Zweite Studienphase
Den vollständigen Bericht der zweiten Studienphase finden Sie hier.
Die Forschungsfragen und Untersuchungsdesign
Die zweite Studienphase erstreckte sich von Juli 2021 bis November 2022. Es galt folgende Forschungsfragen zu beantworten:
- FF1: Welche konkreten Problemfelder nehmen die Bürger*innen hinsichtlich des eigenen Informationsverhaltens (I) sowie der Informationsbereitstellung durch die Kommunen (II) wahr?
- FF2: Welche Optimierungsansätze können (I) für das Informationsverhalten der Bürger*innen, (II) die Informationsversorgung lokaler Anbieter sowie (III) für die Lernangebote kommunaler Bildungsanbieter abgeleitet werden?
Zur Beantwortung der beiden Forschungsfragen werden Leitfadengestützte Einzelinterviews mit Bürger*innen der Gemeinden sowie Fokusgruppen mit Repräsentanten der verschiedenen Akteursgruppen durchgeführt. Um die Erkenntnisse der Einzelinterviews für die Fokusgruppen nutzen zu können, werden erst die Interviews mit den Bürger*innen und anschließend, nach der Auswertung dieser, die Fokusgruppen durchgeführt.
Die Einzelinterviews
Insgesamt 22 Personen, aus den drei Altersklassen (15-29 Jahre, 30 -59 Jahre, 60+ Jahre) nahmen an den virtuellen Einzelinterviews teil. Die Leitfragen gliedern sich thematisch in die Bereiche (I) des individuellen Informationsverhaltens, (II) der Faktoren der Kompetenzvermittlung und (III) den Optimierungsansätzen. Die Durchführung verlief virtuell im Zeitraum vom Januar bis April 2022. Eine Visualisierungstechnik in Anlehnung an Information Horizon[1] half der Sammlung von Informationsquellen und der Positionierung dieser im Zwiebelmodell, in Relation zur subjektiv empfundenen Bedeutung.
[1] In Anlehnung an Savolainen (2004), Sonnenwald & Wildemuth (2001) und Eckerdal (2013).
Die Abbildung zeigt die visuelle Gestaltung des Aufrufs mit Bitte zur Teilnahme.
Die Ergebnisse der Einzelinterviews als PDF finden Sie hier.
Die Fokusgruppen
Das methodische Vorgehen der halbstrukturierten Fokusgruppen lässt sich als partizipativer Prozess verstehen, bei dem verschiedene Akteure miteinander im Rahmen eines kollektiven Forschungsprozess diskutieren (Bär 2020. 221). Döring (2016) beschreibt die Idee qualitativer Gruppeninterviews als „ökonomische Weise die Positionen mehrerer Befragungspersonen [zu] ermitteln und gleichzeitig Einblicke in die Gruppendynamik erlauben“ (Döring 2016, 379). Diese Sichtweisen erlauben es möglichst vielfältige Stimmen miteinzubeziehen und gemeinsam umfassenden Optimierungsansätzen zur Informationsversorgung sowie zur Kompetenzförderung abzuleiten. So war mindestens jeweils eine Person aus den Akteursgruppen Kommune, Bildungsanbieter und Bürgerinnen und Bürger anwesend, als die Fokusgruppen im Juni und Juli 2022 durchgeführt wurden, von denen eine in Präsenz stattfand.
Die Abbildung zeigt die Durchführung der Präsenzfokusgruppe an der VHS Alfeld.
Die Ergebnisse der Fokusgruppen finden Sie als PDF hier.
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