Die Antragstellenden haben zum Kerngebiet des Antrags bereits umfangreiche Vorerfahrungen, auf denen aufbauend sie den interdisziplinären Dialog anlegen.

Untenstehend eine Übersicht abgeschlossener oder noch laufender Vorarbeiten mit Bezug zum aktuellen Projekt.

HASOC

HASOC (Hate Speech and Offensive Content Identification in Indo-European Languages) stellt eine mehrsprachige Ressource für die Hate-Speech-Erkennung dar. HASOC wurde erstmals 2019 im Rahmen der Konferenz FIRE (Forum for Information Retrieval Evaluation) durchgeführt. Die Datenkollektionen in Deutsch, Englisch und Hindi sind auf großes Interesse gestoßen; über 60 Teilnehmer aus fünf Kontinenten haben Experimente durchgeführt.

Weitere Informationen unter: https://hasocfire.github.io/hasoc/2019/index.html

DCTC

DTCT (Detect Then ACT: Taking Direkt Action Against Online Hate Speech by Turning Bystanders into Upstanders) ist ein von der EU als Action Grant gefördertes Projekt, in dem die Universität Hildesheim in Kooperation mit mehreren internationalen Partnern von September 2019 bis August 2021 Nutzer*innen von sozialen Netzwerken schult, um sich gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung online einsetzen zu können.

Weitere Informationen unter: https://dtct.eu/

Experten-Laien-Kommunikation

In der Habilitation von Frau Dr. Jaki wird anhand von TV-Dokumentationen Experten-Laien-Kommunikation untersucht, so dass hier umfangreiches Wissen und ein breiter Überblick über diverse Formen bzw. deren Funktionsweisen und Affordanzen vorliegt. Diese Expertise kann zur Kommunikation der komplexen Zusammenhänge an Laien genutzt werden.

Projekt e-Identity

Das Projekt behandelte die Analyse kollektiver Identitäten in internationalen Debatten um Krieg und Frieden seit dem Ende des Kalten Krieges und entwickelte computer-linguistische Werkzeuge für die politikwissenschaftliche Analyse von Zeitungsarchiven. Somit liegen Erfahrungen bei der komplexen Analyse von Adressaten in Texten vor, was für die Erkennung von Hate Speech ausschlaggebend ist. Manche Experimente zielen darauf ab, auch das Ziel von Hate zu erkennen (z.B. OffensEval).

Weitere Informationen unter: e-Identity

Projekt WasNBTW17

Das Projekt „Wahlkampf in (a)sozialen Netzwerken“ (WasNBTW17) ist ein interdisziplinäres Verbundprojekt, das von Forscher*innen an den Universitäten Hildesheim, Heidelberg und Göttingen durchgeführt wurde (Laufzeit 04/2017 bis 10/2019). Es wird durch die ZDF-Medienforschung gefördert. Das Forschungsprojekt untersucht mittels eines multimethodischen Designs die Online-Wahlkampfkommunikation im Bundestagswahlkampf 2017.

Weitere Informationen unter: www.uni-hildesheim.de/wahlkampfanalyse

Promotionsvorhaben Johannes Schäfer

Diese Arbeit zielt auf die Optimierung von Hate-Speech-Erkennung durch die Integration von linguistischem Wissen in Systeme ab. Dadurch kann auch die Transparenz der Verfahren verbessert werden, so dass die Arbeit sehr relevant für das Projekt ist.

Förderhinweis

Das Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung »Zukunftsdiskurse« vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.