren sollen noch in diesem Jahr ausgeschrieben und im Sommersemester 2020 besetzt werden. Die Universität Hildesheim erhält für die Einrichtung der fünf Tenure-Track-Professuren rund 3,5 Millionen Euro. 

Das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses läuft von 2017 bis 2032. Dafür stellt der Bund bis zu eine Milliarde Euro bereit. Zugleich sagten die Länder zu, die Zahl der unbefristet beschäftigten Professorinnen und Professoren an den antragsberechtigten Hochschulen dauerhaft um 1.000 zu erhöhen. Mit der Etablierung der Tenure-Track-Professur als international bekanntem und akzeptiertem Karriereweg soll nicht zuletzt die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems insgesamt erhöht werden.

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Pressemeldungen Erziehungswissenschaft Fachbereich 1 Fachbereich 2 Musik und Musikwissenschaft Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Fachbereich 4 Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Center for World Music Personalportal Forschung Startseite
news-17424 Wed, 11 Sep 2019 15:06:37 +0200 Eröffnungstagung: „Informationskompetenz und Demokratie (IDE): Bürger, Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/eroeffnungsta/ Im Rahmen des Projekts „Informationskompetenz und Demokratie (IDE): Bürger, Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung“, welches vom Niedersächsischen Vorab gefördert wird, findet am 18. Und 19. Oktober 2019 eine Eröffnungstagung statt. Im Rahmen des Projekts „Informationskompetenz und Demokratie (IDE): Bürger, Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung“, welches vom Niedersächsischen Vorab gefördert wird, findet am 18. Und 19. Oktober 2019 eine Eröffnungstagung statt. Die Tagung sowie die darauffolgenden Online-Diskussionen sollen zum Dialog zwischen verschiedenen Akteursgruppen einladen. Damit soll ein möglichst umfassendes Bild zum Themenbereich, den wahrgenommenen Problemfeldern und Lösungsperspektiven, insbesondere für den Bildungsbereich, erschlossen werden.

Mit dem Projekt soll auf die Bedeutung der Informationskompetenz für unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht werden. Da man heutzutage tagtäglich mit einer Flut an Information konfrontiert ist, ist es wichtig, diese Information zu hinterfragen, zu filtern und zu bewerten. Suchmaschinen zeigen uns bspw. mitunter oft das, was wir glauben wissen zu wollen und soziale Medien das, was wir mögen. Die dahinter liegenden Wirkungsmechanismen sind schwer zu durchschauen und das Ergebnis kann eine vorgefertigte Sicht der Welt sein. Diese orientiert sich an politischen oder wirtschaftlichen Interessen oder erfolgt durch intransparente Algorithmen. 

Ziel dieses Projektes ist es das Problem für Niedersachsen stärker bewusst zu machen, es in der Öffentlichkeit zu diskutieren und dabei Lösungsansätze zu finden. Es gilt, das Thema in der Fachwelt und der Öffentlichkeit als kritische Fragestellung des 21. Jahrhunderts zu positionieren. Denn Demokratie lebt vom Diskurs und der Bereitschaft, die Perspektiven Anderer wahrzunehmen und als mögliche Standpunkte anzuerkennen. Voraussetzung für einen sachlich-zielführenden Diskurs ist eine fundierte Wissensbasis. Und dafür ist eine gelebte Informationskompetenz unverzichtbar. 

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei und die Teilnahme Interessierter ausdrücklich erwünscht. 

Auf der Webseite zum Projekt sind weitere Informationen zur Tagung, zum Tagungsprogramm sowie zum Projekt zu finden: https://informationskompetenz.blog.uni-hildesheim.de

Bei weiteren Fragen oder für Ihre Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung wenden Sie sich bitte an: infodem(at)uni-hildesheim.de

Wenn Sie sich zur Teilnahme an der Tagung anmelden möchten, senden Sie eine E-Mail mit folgenden Angaben:

  • Tagungsteilnahme: 18.10.2019 und/oder 19.10.2019
  • Teilnahme an gemeinsamen Abendessen (Selbstzahler) am 18.10.2019

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen spannenden Diskurs. 

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-17312 Thu, 08 Aug 2019 11:11:00 +0200 Internationales Informationsmanagement: Digitalisierung und Globalisierung studieren https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/internationales-informationsmanagement-digitalisierung-und-globalisierung-studieren/ Der Studiengang „Internationales Informationsmanagement“ verbindet Informationswissenschaft und Interkulturelle Kommunikation. Studentinnen uns Studenten befassen sich mit dem Umgang mit Informationen und internationalen Kontexten. Studieninteressierte können sich noch bis zum 30. September 2019 [+++VERLÄNGERT+++] einschreiben, das Bachelorstudium an der Uni Hildesheim ist zulassungsfrei. Noch einschreiben bis zum 30. September 2019 +++VERLÄNGERT+++
„Internationales Informationsmanagement“ (IIM) studieren
Dieses Jahr ist IIM zulassungsfrei!
Hier geht's direkt zur Einschreibung

Der Bachelorstudiengang „Internationales Informationsmanagement: Informationswissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“ (IIM) greift zwei Trends unserer Wirtschaftswelt auf: Die Globalisierung sorgt für immer mehr interkulturelle Kommunikation und die Digitalisierung erfordert zunehmend Experten für die Informationsversorgung, erläutert der Informationswissenschaftler Professor Thomas Mandl.

Informationsversorgung muss professionell erfolgen, um auf Märkten und bei Kunden Erfolg zu haben. Die Informationswissenschaft bietet dafür das Rüstzeug mit Kursen zu Informationsmanagement, Informationssuche, Digitaler Kommunikation und Mensch-Maschine Interaktion.

Im Bereich der Interkulturellen Kommunikation untersuchen Studentinnen und Studenten Kommunikationsprozesse, die durch Interkulturalität und Mehrsprachigkeit gekennzeichnet sind. Sie analysieren Kulturkontakte und zum Beispiel interkulturelles Verhandeln oder interkulturelle E-Learning-Module und Trainings. Auch die medialen Rahmenbedingungen moderner digitaler Kommunikation spielen dabei eine wichtige Rolle.

Der Bachelor „Internationales Informationsmanagement“ bietet mehrere Möglichkeiten, das Studium individuell und international zu gestalten:

  • Spezialisierung auf einen Schwerpunkt

  • Zwei Nebenfächer aus mehreren Möglichkeiten (zum Beispiel BWL, Medien, Psychologie)

  • Auslandssemester an einer der über 150 Partnerhochschulen

  • Möglichkeit, an einem Doppelstudiengang mit Russland teilzunehmen

  • Im Master: Möglichkeit an einem Doppelstudiengang mit Korea teilzunehmen

Weitere Informationen zum Bachelor IIM

Neuigkeiten rund um den Studiengang IIM im Blog

Beschreibung des Studiengangs IIM

Wie geht es nach dem Studium weiter? Steffen Weichert und Miray Soyak geben Einblicke in die Berufswege:

Im Podcast des Instituts für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie geben Lehrende und Absolventinnen und Absolventen Einblicke in die Berufswege nach dem Studium „Internationales Informationsmanagement“.

„Ich habe im Studium Vorlesungen zu Mensch-Maschine-Interaktion besucht und dann das Thema, was mich heute beruflich begleitet, entdeckt: Usability. Es geht darum, die Nutzerperspektive einzunehmen“, sagt Steffen Weichert (Interview hören: hier geht's zum Podcast). Der Informationswissenschaftler befasst sich mit der Interaktion zwischen Mensch und Maschine, er hat an der Universität Hildesheim „Internationales Informationsmanagement“ studiert. An der Uni gibt es ein „Usability-Labor“, in dem Studentinnen und Studenten mit Eye-Tracking-Geräten und Analyse-Software arbeiten, um Nutzertests mit Aufmerksamkeitsanalysen umzusetzen.

Nach dem Studium ist er in einer Agentur in Hannover gelandet, die sich auf Usability spezialisiert hat. „Ich erhebe bei bestehenden Systemen von kleinen bis sehr großen Unternehmen, wie nutzerfreundlich denn deren Software oder Website aufgebaut ist und verbessert werden kann. In anderen Projekten arbeite ich in der Entwicklung von interaktiven Systemen und Mensch-Maschine-Interfaces“ , so Winter. Außerdem arbeitet er im Wissenstransfer, bringt Unternehmen und der nächsten Generation der Studentinnen und Studenten, bei, wie man benutzerfreundliche Anwendungen entwickeln kann. Er arbeitet als Lehrbeauftragter an der Uni und teilt sein Wissen und die Methoden aus der täglichen Arbeit. Das Hildesheimer Studium habe ihn zum Beispiel darauf vorbereitet, „eine Eye-Tracking-Auswertung zu machen, mit kulturellen Herausforderungen in Projekten umzugehen, die weltweit stattfinden, oder computervermittelte Kommunikation zu verbessern. Alles, was mit im Studium begegenet ist, begegnet mir heute im Beruf. Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die ich an der Uni erlernt habe, ist, mit Chaos umzugehen, dann ist man nicht frustriert, wenn nicht alle Lösungen da sind, in der Informationwissenschaft in Hildesheim erarbeiten Studierende Lösungen selber und warten nicht, bis jemand einem eine Lösung für ein Problem bringt.“

Auch Miray Soyak (Interview: Hier geht's zum Podcast) hat an der Universität Hildesheim im Bachelor „Internationales Informationsmanagement“ studiert und technische sowie sprachwissenschaftliche Aspekte kombiniert. Heute arbeitet sie in Hamburg in einer Agentur für Online-Marketing. „Die Arbeit ist kreativ, interkulturell, die Zielgruppen in meinem Berufsalltag sind vielfältig. Es ist ein spannendes Arbeitsfeld, es ändert sich viel im Online-Bereich, etwa durch die Datenschutzregelungen und es ist spannend zu beobachten, wie Werbung im Internet funktioniert. Ich befasse mich mit Kennzahlen und bin im Performance-Marketing tätig, ich spezialisere mich auf das Marketing in Social Media, welche Wünsche haben die Kunden, was möchten sie erreichen und mit welcher Strategie und welchen Kanälen sollen welche Kennzahlen erreicht werden?“, sagt Miray Soyak, die sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Markenwahrnehmung auf Instagram beschäftigt hat.

Konsekutive Masterstudiengänge nach dem BA IIM:

Master „Internationales Informationsmanagement – Informationswissenschaft“

Master „Informationsmanagement – Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Studierendenportal
news-17107 Thu, 04 Jul 2019 07:46:00 +0200 Vorstand des Zentrums für Digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/vorstand-des-zentrums-fuer-digitalen-wandel/ Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive. Im Juli kam der Vorstand des „Zentrums für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“  der Universität Hildesheim zur konstituierenden Sitzung zusammen.

Dem Vorstand gehören der Wirschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt (Sprecher), die Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer, der Informationswissenschaftler Professor Joachim Griesbaum, die Mathematikdidaktikerin Professorin Barbara Schmidt-Thieme, der Leiter der Universitätsbibliothek Dr. Ewald Brahms und der Literaturwissenschaftler Dr. Guido Graf an.

„Mit dem Zentrum für Digitalen Wandel wollen wir bestehende Forschungs-, Lehr- und Transferinitiativen bündeln, um diesen eine größere Wirksamkeit zu verleihen und um disziplinübergreifende Erklärungs- und Gestaltungsansätze zu ermöglichen, die dem digitalen Wandel in seiner Komplexität gerecht werden“, so Professor Ralf Knackstedt.  

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möchten erklären und aufklären, so dass weder überzogener Alarmismus noch Hype die Debatten über den digitalen Wandel prägen. Die Digitalisierung ist eines von vier Leithemen – neben Bildung, Kultur und Diversität – in der Entwicklungsplanung der Universität Hildesheim.

Weitere Informationen über das ZFDW finden Sie online.

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news-16645 Wed, 17 Apr 2019 17:09:51 +0200 Habilitation in Sprachtechnologie: Wissenschaftlerin Laura Giacomini https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/habilitation-in-sprachtechnologie-wissenschaftlerin-laura-giacomini/ Forschung zu Fachkommunikation und Sprachtechnologie: Mit der Terminologie und Wissensmodellierung in der digitalen Gesellschaft und sprachtechnologischen Ressourcen wie zum Beispiel elektronischen Wörterbüchern befasst sich die Wissenschaftlerin Laura Giacomini. „Ich befasse mich hauptsächlich mit Fachsprachen, Korpuslinguistik und sprachtechnologischen Ressourcen wie zum Beispiel elektronischen (Fach-)Wörterbüchern, terminologischen Datenbanken und Ontologien. Diese Ressourcen sind für die Verwaltung von Terminologie im Unternehmen wichtig, aber auch für die Übersetzung und die Technische Redaktion“, sagt Laura Giacomini.

Seit 2016 forscht die Wissenschaftlerin am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim, wo sie sich in der Computerlinguistik habilitiert hat.

„Die erfolgreich abgeschlossene Habilitation bedeutet für mich, ein wichtiges Ziel in meiner akademischen Karriere erreicht zu haben. In den letzten Jahren habe ich intensiv daran gearbeitet. Das  Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie hat mir die Möglichkeit gegeben, in einem wissenschaftlich – und menschlich – inspirierenden Umfeld und unter optimalen Forschungsbedingungen dieses Ziel zu erreichen“, sagt Giacomini.

Zum Abschluss des Habilitationsverfahrens hielt PD Dr. phil. habil. Laura Giacomini eine spannende Antrittsvorlesung am 10. April 2019 in der Aula des Bühler-Campus der Universität Hildesheim mit einem hochaktuellen und sehr anschaulichen Vortrag zum Thema „Terminologie und Wissensmodellierung in der digitalen Gesellschaft“.

Laura Giacomini befasste sich in dem Vortrag, der in Teilen ihre Habilitationsschrift „Ontology – frame – terminology. A method for extracting and modelling variants of technical terms“ widerspiegelte, mit Ontologien, also Systemen der Wissensrepräsentation. Der Vortrag zog einen Bogen von Anwendungen in der Künstlichen Intelligenz über die Terminologie- bis hin zur Übersetzungswissen-schaft und zeigte auf, dass die Herangehensweisen der verschiedenen Disziplinen zwar unterschiedlich, die sich stellenden Herausforderungen und Perspektiven jedoch trotz recht unterschiedlicher Daten oft ähnlich ist. Es handelt sich um eine interdisziplinäre Arbeit, die mit vielen wissenschaftlichen Bereichen verknüpft ist.

Als Beschreibung einer praktischen Anwendung stellte Laura Giacomini unter anderem eine von ihr im Rahmen ihrer Habilitation entwickelte Datenbank vor, die spezifische Terminologiedaten zu Dämmstoffen beinhaltet.

Die Antrittsvorlesung wurde zahlreich von Fach- und Laienpublikum besucht. Professor Ulrich Heid, Dekan des Fachbereichs „Sprach- und Informationswissenschaften“ überreichte ihm Anschluss an die Antrittsvorlesung eine Urkunde der Universität Hildesheim, die das nun erfolgreich abgeschlossene Habilitationsverfahren von Laura Giacomini bestätigt.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-16585 Fri, 12 Apr 2019 08:38:16 +0200 Antrittsvorlesung von PD Dr. Phil. habil. Laura Giacomini https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/antrittsvorl-15/ Eine überaus spannende Antrittsvorlesung hielt Frau PD Dr. Phil. habil. Laura Giacomini am frühen Abend des 10.04.2019 in der Aula des Bühlercampus der Universität Hildesheim mit einem hochaktuellen und sehr anschaulichen Vortrag zum Thema „Terminologie und Wissensmodellierung in der digitalen Gesellschaft“.

Ihr thematischer Schwerpunkt, der in Teilen ihre Habilitationsschrift Ontology – frame – terminology. A method for extracting and modelling variants of technical terms widerspiegelte, lag bei Ontologien, also Systemen der Wissensrepräsentation. Der Vortrag zog einen Bogen von Anwendungen in der Künstlichen Intelligenz über die Terminologie- bis hin zur Übersetzungswissen-schaft und zeigte auf, dass die Herangehensweisen der verschiedenen Disziplinen zwar unterschiedlich, die sich stellenden Herausforderungen und Perspektiven jedoch trotz recht unterschiedlicher Daten oft ähnlich ist. Als Beschreibung einer praktischen Anwendung stellte Frau Giacomini u.a. eine von ihr im Rahmen ihrer Habilitation entwickelten Datenbank vor, die spezifische Terminologiedaten zu Dämmstoffen beinhaltet.

Die Antrittsvorlesung war gleichermaßen für Fach- und Laienpublikum geeignet, das sich auch zahlreich einfand und am Ende des Vortrags begeisterten Applaus spendete. Im Anschluss überreichte Dekan Prof. Heid eine Urkunde der Universität Hildesheim, die das nun erfolgreich abgeschlossene Habilitationsverfahren von Frau Giacomini bestätigt.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-16276 Thu, 21 Mar 2019 10:36:00 +0100 Digital Humanities: Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digital-humanities-forschung-in-den-digitalen-geisteswissenschaften/ Am Zentrum für Digitalen Wandel in Hildesheim bauen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften aus. Mithilfe computerlinguistischer Methoden können sie große Datenmengen analysieren. Aktuelle Ergebnisse stellten sie beim Workshop „Computational Linguistics and Digital Humanities“ vor, einer Kooperation zwischen den Universitäten Hildesheim und Göttingen. Ulrich Heid forscht und lehrt als Professor für Sprachtechnologie und Computerlinguistik am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim. Gemeinsam mit Professorin Caroline Sporleder, Direktorin des Göttingen Centre for Digital Humanities , lädt der Computerlnguist regelmäßig zu Arbeitstagungen ein.

Alle sechs Monate kommen Forscherinnen und Forscher beim Workshop „Computational Linguistics and Digital Humanities“ zusammen, im Frühjahr in Göttingen, im Herbst in Hildesheim. Ende Februar 2019 fand die Arbeitstagung zum Thema „Digital Methods in Political Science“ in Göttingen statt.

Die Workshops dienen dazu, dass beide Standorte einander über laufende Projekte, Methoden und Verfahren informiert halten. Regelmäßig werden europäische oder nationale Gäste eingeladen.

Interaktion zwischen politikwissenschaftlicher Theoribildung und computerlinguistischer Textanalyse

„Einige der prominenteren Vertreter computerlinguistisch arbeitender Politikwissenschaft Deutschlands kamen diesmal zusammen“, sagt Ulrich Heid. „Wir wollen gemeinsam verstehen, wie die Interaktion zwischen politikwissenschaftlicher Theoriebildung und computerlinguistischer Textanalyse aussehen kann. Zwar ist der Einsatz von Werkzeugen zur Extraktion von Wörtern und Wortsequenzen und von Zählverfahren und statistischen Tools sehr ‚en vogue‘ in der Politikwissenschaft, aber das eigentliche Ziel sollte es sein, klarer zu verstehen, welche Arten von Werkzeugen welche Arten von theoriegeleiteten Fragenstellungen gut unterstützen.“

Ein thematischer Schwerpunkt ist das vieldiskutierte Problem „Hate Speech“. „Wir bringen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die sich Gedanken dazu machen, was eigentlich alles als Hate Speech gelten soll, aber auch solche, die Werkzeuge oder Daten für Training und Test von Werkzeugen entwickeln.“

Computerlinguistische Techniken in den Geisteswissenschaften

Die Verwendung und die Menge verschiedener computerlinguistischer Techniken hat für die textbasierten Geisteswissenschaften in der letzten Zeit enorm zugenommen, sagt Heid. Mit den Nachbarn in Göttingen hat er die idealen Kooperationspartner gefunden. Beide Universitäten haben eine geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Ausrichtung, forschen sowohl grundlagen- als auch anwendungsorientiert. In Göttingen wurde Caroline Sporleder als Professorin für digitale Geisteswissenschaften im Fachbereich Informatik berufen. „Wir halten uns auf dem Laufenden, wie die Geisteswissenschaften auf die Digitalisierung reagieren“, sagt Ulrich Heid, der in Hildesheim gemeinsam mit dem Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt und der Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer seit Ende 2018 am „Zentrum für Digitalen Wandel – Center for Digital Change“ mitarbeitet.

Program of the 7th. Göttingen/Hildesheim-Workshop
on Computer Linguistic and Digital Humanities

Im Folgenden geben einige der am Workshop beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hildesheim Einblicke in ihre Forschung:

Analyse von Diskursen über Solidarität

Computerlinguist Prof. Dr. Ulrich Heid

Prof. Dr. Ulrich Heid ist ordentlicher Professor für Sprachtechnologie / Computerlinguistik in Hildesheim und Mitbegründer der Workshop-Serie „Computational Linguistics and Digital Humanities“. Ulrich Heid ist selbst Geisteswissenschaftler, hat Sprachwissenschaft und Geschichte studiert und sich dann auf Computerlinguistik und Sprachtechnologie spezialisiert.

Herr Professor Heid, an welchem Forschungsthema arbeiten Sie zurzeit?

Zusammen mit Prof. Dr. Marianne Kneuer präsentiere ich Pläne für das neue, vom Land Niedersachsen finanzierte Projekt SOLDISK, also erst einmal nur Ziele und angestrebte Methoden, noch keine Ergebnisse. Professorin Marianne Kneuer koordiniert das Projekt, das am 1. März 2019 beginnt und Politologen und Computerlinguisten zusammenbringt. Wir analysieren Diskurse über Solidarität, wie sie in online-Quellen vorliegen. Beispiele sind offizielle Texte der Regierung, aber auch Statements auf Internetseiten zivilgesellschaftlicher Akteure (Kirchen, Vereine, Bürgerinitiativen usw.) oder von Individuen. Wir wollen für den Zeitraum 2012 bis 2016 und die beiden Einwanderungsereignisse in Deutschland (Rumänen und Bulgaren, 2012 bis 2014; sogenannte „Flüchtlingskrise“ 2014 bis 2016) ein Textkorpus sammeln, analysieren und im Hinblick darauf untersuchen, wie über Solidarität (zum Beispiel mit den Flüchtlingen) geschrieben wird.

Warum ist diese Forschung wichtig?

Es heißt, Solidarität sei in der Krise; speziell in Zeiten, die als Krisenzeiten wahrgenommen werden, wie etwa den von Migrationsereignissen gekennzeichneten Jahren 2012 - 2016. Solidarisches Handeln in großem Stil zu erfassen ist sehr schwer; aber Diskurse über Solidarität das heißt das, was Akteure im Gemeinwesen darüber schreiben oder sagen, lässt sich sammeln, über die Zeit hinweg analysieren und interpretieren. Uns interessiert, ob und wie sich die oben genannten drei Gruppen in ihren Solidaritätsdiskursen unterschieden, ob generell oder gruppenweise Soldidarisierungs- bzw. Desolidarisierungsentwicklungen feststellbar sind, und ob Diskurse einer Akteursgruppe auf die anderen Gruppen "abfärben". Schließlich auch, wie argumentiert wird: mit wirtschaftlichen Argumenten, mit Fremdheit, oder mit Sicherheitsargumenten? Die Ergebnisse sind langfristig auch für die Politikberatung relevant.

„Practices of Commenting in Digital Public Spheres”

Soziologe Prof. Dr. Michael Corsten

Prof. Dr. Michael Corsten ist Professor für Soziologie und Dekan des Fachbereichs Erziehungs- und Sozialwissenschaften in Hildesheim. Im Rahmen des DFG-Projekts „Digitale Verbreitungsmedien, Kommunikationsmacht und Generation“ hat Corsten mehrere Doktorarbeiten und eine Habilitation begleitet.

Herr Professor Corsten, welches Forschungsergebnis stellen Sie vor?

Es geht um ein Ergebnis aus dem DFG-Projekt „Digitale Verbreitungsmedien, Kommunikationsmacht und Generation“, die exemplarische Auswertung der 432 Beiträge im Zeit-Online-Kommentarbeich zum Artikel „schlecht, schlechter, Geschlecht“ von Harald Martenstein.

Warum ist diese Forschung wichtig?

Bemerkenswert ist oberflächlich betrachtet zunächst der Befund, dass auch in dem Online-Forum eines anerkannten Mediums des Qualitätsjournalismus eine Vielzahl von Beiträgen zu finden sind, in denen Personen und/oder Positionen in abwertender bis diskriminierender Form behandelt werden. Trotzdem zeigt sich an dem untersuchten Beispiel, dass sich innerhalb solcher Online-Leser-Kommentarforen Debatten zwischen kleineren Gruppen von Leserinnen und Lesern entfalten können. Wichtig ist die Untersuchung speziell dieser Bereiche nicht zuletzt deshalb, weil sich daran eine Kombination von One-To-Many- und Many-To-Many-Kommunikation zeigt.

„Who polluted the debate in the German federal election campaign 2017? Analysis and automatic detection of hate speech on social media”

Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolf Schünemann

Prof. Dr. Wolf J. Schünemann forscht und lehrt als Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Internet in Hildesheim.

Herr Professor Schünemann, welches Forschungsergebnis stellen Sie vor?

Wir stellen zentrale Ergebnisse aus dem Projekt „Wahlkampf in (a)sozialen Netzwerken“ (WasN) vor und zwar aus dem Teilprojekt 1, in dem wir einen großen Datensatz digitaler Kommunikationsdaten (insgesamt 2,9 Mio. Facebook-Beiträge) automatisiert ausgewertet haben. Wichtige Ergebnisse sind bislang, dass wir die viel beschworenen Echokammern, insbesondere im Hinblick auf die populistische Rechte, im deutschen Facebook-Wahlkampf nicht nachweisen können, zumindest nicht, wenn wir uns anschauen, auf welche Medieninhalte in den Posts und Kommentaren verwiesen wird. Hier zeigen alle Parteien einschließlich der AfD große Überschneidungen. Dennoch finden wir Muster thematischer und formaler Polarisierung, auf die wir eingehen. Zudem wird der Datensatz auch für die Forschung zu offensiver Sprache oder Hate Speech im Facebook-Wahlkampf verwendet. Hier leistet die Sylvia Jaki die wesentliche Forschungsarbeit und wird auch erste Ergebnisse präsentieren. 

Warum ist diese Forschung wichtig?

Die Bundestagswahl 2017 war einschneidend, sowohl im Hinblick auf das Ergebnis der Wahl (insbesondere der Erfolg der Rechtspopulisten) als auch den Online-Wahlkampf. Es gilt gerade im Vorfeld weiterer Wahlkämpfe (Länder/Europa) Lehren daraus zu ziehen und viel diskutierte Tendenzen der politischen Kommunikation und angenommene Gefahren für die Demokratie an der Realität zu überprüfen.

„Echo chambers and polarisation in the German federal election 2017”

Fritz Kliche, Stefan Steiger und Prof. Dr. Wolf Schünemann forschen zu Echokammern in sozialen Medien. Der Computerlinguist Fritz Kliche forscht in der Arbeitsgruppe von Professor Ulrich Heid.

Mich interessieren besonders die „Digital Humanities“ – also die Zusammenarbeit von Informatikern oder in unserem Fall Computerlinguisten mit Forscherinnen und Forschern aus den Geistes- oder Sozialwissenschaften, sagt Fritz Kliche. Mit seiner Arbeit möchte er dazu beitragen, dass Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften in Hildesheim ausgebaut werden und in der interdisziplinären Zusammenarbeit weitere wichtige Forschungserkenntnisse erarbeitet werden können.

Automatic detection of hate speech on social media

Medienlinguistin Dr. Sylvia Jaki

Dr. Sylvia Jaki ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation in Hildesheim und forscht im Bereich der Medienlinguistik. Mit Kollegen der Universität Antwerpen hat sie ein Computerprogramm entwickelt, das in der Lage ist, automatisiert hetzerische Wörter und Wortkombination in Tweets aufzuspüren. Sie befasst sich mit sprachlichen Charakteristika der Medien und arbeitet an ihrer Habilitation.

Frau Dr. Jaki, welches Forschungsergebnis stellen Sie vor?

Für die Facebook-Daten des Projekts „Wahlkampf in (a)sozialen Netzwerken“ (WasN) von Wolf Schünemann konnten wir zeigen, dass die Facebook-Profile von Parteien und Politikerinnen und Politikern an den politischen Rändern während der letzten Bundestagswahl tendenziell mehr Hate Speech aufwiesen als bei den Parteien der politischen Mitte. Dies heißt aber nicht unbedingt, dass sich die Hate Speech GEGEN die Partei beziehungsweise den Politiker oder die Politikerin richtet. Unsere Analysemethode demonstriert überdies, dass lexikonbasierte Ansätze zu transparenteren Systemen bei der Erkennung von Hate Speech beitragen können.

Warum ist diese Forschung wichtig?

Hate Speech hat sich zu einem omnipräsenten Phänomen in den Medien entwickelt. Wie aber wollen wir damit umgehen – automatisiert entfernen, akzeptieren oder dagegen andiskutieren? Dies ist eine Frage, die vielerorts diskutiert wird und auch unbedingt diskutiert werden sollte. Aufgrund der Schwächen, die Detektionssoftware derzeit noch aufweist, ist es wichtig, Detektionssysteme zu schaffen, die einen Einblick in die Klassifikationsmechanismen geben, um die oftmals als Black Box bezeichnete Künstliche Intelligenz transparenter zu machen.

Die Fragen stellte Isa Lange.

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news-16230 Wed, 20 Feb 2019 14:21:38 +0100 Universität Hildesheim bildet Sprachexpertinnen und Sprachexperten aus https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/universitaet-hildesheim-bildet-sprachexpertinnen-und-sprachexperten-aus/ Für diese sprachwissenschaftlichen Masterstudiengänge können sich Studieninteressierte zum Sommersemester 2019 derzeit noch bewerben: „Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache“, „Barrierefreie Kommunikation“, „Medientext und Medienübersetzen“, „Internationale Fachkommunikation – Sprachen und Technik“, „Internationales Informationsmanagement – Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“. Das Studium an der Universität Hildesheim beginnt im April 2019. Am Bühler-Campus bildet die Universität Hildesheim Expertinnen und Experten für Sprachen, Kommunikation und Informationsmanagement aus. Dies sind die Masterstudiengänge des Fachbereichs Sprach- und Informationswissenschaften, für die eine Bewerbung zum Sommersemester 2019 jetzt noch möglich ist:

„Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache“

Die Universität Hildesheim bildet Expertinnen und Experten für die Vermittlung der deutschen Sprache aus. Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs „Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache“ sind stark nachgefragt und arbeiten an Schulen, Hochschulen und in Verlagen, in der Bildungsplanung in Behörden, unterrichten in Sprachkursen weltweit die deutsche Sprache und Kultur oder arbeiten in internationalen Unternehmen – die Berufswege sind vielfältig. Der Studiengang kann auch berufsbegleitend und in Teilzeit studiert werden, zum Beispiel begleitend zu einer Lehrtätigkeit. Die Universität arbeitet in dem Studiengang mit regionalen und internationalen Partnern zusammen. In der Praxisphase absolvieren Studentinnen und Studenten mit dem Schwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“ Auslandspraktika an Partnerhochschulen weltweit, etwa an Universitäten in Ungarn, Litauen, Italien, China oder Mexiko. [hier lesen Sie ein Interview mit Professorin Elke Montanari und Professorin Beatrix Kreß]

„Barrierefreie Kommunikation“

Die Universität Hildesheim bildet im zweijährigen Masterstudiengang „Barrierefreie Kommunikation“ Fachleute für die barrierefreie Aufbereitung von Informations-, Unterhaltungs- und Kommunikationsangeboten aus. Zu den Studieninhalten dieses Masterstudiengangs zählen neben den Grundlagen der barrierefreien Kommunikation auch Leichte Sprache, Einfache Sprache, Schriftdolmetschen, Unterstützte Kommunikation und assistive Technologien, barrierefreie Rechts- und Online-Kommunikation sowie Gebärdensprache.

„Medientext und Medienübersetzen“

Mit dem Masterstudiengang „Medientext und Medienübersetzen“ bietet die Universität Hildesheim einen deutschlandweit einzigartigen Studiengang an, der Übersetzungswissenschaft, Medienlinguistik und Medienwissenschaft verbindet. Studentinnen und Studenten können sich unter anderem in den Bereichen audiovisuelle Übersetzung wie Untertitelung und Synchronisation, barrierefreie Kommunikation sowie interne Unternehmenskommunikation spezialisieren.

„Internationale Fachkommunikation – Sprachen und Technik“

In unserer globalisierten Welt sind im Bereich der Fachkommunikation Fachleute gefragt, die mehrsprachige Kommunikationsfähigkeit mit soliden und speziell auf ihre beruflichen Belange ausgerichteten technischen Kenntnissen verbinden. Beim professionellen Übersetzen wie auch in der technischen Redaktion geht es heute zu einem großen Teil um technische Inhalte. Während des zweijährigen Masterstudiums „Internationale Fachkommunikation – Sprachen und Technik“ spezialisieren sich die Studentinnen und Studenten auf das Übersetzen und/oder Erstellen technischer Texte im internationalen Kontext. Das Studium kombiniert sprachlich-übersetzerische und technisch-naturwissenschaftliche Inhalte.

„Internationales Informationsmanagement – Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“

Der Masterstudiengang „Internationales Informationsmanagement – Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“ bildet Expertinnen und Experten für interkulturelle Situationen aus, in denen mit gesprochener und geschriebener Sprache in unterschiedlichen Institutionen – zum Beispiel der öffentlichen Hand, in Nichtregierungsorganisationen oder in Institutionen der Wirtschaft – kulturübergreifend gehandelt wird. Inhalte des Studiums sind u.a. Kenntnisse über migrationsbedingte Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kommunikation in unterschiedlichen Texten und Diskursen sowie Phänomene des Kultur- und Sprachkontakts. 

Fachbereich Sprach- und Informationswissenschaften

Hier gelangen Sie zur Online-Bewerbung und
erhalten Informationen zu den Bewerbungsfristen

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news-15976 Fri, 11 Jan 2019 13:31:00 +0100 Universität als Ort für zukunftsorientierte Debatten https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/universitaet-als-ort-fuer-zukunftsorientierte-debatten/ Entscheidung für Hildesheim: Das Wissenschaftsministerium fördert die Projekte „Informationskompetenz und Demokratie“ sowie „Die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft“. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim zeigen, welche Relevanz und Aktualität ihre Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften hat. Im Programm „Zukunftsdiskurse“ fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur zwei Projekte der Universität Hildesheim. Die Hildesheimer Forschung zeigt, wie relevant und aktuell die Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist. Für jedes Projekt stehen maximal 100.000 Euro bei einer Laufzeit von maximal 15 Monaten zur Verfügung. Die Förderung stammt aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

„Demokratie und Wissenschaft sind ohneeinander nicht zu denken. Mit dem Förderprogramm ‚Zukunftsdiskurse‘ wollen wir den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken und verdeutlichen, dass unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen zentrale Orte für zukunftsorientierte Debatten sind“, so der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Das sind die geförderten Projekte in Hildesheim:

„Informationskompetenz und Demokratie: Bürger, Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung“

Das Projekt haben Prof. Dr. Joachim Griesbaum und Prof. Dr. Thomas Mandl vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie sowie Prof. Dr. Elke Montanari vom Institut für deutsche Sprache und Literatur entwickelt.

Demokratie lebt vom Diskurs und der Bereitschaft, die Perspektiven Anderer wahrzunehmen und als mögliche Standpunkte anzuerkennen. Voraussetzung für einen sachlich-zielführenden Diskurs ist eine fundierte Wissensbasis. Hierfür ist gelebte Informationskompetenz unverzichtbar, sagt das Forschungsteam.

„Informationen zu suchen, zu finden und zu verarbeiten fällt heute sehr leicht, aber ein müheloser Informationszugriff ist nicht gleichzusetzen mit einem selbstbestimmten und fundierten Umgang mit Wissen“, so Joachim Griesbaum. Die Problematik sei nicht nur „abstrakter Natur“, sondern betrifft „unmittelbar die Lebenswelt jedes Netznutzers“.

Algorithmengesteuerte Informationsbeschaffung und Informationsbbereitstellung ist für Nutzerinnen und Nutzer heute schwer zu durchschauen, weder auf Akteursebene, noch hinsichtlich technischer Wirkungsmechanismen. Untersuchungen zur Informationskompetenz weisen auf erhebliche Defizite hin.

Das Projekt „Informationskompetenz und Demokratie“ will das Problem für Niedersachsen stärker bewusst machen, es in der Öffentlichkeit diskutieren und dabei Lösungsansätze suchen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen in dem Projekt unterschiedliche Akteursgruppen zusammen, um ein möglichst umfassendes Bild zum Themenbereich, den wahrgenommenen Problemfeldern und Lösungsperspektiven, insbesondere für den Bildungsbereich, zu erschließen. Dabei soll auch die internationale Perspektive einbezogen werden.

Das Projekt besteht aus drei Teilen: Nach einer Tagung in Niedersachsen wird der Diskurs auf einem Blog weitergeführt und ein Aufruf für Beiträge zu einer Abschlusstagung im gleichen Bundesland verbreitet. Auf dieser Plattform wird die Diskussion durch Beiträge von Experten, Studierenden und sonstigen Interessierten weitergeführt. Abschließend werden die Projektergebnisse vorgestellt und diskutiert.

„Die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft – gestern, heute und morgen“

Das Projekt entstand auf Initiative des Juniorprofessors für Theologische Ethik, Prof. Dr. Alexander Merkl, des Instituts für Katholische Theologie in Kooperation mit dem Direktor des Instituts für Geschichte, Prof. Dr. Michael Gehler.

„Wir werden einen Zukunftsdiskurs über die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft führen“, sagt Professor Alexander Merkl. Aktuelle Anlässe dafür bieten die Bewerbung der Stadt Hildesheim als europäische Kulturhauptstadt 2025 und die bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament vom 23. bis 26. Mai 2019. Das Interesse an der Thematik insbesondere im Vorfeld zu den Wahlen sowie der gesellschaftliche Diskussionsbedarf seien hoch, so Merkl. „Der Wissenstransfer aus der Universität in die Bürgergesellschaft ist unser zentrales Anliegen.“

Das Projekt startet mit einer Podiumsdiskussion am 5. April 2019 und einem zweitägigen Bürgerforum am 26. und 27. April 2019 an der Volkshochschule in Hildesheim. Abschließend  findet am 27. Juni 2019 an der Universität Hildesheim eine Veranstaltung für Bürger, Studierende und Schülerinnen und Schüler statt, in der die historischen Fundamente europäischer Verantwortung sowie gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Europäischen Union in Bereichen wie Sicherheit, Frieden, Erweiterung und Zuwanderung besprochen werden.

Der Theologe Alexander Merkl und der Historiker Michael Gehler führen historische und ethische Fragestellungen zusammen.

„Eine fundierte wissenschaftliche Aufbereitung, gelingender Wissenstransfer in die Bürgergesellschaft und die Gelegenheit zur aktiven, dialogischen Diskursteilnahme bilden die Säulen dieses Vorhabens“, so Merkl.

Das Projekt beinhaltet eine Mitarbeiterstelle für fünfzehn Monate und schließt an jüngere Projekte und Forschungsvorhaben der Antragsteller an. Professor Alexander Merkl publizierte jüngst den Sammelband „Die EU als ethisches Projekt im Spiegel ihrer Außen- und Sicherheitspolitik". Professor Michael Gehler führt seit Jahren die öffentlichen Europagespräche in Hildesheim durch, die ebenfalls mit dem bewilligten Projekt verzahnt werden.

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news-15903 Fri, 14 Dec 2018 15:28:00 +0100 Distant Viewing: Workshop BildWissen <-> KinderBuch https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/distant-view/ Historische Sachliteratur für Kinder und Jugendliche und ihre digitale Analyse 16.1. - 18.1.2019 in Leipzig

Obwohl Illustrationen einen bedeutenden Schwerpunkt in der kulturwissenschaftlichen Forschung bilden, wird ihnen seitens der Digital Humanities nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Stattdessen dominieren vor allem digitale Verfahren zur wissenschaftlichen Edition von Texten und deren Analyse. Ähnlich zurückhaltend ist bisher die Reaktion in den Diskursen der deutschsprachigen wie auch internationalen historischen Kinderund Jugendliteraturforschung. Eine Verknüpfung von qualitativen, analytisch-interpretatorisch angelegten Verfahren mit digitalen Verfahren findet somit kaum statt. Der Workshop »BildWissen ↔ KinderBuch« setzt an diesem Desiderat an und möchte Vertreter*innen verschiedener Fachdisziplinen zu einem ersten Erfahrungsaustausch zusammenbringen. Exemplarisch stehen retrodigitalisierte Sammlungsbestände der historischen Sachliteratur für Kinder und Jugendliche des 19. Jahrhunderts und ihre grafische Dimension im Fokus.  Flyer

Projekt Distant Viewing

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news-15803 Mon, 26 Nov 2018 10:01:00 +0100 Universität Hildesheim gründet Zentrum für Digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/universitaet-22/ Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive. Die Universität Hildesheim hat am Donnerstag, 22. November 2018, das Zentrum für Digitalen Wandel gegründet. Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive.

Im Rahmen der Gründungsfeier sprachen Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich über „Digitalisierung an der Universität Hildesheim“ und Staatssekretär Stefan Muhle aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung über „Digitalisierung in Niedersachsen“.

„Der Digitale Wandel verändert unser Leben in einer Weise, wie es ähnlich die Erfindung des Buchdrucks und die Industrielle Revolution getan haben. Die Universität Hildesheim hat sich darauf verständigt, die Digitalisierung als eines von vier Leithemen – neben Bildung, Kultur und Diversität – in ihre Entwicklungsplanung aufzunehmen“, sagt Universitätspräsident Friedrich. Das Zentrum ist das Ergebnis eines bottom-up-Prozesses von engagierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die seit Jahren den digitalen Wandel erforschen – von der Informatik über die Politikwissenschaft bis zur Computerlinguistik. Sie bringen diese Kompetenzen im Zentrum zusammen, sagte Friedrich.

„Im Namen der niedersächsischen Landesregierung gratuliere ich Ihnen zur Gründung des Zentrums für Digitalen Wandel. Mit viel Offenheit gehen Sie an das Thema heran. Die Universität Hildesheim hat zum Beispiel in der Informatikausbildung mit dem Master of Science 'Data Analytics' bereits heute einen Magneten. In der Politikwissenschaft beschäftigt sich das Team um Professorin Marianne Kneuer seit Jahren mit dem Thema 'Demokratie und Internet'. In der digitalen Demokratie könnten wir in Niedersachsen vorangehen und ja zum ersten Bundesland werden, in dem wir digital wählen. Frau Kneuer, darüber sollten wir sprechen. Von diesem Gründungstag des Zentrums für Digitalen Wandel geht ein mutiges Signal aus. Sie sagen nicht: Man müsste mal. Sondern: Sie machen! Ich will Sie nach Kräften unterstützen“, sagte Staatssekretär Stefan Muhle.

Anschließend stellte der Gründungsvorstand – der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt, der Computerlinguist Professor Ulrich Heid und die Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer – das neue Zentrum vor. Als Zentrum wollen wir erklären und aufklären, so dass weder überzogener Alarmismus noch Hype unsere Debatten über den digitalen Wandel prägen, so Professorin Marianne Kneuer. 

Zahlreiche Forscher und Forscherinnen haben sich für Hildesheim als Arbeitsort entschieden und teilen hier ihr Wissen, damit sich die Gesellschaft in der digitalen Zukunft und Gegenwart zurechtfindet. Der Computerlinguist Professor Ulrich Heid etwa erhielt Rufe an mehrere Universitäten und hat sich für Hildesheim entschieden.

Die Schriftstellerin Kathrin Passig hielt den Festvortrag „Trial und sehr viel Error: Netzgemeinschaften als Politiklabor“. Über die Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung debattierten der Bibliothekar Ewald Brahms, der Literaturwissenschaftler Guido Graf, der Informatiker Professor Lars Schmidt-Thieme, die Informationswissenschaftlerin Professorin Christa Womser-Hacker und die Sozialpädagogin Professorin Inga Truschkat. Steffen Gurr, Redaktionsleiter von NDR online, moderierte die Diskussion.

Im Zentrum versammeln sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen – von Computerlinguistik, Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft über Unterrichtsforschung und Medienkulturwissenschaft bis Informatik, Softwareentwicklung und maschinellem Lernen.

Die inhaltliche Debatte wurde während einer öffentlichen Fachtagung am Freitag, 23. November 2018,  fortgeführt. Studentinnen und Studenten aller Fachbereiche, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus regionalen Unternehmen erhielten die Chance, sich über spannende aktuelle Fragestellungen zum Digitalen Wandel vor Ort zu informieren. Die Universität Hildesheim freut sich über den Austausch mit dem lokalen Umfeld aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und möchte diesen fortführen.

Themen der Workshops sind unter anderem:

  • Zukunftsperspektiven für die Digitale Wirtschaft (Adaptive Systeme und Datenschutz, Smart Systems, Produkt-Innovation)

  • Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter

  • Politikforschung mit digitalen Kommunikationsdaten

  • Digitalisierung an Schulen

  • Wieviel Digitalisierung braucht der Mensch?

  • Kulturrezensionen im Digitalen Wandel

  • Digitale Daten in Geographie und Umweltwissenschaften

  • Arbeiten und Lernen 4.0

  • Virtual Reality Games made in Hildesheim: Auf einer 3x3m-Spielfläche können Sie mit einer Virtual-Reality-Brille erfahren, wie man sich in der virtuellen Welt grenzenlos bewegen kann.

Programm der Gründungsfeier und Tagung

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news-15746 Sat, 10 Nov 2018 19:33:00 +0100 Wettstreit der Wissenschaften: Sportwissenschaftler Sebastian Gehlert gewinnt „Science Slam" https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wettstreit-der-wissenschaften-sportwissenschaftler-sebastian-gehlert-gewinnt-science-slam/ Der Sportwissenschaftler Sebastian Gehlert, der Kulturjournalist Guido Graf, der Informationswissenschaftler Thomas Mandl und der Mathematiker Boris Girnat traten im „Science Slam“ gegeneinander an und überzeugten mit informativen und kreativen Vorträgen. Die Universität Hildesheim lädt einmal im Jahr zu einem Wettstreit der Wissenschaften ein. Auf der Bühne des „Science Slam“ gaben im November 2018 vier Wissenschaftler aus den Fachdisziplinen Sportwissenschaftl, Kulturjournalismus, Informationswissenschaft und Mathematik Einblicke in ihre Forschung. gelang es den Hildesheimer Forschern, ihre wissenschaftlichen Forschungsfragen, an denen sie arbeiten, einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Prof. Dr. Sebastian Gehlert (Sportwissenschaft), Senior Researcher Dr. Guido Graf (Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus), Prof. Dr. Thomas Mandl (Informationswissenschaft und Sprachtechnologie) sowie Prof. Dr. Boris Girnat (Mathematikdidaktik) sprachen im voll besetzten Audimax über ihre Wissenschaftsdisziplinen, dabei kamen neben Worten auch Requisiten und Experimente zum Einsatz. In jeweils 15 Minuten hatten die Kandidaten Zeit, ihre wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte praxisnah und unterhaltsam zu vermitteln.

Warum er am Science Slam mitwirkt, begründet der Literaturwissenschaftler Guido Graf: „Weil Vermittlung wichtig ist.“ Er sprach über die Digitalisierung. „Wir müssen hinter die Eingabemasken (nicht nur) der digitalen Welt schauen, um zu verstehen, wie sie unsere alltägliche kulturelle Praxis bestimmen“, so Graf. Die Vermittlung von Fachwissen in Kürze sei eine Herausforderung und werde immer wichtiger, sagt Professor Thomas Mandl. „Und es macht Spass, die Botschaft auch mal zu verkürzen und zuzuspitzen.“ Die Kernbotschaft des Informationswissenschaftlers war an diesem Abend: „Information wird gebraucht, aber auch missbraucht, verfälscht, verknappt und manipuliert. Je schneller die Digitalisierung voranschreitet, desto mehr muss diese dunkle Seite der Information und ihrer Nutzung in den Fokus rücken. Die Informationswissenschaft liefert dafür Theorien und Lösungsansätze.“

Das Publikum entschied am Ende des Abends durch die Lautstärke des Applauses über den Sieg und kürte den Sportwissenschaftler Sebastian Gehlert. Er konnte mit seiner kurzen Geschichte über die Biowissenschaften des Sports überzeugen. Dabei beantwortete er die Frage, warum man nicht gleichzeitig ein sehr guter Ausdauer-, Kraft- und Schnellkraftsportler sein kann. Professor Gehlerts Forschungen zeigen, wie die zelluläre Kommunikation nach Kraft- und Ausdauertraining im Skelettmuskel sich gegenseitig behindern kann.

Der Sportwissenschaftler forscht am Institut für Sportwissenschaft der Universität Hildesheim. Gehlert untersucht zum Beispiel die muskuläre Anpassung im Kraft-und Ausdauertraining, die Regulation molekularer Signalwege im Skelettmuskel und befasst sich mit Training und Ernährung im Leistungssport sowie mit molekularen und zellulären Aspekten biologischer Trainingsanpassung.

Vizepräsident Professor Martin Schreiner dankte den Hildesheimer Forschern für ihre allgemeinverständlichen sowie unterhaltsamen Beiträge im „wissenschaftlichen Kurzvortragsturnier“. Der „Science Slam“ wurde von Dörthe Buchhester moderiert, musikalisch von  Lars Störmer begleitet und vom Team um Markus Langer und Jan Baumhöfener organisiert.

Der nächste „Science Slam“ findet im November 2019 statt. Wer Fragen zum Science Slam hat, erreicht Markus Langer unter langerma@uni-hildesheim.de.

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news-15747 Fri, 09 Nov 2018 08:37:42 +0100 Erst Doktorandin in Hildesheim, heute Professorin in Köln https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/erst-doktorandin-in-hildesheim-heute-professorin-in-koeln/ Karolina Suchowolec hat ihre Doktorarbeit „Sprachlenkung – Aspekte einer übergreifenden Theorie“ am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim mit summa cum laude abgeschlossen. Nur 15 Monate später wurde sie auf eine Professur berufen. „Eine sehr selbstständige und ungewöhnlich umfassende Forschungsarbeit“, sagt Suchowolec‘ Doktorvater Professor Klaus Schubert über die wissenschaftliche Leistung der jungen Forscherin. Während der Promotionsfeier der Universität Hildesheim wurde in dieser Woche Karolina Suchowolec ihre Promotionsurkunde überreicht. Die Sprachwissenschaftlerin ist einer der 70 Doktorandinnen und Doktoranden, die ihre Promotion zwischen 2016 bis 2018 an der Universität Hildesheim erfolgreich abgeschlossen haben.

Während der Promotionsfeier, die in diesem Jahr das Team um Dekan Professor Martin Sauerwein vom Fachbereich „Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik“ ausrichtete, wurden Dr. Josif Grabocka aus der Arbeitsgruppe Maschinelles Lernen von Professor Lars Schmidt-Thieme und Dr. Martin Kreh aus der Arbeitsgruppe „Algebra und Zahlentheorie“ von Professor Jürgen Sander für herausragende wissenschaftliche Arbeiten geehrt.

Vor zwanzig Jahren lag die durchschnittliche Promotionsbilanz bei unter 10 im Jahr – heute bei rund 40. Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich gratuliert allen Promovendinnen und Promovenden und dankt den Professorinnen und Professoren, die die wissenschaftlichen Arbeiten mit viel Mühe und Engagement begleitet haben. Dies sei Ausdruck für die „gewissenhafte Arbeit, die wir als Universität leisten“. „Pflegen und nutzen Sie die Kraft der Vielfalt und tragen Sie Ihren Doktortitel mit Bescheidenheit und Respekt“, so der Appell des Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Uwe Thomas.

Forschungsthemen der Doktorandinnen und Doktoranden sind zum Beispiel:

  • „Moderne Kunst in Taiwan. Diskursanalysen zum taiwanesischen Selbstverständnis im Globalisierungsprozess der Kunstwelt seit 1950“, Dr. Lisa Bauer-Zhao, betreut von Prof. Dr. Rolf Elberfeld, Philosophie

  • „Untersuchung zur Vermeidung der Blaulichtanteile bei der Hintergrundbeleuchtung von Displays unter Einsatz von LED-Clustern mit steuerbarem Farbspektrum“, Dr. Nils Habich, betreut von Prof. Dr. Jürgen Böhmer, Technik

  • „Die Mengenlehre im Anfangsunterricht – historische Darstellung einer gescheiterten Unterrichtsreform in der Bundesrepublik Deutschland“, Dr. Tanja Hamann, betreut von Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme

  • „Sozialer Einfluss und therapeutische Wirkmechanismen bei depressiven Störungen“, Dr. Christina Charlotte Hofheinz, betreut von Prof. Dr. Renate Soellner, Psychologie

  • „Analyse contrastive des verbes dans des corpus médicaux et création d’une ressource verbale de simplification de textes“, Dr. Ornella Wandji Tchami, betreut von Prof. Dr. Ulrich Heid, Informationswissenschaft und Sprachtechnologie

Interview mit der Sprachwissenschaftlerin Karolina Suchowolec

Im Interview spricht Karolina Suchowolec über das wissenschaftliche Arbeiten in Hildesheim und die Entstehung einer Doktorarbeit.

Frau Professorin Suchowolec, was untersuchen Sie in Ihrer Forschung?

Sprachen sind nicht statisch, sondern dynamisch und verändern sich mit der Zeit. In meiner Doktorarbeit „Sprachlenkung – Aspekte einer übergreifenden Theorie“ in Hildesheim habe ich untersucht, wie man den Sprachgebrauch von Menschen gezielt und systematisch verändern kann. Zwei Beispiele sind etwa die Rechtschreibreformen einer Standardsprache (wie die neuste deutsche Rechtschreibreform) oder auch Wortschatzstandardisierung für Gebrauchstexte wie Bedienungsanleitungen, damit ein „Ding“ immer mit dem gleichen Wort benannt wird.

Warum erfolgen solche Veränderungen in der Kommunikation?

Solche Maßnahmen sind ganz praktisch begründet und hängen oft, wenn auch nicht ausschließlich, mit dem Wunsch zusammen, die Kommunikation effizienter zu gestalten und zu optimieren. Bei der Wortschatzstandardisierung für technische Texte möchte man unter anderem erreichen, dass die Texte für den Endbenutzer aber auch für den Übersetzer leichter verständlich sind und dabei auch der Schreibprozess für die Textautoren und Textübersetzer einfacher und kostengünstiger ist.

Welche Forschungsfrage steht im Mittelpunkt Ihrer Doktorarbeit?

Speziell habe ich mich in der Doktorarbeit mit der Frage befasst, welche Empfehlungen es in der Forschung gibt, wie man die Durchführung solcher Maßnahmen unterstützen kann. Diese Empfehlungen habe ich in mehreren Gebieten der Linguistik identifiziert, sie dann zusammengetragen, systematisiert und in einer leicht zugänglichen Form dargestellt. Eine allgemeine Empfehlung ist zum Beispiel, dass die späteren Benutzer von Anfang an eine aktive Rolle in der Entwicklung der Maßnahme spielen und nicht erst am Ende des Prozesses mit Resultaten konfrontiert werden sollten.

Eine Erkenntnis, zu der Sie in Ihrer Hildesheimer Doktorarbeit kamen?

Auch wenn das Thema der Sprachlenkung in der Praxis ganz wichtig ist, so ist die Frage nach konkreten Praxisempfehlung in der Linguistik noch recht unsystematisch erforscht. Es gibt viele Teildisziplinen der Linguistik, die sich zwar punktuell mit einzelnen Problemen befassen, aber es gibt zwischen ihnen kaum Austausch. Es ist sinnvoll und möglich, die Empfehlungen aus allen diesen recht unterschiedlichen Teildisziplinen gemeinsam zu betrachten.
Das Hauptergebnis meiner Arbeit sind Ablaufdiagramme, die zeigen, welche Schritte bei der Umsetzung für möglich gehalten werden. Diese Diagramme sind sowohl für Projekte in der Praxis interessant, weil man daraus einfach ablesen kann, was man konkret tun kann und welche Möglichkeit man bis jetzt vielleicht nicht berücksichtig hat. Sie können also als eine Entscheidungshilfe bei der Planung und Umsetzung von Projekten dienen. Aber auch für die Wissenschaft sind sie interessant, weil sie die Formulierung von Forschungshypothesen für empirische Untersuchungen unterstützen.

Warum ist Ihre Forschung keine Zeitverschwendung – warum ist es wichtig, im Bereich der Fachkommunikation zu forschen?

Das Hauptergebnis meiner Arbeit hat eine ganz praktische Anwendung. Aber auch in der angewandten Wissenschaft ist es wichtig, dass man sich einem praktischen Problem systematisch und mit nachvollziehbaren und überprüfbaren Methoden nähert. Zudem ist der Austausch über die Forschungsergebnisse wichtig. Diesen Punkten habe ich mich in meiner Doktorarbeit explizit gewidmet.

Wie viel Zeit haben Sie in Ihre Doktorarbeit investiert?

Ich habe an meinem Promotionsprojekt insgesamt sechseinhalb Jahre gearbeitet, davon habe ich die ersten drei Jahre bei einem Maschinenbauunternehmen in Würzburg verbracht, wo ich ganz praktisch einen standardisierten Wortschatz für die Technische Dokumentation von Druckmaschinen (Betriebsanleitungen) aufgebaut und eingeführt habe. In dieser Zeit habe ich zwar keine „Daten“ für  meine Doktorarbeit gesammelt, da es sich um keine empirische Arbeit im klassischen Sinne handelte, aber die Praxiserfahrungen und Beobachtungen haben mir insgesamt in meinem Promotionsprojekt geholfen. In dieser Zeit habe ich auch viel gelesen, zu linguistischen Themen aber auch darüber hinaus, was dann eine Grundlage für die Doktorarbeit legte. Nach diesen drei Jahren als externe Doktorandin wechselte ich nach Hildesheim und arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft bei Professor Dr. Klaus Schubert. Durch eine stärkere Anbindung an den universitären Betrieb konnte ich mich der Doktorarbeit fokussierter widmen. Ich habe in dieser Zeit mit dem Aufschreiben von Ideen begonnen, was in meinem Fall ein wichtiger Schritt war, weil die Arbeit eher theoretisch ist; durch das Aufschreiben entstanden neue Erkenntnisse und die Arbeit kristallisierte sich immer mehr heraus. Ich stellte kleine Ausschnitte oder Problemfälle aus meiner Arbeit immer wieder auf wissenschaftlichen Konferenzen und Workshops vor, was auch wichtig für das Fortschreiten der Arbeit war. So konnte ich auch die Analysemethode konkretisieren und verfeinern.

Welche Verantwortung tragen Sie als Forscherin?

Vor allem bei qualitativen Arbeiten stellen Nachvollziehbarkeit und Transparenz eine Herausforderung, weil man die Erkenntnisse auf eine intersubjektive Grundlage stellen muss. Deswegen war mir der Einsatz einer klar definierten Analysemethode und eine kleinschnittige Dokumentation der Zwischenschritte und -ergebnisse besonders wichtig.

Nun sind Sie fertig mit Ihrer Promotion an der Universität in Hildesheim und tragen den Doktortitel – werden Sie etwas vermissen?

Die Bibliothek in Hildesheim bietet eine sehr gute Arbeitsatmosphäre und dort arbeiten sehr freundliche und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Welcher Karriereschritt folgt nach der Doktorarbeit?

Natürlich lässt sich die wissenschaftliche Karriere nur bis zu einem gewissen Grad planen und die berufliche Unsicherheit ist in der Wissenschaft schon recht groß. Aber ich habe nach der Promotion eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim erhalten. Und 2018 folgte die Berufung auf die Professur für Terminologie und mehrsprachige Fachkommunikation in Köln. Dort befasse ich mich mit mit dem Fachwortschatz, u.a. aus Standardisierungsperspektive, sowie mit Prozessen, die bei der Kommunikation über fachliche Inhalte stattfinden. Die Berufung auf eine Professur kurz nach der Promotion war dank meiner einschlägigen außeruniversitäten Berufserfahrung möglich.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Zur Person: Prof. Dr. Karolina Suchowolec

Karolina Suchowolec, geboren in Bialystok in Polen, forscht und lehrt seit 2018 an der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der TH Köln. Die 33-Jährige ist Expertin für Terminologie und mehrsprachige Fachkommunikation.

Die Sprachwissenschaftlerin hat zum Thema „Sprachlenkung – Aspekte einer übergreifenden Theorie“ bei Prof. Dr. Klaus Schubert am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim promoviert. Direkt nach ihrer Promotion 2016 ging die Wissenschaftlerin nach Mannheim an das renommierte Institut für Deutsche Sprache in Mannheim und wurde 2018 auf die Professur in Köln berufen. „Karolina Suchowolec bringt eine für die Berufschancen sehr günstige Kombination aus industrieller Praxiserfahrung und wissenschaftlichem Forscherdrang mit“, sagt ihr Doktorvater Professor Klaus Schubert.

Suchowolec studierte zuvor Angewandte Linguistik und Deutsch als Fremdsprache an der TU Dresden und an der Ohio State University in den USA sowie Mathematik und Informatik an der Fernuniversität Hagen.

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Fachbereich 3 Fachbereich 2 Fachbereich 1 Pressemeldungen Fachbereich 4 Maschinelles Lernen Mathematik & Angewandte Informatik Psychologie Philosophie Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Startseite Forschung
news-15646 Mon, 08 Oct 2018 14:05:50 +0200 Doktorandenworkshop 2018 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/doktorandenw/ Am 17.10.2018 findet am Bühler-Campus der Doktorandenworkshop des IwiSt statt. Der jährliche Doktorandenworkshop des IwiSt, bei dem sich PromotionskanditInnen, interne wie externe ProfessorInnen sowie PostDocs über die laufenden Promotionsvorhaben am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (IwiSt) austauschen, findet in diesem Jahr am 17.10.2018 auf dem Bühler-Campus statt.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-15236 Mon, 10 Sep 2018 10:13:00 +0200 Jetzt bewerben bis zum 21. September – Bachelorstudienplatz an der Universität Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/jetzt-bewerben-bis-zum-21-september-bachelorstudienplatz-an-der-universitaet-hildesheim/ Übersetzen, Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement, Lehramt – eine Bewerbung um einen Studienplatz ist noch möglich. Hier finden Sie Informationen zu den Bachelorstudiengängen an der Universität Hildesheim. Das Studium beginnt im Oktober 2018. Achtung: Bewerbungsfrist verlängert bis zum 21.9.2018. Bewerben Sie sich um einen Bachelorstudienplatz: „Erziehungswissenschaft“ | „Internationale Kommunikation und Übersetzen“ | „Internationales Informationsmanagement“ | „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ | „Wirtschaftsinformatik“ | „Angewandte Informatik“ | Freie Studienplätze im Losverfahren für den Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption 

An der Universität Hildesheim ist eine Bewerbung für die folgenden Bachelorstudiengänge noch möglich. Details zu den Studiengängen erhalten Studieninteressierte auf der Webseite der Universität [hier geht's direkt zur Online-Bewerbung]. „Hildesheim ist keine Massenuniversität, stattdessen ist das Studium geprägt von viel Interaktion, Austausch und Diskurs“, sagt der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt.

Bis zum 21.9.2018 können sich Studieninteressierte für diese Bachelorstudiengänge bewerben:

  • „Erziehungswissenschaft“ | Bachelor of Arts

    Der Bachelorstudiengang richtet sich an Studentinnen und Studenten, die sich für die Erziehung, Bildung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen interessieren. Die Studierenden befassen sich zum Beispiel mit der Frage, wie pädagogische Maßnahmen entwickelt oder pädagogisches Personal unterstützt werden kann. Das Studium der Erziehungswissenschaft greift aktuelle internationale Entwicklungen im Bildungssektor auf. Ein Schwerpunkt ist der Bereich „Diversity Education“. Die freie Wahl eines Nebenfaches ermöglicht Studierenden eine individuelle Profilbildung.

  • „Internationale Kommunikation und Übersetzen“ | Bachelor of Arts

    Der Bachelorstudiengang ist für Studentinnen und Studenten interessant, die ein Interesse an Sprachen, Texten und verschiedenen Kulturen haben, aber auch an neuen Technologien und Medien interessiert sind. In Hildesheim erlernen sie die Grundlagen des professionellen Übersetzens, ob Filme, Literatur oder technische Benutzerhandbücher. Zum Studium gehört ein Auslandsaufenthalt. Die Universität kooperiert mit Partnerhochschulen in Spanien, Frankreich, Irland, Finnland, Belgien, in der Türkei, Indien und Mexiko.
  • „Internationales Informationsmanagement“ | Bachelor of Arts

    Studentinnen und Studenten können in diesem Bachelorstudiengang ihr Interesse an Sprachen und modernen Informations- und Kommunikationstechnologien verknüpfen. Beruflich stehen internationale Wege offen, die Studierenden bereiten sich auf eine Karriere in internationalen Unternehmen oder zum Beispiel im Wissensmanagement vor.

Bis zum 21.09.2018 können sich Studieninteressierte für diese IT-Bachelorstudiengänge bewerben:

Die Informatik-Studienprogramme der Universität Hildesheim verbinden Theorie mit Praxis. Absolventenbefragungen zeigen regelmäßig, dass Studierende dieser Studiengänge sehr gute Berufschancen besitzen. Ein Wirtschaftspraktikum ist in jedem der Studiengänge fester Bestandteil. Der „Arbeitskreis IT“ unterstützt die Studentinnen und Studenten bei der Kontaktaufnahme zu Unternehmen in der Region.

  • „Angewandte Informatik“ | Bachelor of Science

    Die Studentinnen und Studenten lernen, wie man große Informationsmengen managt, höchst performante Algorithmen umsetzt und Software wartungsfreundlich gestaltet. Absolventinnen und Absolventen beherrschen moderne Technologien der Softwareentwicklung und sind Spezialisten der Softwareentwicklung. Wer technische Aspekte von Softwareprodukten im Detail verstehen und gestalten möchte, wählt diesen Studiengang.
  • „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ | Bachelor of Science

    Das Auffinden relevanter Informationen stellt heute eine Kernherausforderung in vielen Berufen dar. Absolventen werden auf diese Herausforderung optimal vorbereitet, indem dieser Studiengang Inhalte der Informatik und der Informationswissenschaft verknüpft. Darüber hinaus werden den Studierenden viele Freiräume gelassen, um aus einem breiten Studienangebot auf die eigenen Interessen zugeschnittene Studienprogramme zusammenzustellen.
  • „Wirtschaftsinformatik“ | Bachelor of Science

    Die Wirtschaftsinformatik betont die Anwendungsperspektive von Informationssystemen. Absolventinnen und Absolventen können Unternehmensprozesse mit IT kontinuierlich verbessern bzw. gänzlich neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Sie verstehen sowohl die Möglichkeiten der IT als auch die Bedarfe in der Wirtschaft, um betriebliche Anwendungssysteme erfolgreich auswählen, anpassen, betreiben und neu entwickeln zu können. Der Studienverlaufsplan orientiert sich an bundesweit gültigen Rahmenempfehlungen.

Freie Studienplätze im Losverfahren!

  • Da nach Durchführung des Auswahlverfahrens Studienplätze im Polyvalenten Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption in bestimmten Fächerkombinationen unbesetzt geblieben sind, besteht die Möglichkeit, sich noch für ein Losverfahren anzumelden. Eine Anmeldung zum Losverfahren ist noch bis zum 21.09.2018 (Ausschlussfrist!) möglich. [hier geht es zum Losverfahren]

Kultur studieren: Bewerbung um einen Studienplatz

  • „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ | Bachelor of Arts

    Von Medien, Musik und Philosophie bis Theater, Literatur und Bildende Kunst: Im Bachelor-Studiengang „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ der Universität Hildesheim kombinieren Studierende Theorie und Praxis. Der Studiengang ist der älteste dieser Art in Deutschland. Es sind noch Studienplätze frei, ein Studienbeginn ist zum Wintersemester 2018/19 möglich. Die Anmeldefrist endet am 10. September 2018. [Hier finden Sie Informationen zur Anmeldung für die kulturwissenschaftliche Eignungsprüfung]
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Pressemeldungen Studierendenportal Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Informatik Mathematik & Angewandte Informatik SSE Maschinelles Lernen IIS ESS Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-14841 Mon, 28 May 2018 07:38:00 +0200 Grundlagenforschung: Kommentieren im digitalen Raum https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/grundlagenforschung-kommentieren-im-digitalen-raum/ Ein Hildesheimer Forschungsverbund untersucht, wie sich das Lesen im digitalen Raum verändert. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt „Rez@Kultur“ über drei Jahre. Acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Computerlinguistik, Kulturjournalismus, Wirtschafts- informatik und Kulturpolitik analysieren zum Beispiel Lesevorgänge und Online-Gespräche über Werke der Kunst und Literatur.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim befassen sich mit der Frage, wie sich das Lesen und Kommentieren im digitalen Raum verändert und sich auf kulturelle Bildungsprozesse auswirkt. Die acht Forscherinnen und Forscher kommen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen – von Computerlinguistik über Kulturjournalismus und Kulturpolitik bis Wirtschaftsinformatik. Das Bundesforschungsministerium fördert den interdisziplinären  Forschungsverbund „Rez@Kultur“ über drei Jahre.

Mit Lesen verbundene soziokulturelle Praktiken in digitalen Netzwerken sind bisher kaum national oder international erforscht. Bisher wurde kaum methodisch fundiert und grundlegend die Frage beantwortet, in welcher Form sich kulturelle Bildungsprozesse im Kontext von Digitalisierung konkret verändern, da die empirische Datenbasis fehlt, um wissenschaftlich abgesichert zu Hypothesen zu gelangen.

Welche wirtschaftliche Bedeutung den Kundenrezensionen etwa im Online-Handel zukommt, wurde bereits erforscht – die digitalen Bildungswirkungen von Gesprächen über Literatur und Kunst wurden bisher nicht analysiert.

Lesen und kommentieren im digitalen Raum – bisher kaum international erforscht

Das Hildesheimer Forschungsteam um Guido Graf, Ulrich Heid, Ralf Knackstedt und Vanessa Reinwand-Weiss baut bis 2020 die empirische Grundlagenforschung aus und wendet dabei Methoden aus dem Bereich „Big Data“ an: Mit computerlinguistischen Werkzeugen werten die Forscherinnen und Forscher große Datenbestände aus und analysieren Textmengen, die auf blogs und Online-Portalen (etwa in Kundenrezensionen) im Netz erzeugt werden. Der Fokus liegt auf deutschsprachigen Rezensionen zu Kunst und Literatur.

Wie sieht etwa die Diskussion auf den Internetseiten von Büchershops aus, was hat sich seit 2000 bis heute verändert? Welche Einflüsse haben die digitalen Technologien darauf, wie wir über Texte und Fotografien sprechen? Was bedeutet dies für individuelle Bildungsprozesse? Wie verlaufen Diskussionsprozesse über Literatur im „Social Reading“ – also auf Plattformen, auf denen sich Leseinteressierte treffen, Bücher bis hin  zu einzelnen Textstellen und Sätzen kommentieren und so darüber online ins Gespräch kommen? Seit April 2018 erprobt die Universität Hildesheim das „Social Reading“ in der Lehre, als erste Hochschule in der deutschen Wissenschaftslandschaft.

Digitale Geisteswissenschaften: Forschungsverbund analysiert große Datenbetände und Textmengen

„Immer wieder gerade dann, wenn es um das Lesen geht, hat jede und jeder eine Meinung dazu, wie sich die Digitalisierung darauf auswirkt, ohne eigentlich mehr als die subjektive Wahrnehmung für diese Beurteilung zur Verfügung zu haben. Wir dagegen nähern uns der Frage empirisch und analysieren Lesevorgänge und das Online-Gespräch über literarische Texte und andere künstlerische Gegenstände mit computerlinguistischen und Datenauswertungs-Methoden. Wir möchten Antworten formulieren auf die Frage, wie sich die Digitalisierung auf unsere kulturelle Kommunikation auswirkt, auf die Herausbildung kritischer Kompetenz – kurz: auf die kulturelle Bildung“, sagt Guido Graf. Der promovierte Literaturwissenschaftler leitet das Forschungsprojekt.

In den ersten Monaten haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem an der Modellierung der Daten gearbeitet. Dazu gehört die Auswahl der Online-Plattformen aus den Bereichen Kunst und Literatur, die nun mittels Massendatenerhebung untersucht werden. „Wir erarbeiten fein abgestimmte Cluster, also Filter, mit denen diese Massendaten untersucht werden“, sagt Graf.

Die Chance in dem Projekt liegt auch in der Kombination der Forschungsdisziplinen – von Kulturwissenschaft bis Informatik arbeiten die Wissesnchaftlerinnen und Wissenschaftler von Anfang an zusammen. „Da treffen Welten aufeinander“, sagt die Wirtschaftsinformatikerin Kristin Kutzner. „Wir können als Informatikerinnen und Informatiker die kreativen Industrien und Bildungsprozesse mit einen anderen Brille analysieren. Wir helfen dabei, Daten aus Plattformen zu ziehen, mit Informationssystemen zu arbeiten sowie die Prozesse in der Datenflut zu organisieren.“

Die Literaturwissenschaftlerin Kristina Petzold interessiert sich besonders für die Frage, wo das Professionelle in der digitalen Welt verortet ist. „Heute kann jeder Laie Rezensionen veröffentlichen.“ In den vergangenen Jahren sind im Internet verschiedene Protale entstanden, die nicht nur literarische Texte und Werke der Bildenden Kunst verfügbar machen, so dass sie gelesen oder angeschaut werden können. Vielmehr ist heute auch deren Kommentierung und Bewertung sowie Weiterentwicklung (Co-Creation) möglich. Wie bilden sich auf diesen Plattformen kritische Diskurse aus? Wie unterscheiden sie sich von traditioneller Literaturkritik? Kristina Petzold weist darauf hin, dass mit dem World Wide Web neue Wertungsstrukturen entstanden seien, jenseits der Autoritätsansprüche, wie sie etwa im 20. Jahrhundert das Zeitungsfeuilleton etabliert hat. Die Froscher sprechen von einer „Deprofessionalisierung von Kritik“, der kritische Diskurs stützt sich nicht mehr allein auf Gatekeeper und Meinungsführer.

Wie kann im digitalen Raum eine kritische Praxis und Diskursfähigkeit aufgebaut werden?

Guido Graf möchte in dem Forschungsprojekt herausfinden, wie im digitalen Raum eine kritische Praxis und Diskursfähigkeit aufgebaut werden kann. Denn, so die These: Nur wer eine kritische Beurteilungskompetenz für kulturelle Artefakte – ob Bücher oder Fotografie – herausbildet, kann am Bildungsprozess teilhaben.

Das Hildesheimer Forschungsprojekt „Rez@Kultur. Digitalisierung kultureller Rezensionsprozesse: Eine multimethodische empirische Analyse“ läuft von 2017 bis 2020 im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitalisierung in der kulturellen Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Mehr über das Forschungsprojekt Rez@Kultur

Kurz erklärt

Wer im Forschungsprojekt „Rez@Kultur“ zusammenarbeitet

Seit 2017 läuft das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Drittmittelprojekt. Um die „Digitalisierung kultureller Rezensionsprozesse“ zu erforschen, haben sich vier Institute der Universität Hildesheim zu einem Forschungsverbund zusammengeschlossen:

  • Institut für literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft (Dr. Guido Graf, Projektleitung)
  • Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (Prof. Dr. Ulrich Heid)
  • Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Ralf Knackstedt)
  • Institut für Kulturpolitik (Prof. Dr. Vanessa Reinwand-Weiss)

Das Institut für literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft hat seit 2009 praktische Forschungsarbeiten zu neuen Formen literarischer Kommunikation im digitalen Raum durchgeführt. Untersucht wurde auf Tagungen und in „Social Reading“-Projekten, wie sich die zunehmende Bedeutung des mobilen Internets auf die Praxis des Lesenes, Kommentierens und Diskutierens auswirkt und der Einfluss der Digitalisierung auf den Literaturbetrieb untersucht.

Das Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie hat sich spezialisiert auf die Entwicklung computerlinguistischer Werkzeuge zur Analyse von deutschen und englischen Texten. Im vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt „e-Identity“ wurden Verfahren zur computerlinguistischen Erschließung größerer Textmengen aus elektronischen  Zeitungsarchiven  entwickelt. Auch Verfahren zur Identifikation von Berichts- und Kommentarstrukturen entstanden.

Das Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik hat im vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt „InDeKo.Navi“ die Kommunikation zu Forschungsprojekten analysiert, um Chancen der Zusammenarbeit von Forschungsgruppen gezielt aufzeigen zu können. Die Wirtschaftsinformatiker haben sich spezialisiert auf die Modellierung von  Prozessen.

Ein zentraler Forschungsschwerpunkt am Hildesheimer Institut für Kulturpolitik ist die kulturelle Bildung. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchs- wissenschaftler untersuchen im bundesweiten Netzwerk „Forschung Kulturelle Bildung“, wie Kinder und Jugendliche mit Kunst und Kultur aufwachsen und welche Strukturen geschaffen werden, um Teilhabe an Kultur zu ermöglichen.

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121 883 90100, presse@uni-hildesheim.de)

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Fachbereich 2 Kulturpolitik Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Fachbereich 4 Startseite Forschung
news-14339 Fri, 04 May 2018 12:00:00 +0200 Tagung - Förderung von Informationskompetenz in (hoch)schulbezogenen Lernkontexten https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/tagung-foer/ Aspekte des Nutzerverhaltens und technisch-strukturelle Faktoren von Informationsmärkten Wo? Bühlercampus, Raum L 066 (Lübecker Str. 3, 31141 Hildesheim)

Thema: Förderung von Informationskompetenz in (hoch)schulbezogenen Lernkontexten: Aspekte des Nutzerverhaltens und technisch-strukturelle Faktoren von Informationsmärkten

Info: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich 

Programm
11:30 Uhr – Ankunft der Teilnehmer/innen, kleiner Imbiss
12:00 Uhr –  Begrüßung und Vorstellung
12:30 Uhr –  Anne-Kathrin Mayer: Vom "Wollen" und "Können" in fachbezogenen Informationswelten: Psychologische Perspektiven auf die Förderung von Informationskompetenzen.
13:30 – 14:45 Uhr  – Session 1: Verhaltensbezogene Grenzen und motivationale Aspekte informationskompetenten Verhaltens
15:15 – 16:30 Uhr  – Session 2: Kompetenzbedarfe von Lehrern und Wege der Vermittlung von fachbezogener Informationskompetenz an Lehrkräfte und Schüler
16:45 – 18.00 Uhr –  Session 3: Suchverhalten und die Grenzen von Suchdiensten
18:00 – 18:15 Uhr –  Reflexion des Workshop-Ergebnisses und Verabschiedung
19:00 Uhr  – Gemeinsames Abendessen

Veranstalter:
Stiftung Universität Hildesheim:
Institut für Informationswissenschaft & Sprachtechnologie, Prof. Dr. Joachim Griesbaum
Institut für deutsche Sprache und Literatur, Prof. Dr. Elke Montanari
HAW Hamburg: Department Information, Prof. Dr. Dirk Lewandowski

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Veranstaltungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Deutsche Sprache
news-14552 Wed, 11 Apr 2018 18:15:00 +0200 Einladung zur hochschulöffentlichen Antrittsvorlesung von Dr. Marco Schilk im Rahmen des Habilitationsverfahrens https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/einladung-zu-22/ Thema: „Frequent Multiword Expressions – sind Mehrworteinheiten Bausteine des Sprechens und Verstehens?" Einladung zur hochschulöffentlichen Antrittsvorlesung im Rahmen der Habilitation von Dr. Marco Schilk

Wo? Bühlercampus, Altbau, Raum L 047 (Lübecker Str. 3, 31141 Hildesheim)

Thema: Frequent Multiword Expressions – sind Mehrworteinheiten Bausteine des Sprechens und Verstehens?

 

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Veranstaltungen Universität Hildesheim BA PKM MA PKI Antrittsvorlesungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-12742 Wed, 14 Feb 2018 09:11:38 +0100 5th Hildesheim-Göttingen Workshop: Computerlinguistik und Digital Humanities https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/5th-hildeshe/ Der fünfte Hildesheim-Göttingen Workshop zum Themenbereich Computerlinguistik und Sprachtechnologie wird am Mittwoch 14.2. und Donnerstag 15.2. in Göttingen, Heyne Haus (Papendiek 16) stattfinden. Interessierte sind herzlich willkommen! Bitte beachten Sie: der Workshop findet in englischer Sprache statt.

Programm

Wednesday, 14.2.2018

14:00 - 14:15 Welcome

14:30 - 15:00 Daniele Panizza (GÖ): A Minimalist Parser

15:00-15:30 Fritz Kliche / Kristin Kutzner / David Lindemann (HI): Overlaps between Lexicography and Digital Humanities: How do authors classify their work explicitly or implicitly?

15:30-16:00 Coffee

16:00-16:30 Christiane Klaes / David Lindemann (HI): Collaborative creation of a structured bibliography of Digital Humanities

16:30-17:00 Jörg Wettlaufer (GÖ): Do we need an open source personal digital library (PDL) tool? Some thoughts about linking reference managers and full text retrieval tools.

17:00-17:30 Closing

18:00-20:00 Dinner on individual basis at the “Kartoffelhaus”, Goethe-Allee 8, Göttingen (2 min. from Heyne-Haus)

 

Thursday 15.2.2018

10:15-10:45 Tim Griebel (Lancaster): Critical digital methods and the study of austerity

10:45-11:15 Wolf J. Schünemann (HI): Using DH methods for the study of political online communication

11:15-11:45 Coffee

11:45-12:15 Alexander Zeckey (GÖ): 3D Shape Analysis: Contributions to Automated Object Mining

12:15-12:45 Sami Diaf (HI): Gauging the Mood of an Author: A Text Mining Approach Using Hidden Markov Models

12:45-13:30 Closing & Lunch

 

The workshop takes place in Seminarraum 1 of the Heyne Haus (Papendiek 16) in Göttingen, which is a 5-10 minute walk from the train station.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-1773 Thu, 28 Dec 2017 11:22:00 +0100 Digitale Lebenswelten: Manipulation und Deutungskampf in digitalen Medien https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-lebenswelten-manipulation-und-deutungskampf-in-digitalen-medien/ Was sind sprachliche Indizien dafür, das Desinformation stattfindet? Darum geht es in der Vortragsreihe „Fake News, Bots und Propaganda? Manipulation und Deutungskampf in digitalen Medien“ am 9. Januar 2018 an der Uni Hildesheim. Im Interview äußert sich der Hildesheimer Politikwissenschaftler Wolf Schünemann, der die Vortragsreihe mitorganisiert, über die Diskursqualität im Netz und die demokratische Debattenkultur. Der Juniorprofessor für Politik und Internet untersucht mit weiteren Forschungskollegen in einer Studie 2,2 Millionen Online-Kommunikationsdaten aus dem Bundestagswahlkampf. Die Universität Hildesheim lädt interessierte Studierende, Lehrende und Bürgerinnen und Bürger zur Vortragsreihe „Digitale Lebenswelten“ ein. Die vier Vorträge und Diskussionen stehen in diesem Wintersemester unter dem Motto „Fake News, Bots und Propaganda? Manipulation und Deutungskampf in digitalen Medien“.

Im ausgehenden Superwahljahr 2017 beschäftigt sich die Hildesheimer Vortragsreihe noch einmal mit dem Thema Wahlen und Wahlkampf. Nachdem sich die politische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit für Manipulationen in der politischen Online-Kommunikation deutlich erhöht hat und eine teils hysterisch wirkende Debatte über Fake News, Bots und Propaganda hervorgebracht hat, werden die wissenschaftlichen Vorträge diesen Phänomenen aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Grund gehen. Den Auftakt macht am 13. Dezember 2017 der Politikwissenschaftler Sebastian Stier, er befasst sich in seinem Vortrag mit der Frage, wie soziale Medien von Populisten genutzt werden. Die Linguistin Simone Burel zeigt am 9. Januar 2018, wie sich Fake News linguistisch analysieren lassen. Was sind sprachliche Indizien dafür, das Desinformation stattfindet? Wolf Schünemann gibt am 23. Januar 2018 Einblicke in eine aktuelle Studie zur politischen Online-Kommunikation im Bundestagswahlkampf. Die Reihe endet am Mittwoch, 31. Januar 2017, mit einer Bilanz des niedersächsischen Online-Wahlkampfes: An der Podiumsdiskussion nehmen Vertreterinnen und Vertreter aus den niedersächsischen Landesparteien und Medien teil. Wie bedeutend sind sozialen Medien in der politischen Online-Kommunikation? Welche Rolle spielten Fake News und Manipulation im niedersächsischen Landtagswahlkampf 2017?

Alle Vorträge sind öffentlich und kostenfrei. Nach einem 45-minütigen Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion (30 Minuten). „Bürger aus der Stadt sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Wir beobachten, dass der Zweifel an positiven Effekten digitaler Kommunikation und sozialer Medien auf den demokratischen Diskurs wächst. Mit unserer Vortragsreihe möchten wir dazu beitragen, dass sich Bürger tiefergehend und faktenbasiert mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Kommunikation, mit Regulierung und Meinungsfreiheit in der liberalen Demokratie auseinandersetzen“, sagt der Hildesheimer Juniorprofessor Wolf Schünemann. Der Politikwissenschaftler vom Institut für Sozialwissenschaften organisiert die Vortragsreihe gemeinsam mit der Sprachwissenschaftlerin Professorin Beatrix Kreß (Institut für Interkulturelle Kommunikation), der Übersetzungswissenschaftlerin Professorin Bettina Kluge (Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation) und dem Informationswissenschaftler Professor Joachim Griesbaum (Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie).

Programm der öffentlichen Vortragsreihe „Digitale Lebenswelten – Fake News, Bots und Propaganda? Manipulation und Deutungskampf in digitalen Medien“

Mittwoch, 13. Dezember 2017
Sebastian Stier, GESIS Köln
„Was sagt das ‚Volk‘? Populistische Kommunikation in sozialen Medien“
18:15 Uhr, Raum N 006 (Forum)
Hauptcampus der Universität Hildesheim am Universitätsplatz 1

Dienstag, 9. Januar 2018
Simone Burel, Universität Heidelberg
„Like oder Not-like? Linguistische Perspektiven auf Fake News in der digitalisierten Politik“
18:15 Uhr, Aula am Bühler-Campus der Universität Hildesheim

Dienstag, 23. Januar 2018
Wolf J. Schünemann, Universität Hildesheim
„Wahlkampf in (a)sozialen Netzwerken – ein Forschungsbericht“
18:15 Uhr, Aula am Bühler-Campus der Universität Hildesheim

Mittwoch, 31. Januar 2018
„Online first oder viel Lärm um nichts? Eine Bilanz des niedersächsischen Online-Wahlkampfs 2017 – Podiumsdiskussion mit Vertreterninnen und Vertretern der niedersächsischen Politik und Medien“
18:15 Uhr, Aula am Bühler-Campus der Universität Hildesheim

Programm [PDF]

Interview mit Prof. Dr. Wolf Schünemann, Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Internet

Wird Social Media überschätzt?

Herr Professor Schünemann, Sie untersuchen gemeinsam mit Kollegen aus Göttingen und Heidelberg die politische Online-Kommunikation im Netz und klicken sich durch Kommentare und Online-Diskussionen.

Wolf Schünemann: Wir haben in unserer Studie „Wahlkampf in (a)sozialen Netzwerken“ (WasN) Online-Kommunikationsdaten aus dem diesjährigen Bundestagswahlkampf gesammelt, vom 1. April 2017 bis zum 24. September 2017. Einen ersten Überblick unserer Ergebnisse haben wir online verfügbar gemacht (www.uni-hildesheim.de/wahlkampfanalyse). Wir wollen mit unseren corpuslinguistischen Verfahren herausfinden: Was passiert im Netz während des Wahlkampfs? Sind die sozialen Medien ein Tummelbecken für unzivilisierte Angriffe? Finden wir in den Daten einen Qualitätsabfall, kommt es zu einer Verschlechterung der politischen Diskursqualität – beobachten wir online mehr Kommunikation, die geprägt ist von Hass und Hetze? Wir analysieren Facebook-Posts. Eine Forschungsfrage ist, wie sehr sich die Anonymität auf das Diskurs-Verhalten auswirkt: Wie anonym bewegen sich die Kommentatoren im Netz? Gibt es einzelne User, die das Gesprächsklima „vergiften“? Im Januar 2018 beginnt ein wissenschaftlicher Mitarbeiter in Hildesheim, wir haben noch viele Daten zu analysieren. Um eine Vorstellung zu geben: Für die Aktivitäten auf den Facebook-Seiten der aussichtsreichen Bundesparteien und ihrer Spitzenkandidaten haben wir im Zeitraum von einem halben Jahr vor der Bundestagswahl 2,2 Millionen Meldungen und Kommentare gesammelt, die wir automatisiert und in Teilen qualitativ untersuchen wollen.

Mit ihrer Forschung möchten Sie herausfinden: Welchen Beitrag leistet die Internettechnologie zu einer demokratischen Debattenkultur?

Wolf Schünemann: Hervorgegangen ist die „WasN“-Studie aus einer Vorstudie zum Thema Diskursverhalten in der politischen Online-Kommunikation. Wir haben am Beispiel der baden-württembergischen Landtagswahl 2016 konkret die Frage untersucht, ob das Diskursverhalten in Online-Foren sich mit steigendem Anonymitätsgrad verschlechtert oder ob es, so denn eine Verschlechterung online zu beobachten ist, an anderen Faktoren liegt. Die jetzige „WasN“-Studie wird darüber hinaus weitere Fragen beantworten, etwa nach der Existenz von Echokammern oder Anzeichen für Social Bots, also Computerprogrammen, die eine menschliche Identität vortäuschen.

Wie geht es weiter, was untersuchen Sie speziell in den nächsten Monaten?

Wolf Schünemann: Wir werden die Daten quantitativ-automatisiert (etwa nach Worthäufigkeiten, Konkordanzen) sowie qualitativ untersuchen. Neben den natürlichen Daten haben wir auch Daten aus experimenteller Forschung, zu denen uns Hintergründe über die Probanden bekannt sind. So können wir soziale Kommunikationssituationen, wie etwa eine politische Diskussion, beobachten. Diese Daten werden dann auch statistisch ausgewertet. Interessant wird es sein, weiterhin zu beobachten: Wie verhalten sich die Parteien im Netz?

Die Fragen stellte Isa Lange.

Kurz erklärt: Studie zur politischen Online-Kommunikation

Hinter der Studie „Wahlkampf in (a)sozialen Netzwerken – Politische Online-Kommunikation und Diskursverhalten im Kontext des Bundestagswahlkampfs 2017“ (WasN) stecken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim, der Universität Heidelberg und vom Göttinger Institut für Demokratieforschung. Der Hildesheimer Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolf Schünemann leitet die Studie. Das Forschungsprojekt wird von der Abteilung Medienforschung des ZDF sowie von der Universität Hildesheim und vom Göttinger Institut für Demokratieforschung finanziell unterstützt.

Weitere Einzelheiten zur Studie finden Sie online: Studie analysiert Wahlkampf und Erste Analysen nach der Bundestagswahl 2017

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Fachbereich 1 Politik Sozialwissenschaften Startseite Forschung
news-14910 Fri, 29 Sep 2017 17:00:00 +0200 "Der Kopf muss sehr denken" https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/der-kopf-mu/ Studierende der Universität wollen Flüchtlingen durch ein Sprachlernprojekt die Integration erleichtern. Pressespiegel regional MA DaZ/DaF Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-13880 Mon, 25 Sep 2017 11:11:32 +0200 4th Göttingen/Hildesheim-Workshop on Computational Linguistic and Digital Humanities https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/4th-goettinge/ Weitere Informationen zu dem Workshop finden Sie hier.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-13656 Sat, 12 Aug 2017 10:44:00 +0200 Dämmung, Isolierung, Isolation: Terminologische Variation erforschen https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/daemmung-isolierung-isolation-terminologische-variation-erforschen/ Um Erkenntnisse aus der Forschung zu teilen, kamen Fachexperten aus Frankreich, Belgien, Österreich und Deutschland am Bühler-Campus zusammen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen aus den Bereichen Computerlinguistik, Übersetzungswissenschaft und Lexikografie. Am Sprachencampus arbeitet Laura Giaomini derzeit an ihrer Habilitation, mit dem Computerlinguisten Professor Ulrich Heid hat sie eine internationale Tagung organisiert. Ende Juli hat das Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim Fachexperten aus dem europäischen Ausland zum Austausch nach Hildesheim eingeladen  („TermVar Workshop on terminological variation“). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Frankreich, Belgien, Österreich und Deutschland haben über die terminologische Variation aus der Perspektive der Terminologie, Fachlexikografie, Computerlinguistik und Übersetzungswissenschaft diskutiert.  Vor einem internationalen Publikum von Fachübersetzern und Terminologen aus Universitäten und der Industrie wurden zahlreiche Fragen diskutiert. Dabei setzten sich die Fachexperten mit dem Begriff „Terminologische Variation“ in Sprachwissenschaft und Terminologie auseinander, diskutierten computationelle Ansätze zur Identifizierung terminologischer Varianten in Texten und Bedürfnisse von Übersetzern und technischen Redakteuren im Hinblick auf die terminologische Variation.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rücken die sprachlichen Variationen in den Fokus ihrer Forschung, ein Beispiel:

Linguistic variation is normal in general language

Linguistic variation is normal in general language: examples of variant expressions are synonyms, paraphrases or syntactically different alternative ways to express a given concept. Though expressing typically "the same ideas", variants often belong to different registers, regional varieties, sociolects etc., which is why sociolinguistics has traditionally dealt with this concept, focusing on general language. Regional varieties have been the topic of study in many pluricentric languages: for German, the 'Variantenwörterbuch des Deutschen: die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol' by Ammon et al. (2004) is a typical example of a dictionary of regional varieties.

It was probably the quite recent emergence of corpus-based terminology work, as well as the systematic and comparative analysis of specialized texts which triggered a new wave of interest in terminological variation in the research community: together with the recognition of a need for a more descriptive (and possibly thus less prescriptive) approach to specicalized communication and terminology, many researchers got aware of the existence of a broad range of variation phenomena in specialized languages; hereafter, we note just some examples:

  • variation induced by differences in domain knowledge and specialized language knowledge in communication partners: expert communication vs. communication with or among lay persons;
  • variation induced by the layering of specialized languages: workshop language vs. scientific language vs. marketing speak, etc.
  • variation induced by secondary term formation;
  • regional variation;
  • corporate language and the interest in companies to coin terminological variants in order to have "own" denominations of certain concepts.

Terminology: "Fahrtrichtungswechselanzeiger" vs. "Blinker"

What is the exact relationship with synonymy: are variants 'exact synonyms' or 'quasi-synonyms'? To what extent can a more flexible approach to synonymy be useful for the specification of variation phenomena? While e.g. DE 'Renovierung' and DE 'Renovation' can be seen as full synonyms (although with a diatopic difference, the latter being typical of Swiss German), morphologically or syntactically related variants may rather fall under a notion of quasi-synonymy, cf. DE 'Holzfaserdämmplatten' vs. 'Holzfaserplatten zur Dämmung' (where the latter items makes a purpose relation explicit which is implicit in the compound).

What is the relation between variation and diasystematic marking: are all variants somehow 'marked', e.g. for register, region, level of formality, etc.? The above example of DE/CH 'Renovation' illustrates diatopic markedness, while e.g. the couple of DE 'Fahrtrichtungswechselanzeiger' (standard automotive terminology) vs. DE 'Blinker' (lay people's term) shows the layering of specialized languages with respect to the targeted public. We do not believe that all variants are marked with respect to diasystematic properties: most morphologically and syntactically related variants (e.g. EN 'energy production' vs. 'production of energy') are not; what does this mean for the set of phenomena to be described as variants?

Which lexical and grammatical objects are involved into variation? Does it affect only single word terms (DE 'dämmen' vs. DE 'isolieren', '[to] insulate')? Or also multiword terms, collocations, verbs and their argument structure, morphologically related paraphrases? What are criteria at the levels of morphology, syntax, semantics, lexicalization, idiomatization that allow us to delimit the range of phenomena to be covered? In fact, DE 'begehbare Dachbodendämmung' is also found as 'begehbare Dämmung des Dachbodens'; while this couple satisfies most synonymy criteria, this is less clearly so with 'begehbare Dämmung am Dachboden' or 'Dachboden begehbar dämmen'.

Quelle: Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie

„Das Ziel des Workshops, die wissenschaftliche und die Nutzer-Perspektive in der Diskussion um die fachsprachliche Variation miteinander zu verknüpfen, wurde eindeutig erreicht“, freut sich Laura Giacomini über den intensiven fachlichen Austausch während der Hildesheimer Tagung. „Wir haben viel positive Resonanz von den Teilnehmenden und neue Anregungen und Impulse für künftige Forschungsprojekte erhalten.“

Nach ihrer Promotion arbeitet die Wissenschaftlerin derzeit an ihrer Habilitation an der Universität Hildesheim („Morphologically related term variants. A multi-layered database design for the technical domain“). In ihrer Habilitation beschäftigt sich Laura Giacomini mit dem Phänomen der terminologischen Variation in der Fachsprache der Technik und deren Repräsentation in einer terminologischen Datenbank. In ihrer Studie untersucht Giacomini die lexikalischen, text- und fachgebietsbezogenen Merkmale von morphologisch verwandten Varianten in zwei ausgewählten technischen Teilgebieten, nämlich im Gebiet der Wärmedämmprodukte (Bauwesen) und im Gebiet der Halbleiterdioden (Elektrotechnik). In einem weiteren Teil der Arbeit befasst sich Laura Giacomini mit der Datenrepräsentation in einer terminologischen Datenbank und der Datenpräsentation in einem e-Fachwörterbuch.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Pressemeldungen Fachbereich 3
news-13536 Fri, 30 Jun 2017 09:26:59 +0200 TermVar Workshop on terminological variation https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/termvar-work/ Donnerstag, 20. Juli 2017 und Freitag, 21. Juli 2017 Am 20. und 21. Juli 2017 findet am Bühler Campus (Raum LN004) der “TermVar Workshop on terminological variation” mit internationalen Fachexperten aus den Bereichen Terminologie, Terminografie/Fachlexikografie, Computerlinguistik und Übersetzungswissenschaft statt. Ziel des Workshops ist es, die wissenschaftliche und die Nutzer-Perspektive in der Diskussion um die fachsprachliche Variation miteinander zu verknüpfen.

Hier finden Sie das aktuelle Programm sowie das Anmeldeformular.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-12762 Tue, 13 Jun 2017 08:11:00 +0200 Mehrsprachigkeit und Vielfalt im Unterricht https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/mehrsprachigkeit-und-vielfalt-im-unterricht/ Internationale Tagung mit Videodokumentation an der Universität Hildesheim: Professorinnen und Professoren unter anderem aus New York und Utrecht sprechen am Bühler-Campus über Mehrsprachigkeit und Vielfalt im Unterricht. Die Vorträge werden auch online zum Nachhören veröffentlicht. Für die „The Multilingualism & Diversity Lectures" laden das Institut für deutsche Sprache und Literatur und das Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie an die Universität Hildesheim ein. Für die Veranstaltung konnten international sehr profilierte Gastredner gewonnen werden, die Mehrsprachigkeit mit Blick auf Bildungszusammenhänge beleuchten. So spricht Professorin Ofelia Garcia von der City University of New York (USA) über „Translanguaging", einem neuen Weg mehrsprachiger Unterrichtskommunikation. Prof. Jan ten Thije von der Universität Utrecht (NL) stellt rezeptive Mehrsprachigkeit in der didaktischen Anwendung vor. Prof. Jeanine Treffers-Daller und Michael Daller von der University of Reading (UK) beschäftigen sich mit dem Erwerb von zwei Sprachen. Über bilinguale Sprecher in Deutschland wird Prof. Harald Clahsen von der Uni Potsdam vortragen.

Die Veranstaltung unter der Leitung von Professorin Elke Montanari und Professor Joachim Griesbaum von der Uni Hildesheim stellt die Sprachenförderung und Sprachenbildung als integrale Bestandteile der Lehramtsausbildung in den Mittelpunkt (Projekt Umbrüche gestalten II). Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst Niedersachsen gefördert. Die Vorträge werden aufgezeichnet und online veröffentlicht.

Wann & Wo

Vom 6. bis 9. Juni 2017 finden am Bühler-Campus der Universität Hildesheim (Raum LN 004, Lübecker Str. 1) die lectures statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei, interessierte Studierende und Lehrende sind herzlich eingeladen. Die Vorträge werden als Video aufgezeichnet, wer an der Veranstaltung teilnimmt, erklärt sich mit der Videoaufzeichnung und Veröffentlichung einverstanden. Wer nicht dabei sein kann, wird die Vorträge ab Oktober 2017 online abrufen können. Das Team um Professorin Elke Montanari zeichnet alles auf und stellt die Vorträge frei zugänglich für Fortbildungen, wissenschaftliche Lehre und Diskussionen zur Verfügung.

Programm und Speaker

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Pressemeldungen Deutsche Sprache Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Zentrum für Bildungsintegration
news-12997 Tue, 06 Jun 2017 10:00:00 +0200 Internationale Ringvorlesung: The Multilingualism & Diversity Lectures https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/internationa-8/ bis 09. Juni 2017 – Sprachförderung und -bildung als integraler Bestandteil der Lehramtsausbildung in Niedersachsen bis Freitag, 09. Juni 1017

Wo? Bühlercampus, Raum LN 004 (Lübecker Str. 3, 31141 Hildesheim)

Referenten_innen:

Translanguaging
Prof. PhD Ofelia García, City University of New York – The Graduate Center Urban Education Program

Receptive Multilingualism
Prof. PhD Jan ten Thije, Universiteit Utrecht – Institute for Linguistics

Do balanced bilinguals exist?
Prof. PhD Jeanine Treffers-Daller

Balanced Bilinguals and Language Dominance
Prof. PhD Michael Daller, University of Reading – Institute of Education/Institute for English Language and Applied Linguistics

Multilingualism and the Brain
Prof. Dr. Harald Clahsen, Universität Potsdam – Institute for Multilingualism

Thema: Umbrüche gestalten II: Sprachförderung und -bildung als integraler Bestandteil der Lehramtsausbildung in Niedersachsen.

Info: In der Ringvorlesung „The Multilingualism and Diversity Lectures“ (Leitung: Elke Montanari/Joachim Griesbaum, Stiftung Universität Hildesheim) tragen Prof. Ofelia Garcia, Prof. Jan ten Thije, Prof. Jeanine Treffers-Daller, Prof. Michael Daller und Prof. Harald Clahsen öffentlich zu Diversität und Mehrsprachigkeit vor. Diese Ringvorlesung wird medial für das Web und Social Media aufbereitet und unter https://mudil.blog.uni-hildesheim.de/ bereit gestellt. Ziel ist es, die Themen Sprachenförderung und -bildung als integrale Bestandteile innovativer Lehramtsausbildung in Niedersachsen in landesweiter Perspektive zu verankern und so den Standortbezug auszuweiten. Gleichzeitig wird ein Workshop für Promovenden stattfinden. Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst Niedersachsen gefördert.

Blogadresse: http://mudil.blog.uni-hildesheim.de/

Infolyer zur Veranstaltungsreihe

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Veranstaltungen Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Zentrum für Bildungsintegration Tagungen & Kongresse Bildungsintegration Lehrerbildung Fachbereich 3 Deutsche Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-13403 Mon, 08 May 2017 10:09:00 +0200 Wie gehen Studierende mit der Masse der Informationen um? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wie-gehen-studierende-mit-der-masse-der-informationen-um/ Der Informationswissenschaftler Thomas Mandl untersucht die Informationskompetenz von Studierenden. Vielen jungen Erwachsenen fällt es schwer, mit Fundstellen im Web kritisch umzugehen, so der Professor. Gemeinsam mit Universitäten aus Graz, London, Barcelona, Frankfurt, Zadar und Ljubljana hat der Datenschutzbeauftragte der Universität Hildesheim das Projekt „Information Literacy Online“ entwickelt. Finden Studentinnen und Studenten heute immer die Quellen, die sie benötigen? Kennen sie die Fachdatenbanken? Können sie mit Fundstellen im Web kritisch umgehen? Mit diesen Fragen befasst sich Professor Thomas Mandl in einem aktuellen Forschungsprojekt. „Leider zeigt die Realität in der Lehre, dass Studierende mit der Masse der Informationen überfordert sind, obwohl sie glauben, sehr gut und erschöpfend zu suchen. Informationskompetenz stellt heute eine Kernkompetenz in der Wissensgesellschaft dar. Das Niveau der Informationskompetenz von Studierenden ist oft niedrig. Dieses Phänomen bestätigen Kollegen auch aus anderen Ländern.“

Bei der Suche nach wissenschaftlichen Quellen kennen Studierende oft nicht die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Suchdienste. So wird häufig die allgemeine Websuche für wissenschaftliche Informationsbedürfnisse eingesetzt und die Beurteilung der Qualität der Fundstellen gelingt nicht. 

Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, startet der Informationswissenschaftler nun gemeinsam mit weiteren Partneruniversitäten ein internationales Projekt. „Wir haben uns an der Universität Hildesheim vorgenommen, diese Situation zu verbessern und die Studierenden zu unterstützen“, so der Hildesheimer Informationswissenschaftler.

Gemeinsam mit Universitäten aus Graz, London, Barcelona, Frankfurt, Zadar und Ljubljana hat Thomas Mandl das Projekt „Information Literacy Online“ entwickelt. Das von der EU geförderte Projekt ist 2016 gestartet und läuft bis 2018. „Wir entwickeln einen Massive Open Online Course (MOOC), den Studierende und andere Interessenten online bearbeiten können. MOOCs sind ein neuer Trend, der die Hochschulen erfasst hat“, so Mandl. Noch stehen die meisten Kursangebote in Englisch zur Verfügung. Im gemeinsamen Forschungsprojekt wollen die Partneruniversitäten ihre Studierenden aber in den jeweiligen Landessprachen erreichen, also Englisch, Slowenisch, Kroatisch, Spanisch und Deutsch. Eine Herausforderung: Die Universitäten müssen die Inhalte rund um das Thema Informationskompetenz an die nationalen Gegebenheiten anpassen. „Beispiele können nicht einfach von anderen Ländern übernommen werden“, erläutert Thomas Mandl. „Für die Suche in Spanisch und Kroatisch werden natürlich unterschiedliche Dienste genutzt. Bei der Suche zu einem Thema ergeben sich in jeder Sprache andere Ergebnisse, so dass praxisorientierte Szenarien im MOOC für jede Sprache selbst entwickelt werden müssen.“ Der Online-Kurs wird derzeit erarbeitet und soll ab 2018 verfügbar sein.

Professor Thomas Mandl arbeitet am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim und befasst sich dort unter anderem mit „Information Retrieval“ sowie der Interaktion zwischen Mensch und Maschine.  Er lehrt auch im Bereich Informationsethik. Derzeit unterrichtet der Informationswissenschaftler etwa im Seminar „Information and Society: Information Ethics“. „Die Anwendung neuerer Technologien sollte durch ethische Richtlinien begleitet werden. Wir diskutieren, wie unsere ethischen Standards mit der Digitalisierung kollidieren und ob die Informationstechnologie eine neue Informationsethik erfordert“, so Mandl. Die Studierenden der Informationswissenschaft befassen sich mit Fragen des Copyright und Datenschutz  – aber auch mit Zensur und Einschränkungen des Zugangs zu Wissen.

Professor Thomas Mandl wurde im April erneut als Datenschutzbeauftragter der Universität Hildesheim bestellt.

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121.883-90100, presse@uni-hildesheim.de)

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-13330 Thu, 20 Apr 2017 15:56:06 +0200 Vierter Hildesheim-Göttingen Workshop: Computerlinguistik und Digital Humanities https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/vierter-hild/ Der vierte Göttingen-Hildesheim Workshop zum Themenbereich Computerlinguistik und Digital Humanities wird am Donnerstag 5.10. und Freitag 6.10.2017 am Bühler-Campus der Universität Hildesheim, Lüneburger Straße, stattfinden. Interessierte sind herzlich willkommen; wer Arbeiten präsentieren will, sollte sich bitte bis spätestens 15.8.2017 bei Prof. Heid melden (Titel sowie Stichworte zum Inhalt bitte per email an heid(at)uni-hildesheim.de).

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-13309 Tue, 18 Apr 2017 09:26:23 +0200 4 Beiträge des IwiSt bei elex 2017 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/4-beitraege-d/ Zwei Poster und zwei Vorträge im Programm der diesjährigen elex-Tagung (electronic lexicography in the 21st century: Lexicography from Scratch, Leiden, NL, 19.-21. September) stammen aus dem IwiSt. Die Vorträge behandeln die Repräsentation und Präsentation von Termvarianten in  e-Fachwörterbüchern (Giacomini) und die Design-Prinzipien einer experimentellen App-Version des Dictionary of South African English (Lemke, Van Niekerk, Heid). Die Posters stellen Ansätze für ein Lernwörterbuch der linguistischen Terminologie (Faaß, Bohle (Institut für Deutsche Sprache und Literatur), Quahlo) und ein Konzept für ein neues (e-)Lernerwörterbuch des Italienischen vor (Giacomini).

Siehe auch https://elex.link/elex2017/

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-13305 Thu, 13 Apr 2017 14:01:06 +0200 Erster Platz für Hildesheimer Masterabsolventinnen https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/erster-platz/ Helene Brinken und Helena Kock sind für ihre Masterarbeit im Studiengang Internationales Informationsmanagement mit dem ersten Platz des Gerhard-Lustig-Preises ausgezeichnet worden. Sie haben eine gemeinsame Masterarbeit zum Thema „Exploring Intergenerational Knowledge Sharing in Organizations“ innerhalb des Knowish-Projektes verfasst. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Thomas Mandl und Prof. Dr. Christa Womser-Hacker betreut. Knowish ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Hildesheim und der Åbo Akademi in Turku, Finnland.

 

Der Gerhard-Lustig-Preis erinnert an einen der Begründer der Informationswissenschaft und wird alle zwei Jahre auf dem internationalen Symposium für Informationswissenschaft vom Hochschulverband für Informationswissenschaft für die beste Masterarbeit vergeben. Er ist mit 500 EURO pro Person dotiert. Sponsor für das Preisgeld war das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-12964 Tue, 28 Feb 2017 08:11:00 +0100 Universität koordiniert 2017 erneut die Autumn School on Information Retrieval and Information Foraging https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/universitaet-3/ Suchsysteme für Texte sind heute allgegenwärtig und mit entscheidend für die User Experience beim Umgang mit Software. Egal ob Trefferlisten für AppStores, Nachrichtenseiten oder Firmenarchive erstellt werden müssen, diese führt zu immer neuen Herausforderungen für die Forschung. Gleichzeitg erwarten Nutzer ganz selbstverständlich gute Ergebnisse.

Die Herbstschule "Autumn School on Information Retrieval and Information Foraging" greift diese Herausforderungen auf. Mehrere deutsche Professoren aus dem Fachgebiet Information Retrieval informieren in einer Woche über die aktuellsten Trends und Forschungsthemen. Angesprochen sind fortgeschrittene Studierende und Doktoranden weltweit, die sich für ein Stipendium des DAAD bewerben können.

In den letzten beiden Jahren war die Nachfrage so groß, dass Teilnehmer aus 15 Ländern angereist sind. Die Herbstschule trägt aktuellen Entwicklungen in der Forschung zu Informationsverhalten Rechnung. Neben der Technologie steht auch der Benutzer und sein Verhalten im Zentrum des Interesses. Daraus entwickelte Modelle gehen wiederum in die Optimierung von Informationssystemen ein, um die Interaktion mit Information zu verbessern.

Auf Schloss Dagstuhl im Saarland, einem weltweit anerkannten Informatik-Zentrum kommen Professoren und Studierende eine Woche zusammen und diskutieren die neuen Entwicklungen ebenso wie die Arbeitsthemen der internationalen Doktoranden. Ein kulturelles Programm rundet die Woche ab und macht den Aufenthalt für die Teilnehmer unvergesslich. ASIRF wird weitgehend vom DAAD finanziert.

Links

https://www.uni-hildesheim.de/asirf/

http://www.dagstuhl.de/programm/kalender/evhp/?semnr=17403

http://irsg.bcs.org/informer/2016/2016/10/conference-review-autumn-school-for-information-retrieval-and-foraging-2016/#more-4614

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Mandl

E-Mail: mandl(at)uni-hildesheim.de

Tel.: 05121 883-30306

 

 

 

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-13066 Tue, 07 Feb 2017 09:39:00 +0100 Neue Partnerschaft: Universität Hildesheim kooperiert mit indischer Universität https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/neue-partner/ Neue Partnerschaft: Universität Hildesheim kooperiert mit indischer Universität in Gandhinagar 

Die Internationalisierung wird für Universitäten immer wichtiger. Nicht nurkann die Forschung im Bereich der Informationstechnologie aufgefasst werden,auch Studierende müssen Chancen eröffnet werden, Forschungsthemen aus anderenBlickwinkeln kennenzulernen. Gerade Aufenthalte in Indien bringen Studierendenheute einen erheblichen Vorteil. Gleichzeitig ist Indien ein Land mit Hundertenvon Sprachen, davon drei der meist gesprochenen der Welt. 

Suchsysteme für Texte sind heute allgegenwärtig und mit entscheidend fürdie Erfahrungen von Benutzern beim Umgang mit Software. Egal ob Trefferlistenfür AppStores, Nachrichtenseiten oder Firmenarchive erstellt werden müssen,diese führt zu immer neuen Herausforderungen für die Forschung. Gleichzeitigerwarten Nutzer ganz selbstverständlich gute Ergebnisse. 

Während für das Deutsche und das Englisch schon gute Werkzeuge vorliegen,fehlen für einige der weltweit am meisten gesprochen Sprachen noch Grundlagen.Diese Forschung wird für Sprachen Indiens u.a. vom Institut DA-IICT inGandhinagar vorangetrieben. Prof. Prasenjit Mujumder ist ein führender Expertefür die Suche in großen Textbeständen für das Bengalische und für Gujarati.  

Nach längerer Kooperation mit den Experten für Information Retrieval inHildesheim wurde im Dezember 2016 ein Memorandum of Understandingausgearbeitet, das die feste Absicht beider Partner ausdrückt, in Zukunft nochintensiver zu kooperieren. Während eines Besuches von Prof. Dr. Thomas Mandl inIndien unterzeichnete der Director des DA-IICT, Prof. Dr. Nagaraj Ramrao dasMemorandum. Der volle Name des Instituts lautet: Dhirubhai Ambani Institute ofInformation and Communication Technology 

 

Links:

www.daiict.ac.in

 

www.fire.irsi.res.in

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Mandl

E-Mail: mandl(at)uni-hildesheim.de

Tel.: 05121/ 883-30306

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-12915 Mon, 16 Jan 2017 08:43:00 +0100 Europaweite Abstimmung von Lehrplänen: Harmonisierung in der Informationswissenschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/europaweite/ Europaweite Abstimmung von Lehrplänen:
Harmonisierung in der Informationswissenschaft

 

Die zunehmende europaweite Integration des Hochschulraums stellt die deutschen Universitäten vor große Herausforderungen. Studiengänge sollen stärker abgestimmt werden, nicht etwa, dass ein Einheitsbrei entsteht, vielmehr dass die Stärken und Profile einzelner Studiengänge deutlich werden. Dies geschieht im Interesse der Studierenden und ihrer Mobilität in Europa ebenso wie im Interesse der Arbeitgeber, die in den vielfältigen Tätigkeitsbereichen gerade bei Informationstechnologie ihre Bedarfe noch besser mit den Profilen abgleichen können.

Dieser Herkulesaufgabe widmet sich das von der EU geförderte Projekt EINFOSE, an dem die Universität Hildesheim mit sieben weiteren Partnern aus Europa arbeitet. So lassen sich die Chancen für die Mobilität der Studierenden verbessern. Das Konsortium wird offene Lehrmaterialien entwickeln und Sommerschulen mit intensivem Training in Informationswissenschaft durchführen.

Die folgenden Themen bilden den Fokus:

·         Advances in Information Science

·         Research Methodology in Information Science

·         Principles of Information Seeking and Retrieval

·         Evaluation of Information Services

 

EINFOSE steht für Information Science Education: Encouraging mobility and learning outcomes harmonization.

 

Links

sokrat.ffos.hr/einfose/

 

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Mandl - mandl(at)uni-hildesheim.de - Tel.: 05121 / 883 30306

 

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-12818 Thu, 29 Dec 2016 13:39:00 +0100 Internet und Politik: Soziale Medien im Wahlkampf https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/internet-und-politik-soziale-medien-im-wahlkampf/ Welche Rolle spielen soziale Medien im amerikanischen und deutschen Wahlkampf? Die Nutzung von Twitter, Facebook und Co wird auch die Bundestagswahl beeinflussen, sagen Politikwissenschaftler. Die Universität Hildesheim lädt am 10. Januar 2017 zur Debatte ein. Am Dienstag, 10. Januar 2017, spricht Professor Christoph Bieber an der Universität in Hildesheim über den amerikanischen und deutschen Wahlkampf. Dabei geht der Politikwissenschaftler der Universität Duisburg-Essen auf die Rolle sozialer Medien ein und fragt, ob der deutsche Wahlkampf anders sein wird als der amerikanische. Die USA haben einen Wahlkampf von noch nie dagewesener Schärfe erlebt. Professor Bieber ist Experte für soziale Medien in Wahlkämpfen und befasst sich zudem mit der Zeit „Nach Obama“ (das gleichnamige Buch erscheint im Frühjahr 2017). Der Vortrag ist Teil der Reihe „Digitale Lebenswelten" an der Universität Hildesheim.

„Die Nutzung sozialer Medien wird auch den deutschen Wahlkampf beeinflussen. Sehr wahrscheinlich aber in vielerlei Hinsicht anders als in den USA“, sagt Professorin Marianne Kneuer. „Welche Rolle etwa Twitter bei dem Bundestagswahlkampf spielen wird und ob populistische Tendenzen verstärkt werden, sind zwei Aspekte, die wir im Blick behalten müssen“, so die Politikwissenschaftlerin. Marianne Kneuer hat an der Universität in Hildesheim die Arbeitsgruppe Internet und Politik aufgebaut. Wolf Schünemann, seit Herbst 2016 neuer Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internet und Politik in Hildesheim, untersucht in den kommenden Monaten das Diskursverhalten in sozialen Netzwerken, etwa im anstehenden Bundestagswahlkampf und im Landtagswahlkampf in Niedersachsen.

Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten“

Die Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Professorin Marianne Kneuer organisiert die Vorlesungsreihe gemeinsam mit den Sprachwissenschaftlerinnen Prof. Bettina Kluge und Prof. Beatrix Kreß und dem Informationswissenschaftler Professor Joachim Griesbaum. Die Wissenschaftler laden interessierte Bürger herzlich in die Universität ein, um sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren. Alle Vorträge sind öffentlich und kostenfrei. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.

Der Vortrag von Professor Christoph Bieber beginnt am 10. Januar 2017 um 18:15 Uhr am Uni-Hauptcampus am Universitätsplatz 1 (Forum, Raum N007). Die Reihe endet am 31. Januar 2017 mit einem Vortrag der Hamburger Informationswissenschaftlerin Professorin Frauke Schade über Erfolgsfaktoren von Marktführern auf dem digitalen Informationsmarkt. Auf dem digitalen Informationsmarkt entwickeln sich in einem rasanten Tempo neue Geschäftsmodelle und Vertriebsstrategien für Öffentlichkeiten, die nach neuen Regeln spielen.

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Sozialwissenschaften Politik Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-12848 Fri, 16 Dec 2016 13:14:00 +0100 Projekt zur Informationskomeptenz https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/projekt-zur/

Die Informationskompetenz von Studierenden:Eine Herausforderung für die Informationswissenschaft Finden Studierende heute immer die Quellen, die sie benötigen? Kennen sie die Fachdatenbanken? Können sie mit Fundstellen im Web kritisch umgehen? Leider zeigt die Realität in der Lehre, dass Studierende dabei überfordert sind, obwohl sie glauben, sehr gut und erschöpfend zu suchen. Dieses Phänomen bestätigen Kollegen auch aus andern Ländern. Die Universität Hildesheim hat sich vorgenommen, diese Situation zu verbessern und die Studierenden zu unterstützen. Die Informationskompetenz kann durch einen online Kurs erhöht werden. Gemeinsam mit Universitäten aus Graz, London, Barce lona, Frankfurt, Zadar und Ljubljana wird das Projekt Information Literacy Online durchgeführt. Das von der EU geförderte Vorhaben läuft bis 2018. Darin wird ein sogenannter Massive Open Online Course (MOOC) entwickelt, den Studierende und andere Interessenten online bearbeiten können. Dadurch werden auch Kompetenzen in derWissenserarbeitung online geschult. MOOCs sind ein neuer Trend, der die Hochschulen erfasst hat. Noch stehen die meisten Kursangebote in Englisch zur Verfügung. Im Projekt ILO sollen die Studierenden aber in den Sprachen der Partner erreicht werden. Zudem muss das Thema Informationskompetenz aber an die nationalen Gegebenheiten angepasst werden und Beispiele können nicht einfach von anderen Ländern übernommen werden. In dieser kulturellen Anpassung liegt die große Herausforderung im Projekt.

Kontakt:

Prof. Dr. Thomas Mandl

mandl@uni-hildesheim.de

Tel.: 05121 / 883-30306

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-12672 Thu, 10 Nov 2016 14:01:00 +0100 Wie wir Informationen suchen: Ein Studienjahr in Südkorea https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wie-wir-info/ Ein Studienjahr in Südkorea

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-12665 Wed, 09 Nov 2016 15:45:00 +0100 Wie wir Informationen suchen: Ein Studienjahr in Südkorea https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wie-wir-informationen-suchen-ein-studienjahr-in-suedkorea/ Ein Jahr in Südkorea studieren? Studierende der Informationswissenschaft können an den südkoreanischen Partneruniversitäten Pai Chai University in Daejeon und Chungbuk National University in Cheongju studieren. Sie lernen, wie Gesellschaften komplexe Informationsprozesse bewältigen und gestalten können. Warum sie ein Jahr im Ausland studieren – Isa Lange hat nachgefragt bei Studierenden aus Hildesheim und Daejeon. Jetzt bewerben: Informationen über das Joint Degree Programm GLOMIS

Für Jeongboem Park heißt es derzeit: Halbzeit. Park ist 26, Student der Pai Chai University in Daejeon und verbringt sein zweites Studienjahr im „GLOMIS“-Programm an der Universität in Hildesheim. Normalerweise pendelt er durch Daejeon, eine Großstadt im Zentrum von Südkorea, mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern die fünftgrößte Stadt Südkoreas. Nun führen ihn seine Wege durch Hildesheim. „Ich befasse mich mit den Informationen, die in Computern stecken und wie man die Mengen an Informationen organisieren kann, etwa in Bibliotheken oder Unternehmen. Hier in Hildesheim befasse ich mich mit der Interaktion zwischen Mensch und Maschine und mit der Suche nach Informationen. Es geht um die Informationsprozesse, wie können Informationen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort für die richtige Person verfügbar sein? Wie kann man Informationen schnell, effizient finden? Wir nennen das ‚information retrieval‘.“

Neben ihm sitzen Wiebke Thode, Michael Krzyzowski und Chanjong Im – alle Studierende im „Joint Degree Programm GLOMIS“ – im Café am Bühler-Campus – dem Ort, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, wie sich Kommunikation und Sprache im Alltag von Menschen auswirken. Für Chanjong Im ist die Studienzeit in Hildesheim nach einem Jahr vorbei, er kehrt mit einem erfolgreichen Abschluss zurück in seine Heimat Südkorea. Er lässt das vergangene Jahr Revue passieren. „Wir haben nicht viele Studienprogramme im Bereich Informationswissenschaft, in denen wir mit europäischen Universitäten zusammenarbeiten“, sagt Chanjong Im. „Die meisten sind mit den USA vernetzt. Ich habe mich für ein Studium in Deutschland entschieden, um mehr über das Land zu erfahren. In meiner Heimat wusste ich wenig über Europa. Alle sagen: Deutschland ist bekannt für die guten Autos.“

Der 27-Jährige hat im Rahmen des „GLOMIS“-Programms ein Jahr an der Universität Hildesheim Informationswissenschaft studiert. Er erinnert sich an seinen ersten Tag in Hildesheim: „Ich fühlte mich leer – ich war ganz alleine im Bus. Es war gerade Urlaubszeit. Wenig Menschen sind nach 8 Uhr abends auf den Straßen.“ Mit jedem Tag wandelt sich sein Bild der norddeutschen Stadt. „Hildesheim ist die perfekte Stadt, um zu studieren. Ich kann mich konzentrieren, die Stadt ist grün und wenn ich spazieren gehe, singen die Vögel“, sagt Chanjong Im. Er habe sich für die 100.000-Einwohner-Stadt entschieden, da er sein Wissen im Bereich der Informationswissenschaft ausbauen und neue Impulse aufnehmen möchte. Die Hildesheimer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich spezialisiert auf die Interaktion zwischen Mensch und Computer, auf maschinelle Sprachverarbeitung, Informations- und Wissensmanagement. Und sie untersuchen, wie wir über das Internet kommunizieren und wie Software so entwickelt werden kann, dass sie verständlich und gebrauchstauglich ist.

„Alles ist in Zukunft mit dem Computer verbunden“, vermutet der Student Chanjong Im. „Durch den Auslandsaufenthalt in Hildesheim habe ich einmal mehr erlebt, wie wichtig es ist, während der Programmierung an den Nutzer zu denken. Wenn ich ein Navigationssystem in Daejeon programmiere – unsere Navis sprechen normalerweise mit Autofahrern – dann kann ich das gleiche nicht in Deutschland einsetzen.“

„Programmierer müssen Produkte regionalisieren“, ergänzt Michael Krzyzowski. Der 28-Jährige Student der Universität Hildesheim hat das Studium im „GLOMIS“-Programm gerade mit einem einjährigen Aufenthalt in Daejeon abgeschlossen. Dort konnte er auch in den Forschungslaboren mitarbeiten. „Ich habe während meiner Zeit in Südkorea viel gelernt – Selbstmanagement, mit Zeit umzugehen.“ Auch Wiebke Thode war ein Jahr an der Pai Chai University. „Eine wichtige Erfahrung und viele Eindrücke – ein Jahr in einem unbekannten Land zu leben trägt zu einer offenen Grundhaltung bei. Wir haben auf Englisch kommuniziert. Professoren und Studierende haben uns in Daejeon unterstützt“, sagt die 24-Jährige, die ebenfalls gerade ihr Studium erfolgreich abgeschlossen hat. Es sei toll, dass die Hildesheimer Lehrenden diese Kooperation ermöglicht haben und auch die Finanzierung durch ein Stipendium getragen wurde, sagt Michael Krzyzowski.

Für Chanjong Im geht es zurück nach Daejeon. „Ich habe mich gerade an die Stadt Hildesheim gewöhnt. Ein großer Unterschied besteht darin, wie schnell Menschen arbeiten. In Südkorea läuft fast alles digital, in 30 Minuten ist eine Anfrage erledigt – hier greift man auf Papier zurück“, lächelt der Student. Mit welchen Erfahrungen reist er zurück nach Südkorea? „Ich habe in Deutschland gelernt, dass viele Menschen sehr strikt sind, wenn es um Privatheit geht. Das lässt mich aufwecken – wie gehen wir mit Informationen und Daten verantwortungsvoll um? Darüber denke ich nach“, sagt Chanjong Im.

Internationale Kooperation: Studierendenaustausch im Bereich Informationswissenschaft

In dem europäisch-koreanischen Joint Degree Programm „Global Studies on Management and Information Science“ (GLOMIS) befassen sich Studierende je nach dem Schwerpunkt ihrer Universität mit Informationsprozessen aus unterschiedlichen Fachperspektiven – Informationswissenschaft, Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Informationstechnologie. Das Studium ist eine länderübergreifende Kooperation der Universität Hildesheim (europäischer Koordinator) und der Universität Graz mit den Partnerhochschulen Pai Chai University in Daejeon und Chungbuk National University in Cheongju.

Im ersten Studienjahr studieren die Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim und der Pai Chai University Module aus den Masterstudiengängen ihrer Heimatuniversität: „Internationales Informationsmanagement – Informationswissenschaft“ bzw. „Information and Communication Engineering“. Im Auslandsjahr – in Südkorea für die europäischen Studierenden, in Europa für die Studierenden aus Südkorea – spezialisieren sich die Studierenden an der Partneruniversität.

Professorin Christa Womser-Hacker, Professor Thomas Mandl und Folker Caroli leiten und koordinieren das Gesamtprojekt „GLOMIS“ am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim. Das Programm wird durch die EU und die National Research Fundation in Korea gefördert. Für das Auslandsjahr erhalten Studierende ein Stipendium in Höhe von 11.500 Euro. Insgesamt konnten bisher 21 Studierende an dem Programm teilnehmen (5 aus der Uni Hildesheim, 6 aus der Uni Graz, 6 aus der Chubngbuk National University und 4 aus der Pai Chai University). Wer sich für das Studium interessiert, kann sich an Dr. Folker Caroli wenden (E-Mail caroli@uni-hildesheim.de).

Begleitet wird der der Austausch der Studierenden durch einen Austausch von Lehrenden, berichtet der Hildesheimer Informationswissenschaftler Folker Caroli. „Jedes Jahr besuchen im Frühjahr und Herbst koreanische Kolleginnen und Kollegen die europäischen Partner, Kollegen und Kolleginnen der europäischen Universitäten halten Lehrveranstaltungen an den Partneruniversitäten in Korea.“ So haben im Frühjahr 2016 Lehrende aus allen Partneruniversitäten einen Workshop auf der koreanischen Insel Jeju abgehalten,  in dem sich koreanische und europäische Studierende mit unterschiedlichen Aspekten der Analyse und der Organisation von Informationsprozessen im digitalen Zeitalter auseinandersetzen konnten.

„Der Erfolg des Studienprogramms beruht auf einer engen fachlichen Zusammenarbeit der beteiligten Institute und auf der professionellen Unterstützung durch die International Offices der Partneruniversitäten. Dies wurde auch bei der Projektbegehung durch die EU anerkannt“, sagt Caroli. Nach 2018 läuft die Förderung des Programms durch die EU definitiv aus. „Angesichts des Erfolgs des Programms und seiner zunehmenden Resonanz unter den Studierenden hoffen wir, dass wir Unterstützer finden, die das Studienprogramm fördern. Wir suchen derzeit Partner, die für einen Studenten ein Stipendium übernehmen“, sagt Caroli.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie International Office Studierendenportal
news-12838 Tue, 01 Nov 2016 12:01:00 +0100 Vortrag an der Uni zum US-Wahlkampf https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/vortrag-an-d/ Die Institute für Sozialwissenschaften, Interkulturelle Kommunikation, Informationswissenschaft und Sprachtechnologie sowie das das Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation haben eine Vorlesungsreihe zum Thema "Digitale Lebenswelten" ins Leben gerufen. Den Anfang macht die Wissenschaftlerin Patricia Yazigi mit ihrem Vortrag über den US-Wahlkampf 2012 auf Twitter, welchen sie in ihrer Dissertation untersucht hatte. Dabei hat sie die Profile von Barack Obama und Mitt Romney genauer untersucht und miteinander verglichen. Pressespiegel regional Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Gastvorträge news-12616 Sun, 30 Oct 2016 14:35:00 +0100 Digitale Lebenswelten: Soziale Medien im Wahlkampf https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-lebenswelten-soziale-medien-im-wahlkampf/ Wie kommunizieren Politikerinnen und Politiker über Twitter? Anhand des US-Wahlkampfs analysiert Patricia Yazigi die politische Kommunikation in sozialen Medien. In der Vortragsreihe „Digitale Lebenswelten" geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in den Wahlkampf via Internet, sprechen über das Schreiben im Netz und Mehrsprachigkeit im digitalen Europa. Die Vorträge mit Diskussion sind öffentlich. Wie kommunizieren Politikerinnen und Politiker über Twitter? Patricia Yazigi befasst sich mit politischer Kommunikation in sozialen Medien. Sie analysiert in ihrem Vortrag in der Reihe „Digitale Lebenswelten" [Programm als PDF] an der Universität Hildesheim den US-Wahlkampf via Internet. Yazigi hat an der Universität in Hildesheim promoviert und in ihrer Dissertation den US-Wahlkampf 2012 auf dem Online-Netzwerk Twitter untersucht. Die Wissenschaftlerin hat die Profile von Barack Obama und Mitt Romney verglichen und sich angesehen, wie die beiden Kandidaten sich sprachlich auf 140 Zeichen positionieren mit dem Ziel, sich selbst möglichst positiv darzustellen und den politischen Gegner nach Möglichkeit gleichzeitig abzuwerten. Politikerinnen und Politiker kommunizieren im Wahlkampf nicht als Privatpersonen, sondern treten in bestimmten Rollen auf, die zum Wahlkampf passen. Inzwischen arbeitet die Hildesheimer Absolventin bei Volkswagen in Wolfsburg.

„Das Thema könnte aktueller kaum sein, wir stehen kurz vor der US-Präsidentschaftswahl. Patricia Yazigi wird auch den derzeitigen Wahlkampf ansprechen, immerhin bezeichnet die New York Times den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump als 'Titan of Twitter'“, sagt Professorin Bettina Kluge, die die Vorlesungsreihe gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer, der Sprachwissenschaftlerin Professorin Beatrix Kreß und dem Informationswissenschaftler Professor Joachim Griesbaum organisiert. „Wir laden interessierte Bürger herzlich in die Universität ein, um sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren und mit uns ins Gespräch zu kommen“, so Kluge.

Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten“

Die Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Organisiert wird die Vorlesungsreihe von den Instituten für Sozialwissenschaften, Interkulturelle Kommunikation, Informationswissenschaft und Sprachtechnologie sowie dem Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation. Interessierte sind herzlich eingeladen. Alle Vorträge sind kostenfrei. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.

Der öffentliche Vortrag von Patricia Yazigi zum Thema „Facework, die sozialen Medien und der US-Wahlkampf“ beginnt am Dienstag, 1. November 2016, um 18:15 Uhr in der Aula am Bühler-Campus.

Die weiteren Vorträge der Reihe finden ab 15. November am Uni-Hauptcampus am Universitätsplatz (Neubau Raum N007) statt. Am 15. November 2016 spricht Georg Rehm vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz aus Berlin über „Mehrsprachigkeit für das digitale Europa“. Die Berliner Sprachwissenschaftlerin Anja Overbeck befasst sich am 29. November 2016 mit dem virtuellen Sprechen und digitalem Schreiben in sozialen Medien. Orientieren wir uns beim Schreiben im Netz eher an mündlichen oder an schriftlichen Vorbildern? Von welchen Faktoren ist dies abhängig (zum Beispiel Freizeitchat vs. Pressemitteilung). Professor Christoph Bieber von der Universität Duisburg-Essen spricht am 10. Januar 2017 über soziale Medien im Wahlkampf. Dabei geht der Politikwissenschaftler der Frage nach, warum der deutsche Wahlkampf anders verläuft als der amerikanische. Abschließend referiert am 31. Januar 2017 die Hamburger Informationswissenschaftlerin Professorin Frauke Schade über Erfolgsfaktoren von Marktführern auf dem digitalen Informationsmarkt.

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Sozialwissenschaften Politik Fachbereich 3 Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-12373 Sat, 17 Sep 2016 13:57:00 +0200 Herbstschule Information Retrieval und Information Foraging: Programm veröffentlicht https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/herbstschule/ Die Herbstschule Information Retrieval und Information Foraging / Autumn School for Information Retrieval and Information Foraging 2016 bietet vom 2. bis zum 8. Oktober wieder eine Einführung in fortgeschrittene Themen aus dem Bereich Informationssuche. Einige der wichtigsten internationalen Forscher zu den Themen stellen den internationalen Teilnehmern, vornehmlich Studierende im Master und DoktorandInnen die folgenden Inhalte vor:

  • Basics of Weighting and Ranking (Thomas Mandl)
  • Advanced IR Models (Ingo Frommholz)
  • Evaluation 1 (Thomas Mandl)
  • Advanced Weighting: (Ingo Frommholz)
  • Interactive Experiments,  Interaction in IR Systems (Thomas Mandl)
  • Modelling costs and benefits of interactions (Leif Azzopardi)
  • Expert Search (Andreas Henrich)
  • Collaborative Information Seeking (Stefanie Elbeshausen)
  • Modelling Interactive IR (Norbert Fuhr)

Zusätzlich gibt es Raum für die Teilnehmer, eigene Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Homepage von ASIRF 2016.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie MA-IIM-IW
news-11434 Thu, 03 Mar 2016 13:55:00 +0100 Fokusgruppe: Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/fokusgruppe/ Der digitale Wandel hat längst auch in der Arbeitswelt Einzug gehalten: Die zunehmende Automatisierung und der Anspruch, das Arbeiten überall, jederzeit und auf jedem Device zu ermöglichen bringt neue Herausforderungen in einem Umfeld, in dem zudem alle Stakeholder über verschiedene Dienste digital miteinander vernetzt sind. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hat die Forschungsgruppe ENWI (European Network for Workplace Information) eine internationale Studie initiiert, die zukünftige Herausforderungen bei der Nutzung von Informationsressourcen am Arbeitsplatz untersucht. Dafür führt das Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim eine Fokusgruppe zu dem Thema "Digital Workplaces" durch.

Ziel der Fokusgruppe ist es, praxisnahen Einblick in die aktuelle Lage und die Herausforderungen der Digitalisierung zu erhalten und  zukünftige Trends und Entwicklungen abzuleiten. Wir wollen Ihnen dafür Gelegenheit geben, in entspannter Atmosphäre Meinungen auszutauschen und Ihre Erfahrungen zu diskutieren. Dadurch erwarten wir nicht nur Erkenntnisse und neue Ziele für die Forschung, sondern auch die Gelegenheit zum Austausch unter den Praktikern.

Die Fokusgruppe findet am 4. März dank der freundlichen Unterstützung von usability.de in den Räumen der Agentur in Hannover statt. 

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-11459 Tue, 19 Jan 2016 14:19:00 +0100 Freie Medien im digitalen Zeitalter https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/freie-medien/ Die täglichen Schnittstellen mit dem Internet, ihre Gefahren, Chancen und Herausforderungen sind Thema der Vortragsreihe "Digitale Lebenswelten". Drei Professor_innen aus den Bereichen Sozial-, Sprach- und Informationswissenschaften sowie Interkulturelle Kommunikation sind die Organisatoren der Reihe, die bereits das dritte Mal stattfindet. Heute stellt Alexandra Borchardt, Chefin vom Dienst bei der Süddeutschen Zeitung, neue Trends in der digitalen Medienlandschaft vor. Pressespiegel regional Sozialwissenschaften Fachbereich 1 Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation news-11172 Sat, 16 Jan 2016 18:06:00 +0100 Digitale Lebenswelten: Freie und unabhängige Medien https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-lebenswelten-freie-und-unabhaengige-medien/ Alexandra Borchardt, Chefin vom Dienst der Süddeutschen Zeitung, spricht an der Uni Hildesheim über die Situation der Medienbranche, Trends der Digitalisierung und freie und unabhängige Medien. Der Vortrag am Dienstag ist Teil der Reihe „Digitale Lebenswelten". Freie und unabhängige Medien sind zentral für die Demokratie. Doch die Medienbranche steht zunehmend unter Druck. Die digitale Welt verändert Lebens- und Konsumgewohnheiten, neue Meinungsmarktplätze machen Zeitungen und Zeitschriften, Fernseh- und Radiosendern Konkurrenz. Die bewährten Geschäftsmodelle sind angezählt. Alexandra Borchardt, Chefin vom Dienst der Süddeutschen Zeitung, analysiert in ihrem Vortrag in der Reihe „Digitale Lebenswelten" an der Universität Hildesheim die Situation der Branche. Sie beschreibt fünf Trends der Digitalisierung, die jeden betreffen und führt aus, welche Konsequenzen Medienhäuser daraus ziehen und ziehen müssen.

Der öffentliche Vortrag beginnt am Dienstag, 19. Januar 2016, um 19:15 Uhr in der Universitätsbibliothek am Universitätsplatz 1 in Hildesheim.

Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten“

Die Reihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Organisiert wird die Vorlesungsreihe von den Instituten für Sozialwissenschaften, Interkulturelle Kommunikation sowie Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Am 26. Januar 2016 wird das Buch „Soziale Medien in Protestbewegungen. Neue Wege für Diskurs, Organisation und Empörung?“ vorgestellt. Welche Rolle spielen soziale Medien in Protestbewegungen? Dieser Frage gingen Prof. Dr. Marianne Kneuer und Dr. Saskia Richter im Jahr 2014 nach. Anlass für die Studie war die Beobachtung, dass der weltweiten Finanzkrise in 2011 Protestbewegungen in westlichen Demokratien folgten, die in mehr als 80 Ländern der Welt ein hohes Maß an Empörung auf die Straße brachten und zugleich intensiv soziale Medien nutzten, sagt Marianne Kneuer, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Hildesheim. Die Politikwissenschaftlerinnen haben Facebook- und Twitter-Postings von Aktivisten aus Spanien, Portugal, den USA, Großbritannien und Deutschland analysiert. Prof. Dr. Paul Nolte von der FU Berlin stellt das  Buch im Center of World Music in Hildesheim vor (Programm als PDF).

Abschließend gibt die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Bettina Kluge am 2. Februar 2016 Einblicke in Forschungsergebnisse aus der Migrationslinguistik. Sie spricht über „Mehrsprachigkeit und Humor als identitäre Ressource – migrantische Bloggerinnen und Blogger in Quebec“ (Programm als PDF). Die Wissenschaftlerin hat Blogs von spanisch- und französischsprachigen Menschen untersucht, die nach Quebec auswandern oder auswandern wollen und die sich online mit anderen Migrationswilligen über ihre Erfahrungen austauschen.

Medienkontakt: Pressestelle der Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation
news-10945 Tue, 10 Nov 2015 18:13:00 +0100 Nachtaktiv: Abenteuerurlaub für Entwickler https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/nachtaktiv-abenteuerurlaub-fuer-entwickler/ Beim ersten „Hackathon“ von Bosch und Uni suchen Studierende nach Lösungen im Themenfeld „Mobilität“. Studierende aus allen Fachbereichen, ob Informatik, Umweltbildung, Kultur-, Sprach- oder Sozialwissenschaften können Mitte November 2015 ihren Ideen freien Lauf lassen und zum Beispiel Software entwickeln. Dabei erhalten sie auch Unterstützung von Fachleuten. In eineinhalb Tagen die Welt retten? Die eine kann programmieren, der andere designen und die dritte Studentin bringt eine Idee mit. Zusammen bilden sie ein Team.

Studierende aus allen Fachbereichen können erstmals an einem „Hackathon“ teilnehmen. Die Informatiker um Professor Klaus Schmid von der Universität Hildesheim setzen damit ihre Zusammenarbeit mit dem Hildesheimer Unternehmen Bosch SoftTec fort. Bei einem Hackathon – eine Kombination der Wörter „hacken“ und „Marathon“ – arbeiten Studierende ein Wochenende lang intensiv an einem Projekt in der Software- oder Hardwareentwicklung. Dabei lassen sie ihrer Kreativität freien Lauf und setzen eigene Ideen um. Unterstützt werden die Studierenden von Spezialisten von Bosch. Das Unternehmen veranstaltet einen „Hackathon“ erstmals für Studierende. „Wir wollen mit dieser Veranstaltung Industrie und Hochschulen zusammenbringen. Wir möchten Leute, die Ideen und Sachverstand haben, unterstützen und ihnen eine Plattform zum Austausch bieten“, begründet Dietmar Meister von Bosch-Softtec das Angebot.

„Man kann ohne Team und ohne Idee kommen oder mit Team und mit Idee. Wir unterstützen bei der Bildung eines Teams, das entsteht vor Ort“, sagen die Studierenden Nils Tertling und Katharina Renner. Renner studiert in Hildesheim „Internationales Informationsmanagement“ und absolviert derzeit ein Praktikum bei Bosch.

Nachtaktiv: Wie läuft der „Hackathon“ in Hildesheim ab?

Studentinnen und Studenten kommen am Freitagvormittag zu Bosch, können in der Nacht durcharbeiten. Essen, Getränke, Duschen und eine Sitzecke für „Powernapping" werden vor Ort bereitgestellt. Am Samstagnachmittag werden die Ideen und Ergebnisse einer Jury vorgestellt. Die besten drei Ergebnisse werden prämiert.

„Studierende aus unterschiedlichen Fachbereichen kommen mit dem Ziel, etwas in kurzer Zeit unter Gleichgesinnten entwickeln zu wollen, auch die Nacht hindurch. Was will ich bis zum nächsten Tag erreichen? Irgendeiner werkelt und tippt immer, das motiviert enorm. Es geht darum, spielerisch, aber mit Ehrgeiz zu entwickeln. Da nicht hinzugehen ist ein verpasstes Wochenende“, beschreibt Dietmar Meister die „positive Anspannung“.

Und nach eineinhalb Tagen blickt man zurück und denkt: Ich hätte nie gedacht, dass ich das mit meinem Team in kurzer Zeit schaffe. Die Studierenden bringen ihren eigenen Rechner oder weitere Materialien mit, eine vertraute Entwicklungsumgebung.

Auto, Fahrrad, Barrierefreiheit: Wie stellen sich Studierende die Mobilität von morgen vor?

Inhaltlich geht es bei dem ersten Studierenden-Hackathon um das Thema „Connected Mobility“. „Die Gruppen arbeiten an ihren Projekten und entwickeln Ideen, wie sie sich die Mobilität von morgen vorstellen“, sagt Dietmar Meister.

Professor Klaus Schmid von der Arbeitsgruppe „Software Systems Engineering“ nennt den „Hackathon“ einen „Abenteuerurlaub für Entwickler“. Der Informatiker hat bereits im Sommersemester die Lehre an der Universität durch Praxiskooperationen ergänzt. IT-Studierende sammeln schon während des Studiums Erfahrungen, wie Software entwickelt wird und lernen die Bedingungen für Apps und Systeme im „realen Leben“ kennen.

Der Hildesheimer Informatiker hofft, dass auch Studentinnen und Studenten aus den Geistes-, Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaften an dem „Hackathon“ teilnehmen. Das Thema „vernetzte Mobilität“ ist sehr weit, die Entwicklungen müssen nicht mit einem Auto zusammenhängen. Egal ob öffentlicher Nahverkehr oder Fahrradkurier, all das kann „Connected Mobility“ sein. Die Grenze ist nur durch die Phantasie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesetzt, so Schmid.

Neben der Programmierung können Teams auch an der Entwicklung von Konzepten arbeiten und zum Beispiel nach Lösungswegen suchen, wie man durch Teilen („Sharing“) von A nach B kommt. Oder Studierende aus dem Schwerpunkt „Barrierefreie Kommunikation“ entwickeln Anwendungen, die durch den Alltag oder ein Museum führen, wenn man kaum oder gar nicht mehr Sehen und Hören kann.

Ein Beispiel: Nach der Flucht – wie kommt man täglich vom Dorf zum Lernort in der Stadt?

Ein Thema, mit dem sich Studierende beschäftigen können, ist zum Beispiel die Mobilität von Menschen, die neu in Deutschland ankommen: Wie kommt man ohne Busticket und mit wenig Geld von Bad Salzdetfurth, Alfeld, Algermissen, Diekholzen oder Nordstemmen in die nächstgelegene Großstadt, um zu lernen? Junge Erwachsene, die nach der Flucht in einem Dorf in Niedersachsen angekommen sind und nun die Universität und den Sprachkurs an der Volkshochschule besuchen wollen, haben Schwierigkeiten überhaupt aus dem Landkreis nach Hildesheim zur Vorlesung zu gelangen.

Das Schnupperstudium ist zwar kostenfrei – aber wie gelangt man täglich zu dem Lernort? „Wichtig ist, dass wir für Mobilität sorgen“, sagt Hannes Schammann, Juniorprofessor für Migrationspolitik. „Mobilität ist ein großes Thema. Viele Studieninteressierte wohnen im Landkreis. Teilweise wohnen sie zwei Stunden entfernt von Hildesheim, sie dürfen nicht weg von ihrem Wohnsitz. Bei der Zuweisung wird nicht darauf geachtet, was die Leute können.“ Könnte man eine Mitfahrvermittlung geschickt mit einer APP organisieren? Während des „Hackathons“ können Studierende aus den Bildungs-, Sozial- und Sprachwissenschaften gemeinsam mit IT-Studierenden an Lösungen arbeiten.

„Wie es nach dem Hackathon weitergeht, ist offen. Bosch ist interessiert, auch danach mit den Studierenden an ihren Ideen zusammenzuarbeiten. Praktika oder eigene start-ups – alles ist möglich“, sagt Dietmar Meister.

„Hackathon“ am 13. und 14. November 2015 in Hildesheim

Lösungen entwickeln: Dietmar Meister, Bosch Softtec; Uni-Professor Klaus Schmid. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Der Hackathon in Hildesheim findet vom 13. bis 14. November 2015 im Bosch-Werk im Hildesheim Wald (Robert-Bosch-Straße 200, Hildesheim) statt. Er steht allen Studierenden offen. Wer teilnehmen möchte, kann sich noch anmelden (E-Mail: Hackathon.BSOT@bosch.com).  Dabei können Studierende auch auf eine App-Plattform für Fahrzeuge zurückgreifen. Weitere Hochschulen aus Hannover, Hildesheim und Hamburg nehmen teil. Die Gewinner werden ihr Ergebnis dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies und dem Hildesheimer Oberbürgermeister Ingo Meyer sowie weiteren Vertretern von Industrie, Politik und Hochschulen aus der Region vorstellen.
Weitere Informationen findet man online.

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Fachbereich 4 SSE Informatik Fachbereich 3
news-10908 Thu, 29 Oct 2015 13:05:00 +0100 Die Welt der Kinder - Tagung vom 4. bis 6. Februar 2016 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/die-welt-der/ Weltwissen und Weltdeutung in Schul- und Kinderbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts - Internationale Tagung an der Universität Zürich vom 4. bis 6. Februar 2016 Im Rahmen des Projektes Welt der Kinder findet eine Konferenz zum Thema Weltwissen und Weltdeutung in Schul- und Kinderbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Hier werden laufende Ergebnisse aus dem Projekt vorgestellt und Fachvorträge aus der Forschung zu Schul- und Kinderbüchern und Methoden der

Das Programm der Tagung findet sich hier: http://welt-der-kinder.gei.de/wp-content/uploads/2015/10/Tagungsprogramm_Welt-der-Kinder.pdf

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-10693 Thu, 01 Oct 2015 11:43:00 +0200 Hildesheim Conference on electronic Dictionaries as Information Tools - 7.-8.10.2015 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/hildesheim-c/ Die"Hildesheim Conference on electronic Dictionaries as Information Tools" (7.-8.10.15) bildet die Abschlusskonferenz zu dem erfolgreichen Projekt "Scientific e-Lexicography for Africa". Das Projekt "Scientific e-Lexicography for Africa", in dessen Rahmen bisher 15 Studierende bis zu 8 Wochen Forschung in Südafrika (im Zusammenhang mit ihren Abschlussarbeiten) durchgeführt haben, läuft zum Ende dieses Jahres aus.

Dies haben wir zum Anlass genommen, eine Abschlusskonferenz zu organisieren: nächste Woche am Mittwoch und Donnerstag (7.-8.10.15) findet am Bühler Campus (im Erdgeschoss des Neubaus) die "Hildesheim Conference on electronic Dictionaries as Information Tools" mit internationaler Beteiligung statt. Angemeldet ist ein internationales Fachpublikum: wir haben Teilnehmer/Innen aus Afrika (Südafrika, Zimbabwe, DR Congo) und aus Europa (Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, England, Dänemark, Schweiz) eingeladen. In mehreren Sessions werden Beiträge aus aktueller Forschung mit Bezug zur Lexikographie und natürlich Forschung aus unserem Projekt vorgestellt und anschließend von Experten diskutiert.

Da wir zwischenzeitlich eine Erasmus+ Verbindung mit der Universität Stellenbosch (nahe Kapstadt) einrichten konnten, besteht weiterhin die Möglichkeit, Teile des Studiums in Südafrika zu durchzuführen. Darüber hinaus bietet der DAAD Einzelförderung an. Wenn Sie am Bereich maschinelle Sprachverarbeitung/Lexikographie Interesse haben, sollten Sie diese Konferenz auf jeden Fall besuchen. Bitte melden Sie sich unter sela@uni-hildesheim.de bis spätestens Freitag dieser Woche (2.10.) an.

Weitere Informationen finden Sie auf der Konferenzseite.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-10560 Tue, 18 Aug 2015 19:13:00 +0200 HIER-Workshop: Tagungsband online https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/hier-worksho/ Der HIER-Workshop 2015 ist erfolgreich verlaufen. Zum Nachlesen gibt es jetzt den Tagungsband. Der Tagungsband zum Workshop (Programm) wurde Open Access im Universitätsverlag Hildesheim veröffentlicht:

Stefanie Elbeshausen, Gertrud Faaß, Joachim Griesbaum, Ben Heuwing, Julia Jürgens (Hrsg.): HiER 2015 - Proceedings des 9. Hildesheimer Evaluierungs- und Retrievalworkshop. Hildesheim : Universitätsverlag, 2015. ISBN 978-3-934105-59-1 - Online:  www.uni-hildesheim.de/bibliothek/universitaetsverlag-open-access/open-access/oa-unser-angebot/hier-2015/fb3/institute/iwist/aktuelles/nachricht/artikel/gemeinsame-suche/

Eine Schilderung und Bilder des Workshops finden sich außerdem in dem Artikel "Gemeinsame Suche" von Isa Lange.

 

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-10358 Tue, 14 Jul 2015 10:24:00 +0200 Wörterbücher: Lesen im Smartphone https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/woerterbuecher-lesen-im-smartphone/ „Schüler lesen nicht immer zwei Seiten im Wörterbuch, bevor sie schlafen gehen. Aber sie lesen im Smartphone“, sagt Rufus Gouws. Der Professor aus Südafrika entwickelt gemeinsam mit Computerlinguisten der Uni Hildesheim elektronische Wörterbücher. Sie wollen Wörterbücher für die Sprachen Zulu und Sepedi als App anbieten. Matthias Friedrich und Paula Rathjen traf das Forscherteam. Ein Forscherteam aus Hildesheim entwickelt zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Namibia und Südafrika ein Online-Wörterbuch für Zulu und ein Werkzeug für die Konstruktion von Relativsätzen in Sepedi. Die Untersuchungen sollen eine größere Anzahl theoretischer Wörterbuchforschungen praktisch veranschaulichen. Allein Südafrika hat elf Amtssprachen, ein ideales Forschungsgebiet für die Computerlinguisten.

In diesem Sommersemester hat sich prominenter Besuch aus Stellenbosch in Hildesheim eingefunden: Professor Rufus Gouws hat sich auf Lexikographie, also die Erstellung von Wörterbüchern, spezialisiert und unterstützt die Computerlinguisten Professor Ulrich Heid und Gertrud Faaß bei ihrer Arbeit. Heid und Gouws haben sich 1986 auf einer Konferenz für Wörterbuchforscher kennengelernt und seitdem immer wieder kooperiert. Schon zwischen 2006 und 2008, als Gertrud Faaß in Pretoria promovierte, gab es Vorüberlegungen zum derzeit laufenden SELA-Projekt („Scientific e-Lexicography for Africa“). Seit 2012 läuft die Zusammenarbeit zwischen Hildesheim, Pretoria und Stellenbosch, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert wird: Wie lassen sich die südafrikanischen Sprachen systematisieren und in systematischen Wörterbüchern zusammenfassen, zumal Erkenntnisse auf diesem Gebiet noch sehr lückenhaft sind?

Die Forscher haben überlegt, wie sie das Wissen über den Wortschatz in der Sprache Zulu oder grammatikalische Konstruktionen der Sprache Sepedi darstellen können. Denn das Ergebnis soll auf den Nutzer abgestimmt sein. Die Wörterbuchkultur in Südafrika sei bislang wenig verbreitet, erläutert Rufus Gouws. Das Land ist zwar flächendeckend mit Internet versorgt, allerdings hat längst nicht jeder Haushalt einen Computer. Smartphones nutzen aber vor allem Jugendliche deutlich häufiger. Deshalb möchte das Forscherteam Wörterbücher als App anbieten. „Wir wissen: Schüler lesen nicht immer zwei Seiten im Wörterbuch, bevor sie schlafen gehen. Aber sie lesen im Smartphone“, sagt Rufus Gouws. Diese Form der Online-Lexikographie ist die Zukunft; sie bietet zudem die Möglichkeit, auf buchexterne Quellen wie Videos und Bilder zu verweisen.

Das Projekt ist damit darauf angelegt, eine Wörterbuchkultur zu etablieren, nicht nur das Wissen über eine Sprache. „Der Computer hat kein Weltwissen“, sagt Gertrud Faaß. Ein avanciertes Programm alleine ist also nicht genug. Im Projekt versuchen die Forscher, sich mit einer optimalen Gestaltung am Benutzer zu orientieren, beschreibt Ulrich Heid. „Wir möchten keine weitere verlorene Generation in der Wörterbuchnutzung haben“, sagt Gouws. Aus diesem Grund bemühen sich die Forscher, exemplarisch Einzelgebiete der jeweiligen Sprachen abzudecken. Sie bedienen sich am bisherigen Wortschatz aus den Lehrbüchern, der auf Anfänger und Fortgeschrittene zugeschnitten werden soll, aber auch sprachliche Eigenheiten berücksichtigt. Denn Wörterbücher sind nicht nur Informations-, sondern auch Kulturquelle. Heid erzählt, wie er einmal in Pretoria eine Studentin nach dem Weg fragte. Sie antwortete: „Gehen Sie zum nächsten robot, dann rechts und geradeaus.“ Im südafrikanischen Englisch steht „robot“ für „traffic light“, ein Ausdruck, den Touristen in der Regel nicht kennen. Auf solche Verschiebungen von Bedeutung müssen sich Lexikographen gefasst machen: Sie vertiefen sich sowohl in die Kultur als auch in die Sprache. So vereint das derzeitige Projekt Lexikographen, Computerlinguisten und Experten für interkulturelle Kommunikation. Die Hildesheimer Forscher entwickeln ein Programm, das die wissenschaftlichen Erkenntnisse vermitteln soll. Zwar sind sie mit den Strukturen der Sprachen vertraut, Teil des Teams sind aber auch Südafrikaner, die beispielsweise Zulu beherrschen. „Wir wollen ja keine Fehler machen“, sagt Faaß.

Das Projekt soll auch dazu dienen, die Softwaretechnologie und die Nutzerorientierung von Online-Wörterbüchern auszubauen. „Wir führen ein multidisziplinäres Projekt durch“, erklärt Heid. Die wissenschaftliche Tätigkeit wird auch nach dem offiziellen Projektschluss Ende 2015 nicht beendet sein. „Lexikographie ist eine Lebensweise“, sagt Gouws. Denn die Forscher beschäftigen sich mit einer ganzen Kultur und versuchen, diese an andere zu vermitteln; dabei lernen sie, wie sie die Erstellung von Wörterbüchern optimieren können.

Alexandria Sanasi hat in Hildesheim „Internationales Informationsmanagement“ studiert und ihre Bachelorarbeit bei den Computerlinguisten geschrieben. Zum Forschungsaufenthalt war sie in Südafrika. Ein Kurzporträt.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-10201 Thu, 09 Jul 2015 19:30:00 +0200 Gemeinsame Suche https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/gemeinsame-suche/ Technologien dringen verstärkt und immer schneller in unseren Alltag ein, viele tragen permanent ein Smartphone bei sich. Wie Software nutzerfreundlich entwickelt wird, wie die Digitalisierung die Arbeit von Geisteswissenschaftlern und das Lernen verändert – damit befassen sich Fachleute an der Universität Hildesheim. Ein Einblick von Isa Lange. Wie Menschen gemeinsam nach Informationen suchen, untersucht Stefanie Elbeshausen. Die Informationswissenschaftlerin nennt das „Collaborative Information Seeking“, also kollaboratives Informationssuchverhalten. Beispielsweise im Freizeitbereich: Freunde, die an verschiedenen Orten wohnen, verbinden sich über das Internet und versuchen, gemeinsam eine Urlaubsreise zu planen, sie vergleichen Preise, suchen Urlaubsorte. In ihrer Doktorarbeit untersucht Stefanie Elbeshausen nun, wie Studierende komplexe Suchaufgaben lösen, etwa wenn sie gemeinsam Hausarbeiten oder Referate über Informationsethik – welche Daten werden wo und wie sicher abgelegt ? – vorbereiten. „Die Studierenden führen Suchtagebücher. Die Online-Suche wird aufgezeichnet, außerdem führe ich Gruppeninterviews und möchte erfahren, welchen Einfluss die Persönlichkeit auf die gemeinsame Suche hat“, sagt Elbeshausen.

Die Doktorandin lehrt am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim. Das Institut möchte „ein Bindeglied zwischen Geistes- und Sprachwissenschaft sowie der Informatik“ sein. Professorin Christa Womser-Hacker und Professor Thomas Mandl entwickeln zum Beispiel Methoden, um früh technologische Trends in Patentdatenbanken zu erkennen, sie untersuchen die Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit von Internetseiten und fragen, wie Menschen sich Informationen beschaffen. Elektronische Wörterbücher entwickelt eine Arbeitsgruppe um den Computerlinguisten Professor Ulrich Heid (Artikel: „Riesige Textmengen lesen: Wie Computerlinguisten arbeiten" PDF). Josef Ruppenhofer erforscht zum Beispiel derzeit in einem DFG-geförderten Projekt, wie Gefühle und subjektive Ausdrücke in deutschen und englischen Texten mit computerlinguistischen Verfahren erkannt werden können.

Seit fast 15 Jahren kommen in Hildesheim Fachleute aus Wissenschaft und Praxis zusammen, in diesem Jahr tauschen sie sich in den Bereichen Digital Humanities, Internetsuche und Online Marketing, Information Seeking sowie E-Learning aus (Programm des Workshops HIER 2015). Professorin Elke Greifender von der Humboldt-Universität in Berlin blickt zum Beispiel auf die „Ausreißer“ in Testdesigns („outliers“), ein methodisches Problem. Vom Göttinger Centre for Digital Humanities ist Professor Gerhard Lauer angereist, um über das Lesen mit Maschinen am Beispiel der Literaturwissenschaft zu sprechen. Joachim Griesbaum, Professor für Informationswissenschaft an der Universität Hildesheim, beschäftigt sich mit einer Frage, die derzeit auch viele Schulleiter umtreibt: Was sind die Vorteile der Digitalisierung für Unterricht und Lehre in der Schule? „Sie stehen vor der Herausforderung, sich diesem Umbruch, etwa in der Unterrichtsgestaltung, zu nähern. Tablets, Smartphones und Laptops sind keine Bücher, sondern Informations- und Kommunikationstechnologien“, sagt Griesbaum, der kürzlich mit Schulleitern über die Komplexität des E-Learning sprach. „Das bedeutet für Schulen ein Bedarf für systematisches Informationsmanagement, das auch rechtliche und sicherheitsrelevante Aspekte beinhaltet. Mittlerweile entstehen auf dem Bildungsmarkt gänzlich neue Anbieter, die Infrastrukturleistungen und Software-Services bieten, Tablets ausleihen. Aber Lehrerinnen und Lehrer müssen wissen, wie sie damit umgehen“, so Griesbaum.

Wie sich die Geisteswissenschaft unter den Bedingungen des Digitalen verändern, lässt sich am Projekt „Die Welt der Kinder – Weltwissen und Weltdeutung in Schul- und Kinderbüchern zwischen 1850 und 1918“ ablesen. Eine Zeit ohne Smartphone, Internet, Fernsehen oder Radio. Historiker, Informatiker und Computerlinguisten aus Braunschweig, Darmstadt und Hildesheim arbeiten dabei zusammen. Die Historiker des Georg-Eckert-Instituts untersuchen, wie Kinder um die Jahrhundertwende durch Schulbücher in ihrer Weltwahrnehmung beeinflusst wurden. Ein Smartphone gab es noch nicht, das mündliche Wort von Durchreisenden oder Eltern können sie nicht mehr untersuchen. Daher konzentrieren sie sich auf ein Archiv, das mehr als 3000 Geschichtsbücher enthält und digital bereits erfasst wurde. „Wir sind mittendrin. Ohne technische Hilfsmittel können Historiker einzelne Quellen untersuchen. Wir lernen zunächst von ihnen, wie sie vorgehen und entwickeln nun Werkzeuge, wie die Forscher übergreifend analysieren können. Die verwendeten Verfahren bauen meist auf Statistiken über typische Begriffskombinationen auf“, erläutert der Informationswissenschaftler Ben Heuwing.

Er arbeitet mit an der Entwicklung von Methoden, um die über 600.000 Buchseiten auszuwerten. Ein Server führt die Grundberechnungen durch, teilweise laufen die Analysen in den riesigen Dokumentenmengen mehrere Tage. Um die Serversoftware zu bedienen und Analysen durchzuführen, entwickelt Ben Heuwing die Oberflächen. Wie können Daten visualisiert werden, welche Diagramme eignen sich, wie können Dokumentenmengen ausgewählt werden? „Es geht nicht darum, irgendwie zu einem Ergebnis zu kommen. Die Studie muss für die Forschung nachvollziehbar und im wissenschaftlichen Prozess überprüfbar sein“, sagt der Wissenschaftler. In den „Digital Humanties“ läuft gerade eine Diskussion, ob Geisteswissenschaftler auch Programmierer oder Einzelne fortgebildet werden sollen. Oder sollen digitale Werkzeuge für bestimmte Aufgaben in den Geisteswissenschaften zugeschnitten werden?

Ben Heuwing ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim. Am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie hat er gerade seine Promotion über nutzerzentrierte Softwareentwicklung abgeschlossen. Das Ziel ist, so Heuwing, „Software so zu entwickeln, dass sie verständlich und gebrauchstauglich ist und für die Aufgaben verwendet werden kann, für die sie geschaffen wurde“. Für die nutzerzentrierte Entwicklung von Software gelten DIN-Normen, es werden beispielsweise Befragungen und Nutzertests durchgeführt. Onlineshops haben etwa ein großes Interesse, dass ihre Internetseiten nutzerfreundlich aufgebaut sind, sind sie es nicht – wechselt der Kunde womöglich zur Konkurrenz.

Das hat auch mit steigenden Erwartungen der Nutzer zu tun: Fast jeder hat heute ein Smartphone in der Tasche, kann sich Software (Apps) herunterladen. Wenn man über eine Bahn-App den Zug nicht findet, nutzt man sie nicht mehr. „Wir sind immer mehr daran gewöhnt, keine Bedienungsanleitung für Nichts zu lesen und wir erwarten, dass man die Anwendung schnell durchblickt, dass sie vertraut ist oder sich zumindest leicht durch Ausprobieren entdecken lässt“, sagt der Informationswissenschaftler. Ältere Menschen werden mittlerweile über Apps überhaupt erst an Softwarenutzung herangeführt, weil sie hier leichter Ausprobieren können und weniger Scheu haben, etwas falsch zu machen. „Aber auch in der Softwareentwicklung für den Maschinenbau und medizinischen Bereich müssen die Fehlerraten bei der Anwendung reduziert werden. Dass die Software auf den Geräten gebrauchstauglich ist, ist gerade bei medizinischen Geräten enorm wichtig“, so Ben Heuwing.

Kontakt für Interessierte in Hildesheim: Digitale Geisteswissenschaften

Auch an der Universität Hildesheim möchte Ben Heuwing noch stärker Informationswissenschaftler mit Politik-, Erziehungs- oder zum Beispiel Geschichtswissenschaftlern zusammenbringen. Wer sich für das Thema interessiert, kann den Wissenschaftler kontaktieren (E-Mail heuwing@uni-hildesheim.de). Er sucht derzeit selbst einen Studenten, der Informationsmanagement in Kombination mit Geschichte studiert und zum Beispiel an einer Abschlussarbeit im Rahmen des Schulbuchforschungs-Projektes arbeiten möchte.

Medienkontakt: Pressestelle der Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-10322 Wed, 08 Jul 2015 09:25:00 +0200 Informationsmanagement und Sprachen https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/informationsmanagement-und-sprachen/ Die einen bringen Computern bei, Sprachen maschinell zu übersetzen und entwickeln elektronische Wörterbücher. Andere gestalten Internetseiten barrierefrei oder übersetzen technische Texte. 164 Studierende haben in den Informations- und Sprachwissenschaften ihren Bachelor- oder Masterabschluss erreicht. Ein Anlass, um einmal nachzufragen: Matthias Friedrich sprach mit den Absolventinnen Nicola Hoppe und Alexandria Sanasi über das Studium und Berufsperspektiven. Während des Studiums haben sich verschiedene Interessenschwerpunkte herauskristallisiert, die beide im Beruf weiterverfolgen möchten. Ihre Masterarbeit hat Nicola Hoppe über Metaphern des Todes geschrieben: Wie werden Metaphern über den Tod in Zeitungsanzeigen und in Krimiserien dargestellt? „Es gibt viele Unterschiede zwischen diesen beiden Diskursen“, sagt sie.

Alexandria Sanasi hat ihren Bachelor „Internationales Informationsmanagement“ mit dem Schwerpunkt Informationswissenschaft gerade abgeschlossen und hat nun ihr Masterstudium in Hildesheim begonnen. Sie interessiert sich unter anderem für maschinelle Sprachübersetzung. Das hat sie in ihrer Bachelorarbeit weiterverfolgt und reiste dafür im Rahmen des Programms „Welcome to Africa" nach Pretoria in Südafrika. Das Programm wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). In ihrer Bachelorarbeit entwickelt Alexandria Sanasis einen grammatischen Trainer für Zulu-Possessivkonstruktionen. Ihre Arbeit erfolgte in Zusammenarbeit mit der University of South Africa, UNISA, und dem Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim. Dort lehren und forschen Professor Ulrich Heid und Gertrud Faaß im Bereich Computerlinguistik. Ihr Praktikum absolvierte Sanasi in einem Londoner Marketing-Unternehmen, wo sie sowohl Websites und Blogs gestaltete als auch Verkaufstrainings für Vertreter des Gesundheitssektors plante.

Nicola Hoppe plant, in Hildesheim zu promovieren. Ihr Wissen über Metapherntheorie will sie in ihrer Doktorarbeit vertiefen, in der sie die Metaphern in der Kommunikation von Menschen mit Essstörungen untersuchen möchte, um die Schnittstellen zwischen Erfahrung, Gedanken und Sprache zu finden. Bei dieser Themenfindung hat ihr das geholfen, was sie während ihres Studiums über kognitive Linguistik gelernt hat, die sich mit dem beschäftigt, was im Kopf beim Sprechen passiert. Alexandria Staniasi hingegen möchte sich weiter auf e-Learning konzentrieren, möglicherweise mit einem Schwerpunkt auf kulturelle und internationale Lernstilforschung.

Welche Anregungen bietet die Universität den Studierenden des Fachbereichs „Sprach- und Informationswissenschaften“? „Wir empfehlen den Studierenden, entweder im Ausland ein Praktikum oder ein Semester zu absolvieren, damit sie Berufserfahrungen sammeln können“, sagt Helena Drawert, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Interkulturelle Kommunikation. Dass das automatisch zu Berufsperspektiven führen kann, haben Nicola Hoppe und Alexandria Sanasi bewiesen. 

Informationsmanagement, Übersetzen und Sprachen

Jetzt ist es so weit: 164 Studierende haben dieses Jahr ihr Studium der i-Plus-Studiengänge und des Masters Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache abgeschlossen. Ende Juni erhielten Studierende aus den Studiengängen „Internationales Informationsmanagement“, „Internationale Kommunikation und Übersetzen“, „Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache“, „Internationale Fachkommunikation – Sprachen und Technik“ sowie „Medientext und Medienübersetzung“ ihre Bachelor- und Masterurkunden.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-9742 Tue, 07 Apr 2015 18:14:00 +0200 Bloß neue Technik? Wie sich Kommunikationsformen verändern https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/bloss-neue-technik-wie-sich-kommunikationsformen-veraendern/ Wie wir mit digitalen Medien umgehen: Sind Facebook, Twitter und Youtube bloß eine neue Technik oder ändern sich damit auch Formen der Kommunikation? Soziologen der Uni Hildesheim untersuchen, wie Medien genutzt werden: Sie beobachten Online-Kommunikation in Blogs und Foren – und offline-Debatten in Vereinen, an Fotoabenden und Stammtischen. Sie wollen erfahren, wann etwa „Selfies“ entstehen, warum man in politischen Live-Chats und auf Podien diskutiert oder wer Fotos (nicht) online teilt. Interessierte aus dem Raum Hildesheim, Hannover, Braunschweig, Göttingen können an der Studie teilnehmen. Neulich war Michael Corsten mit seiner Familie in einer fremden Stadt. Mit dem Stadtplan in der Hand suchte er nach einem Restaurant. „Mein Sohn hat sein Smartphone rausgezückt, in der Nähe soll ein gutes Restaurant liegen. 35 gute Bewertungen ploppten auf“, erzählt der Soziologe der Universität Hildesheim. Sein Sohn setzt sich durch, die Familie lässt sich auf Empfehlungen von Usern ein, die ihnen unbekannt sind – das Essen war brillant. Das heimische Restaurant ist in keinem Stadtführer verzeichnet, obwohl es im Internet die meisten „Gefällt mir“-Klicks zählt. Ein simples Beispiel aus dem Alltag. „Wir müssen uns vor Augen halten, wie wirksam digitale Kommunikation ist. Jedwede Information – etwa über den letzten Restaurantbesuch – bleibt gespeichert und das verändert soziale Praktiken“, sagt der Professor für Soziologie.

„Wir untersuchen, wie sich Kommunikationsformen in der digitalen und nicht-digitalen Welt unterscheiden. Wie setzt man zum Beispiel ein Thema? Wie weckt man für ein Bild Interesse? Wie protestieren Menschen digital und auf der Straße, wie debattieren sie am Stammtisch oder im Blog über Fußball?“, zählt Michael Corsten auf. Er ist vor allem an den „Umschlagspunkten der Kommunikation“ interessiert, wie Themen gewechselt werden und jemand neue Punkte in eine Debatte einführt.

Ins Feld gehen: Beobachten, was in Debattierclubs, Blogs, Foren und an Stammtischen passiert

Gemeinsam mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern Holger Herma, Laura Maleyka und Sascha Oswald möchte Michael Corsten in dem Forschungsprojekt „Digitale Verbreitungsmedien, Kommunikationsmacht und Generation“ herausfinden, wie verschiedene soziale Gruppen mit den neuen technischen Kommunikationsmitteln umgehen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt mit etwa 250.000 Euro über drei Jahre. Verändert sich mit Facebook, Youtube, Twitter, Blogs und Co lediglich die technische Art der Kommunikation – oder auch die Formen der Kommunikation selbst? Um das herauszufinden gehen die Wissenschaftler ins Feld: Sie beobachten, was in Debattierclubs, Foto- und Filmvereinen, in Blogs, Foren und auch an Stammtischen passiert. Sie sammeln zum Beispiel, wie visuell dargestellte Ironie via „reddit“ verbreitet wird. Die anfangs kleine Gemeinschaft gilt mittlerweile als weltweit genutzte Plattform, die sich als „Startseite des Internets“ bezeichnet.

Die Hildesheimer Arbeitsgruppe geht davon aus, dass „jedes Medium Menschen über unterschiedliche technische Kanäle miteinander verbindet und so eigene Rahmenbedingungen für die Kommunikation setzt“. Ein Zeitschriftenartikel richtet sich über den Sehsinn von einem an viele, während das Telefon den Austausch von nur zwei Menschen über den Hörsinn ermöglicht. Wie stellt ein Chat nun Verknüpfungen zwischen Menschen her? Verlaufen Diskussionen in Foren und via Skype anders, als am städtischen Stammtisch und wie verändert sich dadurch ein Gespräch?

Die Forscherinnen und Forscher möchten in den nächsten drei Jahren mehr darüber erfahren, wie Medien genutzt werden. Dafür suchen sie derzeit Studienteilnehmer (siehe Aufruf unten). Wann entstehen „Selfies“? Wie unterhalten sich Menschen auf Facebook? Wie zeige ich meiner Familie meine Urlaubsfotos? Mit wem, wo und wie diskutiert man über gesellschaftliche und persönliche Themen? „Wir möchten mehr darüber erfahren, welche Generationen sich bestimmten Mediengattungen widmen“, sagt der Soziologe Holger Herma. „Es schafft Unterschiede, in welchem Alter man auf Medien trifft, sie als neuartig, als gewohnt oder als veraltet wahrnimmt, um sich zu informieren und zu kommunizieren. Wir beobachten, wie Menschen analog damit umgehen, zum Beispiel warum sich Menschen auch heute noch zu privaten Dia- oder Fotoabenden treffen, Bilder aber nicht online zirkulieren oder kommentieren lassen. Wir haben viele Fotokreise gefunden, die das Internet nur nutzen, um Termine unter sich zu vereinbaren. Anders verhält es sich mit politischen Live-Chats, wo von vorherein kein geschlossener Kreis gegeben ist“, so Herma.

Bei Podiumsdiskussionen ist ein Ende in Sicht – online ist unklar, wann Debatte endet

Was die Forscher zum Beispiel beobachten: Zeitungskolumnen, die in digitalen Foren in hoher Anzahl von Usern mit nicknames kommentiert werden. „Diese Art der Kommunikation mag dem ersten Eindruck zufolge unübersichtlich wirken, da sich Bezugs- und Anknüpfungspunkte anders ausbilden. Hierzu ein Ordnungssystem zu erstellen, gibt aber Aufschluss darüber, wie sich Kommunikation in digitalen Medien nach eigenen, oft neuartigen Gesetzlichkeiten vollzieht und reguliert", sagt Holger Herma.

Vieles laufe „im Analogen" anders ab: Bei Debatten in Vereinen oder bei einer Podiumsdiskussion ist zum Beispiel der Kreis der Mitwirkenden gesetzt. „Die Orientierung an Sachinhalten und die wechselseitige Bezugnahme ist gängigen Konventionen unterzogen – oder moderiert – und es ist deutlich, wann die Debatte zu Ende ist. Bei einem Thread ist es unklar, wann die Diskussion eigentlich zu Ende ist“, so der Forscher. Die Hildesheimer Arbeitsgruppe untersucht zurzeit intensiv solche Forendiskussionen und Debattierclubs. Die Forscher erfassen, wie um Publikumsgunst und Deutungshoheit gerungen wird und dabei auch Kämpfe um öffentliche Meinung ausgefochten – oder simuliert – werden.

Für manche sind E-Mails selbstverständlich – der Brief wird zur seltenen Sonderform

Außerdem will das Team von Michael Corsten erfahren, wie sich Nutzer die Technologien aneignen. Wie lernen sie mit dem Tablet oder dem Smartphone umzugehen, für welche Information und Kommunikation werden bestimmte Medientypen herangezogen oder absichtlich beiseite gelassen? Und wie binden sie die Technologien in ihren Alltag ein – vom Internetkaufhaus bis zum digitalen Navigationssystem?

Für manche ist das E-mailen selbstverständlich und das Verfassen eines Briefes wird zur seltenen Sonderform – der PISA-Sieger Finnland erwägt derzeit, dem Erlernen der Handschrift an Schulen einen nachrangigen Stellenwert zuzumessen. In Deutschland untersuchten Forscher jüngst die Feinmotorik von Grundschülern und ihre Schwierigkeiten, mit der Hand zu schreiben (dazu FAZ). Für wiederum andere sind E-Mail und sms bereits anachronistisch, sie nutzen Whatsapp und Co, andere Gattungen nehmen sie als randständig wahr.

In dem DFG-Forschungsprojekt untersuchen die Wissenschaftler aus Hildesheim auch, wie in sozialen Netzwerken und Foren Deutungshoheit und Weltauslegungen entstehen. Sie verwenden dafür den Begriff „Kommunikationsmacht“. Wer ist eigentlich berechtigt, einen Themenwechsel vorzunehmen? Laura Maleyka interessiert sich hierbei besonders für die Frage, wie Nutzer es schaffen „eine gegenläufige Meinung im Diskurs durchzusetzen“. Sie hat an der Hildesheimer Universität Internationales Informationsmanagement, Sprachwissenschaften, interkulturelle Kommunikation und Soziologie studiert. Ihre Abschlussarbeit hat Laura Maleyka über Online-Foren geschrieben – und am Beispiel der Brüderle-Debatte um Sexismus verglichen, wie Diskussion analog und digital stattfindet.

Online = anonymer, weniger sozial? Zu einfach. Anaolog und digital kann man nicht mehr scharf voneinander trennen

Was ist tatsächlich neu an den digitalen Medien? „Ich halte die Annahmen, dass die Kommunikation asynchroner, anonymer und weniger sozial verläuft, für vereinfacht. Ich finde es daher spannend, zu erfassen, was sich wirklich in der Kommunikation verändert hat. Das kann man herausfinden, wenn man bestimmte Kommunikationsformate miteinander vergleicht, analog und digital. Dann sieht man auch dass diese Unterscheidung oft nicht mehr trennscharf vorzunehmen ist. So werden etwa digitale Kommunikationspraktiken auch in die analoge Sprache übernommen, zum Beispiel ‚lol‘“, sagt Sascha Oswald, der in Konstanz Soziologie, Sprachwissenschaften und Neurolinguistik studiert hat. „Das Forschungsprojekt reizt mich, weil wir verschiedene Phänomene im Zusammenhang betrachten: Kommunikation, Macht und Technik.“

Professor Michael Corsten, Laura Maleyka und Sascha Oswald. Foto: Lange/Uni Hildesheim

Studie: Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht

Informationen rund um das Projekt erhalten Interessierte bei den Soziologen und der Soziologin unter der E-Mail-Adresse digi-med[at]uni-hildesheim.de. Die Forscher würden sich über Kontakte zu Fotografen, Debattierclubs, Stammtische und Gesprächsrunden aus dem Raum Hildesheim, Hannover, Braunschweig, Göttingen freuen, die an dem Forschungsprojekt teilnehmen. Die Forscher interessieren sich auch an Menschen aller Altersgruppen und beiderlei Geschlechts, die über Ihre Beschäftigung mit Fotografien, Videos oder Debattier- und Diskussionskunst ins Gespräch kommen möchten. Die Teilnehmer müssten etwas Zeit mitbringen und den Forschern Einblicke in ihre Interessen und Freizeitbeschäftigung geben.

Auch Fotojournalisten gesucht

Ein Gespräch mit professionellen Fotografen aus dem journalistischen Bereich wäre ebenfalls sehr interessant für die Hildesheimer Forscher. Sie möchten zum Beispiel erfahren, ob, und wenn ja, worin, sich der Einsatz von Fotos im Online-Journalismus vom klassischen Journalismus unterscheidet. Führt Online-Journalismus auch zu Veränderungen der Herstellung von Fotos (etwa durch die unterschiedliche Wahl von Kameras, aber auch Perspektiven, Größen, Farbeinstellungen)? Gibt es verschiedene Strategien der Platzierung von Fotos (digital/analog)? Ist der Unterschied digital-analog wirklich so bedeutend? Oder spielen nicht gängige Differenzen (wie Format der Zeitung/Zeitschrift, Gattung: Boulevard, Wochenzeitung, Illustrierte) eine viel wichtigere Rolle?

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, presse[at]uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Sozialwissenschaften Soziologie
news-9786 Thu, 19 Mar 2015 16:02:00 +0100 So klingen "Die Wurzeln der Rose" - Studierende entwickeln inklusiven Museums-Audioguide https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/so-klingen/ Studenten der Universität Hildesheim haben einen inklusiven Audioguide für die RPM-Leitausstellung zum Jubiläumsjahr "erfunden". Dabei werden die Exponate der Ausstellung von den Studierenden so beschrieben, dass sie für Sehende und Blinde gleichermaßen erfahrbar sind. Durch die Kooperation mit Radio Tonkuhle, werden die Texte außerdem auch als Beiträge für den Hörfunk aufbereitet. Pressespiegel regional Fachbereich 2 Kulturpolitik Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation news-9732 Thu, 12 Mar 2015 16:02:00 +0100 Apple dreht an der Uhr und die Welt am Rad https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/apple-dreht/ Mit Spannung haben Tausende die Präsentation der AppleWatch erwartet. Kann Apple die Erwartungen erfüllen oder ist die Uhr genauso ein laues Lüftchen wie die Konkurrenz? Der Konzern beschreitet jedenfalls andere Wege mit dem Know-how des Luxuslabels Burberry. Jan-Ole Hörmiller studiert Internationales Informationsmanagement an der Uni Hildesheim und war in Sachen B-to-C bei Apple beschäftigt. Hier sein Test-Statement zur neuen Uhr. Pressespiegel regional Fachbereich 4 Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-9696 Mon, 02 Mar 2015 15:46:00 +0100 Das digitale Büffeln - Vor-und Nachteile neuer Medien im Schulunterricht https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/das-digitale/ Das Internet reicht nicht bis ins Klassenzimmer. So das Ergebnis einer Recherche von Hildesheimer Studenten der Informationswissenschaften. Uni-Professor Joachim Griesbaum schickte seine Studenten auf den Weg, die Situation vor allem im Grundschulbereich näher zu erforschen. Als Ergebnis bieten sie nun einen kostenfreien Online-Kurs "Digitales Lernen in der Grundschule" an. Der Kurs soll darüber informieren, wie E-Learning in der Schule richtig und sinnvoll zum Einsatz kommt. Pressespiegel regional Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) news-9688 Tue, 24 Feb 2015 11:10:00 +0100 Lernen per Wisch-Effekt – Neue Lernmedien an Schulen https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/lernen-per-w/ ln Stadt und Landkreis Hildesheim gibt es bereits etliche Schulen, die technisch aufgerüstet haben. Die RBG, Söhlde oder Harsum sind zwei dieser neuen Tablet-Pionierschulen. Wie das "gläserne Klassenzimmer" arbeitet, zeigte auch der Verein n-21 auf der Dictaeta in Hannover. Zum gleichen Thema forscht auch Professor Joachim Griesbaum an der Uni Hildesheim: "Digitale Medien verbessern die Lernumgebung. Das Lernen selbst ersetzen sie nicht." Pressespiegel regional Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) news-9645 Thu, 12 Feb 2015 11:10:00 +0100 Appelbaum, Poitras, Snowden geistern durch den Hörsaal der Uni Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/appelbaum-p/ Mareike Thieme, Referentin für politische Bildung des ASta veranstaltet wöchentliche Referate zum Thema Datenschutz. Ob E-Mail-Verschlüsselung, abhörsicheres Surfen im Internet oder die Gefahren von Windows, das Referat soll Abhilfe schaffen und Lösungswege aufzeigen. Pressespiegel regional Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-8983 Tue, 03 Feb 2015 19:15:00 +0100 Digitale Lebenswelten: Soziale Medien und Transformation https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-leb/ Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" Wann? 3. Februar 2015, 19:15 Uhr

Wo? Bühler Campus, L131 (Aula)

Referentin: Carola Richter, Freie Universität Berlin

Vortragsthema: „Soziale Medien und Transformation: Was Ägypten, China und andere Autokraten verbindet“

Info: Die öffentliche Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Dabei geht es an der Universität Hildesheim in ingesamt sechs Vorträgen mit Diskussion um digitale Selbstdarstellungen in der Politik, um soziale Medien in Transformationsprozessen (Länderbeispiele sind Ägypten und China), um Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern auf deren persönlichen Internetseiten im interkulturellen Vergleich und Informationstechnologie für Entwicklungsländer. Die Forscherinnen und Forscher gehen der Frage nach, warum immer mehr deutsche Politiker twittern und welche psychischen Folgen durch Internetnutzung entstehen.

Organisiert wird die Vorlesungsreihe vom Institut für Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Thomas Demmelhuber), Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (Prof. Dr. Joachim Griesbaum) und Institut für Interkulturelle Kommunikation (Prof. Dr. Beatrix Kreß). Die Reihe findet in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. und dem Herderkolleg statt.

Programm als PDF

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Veranstaltungen Interkulturelle Kommunikation Fachbereich 3 Sozialwissenschaften Fachbereich 1
news-9526 Thu, 29 Jan 2015 15:15:00 +0100 Eine Zeitreise zu den „RosenOrten” per Handy https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/eine-zeitrei/ Auf Hochtouren arbeiten derzeit 15 Hildesheimer Informationsmanagement-Studenten an einer App fürs Handy, die Besucher des Roemer-und Pelizaeus-Museums auf eine Zeitreise durch die letzten 1200 Jahre schicken soll. Mit der Tour-Guide App kann man sich nach dem Ausstellungsbesuch direkt an 15 Punkte der Stadt begeben, die "RosenOrte". Die mobile App übernimmt auf der Route die Rolle des Stadtführers. Pressespiegel regional Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Fachbereich 3 news-9016 Tue, 20 Jan 2015 19:15:00 +0100 ACHTUNG: THEMENWECHSEL / Digitale Lebenswelten: Text und Data-Mining: Urheberrecht und Datenschutz https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/achtung-the/ Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" Wann? 20. Januar 2015, 19:15 Uhr

Wo? Bühler Campus, L131 (Aula)

Referentin: Thomas Mandl, Informationswissenschaftler Universität Hildesheim

Vortragsthema: „Text und Data-Mining: Urheberrechts- und Datenschutzaspekte“

ACHTUNG THEMENWECHSEL: Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten" fällt der geplante Vortrag von Nicola Döring (Technische Universität Ilmenau) zum Thema „Psychologische Folgen der Internetnutzung" am 20. Januar 2015 leider aus. Stattdessen spricht Professor Thomas Mandl über „Text und Data-Mining: Urheberrechts- und Datenschutzaspekte".

Info: Die öffentliche Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Dabei geht es an der Universität Hildesheim in ingesamt sechs Vorträgen mit Diskussion um digitale Selbstdarstellungen in der Politik, um soziale Medien in Transformationsprozessen (Länderbeispiele sind Ägypten und China), um Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern auf deren persönlichen Internetseiten im interkulturellen Vergleich und Informationstechnologie für Entwicklungsländer. Die Forscherinnen und Forscher gehen auch der Frage nach, warum immer mehr deutsche Politiker twittern.

Organisiert wird die Vorlesungsreihe vom Institut für Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Thomas Demmelhuber), Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (Prof. Dr. Joachim Griesbaum) und Institut für Interkulturelle Kommunikation (Prof. Dr. Beatrix Kreß). Die Reihe findet in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. und dem Herderkolleg statt.

Programm als PDF

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Veranstaltungen Universität Hildesheim Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation
news-9480 Fri, 16 Jan 2015 14:56:00 +0100 Uni-Vortrag über Urheberrechte und Datenschutz https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/uni-vortrag/ Im Rahmen der Vorlesungsreihe "Digitale Lebenswelten" spricht Professor Thomas Mandl, Informationswissenschaftler an der Universität Hildesheim, über „Text und Data-Mining: Urheber-rechts-und Datenschutzaspekte”. Pressespiegel regional Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-9385 Sat, 10 Jan 2015 18:44:00 +0100 Suchen mit der blinden Kuh: Digitale Medien in der Grundschule https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/suchen-mit-d/ Kinder wachsen mit digitalen Medien auf. Tür zu, Stecker raus – im Klassenzimmer ist das Internet vielerorts nicht angekommen. Studierende der Informationswissenschaft wollen mit einem Online-Kurs bundesweit Grundschullehrkräfte und Lehramtsstudierende erreichen und über den sicheren Einsatz von mobilen Geräten wie Tablets im Unterricht informieren. Einblicke in den kostenfreien Kurs „Digitales Lernen in der Grundschule“. Tablets und Smartphones gehören für viele Kinder mittlerweile zum Aufwachsen dazu. Im Unterrichtsalltag ist der Umgang mit mobilen digitalen Geräten bisher kaum angekommen, darauf weisen Studierende der Informationswissenschaften der Universität Hildesheim hin. In ihrer Recherche an Schulen in der Region sind sie auf Unsicherheit und Zurückhaltung gestoßen, digitale Medien im Klassenzimmer einzusetzen. Das wird auch in einem Video deutlich. „E-Learning haben wir eigentlich nur durch unseren Computerraum“, sagt eine Lehrerin. Mit mobilen Geräten könnte man hingegen flexibler arbeiten, in einer Ecke im Klassenraum, am Gruppentisch. Allerdings sieht sie die Gefahr, das Tablets als Spielzeug genutzt werden. „Wir haben überhaupt keine Tablets in der Schule. Ich fühle mich derzeit auch nicht in der Lage, weil ich überhaupt keinerlei Vorwissen habe“, sagt eine andere.

„Wir möchten informieren und Grundschullehrerinnen und Lehrern näher bringen, wie sie E-Learning im Unterricht anwenden können“, sagt Alice Holka. Die 27-Jährige aus Oberhausen studiert an der Universität Hildesheim „Internationales Informationsmanagement“. Gemeinsam mit 20 Studierenden hat sie in einem Projektseminar bei Professor Joachim Griesbaum den Online-Kurs „Digitales Lernen in der Grundschule – Tablets von Lehrern sinnvoll eingesetzt“ entwickelt. In dem kostenfreien Kurs – einem sogenannten MOOC – erfahren Lehramtsstudierende und Grundschullehrkräfte, wie sie Tablets sinnvoll in ihrem Unterricht einsetzen können. Das Besondere: Die Kursteilnehmer kommen aus ganz Deutschland. Ob eine Lehrerin aus Frankfurt, eine Referendarin aus Magdeburg, ein Lehramtsstudent aus Ludwigsburg oder ein Lehrer aus Oldenburg – jeder kann teilnehmen.

Die Studierenden vermitteln im ersten Teil des Kurses, was E-Learning ist, warum es sinnvoll ist, Grundschüler im Umgang mit neuen digitalen Technologien vertraut zu machen, wo Chancen und Risiken liegen und welche Voraussetzungen für den Einsatz von Tablets in der Grundschule geschaffen werden müssen.

Im zweiten Teil geben sie einen Überblick über den Einsatz von Tablets an Grundschulen in Deutschland, diskutieren die Rolle der Lehrperson und zeigen Praxisbeispiele aus einer Hildesheimer Grundschule. Eine Lehrerin berichtet in einem Video von ihren bisherigen Erfahrungen im Schulalltag. Nur wenige Grundschulen haben Erfahrungen mit Tablets im Unterricht oder arbeiten wenn nur eine gewisse Zeit in der Woche mit den Geräten, sagt Kyra Bornemann. Eine bereits 5. Klasse der Molitoris-Schule in Harsum arbeitet zum Beispiel einmal in der Woche mit Tablets. Die Schule setzt die Geräte besonders für die Internet-Recherche in Geschichte und Erdkunde ein, da in diesen Fächern die Schulbücher schnell veralten und keine aktuellen Informationen enthalten.

Auf dem Markt schwirren eine Menge Apps für Grundschüler umher, die allerdings nicht immer geeignet sind, da sie bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllen. so die von den Studierenden interviewte Lehrerin Christiane Schulte von der Grundschule Fischbeck. Dann tauchen zum Beispiel Rechenaufgaben ohne Mengendarstellungen auf, lediglich mit Zahlen. Ihre Schülerinnen und Schüler seien besonders motiviert, mit dem Tablet selbstständig zu arbeiten. Schwierig werde es manchmal, wenn die Kinder zu schnell von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt werden, etwa wenn sie für sich spannende Themen im Internet finden und sich diese lange anschauen oder durchlesen. „Die Tablets werden an dieser Schule besonders in Gruppenarbeiten für Recherchen im Sachunterricht genutzt. Die Schüler arbeiten mit Suchmaschinen für Kinder wie ‚blinde-kuh.de‘ und bereiten damit eigenständig Referate vor“, berichtet Kyra Bornemann von der Recherche. Die 26-jährige Studentin hat die Kursinhalte mitentwickelt und besitzt selbst übrigens kein Tablet. Sie erinnert sich an ihre Grundschulzeit: „Wir hatten ein Englisch-Lern-Computerspiel, welches ich sehr gerne gespielt habe. Ich kann mir gut vorstellen, dass Schüler motivierter sind, wenn das Lernen mithilfe von Tablets ‚spielerischer‘ und eigeninitiierter gestaltet werden kann.“

Kinder-Suchmaschinen wie blinde-kuh sollen sichere Recherche ermöglichen: Dabei werden auch Surftipps zu Internetseiten in türkischer Sprache sowie Nachrichten zusammengestellt. Screenshot: Isa Lange/Uni Hildesheim

Im dritten Teil des Kurses zeigen die Studierenden, wie mobile Geräte sinnvoll in den Unterricht eingebunden werden können. Die Studierenden gehen auf den sicheren Umgang mit Tablets ein, von der sicheren Recherche im Internet bis zum Einrichten von Sicherheitsschranken und der Betreuung der Kinder während der Nutzung. „Wir stellen eine App vor, die Vorgaben des Kultusministeriums und Datenschutzaspekte berücksichtigt und Schülern spielend Lerninhalte vermittelt. Diese App ist frei verfügbar. Außerdem geben wir einen Überblick über weitere Apps für den Unterricht“, sagt James Patric Hiller. Der 29-Jährige studiert an der Uni Hildesheim „Internationales Informationsmanagement“ mit dem Schwerpunkt Informationswissenschaft.

Wenn 27 Kinder im Unterricht mit Tablets hantieren – kann der Klassenlehrer dann den Überblick behalten, wo die einzelnen Schüler hinklicken? Die Hildesheimer Studierenden stellen Kontrollapps zum Sicherheitsbrowsing vor und bieten Einblicke in die Kindersuchmaschine „fragFINN" sowie die Recherche im Kinder-Wiki „ZUM-Grundschul-Wiki". „Lehrer sollten Schüler anleiten, nur innerhalb dieser geschützten Umgebung zu agieren. Sie können nicht ständig kontrollieren. Sie sollten Schüler dabei begleiten, den Sinn dieser Suchmöglichkeiten zu erkennen. Kindergerechte Suche im Netz kann auch Spaß machen“, so Hiller. Für den medienerfahrenen Studenten bietet die digitalen Geräte eine Chance, „normalen Unterrichtsalltag“ durch multimediale, bunte, abwechslungsreiche Inhalte anzureichern. „Wer mit Freude bei der Sache ist, lernt besser und speichert die Informationen nachhaltiger. Aber: Lernapps können den Unterricht nicht ersetzen, sondern eben nur ergänzen.“ In der heutigen Zeit sei Informationskompetenz ein wichtiger Schlüsselfaktor, so James Hiller. Wer weiß, wo er suchen müsse, könne seinen „Wissensschatz ausbauen“, so der Student.

Im vierten Teil des Kurses zeigen die Studierenden, wie man Eltern den Einsatz von mobilen Endgeräten im Unterricht näher bringen kann. Der Umgang mit Medien sei – genauso wie das Lesen, Schreiben und Rechnen – eine wichtige Voraussetzung für das spätere Berufsleben. Voraussetzung für den Einsatz von mobilen Endgeräten in der Schule sind medienkompetente Lehrerinnen und Lehrer. Die Studierenden geben einen Einblick Aus- und Fortbildung zum Thema sowie zur Beantragung von Fördermitteln.

Im ZUM-Grundschulwiki können Kinder die Inhalte der Internetseite mitgestalten und ihr Wissen weitergeben. Ein Detektiv erklärt, wie man sicher surft. Screenshot: Isa Lange/Uni Hildesheim

Wie Schulen auf digitale Medien reagieren, beobachtet Professor Joachim Griesbaum. „Derzeit finden sich vermehrt Initiativen, Tablets in den Unterricht zu integrieren. Die Folgen sind bislang wenig erforscht“, sagt der Informationswissenschaftler der Hildesheimer Universität. Digitale Medien seien Teil der allgemeinen Infrastruktur, innerhalb derer lehren und lernen stattfindet. „Technologien können auch völlig neue soziale Lehr- und Lernkontexte erschaffen.“ Zwar könne so ein höheres „informationelles und soziales Lernkapital realisiert werden“.

Gleichzeitig bestünde aber die Gefahr des „Information Overloads“ und der Ablenkung, so Griesbaum. Ein Klick hier, ein Wischen dort. „Die Informations- und Medienkompetenz wird für Lehrende und Lernende immer wichtiger.“ Die Informationswissenschaft könne dazu beitragen, den kompetenten und sicheren Umgang mit elektronischen Informationen und Kommunikationsformen zu erlernen. „Digitale Medien erlauben es uns im Idealfall Lehr- und Lernumgebungen zu verbessern. Das Lernen selbst können sie uns nicht abnehmen. Für die Gestaltung von Lernprozessen und -szenarien, bleiben fachbezogene und pädagogisch-didaktische Kompetenzen der Lehrkräfte nach wie vor zentral.“

Ich bin deine Ministerin: Auch mit Informationen von Politikern – hier die Kinderwebseite der Bundesfamilienministerin – müssen Kinder lernen, umzugehen. Screenshot: Isa Lange/Uni Hildesheim

Teilnahme am MOOC „Digitales Lernen in der Grundschule“

Der Online-Kurs startet am 12. Januar 2015. Vier Wochen lang wird jeden Montagnachmittag eine neue Inhaltseinheit freigeschaltet, die dann zu einem beliebigen Zeitpunkt bearbeitet werden kann. Für die Bearbeitung müssen etwa 45 Minuten in der Woche eingeplant werden. Jeder, der bis zum 9. Februar 2015 alle Inhalte bearbeitet hat, bekommt eine Teilnahmebescheinigung. Die Kursteilnehmer können in moderierten Foren ihre Fragen stellen und sich mit anderen Teilnehmern austauschen. Interessierte können sich ab sofort kostenfrei anmelden. Alle Inhalte sind auch nach dem Start verfügbar. Und ja – auch von unterwegs kann man natürlich an dem Kurs teilnehmen (unterstützte Plattformen sind iOS, Android, Palm webOS, BlackBerry).

Lernen im digitalen Zeitalter: Fachleute für E-Learning

Online Wissen teilen: Wie E-Learning und Wissensmanagement über das Internet organisiert werden, erforscht Joachim Griesbaum. Der Professor für Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt „Soziale Netzwerke und Kollaborative Medien“ forscht an der Universität Hildesheim zu Suchmaschinen-Marketing, Identitätsbildung in sozialen Online-Medien und Wissensmanagement im Internet. „MOOCs beruhen auf dem Gedanken, dass Wissen in Online-Netzwerken und Communities sozial erzeugt und erworben wird“, sagt Griesbaum über virtuelle Großgruppen-Lernszenarien. Er befasst sich mit Vorteilen, Problemfeldern und Folgen dieses Trends. Seine Studierenden haben 2014 einen MOOC über Wissensmanagement und im Jahr davor einen Online-Kurs „Datenschutz im Internet" angeboten.

Ende der Kreidezeit: Einblick in die digitale Lehrerausbildung

Kreidetafel oder Technik – wie verändert sich der Lehrerberuf technisch? In Bad Salzdetfurth sieht die Lösung so aus: Da das Lehrerkollegium die Technik unterschiedlich stark nutzt – einige mit Neugier, andere mit Skepsis – stehen in jedem Klassenraum eine weiße Tafel, die mit Stiften beschrieben werden kann, und eine interaktive Tafel mit allen technischen Möglichkeiten. Lehramtsstudierende erproben die Technik, Siebtklässler helfen ihnen dabei. Die Studierenden der Universität Hildesheim sind im ersten Studienjahr jeden Freitag im Klassenzimmer und beobachten Unterricht. [zur Reportage „Kreidetafel oder Technik – wie verändert sich der Lehrerberuf technisch?"]

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Pressemeldungen Erziehungswissenschaft Allg. Erziehungswissenschaft Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB)
news-9015 Tue, 06 Jan 2015 19:15:00 +0100 Digitale Lebenswelten: E-Learning für Entwicklungsländer https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-leb-1/ Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" Wann? 6. Januar 2015, 19:15 Uhr

Wo? Bühler Campus, L131 (Aula)

Referent: Frédéric Kastner, Fusion Universal

 

Vortragsthema: „Informationstechnologie und E-Learning für Entwicklungsländer“

Info: Die öffentliche Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Dabei geht es an der Universität Hildesheim in ingesamt sechs Vorträgen mit Diskussion um digitale Selbstdarstellungen in der Politik, um soziale Medien in Transformationsprozessen (Länderbeispiele sind Ägypten und China), um Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern auf deren persönlichen Internetseiten im interkulturellen Vergleich und Informationstechnologie für Entwicklungsländer. Die Forscherinnen und Forscher gehen der Frage nach, warum immer mehr deutsche Politiker twittern und welche psychischen Folgen durch Internetnutzung entstehen. Organisiert wird die Vorlesungsreihe vom Institut für Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Thomas Demmelhuber), Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (Prof. Dr. Joachim Griesbaum) und Institut für Interkulturelle Kommunikation (Prof. Dr. Beatrix Kreß). Die Reihe findet in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. und dem Herderkolleg statt.

Programm als PDF

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Veranstaltungen Universität Hildesheim Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation
news-9014 Tue, 09 Dec 2014 19:15:00 +0100 Digitale Lebenswelten: Politik im Netz https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-leb-2/ Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" Wann? 9. Dezember 2014, 19:15 Uhr

Wo? Bühler Campus, L131 (Aula)

Referent: Martin Fuchs, Hamburger Wahlbeobachter

Vortragsthema: „Politik im Netz: Warum immer mehr deutsche Politiker twittern“

Info: Die öffentliche Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Dabei geht es an der Universität Hildesheim in ingesamt sechs Vorträgen mit Diskussion um digitale Selbstdarstellungen in der Politik, um soziale Medien in Transformationsprozessen (Länderbeispiele sind Ägypten und China), um Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern auf deren persönlichen Internetseiten im interkulturellen Vergleich und Informationstechnologie für Entwicklungsländer. Die Forscherinnen und Forscher gehen der Frage nach, warum immer mehr deutsche Politiker twittern und welche psychischen Folgen durch Internetnutzung entstehen. Organisiert wird die Vorlesungsreihe vom Institut für Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Thomas Demmelhuber), Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (Prof. Dr. Joachim Griesbaum) und Institut für Interkulturelle Kommunikation (Prof. Dr. Beatrix Kreß). Die Reihe findet in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. und dem Herderkolleg statt.

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Veranstaltungen Universität Hildesheim Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation
news-9270 Tue, 09 Dec 2014 14:10:00 +0100 Wie Politiker in sozialen Medien posieren https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wie-politike/ Der Blogger und Politikberater Martin Fuchs geht nun an der Uni Hildesheim der Frage nach, was deutsche Politiker eigentlich auf Twitter treiben. Pressespiegel regional Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-9246 Mon, 08 Dec 2014 09:28:00 +0100 Kein Neuland mehr? Warum immer mehr deutsche Politiker twittern https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/kein-neuland-mehr-warum-immer-mehr-deutsche-politiker-twittern/ Wie nutzen Politkerinnen und Politiker das Internet? Fast der ganze Bundestag ist sozial vernetzt, nur 29 der 631 Bundestagsabgeordneten sind weder auf Facebook oder Twitter unterwegs, beobachtet Martin Fuchs. In der Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten" gibt der Blogger einen Einblick, warum Politiker twittern. Manchen fehlt schlicht die Zeit, um die Netzwerke authentisch und persönlich zu nutzen. Vor einer Woche hat sich Niedersachsen wieder zu Wort gemeldet: „Wir sind zurück – die Niedersächsische #Landesregierung wird nun wieder von hier Neuigkeiten in alle Welt vertwittern", verkündete die Landesregierung. Zuvor war der Account seit Mai 2013 verwaist. Einen Tag später meldet sich auch der Niedersächsische Ministerpräsident: Seit einer Woche twittert „Stephan Weil und die Pressestelle der Staatskanzlei". Im Tweet Nr. 16 heißt es zum Beispiel: „Viele #Flüchtlinge bringen viele Talente mit - auch deswegen mehr Engagement für Integration!"

Wie nutzen Politker das Internet? Der Blogger und Politikberater Martin Fuchs geht an der Universität Hildesheim der Frage nach, was deutsche Politiker auf Twitter machen. Der öffentliche Vortrag „Politik im Netz: Warum immer mehr deutsche Politiker twittern“ beginnt am Dienstag, 9. Dezember 2014, um 19:15 Uhr am Bühler-Campus der Uni. Fast der ganze Bundestag ist sozial vernetzt, nur 29 der 631 Bundestagsabgeordneten sind weder auf Facebook oder Twitter noch auf Google+ oder Youtube aktiv, beobachtet Fuchs. Warum sie offline sind? Ihnen fehlt schlicht die Zeit, um die Netzwerke authentisch und persönlich zu nutzen. Außerdem begründeten die Abgeordneten die Nichtnutzung mit dem Datenschutz oder sie lehnten diese Form der online-Dialogkultur ab.

Martin Fuchs berät mittlerweile Spitzenpolitiker in Berlin und den Bundesländern in Sachen Nutzung von Social Media, steht im Austausch mit den Social-Media-Verantwortlichen des Auswärtigen Amtes und war zuletzt im Auftrag des Auswärtigen Amtes und einiger Botschaften international unterwegs. Als „Hamburger Wahlbeobachter" bloggt er über die Nutzung von Social Media wie Twitter, Facebook und Co in der Politik. So hat er zum Beispiel untersucht, wie die 142 Landesministerien und Staatskanzleien im Web unterwegs sind. Ein Ergebnis: 29 haben einen Twitter-Account (Stichtag 5. Oktober 2014). Die Landesregierung Baden-Württemberg hat in drei Jahren über 5000 Tweets gesendet, äußert sich auch zu kritischen Themen, baut Infografiken und visuelle Elemente ein, so Fuchs. Allerdings seien die Tweets nicht personalisiert, man weiß nicht, wer aus der Regierung zwitschert. Kein Bürger kommuniziert gerne mit einer Blackbox, so der Blogger. Anders das Sächsische Staatsministerium des Inneren, das einzige Landesministerium mit einem personalisiertem Twitter-Account. „Als Profilfoto grüßt weder ein Bild vom Ministerium noch das Logo der Behörde, sondern der Sprecher des Hauses Martin Strunden. Diese direkte Ansprache macht den Account persönlicher und schafft ein gewisses Maß an Vertrautheit", so Fuchs.

Fuchs spricht im Rahmen der öffentlichen Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten", die sich an Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende richtet. Dabei geht es an der Universität Hildesheim in insgesamt sechs Vorträgen mit Diskussion um digitale Selbstdarstellungen in der Politik und um Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern auf deren persönlichen Internetseiten in mehreren Ländern. Am 6. Januar 2015 spricht Frederic Kastner über Informationstechnologie für Entwicklungsländer, am 20. Januar 2015 geht es in dem Beitrag von Nicola Döring um psychologische Folgen durch Internetnutzung. Die Reihe endet am 3. Februar 2015 mit einem Vortrag von Carola Richter (FU Berlin) über soziale Medien in Umbrüchen in Ägypten, China und anderen Autokratien. Organisiert wird die Vorlesungsreihe von dem Politikwissenschaftler Professor Thomas Demmelhuber, dem Informationswissenschaftler Professor Joachim Griesbaum und Beatrix Kreß, Professorin für Interkulturelle Kommunikation. Die Reihe findet in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. und dem Herderkolleg statt.

Twittern mit Pausen: Niedersächsische Landregierung, Ministerpräsident. Screenshots: Isa Lange/Uni Hildesheim

Internet und Politik

Die Forschergruppe „Internet und Politik" an der Universität Hildesheim untersucht, welche Rolle das Internet in politischen Prozessen spielt, etwa im Nahen Osten und beim Regimewandel in Ägypten oder im Wahlkampf vor der Haustür. Die Politikwissenschaftler gehen der Frage nach, wie im Internet Meinungsbildungsprozesse angestoßen und Entscheidungen getroffen werden können und beobachten, wie Politiker soziale Online-Medien nutzen. Dabei untersuchen die Professoren Marianne Kneuer und Thomas Demmelhuber auch die Rolle Neuer Medien in Transformations- und Demokratisierungsprozessen. Über das Internet können Bürger Proteste schneller und breiter organisieren, wie die politischen Umbrüche in Tunesien und Ägypten zeigen. Allerdings warnen die Forscher davor, das Internet als „Befreiungstechnologie“ zu bezeichnen, wie es im Zuge der jüngsten arabischen Umbrüche geschah. Soziale Medien können keine Revolutionen auslösen und auch keine Demokratisierung erzeugen. Das Internet ist ein neutrales Medium und kann „von den Guten und den Bösen genutzt werden“.

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Pressemeldungen Sozialwissenschaften Politik Fachbereich 3 Interkulturelle Kommunikation Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-9013 Tue, 25 Nov 2014 19:15:00 +0100 Digitale Lebenswelten: Doing Visual Politics https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-leb-3/ Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" Wann? 25. November 2014, 19:15 Uhr

Wo? Bühler Campus, L131 (Aula)

Referent: Michael Klemm, Universität Koblenz-Landau

Vortragsthema: „Doing Visual Politics. Ein interkultureller Vergleich der Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern auf deren persönlichen Web-Sites“

Info: Die öffentliche Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Dabei geht es an der Universität Hildesheim in ingesamt sechs Vorträgen mit Diskussion um digitale Selbstdarstellungen in der Politik, um soziale Medien in Transformationsprozessen (Länderbeispiele sind Ägypten und China), um Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern auf deren persönlichen Internetseiten im interkulturellen Vergleich und Informationstechnologie für Entwicklungsländer. Die Forscherinnen und Forscher gehen der Frage nach, warum immer mehr deutsche Politiker twittern und welche psychischen Folgen durch Internetnutzung entstehen. Organisiert wird die Vorlesungsreihe vom Institut für Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Thomas Demmelhuber), Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (Prof. Dr. Joachim Griesbaum) und Institut für Interkulturelle Kommunikation (Prof. Dr. Beatrix Kreß). Die Reihe findet in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. und dem Herderkolleg statt.

Programm als PDF

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Veranstaltungen Universität Hildesheim Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation
news-8940 Tue, 11 Nov 2014 19:15:00 +0100 Digitale Lebenswelten: Digitale Selbstdarstellungen in der russischen Politik https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-leb-4/ Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation"

Wann? 11. November 2014, 19:15 Uhr

Wo? Bühler Campus, L131 (Aula)

Referentin: Beatrix Kreß, Universität Hildesheim

Vortragsthema: „Politainment à la russe: Digitale Selbstdarstellungen in der russischen Politik“

Info: Die öffentliche Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Dabei geht es an der Universität Hildesheim in ingesamt sechs Vorträgen mit Diskussion um digitale Selbstdarstellungen in der Politik, um soziale Medien in Transformationsprozessen (Länderbeispiele sind Ägypten und China), um Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern auf deren persönlichen Internetseiten im interkulturellen Vergleich und Informationstechnologie für Entwicklungsländer. Die Forscherinnen und Forscher gehen der Frage nach, warum immer mehr deutsche Politiker twittern und welche psychischen Folgen durch Internetnutzung entstehen.

Organisiert wird die Vorlesungsreihe vom Institut für Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Thomas Demmelhuber), Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (Prof. Dr. Joachim Griesbaum ) und Institut für Interkulturelle Kommunikation (Prof. Dr. Beatrix Kreß ). Die Reihe findet in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. und dem Herderkolleg statt.

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Veranstaltungen Politik Interkulturelle Kommunikation Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-9116 Tue, 11 Nov 2014 16:29:00 +0100 „Digitale Lebenswelten“ an der Uni Hildesheim - neue sechsteilige Vorlesungsreihe https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-le/ Themen der Veranstaltungen sind unter anderem „Politik im Netz: Warum immer mehr deutsche Politiker twittern” oder „Digitale Selbstdarstellung in der russischen Politik”. Pressespiegel regional Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-8863 Mon, 13 Oct 2014 18:17:00 +0200 Wie Computerlinguisten arbeiten: Riesige Textmengen lesen https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wie-computerlinguisten-arbeiten-riesige-textmengen-lesen/ Computerlinguisten entwickeln Werkzeuge, um journalistische Texte auszuwerten. Statt Einzellektüre durchforsten sie mehrere hunderttausend Artikel seit 1990 zu Krieg und Frieden. Gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus der Politkwissenschaft erfassen sie, wie in internationalen Krisen kollektive Identitäten dargestellt werden. Sie analysieren das Umfeld, nicht einzelne Worte. Mit den computerlinguistischen Verfahren kann man erkennen, ob ein Artikel zum Thema „Krisen, Krieg, militärische Interventionen“ gehört. Denn auch in Fußballberichten wird geschossen, verteidigt, eine Linie gehalten. Der digitale Wind weht quer durch alle textbasierten Geisteswissenschaften, von Literatur bis Soziologie. Wie gehen Forscher mit den Unmengen an Daten um? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Stuttgart, Hildesheim und Potsdam nehmen sich nun Zeitungsarchive vor. Dabei untersuchen Politikwissenschaftler, welche kollektiven Identitäten – etwa europäische, nationale, religiöse – im Zusammenhang mit internationalen Krisen genannt werden.

Die Computerlinguisten der Hildesheimer Universität sind am Anfang der Kette. „Wir bringen Ordnung in journalistische Textarchive“, sagt Professor Ulrich Heid. Statt einer Einzellektüre gehen sie eine große Datensammlung durch und suchen nach Mustern. Politikwissenschaftler analysieren Texte bisher meist manuell – aufwändig und punktuell – oder mit bestehenden Werkzeugen, mit denen sie aber nur einige Tausend Artikel bearbeiten oder nach Wortformen suchen können. Eine tiefergehende sprachbezogene Analyse ist nicht möglich. Unterstützt durch computerlinguistische Verfahren sollen die Fachwissenschaftler nun große Mengen eigenständig bearbeiten können. So können sie zum Beispiel sehr schnell entscheiden, ob ein Artikel zum Thema „Krisen, Krieg, militärische Interventionen“ gehört oder nicht. Denn auch in Fußballberichten findet sich viel einschlägiges Vokabular: Da wird geschossen, verteidigt, eine Linie gehalten.

Aber wie findet man „Identität“ in riesigen Textmengen? „Wir analysieren das Umfeld, nicht einzelne Worte, wir suchen nach Mustern, etwa Formulierungen wie ‚x zeigte sich erfreut‘. Dann rechnen wir zurück, wer spricht, worüber spricht er, wertend oder nicht wertend“, sagt Ulrich Heid. Kollektive Identitäten können ganz unterschiedlich ausgedrückt werden, in journalistischen Texten sind oft Andeutungen und Metaphern enthalten. Typisch sind etwa Ausdrücke wie „Washington kann in dieser Frage nicht über seinen Schatten springen“. „Wir suchen auch versteckte Informationen in Texten. Man muss hinter die Formulierung schauen und tiefer in den Text einsteigen.“ Heid nennt ein weiteres Beispiel: Wenn die Bundeskanzlerin von „wir“ spricht oder ein Politiker „Wir haben gewonnen“ sagt, so kann dahinter viel stecken: „Wir“ kann die Partei, Europa, das Land oder eine niedersächsische Provinz meinen. Daher betrachten die Linguisten so etwas Spezifisches wie „wir“ im Kontext.

Zunächst sammeln die Forscher, welche Zeitungen über Kriege und humanitäre Interventionen seit 1990 geschrieben haben. Sie greifen auf etwa 800.000 Zeitungsartikel europäischer Länder – Österreich, Deutschland, Irland, Frankreich, Großbritannien – und der USA zurück (Januar 1990 bis Dezember 2012), darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Le Monde, The Guardian und die New York Times, unter Lizenz von kommerziellen Zeitungsarchiven. Dabei unterscheiden die Forscher zwischen Kommentaren, Meldungen, Leitartikeln und weiteren Textarten, markieren ähnliche Artikel und Dubletten von Nachrichtenagenturen und finden Wege, Fußballberichte mit „Kriegsterminologie“ auszusortieren. „Wir haben es mit digitalen Daten in unterschiedlichen Formaten und Datenstrukturen zu tun. Datenmaterial aus verschiedenen Quellen einheitlich aufzubereiten ist komplex“, sagt Fritz Kliche, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Uni Hildesheim. Dabei haben die Forscher Erfahrung in der Zeitungsanalyse: So hat Ulrich Heids frühere Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für internationales Strafrecht etwa eine halbe Millionen Artikel zum Thema Familientragödien analysiert – auf der Suche nach Tatmustern.

Fachleute können die Texte – je nach Forschungsfrage – nach Wörtern und Wortsequenzen durchsuchen oder nach einer großen Anzahl von inhaltlich ähnlichen oder sprachlich unterschiedlichen „Sprechweisen“. Die Stuttgarter Politikwissenschaftlerin Cathleen Kantner, die das Verbundprojekt leitet, hat eine Vielzahl von Sprechweisen identifiziert, die auf einen Bezug auf Europa als Wertegemeinschaft hindeuten. Besonders ist dabei, dass für alle Belege der Publikationszeitpunkt und andere Metadaten bekannt sind: Rückblickend kann man darstellen, was eine Ankündigung auslöst – etwa die Energiewende nach dem Unglück in Fukushima – oder wie sich die Einstellungen zum „arabischen Frühling“ verändert haben. Die Medienaufmerksamkeit für ein Thema kann somit weitgehend automatisch errechnet und in einer Grafik als Kurve über Tage, Wochen oder Monate dargestellt werden. Darauf können dann Detailuntersuchungen aufsetzen. Das Bundesforschungsministerium fördert das dreijährige Projekt „eIdentity“ bis 2015 mit insgesamt 853.000 Euro. Das Verbundprojekt wird von der Universität Stuttgart koordiniert. Derzeit können die computerlinguistischen Verfahren auf Texte in deutscher, englischer und französischer Sprache angewandt werden.

Beispiele: Wer in der Ukraine-Krise an die europäische Identität appelliert

„Bei einer Tagung in Berlin, im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel, erinnerte Barroso daran, wie viel friedlicher Wandel schon mit Hilfe der europäischen Ideale erreicht worden sei, vom Mauerfall in Berlin bis zum Ende der Diktatur in seinem Heimatland Portugal – und Ähnliches müsse nun auch in der Ukraine geschehen, gerade nach der jüngsten russischen Intervention auf der Krim.“
(Ukraine-Russland-Krise: Das Dilemma der Europäer, SPIEGEL online, 01.03.2014)

„‘Wenn wir Europäer mit Europäern in der Ukraine reden, ist das keine Einmischung in innere Angelegenheit, sondern eine Selbstverständlichkeit.‘"
(Westerwelle warnt Ukraine vor Gewalt gegen Opposition, ZEIT online, 05.12.2013)

„Es war gleich zu Beginn des Konflikts um die Ukraine eine Schwäche der westlichen Europäer, dass sie nichts eilfertiger ausschlossen als ‚militärische Optionen‘. Auch die große Koalition in Berlin einigte sich sehr schnell auf diese Sprachregelung und schwang sich damit auf die westeuropäische Wolke der Ängstlichkeit, von der herab Putin nicht als der Wolf im Demokratenpelz erscheint, der er ist, sondern als Ordnungsmacht, die das angeblich gestörte Gleichgewicht der Kräfte wiederherstellt.“
(Krise in der Ukraine: Putins Optionen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, online, 21.04.2014)

Worüber Computerlinguisten forschen – ein weiteres Beispiel: DFG fördert Forschungsprojekt: Pfiffig, intelligent, klug

„Sentiment Analysis“ – das ist die automatische Bestimmung von Meinungen in Texten. Wird eine Person, eine Sache oder ein Sachverhalt neutral geschildert oder zusätzlich positiv oder negativ bewertet? Wie liegen Bewertungen auf einer Intensitäts-Skala: was ist stärker, was weniger positiv: pfiffig, intelligent, klug? Um das bestimmen zu können, arbeitet Dr. Josef Ruppenhofer in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt an sprachtechnologischen Methoden und Computerverfahren für Englisch und Deutsch. Wörter alleine genügen oft nicht, um die Bewertung zu bestimmen braucht man auch den Kontext: warmes Badezimmer gilt als positiv, warmes Bier meistens nicht. Für Deutsch gibt es noch wenige Hilfsmittel, und das Interesse ist groß, weil zum Beispiel viele Firmen „Opinion Mining“ betreiben: sie wollen wissen, wie sich die Menschen in den sozialen Medien über die Firma und ihre Produkte äußern – dafür werden die Ergebnisse des Projekts eine solide Grundlage sein. Josef Ruppenhofer bereitet in diesem Bereich seine Habilitation am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Uni Hildesheim vor und kooperiert im Projekt mit Kollegen an der Universität des Saarlandes.

Konferenz „Sprachtechnologie und Computerlinguistik"

Vom 8. bis 10. Oktober 2014 richtet die Universität Hildesheim die 12. Tagung der Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik (GSCL, der wissenschaftliche Fachverband für maschinelle Sprachverarbeitung) und der Österreichischen Gesellschaft für Artificial Intelligence (ÖGAI, Künstliche Intelligenz) aus. An der KONVENS-Konferenz ist auch eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) beteiligt. Etwa 100 Fachleute aus europäischen Ländern tauschen sich auf hohem Niveau zu computerlinguistischer Grundlagenforschung aus. Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-8877 Mon, 13 Oct 2014 18:00:00 +0200 Womit beschäftigen sich Erfinder? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/womit-beschaeftigen-sich-erfinder/ Wie kann man früh technologische Trends erkennen? Professorin Christa Womser-Hacker und Professor Thomas Mandl wenden Methoden des „Text Mining“ an. Sie „graben" nach Informationen, um zu erfassen, welche Erfindungen im Trend liegen, etwa in Deutschland, der EU und Asien. Verlässliche Hinweise, was sich in der Forschung etwa in der Energie-, Medizin- und Computertechnik tut und wo sie hingeht, stecken in Patentdatenbanken. Patentrecherche ist aufwendig – früher ging ein Fachmann an einen Schrank mit Patent- und Offenlegungsschriften im Patentamt, um zu prüfen ob eine Erfindung schon gemacht wurde. Ein Patent schützt das geistige Eigentum der Tüftler.

Mittlerweile liegt eine Fülle an digitalem Wissen vor – und das in vielen verschiedenen Sprachen. Informationswissenschaftlerinnen und Informationswissenschaftler der Universität Hildesheim entwickeln Methoden und (halb-)automatische Verfahren, um in Patentdatenbanken Trends bei technologischen Entwicklungen zu erkennen: Womit beschäftigen sich Erfinder? Woran forscht die Konkurrenz? Dafür arbeitet die Arbeitsgruppe um Professorin Christa Womser-Hacker und Professor Thomas Mandl mit dem FIZ Karlsruhe zusammen. Verlässliche Hinweise, was sich in der Forschung etwa in der Energie-, Medizin- und Computertechnik tut und wo sie hingeht, stecken in Patentdatenbanken. So bietet das Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur mit dem Online-Dienst STN weltweit Zugang zu etwa 150 Datenbanken mit Forschungs- und Patentinformationen mit derzeit mehr als 1,5 Milliarden Dokumenten.

Die Forscherinnen und Forscher wenden nun Methoden des „Text Mining“ auf Patenttexte an – sie „graben“ nach Informationen wie auf einer Schatzsuche. „Wir reichern Patentdaten mit Bedeutung an, verknüpfen sie und können erfassen, welche Erfindungen im Trend liegen“, beschreibt Julia-Maria Struß das Ziel, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt, Entwicklungen zu erkennen. Die Informationswissenschaftlerin arbeitet im Forschungsprojekt „Trend Mining für die Wissenschaft“ mit.

Die Suche nach Patenten ist ein komplexer Prozess. Da ist die unübersichtliche Datenmenge – allein in Niedersachsen wurden nach Angaben des Deutschen Patent- und Markenamts 2013 knapp 3000 Patente angemeldet, beispielsweise ein intelligenter Stromzähler. Die meisten Anmeldungen kommen aus Bayern und Baden Württemberg (jeweils knapp 15.000 Patentanmeldungen). Die Anzahl der Anmeldungen nehmen jährlich zu, 2013 zählte das Europäische Patentamt 265.690 Anmeldungen (2,8% mehr als 2012).

Von der Alltagssprache abweichende linguistische Eigenheiten erschweren die Suche, so enthalten die Texte neben technischen und juristischen Teilen auch vage Formulierungen. Ein Befestigungs- und Verbindungselement aus Metall ist eine einfache Schraube. Ergebnisse technischer und naturwissenschaftlicher Forschung werden häufig nur in Form von Patenten publiziert. Fachleute schätzen, dass 70 bis 90% des gesamten veröffentlichten technischen Wissens ausschließlich in Patentpublikationen dokumentiert ist (The Thomson Corporation, 2007: Global Patent Sources). Eine wertvolle Informationsressource.

Wer verschläft, was die Konkurrenz macht und die Entwicklungen, die später zu marktreifen Produkten führen, nicht beobachtet, hat Nachteile im Wettbewerb. Will ein Unternehmen aus einer vermeintlichen Erfindung ein Produkt erstellen, muss es prüfen, ob jemand schneller war oder ob es parallele Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gibt. Neue Tendenzen rechtzeitig aufzuspüren, wird für die Industrie und Wissenschaft zunehmend zu einer wichtigen Frage. Die Hildesheimer Forschergruppe identifiziert Begriffsnetze, um deren Vorkommen in den Datenbanken zu beobachten. Ein Hinweis kann sein, wenn eine Formulierung mit der Zeit häufiger auftaucht – etwa aktuell der Trend zum 3D-Druck. Die Informationswissenschaftler befassen sich auch mit der Frage, wie man aus Texten Zeitangaben filtern kann, die trotz zeitlicher Verschiebung Vergleichbarkeit schaffen. „Es gibt noch keine vollständig automatischen Systeme, die alle Zeitangaben aus mehrsprachigen Texten herausholen können. Die Angaben sind aber wichtig, denn zwischen Einreichung und Veröffentlichung des Patents liegen etwa 18 Monate. Wir beziehen auch geografische Daten in die Analyse ein, ein Trend kann in Deutschland anders verlaufen als in der EU und in Asien“, sagt Christa Womser-Hacker.

Das Forschungsprojekt „Trend Mining für die Wissenschaft“ umfasst zunächst englische Patenttexte und wird bis 2016 mit 500.000 Euro von der Leibniz-Gemeinschaft gefördert.

Um Informationen aus großen Dokumentmengen zu ziehen, kooperieren die Forscherinnnen und Forscher des Instituts für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie auch mit dem führenden informationswissenschaftlichen Institut in Südkorea „KISTI“ (Korean Institute of Science and Technology Information). Es verfügt über einen der zehn schnellsten und leistungsfähigsten Computer der Welt. In mehrmonatigen Forschungsaufenthalten besuchen sich Wissenschaftler aus Hildesheim und Daejeon gegenseitig und forschen gemeinsam an den Patenttrends – vor allem an den maschinellen Verfahren zu deren Aufdeckung. Die Koreaner gehen noch einen Schritt weiter und entwickeln präskriptive Verfahren, die Ratschläge geben, in welchen Bereichen es sich zu patentieren lohnt.

Auch die Studierenden profitieren von der südkoreanisch-deutschen Kooperation. Mit der Paichai University in Daejeon und der Chungbuk National University sowie der Universität Graz besteht ein gemeinsamer Joint Degree Studiengang „Global Studies on Management and Information Science“ (GLOMIS), der Studierende und Wissenschaftler aus Europa nach Asien sowie von Asien nach Graz und Hildesheim führt. Federführend hierbei sind Professor Thomas Mandl und Dr. Folker Caroli. Die Europäische Kommission fördert diesen Austausch über ein besonderes Programm vorerst bis 2017 (Tempus & Bilateral Cooperation with Industrialised Countries).

Info: Konferenz in Hildesheim

Die 12. KONVENS-Tagung der Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik findet vom 8. bis 10. Oktober 2014 an der Universität Hildesheim statt. Ein Workshop vor der Konferenz widmet sich dem Patent Retrieval und Mining.

Info: Was sind Patentinformationen?

„Mit der Erteilung eines Patents liegt ein Vertrag zwischen Anmelder und Staat vor. Der Erfinder erhält vom Staat als ‚Belohnung‘ für seine Innovation eine Monopolstellung eingeräumt (zeitlich und räumlich begrenztes alleiniges Verfügungsrecht über seine Erfindung). Im Gegenzug muss der Patentanmelder seine Erfindung der Öffentlichkeit vollständig offenbaren. Diese Offenbarung übernimmt das Patentamt für ihn durch Publikation der Patentdokumente. Der Weg von der Idee zum Patent mag international unterschiedlich sein. Alle Patentgesetze weltweit sehen jedoch die Publikation einer Patentschrift mit der Erteilung des Patents vor“, erläutert das Deutsche Patent- und Markenamt. Eine Patentinformation enthält technische, bibliographische und rechtliche Informationen. So sind in den Patent- und Offenlegungsschriften das technische Wissen sowie Angaben zum Anmelder, Erfinder, Anmeldetag und Anmeldeland enthalten. Die Schriften informieren über den Rechts- und Verfahrensstand und den Verlauf des Patentverfahrens, etwa ob das Patent noch in Kraft ist.

Fakten und Zahlen

Wie viele Patente werden angemeldet, welche Länder führen? Wie erfinderisch sind Volkswirtschaften in Europa? Die Schweiz und einige nordische Länder lagen 2013 an der Spitze. Das größte Anmeldevolumen liegt in der Medizintechnik, gefolgt von elektr. Maschinen, Energie und digitaler Kommunikation. Asiatische und amerikanische Anmelder dominieren in der Computertechnik. Mehr in: Fakten und Zahlen 2014. Europäisches Patentamt (PDF)

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-8507 Fri, 10 Oct 2014 12:00:00 +0200 Konferenz zu Sprachtechnologie und Computerlinguistik https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/konferenz-zu-1/ 12. Tagung der Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik (GSCL) an der Universität Hildesheim vom 8. bis 10. Oktober 2014 12. Tagung der Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik (GSCL)

Wo? Bühler Campus der Universität Hildesheim, Lübecker Straße

Wann? 8. bis 10. Oktober 2014

Info (in English): The 12th edition of KONVENS, the bi-annual German conference sponsored by the German Society for Computational Linguistics (GSCL), the special interest group on computational linguistics within the German Linguistics Society (DGfS-CL), and the Austrian Society for Artificial Intelligence (ÖGAI), will take place at the University of Hildesheim, Germany, on October 8-10, 2014. The conference is aimed at an international audience. Conference languages are English and German and its overall theme will be “Information science and language technology: interaction - co-operation - synergies”, which reflects the interests of the host institution in exploring connections between information science and computational linguistics/natural language processing.

Info (in German): Die 12. Tagung der Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik (GSCL) und der Austrian Society for Artificial Intelligence (ÖGAI) findet an der Universität Hildesheim statt. Die Fachtagungen der GSCL befördern den Erfahrungsaustausch auf hohem Niveau durch die Vorstellung computerlinguistischer Grundlagenforschung und ausgewählte Praxisvorträge von Experten. Weiterhin dienen sie als Plattform für die Präsentation herausragender studentischer Arbeiten. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Info zum Veranstaltungsort: Der Bereich Sprachtechnologie und Computerlinguistik befindet sich am neuen Bühler-Campus der Universität Hildesheim und bietet Lehre zu linguistischen und sprachtechnologischen Grundlagen, sowie zu Methoden und Verfahren der textbasierten Computerlinguistik an. Forschungsprojekte betreffen unter anderem Elektronische Sprachressourcen (elektronische Wörterbücher, Textkorpora, Werkzeuge zur Arbeit mit Sprachressourcen); Datenextraktion aus Texten zu Phänomenen der Lexik, der Grammatik, der Phraseologie und von Fachsprachen; Text Mining, insbesondere für die Sentimentanalyse; Anwendungen computerlinguistischer Verfahren und sprachtechnologischer Werkzeuge, zum Beispiel im Bereich e-Humanities. In enger Zusammenarbeit mit den informationswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten des Instituts werden auch Arbeiten zur Usability von online-Sprachressourcen (etwa elektronischen Wörterbüchern) und sprachtechnologischen Werkzeugen durchgeführt.

Programm der Konferenz

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-8644 Tue, 23 Sep 2014 09:00:00 +0200 Digitale Medien und Demokratie https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-med/ Tagung von Politik- und Kommunikationswissenschaftlern: Leisten digitale Medien einen Beitrag zum besseren Funktionieren von Demokratien? „Web 2.0 - Demokratie 2.0. Digitale Medien und ihre Implikationen für Prozesse und Qualität von Demokratie"

Wann? 23. bis 24. September 2014

Wo? Bühler Campus (Raum LN 003), Stiftung Universität Hildesheim

Info: Leisten digitale Medien einen Beitrag zum besseren Funktionieren von Demokratien? Mit dieser Frage beschäftigen sich Politik- und Kommunikationswissenschaftlerinnen auf der Tagung „Web 2.0 - Demokratie 2.0: Digitale Medien und ihre Implikationen für Prozesse und Qualität von Demokratie" in Hildesheim. Die Veranstaltung wird von den DVPW-Arbeitskreisen „Demokratieforschung" (Prof. Dr. Marianne Kneuer) und „Politik und Kultur" (Prof. Dr. Samuel Salzborn) in Kooperation mit der Universität Göttingen (Prof. Dr. Walter Reese-Schäfer) organisiert. Es diskutieren in sieben Panels Politik- und Kommunikationswissenschaftler_innen. Das komplette Programm finden Sie hier (Tagungsprogramm als PDF).

Teilnahme: Eine Teilnahme ist nach Anmeldung bei Frau Prof. Dr. Marianne Kneuer (kneuer@uni-hildesheim.de) möglich.

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Veranstaltungen Fachbereich 1 Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Politik
news-8812 Sat, 20 Sep 2014 18:05:00 +0200 Mehr Demokratie durch neue Medien? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/mehr-demokratie-durch-neue-medien/ Twitter, whatsapp, Foren und blogs – über das Internet ist Kommunikation nicht mehr an einen Ort gebunden. Jeder kann von unterwegs Informationen empfangen, sich empören und mit anderen zusammenschließen. Etwa 20 Politik- und Kommunikationswissenschaftler diskutieren auf der gemeinsamen Tagung der DVPW-Arbeitskreise „Demokratieforschung“ und „Politik und Kultur“ an der Universität Hildesheim die Bedeutung neuer Medien für Demokratien. Twitter, facebook und whatsapp, chats, Foren und skype, blogs und mailing – über das Internet ist Kommunikation nicht mehr an einen Ort gebunden, jeder kann von unterwegs Informationen senden und empfangen, sich empören und mit anderen zusammenschließen. Im politischen Prozess bietet das Internet neue Wege, um zu Entscheidungen zu gelangen: Bürger können Petitionen und Gesetzesvorhaben elektronisch einreichen. Der letzte Schritt ist dann die Abstimmung per Klick am Computer zu Hause, entweder bei einer Wahl oder bei einem Referendum, sagt die Politikwissenschaftlerin Marianne Kneuer. Doch diese Möglichkeiten werden weltweit sehr unterschiedlich genutzt. Am weitesten verbreitet sind die Bereitstellung und Nutzung von Information, deutlich weniger setzen Regierungen elektronische Beratungs- und noch seltener elektronische Entscheidungsmechanismen ein, so Kneuer.  Deutschland liegt hier nur im unteren Bereich.

Neue Kommunikationsmedien verändern die heutigen Demokratien – in welcher Weise, darüber diskutieren 20 Fachleute auf der Tagung „Web 2.0 – Demokratie 2.0: Digitale Medien und ihre Implikationen für Prozesse und Qualität von Demokratie“ (Programm). Die Veranstalter Professorin Marianne Kneuer (Universität Hildesheim), Professor Samuel Salzborn und Professor Walter Reese-Schäfer (Universität Göttingen) wollen mit der Tagung deutlich machen, wie soziale Medien demokratische Prozesse beeinflussen.

Welche Antworten aus Sicht der Praxis gegeben werden können, darüber debattieren Marina Weisband, ehemalige Geschäftsführerin der Piratenpartei und Autorin des Buches „Wir nennen es Politik“, und Dr. Stephan Eisel, MdB a.D. und seit 2010 Projektleiter für Internet und Demokratie sowie Bürgerbeteiligung der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Die Wissenschaftler analysieren auf der Tagung das Zusammenspiel von neuen Medien und Demokratien. Welche Rolle spielt das Internet als neuer Raum von Öffentlichkeit? Und wie wird in diesem Raum kommuniziert? Diesen Fragen nähern sich die Referenten mit Beispielen wie dem Plagiats-Wiki Guttenplag (Hagen Schölzel) und stellen Befunde über Diskurse in Online-Öffentlichkeiten vor (Alma Kolleck).

Ob neue Medien zu mehr Partizipation beitragen können und wie Politiker auf die neuen Forderungen der Bürger reagieren, damit beschäftigt sich Aron Buzóngany. Doch welche Wirkung können Online-Verfahren entfalten? Tobias Escher und Ulrich Rosar geben einen Einblick in ein Anwendungsfeld: Sie untersuchen den Einfluss auf die Qualität politischer Entscheidungen im Hochschulbereich. Mathias König und Wolfgang König zeigen am Beispiel der SPD, welche Bedeutung Online-Verfahren für Mitgliederentscheide in Parteien haben und wie während der Abstimmung zur „Groko“ getwittert wurde – SPD-Mitglieder konnten im Herbst 2013 ihr Votum über den Koalitionsvertrag abgeben. Auf der Tagung geht es auch um konkrete Methoden: Wie Online-Kommunikation fundiert analysiert werden kann, zeigt der Hildesheimer Informationswissenschaftler Joachim Griesbaum.

Trägt das Internet zu mehr Transparenz bei? Am Beispiel von Rechtsextremismus leuchtet Samuel Salzborn die „dunkle Seite des WWW“ aus. Wer tummelt sich im Netz, wer sind die Akteure? Um das herauszufinden, steigen Wissenschaftler ein in die sozialen Medien. So untersuchen Marianne Kneuer und Saskia Richter an der Hildesheimer Universität, die facebook- und twitter-Kommunikation während Empörungsbewegungen seit 2011, etwa der Occupy-Bewegung in Deutschland, Großbritannien und den USA. Dafür haben sie bisher über 1200 posts gesammelt und analysiert. Ergebnisse stellen sie Anfang November in Berlin vor. So wird beispielsweise deutlich, dass über soziale Medien Symbole und Emotionen vermittelt werden, etwa Empörung über Banken und Verunsicherung mit dem politischen System und seinen Reaktionen auf die Finanzkrise. Hans Asenbaum zeigt anhand von Akteuren wie Anonymous, wie diese Gruppen im Internet auftreten und soziale Medien als Kommunikationskanäle nutzen.

Abschließend widmet sich die Tagung aber auch autokratischen Machthabern und der Frage wie diese mit neuen Medien in Momenten des politischen Umbruchs umgehen. Hanan Badr aus Kairo und Thomas Demmelhuber stellen eine Fallstudie zu Ägypten vor.

Die Tagung ist eine Veranstaltung der Arbeitskreise „Demokratieforschung“ und „Politik und Kultur“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW). Sie wird von den Sprechern der Arbeitskreise Marianne Kneuer („Demokratieforschung“) und Samuel Salzborn („Politik und Kultur“) und Walter Reese-Schäfer in Kooperation mit der Universität Göttingen veranstaltet. Die Veranstaltung findet am 23. und 24. September 2014 an der Universität Hildesheim statt. Die Tagung ist nicht öffentlich und richtet sich an Fachvertreter. Tagungsort ist der Bühler Campus der Stiftung Universität Hildesheim. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (bolling@uni-hildesheim.de)!

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Pressemeldungen Politik Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-8881 Tue, 02 Sep 2014 15:33:00 +0200 IHK ehrt die Besten des Jahrgangs https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/ihk-ehrt-die-1/ Prof. Dr. Joachim Griesbaum spricht bei der Preisverleihung über das Thema "digitale Welt, digitale Arbeit" Pressespiegel regional Universität Hildesheim Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-8252 Mon, 14 Jul 2014 18:00:00 +0200 Praxen autochthoner und allochthoner Mehrsprachigkeit in der Schweiz https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/praxen-autoc/ Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt & Bildungsbiografie" Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt& Bildungsbiografie"

Info: Vorlesungsreihe »Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt & Bildungsbiografie« Bildung erfolgt in erster Linie über das Medium Sprache. Im Einwanderungsland Deutschland vollzieht sich Wissenskommunikation zunehmend in von Mehrsprachigkeit geprägten Konstellationen. Dies betrifft den Kindergarten, die schulische und weiterführende Ausbildung und setzt sich in der beruflichen Praxis fort. Doch nicht nur Migrationsbewegungen im engeren Sinne machen Bildung und die Kommunikation über Wissen mehrsprachig,die gezielte Internationalisierung der Hochschule durch verschiedene Austauschprogramme führt ebenfalls zu unterschiedlichsten Formen des Sprachkontaktes und mehrsprachiger Kommunikation. Die öffentliche Vorlesungsreihe des Instituts für Interkulturelle Kommunikation zeigt die Vielfalt der individuellen, gesellschaftlichen und institutionellen Ausprägungenvon Mehrsprachigkeit insbesondere vor dem Hintergrund der immer stärker in den Fokus rückenden Bildungsbiografie der Sprecherinnen und Sprecher auf.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Thema: Praxen autochthoner und allochthoner Mehrsprachigkeit in der Schweiz

Referent: Claudio Scarvaglieri (Neuchâtel, CH)

Wann? 14. Juli 2014, 18:00 - 20:00 Uhr c.t.

Wo? Universität Hildesheim, Bühler-Campus, Lübecker Str. 3, L067

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8213 Tue, 01 Jul 2014 18:05:00 +0200 Forschungskolloquium des FB 3 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/forschungsko-3/ Thema des Vortrags von Prof. Dr. Dieter Burdorf: Was heißt: sich in der Literatur orientieren? Info: Der Vortrag fragt im Anschluss an Immanuel Kants berühmten Aufsatz „Was heißt: sich im Denken orientieren?“ (1786) nach den Möglichkeiten und Schwierigkeiten, sich in der immer größer und damit unübersichtlicher werdenden Menge der uns zugänglichen Literatur einen Überblick zu verschaffen und einen Weg durch das Dickicht zu bahnen. Dazu werden zunächst die Begriffe ‚Literatur‘ und ‚Orientierung‘ geklärt. Es wird gezeigt, dass der Glaube, in der Gegenwart werde die Orientierung komplett durch die neuen Medien übernommen, irrig ist. Demgegenüber wird  für die Schärfung der individuellen Orientierungskompetenz, für eine spezifische Medialität der Literatur und für den Erhalt der analogen Ordnungssysteme von Büchern, Archiven und Bibliotheken neben den mit Universalisierungsanspruch auftretenden digitalen Ordnungen plädiert.

Koordination: Prof. Dr. Stefani Brusberg-Kiermeier

Thema: Was heißt: sich in der Literatur orientieren?

Referentin: Prof. Dr.  Dieter Burdorf (Universität Leipzig)

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wann? 1. Juli 2014, 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr

Wo? L046

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8050 Sat, 21 Jun 2014 10:30:00 +0200 Urkundenübergabe https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/urkundenueber/ für die Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs 3 Info:Urkundenübergabe für die Absolventinnen und Absolventen folgender Studiengänge:

Internationale Fachkommunikation
(Diplom)

Internationales   Informationsmanagement (Magister)

Internationale Kommunikation und  Übersetzen (B.A.)

Internationale Fachkommunikation –
Sprachen und Technik (M.A.)

Medientext und Medienübersetzung (M.A.)

Internationales Informationsmanagement (B.A.)

Internationales Informationsmanagement – Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation (M.A)

Internationales Informationsmanagement – Informationswissenschaft (M.A.)
(Double Degree Program)

Wann? Samstag, den 21.06.2014 von 10.30 - 14.30 Uhr

Wo? Audimax

 

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8063 Wed, 18 Jun 2014 18:15:00 +0200 Öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Bettina Kluge https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/oeffentliche-10/ Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Bettina Kluge aus dem Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation

Titel der Vorlesung: Von einigen (ideologisch gefärbten) Grundannahmen der Sprachwissenschaft

Info: Professorin Bettina Kluge stellt sich am Mittwoch, 18. Juni 2014, in einer öffentlichen Antrittsvorlesung vor. Sie spricht am Bühler-Campus der Universität Hildesheimüber blinde Flecke der Sprachwissenschaft. Dabei wird es um einige sehr hartnäckige Mythen und Illusionen in der Sprachwissenschaft gehen, etwa die Einsprachigkeit des Menschen oder der Illusion einer homogenen Sprache innerhalb eines Landes. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Studierende und Lehrende sind herzlich eingeladen.

Bettina Kluge ist Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft (Schwerpunkt: Spanisch) am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim. Zuvor hat sie seit 2008 an der Universität Bielefeld im Bereich Kommunikationsanalyse und Linguistik romanischer Sprachen geforscht und eine Professur in Bremen vertreten. 2013 habilitierte sie sich mit einer Schrift über die Mehrdeutigkeit von Anredepronomen in den romanischen Sprachen. In ihrer Dissertation „Eigenes leben, eigenes reden“ hat sich die Sprachwissenschaftlerin dem Leben südchilenischer Migrantinnen in der Großstadt Santiago de Chile genähert und Identitätskonstruktionen von Frauen untersucht, die in der Hauptstadt als Hausangestellte arbeiteten. Nach der Promotion war sie sechs Jahre Universitätsassistentin im Institut für Romanistik der Universität Graz in Österreich.

Wann? 18. Juni 2014, 18:00 Uhr c.t.

Wo? Aula Bühler-Campus, Lübecker Straße 3

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Interkulturelle Kommunikation Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Englische Sprache Deutsche Sprache
news-8519 Wed, 18 Jun 2014 10:49:00 +0200 "Ich würde meine Seele für dich opfern" https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/ich-wuerde-m/ Maher Tyfour erforscht an der Uni Hildesheim, wie Syrer den Präsidenten Beschar al-Assad auf Facebook anreden Pressespiegel regional Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation news-8212 Tue, 17 Jun 2014 18:05:00 +0200 Forschungskolloquium am Fachbereich 3 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/forschungsko-4/ Thema: Mehrsprachigkeit in der Schule fördern Info: Forschungskolloquium des FB 3 in den ungeraden Wochen dienstags von 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr in L046 

Koordination: Prof. Dr. Stefani Brusberg-Kiermeier

Thema: Mehrsprachigkeit in der Schule fördern: Möglichkeiten und Grenzen des Faches Englisch

Referentin: Dr. des. Jenny Jakisch (TU Braunschweig)

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wann? 17. Juni 2014, 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr

Wo? L046

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8250 Mon, 16 Jun 2014 18:00:00 +0200 Sprachregime und mehrsprachige Praxis https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/sprachregime/ Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt& Bildungsbiografie" Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt& Bildungsbiografie"

Info: Vorlesungsreihe »Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt & Bildungsbiografie« Bildung erfolgt in erster Linie über das Medium Sprache. Im Einwanderungsland Deutschland vollzieht sich Wissenskommunikation zunehmend in von Mehrsprachigkeit geprägten Konstellationen. Dies betrifft den Kindergarten, die schulische und weiterführende Ausbildung und setzt sich in der beruflichen Praxis fort. Doch nicht nur Migrationsbewegungen im engeren Sinne machen Bildung und die Kommunikation über Wissen mehrsprachig,die gezielte Internationalisierung der Hochschule durch verschiedene Austauschprogramme führt ebenfalls zu unterschiedlichsten Formen des Sprachkontaktes und mehrsprachiger Kommunikation. Die öffentliche Vorlesungsreihe des Instituts für Interkulturelle Kommunikation zeigt die Vielfalt der individuellen, gesellschaftlichen und institutionellen Ausprägungenvon Mehrsprachigkeit insbesondere vor dem Hintergrund der immer stärker in den Fokus rückenden Bildungsbiografie der Sprecherinnen und Sprecher auf.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Thema: Sprachregime und mehrsprachige Praxis

Referent: Bernd Meyer (Mainz)

Wann? 16. Juni 2014, 18:00 - 20:00 Uhr c.t.

Wo? Universität Hildesheim, Bühler-Campus, Lübecker Str. 3, L067

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8206 Tue, 03 Jun 2014 18:05:00 +0200 Forschungskolloquium des FB 3 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/forschungsk/ Thema: Proust-Ausgaben im Suhrkamp-Verlag Info: Forschungskolloquium des FB 3 in den ungeraden Wochen dienstags von 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr in L046 

Koordination: Prof. Dr. Stefani Brusberg-Kiermeier

Thema: Politisierende oder entpolitisierende Übersetzung? Proust-Ausgaben im Suhrkamp-Verlag (1953 - 2002)

Referentin: Nora Brügmann (Nashville, USA)

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wann? 3. Juni 2014, 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr

Wo? L046

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8247 Mon, 02 Jun 2014 18:00:00 +0200 Mehrsprachigkeit - mehr Fragen als Antworten? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/mehrsprachig/ Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt & Bildungsbiografie" Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt& Bildungsbiografie"

Info: Vorlesungsreihe »Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt & Bildungsbiografie« Bildung erfolgt in erster Linie über das Medium Sprache. Im Einwanderungsland Deutschland vollzieht sich Wissenskommunikation zunehmend in von Mehrsprachigkeit geprägten Konstellationen. Dies betrifft den Kindergarten, die schulische und weiterführende Ausbildung und setzt sich in der beruflichen Praxis fort. Doch nicht nur Migrationsbewegungen im engeren Sinne machen Bildung und die Kommunikation über Wissen mehrsprachig,die gezielte Internationalisierung der Hochschule durch verschiedene Austauschprogramme führt ebenfalls zu unterschiedlichsten Formen des Sprachkontaktes und mehrsprachiger Kommunikation. Die öffentliche Vorlesungsreihe des Instituts für Interkulturelle Kommunikation zeigt die Vielfalt der individuellen, gesellschaftlichen und institutionellen Ausprägungenvon Mehrsprachigkeit insbesondere vor dem Hintergrund der immer stärker in den Fokus rückenden Bildungsbiografie der Sprecherinnen und Sprecher auf.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Thema: Mehrsprachigkeit - mehr Fragen als Antworten?

Referent: Stephan Schlickau (Hildesheim)

Wann? 2. Juni 2014, 18:00 - 20:00 Uhr c.t.

Wo? Universität Hildesheim, Bühler-Campus, Lübecker Str. 3, L067

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8209 Tue, 20 May 2014 18:05:00 +0200 Forschungskolloquium des FB 3 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/forschungsko-5/ Thema: Zur Didaktik der syntaxbezogenen Großschreibung Info: Forschungskolloquium des FB 3 in den ungeraden Wochen dienstags von 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr in L046 

Koordination: Prof. Dr. Stefani Brusberg-Kiermeier

Thema: Zur Didaktik der syntaxbezogenen Großschreibung

Referentin: Dr. Iris Rautenberg

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wann? 20. Mai 2014, 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr

Wo? L046

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8245 Mon, 19 May 2014 18:00:00 +0200 Wörterbuchkonzeptionen für das mehrsprachige südliche Afrika https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/woerterbuchko/ Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt& Bildungsbiografie" Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt& Bildungsbiografie"

Info: Vorlesungsreihe »Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt & Bildungsbiografie« Bildung erfolgt in erster Linie über das Medium Sprache. Im Einwanderungsland Deutschland vollzieht sich Wissenskommunikation zunehmend in von Mehrsprachigkeit geprägten Konstellationen. Dies betrifft den Kindergarten, die schulische und weiterführende Ausbildung und setzt sich in der beruflichen Praxis fort. Doch nicht nur Migrationsbewegungen im engeren Sinne machen Bildung und die Kommunikation über Wissen mehrsprachig,die gezielte Internationalisierung der Hochschule durch verschiedene Austauschprogramme führt ebenfalls zu unterschiedlichsten Formen des Sprachkontaktes und mehrsprachiger Kommunikation. Die öffentliche Vorlesungsreihe des Instituts für Interkulturelle Kommunikation zeigt die Vielfalt der individuellen, gesellschaftlichen und institutionellen Ausprägungenvon Mehrsprachigkeit insbesondere vor dem Hintergrund der immer stärker in den Fokus rückenden Bildungsbiografie der Sprecherinnen und Sprecher auf.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Thema: Wörterbuchkonzeptionen für das mehrsprachige südliche Afrika

Referent: Ulrich Heid (Hildesheim)

Wann? 19. Mai 2014, 18:00 - 20:00 Uhr c.t.

Wo? Universität Hildesheim, Bühler-Campus, Lübecker Str. 3, L067

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Interkulturelle Kommunikation Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-8203 Tue, 06 May 2014 18:05:00 +0200 Forschungskolloquium Fachbereich 3 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/forschungsko-6/ Thema: elektronische Lexikographie Info: Forschungskolloquium des FB 3 in den ungeraden Wochen dienstags von 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr in L046 

Koordination: Prof. Dr. Stefani Brusberg-Kiermeier

Thema: Mögliche Hilfestellungen der elektronischen Lexikographie und der
Sprachtechnologie beim Lernen (nicht nur) von Bantusprachen.

In jüngster Zeit werden elektronische Wörterbücher nicht mehr nur als das Ergebnis des Transfers gedruckter Wörterbücher auf den Computer angesehen, sondern als moderne Informationssysteme, die Anwendern auf vielfältige Weise Wissen über Sprache(n) vermitteln können. Dazu gehört vor allem die Entwicklung einer zentralen Datensammlung, deren Daten auf für das Lernen von Sprachen eingesetzt werden können. Elemente des ICALL (Intelligent Computer Assisted Learning) mit sprachtechnologischen Anteilen und informationswissenschaftliche Aspekte sind hier gleichermaßen relevant. Wir unterscheiden nach den nötigen zu speichernden Datenkategorien, den Daten selbst und deren Präsentation, wobei das Design der Repräsentation informationswissenschaftlichen (Stichwort: usability) und lexikographischen (Stichwort: user needs) Ansprüchen unterliegt. 

Im Vortrag wird ein neues elektronisches Wörterbuch vorgestellt, das sich zur Zeit in einer ersten Erprobungsphase befindet (Bosch & Faaß, erscheint). Mit diesem Wörterbuch können aktuell Possessiv-Konstruktionen des Englischen automatisch nach Zulu übersetzt werden. In Zulu sind diese Konstruktionen morpho-syntaktisch und morpho-phonologisch sehr komplex, da Zulu ein Nominal-Klassensystem statt number/gender und eine konjunktionale Orthographie aufweist. Von Sprachlehrenden der University of South Africa (UNISA) werden insbesondere Possessiv-Konstruktionen als besonders schwierig für die Studierenden geschildert und wurden daher als erste Beispiel-Implementierung für ein Lerner-Wörterbuch gefordert. Bisher sind im eZulu-Wörterbuch didaktische Elemente für Sprachlerner nur in geringem Umfang implementiert (Regelerläuterung auf User-Anfrage), weitere solche Elemente sind jedoch vorgesehen, und ich möchte im Rahmen des Vortrags mit erfahrenen Didaktikern über mögliche Anforderungen aus deren Sicht diskutieren.

Referentin: Dr. Gertrud Faaß

Wann? 6. Mai 2014, 18.05 Uhr bis 19.45 Uhr 

Wo? L046

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Interkulturelle Kommunikation Deutsche Sprache Englische Sprache
news-8037 Sat, 05 Apr 2014 17:16:00 +0200 KONVENS 2014 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/konvens-2014/ Vom 8. bis 10. Oktober organisiert das IwiSt am Bühler Campus der Universität die KONVENS (KONferenz zur VEarbeitung Natürlicher Sprache). KONVENS-Konferenzen finden zweijährlich statt und werden abwechselnd von der Gesellschaft für Sprachtechnologie & Computerlinguistik (GSCL), der Sektion Computerlinguistik der DGfS und Österreichischen Gesellschaft für Artificial Intelligence (ÖGAI) ausgerichtet. Die Konferenz richtet sich an ein internationales Publikum. Die Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

Weiteres finden Sie unter www.uni-hildesheim.de/konvens2014

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7252 Tue, 04 Feb 2014 19:15:00 +0100 „Befreiungstechnologie Internet? Facebook, Twitter und die Diktatoren“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/befreiungst/ Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger

Wo? Bühler-Campus (Lübeburger/Lübeckerstraße)

Referent: Thomas Demmelhuber, Universität Hildesheim

Info: Die Vortragsreihe an der Universität Hildesheim nimmt Chancen, Gefahren und Herausforderungen des Internets unter die Lupe. Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Forschungsergebnisse und Forschungsfragen werden in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren? Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es um die Informationsfreiheit, den Datenschutz und das Urheberrecht?

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. unterstützt die fächerübergreifende Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorlesungsreihe ist kostenfrei und öffentlich.

Programm als PDF.

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Veranstaltungen Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7774 Tue, 28 Jan 2014 18:05:00 +0100 Forschungskolloquium: Affektive Wahrnehmung von Suchprozessen im Internet https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/forschungsko-7/ Fachbereichs 3, Sprach- und Informationswissenschaften lädt ein Info: Forschungskolloquium: Affektive Wahrnehmung von Suchprozessen im Internet – eine Studie über US-amerikanische und deutsche Studierende

Weltweit wird „gegoogelt“ - doch wie geht es den weltweiten Nutzern, während sie nach Informationen suchen? Und auf welche Art und Weise kann man mehr darüber herausfinden?

Gabriele Pätsch untersucht mit Leitfadeninterviews und Hautleitfähigkeitssensoren in einer qualitativen Studie, wie deutsche und US-amerikanische Studierende die Internetsuche empfinden. Im Vortrag stellt sie das Design ihres Dissertationsvorhabens vor und präsentiert aktuelle Herausforderungen. Ein weiterer Teil des Vortrags widmet sich dem Rückblick auf einen viermonatigen Forschungsaufenthalt an der University of North Carolina, USA. Gabriele Pätsch präsentiert eine Selektion aus interessanten Erfahrungen und Beobachtungen im dortigen Universitätsalltag.

Alle Veranstaltungsdaten und –themen, sowie die Namen der Vortragenden finden Sie hier.


Wann? Dienstag, 28.01.2014, 18.05 Uhr


Wo? Raum L046

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7724 Thu, 16 Jan 2014 18:00:00 +0100 Online Wissen teilen https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/online-wissen-teilen/ Wie verändert sich E-Learning und Wissensmanagement im Internet? Das wollen Studierende herausfinden – mit gewissermaßen allen. Schließlich bewegt man sich im Netz. In einem Online-Kurs, der die Welt erreichen kann. Doch nicht die Höhe der Anmeldezahlen sei entscheidend für das Gelingen, sondern die Aktivität der Nutzer, sagt Alexa Domachowski, Studentin der Informationswissenschaften. In dieser Woche startet der vierwöchige Online-Kurs „Collaborative E-Learning: Gemeinsam Wissen erarbeiten“. Zunächst geht es am 16. Januar um E-Learning, der Schwerpunkt liegt dabei auf Neuerungen, die sich durch das Web 2.0 ergeben, „der kollaborativen und partizipativen Internetform".

Am 23. Januar befassen sich die Kursteilnehmer mit Social E-learning, also dem miteinander und voneinander lernen in Gruppen, und am 30. Januar mit Wissensmanagement. Wie kann das angeeignete Wissen nachhaltig organisiert, innerhalb einer Unternehmung erhalten und weitergegeben werden?

Abschließend erarbeiten die Teilnehmer am 6. Februar den Themenblock über Barrieren beim Wissenteilen. „Wir diskutieren, warum man sein Wissen nicht ohne weiteres teilt, welche Rolle dabei der interkulturelle Kontext spielt und wie die Wissensteilung im betrieblichen Umfeld gefördert werden kann", erklärt Paulina Tomczyk. Die Studentin der Informationswissenschaften gehört zu dem Projektteam der Universität Hildesheim, das den MOOC (Massive Open Online Course) in Kooperation mit der Unternehmensberatung Accenture anbietet. „Der Austausch verläuft virtuell – auf den Diskurs der Teilnehmer untereinander wollen wir aber nicht verzichten. Wann ist denn ein MOOC erfolgreich? Nicht die Höhe der Anmeldezahlen ist entscheidend, sondern die Aktivität der Nutzer", sagt Alexa Domachowski. Beteiligung ist in einem Forum möglich, die community solle voneinander lernen, zwar stellen die Kursleiter auch Fragen und moderieren, aber sie setzen dann auf das Wissen jedes Teilnehmers. Jeden Donnerstagabend werden ab 18:00 Uhr neue Inhalte eingestellt. An dem Kurs können alle interessierten Personen teilnehmen.

Wie so ein Kurs entsteht – dahinter steckt viel Arbeit. Zunächst haben sich die Studentinnen und Studenten mit wissenschaftlichen Theorien über Wissensmanagement beschäftigt. Um anschließend Inhalte in Form von Texten, Videos und Bildern zu erstellen. Und die 15 Masterstudierenden haben sich neben dem Uni-Seminar in einem Online-Forum ausgetauscht, die Kursinhalte in Arbeitsgruppen weiter vorangetrieben. „Als Arbeitsgruppe, die so eng an einem einzigen Projekt zusammen arbeitet, merkt man stark, wie sehr man auf die Mitarbeit jedes Einzelnen angewiesen ist. Der Projektkurs fördert die Gruppendynamik und zeigt, was in einem kollaborativem Miteinander möglich ist", sagt Paulina Tomczyk. Der Sinn und Zweck des Online-Kurses sei, „Theorie und Praxis miteinander zu verbinden", so die Studentin. „Wir befassen uns täglich in Vorlesungen mit theoretischen wissenschaftlichen Konzepten. Nun geht es darum, herauszufinden, auf welche Weise Wissen gemeinsam erstellt werden kann, wie das erarbeitete Wissen verwaltet wird und welche Barrieren dabei auftreten können."

Studierende des Studiengangs „Internationales Informationsmanagement“ haben bereits im Vorjahr den Onlinekurs „Datenschutz im Internet" angeboten, an dem etwa 650 Personen aktiv teilnahmen. Die Studentinnen und Studenten entwickeln die Kurse in Projektseminaren von Prof. Dr. Joachim Griesbaum, Juniorprofessor für Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Soziale Netzwerke und Kollaborative Medien.

Nicht verpassen: Wissen teilen geht auch ohne Drähte, live im Hörsaal: Am 21. Januar spricht Prof. Dr. Joachim Griesbaum über „Offene Kurse, freie Lernmaterialien: Revolutioniert das Internet unser Lernen?“. Am 4. Februar befasst sich der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Demmelhuber mit der „Befreiungstechnologie Internet?", dann geht es um „Facebook, Twitter und die Diktatoren“. Beide Vorlesungen der Reihe „Digitale Lebenswelten“ beginnen um 19:15 Uhr am Bühler-Campus.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7258 Tue, 07 Jan 2014 19:15:00 +0100 „Wie international ist das Internet?“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wie-interna/ Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger

Wo? Bühler-Campus (Lübeburger/Lübeckerstraße)

Referent: Christa Womser-Hacker & Thomas Mandl, Universität Hildesheim

Info: Die Vortragsreihe an der Universität Hildesheim nimmt Chancen, Gefahren und Herausforderungen des Internets unter die Lupe. Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Forschungsergebnisse und Forschungsfragen werden in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren? Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es um die Informationsfreiheit, den Datenschutz und das Urheberrecht?

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. unterstützt die fächerübergreifende Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorlesungsreihe ist kostenfrei und öffentlich.

Programm als PDF.

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Veranstaltungen Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7257 Tue, 17 Dec 2013 19:15:00 +0100 „Digitale Bibliotheken: auf dem Weg zur Internet-Hypnose” https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-bi/ Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger

Wo? Bühler-Campus (Lübeburger/Lübeckerstraße)

Referent: Ewald Brahms, Universitätsbibliothek Hildesheim

Info: Die Vortragsreihe an der Universität Hildesheim nimmt Chancen, Gefahren und Herausforderungen des Internets unter die Lupe. Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Forschungsergebnisse und Forschungsfragen werden in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren? Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es um die Informationsfreiheit, den Datenschutz und das Urheberrecht?

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. unterstützt die fächerübergreifende Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorlesungsreihe ist kostenfrei und öffentlich.

Programm als PDF.

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Veranstaltungen Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7561 Wed, 04 Dec 2013 18:00:00 +0100 Literarischer Salon mit Hannah Dübgen https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/literarische/ Lesungen der Bibliothek und des Instituts für deutsche Sprache und Literatur Info: In Zusammenarbeit mit dem Institut für deutsche Sprache und Literatur
und im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Literarischer Salon" wird folgende Autorin zur Lesung in die Universitätsbibliothek kommen:

Hannah Dübgen, Roman "Strom"

Wann? 04.12.2013, 18:00 Uhr

Wo? Leselounge der Universitätsbibliothek

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Veranstaltungen Fachbereich 2 Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft Kulturpolitik Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-7256 Tue, 03 Dec 2013 19:15:00 +0100 „Suchmaschinen: Googlerisierung der Gesellschaft“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/suchmaschin/ Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger

Wo? Bühler-Campus (Lübeburger/Lübeckerstraße)

Referent: Dirk Lewandowski, HAW Hamburg

Info: Die Vortragsreihe an der Universität Hildesheim nimmt Chancen, Gefahren und Herausforderungen des Internets unter die Lupe. Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Forschungsergebnisse und Forschungsfragen werden in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren? Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es um die Informationsfreiheit, den Datenschutz und das Urheberrecht?

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. unterstützt die fächerübergreifende Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorlesungsreihe ist kostenfrei und öffentlich.

Programm als PDF.

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Veranstaltungen Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7534 Thu, 28 Nov 2013 20:55:00 +0100 2nd joint IWiST/KISTI-Workshop In a joint workshop researchers from the Korea Institute of Science and Technology Information (KISTI) presented their research at a joint workshop with the Institute for Information Science and Natural Language Processing (IWiST). The Korean researchers, Dr. Song Sa-Kwang and Dr. Gim Jangwon, from the Department of Computer Intelligence Research of KISTI visited the IWiST for the past six weeks. Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-7255 Tue, 19 Nov 2013 19:15:00 +0100 Informationsgerechtigkeit über virtuelle Lebenswelten? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/informations-3/ Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger

Wo? Bühler-Campus (Lübeburger/Lübeckerstraße)

Thema des Vortrags: „Informationsgerechtigkeit über virtuelle Lebenswelten? Eine Herausforderung an die Informationsethik“

Referent: Rainer Kuhlen, Universität Konstanz, UNESCO Chair in
Communications

Info: Die Vortragsreihe an der Universität Hildesheim nimmt Chancen, Gefahren und Herausforderungen des Internets unter die Lupe. Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Forschungsergebnisse und Forschungsfragen werden in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren? Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es um die Informationsfreiheit, den Datenschutz und das Urheberrecht?

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. unterstützt die fächerübergreifende Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorlesungsreihe ist kostenfrei und öffentlich.

Programm als PDF.

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Veranstaltungen Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7254 Tue, 05 Nov 2013 19:15:00 +0100 „Europa näher am Bürger durch das Internet?“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/europa-naehe/ Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger

Wo? Bühler-Campus (Lübeburger/Lübeckerstraße)

Referent: Andreas Marchetti, Universität Bonn

Info: Die Vortragsreihe an der Universität Hildesheim nimmt Chancen, Gefahren und Herausforderungen des Internets unter die Lupe. Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Forschungsergebnisse und Forschungsfragen werden in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren? Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es um die Informationsfreiheit, den Datenschutz und das Urheberrecht?

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. unterstützt die fächerübergreifende Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorlesungsreihe ist kostenfrei und öffentlich.

Programm als PDF.

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Veranstaltungen Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7253 Tue, 29 Oct 2013 19:15:00 +0100 „Mehr Demokratie durch das Internet?“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/mehr-demokr/ Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger

Wo? Bühler-Campus (Lübeburger/Lübeckerstraße)

Referent: Marianne Kneuer, Universität Hildesheim

Info: Die Vortragsreihe an der Universität Hildesheim nimmt Chancen, Gefahren und Herausforderungen des Internets unter die Lupe. Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Forschungsergebnisse und Forschungsfragen werden in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren? Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es um die Informationsfreiheit, den Datenschutz und das Urheberrecht?

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. unterstützt die fächerübergreifende Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorlesungsreihe ist kostenfrei und öffentlich.

Programm als PDF.

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Veranstaltungen Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7210 Wed, 23 Oct 2013 09:22:00 +0200 Digitale Lebenswelten https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/digitale-lebenswelten/ Wir sind mehr und mehr online. Die Politik- und Informationswissenschaftler Thomas Demmelhuber und Joachim Griesbaum haben eine Vortragsreihe entwickelt und laden Studierende und Lehrende ein, über digitale Lebenswelten zu debattieren. „An den digitalen Lebenswelten kommt heute keiner mehr vorbei. Wir wollen in dieser Vortragsreihe die täglichen Schnittpunkte mit dem Internet für die Bürgerinnen und Bürger mitsamt ihren Chancen, Gefahren und Herausforderungen unter die Lupe nehmen“, sagt Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Demmelhuber, der die fächerübergreifende Vorlesungsreihe gemeinsam mit dem Informationswissenschaftler Prof. Dr. Joachim Griesbaum entwickelt hat. Die Universitätsgesellschaft unterstützt die Veranstaltungsreihe. „Wir diskutieren Forschungsergebnisse und Forschungsfragen in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürger und vor allem laden wir die regionale Öffentlichkeit ein, mitzudiskutieren.“

Dabei geht es an der Universität Hildesheim um Fragen wie: Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Geben wir in Zukunft „unsere“ Stimme online ab? Was ergibt sich daraus für Gesellschaftsgruppen, die über keinen Zugang zum Internet verfügen? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren, so zum Beispiel eine der Fragen im Vortrag des Direktors der Universitätsbibliothek Dr. Ewald Brahms im Dezember. Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es im „allgegenwärtigen Netz“ eigentlich mit dem Zugang und der Nutzung von Information − konkret der Informationsfreiheit, dem Datenschutz und dem Urheberrecht? Ist das Versprechen der Anonymisierung von Nutzerdaten ein PR-Trick von Internetgiganten wie Google oder Apple?

„Das Internet ist mittlerweile allgegenwärtig, wir sind mehr und mehr online, und – die Gefahr besteht – weniger im realen Hier und Jetzt. Die ‚digitale Invasion‘ berührt und verändert unsere Lern- und Kommunikationssituationen“, erklärt Joachim Griesbaum. Er forscht zu Suchmaschinen- und Social Media Marketing, Identitätsbildung in sozialen Online-Medien und Wissensmanagement im Internet.

„Gleichzeitig ist das Internet ein Werkzeugkasten für Bürgerinnen und Bürger weltweit in Demokratien und in autoritären Herrschaftsformen, um neue Formen der politischen Partizipation zu entwickeln und Protest zu artikulieren und dafür zu mobilisieren“, ergänzt Thomas Demmelhuber, der über Revolution und Regimewandel im Nahen Osten forscht und seit 2005 in Kairo in zahlreichen Forschungs- und Lehraufenthalten die politischen Veränderungen vor Ort miterlebt hat. Die Analyse der Rolle von Internet in politischen Transformationsprozessen fügt sich ein in die Arbeit der Forschergruppe „Politik und Internet“ an der Uni Hildesheim unter der Leitung von Prof. Dr. Marianne Kneuer.

Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Die Reihe wird vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert.

Die öffentliche Vortragsreihe „Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger, Staat und Gesellschaft" (Programm als pdf) startet am 29. Oktober 2013 und umfasst bis Februar 2014 acht Veranstaltungen am Bühler-Campus. In Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V.

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Pressemeldungen Politik Sozialwissenschaften Fachbereich 1 Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-7445 Wed, 16 Oct 2013 13:25:00 +0200 Du, ich - und das Internet https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/du-ich-un/ Öffentliche Vorlesungsreihe der Iuniversität beleuchtet die Chancen und Risiken der "digitalen Lebenswelten" Pressespiegel regional Politik Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-7444 Wed, 16 Oct 2013 13:23:00 +0200 Für die Abschlussarbeit um die halbe Welt https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/fuer-die-absc/ Vier Studenten der Universität Hildeseim nehmen an Projekt in Südafrika teil Pressespiegel regional Informationswissenschaft und Sprachtechnologie BA IIM news-7192 Sat, 12 Oct 2013 09:04:00 +0200 Ich will Professorin werden https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/ich-will-professorin-werden/ Hildesheim ist eine märchenhafte Stadt, sagt die Italienerin Sarah Melina. Über 100 ausländische Studierende starten in das Wintersemester, und ermutigen Studienanfänger, ein Auslandsstudium einzuplanen. Studierende aus Hildesheim helfen als „buddy" und als Sprachtandem-Partner beim Ankommen. „Ich will Professorin der Informationstechnologie werden", sagt Myeongjae Go aus Südkorea und erzählt begeistert von Studieninhalten wie Computer und Software-Entwicklung und Algorithmen. Myeongjae studiert „Information and communication engineering" und hat 75 männliche Kommilitonen – nur 5 sind Frauen. Und nun soll die Universität Hildesheim einen Teil dazu beitragen, den Weg als Professorin zu ebnen. Denn gemeinsam mit der Pai Chai Universität in Daejeon bietet die Hildesheimer Uni in den Informationswissenschaften einen Doppelmaster an. Ein Jahr steht Myeongjae nun in Norddeutschland bevor, gemeinsam mit mehr als 100 ausländischen Studierenden startet sie derzeit in das Wintersemester. Bevor Mitte Oktober die Vorlesungen beginnen, hat das International Office für die Neulinge ein zweiwöchiges Programm gestrickt, mit Bibliotheksführungen, Begrüßungsfrühstück, interkulturellen Trainings der studentischen Initiative go intercultural und Intensivsprachkursen.

Und so sind sie fast schon Hildesheimer, scherzt Sarah Melina aus Italien, schließlich kennt sie die Stadt nun besser als manche Studienanfänger aus Stuttgart, München, Köln oder Berlin, die am 14. Oktober in die Einführungswoche starten. „Die Unterstützung der Uni ist toll, und mein buddy student hilft beim Ankommen, hat mich vom Flughafen abgeholt und die Stadt gezeigt." Hildesheim sei „eine märchenhafte Stadt, die Farben, die Seen, die norddeutsche Sprache", sagt Sarah. „Weil Berlin jeder kennt und ich eine Stadt neu entdecken, meinen Freunden in Bologna davon erzählen möchte, habe ich mich für eine kleinere Stadt entschieden, die ich gar nicht kannte. In sechs Monaten kann ich die Stadt besser erkunden", so die Italienerin, die in einer WG in einem „traumhaften Fachwerkhaus" untergekommen ist. Außerdem könne sie mit dem Semesterticket kostenfrei bis ans Meer fahren, so etwas kennt sie von ihrer Heimatuni nicht. Entscheidend waren das Studienangebot im Bereich Sprachen und Übersetzen sowie die kleinen Seminargruppen und dass sie „in Norddeutschland Hochdeutsch lernen können", ergänzt Xinhui Chen aus Italien, die in China geboren ist und Dolmetscherin werden möchte.

Aus einer Millionenstadt zieht es Li Hanjue und Sijie Huang nach Niedersachsen. Den beiden Germanistikstudentinnen aus Hangzhou fällt auf, wie ruhig es ist. „'Aller Anfang ist schwer', mir gefällt dieses Sprichwort. Denn wenn man erst einmal begonnen hat, die Sprache zu lernen, kann man nicht mehr davon lassen", sagt Li Hanjue. „Ich lese die Brüder Grimm in einfacher Sprache und freue mich in Hildesheim in die deutsche Literatur einzusteigen. Ich möchte Lehrerin werden." Vielleicht eine chinesische Lehrerin in Deutschland, ergänzt Sijie Huang. Von Hannover, der Messestadt, hatten sie schon gehört und in Norddeutschland dann nach einem geeigneten Studienort gesucht.

Dass die deutsche Sprache ihre Tücken hat, bestätigt Kassi Kassi Affo aus Kamerun. Aber er liebe Sprachen, Französisch, Englisch, am Goethe-Institut hat er begonnen, Deutsch zu lernen. Der 26-jährige Kassi Kassi ist Promotionsstudent bei Geschichtsprofessor Michael Gehler an der Universität Hildesheim. „Ich verfolge einen historischen Ansatz und untersuche die deutsche sozio-ökonomische Politik in Afrika. Fallbeispiele sind Kamerun und Togo in den Jahren 1960 bis 2010." Obwohl er seine Promotion in englischer Sprache verfasst, sei es wichtig, Deutsch zu sprechen und auf hohem Niveau zu verstehen, daher nimmt er an Sprachkursen in der Volkshochschule teil. In den nächsten Monaten werde er „Archive und Bücher durchforsten" und sucht nach einem Unterstützer, um das Promotionsstudium in Deutschland in zwei, drei Jahren abschließen zu können. „Ich hoffe, dass ich einen Unterstützer finde, denn ich möchte gerne in Deutschland promovieren."

Für Batu Karakul und Hakan Özdemir ist die deutsche Sprache keine Hürde mehr, die beiden Studenten aus Izmir möchten Dolmetscher oder Deutschlehrer werden. Der 22-jährige Hakan hat acht Jahre in Deutschland gelebt, als er 13 war zog er mit seiner Familie in die Türkei. „Das Studium ist die Chance für mich, wieder eine Zeit lang in Deutschland zu leben. Ich kann mich hier verständigen. Hildesheim ist eine wunderschöne Stadt, die Architektur, es ist sehr grün. Ich wohne in einer WG, die Nachbarn grüßen mich alle. Ab acht Uhr hört man überhaupt keinen Lärm – in Izmir ist das anders", sagt Hakan. In den letzten fünf Tagen hat er die Stadt von Norden bis Süden mit Inlineskatern erkundet. Ihm fällt auf: „Viele denken, dass ich kein Deutsch sprechen kann, weil ich aus der Türkei komme, auch im Flugzeug sprachen alle mit mir Englisch. Dabei kann ich fließend Deutsch."

Hintergrund: Incoming students

An der Uni Hildesheim studieren mit Beginn des Wintersemesters 2013/14 mehr als 100 neue ausländische Programmstudierende. Über Förderprogramme und Kooperationen mit Partnerhochschulen verbringen sie ein oder ein halbes Jahr in Hildesheim. Die Anzahl der ausländischen Programmstudierenden ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich angestiegen. Das Team des International Office, das an der Universität für Auslandsaufenthalte zuständig ist, unterstützt die Studierenden umfassend, zum Beispiel auch bei der Wohnraumvermittlung. Sie kommen etwa aus Belgien, China, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kamerun, Litauen, Mexiko, Österreich, Polen, Russland, Spanien, Südkorea und der Türkei. Die meisten studieren Internationale Kommunikation und Übersetzen (etwa 60), Internationales Informationsmanagement, Kulturwissenschaften (etwa 20), Lehramt (etwa 10), Erziehungswissenschaft sowie Informationsmanagement und Informationstechnologie. „Die Unterstützung der Universität ist großartig. Unsere Studenten wollen ein halbes Jahr bleiben und entscheiden sich dann doch, auf ein Jahr zu verlängern“, berichtet Yolanda Ballesteros, Vizepräsidentin für Internationales von der Universidad Autónoma del Estado de México in Toluca. Seit 2010 studieren mexikanische Studenten im Bereich Interkulturelle Kommunikation und Übersetzen.

Die Universität Hildesheim bietet drei Double-Degree-Programme in Kooperation mit der Staatlichen Universität Nowgorod (Russland, Erziehungswissenschaften), der Aix Marseille Université (Frankreich, Kulturvermittlung) und der Pai Chai Universität, Daejeon (Südkorea, Informationswissenschaft) an. Die Hochschule wurde 2006 und erneut 2011 mit dem europäischen Qualitätssiegel E-Quality ausgezeichnet. 2011 erhielt das Projekt „Internationale Schreibparterschaften" das Europäische Sprachensiegel. Diese Schreibtandems kommen bei den Studenten aus dem Ausland gut an, es bilden sich über mehrere Monate Teams aus deutschen und ausländischen Studierenden, die sich gegenseitig im Studium und beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten unterstützen. Lehramtsstudierende begleiten die Schreib- und Sprachprozesse.

„Angekommen in einer märchenhaften Stadt", Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 07.10.2013

Interesse geweckt? Das International Office berät Studienanfänger in der Einführungswoche und in Sprechstunden, wie man einen Auslandsaufenthalt plant und finanziert. Es gibt viele Förderprogramme. Am 27. November findet ein Go-Out-Tag mit Infoveranstaltungen über Auslandsaufenthalte am Hauptcampus statt. Außerdem werden noch Sprachtandem-Partner gesucht.

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Pressemeldungen Geschichte Fachbereich 1 Fachbereich 3 Deutsche Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Fachbereich 4 International Office BA IIM BA IKÜ Internationales
news-7423 Thu, 19 Sep 2013 00:00:00 +0200 Kommunikation im Internet: Beleidigend kuschlig und freundschaftlich rüde: Der Umgangston im Internet steckt voller Widersprüche https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/kommunikatio/ DEUTSCHLANDFUNK über Höflichkeit im Internet und Forschungsergebnisse von Sprachwissenschaftlern der Uni Hildesheim zur Kommunikation im Internet, ob höflich, rüde oder kuschlig Der Umgangston im Netz steckt voller Widersprüche, ein Beitrag von Barbara Weber im Deutschlandfunk über Forschung von Sprachwissenschaftlern der Universität Hildesheim, wie rüde und kuschlig die Kommunikation im Internet abläuft. „Hildesheimer Wissenschaftlerinnen haben die Kommunikation in Internetforen untersucht. Typisch dafür ist: Die Teilnehmer sprechen permanent über Dritte, die aber alles mitlesen können. Je geringer das Gruppengefühl in einem Forum ist, desto eher wirken Online-Gespräche unhöflich", heißt es im Deutschlandfunk.

Prof. Dr. Christiane Maaß, Professorin für Medienlinguistik an der Uni Hildesheim sagt im Deutschlandfunk: „Wir sehen uns nicht, wir kommunizieren spontan, aber es fehlen uns Interpretationshilfen wie Mimik und Gestik. Wir sehen nicht, was der andere für ein Gesicht macht, wenn er gerade was schreibt. Und das führt dann dazu, dass wir möglicherweise auch Schwierigkeiten haben, das zu interpretieren, was er meint." 

„Schwerpunktthema: Beleidigend kuschlig und freundschaftlich rüde: Der Umgangston im Internet steckt voller Widersprüche", Deutschlandfunk, Studiozeit: Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, 19.09.2013 (Hörfunk-Beitrag 16 Minuten, ab Minute 33, Artikel)

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Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Pressespiegel überregional
news-6926 Tue, 06 Aug 2013 14:26:00 +0200 Erste internationale Abschlüsse an der Uni https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/erste-intern/ Hildesheimer Studenten erhalten Doppelabschluss / Vorbereitung für Tätigkeiten in Deutschland und Russland Pressespiegel regional Erziehungswissenschaft Kulturpolitik Informationswissenschaft und Sprachtechnologie BA IIM BA ERZ MA ERZ MA KV news-7502 Mon, 01 Jul 2013 13:10:00 +0200 Aus der anderen Perspektive https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/aus-der-ande/ This is Hildesheim: Hildesheimer folgen Trend / Blog mit vielen Amateur-Fotografien im Internet Pressespiegel regional Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-6546 Wed, 05 Jun 2013 14:15:00 +0200 Infoveranstaltung zu den IIM-Masterstudiengängen: Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, Informationswissenschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/infoveransta-1/ Informationsveranstaltung am Bühler-Campus Über Studieninhalte und Studienschwerpunkte, Ziele und Berufsaussichten in den IIM-Masterstudiengängen IIM-SWIKK (Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation) und IIM-IW (Informationswissenschaft) informieren Lehrende am Mittwoch, 05. Juni 2013.

Wann? Mittwoch, 5. Juni 2013, 14:15 Uhr bis 15:15 Uhr s.t.

Wo? Bühler-Campus, Raum L 001 (Lüneburger Straße/Lübecker Straße)

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Vasco da Silva (IIM-SWIKK) und Prof. Dr. Thomas Mandl (IIM-IW).

 

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation
news-6500 Mon, 06 May 2013 11:38:00 +0200 Studieren weltweit: Online-Kurs zum Wissensmanagement / Kulturelle Unterschiede beachten https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/studieren-weltweit-online-kurs-zum-wissensmanagement-kulturelle-unterschiede-beachten/ Digitalisierung führt zu neuen Lehrformen: Weltweit nutzen Hochschulen das Internet in der Hochschullehre. Damit weiten sie das Nadelöhr, das den Zugang zu Wissen begrenzt. Die Erwartungen an den Nutzen von Social Software für das Wissensmanagement sind hoch. Entscheidend sind die Motivation und Befähigung der Mitarbeiter. Dabei müssen auch kulturelle Unterschiede beachtet werden, sagen Wissenschaftler der Uni Hildesheim, die einen offenen Kurs zur Praxis des Wissensmanagements entwickeln. Lernen und Lehren im Web – funktioniert das? Welche Erwartungen knüpfen Organisationen und Einzelne an Social Software? Wie akzeptiert sind die neuen Technologien im Wissensbereich? An der Universität Hildesheim untersuchen Wissenschaftler, wie das Internet Zugänge zu Wissen ermöglicht.

Joachim Griesbaum, Juniorprofessor für Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Soziale Netzwerke und Kollaborative Medien, entwickelt derzeit in einem Team einen Online-Kurs „Praxis des Wissensmanagements". Dabei geht es um Fragen, wie man in und außerhalb von Organisationen effektiv mit Wissen umgehen und wie zum Beispiel Wissen bewahrt werden kann, wenn Personen eine Organisation verlassen. Besonders spannend sei der Einsatz von Social Software-Technologien. „Oftmals führen Organisationen Softwaresysteme wie Wikis oder Kollaborationsplattformen mit hohen Erwartungen ein. Ob diese Angebote genutzt werden, hängt von der Motivation und Befähigung der Mitarbeiter ab", sagt Griesbaum. Ob die Nutzer solche Systeme akzeptieren und einen individuellen und organisationellen Nutzen sehen, ist ausschlaggebend für den Erfolg. Außerdem sollten Nutzer geschult werden, ihr Wissen digital zu kommunizieren, so Griesbaum. Aus der Perspektive der Praxis sei insbesondere die Bedienbarkeit (Usability) entscheidend, so Matthias Görtz. Er hat in Hildesheim Internationales Informationsmanagement studiert und über die Rolle von sozialen Kollaborationstechnologien am Arbeitsplatz promoviert.

„Bei der Gestaltung von Wissensplattformen, die ja weltweit zugänglich sind, müssen wir auch auf kulturelle Unterschiede eingehen", verdeutlicht Beatrix Kreß, Juniorprofessorin für Interkulturelle Kommunikation. „In großen Organisationen findet Wissenskommunikation virtuell und global statt. Dabei gehen die Beteiligten oft von einem kulturfreien Raum aus, obwohl gerade der Umgang mit Wissen, seine Verteilung und die Kommunikation über Wissen hochgradig kulturspezifisch ist", sagt Kreß. Kulturelle Unterschiede bestehen beispielsweise darin, wie explizit neues Wissen als solches gekennzeichnet wird. Im schlimmsten Fall nutzen Menschen einen Kurs bzw. eine Technologie nicht, weil sie glauben, dort nichts Neues lernen zu können – nur weil die Sender der Botschaft nicht deutlich sagen: „Hier könnt Ihr etwas Neues erfahren“.

Mit ihrer Idee konkurrieren die Hildesheimer Wissenschaftler im Wettbewerb des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft mit Hochschulen weltweit. Der Stifterverband fördert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die innovative digitale Kurskonzepte entwickeln und das große Potential der Digitalisierung in ihren Hochschulen nutzen. Im Wettbewerb „MOOC Production Fellowship“ werden bis zu zehn Lehrende oder Lehrteams für ihr Konzept eines innovativen Massive Open Online Course (MOOC) mit je 25.000 Euro prämiert. Dabei sollen je fünf Kurse im Wintersemester 2013/14 und im Sommersemester 2014 produziert werden. Die Online-Kurse werden auf einer Plattform kostenfrei für alle Interessierten angeboten.

Die Hildesheimer Forschergruppe bindet Studierende und Absolventen des Studiengangs „Internationales Informationsmanagement“ in die Entwicklung ein, sie erstellen Lernmaterialien und moderieren die Kurse. In Projektseminaren entstanden praxisnahe Studienprojekte. Beispielsweise haben Studentinnen und Studenten einen Onlinekurs „Datenschutz im Internet" entwickelt, an dem in diesem Jahr bereits über 650 Teilnehmer auch aus Russland, Island und den USA teilnahmen (NDR-Bericht „Studierende gestalten Lernprojekt für die ganze Welt" 28.01.2013). Der neue Kurs entsteht im Kontext des Projektseminars „Kollaboratives Wissensmanagement und E-Learning". Ein wichtiges Element ist die Verbindung mit der Praxis.

Entwickelt wird der Kurs von Prof. Dr. Joachim Griesbaum, Juniorprofessor für Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Soziale Netzwerke und Kollaborative Medien, und Prof. Dr. Beatrix Kreß, Juniorprofessorin für Interkulturelle Kommunikation von der Universität Hildesheim sowie Dr. Matthias Görtz, Manager für Talent & Organization bei Accenture Management Consulting.

Stimmen Sie für das Hildesheimer Team ab (bis zum 23. Mai):

Stimmabgabe Online-Kurs „Praxis des Wissensmanagements"

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Interkulturelle Kommunikation Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-6494 Thu, 02 May 2013 13:38:00 +0200 Schüleruni geht in die zweite Runde: Was kann Sprache? Wie kommunizieren wir? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/schueleruni-geht-in-die-zweite-runde-was-kann-sprache-wie-kommunizieren-wir/ Im Sommersemester geben Lehrende und Studierende einen Einblick in Forschungsthemen des Fachbereichs III, Sprach- und Informationswissenschaften. Die Uni Hildesheim möchte damit vor allem Neunt- bis Zwölftklässler für Wissenschaftsthemen begeistern. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Sprach- und Informationswissenschaften erklären in der Schüler-Universität zum Beispiel die Verschiedenheiten der Sprachen und welche Rolle Akzente und Dialekte bei mehrsprachigen Kindern spielen.

Neben Lehrenden beteiligen sich auch Studierende an der Schüler-Uni. „Wir haben keine Schwierigkeiten, unser Thema für Schülerinnen und Schüler aufzubereiten“, sagen die Studentinnen Christin Scharnhop und Natalia Gätzke. „Wir stellen ein Projekt über Datenschutz im Internet vor, das wir seit 2012 entwickeln. In einem Team haben wir im Studium einen Massive Open Online Course (MOOC) erstellt und durchgeführt.“ Zum Auftakt der Schüler-Universität erklären sie Projektergebnisse.

Warum die beiden Studentinnen für informationswissenschaftliche Themen begeistern wollen?  „In der Informationswissenschaft liegen große Potenziale“ sagt Natalia Gätzke und weist auf die zukünftige Entwicklung des Internets und die damit verbundenen Berufsfelder hin. „Diese Zusammenhänge möchten wir gerne den Schülerinnen und Schülern aufzeigen und die Vorteile des Studiums ‚Internationales Informationsmanagement‘ erklären.“

Die Schüler-Universität beginnt jeweils um 18:00 Uhr und findet in der Aula am Bühler-Campus der Universität Hildesheim statt (Lüneburger Straße/Lübecker Straße; Raum L131). Die Vorlesungsreihe richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 12. Auch Eltern können teilnehmen. Die Lehrenden freuen sich auf den Austausch und Diskussionen zum Thema. Kontakt bei Rückfragen: Christiane Zehrer (dekanat3@uni-hildesheim.de, Telefon 05121.883-901).

Programm

07. Mai 2013, „Spuren im Netz – Datenschutz bei Facebook und Co", Studentinnen Christin Scharnhop und Natalia Gätzke; Prof. Dr. Joachim Griesbaum

14. Mai 2013, „Classics in the Classroom”, Prof. Dr. Stefani Brusberg-Kiermeier

28. Mai 2013, „Why Siri can't understand Scottish English: Accents and dialects and strong language”, Dr. Saskia Kersten

04. Juni 2013, „Über die Verschiedenheiten der Sprachen“, Prof. Dr. Annette Sabban

11. Juni 2013, „Interkulturelle Kommunikation: So fern und doch so nah“, Prof. Dr. Beatrix Kreß

25. Juni 2013, „Orientierung Sprachwissenschaft. Was sie kann, was sie will“, Dr. Gabriele Hinney

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation
news-6436 Thu, 25 Apr 2013 10:00:00 +0200 Hildesheimer Evaluierungs- und Retrievalworkshop https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/hildesheimer-3/ Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie lädt ein Informationswissenschaftler tagen am 25. und 26. April 2013 an der Universität Hildesheim. Dabei stehen Forschungsfragen in den Bereichen mobile Informationsnutzung, Social Web sowie Evaluierung im Information Retrieval im Fokus. Außerdem befassen sich die Forscher mit der Sprachtechnologie für Sentimentanalyse und Opinion Mining.

Unser Umgang mit Information und den zur Verfügung stehenden Systemen ist im Umbruch: Wir wollen im Alltag überall auf kontextrelevante Informationen zurückgreifen, uns über aktuelle Entwicklungen in unseren sozialen Netzwerken informieren und mit den Systemen in natürlicher Sprache interagieren. Der 8. Hildesheimer Evaluierungs- und Retrievalworkshop HIER 2013 thematisiert die Gestaltung und Evaluierung von Informationssystemen in diesen dynamischen Kontexten. Im Fokus stehen Fragen der mobilen Informationsnutzung, der Evaluierung im Information Retrieval, der Anwendung von Sprachtechnologie für Sentimentanalyse und Opinion Mining und des Transfers der Potentiale des Social Web für die interne und externe Kommunikation von Organisationen, etwa im Marketing und Wissensmanagement und auch für Lehre und Forschung.

Der Workshop dient der Präsentation und Diskussion von aktuellen Forschungsergebnissen im Umfeld des Instituts für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Vorgestellt werden Ergebnisse aus dem Institut und eingeladener Gäste. 

Veranstalter und Teilnehmer: Organisiert wird der Workshop vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Details zu Ablauf und Programm sind auf der Internetseite des Workshops zu finden. Die Teilnehmerzahl für den Workshop ist begrenzt, sodass eine Anmeldung über dieses Formular erforderlich ist.

8. Hildesheimer Evaluierungs- und Retrievalworkshop/ Programm und Abstracts im Internet

Wo? Der Workshop findet statt an der Universität Hildesheim, in historischen Räumen in der Keßler Straße 57

Wann? Donnerstag, 25. April 14.00-18.00 und Freitag, 26. April 09.30-12.30

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Veranstaltungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-6464 Wed, 24 Apr 2013 18:25:00 +0200 Wikipedia-Artikel trotz 11.882 Bearbeitungen nicht besonders hochwertig? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wikipedia-artikel-trotz-11882-bearbeitungen-nicht-besonders-hochwertig/ An der Universität Hildesheim befassen sich Informationswissenschaftler und Studierende mit neuen Medien im Schnittfeld von Sprache, Kommunikation und Information. In dieser Woche stellen sie Ergebnisse aus Forschungs- und Studienprojekten vor. „Unser Umgang mit Information ist im Umbruch. Wir wollen im Alltag überall und schnell auf aktuelle Informationen zurückgreifen. Die Systeme, mit denen wir Informationen aufrufen, müssen rasant weiterentwickelt werden, um diesen Anforderungen gerecht zu werden“, sagt Informationswissenschaftlerin Katrin Werner und nennt als aktuelle Beispiele die verstärkte Nutzung von Smartphones und die Kommunikation über soziale Netzwerke.

Am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie befassen sich Studierende des Studiengangs „Internationales Informationsmanagement“ mit neuen Medien im Schnittfeld von Sprache, Kommunikation und Information: Wie wird das Internet in beruflichen Kontexten genutzt? Was zeichnet eine benutzerfreundliche Internetseite aus? Verstehen Computer Sprache? Wie funktioniert die Kommunikation in sozialen Netzwerken, in interkulturell geprägten Situationen oder beim Online Marketing? Wie gelangen wir bei der Masse an Daten an die gewünschten Informationen? Absolventen sind heute weltweit tätig im Online Marketing oder als Informations- und Wissensmanager.

Nun stellen Studierende – gemeinsam mit rund 30 Informationswissenschaftlern aus ganz Deutschland – beim 8. Hildesheimer Evaluierungs- und Retrievalworkshops am 25. und 26. April an der Universität Hildesheim Forschungsprojekte und Ergebnisse vor. Dabei stehen Fragen in den Bereichen mobile Informationsnutzung, Informationsbeschaffung und soziale Medien im Fokus. Außerdem stellen die Forscher Entwicklungen in der Sprachtechnologie, in der social-media-gestützten Unternehmenskommunikation und dem Bereich „Opinion Mining“ vor.

Nicht einer, sondern viele schreiben – mit diesem Phänomen befasst sich Clemens Roth. Der Wikipedia-Artikel „Deutschland“ zählt 11.882 Bearbeitungen (Stand 1/2013). „Trotzdem ist er nicht als lesenswert oder exzellent ausgezeichnet.“, sagt Roth, Absolvent der Universität Hildesheim. Er hat Entstehungsprozesse von jenen Artikeln untersucht, die durch Online-Zusammenarbeit entstehen.

Wie Äußerungen, die Meinungen enthalten, in Texten automatisch identifiziert und analysiert werden, berichtet Michael Wiegand von der Universität des Saarlandes. Er stellt eine Methode vor, mit der Prädikate ermittelt und Meinungen identifiziert werden können.

Studierende der Universität Düsseldorf berichten hingegen von Erfahrungen mit „game-based learning“ in der Hochschulbildung. Über eine Online-Plattform passen sich Studieninhalte an das individuelle Lerntempo der Studierenden aus der Generation der „digital natives“ an.

In Kooperation mit dem Center for World Music der Universität Hildesheim konzipierte Lukas Bittner im Rahmen seiner Bachelorarbeit ein Rechercheportal für die Musikethnologie. Der Beitrag beschreibt die Ergebnisse der hierzu durchgeführten Experteninterviews. Lars Wendt von der Universität Hildesheim stellt Ergebnisse seiner Bachelorarbeit zum Thema Erfolgsfaktoren mobiler Anwendungen für klein- und mittelständische Unternehmen vor.

Vorläufiger Tagungsband (PDF)

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Tagungen & Kongresse
news-6360 Sat, 06 Apr 2013 09:48:00 +0200 DGfS Sommerschule: Infos https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/dgfs-sommers/ Die DGfS Sommerschule 2013 "Sprachentwicklung: Evolution, Wandel, Erwerb" findet vom 12. bis 30. August 2013 in Berlin statt. Fortgeschrittene Studenten (M.A. oder Doktoranden) der Linguistik und verwandter Fächer sind eingeladen, an dieser 3-wöchigen Sommerschule im August 2013 teilzunehmen. Mehr Infos:

https://dgfs.de/de/aktuelles/2013/dgfs-sommerschule2013.html

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-5967 Wed, 06 Mar 2013 17:38:00 +0100 HIER 2013 - Programm veröffentlicht https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/hier-2013/ Der 8. Hildesheimer Evaluierungs- und Retrievalworkshop (25./26. April) diskutiert aktuelle Themen aus der Informationswissenschaft. Unser Umgang mit Information und den zur Verfügung stehenden Systemen ist im Umbruch: Wir wollen im Alltag überall auf kontextrelevante Informationen zurückgreifen, uns über aktuelle Entwicklungen in unseren sozialen Netzwerken informieren und mit den Systemen in natürlicher Sprache interagieren.

Der 8. Hildesheimer Evaluierungs- und Retrievalworkshop HIER 2013 thematisiert die Gestaltung und Evaluierung von Informationssystemen in diesen dynamischen Kontexten. Im Fokus stehen die folgenden Themen:

  • Mobile Informationsnutzung
  • Social Web in der internen und externen Kommunikation von Organisationen
  • Sprachtechnologie für Sentimentanalyse und Opinion Mining
  • Evaluierung im Information Retrieval

Der Workshop findet statt am 25. April und 26. April an der Universität Hildesheim. Details zu Ablauf und Programm finden Sie auf der Seite des Workshops

 

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-8606 Mon, 28 Jan 2013 08:00:00 +0100 Studierende verwischen Spuren im Netz. Nicht jedem ist klar, welche Spuren er im Internet hinterlässt https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/studierende/ NDR NORDDEUTSCHER RUNDFUNK über einen Online-Kurs von Studierenden zum Thema Datenschutz. Informationswissenschaftler der Uni Hildesheim über Forschung zu Sozialen Medien und Datensicherheit Studierende der Informationswissenschaften der Universität Hildesheim haben einen Online-Kurs „Datenschutz bei Facebook & Co. Ich weiß was du letzten Sommer im Web getan hast" entwickelt. Der NDR hat sie dabei begleitet und einen Filmbeitrag und Artikel veröffentlicht. „Ob Student, Rentner, Hausfrau oder Experte, jeder kann sich die Inhalte des Kurses, die in Form kurzer Videos präsentiert werden, anschauen. Dabei geht es um Grundlagen zum Internet und Datenschutz und darum, was Anbieter mit den preisgegebenen Daten machen", so der NDR. Entstanden ist der Kurs in Lehrveranstaltungen von Joachim Griesbaum, er ist an der Universität Hildesheim Juniorprofessor für Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt „Soziale Netzwerke und Kollaborative Medien“.

„Studierende verwischen Spuren im Netz", NDR Norddeutscher Rundfunk, 28.01.2013 (Text und Film-Beitrag) (Film online nur zeitlich begrenzt abrufbar)

Kontakt zu Forschern über die Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Pressespiegel überregional
news-7259 Mon, 21 Jan 2013 19:15:00 +0100 „Offene Kurse, freie Lernmaterialien: Revolutioniert das Internet unser Lernen?“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/offene-kurs/ Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger Vorlesungsreihe Digitale Lebenswelten − Chancen und Risiken für Bürger

Wo? Bühler-Campus (Lübeburger/Lübeckerstraße)

Referent: Joachim Griesbaum, Universität Hildesheim

Info: Die Vortragsreihe an der Universität Hildesheim nimmt Chancen, Gefahren und Herausforderungen des Internets unter die Lupe. Die Vorträge befassen sich mit der Veränderung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sphären im und durch das Internet. Beteiligt sind Informations- und Politikwissenschaftler, Geschichts- und Literaturwissenschaftler. Forschungsergebnisse und Forschungsfragen werden in ihren tagesaktuellen Bedeutungen für die Bürgerinnen und Bürger diskutiert. Welche Möglichkeiten bietet das Internet für die repräsentative Demokratie? Laufen wir Gefahr, durch das Internet tradierte Kulturgüter wie das Buch zu verlieren? Sind Bücher künftig nur noch digital und multi-medial? Wie steht es um die Informationsfreiheit, den Datenschutz und das Urheberrecht?

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. unterstützt die fächerübergreifende Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Sozialwissenschaften und vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorlesungsreihe ist kostenfrei und öffentlich.

Programm als PDF.

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Veranstaltungen Sozialwissenschaften Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-5960 Tue, 15 Jan 2013 18:00:00 +0100 Die sprachliche Konstruktion der Frauenbilder in den politischen Frauenzeitschriften unter dem Aspekt der konstitutiven, kommunikativen und rhetorischen Vermittlungsstrategien https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/die-sprachli/ Vortrag von Dr. Erika Kegyes (Miskolc) im Rahmen des Forschungskolloquiums des Fachbereichs 3 im Wintersemester 2012/2013 Vortrag von Dr. Erika Kegyes (Miskolc) im Rahmen des Forschungskolloquiums des Fachbereichs 3 im Wintersemester 2012/2013

Ort: L 046 (Bühler Campus)

Institut für deutsche Sprache und Literatur                   
Institut für englische Sprache und Literatur                  
Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
Institut für Interkulturelle Kommunikation
Institut für  Übersetzungswissenschaft  und  Fachkommunikation

Koordination: Stephan Schlickau
 

Info: Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf die Analyse ausgewählter historischer und aktueller politischer Frauenzeitschriften. Unter dem Begriff „politische Frauenzeitschrift“ sind hier die Periodika der politischen Frauenorganisationen zusammengefasst. Diese Informationsblätter, Vereinsorgane oder „Partei-Zeitschriften“ haben eine wichtige Funktion dabei, wie sich das Frauenbild in verschiedenen Zeiträumen entwickelt und
durch welche ideologischen Überzeugungen es konstruiert und geprägt wird.

Die Möglichkeiten zur politischen Partizipation der Frauen sind in diesem Zusammenhang auch durch das (meistens) explizit dargestellte Bild der Frau der politischen Frauenzeitschriften und durch ihre Vermittlungsstrategien beeinflusst. Die politischen Frauenzeitschriften bieten ihren Leserinnen Identifikationsschemata für ihre sozialen und politischen Rollen als Frau. Die Vermittlungsstrategien der Frauenbilder stellen einen Transformationsprozess dar, der sprachlich-kommunikativ und rhetorisch herausgearbeitet wird.

Deshalb sind die politischen Frauenzeitschriften von gestern und heute als ein Forum und Diskussionsraum für die Konstruktion und Diskusiion des aktuellen Frauenbildes aufzufassen. Dieser diskursive Raum fungiert auch als politische Öffentlichkeit. Dabei kommt den sprachlichen Vermittlungsstrategien eine besondere Rolle zu: Sie prägen den politischen Diskurs mit, bieten Identifikationsbilder an, popularisieren und mediatisieren das von ihnen konstruierte Frauenbild. Sprachlich gesehen orientieren sie sich an etablierten stilistischen Mustern des politischen Journalismus, jedoch zeigen sie auch diskursive Formen und Muster sowohl auf thematisch-inhaltlicher Ebene als auch auf der Darstellungsebene auf, für die spezifische Merkmale charakteristisch sind. Das Ziel des Projektes ist es, diese zu erfassen, zu analysieren und in ihren diskursiven Zusammenhängen zu beschreiben.

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Veranstaltungen Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Interkulturelle Kommunikation Fachbereich 3
news-5962 Sat, 12 Jan 2013 17:35:00 +0100 Die versteckte Gefahr im Internet https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/die-versteck/ Wie schütze ich meine Daten? Die Uni gibt Tips Pressespiegel regional Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Informatik BA IIM BSc IMIT MSc IMIT-M news-5946 Tue, 08 Jan 2013 09:48:00 +0100 Spuren im Netz: Studierende laden zum Onlinekurs „Datenschutz bei Facebook & Co“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/spuren-im-netz-studierende-laden-zum-onlinekurs-datenschutz-bei-facebook-co/ Ich weiß was du letzten Sommer im Web getan hast… Der dreiwöchige Onlinekurs „Datenschutz bei Facebook & Co“ startet Mitte Januar. Egal ob Student, Rentner, Hausfrau oder Experte – jeder kann teilnehmen. 14 Studierende der Studiengänge „Internationales Informationsmanagement“ und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ der Universität Hildesheim wollen über Spuren im Netz aufklären. „Wir möchten Interessierte aufklären, welche Daten und Spuren man im Internet hinterlässt und was damit passiert. Wir erklären, wie man sich sicher im Internet bewegen kann – ohne böse Überraschungen zu erleben“, sagt Christin Scharnhop, die den Kurs mitentwickelt hat und „Internationales Informationsmanagement“ studiert. „Die Skandale der letzten Zeit zeigen, dass die Nutzer sensibilisiert werden  müssen. Dazu wollen wir beitragen.“

Das Angebot ist kostenlos und für jeden frei zugänglich. Der Onlinekurs startet am 14. Januar 2013 und behandelt folgende Themen:

- 14. Januar 2013: Spuren im Netz: Welche Daten hinterlässt Du im Netz
- 21. Januar 2013: Ich weiß was du letzten Sommer im Web getan hast!
- 24. Januar 2013: Exkurs: Experteninterview mit Prof. Dr. Rainer Kuhlen
- 28. Januar 2013: Praxis – Wie ein Ninja im Netz

Der Onlinekurs besteht aus mehreren Einheiten. Die Inhalte der Einheiten werden durch kurze Videos präsentiert. Für die Teilnehmer gibt es keinen festen Zeitplan. Die Videos können zu beliebigen Zeiten angesehen werden, sagt Scharnhop. Außerdem gebe es die Möglichkeit zur Diskussion im bereitgestellten Forum, auftretende Fragen sollen dort beantwortet werden.

Das Angebot ist Teil des Projektseminares „Kollaboratives Wissensmanagement und E-Learning“ von Prof. Dr. Joachim Griesbaum. Er sagt, der Online-Kurs  „Datenschutz bei Facebook & Co“ folge dem Trend virtueller Großgruppen-Lernszenarien. „Diese beruhen auf dem Gedanken, dass Wissen in Online-Netzwerken und -Communities sozial erzeugt und erworben wird“, so Griesbaum.

Die Studierenden haben bei der Gestaltung dieses Lernangebots vieles einbezogen – sie haben Lernziele und Zielgruppen definiert, Inhalte erarbeitet, die Lerntechnologien konfiguriert. Und dabei selbst die Projektarbeit organisiert. „So sammeln sie Projekterfahrung und erwerben zugleich praxistaugliches Know-How im Bereich E-Learning und Wissensmanagement. Zugleich leistet der Kurs einen wichtigen Beitrag, um typische Netznutzer für das Thema Datenschutz zu sensibilisieren. Das hohe Engagement, die ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstorganisation sowie die fachliche Kompetenz und Kreativität der Teilnehmer haben mich von Beginn des Kurses an beeindruckt“, sagt Griesbaum, der seit 2008 an der Universität Hildesheim Juniorprofessor für Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt „Soziale Netzwerke und Kollaborative Medien“ ist.

Anmeldung zum Onlinekurs: www.onlinekurs-datenschutz.de

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik
news-5932 Fri, 04 Jan 2013 13:56:00 +0100 Das IWiST auf dem Internationalen Symposium der Informationswissenschaft https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/das-iwist-au/ Das Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie ist mit mehreren Vorträgen auf der ISI 2013 vertreten. Das internationale Symposium der Informationswissenschaft stellt alle zwei Jahre die aktuelle Forschung im Bereich Informationswissenschaft vor. In diesem Jahr ist die ISI vom 19. bis zum 22. März zur Gast in Potsdam. Das aktuelle Programm des Symposiums ist bereits online

Neben spannenden regulären Vortragssessions gibt es auch interessante und aktuelle Keynotes. Das IWiST ist mit den folgenden Vorträgen vertreten:

  • Glaubwürdigkeit von traditionellen und sozialen Medien Ein Experiment zu Wahrnehmung von Nachrichten - Samaneh Beheshti-Kashi, Joachim Griesbaum, Thomas Mandl
  • Accessibility - Informationsverhalten und Nutzungsbarrieren blinder Internetnutzer -  Nadine Pietras, Ralph Kölle, Joachim Griesbaum
  • Publikumsverlage im Social Web - Maria Weigel, Joachim Griesbaum, Christa Womser-Hacker
  • Identifikation von Kundenrezensionen im WWW als Basis eines Crawlers für das Opinion Mining - Sebastian Kastner, Thomas Mandl, Julia Maria Struß
  • Personas als Usability-Methode in internationalen Software-Projekten - Stefanie Elbeshausen, Thomas Mandl, Katrin Werner, Christa Womser-Hacker
  • Steigerung der Selbstorganisation durch die Analyse von Lernaktivitäten in kollaborativen Lernumgebungen - Saskia-Janina Untiet-Kepp, ehemalige Mitarbeiterin des IWiST, jetzt bei Accenture
  • Eignen sich Tree-Tests und Firstclick-Tests für die nutzerzentrierte Evaluierung der Informationsarchitektur? - Katja Eck, Ben Heuwing, Christa Womser-Hacker
  • Analyzing Social Information Behavior in the Educational Domain -
    Joachim Griesbaum, Nadine Mahrholz, Jens Bertram (Poster)

Für unsere Studierenden besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer Exkursion an der Konferenz teilzunehmen. 

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-5870 Wed, 19 Dec 2012 09:07:00 +0100 Indien im Fokus https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/indien-im-fokus/ Die Universität Hildesheim baut die Zusammenarbeit mit den Partneruniversitäten in Indien, der Symbiosis International University (SIU) in Pune und dem American College (AC) in Madurai, aus. Mitte Dezember hielt sich eine Delegation aus Pune in Hildesheim auf. „This weather is amazing“, sagt Geetika Chauhan und blickt auf Schnee und Regen. Das Wetter gehört eben auch zum Kulturaustausch. „Wir freuen uns, in Hildesheim den Uni-Alltag mitzuerleben.“ Die 20-jährige Bachelor-Studentin stellte sich gemeinsam mit fünf indischen Kommilitoninnen etwa 200 Erstsemesterstudierenden in der Vorlesung „Vergleichende Kulturwissenschaft: Großbritannien“ vor. Und sie ermunterten sie, Auslandsaufenthalte auch in ferneren Ländern zu wagen.

„Die Finanzierung ist nicht allzu schwer. Behalten Sie die Option im Blick, in Indien zu studieren“, bekräftigt Dr. Francis Jarman vom Institut für Interkulturelle Kommunikation der Uni Hildesheim und verweist unter anderem auf das „Promos“-Programm. Durch die Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten können Studierende von August bis Dezember in Indien studieren und anschließend bis März ein Praktikum absolvieren. Pune, fast so groß wie Berlin, ist jene Großstadt mit den meisten deutschen Firmenvertretungen (etwa 180), auch das Goethe-Institut ist dort ansässig.

„Indiens Bevölkerung ist die zweitgrößte der Erde, da wollen wir Kontakte pflegen. Hildesheim ist in der Bundesrepublik bekanntlich bei Austauschaktivitäten im europäischen Hochschulraum mit führend, und Indien stellt eine attraktive Erweiterung im asiatischen Raum dar“, sagt Jarman, der die indische Delegation gemeinsam mit Vizepräsident Dr. Christoph Strutz und Dr. Marit Breede vom International Office begrüßte. Neben Dozierenden- und Studierendenaustausch sei ein gemeinsamer Masterstudiengang mit Doppelabschluss („double degree“) im Bereich des Internationalen Informationsmanagements geplant.

Hildesheimer Lehrende werden ab 2013 an „Visiting Scholar“-Aufenthalten von etwa zwei Monaten in Pune teilnehmen. Im Herbst 2013 ist eine weitere Studierendenexkursion mit interkulturellen Workshops nach Indien geplant. Bereits im September 2012 waren Lehrende und acht Studierende der Universität Hildesheim in Indien. Vor Ort konnten sie ihre im Seminar „Vergleichende Kulturwissenschaft: Indien“ erworbenen Kenntnisse vertiefen.

„Symbiosis ist sehr an internationalen Kontakten interessiert. Wir tragen das Wort sogar in unserem Namen! Wegen der freundlichen Atmosphäre, des anspruchsvollen wissenschaftlichen Niveaus und der guten Betreuung von Studierenden ist Hildesheim der ideale Partner für uns“, sagen Dr. Hilda David und Aditya Nain von der SIU.

Beteiligt an der Kooperation sind das Institut für Interkulturelle Kommunikation, das Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie und Studierende der Studiengänge „Internationales Informationsmanagement“, „Internationale Kommunikation und Übersetzen“ und „Medientext und Medienübersetzung“.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Interkulturelle Kommunikation Informationswissenschaft und Sprachtechnologie International Office Internationales
news-5789 Thu, 29 Nov 2012 13:55:00 +0100 Forscher untersuchen Benutzerfreundlichkeit von mobilen Geräten https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/forscher-untersuchen-benutzerfreundlichkeit-von-mobilen-geraeten/ In Hildesheim tagt die „Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge" (KIBA). Bei diesem „Fakultätentag“ der Informationswissenschaft kommen Vertreter aus Fachhochschulen und Universitäten am Bühler-Campus zusammen. „Es gibt immer Abstimmungsbedarf", beginnt Dr. Ralph Koelle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim. In den vergangenen Jahren standen vor allem Fragen der Akkreditierung, der Einführung und Überarbeitung von Bachelor- und Master-Studiengängen im Vordergrund. Ein aktuelles Thema sei derzeit, wie Studierende zwischen Studienorten wechseln können, sagt Koelle. „Wir wollen, dass unsere Studierenden mobil sind, flexibel in der Wahl des Studienortes. Je mehr wir reglementieren, desto schwieriger wird die Gestaltung der Übergänge von einem Ausbildungsort zum anderen", sagt Koelle. Daher berichten die einzelnen Standorte in Kurzporträts – darunter auch jene mit informationswissenschaftlichen Studiengängen wie z.B. die Hochschulen in Chur, Köln, Darmstadt, Genf, Berlin, Hannover und Hildesheim – über die Studiengänge und -inhalte, Institutsstrukturen und Personalien, informieren über Forschungsfelder und neue Kooperationen. Die Inhalte der Studiengänge sind breit gefächert, die KIBA ist auch eine Sektion des Deutschen Bibliotheksverbandes.

Die Bilanz in Hildesheim? Der Bachelor-Studiengang „Internationales Informationsmanagement" (IIM) läuft seit acht Semestern im Regelbetrieb, die ersten 40 Absolventen haben ihr Zeugnis erhalten. Im Wintersemester 2011/12 kamen zwei Masterstudiengänge mit den Schwerpunkten „Informationswissenschaft" sowie „Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation" hinzu. Außerdem studieren derzeit die ersten Hildesheimer in Südkorea sowie die ersten Koreaner in Hildesheim, im Double Degree Studiengang „International Information Engineering" in Kooperation mit der Paichai University in Daejeon, Südkorea. Hier spielen informationswissenschaftliche und informationstechnische Inhalte eine zentrale Rolle, ergänzt um Aspekte koreanischer Kultur und asiatischer IT-Märkte.

Am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler derzeit vor allem in den Bereichen Information Retrieval, E-Learning, Informationsmanagement und Social Web. Im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion untersuchen die Forscher unter anderem die Benutzerfreundlichkeit von mobilen Geräten. Seit 2009 können im „Usability Labor" Bildschirm-, Benutzer-, Eye-Tracking- und Stressfaktorenaufzeichnungen durchgeführt werden. Hier haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass es bei Systemen der Social Media wie Facebook gravierende Probleme bei den Einstellungen zur Privatsphäre gibt.

Derzeit bauen die Hildesheimer Forscher ein „mobiles Usability Labor" auf, um Benutzeraktionen „im Feld“ aufzuzeichnen. So können zum Beispiel Apps, die GPS zur Bestimmung des aktuellen Standorts eines Benutzers verwenden (Local based Services), außerhalb des stationären Labors evaluiert werden.

Und Studierende des Studiengangs Internationales Informationsmanagement sind vermehrt auf dem Gebiet mobiler Informationen unterwegs. So haben sie zum Beispiel eine Android-App entworfen, mit der der Mensaplan, Eilmeldungen, FAQs und Videos abgerufen werden können.

2011 ist das Projekt MUP (Mobile Usability Portal) gestartet. Das bis 2013 EFRE-geförderte Projekt zielt auf den Transfer von Wissen zur Entwicklung, Evaluierung und Optimierung von mobilen Informationssystemen für kleine und mittelständische Unternehmen ab.

Neben der Zusammenarbeit auf nationaler Ebene – unter anderem mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen (GESIS), dem Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ) und dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) – werden internationale Kooperationen u.a. mit der Paichai Universität Daejeon gestärkt.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-5580 Wed, 24 Oct 2012 19:26:00 +0200 IWiST nimmt teil am EU Intensive Programme "Information Foraging" 2012 https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/iwist-nimmt/ Ab 2012 nimmt die Universität Hildesheim im Rahmen des EU Lifelong Learning Programms am Intensive Programme "Information Foraging" teil. Dieses Ausbildungsprogramm für Doktoranden und Masterstudierende trägt aktuellen Entwicklungen in der Forschung zu Informationsverhalten Rechnung. Anstatt die Technologie in der Vordergrund zu stellen, steht der Benutzer mit seinen Besonderheiten und seinem Verhalten im Zentrum des Interesses. Daraus entwickelte Modelle gehen wiederum in die Optimierung von Informationssystemen ein, um die Interaktion mit Information zu verbessern. Führende Spezialisten aus ganz Europa kommen in der Summer School zusammen, um diese Perspektive an angehende Experten zu vermitteln. Im Rahmen dieses europäischen Netzwerks findet eine Summer School an der Radboud University Nijmegen statt. Die Studierenden aus Hildesheim können zu außerordentlich günstigen Konditionen teilnehmen: Sie müssen die Teilnahmegebühr von 250 € nicht bezahlen und erhalten 75% der übrigen Ausgaben erstattet. Studierende im Master Internationales Informationsmanagement – Informationswissenschaft können diese Summer School auch ins Studium einbringen.

Anfang 2012 trat die Universität Hildesheim dem Konsortium bei. In der Informationswissenschaft in Hildesheim werden seit langem benutzerorientierte Ansätze verfolgt. Weitere teilnehmende Universitäten sind University of Glasgow, University of Tampere, Université Paul Sabatier, KU Leuven, Universität Duisburg-Essen, University of Amsterdam, Royal School of Library and Information Science (DK), University of Sheffield, University of Milan und University of Strathclyde.

Homepage Information Foraging

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-5334 Sat, 01 Sep 2012 14:22:00 +0200 Elektronische Wörterbücher https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/elektronisch/ Pressespiegel regional Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-5584 Wed, 01 Aug 2012 20:06:00 +0200 Bewerbungsfrist für BA IIM läuft https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/bewerbungsfr/ Die Bewerbungsfrist für den BA Studiengang Internationales Informationsmanagement läuft. Vom 01.06.2012 bis zum 15.07.2012 ist die Bewerbung um die Studienplätze möglich. Mehr Informationen dazu gibt es im Merkblatt zur Bewerbung.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-5284 Thu, 19 Jul 2012 13:14:00 +0200 Wer liest denn da bei facebook mit? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/wer-liest-de/ Unternehmen überprüfen Job-Bewerber gezielt im Netz - doch die schützen sich mittlerweile Pressespiegel regional Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-2302 Sun, 08 Jul 2012 19:00:00 +0200 „Soziale Online-Netzwerke sind keine Karrierekiller“ https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/soziale-online-netzwerke-sind-keine-karrierekiller/ „Studierende passen in der Phase des Berufseinstiegs oftmals gezielt ihre Profile in Sozialen Netzwerken an“, sagt Prof. Dr. Joachim Griesbaum. Darauf deuten Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung hin. „Sie optimieren ihre Profile in beruflich orientierten Netzwerken wie Xing und schützen ihre Facebook-Seite über Privateinstellungen“, so der Informationswissenschaftler. Mit Studierenden des Studiengangs Internationales Informationsmanagement erforscht er an der Universität Hildesheim, wie das Internet unser soziales Leben verändert. „Soziale Online-Netzwerke sind keine Karrierekiller“ entgegnet Prof. Dr. Joachim Griesbaum Skeptikern. Seit 2008 hat er an der Universität Hildesheim die Juniorprofessur für Informationswissenschaft mit dem Schwerpunkt „Soziale Netzwerke und Kollaborative Medien“ inne.

Arbeitgeber greifen bei ihrer Personalauswahl systematisch auf persönliche Daten von Bewerbern aus dem Internet zurück – so der Medientenor. In Amerika wurden Bewerber sogar aufgefordert, ihr Facebook-Passwort preiszugeben.

„Unsere explorativen Studien führen zu differenzierten Ergebnissen“, sagt Informationswissenschaftler Joachim Griesbaum. Wie Studierende und Hochschulabsolventen Soziale Netzwerke in der Phase des Berufseinstiegs, speziell der Bewerbungsphase, zur Selbstdarstellung nutzen, hat zuletzt Miriam Engler untersucht. Sie studiert in Hildesheim „Internationales Informationsmanagement“ und hat in einer Studie 14 Studierende, die kurz vor ihrem Studienabschluss stehen, sowie vier Mitarbeiter aus Personalabteilungen unterschiedlicher Unternehmen interviewt.

Die Ergebnisse? Alle Studierenden sind bei Facebook aktiv – mit teils falschen Schreibweisen ihres Namens. Die Hälfte hat ein Profil bei Xing und hat dieses auf Professionalität getrimmt. „Die Studierenden gehen von der Möglichkeit aus, dass Personalabteilungen Soziale Online-Netzwerke systematisch prüfen und dass ein unvorteilhaftes Online-Profil ihre Berufschancen schmälern könnte“, erklärt Griesbaum, der die Abschlussarbeit betreut hat.

Dabei ist es richtig, dass die befragten Unternehmen zwar „auf Spurensuche“ im Internet sind, das Ausmaß der Nutzung Sozialer Online-Netzwerke aber sehr divergiert. Erstaunlich sind die teilweise erheblichen Diskrepanzen der Einschätzung des Stellenwertes der Online-Präsenz im Social Web zwischen Unternehmen und Bewerbern. So vermuten die Studierenden, dass Personalabteilungen hauptsächlich in Facebook recherchieren. Tatsächlich wird zunächst XING als entscheidungsunterstützendes Medium im Bewerbungsprozess herangezogen. Insbesondere werden Bewerbungsangaben abgeglichen. Ein weiterer Unterschied zeigt sich in der Bewertung der Kontakte. Die Hälfte der Studierenden vermutet, dass Beiträge und Profile der Freunde einen negativen Eindruck hinterlassen könnten. Dies wird aber durch die befragten Unternehmensmitarbeiter durchweg widerlegt.

Die größte Abweichung liegt in der Einschätzung zu Profilinformationen, die vermeintlich zu einer Nichteinstellung führen. Hier sind es die Bewerber selbst, die sich sehr stark Gedanken um ihre Auftritte in Sozialen Netzwerken machen, „sie wollen nichts Falsches posten.“ Die befragten Studierenden vermuten zum Beispiel, dass übertriebene Pinnwandeinträge, Partybilder, unseriöse Darstellungen sowie politische Kommentare schon zu einer Nichteinstellung führen könnten. „Die befragten Personaler gaben jedoch keinen Grund zu dieser Sorge. Diese nennen weitaus extremere Gründe, die zur Ablehnung führen, z.B. rechtsradikale Haltungen, Feindseligkeiten gegenüber Minderheiten, kriminelle und pornographische Inhalte. Man wird nicht von der Personalabteilung aussortiert, nur weil bei Facebook auf einem Urlaubsfoto zu sehen ist, dass man etwas Alkoholisches zu sich nimmt“, so Prof. Griesbaum.

Die hohe Bedeutung, die  Soziale Online-Netzwerke für den Berufseinstieg bzw. das Personalrecruiting mittlerweile einnehmen, wird durch weitere Untersuchungen aus Hildesheim gestützt. So weist eine bereits 2010 durchgeführte Befragung von 211 Studierenden und 96 Absolventen darauf hin, dass rund 50% der stellensuchenden Studenten und knapp 70% der stellensuchenden Absolventen ein Profil in einem beruflich orientierten Sozialen Online-Netzwerk haben. Interviews mit Unternehmensvertretern aus dem Jahre 2009 zeigen auf, dass auf Unternehmensseite Potentiale nicht nur in der Prüfung von Bewerbern, sondern auch in der aktiven Ansprache von potentiell Qualifizierten sowie in der Aktivierung der Kontakte eigener Mitarbeiter gesehen werden.

Internationales Informationsmanagement an der Universität Hildesheim studieren

Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre steht bei Prof. Joachim Griesbaum die Welt des Internets. Die Studierenden des Studiengangs  „Internationales Informationsmanagement“  befassen sich im Schnittfeld von Sprache, Kommunikation und Information mit vielfältigen Aspekten der Neuen Medien – auch aus internationaler und interkultureller Perspektive: Wie funktioniert die Kommunikation in Sozialen Netzwerken, in interkulturell geprägten Situationen oder beim Online Marketing? Wie wird das Internet in beruflichen Kontexten genutzt? Was zeichnet eine benutzerfreundliche Internetseite aus? Verstehen Computer Sprache? Wie gelangen wir bei der Masse an Daten an die gewünschten Informationen? „Diese Studieninhalte sind zentrale Erfolgsfaktoren für Wirtschaft und Unternehmen“, erklärt Joachim Griesbaum. Absolventen sind heute weltweit tätig – ob im Online Marketing bei Adobe, für VW in Wolfsburg oder Florida, als Informations- und Wissensmanager bei Accenture oder im PR-Bereich bei MAN. Zentrale Schlüsselqualifikationen hierfür sind die ebenfalls im Studiengang vermittelten interkulturellen Kompetenzen. Neben der Informationswissenschaft kann im Studium Interkulturelle Kommunikation als Schwerpunkt gewählt werden.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation BA IIM Forschung
news-4830 Thu, 21 Jun 2012 10:15:00 +0200 Data Driven Advertising oder "How the Mathmen take over the Mad Men" https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/data-driven/ Gastvortrag am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (IWIST) Gastvortrag am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (IWIST)

Ort: Bühlercampus L 131 (Aula)

Referent: Niels Jensen, Client Services Director DACH  bei Adobe Systems GmbH (vorher Efficient Frontier)

Info: Werbung und seine Wirkung wird immer mess- und steuerbarer. Der Werbemarkt unterliegt einem Paradigmenwechsel, in dem Daten und die Verarbeitung dieser in Echtzeit zum klaren Wettbewerbsvorteil großer und kleiner Werbetreibenden gehören. Disziplinen wie Data Mining, Pattern Matching, Predictive Modeling und Algorithm Science werden immer relevanter in einem Markt, auf dem Player wie Google, IBM & Adobe um die Vorherrschaft kämpfen.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-4600 Tue, 17 Apr 2012 10:51:00 +0200 Die Eilmeldungen nun als Blog! https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/die-eilmeldu/ Liebe Studierende, wir haben die Eilmeldungen auf neue Füße gestellt, ab sofort sind sie als Blog unter http://eilmeldungenfb3.blog.uni-hildesheim.de erreichbar.

Die Meldungen sind als RSS-Feed abonnierbar: http://eilmeldungenfb3.blog.uni-hildesheim.de/feed/ . So können Sie sich automatisch, insbesondere unterwegs, unmittelbar über aktuelle Meldungen rund um die I-Institute informieren lassen. Weitere Informationen finden Sie im Blog selbst.

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Interkulturelle Kommunikation Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-4567 Thu, 05 Apr 2012 12:27:00 +0200 Lesekurs Englisch N.N. (dienstags von 8.30 bis 10 Uhr) entfällt https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/lesekurs-eng/ Im Lesekurs bei Frau Augustin (dienstags von 16 bis 18 Uhr) sind noch einige Plätze frei. Bitte beachten Sie, dass Sie anstelle des Kurses auch eine weitere Vorlesung Vergl. Kulturwissenschaft (Englisch) besuchen können.Der Kurs wird insbesondere Studierenden empfohlen, die Schwierigkeiten beim Verstehen von englischen Fachtexten haben. Dazu wird in der ersten Sitzung am 10.04.2012 ein Selbsttest zur Einstufung durchgeführt.

 

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Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Interkulturelle Kommunikation Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-5581 Sat, 24 Mar 2012 19:55:00 +0100 vfm-Förderpreis geht 2012 an Studentin aus Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/vfm-foerderpr/ Die Hildesheimer Studentin Gabriele Pätsch ist für ihre Magisterarbeit mit Marianne-Englert-Preis des Vereins für Medieninformation und Mediendokumentation (vfm) ausgezeichnet worden. Dieser Preis für qualitativ hochwertige und auszuzeichnende studentische Beiträge ist mit 500 Euro dotiert. Gabriele Pätsch ist Absolventin des Studiengangs Internationales Informationsmanagement (IIM) und ab April 2012 Doktorandin am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Ihre herausragende Magisterarbeit mit dem Titel „Frustration im Information Seeking“ wurde von Prof. Dr. Christa Womser-Hacker und Prof. Dr. Thomas Mandl betreut.

Der nach der Ehrenvorsitzenden des VFM benannte Förderpreis ist verbunden mit der Einladung zu einem Vortrag auf dem newcomer-forum der Frühjahrstagung 2012 in München. Der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation vertritt bildungsbezogene und berufsständische Interessen von Fachleuten aus dem Medienbereich, die mit der Informationsvermittlung Bestandssicherung, Dokumentation oder Vermarktung medialer Inhalte befasst sind (vfm-online.de).

Gabriele Pätsch beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit negativen Erfahrungen bei der Informa­tions­suche, der umgangssprachliche Begriff „genervt“ scheint den Zustand vieler Benutzer zu treffen. Emotionen werden in der Forschung zum Information Retrieval eher selten behandelt. In geschickten Interviews gelangen Frau Pätsch sehr genaue Einsichten in die mentalen Modelle Suchmaschinenbenutzer. Besonders relevant erschienen Mängel oder vermutete Mängel der Datenqualität, Hinweise auf Lernprozesse sowie der Verdacht mancher Nutzer, mit ihren Kenntnissen nutzten sie nicht den gesamten Funktionsumfang der Such­maschinen. In Ihrer Promotion will sich Frau Pätsch weiterhin mit negativen Emotionen im Information Retrieval befassen. Dieser Untersuchungsgegenstand stellt methodisch besondere Herausforderungen, die Frau Pätsch im März auf dem Doktoranden-Kolloquium des IWIST diskutiert hat.

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-4151 Fri, 24 Feb 2012 14:29:00 +0100 Internationales Informationsmanagement studieren https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/internationales-informationsmanagement-studieren/ Informationsmanager für den internationalen Austausch sind in Unternehmen immer mehr gefragt. Bis zum 28. Februar ist eine Bewerbung für den Studienbeginn zum Sommersemester im Master-Studiengang „Internationales Informationsmanagement/ Informationswissenschaft" möglich. Die Bewerbungsfrist für einen Studienbeginn im Wintersemester endet am 31. August. „Informationsmanager für den internationalen Austausch werden in globalen Unternehmen immer mehr gefragt", sagt Prof. Dr. Thomas Mandl vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Der Master-Studiengang „Internationales Informationsmanagement/ Informationswissenschaft (IIM-IW) vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten für informationswissenschaftliche und sprachtechnologische Tätigkeiten in einem mehrsprachigen Umfeld. „Im ersten Annahmeverfahren wurden neben internen Bewerbern auch etliche externe Bewerber von anderen informationswissenschaftlichen Einrichtungen aufgenommen. Wir freuen uns über das große Interesse", so Mandl.

„Die Internationalisierung von Wirtschaft und Alltagsleben erfordert Kommunikation und Informationsfluss über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Informationssysteme im internationalen Einsatz führen zu neuen Herausforderungen, sei es bei der Lokalisierung einer Website, beim Informationsmanagement in mehrsprachigen Umgebungen oder der Kooperation in interkulturellen Arbeitskontexten“, erläutert Prof. Mandl.

Der Master-Studiengang IIM-IW bietet eine breite Auswahl an Modulinhalten in den folgenden Bereichen mit jeweils internationalem, mehrsprachigem oder interkulturellem Fokus: Information und Gesellschaft, Mensch-Maschine-Interaktion, Informationssysteme, Computervermittelte Kommunikation, Sprachtechnologie, Software-Projektmanagement und E-learning.

Absolventinnen und Absolventen des viersemestrigen Studiengangs sollen u.a. darauf vorbereitet werden, Probleme des Informationsmanagements in mehrsprachigen Umgebungen zu analysieren und Wege zu ihrer Lösung aufzuzeigen.

Eine Bewerbung zum Sommersemester ist bis zum 28. Februar möglich. Für einen Studienbeginn zum Wintersemester 2012/13 können sich Interssierte bis zum 31. August bewerben.

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie MA-IIM-IW
news-3825 Thu, 05 Jan 2012 12:22:00 +0100 Erfolg bei Usability-Wettbewerb https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/erfolg-bei-usability-wettbewerb/ Die Absolventin des Studiengangs „Internationales Informationsmanagement“ (IIM) der Stiftung Universität Hildesheim Veselina Milanova ist für Ihre Magisterarbeit mit dem ersten Platz in der Kategorie „eResult Science Award 2011“ ausgezeichnet worden und kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro freuen. Den Preis erhielt die Studentin mit dem Schwerpunkt Informationswissenschaft auf dem Usability-Kongreß 2011 in Frankfurt, der größten Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Der Titel der Arbeit lautet „Designing emotions for mobile applications – (how) can a ride sharing service make you happy“.

Veselina Milanova widmete sich also der Thematik der „Usability“ (Benutzerfreundlichkeit) mobiler Anwendungen, zu dem immer mehr Arbeiten durchgeführt werden. „Die Unternehmen freuen sich über Studierende, die in diesem Bereich entwickeln und benutzerorientiert evaluieren“, betont Prof. Dr. Thomas Mandl, einer der Betreuer der prämierten Arbeit. Er weist auf weitere aktuelle Abschlussarbeiten mit der VW Konzernforschung, usability.de und der ABAS AG hin. Dr. Ralph Koelle, ebenfalls Betreuer der prämierten Arbeit, bietet regelmäßig Lehrveranstaltungen zu den Besonderheiten mobiler Geräte an und hat bereits über zehn Abschlussarbeiten dazu betreut. „Die hohe Qualität der Arbeit von unserer Absolventin Veselina Milanova zeigte sich unter anderem in der Durchführung zweier Entwicklungs- und Evaluierungszyklen“, lobt er.

Sehr erfreut zeigte sich Prof. Dr. Christa Womser-Hacker, die Direktorin des Instituts für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie: „Unser Drittmittelprojekt Mobile Usability Portal passt sehr gut in diesen Trend.“ Mit dem Unternehmen eResult, das den Usability Award ausgelobt hat, arbeitet das Institut im Rahmen eines Drittmittelprojekts zusammen und entwickelt darin neue Konzepte für Personas zur Verbesserung der Usability.

Neben dem eResult Science Award 2011 gibt es noch einen weiteren studentischen Wettbewerb, die Usability Challenge der Gesellschaft für Informatik (GI). Thomas Mandl, der dort in der Jury mitwirkt freut sich: „Nach diesem Erfolg werden dort auch Hildesheimer Beiträge eingereicht!“

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Pressemeldungen Preise / Auszeichnungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-3787 Wed, 21 Dec 2011 17:15:00 +0100 Computerlinguistik & Sprachtechnologie https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/computerlinguistik-sprachtechnologie/ Kann ein Computer Goethes Faust „zusammenfassen“? Nein, Literatur ist zu komplex, zu vielschichtig, sagt Prof. Dr. Ulrich Heid. Elektronische Textsammlungen und elektronische Wörterbücher zählen zu seinen Forschungsgegenständen. Das Land Niedersachen unterstützt den Aufbau einer Computer-Infrastruktur an der Stiftung Universität Hildesheim, mit der es Prof. Dr. phil. habil. Ulrich Heid und seinen Mitarbeitern möglich sein wird, Eigenschaften von sprachlichen Einheiten – zum Beispiel das Verhalten bestimmter Wörter und Wortverbindungen im Satzzusammenhang – anhand sehr großer Textmengen zu untersuchen.

„Wir wollen in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt auf die Entwicklung neuartiger Wörterbücher legen, die sowohl für Maschinen als auch für den Menschen nutzbar sind“, sagt Heid, der seit einem Jahr am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie arbeitet. Er war Gastwissenschaftler am International Computer Science Institute in Berkeley, Californien, und ist seit 2005 Fellow des Institute for Advanced Study der südafrikanischen Universität Stellenbosch. Seine Forschungen sind in Projekten erfolgt, die u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der EU-Kommission oder dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wurden. Isa Lange sprach mit dem Professor für Sprachtechnologie und Computerlinguistik.

Interview

Wie würden Sie einem Studienanfänger Ihr Forschungsgebiet erklären?

Prof. Heid: Wir möchten verstehen, wie Sprachen funktionieren, und zwar so präzise, dass ein Computer so programmiert werden kann, dieses Sprachverstehen zu simulieren. Dabei richten wir unser Augenmerk auf Wörter und Wortbildungen. Längerfristig auch auf Sätze, Dialoge und Texte.

Ein Forschungsschwerpunkt in Hildesheim ist der Schnittbereich zwischen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie – woran arbeiten Sie derzeit?

Die Informationswissenschaftler arbeiten u.a. an der Identifizierung von Meinungen und Bewertungen, etwa in Foren: welche Ansichten haben die Leute über ein Produkt oder eine Dienstleistung? Ein Mitarbeiter, Herr Dr. Ruppenhofer, kümmert sich aus sprachwissenschaftlicher Sicht um dieselbe Frage, und er entwickelt Methoden, um für Wörter und Wortbindungen, aber auch im Satzkontext, positive und negative Bewertungen zu finden. Für seine Habilitation arbeitet er an detaillierten automatischen Werkzeugen und Ressourcen dafür.

Welche Chance liegt in der Kombination von diesen zwei – eigentlich sehr gegensätzlichen – Gebieten: Sprache (etwas sehr „Menschliches“) und Technologie?

Wie schon gesagt: durch den Versuch, sprachliche Phänomene für den Rechner „verständlich“ zu machen, verstehen wir das Wunder der menschlichen Sprachkommunikation besser. Sehr viel von dem was wir sagen ist mehrdeutig, unvollständig, zum Teil fehlerhaft – und doch verständlich. Wie ist das möglich? Und dann kann Sprachtechnologie auch in der Praxis sehr nützlich sein: Wenn ich die Hände am Lenkrad habe und auf die Straße schauen muss, ist eine Sprachsteuerung, z.B. von Unterhaltungsmedien, Navigationssystem etc. hilfreich. Oder elektronische Wörterbücher und Sprachlernwerkzeuge: ich kann überall da nachschlagen oder lernen, wo ein Rechner ist. Manche Sprachen sind für Verlage kommerziell nicht interessant: dann hilft nur ein online-Wörterbuch. Das erleben wir gerade in einer Kooperation mit Südafrika: dort sind Wörterbücher auf dem Mobiltelefon ein großes Thema. Meine Mitarbeiterin, Frau Dr. Faaß, hat Teile der afrikanischen Sprache Nord-Sotho für den Rechner beschrieben: wir beantragen gerade ein Kooperationsprojekt mit drei südafrikanischen Unis zu Wörterbüchern.

Kann eine Maschine ein literarisches Werk „zusammenfassen“ oder bleibt diese Fähigkeit dem Menschen vorbehalten?

Einen Artikel aus einer Fachzeitschrift automatisch zusammenzufassen – dafür gibt es erfolgreiche Forschung, z.B. in Cambridge. Das ist auch wichtig, weil z.B. die Medizin- und Pharmaforschung in Fachpublikationen ertrinkt: soviel wie publiziert wird, können Sie gar nicht lesen. Aber Goethes Faust? Nein. Literatur ist zu komplex, zu vielschichtig. Denken Sie an Anspielungen, Bezüge auf andere Texte, an indirekt Ausgedrücktes – das setzt so viel Wissen über die Welt, soviel Erfahrung voraus, dass niemand es schafft, dieses Wissen in eine Maschine zu stecken.

Sie erforschen in Hildesheim das Verhalten bestimmter Wörter und Wortverbindungen im Satzzusammenhang, anhand großer Korpora. Wie funktioniert das?

Eine Grundlage ist, dass wir nach Regeln schreiben und sehr oft dieselben Versatzstücke der Sprache benutzen. Also tauchen diese Versatzstücke in Texten sehr oft auf. Wir sammeln große Textmengen, z.B. ganze Jahrgänge von Tageszeitungen, und wir suchen mit Hilfe von Mustern und von Statistik nach solchen Versatzstücken: dann kommt heraus, dass man einen Verdacht hat oder hegt, dass man sagt ein Verdacht drängt sich auf usw. Dass wir solche Wortkombinationen finden, klingt vielleicht zunächst trivial – weil jeder sie kennt: aber genau solches Wissen braucht der Rechner. Die Techniken dazu vermitteln wir in unseren Seminaren.

Computerlinguistik – welche Perspektiven sehen Sie?

Computerlinguisten haben – wie Informationswissenschaftler – eine Qualifikation im geisteswissenschaftlichen Arbeiten und gleichzeitig in informatischen Methoden. Das heißt, sie verstehen Gesprächspartner aus beiden „Fachkulturen“. Das ist ein Vorteil: viele arbeiten bei Softwareunternehmen, in Unternehmensberatungen, aber auch bei Verlagen oder in Sprachendiensten großer Unternehmen oder Institutionen.

Das Fach Computerlinguistik ist noch relativ jung; aber einige seiner sprachtechnologischen Produkte werden bereits eingesetzt: Dialogsysteme, maschinelle Übersetzung, Terminologiesuche, elektronische Wörterbücher. Es wird in Zukunft immer mehr Bedarf geben. Nicht zuletzt auch als Hilfsmittel für die Geisteswissenschaftler: wir haben z.B. vor zwei Jahren mit Juristen zusammen aus Fachzeitschriften Material für ein Fachwörterbuch zum Markenrecht herausgesucht; ebenso reden wir mit Kollegen aus der Politikwissenschaft über die Nutzung unserer Methoden. Uns wird sicher nicht langweilig – Sprache hält immer Überraschungen bereit.

Vielen Dank für das Gespräch.

Lesen Sie das Interview im Uni-Journal Dezember 2011

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-3622 Fri, 11 Nov 2011 10:40:00 +0100 Double Degree Program mit Pai Chai University in Südkorea https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/double-degree-program-mit-pai-chai-university-in-suedkorea/ Studierendenaustausch mit Südkorea – eine neue Etappe der Internationalisierung der Stiftung Universität Hildesheim startet: Der DAAD hat die Förderung der Erprobungsphase des Double Degree Programs „International Information Engineering“ bewilligt. Erneut honoriert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) die Bemühungen der Stiftungsuniversität, Studierenden Erfahrungen im Ausland zu ermöglichen. Bewilligt wurde ein Double Degree Program „International Information Engineering" am Fachbereich III, Sprach- und Informationswissenschaften, der Stiftung Universität Hildesheim und des Information and Communication Engineering Departements der Pai Chai University, Daejeon, Südkorea.

Der Universität ist es mit diesem Double Degree Program gelungen, eine weitere Kooperation in der Lehre mit einer Universität aus dem ostasiatischen Raum zu begründen, betont Prof. Dr. Womser-Hacker, Direktorin des Instituts für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Die Einrichtung des Programms geht auf eine langjährige Zusammenarbeit der Wissenschaftler aus Daejeon und Hildesheim zurück.

Dr. Folker Caroli war vor zwei Jahren als Gastdozent an der Pai Chai University. Er sieht den Vorteil des Double Degree Abschlusses darin, die Überschneidungs- und Wahlpflichtbereiche der Studiengänge der beiden Hochschulen zu nutzen und auszugestalten. Das Double Degree Program verbindet die Studiengänge „Internationales Informationsmanagement - Schwerpunkt Informationswissenschaft" der Universität Hildesheim und „Information and Communication Engineering" der Pai Chai University, Daejeon. Beide Studiengänge vermitteln - mit unterschiedlichen Schwerpunkten - Qualifikationen für die Bewältigung und Gestaltung komplexer Informationsprozesse im internationalen und multikulturellen Kontext. Das gemeinsame Programm bietet den Studierenden die Option einer Vertiefung und Internationalisierung des jeweiligen grundständigen Studiengangs.

Die Studierenden verbringen das erste Jahr an ihrer jeweiligen Heimatuniversität, das zweite Jahr an der ausländischen Partneruniversität. Für das Double Degree Program stehen für jede Seite jeweils bis zu fünf Plätze zur Verfügung. Für drei Studierende der Universität Hildesheim ist die Förderung der Aufenthalts- und Reisekosten durch den DAAD bereits sicher gestellt. Wir arbeiten daran, so Caroli, dass die Förderung für alle fünf Plätze möglich wird.

„Alle Lehrveranstaltungen des Double Degree Programs sind Veranstaltungen, die auch für die Studierenden unserer grundständigen Masterstudiengänge angeboten werden, sodass durch die Einführung des neuen Programms keine Mehrbelastung der Lehrkapazität entsteht. Die Unterrichtssprache im Double Degree ist Englisch“, erläutert Prof. Dr. Thomas Mandl.

An der Universität Hildesheim studieren bereits im Wintersemester 2011/2012 zwei Studenten der Pai Chai University. Die ersten Hildesheimer Studierenden werden im Wintersemester 2012/2013 ihr Studium an der Pai Chai University aufnehmen. Durch die Überlappung der Studienzeiten wird es möglich, dass koreanische und deutsche Studierende gemeinsame Studienprojekte bearbeiten, aus denen dann Abschlussarbeiten entstehen können, die von Lehrenden der Universität Hildesheim und der Pai Chai University gemeinsam betreut werden.

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-3596 Wed, 09 Nov 2011 18:00:00 +0100 The Making of Specialized Online Dictionaries: Theory and Practice https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/the-making-o/ Forschungskolloquium des Fachbereichs 3 Forschungskolloquium des Fachbereichs 3

Ort: L067 (Bühler Campus)

Referent: Pedro A. Fuertes Olivera

Das gesamte Programm und weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Forschungskolloquiums.

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Deutsche Sprache Englische Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Fachbereich 3
news-3166 Wed, 13 Jul 2011 18:00:00 +0200 Öffentliche Antrittsvorlesung Prof. Dr. phil. habil. Ulrich Heid https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/oeffentliche-11/ Institut für Informationswissenschaft & Sprachtechnologie Info: Der Fachbereich III, Sprach- und Informationswissenschaften, der Stiftung Universität Hildesheim lädt am Mittwoch, 13. Juli 2011, um 18:15 Uhr ein zur öffentlichen Antrittsvorlesung von Professor Dr. phil. habil. Ulrich Heid. Er spricht zum Thema „Von Korpora zu Lexika. Ressourcen für die Sprachtechnologie“.

Ort: Aula am Bühler-Campus (L 131), Lübecker Straße 3

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Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-3175 Wed, 13 Jul 2011 08:00:00 +0200 Internationalisierung & IT studieren: neuer Master-Studiengang https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/internationalisierung-it-studieren-neuer-master-studiengang/ Zum Wintersemester 2011/12 startet an der Stiftung Universität Hildesheim der neue Master-Studiengang „Internationales Informationsmanagement/ Informationswissenschaft (IIM-IW). Er vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten für informationswissenschaftliche und sprachtechnologische Tätigkeiten in einem mehrsprachigen Umfeld. Der Studiengang ist in dieser Kombination von Kompetenzen deutschlandweit einmalig; die Absolventen des Vorgänger-Studiengangs werden von global agierenden Unternehmen stark nachgefragt. „Die Internationalisierung von Wirtschaft und Alltagsleben erfordert Kommunikation und Informationsfluss über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Informationssysteme im internationalen Einsatz führen zu neuen Herausforderungen, sei es bei der Lokalisierung einer Website, beim Informationsmanagement in mehrsprachigen Umgebungen oder der Kooperation in interkulturellen Arbeitskontexten“, erläutert Professor Dr. Thomas Mandl.

Der neue Master-Studiengang IIM-IW bietet eine breite Auswahl an Modulinhalten in den folgenden Bereichen mit jeweils internationalem, mehrsprachigem oder interkulturellem Fokus: Information und Gesellschaft, Mensch-Maschine-Interaktion, Informationssysteme, Computervermittelte Kommunikation, Sprachtechnologie, Software-Projektmanagement und E-learning. Ergänzt werden die Kerninhalte durch jeweils ein Modul des Wahlpflichtbereichs und des Parallelstudiengangs IIM-SWIKK (Sprachwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation).

An der Universität Hildesheim konnte durch die Einbettung von IIM innerhalb des Fachbereichs Sprach- und Informationswissenschaften ein Profil geschaffen werden, das der Analyse und Verbesserung von modernen Informationsprozessen gerecht wird. Sowohl die Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit als auch der Fokus des Informationsmanagement auf den Benutzer erlauben den angehenden Informationsmanagern die Gestaltung optimierter Systeme.

In vier Semestern werden die Studierenden auf eine informationswissenschaftlich fundierte Tätigkeit im internationalen Umfeld vorbereitet. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Masterstudienganges öffnet sich für die Absolventen ein breites Tätigkeitsfeld wie z.B.: Informationsvermittlung, User-Experience Consulting, Usability-Engineering, Online Redaktion, Information Engineering, Dialogdesign.

Absolventen sind u.a. in der Lage, Probleme des Informationsmanagements in multilingualen Umgebungen zu analysieren und Wege zu ihrer Lösung aufzuzeigen. Sie können von Interkulturalität und Mehrsprachigkeit gekennzeichnete Situationen analysieren und eigenständig wissenschaftlich fundierte Lösungen für Kommunikationsprobleme entwickeln.

Eine Bewerbung ist zum Winter- und Sommersemester möglich, die Bewerbungsfrist für den Studienbeginn im Wintersemester ist der 31. August.

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie MA-IIM-IW
news-3245 Tue, 12 Jul 2011 12:49:00 +0200 Sprach-Experte der Uni stellt seine Arbeit vor https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/sprach-exper/ „Von Korpora zu Lexika. Ressourcen für die Sprachtechnologie" Pressespiegel regional Informationswissenschaft und Sprachtechnologie news-2597 Thu, 24 Mar 2011 19:25:00 +0100 Information & Wissen: global, sozial und frei? https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/information-wissen-global-sozial-und-frei/ Vom 9. bis 11. März 2011 fand an der Stiftung Universität Hildesheim das 12. Internationale Symposium der Informationswissenschaft (ISI) statt. Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten unter dem diesjährigen Motto der Konferenz „Information und Wissen: global, sozial und frei?“. „Hildesheim ist einer der jüngeren Standorte der Informationswissenschaft, aber mittlerweile einer der größten und sichtbarsten in Deutschland“, lobte Christian Wolff, Vorsitzender des Hochschulverbands Informationswissenschaft, der die ISI jedes zweite Jahr an unterschiedlichen Hochschulstandorten durchführt. Das Symposium gilt als die zentrale Plattform für informationswissenschaftliche Forschung im deutschsprachigen Raum. Inhaltlich steht die ISI stellvertretend für die Entwicklung der Informationsgesellschaft. Sie beschäftigt sich stets sowohl mit den zentralen Aufgaben als auch wechselnden Anforderungen, die an die Informationswissenschaft gestellt werden und den Herausforderungen, die sich daraus ergeben.

„Die Auseinandersetzung mit Wissen und Information und den dazugehörigen Prozessen ist der Kern der Informationswissenschaft. Damit ist sie am Puls der Zeit, denn die Verfügbarkeit von Wissen und Information stellt die Grundlage für die Entfaltung von Wissenschaft und Bildung dar. Die Universität ist ein Ort, wo Wissen entsteht und Bildung geboten wird“, betonte Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Stiftung Universität Hildesheim in seinen Eröffnungsworten und fügte hinzu: „Wie global sind Information und Wissen und wie können potentielle geographische, kulturelle oder andersartige Grenzen überwunden werden? Welcher monetäre Aufwand ist zu leisten, um an Information am rechten Ort, zur rechten Zeit zu kommen, um auf dieser Basis die richtigen Entscheidungen zu treffen und zu handeln?“ Den Hauptvortrag hielt Prof. Dr. Kalervo Järvelin, University of Tampere, Finnland, zum Thema „Information Retrieval: Technology, Evaluation and Beyond".

„Neben den Kernbereichen Information Retrieval (Informationsbeschaffung) und Informationsverhalten, Soziale Medien sowie Informationsinfrastruktur und -gesellschaft wurde über die Themenfelder Urheberrecht und Freiheit von Wissen debattiert“, erläutert Prof. Dr. Christa Womser-Hacker, Direktorin des Instituts für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. In Ergänzung zu den wissenschaftlichen Beiträgen wurden auch Erfahrungsberichte aus der Praxis in das Vortragsprogramm integriert. Der 1. ISI Praxis-Track bot so die Gelegenheit, Erfahrungen aus der Anwendung, Evaluation und Weiterentwicklung  informationswissenschaftlicher Konzepte in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen in den Wissenschaftsbetrieb verstärkt einzubringen.

„Die ISI ist eine wissenschaftliche Tagung. Aber Wissenschaft beginnt nicht erst mit akademischen Graden, sondern, idealtypisch, mit der Idee, etwas zu studieren. Die zwei studentischen Panels zu Beginn der Tagung waren sehr gut besucht", so Prof. Dr. Joachim Griesbaum, Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Das Organisationsteam der ISI bestand aus den Mitarbeitern des Instituts und rund 20 studentischen Helfern. Der diesjährige Gerhard-Lustig-Preis für die beste studentische Abschlussarbeit im Bereich der Informationswissenschaft wurde an Thomas Sammer, Karl-Franzens-Universität Graz, für seine Masterarbeit zum Thema „Social Media Analysis. Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen anhand eines Fallbeispiels“ verliehen.

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Tagungen & Kongresse
news-2398 Tue, 15 Mar 2011 11:41:00 +0100 Minister besuchen Auftritt der Stiftungsuniversität auf der CeBIT https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/minister-besuchen-auftritt-der-stiftungsuniversitaet-auf-der-cebit/ „Stark!“ So bewertete der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode den Auftritt des Projekts usability-toolkit.de der Stiftung Universität Hildesheim. Minister Bode zeigte sich beeindruckt von der vorgeführten Möglichkeit der Blickverfolgung. Auch die Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, Prof. Dr. Johanna Wanka, besuchte den Stand und bewertete das Projekt als sehr positiv. Ministerin Wanka informierte sich über die neuesten Forschungsergebnisse aus der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die CeBIT befand sich dieses Jahr wieder im Aufwind. Gleich zweimal war die Stiftungsuniversität auf der Messe in Hannover vertreten. Auf dem Gemeinschaftsstand der niedersächsischen Hochschulen präsentierten sich vom 1. bis zum 5. März die Projekte usability-toolkit.de und MyMedia. Zahlreiche Interessenten besuchten den Stand der Stiftung Universität Hildesheim und waren erfreut, dass die dort entwickelten Werkzeuge frei im Internet zur Verfügung stehen. 

Das Projekt usability-toolkit.de hilft, Erfahrungen mit der Usability-Optimierung von Websites zu sammeln und den Bedarf an weiteren Maßnahmen einzuschätzen. Usability, die Gebrauchstaug­lichkeit oder Nutzerfreundlichkeit von Websites, ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Die Plattform wurde am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (IWIST) in Zusammenarbeit mit usability.de, einem Dienstleister für Usability und User Experience Design aus Hannover, entwickelt. Das Projekt wurde gefördert durch den EFRE-Strukturfonds der Europäischen Union. „Auf der CeBIT ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Experten, die im Bereich Usability arbeiten und forschen. So konnten Anknüpfungspunkte für zukünftige Projekte gefunden werden", freut sich Prof. Dr. Thomas Mandl, Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie.

Die Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik und Maschinelles Lernen unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Lars Schmidt-Thieme von der Stiftung Universität Hildesheim stellte das Projekt MyMedia vor, das mit sechs weiteren Partnern aus vier europäischen Ländern erfolgreich entwickelt wurde. Die Arbeitsgruppe entwickelt in dem Projekt Empfehlungssysteme für Multimedia-Anwendungen. "Empfehlungssysteme schlagen ihren Benutzern anhand ihres früheren Verhaltens neue und interessante Inhalte vor. Die Vorschläge sind hierbei individuell auf die Interessen der jeweiligen Benutzer angepasst", erläuterte Zeno Gantner auf der CeBIT.

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-2469 Thu, 24 Feb 2011 08:00:00 +0100 CeBIT 2011: Stiftung Universität Hildesheim präsentiert sich mit zwei Projekten https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/cebit-2011-stiftung-universitaet-hildesheim-praesentiert-sich-mit-zwei-projekten/ Die Stiftung Universität Hildesheim wird in diesem Jahr gleich zweimal auf der CeBIT in Hannover vertreten sein. Auf dem Gemeinschaftsstand der niedersächsischen Hochschulen präsentieren sich vom 1. bis zum 5. März 2011 die Projekte usability-toolkit.de und MyMedia. Das Projekt MyMedia – dynamische Multimedia-Personalisierung – entwickelt Empfehlungssysteme für Multimedia-Anwendungen wie internetbasiertes Fernsehen (IPTV), Web-Fernsehen und -Radio sowie Online-Shopping. Empfehlungssysteme schlagen ihren Benutzern anhand ihres früheren Verhaltens neue und interessante Inhalte vor. Die Vorschläge sind hierbei individuell auf die Interessen der jeweiligen Benutzer angepasst. Die Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik und Maschinelles Lernen unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Lars Schmidt-Thieme von der Stiftung Universität Hildesheim arbeitet in diesem Projekt mit sechs weiteren Partnern aus vier europäischen Ländern.

Das Projekt usability-toolkit.de hilft, Erfahrungen mit der Usability-Optimierung von Websites zu sammeln und den Bedarf an weiteren Maßnahmen einzuschätzen. Usability, die Gebrauchstauglichkeit oder Nutzerfreundlichkeit von Websites, ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Einsteiger werden auf usability-toolkit.de mit Online-Tools und Hintergrundwissen zum Thema unterstützt. Die Plattform wurde am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie in Zusammenarbeit mit usability.de, einem Dienstleister für Usability und User Experience Design aus Hannover, entwickelt

Die Projektverantwortlichen regen zum Besuch der Stiftungsuniversität auf dem Gemeinschaftsstand niedersächsischer Hochschulen auf der CeBIT (Halle 9, B24) an, um neueste Forschungsergebnisse aus der Informations- und Kommunikationstechnologie zu erleben. Das Projekt usability-toolkit.de wird gefördert durch den EFRE-Strukturfonds der Europäischen Union. Das Projekt MyMedia wird gefördert durch das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission.

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Pressemeldungen Fachbereich 4 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
news-1071 Tue, 16 Feb 2010 00:00:00 +0100 Ausgezeichnet https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/ueber-uns/neuigkeiten/nachricht/artikel/ausgezeichnet/ VFI-Förderungspreis 2009 an Studentin aus Hildesheim Die Hildesheimer Studentin Katrin Lamm ist für ihre Magisterarbeit mit einem zweiten Preis des VFI-Förderungspreises 2009 in der Höhe von € 500 ausgezeichnet worden.

Katrin Lamm ist Absolventin des Studiengangs Internationales Informationsmanagement (IIM) der Universität und seit Februar 2009 Doktorandin am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Ihre interdisziplinäre Magisterarbeit mit dem Titel "Das Confirmation/Disconfirmation-Paradigma der Kundenzufriedenheit im Kontext des Information Retrieval" wurde von Professorin Dr. Christa Womser-Hacker und Prof. Dr. Werner Greve betreut.
Der Verein zur Förderung der Informationswissenschaft (VFI) mit Sitz in Wien vergibt seit 2006 jährlich einen Förderungspreis für herausragende akademische Abschlussarbeiten im Bereich der Informationswissenschaft. In diesem Jahr hat die Vergabekommission entschieden, zwei zweite und einen dritten Preis zu vergeben. In der Begründung der Preis-Kommission ist über die Arbeit von Katrin Lamm zu lesen: "In der Arbeit von Frau Lamm wird ein betriebswirtschaftliches Modell in einen Kernbereich der Informationswissenschaft eingeführt und im Rahmen eines experimentellen Untersuchungsdesigns in vorbildlicher Weise überprüft."
Die zwei weiteren Preise gingen an Studenten aus Freiburg und Bonn.

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Pressemeldungen Informationswissenschaft und Sprachtechnologie