Personas für internationale Anwendungskontexte

Laufzeit

2011 – 2012

Förderung

EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung)

Kooperation

eResult GmbH, Göttingen

Projektleitung

Prof. Dr. Womser-Hacker, Prof. Dr. Thomas Mandl

Mitarbeiter

Stefanie Elbeshausen, Katrin Werner,
Prof. Dr. Joachim Griesbaum, Dr. Ralph Kölle

Projektbeschreibung

Personas sind typische, stell­ver­tre­ten­de Benutzer, die den Entwicklern vor Augen halten, für wen sie eine Software-Anwen­dung entwickeln. Sie zäh­len zum Standard-Methodenrepertoire in der Mensch-Maschine-Interaktion, werden in der Praxis jedoch noch nicht sehr häufig eingesetzt.  Im Rahmen der Internationalisierung von Mensch-Maschine-Schnittstellen stammen Benutzer oft aus ande­ren Ländern als die Entwickler eines Systems.  Im Mittelpunkt des Projektes,  welches in Zusammenarbeit mit eResult, einem Dienstleister für Usability und User Experience aus Göttingen, durchgeführt wird, steht daher die Entwicklung von Personas in internationalen Software-Projekten.  Im Rahmen des Projekts wird eine mögliche Vorgehensweise für zukünftige Persona-Projekte erarbeitet und in einem Projektleitfaden zusammengefasst. Daneben soll ein integriertes System entstehen, das die typischen Arbeitsschritte zusammenfasst und so zur Effizienzsteigerung beiträgt. Ziel des Leitfadens ist der Transfer aktueller Forschungsergebnisse in die Praxis. Neben konkreten Handlungsempfehlungen werden darin auch verschiedene methodische Ansätze in der interkulturellen Personaforschung  verglichen.

Vorstudien

Ramm, Stefanie (2008): Integration kultureller Faktoren im benutzerzentrierten Design durch Entwicklung eines qualitativ-quantitativen Persona-Konzepts. Mag.-Arb. Universität Hildesheim, Hildesheim.

Alscher, Wiebke (2009): Benutzerorientiertes Design durch die Entwicklung von Personas für internationale Websites. Mag.-Arb. Universität Hildesheim, Hildesheim.

Themen für Abschlussarbeiten

(1) Identifikation von Ressourcen zur Erleichterung der Persona-Erstellung - in Bearbeitung -

Bachelor-Projekt IIM

Personas sind prototypische Benutzer, die im benutzerzentrierten Design zum Einsatz kommen. Um die Akzeptanz der Personas durch die Entwickler zu erhöhen, müssen die Profile ausreichend Identifikationspotenzial bieten. Dabei ist es hilfreich, wenn auf externe die eigene Erhebung ergänzende Datenquellen zurückgegriffen werden kann. Beispielsweise könnten typische spanische Vornamen in der Altersgruppe der 40-50-jährigen benötigt werden. Derartige Ressourcen sollen im Projekt identifiziert und bewertet werden.

(2) Persona-Darstellungen im Kulturvergleich

Bachelor-/Magisterarbeit IIM

In der heutigen Software-Branche sind internationale Entwicklerteams die Regel. Aus diesem Grund kommt es immer häufiger vor, dass die Entwickler von Software-Anwendung nicht aus dem gleichen Land stammen, wie die zukünftigen Benutzer. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie die Darstellung von Personas angepasst werden muss, wenn der Adressat aus einer anderen Kultur stammt. Im Rahmen einer möglichen Abschlussarbeit sollen Personas aus internationalen Projekten gesammelt und in einem Korpus erfasst werden. In einer kulturvergleichenden Analyse sollen die Persona-Darstellungen hinsichtlich ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten vergleichen werden.

(3) Variablen der nutzerbezogenen Segmentierung

Magisterarbeit IIM

Als Segmentierung wird das Gruppieren von Benutzerdaten anhand von Gemeinsamkeiten in Bezug auf Ziele, Verhaltensweisen und Einstellungen bezeichnet. Die auf diese Weise gefundenen Benutzergruppen dienen als Basis für die Entwicklung konkreter Personas. Die Entscheidung, welche Variablen in die Segmentierung einbezogen werden und welche ausschließlich zur späteren Beschreibung der Personas herangezogen werden, hat einen bedeutenden Einfluss auf das Segmentierungsergebnis. Das Ziel der Arbeit ist es mit Hilfe statistischer Verfahren herauszufinden, welche Variablen sinnvollerweise bei der nutzerbezogenen Segmentierung  berücksichtigt werden sollten.