Digitale Lebenswelten: Freie und unabhängige Medien

Samstag, 16. Januar 2016  / Alter: 2 Jahre

Alexandra Borchardt, Chefin vom Dienst der Süddeutschen Zeitung, spricht an der Uni Hildesheim über die Situation der Medienbranche, Trends der Digitalisierung und freie und unabhängige Medien. Der Vortrag am Dienstag ist Teil der Reihe „Digitale Lebenswelten".

Vernetzt: Mit einer öffentlichen Vorlesungsreihe regt die Universität in Hildesheim zum Austausch an. Im Fokus stehen digitale Entwicklungen und Veränderungen in der Gesellschaft. Zu Gast in Hildesheim: Alexandra Borchardt ist Chefin vom Dienst bei der Süddeutschen Zeitung. Porträtfoto: Frank Bauer

Freie und unabhängige Medien sind zentral für die Demokratie. Doch die Medienbranche steht zunehmend unter Druck. Die digitale Welt verändert Lebens- und Konsumgewohnheiten, neue Meinungsmarktplätze machen Zeitungen und Zeitschriften, Fernseh- und Radiosendern Konkurrenz. Die bewährten Geschäftsmodelle sind angezählt. Alexandra Borchardt, Chefin vom Dienst der Süddeutschen Zeitung, analysiert in ihrem Vortrag in der Reihe „Digitale Lebenswelten" an der Universität Hildesheim die Situation der Branche. Sie beschreibt fünf Trends der Digitalisierung, die jeden betreffen und führt aus, welche Konsequenzen Medienhäuser daraus ziehen und ziehen müssen.

Der öffentliche Vortrag beginnt am Dienstag, 19. Januar 2016, um 19:15 Uhr in der Universitätsbibliothek am Universitätsplatz 1 in Hildesheim.

Vorlesungsreihe „Digitale Lebenswelten“

Die Reihe „Digitale Lebenswelten: Politik – Medien – Kommunikation" richtet sich an Bürger aus der Region, an Studierende und Lehrende. Organisiert wird die Vorlesungsreihe von den Instituten für Sozialwissenschaften, Interkulturelle Kommunikation sowie Informationswissenschaft und Sprachtechnologie. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Am 26. Januar 2016 wird das Buch „Soziale Medien in Protestbewegungen. Neue Wege für Diskurs, Organisation und Empörung?“ vorgestellt. Welche Rolle spielen soziale Medien in Protestbewegungen? Dieser Frage gingen Prof. Dr. Marianne Kneuer und Dr. Saskia Richter im Jahr 2014 nach. Anlass für die Studie war die Beobachtung, dass der weltweiten Finanzkrise in 2011 Protestbewegungen in westlichen Demokratien folgten, die in mehr als 80 Ländern der Welt ein hohes Maß an Empörung auf die Straße brachten und zugleich intensiv soziale Medien nutzten, sagt Marianne Kneuer, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Hildesheim. Die Politikwissenschaftlerinnen haben Facebook- und Twitter-Postings von Aktivisten aus Spanien, Portugal, den USA, Großbritannien und Deutschland analysiert. Prof. Dr. Paul Nolte von der FU Berlin stellt das  Buch im Center of World Music in Hildesheim vor (Programm als PDF).

Abschließend gibt die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Bettina Kluge am 2. Februar 2016 Einblicke in Forschungsergebnisse aus der Migrationslinguistik. Sie spricht über „Mehrsprachigkeit und Humor als identitäre Ressource – migrantische Bloggerinnen und Blogger in Quebec“ (Programm als PDF). Die Wissenschaftlerin hat Blogs von spanisch- und französischsprachigen Menschen untersucht, die nach Quebec auswandern oder auswandern wollen und die sich online mit anderen Migrationswilligen über ihre Erfahrungen austauschen.

Medienkontakt: Pressestelle der Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

Von: Pressestelle, Isa Lange

Vernetzt: Mit einer öffentlichen Vorlesungsreihe regt die Universität in Hildesheim zum Austausch an. Im Fokus stehen digitale Entwicklungen und Veränderungen in der Gesellschaft. Zu Gast in Hildesheim: Alexandra Borchardt ist Chefin vom Dienst bei der Süddeutschen Zeitung. Porträtfoto: Frank Bauer