Erste Studienphase
Den vollständigen Bericht der ersten Studie als PDF finden Sie hier.
Forschungsfragen und Untersuchungsdesign
Die erste Studienphase erstreckte sich von August 2020 bis September 2021. Es galt es folgende Forschungsfragen zu beantworten:
- Welche Informationsbedarfe und Informationsverhaltensmuster weisen Bürger*innen in ländlichen Räumen auf?
- Wie erfolgt die lokale daseinsbezogene Informationsbereitstellung lokaler Anbieter?
Dabei versucht das Projekt die Perspektiven der unterschiedlichen Akteure (Nutzer und Anbieter) des daseinsbezogenen Informationsmarktes im ländlichen Raum abzubilden und in Bezug zu setzen. Die Bestandsaufnahme erfolgt anhand einer Methodenkombination, um die verschiedenen Perspektiven der lokalen Informationsversorgung umfänglich abzudecken. Eine quantitative empirische Nutzerbefragung (I) adressiert die erste Forschungsfrage, während Experteninterviews mit kommunalen Informationsbereitstellern (II) sowie eine Webanalyse (III) das korrespondierende Informationsangebot sowie die korrespondierenden Informationsdienste der Gemeinden vorrangig die zweite Forschungsfrage adressieren. Die Abbildung zeigt einen Überblick über die Methodik der Studie 1, welche im folgenden Abschnitt im Detail präsentiert wird.
Abbildung: Methodischer Aufbau der Studie 1
Die Nutzerbefragung
Der Fragebogen wurden in Anlehnung an bestehende Forschungsliteratur konzipiert und erfasst neben den demographischen Daten (A) ebenfalls Informationen zur Internetnutzung (B) (Nutzungshäufigkeit, Erfahrungsjahre, Zugangsmodalitäten, Medienkompetenz). Die Informationskompetenz wird sowohl als subjektive Wahrnehmung (C), als auch zu Vergleichszwecken exemplarisch objektiv getestet (F). Die Informationsbedarfe wurden in Abhängigkeit der Themenfelder erhoben (D) und durch offene Fragen (E) ergänzt.
Die Durchführung erfolgte online- sowie telefonisch und schriftlich im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021. Die Datenauswertung der Daten (N=495) basierte auf gängigen statistischen Verfahren, wie Mittelwertsvergleich zur Berechnung der Gruppenunterschiede.
Die Ergebnisse der quantitativen Befragung finden Sie hier.
Die Experteninterviews
Die semistrukturierten, leitfadengestützten Experteninterviews erfassten (I) gegenwärtige Strukturfaktoren, (I) Strategien der Informationsbereitstellung, (III) Optimierungsansätze, (IV) Potentiale und Herausforderungen der Digitalisierung. Die methodische Ausgestaltung orientierte sich an Helffereich (2014), die Experten als Zielgruppe mit Zugang zu besonderem Wissen beschreibt (Helffereich 2014, 560). Die Durchführung der virtuellen Interviews erfolgte im Zeitraum Mai bis Juni 2021. Das Material (N=13) wurde nach deduktiver und induktiver Kategorisierung inhaltsanalytisch nach Mayring & Fenzel (2015) ausgewertet.
Die Webanalyse der Gemeindewebseiten
Die Webanalyse identifiziert inhaltliche und gestalterische Merkmale der webbasierten Informationsbereitstellung der Kommunen anhand eines in Anlehnung an Trepte et al. (2005) und Marwede (2021) erstellten und iterativ evaluierten Kriterienkatalogs. Dieses Schema gliedert sich inhaltlich in die Aspekte:
- Technische Qualität (Pflegezustand der Webseite, Barrierefreiheit, Navigation, Suche)
- Qualität der Interaktivität (Kontaktaufnahme, Ansprechpartner, Verantwortliche)
- Benutzerfreundlichkeit (Responsive-Design, Applikation)
- Inhaltsqualität (Informationsversorgung der 7 Themenfelder)
- Vernetzungsintensität (lokale Institutionen, soziale Netzwerke)
Die Prüfung der Gemeindewebseiten (N=19) erfolgte in dem Zeitraum von Mai bis Juni und August 2021. In separater Form wurde die Nutzung von sozialen Netzwerken erfasst. Die Ergebnisse wurden in Berichtsform für die einzelnen Gemeinde aufgearbeitet und in Kombination mit dem aufgearbeiteten Prüfschema zum kommunalen Eigengebrauch versandt.
Ergebnisse: Kurzübersicht
Der Abschlussworkshop
Mit dem Ende der ersten Studienphase wurde eine zweitägige virtuelle Veranstaltung organisiert bei der sowohl die Forschungsergebnisse allgemein sowie spezifisch im Kontext der kommunalen Digitalisierung diskutiert wurden. Die jeweiligen Gastbeiträge sind der Abbildung zu entnehmen.
Tag 1 »Informationsversorgung im Landkreis Hildesheim« Studienergebnisse und Austausch - 29.11.2021, 17 bis 19 Uhr
- Präsentateion der Forschungsergebnisse aus der Bürger*innenbefragung, den Experteninterviews und der Webanalyse
- Gastbeitrag von Herrn Dr. Möllmann vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Förderungsmaßnahme Ländliche Räume in Zeiten der Digitalisierung
Materialien des ersten Workshoptages:
- Foliensatz der Veranstaltung 29.11.2021
- Folien des Gastbeitrages von Dr. Möllmann zur Forschungsfördermaßnahme „Ländliche Räume in Zeiten der Digitalisierung"
Tag 2 »Informationsbereitstellung und Digitalisierung der Kommunen« Gastbeiträge und Vernetzung - 30.11.2021, 10 bis 15 Uhr
- Austausch in professionellem Kontext: eingeladen waren kommunale Verantwortliche (Bürgermeister, Ratsmitglieder, Amtsleiter)
- Informationsbereitstellung über die Gemeindewebseiten
- Gastbeitrag von Herrn Dr. Horst Baier, IT-Bevollmächtigter (CIO) des Landes Niedersachsen über den „Stand der Digitalisierung der Verwaltungen in Niedersachsen“.
- Diskussionen zur aktuellen Umsetzung der Digitalisierung der Verwaltung in den Gemeinden, Erwartungen aus Sicht von Bürgern und Politik, moderiert von Axel Linke von Materna Information & Communications SE, dem Beratungshaus für die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung in Niedersachsen
- Gastbeitrag von Nele Bracht, von der Digitalagentur Niedersachsen über die Auszeichnung „Digitale Orte“
Die Materialien des zweiten Workshoptages:
- Informationsbereitstellung über die Gemeindewebseite: Prüfschema zur Eigenevaluation, Anleitung und Linksammlung zur digitalen Barrierefreiheit
- Auf Anfrage schicken wir Ihnen: die Ergebnissteckbriefe Ihrer Gemeinde, die Aufzeichnung des zweiten Tages, die Präsentationsfolien von Frau Nele Bracht. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.
Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
Universität Hildesheim
Lübecker Str. 3
31141 Hildesheim
Weitere Informationen zur Anreise
Sekretariat
Amelie Müller
Raum: L 102 - Altbau Bühler Campus
Tel.: +49(0)5121/883-30 300
Fax.: +49(0)5121/883-30 301
E-Mail: iwist@uni-hildesheim.de
Geschäftsführender Direktor
Prof. Dr. Joachim Griesbaum
Raum: L 115 - Altbau Bühler Campus
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Fax.: +49(0)5121/883-30 301
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